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89. Jahrgang
Freitag, 31. Januar 1941
Nr. 26
Die große Rede des Führers im Sportpalast
Sie soWe welt wird siegen!
Adolf Hitler: „Das Jahr 1941 wird das geschichtliche Jahr einer großen Neuordnung Europas sein. Es wird mithelfen, die Grundlagen für eine wirkliche Völkerverständigung und Völkeraussöhnung zu sichern 1"
Rückblick und Wegweiser
as. Berlin, 31. Jan. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Man kann sich schwer einen größeren Gegensatz denken als zwischen den Äußerungen britischer Staatsmänner, sowie den Reden amerikanischer Politiker, die den Engländern bestätigen, daß sie nur noch mit amerikanischer Hilfe den Krieg zu „überleben" hoffen können, und auf der anderen Seite die ruhige, durch nichts zu erschütternde Sieaesgewißheit, die wieder aus der Rede sprach, die der Führer im Berliner Sportpalast am achten Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution hielt. Ein solcher Jahrestag gibt Anlaß zurückzublicken auf die ungeheuren Leistungen, die vollbracht wurden. In dieser Rede griff der Führer weiter zurück in die deutsche Geschichte^ um noch einmal den tiefen Sinn dieses Kampfes, den Deutschland jetzt durchkämpft, darzulegen. Er zeigte auf, wie immer England der Gegner der deutschen Einheit war. Seine Rede gestaltete sich so zu einer souveränen Darstellung der politischen Entwicklung, mit der England diesen neuen Krieg herbeiführte.
Aber diese Rede war nicht nur Rückblick und damit Erklärung für das bisherige Geschehen, fie war zugleich Ausblick und Wegweiser für das neunte Jahr der nationalsozialistischen Revolution. Wenn der Führer dab-i das Jahr 1941 als das geschichtlichste Jahr einer großen Neuordnung Europas bezeichnete, so ist das Ziel damit auf das deutlichste gekennzeichnet. Dieser großen Neuordnung steht heute noch England im Wege. Auch gibt es jenseits des Ozeans gewisse Kreise, die glauben, diesen englischen Widerstand unterstützen zu müssen. Ihnen hat der Führer nicht den geringsten Zweifel daran gelassen, daß ihr Bemühen vergeblich ist und bleiben wird. Wir haben iede Möglichkeit, die Lberbaupt nur denkbar ist, in unsere Berechnungen eingesetzt. „Wer glaubt, Eng
land helfen zu müssen, muß eines wissen, jedesSchijf, ob mit oder ohneBegleitung, das vor unsere Torpedorohre kommt, wird torpedier t.“ Das ist ein klares Wort, das sich nicht nur an die englische, sondern an die angelsächsische Adresse richtet und nirgends überhört werden sollte. Dem amerikanischen Volke aber hat der Führer noch einmal bekundet, daß das deutsche Volk mitdemamerikanischeninFrie- den zu leben wünscht und er hat damit alle Behauptungen über deutsche Weltherrschaftspläne als dumme und plumpe Lügen abgetan. Der Führer hat unserem Gegner England aber auch nicht den mindesten Zweifel daran gelassen, daß Deutschland seine Rüstung noch weiter vervollkommnet hat. Das gilt für das Heer, das gilt nicht minder für die deutschen U-Boote, wie überhaupt für die Kriegsmarine und nicht juletjt für die deutsche Luftwaffe. Die Worte über den im Frühjahr beginnenden ll - B o o t -K r i e g und den kommenden Einsatz der deutschen Luftwaffe können selbst in England nicht mißverstanden werden.
An der gleichen Stelle, an der der Führer gestern sprach, hat Adolf Hitler vor einem Jahr unserem Gegner verkündet, daß Deutschland in den fünf Kriygsmonaten, die damals hinter uns lagen, nicht geschlafen, sondern gerüstet habe. Unsere Eggner haben auf diele Worte nicht hören wollen, das verflossene Jahr hat ihnen gezeigt, daß diese Worte kein leerer Bluff waren, wie ste meinten. Sie werden zur Kenntnis nehmen müssen, daß wir auch jetzt nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen, daß wir weitergearbeitet und unsere Rüstung noch verbesiert haben. So sind wir des Endsieges sicher, so wisien wir. daß der Spruch Wahrheit ist, der >n oieser alten Kampfstätte des Berliner Nationalsozialismus zu lesen war, dieser Kampsstätte, die auch gestern wieder von Beifallstürmen erschüttert wurde, nämlich das Wort: „Mit unseren Fahnen istderSieg.“
en
Brüderlich verbunden
Glückwünsche König Victor Emanuels und Mussolinis zum Jahrestag der deutschen Erhebung. — Der Donk des Führers.
..Zur 8. Wiederkehr des Jahrestages Ihrer Marbtergrei- tages der deutschen Erbebuna bat Könia und Kaiser Victor Emanuel das nachstehende Telegramm an den Führer ge- richtet:
..Zur Wiederkehr des 8. Jahrestages ihrer Machtergreifung. der mehr als je die ganze germanische Welt um 361e Person und um Ihr Werk geschart findet, übermittele ich Ihnen Führer, meine wärmsten Glückwünsche zugleich mit meinen Wünschen für Ihre Person und für die Größe der verbündeten deutschen Nation."
Der Führer hat hieraus wie solgt telegraphisch ge-
anlaglich der heutige.. dem unerschütterlichen ,
kämpfen. Ich sende Ihnen zugleich „...
wünsch meine kameradschaftlichen Grüße."
Die Antwort des Führers an ihn bat folgenden Wortlaut: .Zch danke Ihnen. Duce, für das freundliche Telegramm, das Sie mir zum Jahrestag der deutschen Erhebung übersandten. Schulter an Schulter mit dem befreundeten und verbündeten italienischen Volk kämpft das nationalsozialistische Deutschland in fester Entschlossenheit und im sicheren Bewutzt- sein des Endsieges weiter für das neue Eurova.
In kameradschaftlicher Verbundenheit
gez. Adolf Hitler."
antwortet:
..Eurer Majestät danke ich herzlich für die mir zum 8, Jahrestage der Machtergreifung übersandten freundlichen Glückwünsche. Mit meinem Tank dafür verbinde ich meine aufrichtigen Wünsche für die Zukunft Italiens und das Wohl- n Eurer Majestät."
_ei Regierungschef des faschistischen Italiens M u s s o - lini richtete an den Führer das folgende Teloaramm:
„Der 8. Jahrestag Ihrer Machtergre«»»«>hchh
und Deutschland brüderlich verbunden in dem grosen revolutionären Luvkampf zur Schaffung des neuen Eurova. Mit mir vereinigt sich das ganze italienische Volk anläßlich der heutigen Feier in unveränderlicher Treue mit ™ rsatz. bis zum Endsieg zu hnen zugleich mit meinem Glück-
3er Wortlaut Her ffilirer-fieöe
In seiner großen Rede int Berliner Svortvalaft bei der Masicnkundgebung anläßlich des 8. Jahrestages der national- siyialistischen Revolution führte Adolf Hitler aus:
Mein« deutschen Volksgenossen und -genossinnen!
Regierungswechsel bat es in der Geschichte schon oft gegeben, auch in der Geschichte unseres eigenen Volkes. Es ist aber sicher noch kein Wechsel einer Regierung von so tieigrelfenden Folgen begleitet gewesen wie der vor acht Jahren. Die Lage des Reiches war damals eine verzweifelte, lluan hat uns nicht gerufen, die Führung der Nation in einem Augenblick zu übernehmen, da diese in einem großen Emvorstieg begriffen war, sondern man gab uns die Macht unter dem härtesten Zwang, den es geben konnte, nämlich unter dem Druck der Einsicht, daß schon alles verloren war. 3n den Augen der Bestsestnnten konnte dies vielleicht noch ein letzter Versuch sein, die Übelwollenden hofften damit, auch die nationalsozialistische Bc- wegung endgültig zum Scheitern verdammt zu sehen.
Wenn es nicht gelang, das deutsche Volk wie durch ein Wunder zu retten, mußte die damalige Situation in der Folg« einen katastrophalen Ausgang nehmen. Denn schon seit 15 Jahren war der Weg nach unten ein ununterbrochener. Allerdings war diese Situation selbst nur das Ergebnis des Weltkrieges und seines Ausganges, unseres eigenen inneren politischen, moralischen und damit auch militärischen Zusammenbruchs.
Es ist daher gerade an einem solchen Tage wichtig, uns wieder zuruckzubcsinnen auf di« Ursache dieses ganzen nationalen Unglücks.
Was war der Grund zum Weltkrieg?
mentarischer Führung Dieser Staat also konnte in seiner Staatsform wirklich nicht die Ursache zum Kriege der Demokraten gegen das damalige Reich sein.
Deutschland, als volittscher Faktor der Welt gegenüber gesehen, konnte schon mehr Grund abgeben, denn nach Zahrhunderterlanger Zerrillenbeit und Ohnmacht hatten sich endlich die deutschen Stämme und St""^en. wenn auch mehr äußerlich gesehen, zu einem neuen Staat zu- jammengescklossen. zu einem Reich >-nd damit in Eurova dem sogenannten Gleichgewicht der Kräfte ein neues Kraftelement eingefügt. das verständlicherweise als Fremdkörper emvfunden wurde.
Noch zwingender war vielleicht die Abneigung gegenüber dem damaligen Reich als wirtschaftlicher Faktor Während jahrhundertelang Deutschland seine wirt- ichastliche Not zu beheben versuchte, indem es entweder die Menschen allmählich verhungern ließ oder sie zur Auswanderung zwang, begann das damalige Deutschland mit der Konsolidierung seiner volitischen Macht sich auch steigend zu einer wirtschaftlichen zu entwickeln, d. b. statt Menschen Waren zu exportieren und sich die notwendigen Absay- Märkte auf der Welt sicherzustellen. Ein Vorgang, der. von unserem Standpunkt aus gesehen, natürlich und gerecht war. vom Standpunkt anderer allerdings als ein Eingriff
(Fortsetzung auf Seite 2)
Die qanze Well hörte Adolf H Iler
Berlin, 30. Jan. Die Rede des Führers am 30. Januar wurde von 667 Sendern in folgenden Ländern übernommen: Deutschland, Italien, Holland, Belgien, Frankreich, Norwegen, Dänemark. Finnland, Ungarn, Bulgarien, Jugoslawien, der Schweiz, Slowakei, Argentinien, Uruguay, den Vereinigten Staaten von Nordamerika, Japan.
Außerdem übertrug der deutsche Rundfunk mit seinen Sendern und Richtstrahlern die Rede in 26 verschiedenen Sprachen, und zwar in Jtaliypisch. Englisch, Französisch, Griechisch, Serbisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Rumänisch, Bulgarisch, Kroatisch. Slowenisch, Spani'ch, Portugiesisch. Flämisch. Holländisch. Dänisch Schwedisch, Norwegisch. Türkisch. Afrikaans, Arabisch, Maghrobi- nisch, Iranisch, Hindostanffch und Malaiisch.
Eichenlaub für Oberstleutnant Har'inghausen
Berlin, 30. Jan. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberstleutnant im Eeneralstab ocr Luftwaffe Harlinghausen das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und an ibn folgendes Telegramm gerichtet:
„In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich An:n als achtem Offizier der deutsch--- Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
„Was der Führer sagte, gilt auch für Italien"
Lebhafteste Zustimmung in Italien zu allen Ausführungen Adolf Hitlers
Darüber ist bereits zu viel an Abhandlungen geschrieben worden. Amerikanische Doktoren haben im Auftrag des der- rcitizen Präsidenten Roosevelt die Ursache de? Weltkrieges untersucht und babei festgestellt, daß es sich nicht um ein deutsches Verschulden bandeln konnte. P isönlichkeiten spielen in io großen zeitgeschichtlichen Augenblicken nur dann eine Rolle, wenn sie wirklich als Überragende Erscheinungen in den Bannkreis der Umwelt treten. Das war damals nicht der Fall. Weder auf der deutschen noch auf der anderen Seite befanden sich Per- ionlichkeiten von überragendem Format. Es konnte allo der Grund an sich gar. nicht im Versagen oder auch nur im Wollen einzelner liegen, sondern di« Ursachen waren tiefere.
Zunächst konnte di« deutsche Staatsform keine Utiache zum damaligen Kriege fein. Denn Deutschland war m»on eine Demokratie, und zwar was für eine! (Heiterkeit.) totTfng kopiert nach den Vorbildern des Auslandes, des Irenens, eine Kompromißlösung zwischen Monarchie und parlamentarischer Demokratie, also eine ioaen-'nnte k o n- Itttiunelle Monarchie mft praktisch oarla-
Ham, 30. Jan. Die Führerrede, dre wieder vom italienischen Rundfunk unmittelbar aus dem Sportpalast übertragen und von allen die deutsche Sprach« beherrschenden Italienern und insbesondere von den in Italien lebenden Deutschen mit größter Spannung angebört wurde, wird in italienischen volitischen Kreisen in jeder Hinsicht mit der lebhafte ft en Zustimmung und stärkster Sym - oathre für den Führer aufgenommen. Man unterstreicht nicht nur die zwingende Beweisführung gegen die Politik Englands und die vernichtend- Abrechnung mit dem Geiste bet englischen Wucherer und Ausbeuter die au-schließiich mit dem System der Gewalt das englische Weltreich erobern und unter Ausnützung der künstlich von England geschaffenen Desorganisation des eurooäischen Kontinents zusammenhalten konnten, sondern auch die treffenden Ausführungen und drastischen -reststellungen über die rückständige englische So- zialoolilik, die sich noch in den allerersten Anfängen befindet und deren nur durch die Kriegsnot geborene Programmsätze langst durch die Leistungen der totalitären Staaten über'olt sind. Größte Beachtung finden ferner die Erklärungen des
Führers über das noch nie dagewelene Ausmaß der deutschen Rüstungen, die Warnung an die USA. sowie seine Feststellung, daß England, wo immer es in Erscheinung trete, von Deutschland angesrnfen und geschlagen wird.
, Der italienische Rundfunk, der bereits am Donnerstagabend die Rede kurz kommentierte, stellte fest, daß die m o r a- lischen und geschichtlichen Gründe dieses K r l e g e s mr Deutschland und Italien die g l e i ch e n seien. Was der Führer sagte, gelte auch für Italien. Seine Aus- iuhrungen ubxr die Eroberungspolitik Englands und über bte nur mit Gewaltmitteln noch mögliche Zusammenhaltung des englischen Weltreiches feien ebenso unantastbar wie seine Erklärungen über die rückständige Sozialpolitik Englands. Der soziale Fortschritt sei in der Tat einer der wichtigsten Grunde des englschen Halles g-"en die totalitären Staaten. Besonders bedeutsam seien die Worte des Führ-rs über das. was tn diesem Jahre gesch-hen wird, um der Welt mit der Niederlage Englands den Frieden zu geben. Vollste Beachtung gebühre schließlich dem vollen absolut felsenfesten Ver- tratren des Führers in das italienische Volk.
