Seite 4 Nr. 16
Wiesbadener Tagblatt
Montag. 20. Januar 1941
Wiesbadener Nachrichten
mel
Heldenkampf in Deutsch-Ostafrika
General von Lettow-Vorbeck sprach im Kurbaus*
Ostafrika war seit 30 Jahren eine deutsche Kolonie, als der Weltkrieg 1914—1^18 ausbrach. Im Vertrauen auf dre von den großen europäischen Nationen gemeinsam abgeschlossenen Kongoakte war nichts getan worden, um die Verteidigung der Kolonie zu sichern. 2400 Farbige nut 200 weißen Chargen, eine lediglich mit Jägerbüchsen. Modell 71. ausgerüstete Fußtruppe. welche in dem dünn besiedelten, aber zweimal so großen Gebiet wie das Mutterland eher eine Polizei- als eine Streitmacht darstellte, standen für eine Verteidigung zur Verfügung. Da sich die Engländer vom ersten Tag des Krieges an skrupellos über alle internattonalen Abmachungen hinwegsetzten, galt es. diesen Übergriffen einen geschlossenen Widerstand entgegenzusetzen. Der Nachschub aus Deutschland blieb ans. Dennoch kapitulierte die Truppe nicht.
' cht auf die Verteidigung. Ihr
Lettow-Vorbeck. zog ferne
Sie beschränkte sich auch nii Kommandeur. General Truppe am Kilimandjaro zusammen und befahl den Angriff auf die englische Bahnlinie, die von der Küste zum Viktona- see führte, die sogenannie Nairobibahn. Immer wieder wurde diese Bahnstrecke unterbrochen, in kühnen. .Ernzelaktronen dre Geleise gesprengt und der Feind beunruhigt und geschädigt, so weit es nur irgend möglich war., Abbaukolonnen legten die eisernen Maste der Telegrapbenleitungen um. wickelten den Draht auf Spulen und bauten diese Linien auf deutschem Gebiet wieder auf. Die Kolonie wurde indessen am höchste Kriegsbereitschaft gebracht. Zwar zahlte Deutsch-Ostasrika. einschließlich Frauen und Kindern, neben acht Millionen Ein- geborenen nur 6000 Weiße, von diesen traten 3000 unter d.e Waffen. Eine Etavvenleitung wurde organisiert: Zivil- und Militärbehörden arbeiteten eng Hand tn Hand. Im Januar 1915 reichte die Munition der Truppe nur noch für. drei kleine Gefechte aus. Da gab ihr Kommandeur lenen berühmten Befehl: Nach dem Gefecht muß leder Deutsche und leder Askari chr Patronen als vor dem Gefecht haben, und sie batten mehr Patronen. So lieferte der Feind Munition. Ausrüstung und schließlich sogar die Ärtte, die den Briten weggeiangen wurden für die kleine zähe Truppe., denn leder deutsche Arzt, der siel oder in Gefangenschaft geriet, mußte ersetzt werden. Durch zwei Jahre hindurch wurde dre Kolonie im Angriff verteidigt, in den folgenden .zwei Jahren die.
Briten. Belgier und Porttmiesen hettig und unaufhörlich beunruhigt und. wäre der Waffenstillstand nicht gekommen, so hätten sich die Deutschen noch em Jahr lang balttn können. Damals war die Truppe iedoch bereits von 3000 äßa'n _ixut 155 von 11000 Schwarzen aui 1168 susammengeslhmolzen, jeder vierte Soldat lind jeder zweite, Offizier war gefallen. ^eutsch-Oitasrika war nur ein Nebenkriegsschauvlatz. , für das Große und Ganze belanglos, ob man sich behauptete oder unterlag Auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen waren für die Führung eines Krieges die denkbar ungünstigsten Dennoch wurden auch, auf diesem Gebiet beinahe unwahrscheinlich klingende Leistungen vollbraG Die Haltung der Eingeborenen, ihre Treue und Anhänglichkeit darr num
Unser Glaube ist: Deutschland
- Morgenfeier des Kreissckulvngsamtes der NSDAP.
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Küttend^Rede^
Maane?. dem deutschen Menschen den ÄZeg. den er tn der G-meinschaft unseres Volkes zu gehen hat, wenn es ihm, ernst darum ist dem Führer und seiner Eemeinschatt zu dienen. Menn das Reich größer wird, dürfen unsere Herzen Nicht
: bleiben g>er deutsche Mensch des 20. Jahrhunderts linat mit ungeheueren Problemen. In der Geschichte «st kem Vergleich mit unserer Zeit. Unser Dasein wird von formenden ^Gedanken bestimmt, die mit Riesenschritten. unserem Leben einen neuen Inhalt geben. Unser nattonaksozia listisches Denken verweist uns am die Gemeinschaft, m die lins hie Vorsehung hmeingeöoren hat. Das hoaine. wds wir aL dttser Erde besitzen, ist unser Volk und unsere Sermat. Das deutsche Volk bat IN einem bitteren Leidenswegs er- ®hren müssen, daß man nicht mit Selbstaufgabe und alelg- beit wm kommen kann. Der Führer hat uns gezeigt, daß nm emWiederäusstieg unseres B°lkeserreicht werden konnte durch Kamvi. durch Opfer und durch Arbeit. Wir er halten auf dieser Erde nichts, wenn wir es uns nicht selbst erringen Wir stehen beute Völkern gegenüber, die,sich von Gott berufen und für auserwäblt erklären, die Zivilisation von 2000 Jabren gegen uns verteidigen ju muffen. Segen etn Volk, das die größte Kutturnatton der Erde ist. Und ausgerechnet sind das die Völker, die trotz, ihrer christlichen Erundiäne nicht das Primitivste an Sozialismus für ihre maenen Volksgenossen übrig haben. Der Kreis,chnlungs- lmter^ brandmarkte den Kampf dieser Plutokratten gegen unser Volk und seine mitreißende Rede klang aus m emen Appell an alle Deutschen, unsere letzten Kräfte iu mobil neren in diesem Kampf. Man wird die Bedeutung des deutschen Volkes einst messen an der Dauer dessen, was wir heute bauen: das germanische Reich. .
Frische Mädel- und Jungenstimmen der Svielschar des Jungvolkes und der Jungmadel sangen nach kU Rede..Nichts kann uns rauben" und mit dem ieierlichen Manch aus der Over Folkunger". geivielt von der Kreiskapelle. und dem Treuegelöbnis an den Föührer schloß die Feierstunde des Kreisschulungsamtes. p"
Der Alltag des Krieges
Die „Deutsche Wochenschau" berichtet uns von ihm.
Hermann Göring feierte seinen 48. Geburtstag. Wir fpfipti* ihn mit hem Führer im HeipröÄ unb nur wcniß ipdtci überreicht ihm ein Bergmann eine Grubenlampe Kurz zuvor besichtige « noch eine Kampf,tasiel ani K^nal Es st cheselbe
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— Wir gedenken am 20. Januari us 1868 zu,Ortrau iN der Schwalm geborenen Dichters Wilhelm Schafer. Bis 1896 Lehrer in Vohwinkel and Elberfeld, gründete er 1900 die Montsichrift ..Die Rheinlande und wurde zuerst 1908 durch sein Nick „Änekdoten" bekannt. 1922 erschien sein Werk ^Dist dreizehn Bücher der deutschen Seele —Bettina war dir Schwester von Clemens B r en t an o und fat 1811 die Gattin Achim v. Arnims. Ihr Todestag fallt auf den 20 Januar 1859. Sie wurde vor allem Mannt durch das Buch ..Goethes Briefwechsel mit einem Kinde weilte öfters in unserer weiteren Sermat., war. sie doch mit Caroline v. Günderode. der unglücklichen Dichterin zu Winkel am Rhein, befreundet. — 1813 starb zu Lewsig Christoph Martin Wieland der Herausgeber des „Teutschen chker- kur" (seit 1773) fast 80jährig. Wielands zeitgebuittenes Schaffen stellt einen Gipfelpunkt deutscher Rokokodichtung dar Nach ibm ist eine Straße im Sudviertel benannt. — 1930 wurde im Haag der Vertrag über den Bouns- P l an unterzeichnet. 1934 das Gesetz zur, Ordnung der Nationalen Arbeit erlassen" zwei Daten, die in ihrer lapidaren Gegensätzlichkeit Wendemarken zweier Epochen, einer untergeben« ben unb einer aubfsteigenben, bezeichnen.
— Aus dem alten Wiesbaden: Vor 85 Jahren findet sich im „Wiesbadener Tagblatt" folgende, mit.einem Dreimaster link^ und einem Dampfschiff rechts verzierte Anzeige des conzeffionierten General-Agenten iui Nassau -ö. K. Lembach in Biebrich": „Union. Auswanderung nach Australien be- treffeud. Für die Frühjahrserveditionen werden fortwährend Passagiere angenommen. Reiselustige .muffen KL iedoch ehestens anmelden und für schnelle Beibringung der nothigen Zeugnisse bedacht sein, da die Beförderung nur der, Reihe nach stattfindet. — Vorzugsweise werden angenommen. Ackerbauer. Weingärtner. Küfer. Zimmerleute. Schmiede, Maurer und Schäfer ..."
— Tteruschau vom 21. bis 31. Januar. Das abends, bow nach SSW. zu stehende Sternvaar von großer Helligkeit wird von den tietben großen Planeten In v r r e r uno Saturn gebildet, die zusammen m. großer Komunirion stehen und 730 bzw. 1370 Millionen Kilometer eu^nt 'ind. Der morgens eine Stunde vor der Sonne tm Sud osten sich -rbebende hellste Stern des Himmels ist Wanoeiiielii Venus als Morgenstern in 230 Millionen Kilometer Abstand von der Erde. ch
Reue Möglichkeiten der Nachwuchslenkung
Hauptschule als Schleuse der Begabtensörderung
Das iunge Deutschland" besaßt sich mit welche heuen Möglichkeiten sich durch die Ein- fiibri^ng der Hauvt schule für die Nachwuchslenkung seir? Sie^habe^ mr diese Aufgabe in der bisMigen Praxis n den ostmärkiichen Gauen besondere Vorzüge entwickelt. y1:,.0,®" Opdie Möglichkeit des Übergangs von den vier Shi^h, «Haffen der Volksschule zur Hauptschule und die Ruck- verktzung wenn die bessire Erkenntnis der Eignung des Obstlers eine solche Entscheidung, verantworten, laste. Ern Neinn^rer Vorteilsiei die Ausrichtung auf dre Ar- h ei t smTe Tt h e s Volkes. Der Mangel an Übereinstimmung zwischen den bisherigen Ergebnissen der Bttdmigs- h^ deutschen Schulaufbaues und den Nachwuchsiorde- run^n der Berufe sei immer stärker sichtbar nud seit Kriegs- MMN au einer staatsvolitischen Gefahr geworden. Mit llbergangslösungen wie Sonderreifeprüfung. Verkürzung der Siudiend a u er u nd Erweiterung der Stipendien .habe man ble entftanbene breite Kluft notdürttig iiberbrucknDas NE System könne hier am die Dauer einen fruchtbaren Aus^eich^herbesiubren^ga mcrbe eine Erleichterung des künftigen Arbeitseinsatzes bringen, insbesondere.der Berufsnachwuchslenkung. Für. sie stellt Dr. Neu! ob in der Zert- schriit iolaenbe Auswirkungen heraus: Die letzte Entscheidung über den Übergang zu höheren. Schulen wird vom 10 in das 14. Lebensiahr verlegt, also in das Jahr der Be-
unerwähnt bleiben. Den Deutschen wäre es nicht möglich gewesen. sie zu zwingen, aber die Achtung vor jenen weißen Männer in den durch das Dorngestriipp zerfetzten Khan- uniformen spornte die fechtenden Askari wie die schwarzen Träger immer wieder an. Zwischen dem Kap und Kairo erhob sich ein deutscher Vulkan. Er zerriß die Nachschublinien des Feindes. Mehr als das Doppelte des Burenkrieges kostete seine Bekämpfung allein die Briten.' die für die Nieder- ringung Deutsch-Ostafrikas aufgebrachte Gesamtsumme macht fast den vierten Teil der Weltkriegskosten aus. die. am 87 Milliarden beziffert werden. Trotz des Einsatzes von schwerer Artillerie. Panzerwagen und Flugzeugen gemng es nicht, die Deutschen niederzukämpfen. Hekatomben. an Toten. Verwundeten und Kranken büßte der Feind ein. der sich wohl hütete, viel Worte über diese für ihn so bitteren, und außerordentlich verlustreichen Kämpfe zu verlieren. Die Zahl.von 350 000 Mann an Gesamtverlusten des Gegners einschließlich der Verwundeten und Kranken stammt, aus Berichten des Gegners. Gewiß, der Boden der Kolonie war erttagsreich, das Klima gemäßigt, das Netz der Sttöme lieferte genügend Wasser. Ein Brite sagte später einmal U General Lettow- Vorbeck: „Ihr besitzt ja ein Indien. Das Beste an kolonialem Boden, was es gibt. Und ihr habt noch nicht, einmal eine Ahnung davon." — Doch es dauerte lange, bis diese Produkte ausgewertet werden konnten. Dem Kriege und seiner eriolg- reichen Durchführung galt es das letzte Spinnrad nutzbar zu machen. Baumwolle wurde zu Ballen gesponnen. Kmitschuk mit Schwefel vulkanisiert, ein Trerbstofs aus den Rückständen der Kokosnuß entwickelt, künstliches Chinin in iester.. spater in flüssiger Form diente der Bekämpmng der Malaria und ihrer Folgekrankheiten. Als der Kriegs sich seinem Ende näherte lebte die Truppe nur noch vom Feinde, am feindlichem Boden und ohne einen eigenen Pfennig.Geld. abgerissen. dezimiert, aber unbesle g t. Die Frontstarke der vereinigten Briten. Belgier und Portugiesen ^rtte durchschnttt- H6 — laut gegnerischen Mitteilungen — 6.1000 Mann betragen Diese Frontstärke war aber keine.starre, sondern eine gleitende, d. b. immer wieder wurden frische Tropen ins Gefecht geworfen und die abgekämpften Inder und Australier aus der Front gezogen, doch sie vermochten kaum etwas auszurichten gegen die zielbewußt gerührte kleine deutsche Streitmacht unter einem vorbildlichen Kommandeur. Dieser Kommandeur. General von Lettow-Vorbeck. erner der.Tapfersten des Weltkrieges, der mit Weddigen und Richthofen in einem Atem genannt zu werden, sich das Recht erstellt. sprach am Samstagabend im Kurhaus. Der Schwerpunkt seiner farbigen, soldatisch-knappen und von einem verhaltenen Humor zuweilen durchzogenen Ausführungen lag bei. den durch den Weltkrieg hervorgerufenen wittschaftttchenSchwlerig- keiten unserer zweitgrößten Kolonie, Damit gab er uns. ohne groß darauf hinzuweisen. ein Beispiel, dem uochzuenern uns wahrlich nicht schwer Teilen sollte. Karl Emde.
und von der Zentralstelle für Kttegsgefangenenbeyeuung in
Ein Naturgesetz
Briefe, die uns Freude bereiten
Jeden Tag flattert ein großer Stoß von Postsachen aitt den Tisch des Schriftleiters, sie bringen Arbeit, aber auw Freude i.«t. Unter den Briefen und Karten sind uns die zur Zeit mit am liebsten, die keine Marken tragen (sichersich eine Überraschung tur alle zünftigen PHilateltuen). aber diese mit „Feldpost" gekennzeichneten Postsachen erfahren zuerst ihre Erledigung, eine Selbstverständlichkeit gegenüber denen, die fern der Heimat für uns Dienst tuen. Unter diesen Briefen sind wiederum. viele, die e.lgentl ich allen Daheimgebliebenen zur Kenntnis kommen.mußten, dennjus ihnen spricht die Treue zum Fuhvr. Begeisterung tur unsere gerechte Sache und Liebe zur veimat. Leider verbieten es Platzgründe, in diesen Spalten naher daran, .£lnJ“seML- einer jedoch möge für otefe sprechen. . Da schreibt. tz"?. Oberfeldwebel der Luftwaffe der im Einsatz segen d e Insel steht, u. a.: „Gewiß, im Weltkrieg waren, wir m auch schon Kameraden, jeder auf seine, uM immer richtige Art. Heute erzieht uns die wehrgeistrge ^uhrung, einheitlich . und wir alle haben das Gefühl, wir werden betreut. Durch das Zu sammengehörigkeitsgefühl. welches. uns ams engste mtt unseren Sieben daheim verbindet., wird uns unsere Arbeit so leicht. Daß ein Volk, welches mit seiner.Wehrmacht sich Io innig verbunden fühlt, ein glückliches Kriegsende ermatten darf, erscheint mir wie ein Naturgesetz. Wir alle sind de rufen, dieses große Geschehest zu.einem Ende führest zu helfen, wie unser jederzeit opferbereites Vaterland es Lordient. Diese Worte eines Frontsoldaten haben MS tief erfreut Unseren Lesern wird es ebenso ergehen. Es lebt ein guter Geist in unserer nationalsozialistischen Wehrmacht. v.
Schule und Krieg
Einblick und Ausblick
Zur Entgegennahme eines Rechenschaftsberichtes, den Oberstudiendirektor Dr. Soe.fke sm: bas
Kollegium der Anstalt im Rahmen einm mustkallschen Morgenfeier erstattete, hatte.die Riehlschule. siadtisM Oberschule für Jungen am Zietenring. ihre Wulgemeinde ein geladen, und diese war fast vollzählig erschienen. Der Leiter der Schule umriß in kmzen, eindeutigen Zugen das Programm der Schule unter Beziehung auf bie durch Mt Krieg geschaffenen Verhältnisse und die aus aiuem steg reichen Frieden sich ergebenden Forderungen. Die bwbbe? dsutiamen Ausführungen ließen erkennem daß di« E^en gesetzlichkeit der Schule niemals ihre Rechtejmd Pflichten der Jugend gegenüber verkümmern lassen datt. und ms Dr. Hoefke in diesem Zusammenhang sagte, ließ wohl manchen Vater und auch manchen Schulmann in froher Zusttmmung aufhorchen, wie der starke Beifall der Zuhörer zu Hannen gab. Das beste Kriegshilfswerk der Jugend ist die schulische Vorbereitung für das Leben. Darum betont em iungster Ministerial-Erlaß, daß nicht die schulfremden Amgaben die Zeit und Kraft der Jugend absorbieren dürfen, denn dgs Arbeitsfeld der Jugend liegt in der Schule. In einer Zeit, in der Greise mit letztem Einsatz dem ^alerlande dienern darf sich die Jugend nicht embilden. durch verkürzte Schm zeit und erleichterte Prüfungen Kriegsgewinnler zu smn. Die Lehrerschaft will den Ettern tu allen (^stsen der E.r ziehung und des Unterrichtes beratend zur eeite stehen, m echter Kameradschaft stteben Eltern und schule, daß dm Jugend, vom rechten Leistungswillen bpieelt. 6en»tvam lernt und die durch den Krieg gebotene Ha^unga^oinnt. damit ein siegreicher Frttde mtt . srnnen unubeifebbaren Am- gaben ein bereites. GeMecht findet, das bem Goetbewo« Genüge zu tun weiß: „Was du ererbt von deinen ißatern hast, enmrb es, um es zu besitzen." In diesmn Sinrie ist auch das Wort Nietzsches zu verstehen, der eine harte Schule dm- langt beren Ziel fröhliche Arbeit ist. Und daß und auf welchen Wegen die Riehlschule diesM . Ziele zusttebt. Hern iesen die Darbietungen der . musikalischen Morgenfemr tntcht zu vergessen di« vorbildliche Haltung, der Jungem) und die Ausstellung von Schälerarbeiten. Unb nun tnirb es dem Berichterstatter schwer ums.Herz, baßer ber einzelnen Darbietungen und der lunyen Kunstuicht nameiittich gedenken kann. Denn was hier, an klassischer Musik im Lied, am Klavier und durch die Viottne geboten wurde..senugto selbst hohen Anforderungen unb. einzelne Darbietungen waren unbedingt konzertreif. Emen ausgezeichneten Eindruck hinterließen dr« schonen Lieder ber.Sm'^r. bie ihrem Leiter, Siudienrat Gehling, zur besten Emofehlung ge reichten, auch wenn man nicht weiß, daßl er m kaum mehr als Jahresfrist dieses Ergebnis erzielte. Um die Ausstellung der Schülerarbeiten (Sammlung von Kriea^okumenteu. alt- germanischem Kriegsgerät. Werkzeuge. Schiffe, «tlugzeug modelle. Flugbiologie der Pflanzen, geographisch statistisch«- Material, die Machtvolittk und das Piratenium Englands. Bevölkerungsbewegung Wiesbadens, im Schaubild. Airika als Kolonialland. Erzvorkommen ^in Raffau — um »r einiges zu erwähnen —) batten sich die Studienrate S e n sche und W e n d r i ch besonders verdient gemacht. Den schöpferischen Geist der Jungen befugten Gedichte und Komvo- sittonen (von denen drei zu Gehör gebracht wurden) unter dem Kennwort: Die Stunde des Soldaten. n.
Montag Verdunkelung von 18.01—9.15 Uhr
— Neuer Traditiousführer. Der Reichskriegerfiihrer General der Infanterie Reinhardt hat an Stelle von Major d. R. Sotzel. der auf seinen Wunsch ans dem Amt des Verbandsführers des ehemaligen 2. Nassauischen Pionierbataillons Nr. 25 (früher in Mainz) . schied, den Oberstleutnant Hosemann in W.-Biehrrch zum Trichitions- verhandsführer des genannten Tradittonsverdandes er« nan— 3ns Krankenhaus übergefübrt. Bei einem Wald- Svaziergang kam eine Frau auf einer Baumwurzel, die sie nicht bemerkt hatte, zu Fall, und zog ncki einen Unierichenkel- bruch zu. — In der Friedrichstraße rutschte em Mann beim Überqueren des Fahrdammes und. erlitt elnen Knochelbruch. Die beiden Verunglückten wurden in die Städtischen Krankenanstalten gebracht.
'X Färberei Walkmühle
CHEMISCHE REINIGUNG
rufsentscheidung des größten Teiles der deutschen Jugend. Die Sondererfaffung der Begabten in di« Hauptschule ermöglicht der Berufsberatung, ihrer BeruTsaufklarung Tut diesen Teil der Schüler keinen anderen Inhalt zu geben als für den in der Volksschule verbleibenden und iur di« vrak- iischen Berufe vorzubereitenden Jugendllchen In Zusammenarbeit mit der H2„ der Schule unb der DAi>. kann dix Berufsberatung in der Hauptschule an einer d I a n m a eigen Begab tenausl es e mitwirken. Durch, den Pflwht- charatter der Hauptschule und die .nnanziellen Erleichterungen für den Besuch der Aufbauichule wird, die durch wirtschaftliche Umstände bisher bewirkte Fehllenung^ von Eignung und Energie künftig wirksam bekamptt werden. Die geforderte Fernhaltung minderhegabter Schuler von Mt achtjährigen höheren Schulen durch den Nachweis der Eignung zur Hauptschule wird der Berufsberatung m großem Umfange solche Beratungsfalle ersoaren. b^ miolae unzu- reichender Leistung als ..Quarta- unb Unterfertia-Abiturien- ten“ oder als Abituttenten, ohne Hochschulreife oft jmev utio dreimal die Beratung belasteten^ und in den wenigen .fallen die befriedigende Lösung ermöglichen. Alle diese Erwartungen. so heißt es zum Schluß, konnten abernur unter der Voraussetzung einteeffen. daß die Berufsberatung für alle Schüler mit voller Verantwortung eingeschaltet werde.
