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WmbaÜMrTagblatt

8. s»elienb<rg',ch« vuch»nur«-t,Zagblatt - Shihs- nnx Erscheinungszeit:

Erscheinungszeit

Wöchentlich

6 Ausgaben

mit einer täglichen

Unterhaltungsbeilage

Nr. 285

Dienstag. 3. Dezember 1940

88. Jahrgang

Großer Tag unserer U-Boote!

Aber 140000 BRT. aus einem britischen Geleitzug herausgefchossen

des

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. Die deutschen Bomber Kälten die gleich erngeschlagen wie bei der Vernichtung von C

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Wrritägltch nachmittags.

SekchSftszeit r 8 Uhr morgens dis 7 Uhr abends außer Sonn- u. Feiertags Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf

Wenn der Minister am die Schwierigkeiten der Lebens- mitteleimuhr blnwies. io bietet die bette Illustration dazu der^heutige Bericht des OKW.. der wieder einen beson- de.rs groben E r io l g. unserer U-Boot-Wasfe meldet.

Anzeigenpreise: Em MiUimeiei Höhe der 22 Millimeiei breiten Spalte im Anzeigenteil Grund. mfXL. SDitatmetCT bretten Spalte tm Teilten 60 Rpf.. lonst laut PreislIIte Sir S

NachlSlie nach Preisliste Nr. S. - Schluß der Anzeigen.Annahme 9/» Uhr oormittag»

Ein klarer Erfolg der italienischen Waffen

Auch »eite« Besichtig».« bet am Seegefecht °°»,^Teulada beteiligte« italienische» Kriegsschiffe widerlegt

_ r 8. ScheUenberg'sch, B-chdruUeret, ^aghlat« ° Haus' Fernsprecher.Sammer 59631 Drahianlchnst Togbiatt Wiesbaden Postscheckkonto Frankfurt a. M Nr. <405.

Das Frachlraumproblem

Von Konteradmiral Brüninghaus

.Southampton batte in der Nacht zum Sonntag leinen schlimmsten Luftangriff durchzuhalten, der sich bis in die frühe trifft argen stunden fortietzte". so beißt es in einer Reutermeldung. die in bemerkenswertem Gegensatz ttebt zu den gewohnten Vertuschungsversuchen des britischen Jnformationsministeriums. Zahlreiche Gebäude seien zerttört worden, gesteht Reuter weiter ein. und spricht dann von ausgedehnten Bränden in ver­schiedenen Distrikten einer großen Zahl von Bränden.

..........sie Taktik

erngeschlagen wie bei der Vernichtung von Coventry: zuerst ein Regen von Brandbomben und dann, wenn Sie Brände gut ingang gekommen waren, hochexplosive Bomben. Diese Eingeständnisse der amtlichen englischen Agentur, die die ungewöhnliche Wucht dieses deutschen Schlages gegen den wichtigen Hafen an der englischen Siid- kuste klar erkennen lassen, werden durch amerikanische Be­richte untermauert.. ..United P r e 6 stellt feit, daß in

Nachlassen der britischen Abwehr

Berlin. 2. Dez. Nach beim OKW. vorliegenden Mel­dungen setzten deutsche Kampsoerbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton in o l e i ch e r S.t a r k e fort und erweiterten die noch anhal­tende» _ Brande systematisch. Explosionen in den Lagerhäuser» der Hafenviertel waren weit über den Kanal bis nach Nordkrankreich ttchtbar. Die Schwäche der bri­tischen Abwehr erhöhte die Treffsicherheit unserer Flugzeuge.

Seite dagegen fallen zeitweilig sechs große Schiffs, f.n,6e 11 c ? aus. darunter der von der englischen Admira­lität zugegebene chwere KreuzerB e r w i ck" knm!-. .T* »weiter schwerer Kreuzer von der Birmingham" - Zlatte wabrenh vier weitere große Einheiten, nämlich ein Schlachtschiff, ein Flugzeugträger und noch zwei schwer« Kreuzer von der italienischen Luftwaffe Volltrekk»si -e- dielten. Diele Tatsache wie auch der Umstand m, £« 0länder den Kampf Qbgebr° ch en bab^ £ W räumten und auch spater den von zwei Geschoben ge° troff enen Zerstörer ..Lanciere« völlig unbehelligt ließen kennzeichnet eindeutig den klaren Erfolg der ita.' Ll.$1a t f en und die Verlogenheit der eng- lischen Darttellungen zu dem italienisch-engkischen SeetÄ £>et lesKTt rvLwe.

Der englische Schiffahrtsminister Ronald Croß hat in einer Rundfunkrede am 24. September d. I. seinen Lands­leuten die gefährliche Lage dargelegt, in die Eroß- britannien durch die deutsche Zeekriegführung geraten sei. Dabei fielen die bezeichnenden Worte:Bei äußerster Spar- samkeit befriedigten die gegenwärtigen Einfuhren noch die wesentlichsten Bedürfnisse." Diesem Notschrei fügte er die Frage an:Wie lange werden wir noch durchhalten tonnen?" Dabei bezifferte er den Einfuhrbedarf Englands m normalen Zeiten mit 72 Millionen Versorgungstonnen. Nun ist der Bedarf Englands auf manchem Gebiet, vor allem auf dem des Treiböls, im Kriege etwas höher geworden als in normalen Zeiten, dafür mögen andere Einfuhren sehr ge- broffelt worden sein, so daß nach unserer Auffassung die Zahl von 60 Millionen Versorgungstonnen angenommen werdw, rann.

Wie einwandfrei feststeht, sind bis zum Beginn No­vember rund sieben Millionen BRT. der englischen und für cng[onö nutzbaren Tonnage als Ergebnis der deutschen ?/Mfuhrung ausgefallen. Nicht einbegriffen sind in diesen ^5" Millionen die schwer beschädigten Schiffe und die durch Minen entstandenen Verluste. Sieben Millionen BRT entsprechen etwa 8,5 Millionen Versorqunqstonnen Da tm Durchschnitt jetzt die Schiffe 4- bi- 5mal im Jahr auf England fahren, ergibt sich, auf das Jahr umgerechnet, ein x VfHDOn ^"ud vierzig Millionen Versorgungstonnen, der noch auf England fahrenden Tonnage können nur noch etwa 40 Prozent der Normaleinfuhr bewältigt werden. Davon, daß etwa durch Neubauten in irgendwie nennenswerter Weise der bereits eingetretene Mangel be­hoben werden könne, kann keine Rede sein, da nach ein­wandfreien Nachrichten die englischen Werften mit Repara­turen uberbeschaftrgt sind und zudem die sich immer stärker auswirkenden Beschädigungen der Werften und Dockanlaqen durch die erfolgreichen Angriffe unserer Luftwaffe schon an stch ihre Tätigkeit aufs schwerste verringern.

England hat geglaubt, indem es den Handelskrieg

Urs «rotzen E r f o l »unserer U-Boot-Waffe meldet. Wieher ut ent fltoBer enBlitoer. Geleitzug zersprengt und worden. Richt weniger als 15 Schiffe mit Tonnen sind den deutschen U-Booten, dabei zum nL!k5x5rs°Zrn- außerdem auch noch ein. diesen Geleitzug sichernden Hilfskreuzer von 17 0 00 Tonnen. Das ist ein W^ordentlich s ch m ei e r S ck lag für Großbritannien. U-Boot-Waffe, die nach Herrn Churchills Worten elZentlich schon gar nicht, mehr existiert sondern längst ver- i«aet m- lchickte an einem einzigen Tage über 1 b 0 0 0 0 B R T. au, den Grund des Meeres. Dieser Verlust irJtemfcer Äeriteigt sogar bei weitem den früheren r;^nA,tflcn; Durchschi-ittsvörlitst. Wieder haben also die Engländer erfahren müssen, wie wirksam die deutsche Blockade llt^'Zugleich kommen nun auch aus Übersee Meldungen die teigen, wie sehr unsere dort operierenden Kriegsschiffe' den Engländern zu schaffen machen. Großbritannien sah sich näm- schnell laufende Handelsschiffe aus dem Verkehr zu ziehen, um sie als Hilfskreuzer auszurüsten und ff" unsere in Ubersee operierenden Handelsstörer einzu- setzen. So entsteht auch auf diese Weite ein neuer Tonnage- ausiall für England, der sich ebenfalls auf die Versorgung des Znselreiches auswirken muß.

Insgesamt 160000 BRT. versenkt

der Wehrmacht gtet betS^83 Oberkommando

«»fleBnffen ünb zersprengt Trotz itörtiter Sicherung durch Zerstörer und sofort emsetzender heftiger Ab- terouti,e«_l5 Schiffe mit über 1 10 000 BRT.

Gfberung des Eeleitzuges gehörende britische SiliskreuzerEaledouia" von 17 046 BRT. aus dem Geleitzug herausgefäosien und versenkt

Die Versenkung zweier weiterer Schiffe des Eeleitzuges von zusammen 1« «00 BRT. ist wahrscheinlich.

. An diesem Erfolg ist das unter Führung von Kapitän- ?kutnant Mengersen stehende Unterseeboot mit der Ver- beteiUgt.""" Utl e*,ffen wrt zusammen 41000 BRT. führend

^unet den genannten Erfolgen, meldet ein weiteres Unter,eeboot die Versenkung von zwei bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit insgesamt 21 2 4 7 BRT.. darunter das ii°9f5n*«6efttt,6e MotorschiffViktor Roß" von

Damit find während des 2. 12. allein durch Untersee­boote insgesamt mehr als 160 000 BRT. oersenkt roorocn.

Wie bereits gemeldet, habe» stärkere deutsche Kamvf- fliegerverbande in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton tertgesetzt und die noch anhaltenden Brande, erweitert. Explosionen in den Lagerhäusern der Hsseuoitttel waren weit über den Kanal bis nach Frank­reich sichtkir. Die Schwache »et britischen Ab­wehr erhöhte die Treffsicherheit der deutschen Flugzeuge.

Auch London. Birmingham und Liverpool wurden mit Bomben angegriffen.

Das Verminen britischer Häfen ist fortgesetzt worden.

. ^..?.?"«keit der Luftwaffe am Tage beschränkte sich auf Aufklärung Dabei wurde südwestlich Irlands ein Handelsschiff durch Bombentreffer versenkt.

,.. Sn der Nacht rum 3. 12. griffen stärkere deutsche Ber- bande eine Hafenstadt an der britischen West­küste au.

. Rom. 3. Dez. (Funkmeldung.) Die vom Marine- minlsteriuin eingeladenen ausländischen Presievertreter haben am Montag bet der Besichtigung der zweiten Gruppe der an dem S-egetecht von Kav Teulada beteiligten ttalieniichen schweren Kreuzer ..Bolzano". ..Trento" undTriette" einwandfrei fettttellen können, daß auch diese Einheiten der italienischen Kriegsmarine weder von Torpedos noch von Bomben, noch von Ge­schossen erreicht oder sonst irgendwie beschädigt worden sind. Das gleiche gilt für die kleineren Einheiten die in bteiem ttalieniichen Mittelmeerhafen liegen. Der Schaden auf. italienischer. Seite beschränkt sich also auf den zeitweiligen Ausrall des ZerstörersLan- crere .bei unter dem Schutz einiger Kreuzer am Mittwoch- abenb völlig unbehindert in einen dritten italienischen &afen zur Revaratur abgelLlevvt worden ist. Auf englischer

L-. Anichl.-ßt.ch Tragtobn

22 der L-eierun,

ItSeint der Umfang des Vernichtungswerkes und der Sach- ichaden bestimmt wesentlich größer zu sein Das iurchtbare Drama der Auswirkungen der deutschen Luft- ?vateniierte sich dem Berichterstatter besonders lebendig in Southampton, wo er zwischen leeren Säuler- mauern noch radlreicke glühende Schuttbaufen sah vlr dan" und wann bell aufloderten. Ein beißender Rauch verbreitete sich wie dichter Nebel über der ganzen Stadt.

bcr Zerstörung auf den engeren beschrankt war. in Birmingham dagegen die Bombenziele viel weiter zerstreut lagen, traf das deutsche Verntchtungswcrk in Bristol und Southampton wieder i n L°rker . Konzentration bestimmte innere Bristol hat namentlich seine volkstüm- li.chen Kaufhäuser verloren, die sich über ein Areal von nicht weniger als einen Quadratkilometer erstreckten. Da- neben wurde allerdings auch noch in zwei oder drei anderen Stadtteilen beträchtlicher Schaden angerichtet. In Soutb- amvton haben am stärksten die Altstadt. namentlich nabe der Wasserfront, und. die Lagerhäuser gelitten. Hier erstreckt ach ein fast kontinuierliches Bild der Verwüstung über annähernd zwei Quadratkilometer, während mehrere andere Stellen der Stadt ebenfalls furchtbar zu- gerichtet wurden. __

Zerstörerverlust eingestanden

Stockholm, 3. Dez. (Funkmeldung.) Die britische Admira­lität gibt den Verlust des ZerstörersS t u r d y" bekannt.

Das Schiff war 905 Tonnen groß und hatte eine Frie­densbesatzung von 98 Mann. Seine Geschwindigkeit betrug 36 Knoten.

^ait?entl des Weltkrieges umschrieb der damalige eng­lische Ministerpräsident Lloyd George das Frachtraum- Problem wie folgt:Mit reichlichem Schiffsraum ist der Sieg absolut sicher; ohne reichlichen Schiffsraum müssen wir alle unfere Hoffnungen begraben." Im jetzigen, durch Eng­land vom Zaune gebrochenen Krieg, war die Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen von Anfang an für Groß, britannlen wesentlich ungünstiger als im Weltkriege. Die Handelsschiffs-Tonnage war rund 2,5 Millionen BRT. kleiner als im August 1914. Dagegen war der Bedarf, da sich die Bevölkerung auf den britischen Inseln um 10 Pro­zent vermehrt hatte, entsprechend gestiegen.

In London versprach man sich von der Einführung Eeleitzug-Svstems, das nach englischer Ansicht Groß­britannien im Weltkriege vor dem Zusammenbruch gerettet hatte, eine nahezu hundertprozentige Sicherung des Ubersee. Handels. Der Verlauf des Krieges hat bewiesen, daß diese nahezu naiv anmutende Hoffnungsfreudigkeit kläglich Schiff.' bruch gelitten hat. Während noch vor kurzer Zeit das eng­lische Jnformationsministerium und in seinem Gefolge die unter strenger Zensur stehende englische Presse die schweren Schiffsverluste der aus England fahrenden Geleitzüge ein­fach ableugnete oder zum mindestens bagatellisierte, kann man fetzt imManchester Guardian" einen Artikel feines Marinemitarbeiters lesen, in dem es u. a. heißt: ,Es ist von uns niemals (?) die Behauptung aufgestellt worden, daß das Konvoy-System Sicherheit vor Angriffen bietet. Die waghalsigen und geschickten Männer unter den feindlichen Kommandanten können erfolgreiche Angriffe hin und wieder durchfuhren und tun dies auch." Diese Worte wurden ge­schrieben bevor unsere Unterseeboote innerhalb von zwei Tagen Eeleitzuge mit insgesamt 330 000 BRT. vernichtet hatten^ bevor unsere llberwasserseestreitkräfte innerhalb von Mei Stunden einen äußerst wertvollen Geleitzug mit 86 000 BRT. versenkten.

..D« nächtliche Tätigkeit der britischen Luftwaffe be- schrankte sich auf einige Einfluge in die besetzten Küsten- geotete.

Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.

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. .a\ Die außerordentlich ungünstige Lage Englands Sn« f.® .eine neue Rede des Ernäbrungsminitters ckarakterisiert der,u. a. erklärte, daß die eng­lische Bevölkerung in Zukunft sparsamer leben miiOe. -Das wurde zwar nicht bedeuten, daß sie Hunger leiden muBte. aber man müsse sich sehr genau überlegen, ob und EL6-1-!? Umfange man Schiffe für die Einfuhr von ,??.°?/mittelri.einietzen könne. Dinge, die nicht unbedingt lebensnotwendig seien, müsse man von der Einfuhr aus- schlieBen. Deshalb werde u. cu kein ausländisches Obst mehr eingemhrt.

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Lust-Offensive ohne Pause

Southampton in der Montagnacht wieder in gleicher Stärke angegriffen

... -----------------United Preß" stellt feit, daß in

den Trümmern im großen Hafen von Southampton die Bergungsarbeiten noch im Gange gewesen seien, als die deutschen Kampfflugzeuge in der Nacht zum 1. Dezember von neuem erschienen. Englischer- äeits gebe man zu. daß viele Schäden angerichtet worden eien. Es sei der schwerste Angriff seit Ausbruch i e 5 Krieges gewesen, ein langer und konzentrierter An­griff. der erst in den Morgenstunden sein Ende fand. Zahl­reiche Gebäude seien brennende Ruinen, und viele Verluste seien zu beklagen. Kurz nach Sonnenuntergang reicn die Angreifer eingetroffen und hätten Hunderte von Leuchtbomben und dann Brandbomben geworfen. Hierdurch seien gewaltige Feuer entstanden, die die Ziele be­leuchtet hätten. Dann fei ein wahrer Bombenregen niedergegangen. Sn dem Stadtteil, aut den der Angriff sich konzentrierte wohl die Vorrats- und Lagerhallen im Hafen seien sämtliche Ge­bäude vernichtet. Sn einem großen Stadtviertel seien Feuer ausgebrochen, die große Verwüstungen anrickteten. Ein Gebäude mit massiven Mauern habe inmitten der Ruinen gestanden. Seine Mauern seien mit Bombenein­schlägen uberiat und vom Feuer geschwärzt.

Über einen Besuch in Bristol und Southampton berich­tet heute bei Lonboner Korrespondent derNeuen Zürcher Zeitung": Sn Bristol unb Southampton hat bet Vernich­tungskrieg ei eil e i 61 noch schlimmer gehaust als in den beiden mittelenglischen Industriezentren: iebenfatis