Einzelbild herunterladen
 

Unterhaltungsbeilage

Mesb aileiier Tagblatt

6 Ausgaben

Wöchentlich

mit einer täglichen

Deltzüftszell: 8 Uhr morgen» bis 7 Uhr abends außer Sonn- u. Feiertag, Berliner Büro Berlin-Wilmersdorf

8. Schellenberg-,ch- Bnchdnuieret, tagblatt - Sans- Fernlvrecher-Samniel-Nr 59631 Drahianichnft: Tagblatt Wiesbaden Poluch-cktoiuo Frankfurt a. M 9!r. <405.

Für 2 Wochen 94 Stol.. für einen Monat NM. 2.— eini-bli-Kli-b Traalobn m ?*e k®6'1 b-zogm RM 2.35. zuzüglich 36 Rm Bestellgeld ®n«tnummern W Stof Sn Behinderung der Lieferung rechtferngi keinen Anforuch au! RückzahIung des Bezugsorel^'

Anzeigenpretle: Ein Millimeter Höh« der 82 Mtllnneter braten Spalte NN Anzeigenteil Grund­preis 7 M»,.. der 86 Rttlimerer breiten Spalte NN Terneil 6» Stof-, ionst laut Preisliste Nr 9. Nachlässe nach Preisliste Nr. 9. - Schluß der Anzeigen-Annahme 9Vi Uhr vormittags

Nr. 282

Freitag, 29. November 1940

88. Jahrgang

Schiffstod auf allen Meeren

Der weitgespannte Wirkungskreis der deutschen Handelskriegführung

Britische Verluste imJndischenOzean

an

It rund 300 090 Ein-

vegierung.

(Fortsetzung auf Seite 2),

einen

ungen,.

Siegreiches Zerstörergefecht

Zwei feindliche Zerstörer torpediert, zwei englische Dampfer versenkt

Die Stadt Plymouth selbst ’s wohner. Die Hauptbedeutung von großen Versorgungsa ufg____

»ukommt. Über Plymouth wird ein großer

Der grosse Weltkamvf zwischen Gold und Blut, der am 2. August 1914 seinen dramatischen Anfang genommen habe, nnde im Zusammenstoss von 1939/40 seine

-jiofeen bildete.

Berlin. 29. Nov. (Funkmeldung.) Einige unserer Zer­störer unternahmen einen Borstoß in den Westansgang des Kanals bis dicht unter die englische Küste. Hierbei kam es zn einem «esecht mit mehreren englischen Zerstörern, wobei zwei feindliche Zerstörer torpediert wurden. Andere Zerstörer versenkten an der englischen Sud- kütte zwei Dampfer von 9000 und 3000 BRT. und zwei weitere kleine Feindkahrzenge. Unsere Zerstörer sind un­beschädigt.

Die indische Wunde

Von Wilhelm Ackermann

Sieg des Blutes über das Gold

Frontalangriff gegen, alle Mächte der Zersetzung — Frankreichs gefährliche Hingabe an schwärmerische Losungen — Kamps um dre Soldwahrung ein weltanschauliches Ringen — Bölkisches Ideal gegen internationale Idee

Keine englischen Zeitungen mehr in Europa

Eingeständnis der britischen Schwierigkeiten

.. Mit weitgehendstem Verständnis tür geschichtliche Vor­gänge und voller Achtung vor dem kämpferischen Leben, so führte Reichsleiter Rosenberg aus. gehe er also daran, aus den Gedanken der »französischen Revolution die Entwicklung darzustellen, welche die Voraussetzungen des g Zusammenstoßes der europäischen Völker bili

Rosenberg in der französischen Kammer

. Paris, 28. Nov. Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach heute in der französischen Kammer zu Paris über die Ideen von 1789.

Italienische Flotte bei Sardinien erfolgreich

Sie machen es auch begreiflich, daß der frühere Kriegs­minister Höre B e l i s h a tn der Unterhausdebatte die eng­lische Regierung scharf kritisiert, weil es ihr nicht gelungen Jet, Italien aus diesem Krieg herauszuhalten. Das habe dazu geführt, daß jetzt englische Kriegsschiffe im Mittelmeer gebunden seien, die man sonst zum Schutz der englischen Han­delsdampfer hätte einsetzen können. Bis vor kurzem hätten die Verteidiger der englischen Regierung dem jüdischen Kri­tiker darauf noch erwidern können, daß aber dafür auch die Lage Englands int Mittelmeer außerordentlich günstig sei. Das wenigstens war die offizielle englische Lesart, die davon ausging, daß sich die Situation Italiens zur See gewaltig verschlechtert habe, nachdem es englischen Fliegern gelang, drei italienische Kriegsschiffe im Hafen von Tarent zu be­schädigen. Jetzt aber muß man feststellen, daß es auch mit diesen englischen Hoffnungen nichts ist. Die Seeschlacht bei Sardinien, über die der italienische Wehrmacht­bericht vom Donnerstag nähere Angaben bringt, hat aufs neue die Schlagkraft der italienischen Flotte, die dem Feind schwere Wunden beibrachte, bewiesen. Auf englischer Seite wurden zwei schwere Kreuzer getroffen, ferner durch Fliegerbomben ein Flugzeugträger, ein Schlachtschiff und ein Kreuzer. Die Italiener dagegen muß­ten nur einen schwer beschädigten Zerstörer abschleppen. Die

Plymouth war das Angriffsziel

Zahlreiche große Brände lassen die Wirkung der deutschen Bomben erkennen

Berlin,. 28. Nov. Rach beim Oberkommando der Wehr­macht vorliegenden Meldungen griffen deutsche Kampf­geschwader in der Rächt rum 28. November die krieg»- wtchtigen.Anlagen von Plymouth an, Zahlreiche große Brande ließen di» Wirkung des Angriffs er­kennen.

Lissabon. 29. Nov. Der Londoner Zeitungsoertrieb hat die Zeitungshändler in Portugal davon verständigt, daß in Zukunft die Lieferung der Zeitungen gänz­lich eingestellt werden müsse. Portugal war seit ge­raumer Zett das einzige europäische Land, das — wenn auch nur sehr unregelmäßig — noch englische Zeitungen neueren Datums auf dem Luftwege erhielt.

Zeitungen haben die Aufgabe, Auiklärungs- und Werbedienst zu leisten und stnd infolgedessen in hohem Maße die Visitenkarten eines Landes.

Die inneren Zustände in England haben sich nach wenigen Monaten verschärfter Kriegführung derart un­günstig entwickelt, daß trotz aller Beschönigungsversuche die englische Zensur nicht mehr verhindern kann, dass stch das Bild der wahren Lage in den englischen Zeitungen wider­spiegelt. Die ..werbende" Wirkung dieses Bildes ist so negativ, daß England sich aus diesem Grunde gezwungen steht, diese ..Visttenkarte" in Zukunft zurückzubalten.

Ein weiterer Grund liegt darin, wie in Lissabon betont wird, daß Flugzeuge und Kraft st off in Eng­land so knapp geworden sind, daß für derartige Zwecke keine Maschinen mehr zur Verfügung gestellt werden

Wir haben einen Frontalkampf gegen Liberalismus. Manismus. Judentum, und Freimaurerei geführt Inmitten dieses entscheidenden Ringens gegen eine scheinbar gesicherte und als allein fortschrittlich gefeierte demottatisch Ldnüng haben wir aber niemals vergessen, daß die europäische« Volke; 6re Geschichte nicht mit doch Jassre 1789 und sömen Auswirkungen beginnen konnten, sondern daß die Wurzel ihrer Kräfte stch weit tn fernere Jahrhunderte ia letzte« Endes tn fernere Jahrtausende tiinabienkt Wir willen lehr wohl, daß dem franroiischen Volk am Ende des 18 Jahr­hunderts nichts anderes ubrigblieh. als entweder Au^r. retten »der noch einmal in einer Empörung die Retttmg^zu «muffln ^'.'Erhebung ourchführte. war

AVeifelloö 3 t i dj c n tttcfjtßcbtocbenct

rast dre Losungen jedoch, die diese große Welle lich führte haben nicht den starken und guten gebens« hätten gedient, lunbein buben die Wenschen bingefüdrt su lebensfernen phantastischen Ser fteITun ge-

Gegenüberstellung der Verluste ergibt bereits klar, auf welcher Seite sich die Waage des Erfolges neigte. Mit Recht sagt denn auch das „Eiornale d'Jtalia", zu früh habe Churchill über eine Umwälzung in der Seekrieaslage im Mittelmeer triumphiert. Vergebens habe et die italienische Kriegsmarine als empfindlich geschwächt hinzustellen ver­sucht. Die italienische Marine sei stets gegenwärtig und zu einem beherzten Angriff bereit.

Zugleich ermahnt die „Times" ihre Leser, die griechischen Erfolge zu Lande, die in den italie­nischen Berichten nie verschwiegen wurden, nicht zu über­schätzen. Es sei möglich, daß die Ereignisse in Albanien nicht so katastrophal für die Italiener seien, wie man sie ange­nommen habe. Mit anderen Worten heißt das, daß man die Hoffnungen auf einen Sieg der Griechen aufgegeben hat. Auch mit den Mittelmeer-Siegesfanfaren war es wieder ein­mal nichts.

gewaltige Fortsetzung, nut auf der Stufe eines erhöhten Z.pwu ntl et ns Die Verschwörung der Hochfinanz, und der Weltdemokratten gegen das deutsche Volk war .Achims, bewußter Vorgang, dagegen hatte das damalige deutsche Kaiserreich keine bestimmte Vorstellung von der historischen Situation, tn der es zum Kampfe gestellt spurde Trotz allem konnten die..Demokratien militärisch auch über das.damalige deußche Kaiserreich und seine Wehrmacht nVpmnUhnc UßHSB •$5 tfL in der deutschen Nation niemals das Bewußtsein erstorben, nicht wirklich be- siegt worden zu sein, sondern nur durch Verrat und Aus6 ungeruns zermürbt dazustehen.

3n dieser Zett aber ist durch die Erscheinung Adolf <xinir 'clI^r ,"ttiiojtalf.oäialiftif(6en Bewegung die geistige Stellung Deutschlands inmitten der Weltvrokleme immer deutlicher geworden und das Bewußtsein der Pflicht, den K a m dt wieder aufnehmen zu müßen, um Deutsch­land. wieder zu einer neuen Höhe zu führen, ist der Antrieb zu einer der tiefsten volrtuchen und weltanschaulichen Revo- tttttone.n geworden. Das Gold, und seine Diener hatten im Weltkrieg nur einen Schelnsieg errungen. Heute endlich siegt da, «lut, d. h. die schöpferisch- Rassen- k r a f t. Zentraleurovas, über alle Ausbeuterkrafte die sich über diesen Kontinent ungehemmt auszubreiten gedachten.

Die Toleranzidee von 1789

können. Angesichts dieser Tatsache wird in Lissabon weiter Testgestellt, daß Deutschland den Fahrgast- und Frachtverkehr nach Portugal täglich mit modernsten Flugzeugen versieht und für wichtige Frachten jederzeit Sonderflugzeuge einzu­setzen in der Lage ist.

zwei solche modernen englischen

Es handelt sich dabei um den IC________8,.D„, u

„PortBrisban e", der, wie wir schon berichteten, mitten im Indischen Ozean versenkt wurde, und um den 9430 BRT. großen Frachter „Port Hobart", von dem zunächst nord- amerikanische Funkstationen Meldungen aufgefangen hatten, daß et im Atlantik von einem deutschen Handelsstörer ange­halten worden sei. Inzwischen hat man von diesem Schiff nichts weiter gehört, seine Funkstgnale sind verloschen und man geht sicher nicht in der Annahme fehl, daß auch dieser Dampfer auf dem Grund des Meeres ruht. Das ist um so schmerzlicher für die Engländer, als beide Schiffe mit den modern st en Kühlanlagen für die Beförderung von Lebensmitteln aus dem Empire nach England versehen waren und als weiterhin ein drittes Schiff der gleichen Klaffe. die „Port Gisborne" (10144 BRT.) in der Nähe der englischen Küste von einem deutschen U-Boot ver­senkt wurde. Zeigen schon diese Schiffsoersenkungen, daß die Arme der deutschen Seekrtegführung gegen England auch weit hinaus auf den fernen Ozean reichen, so liegen eine Reihe von Meldungen vor, aus denen hervor­geht, daß diese beiden Dampfer keineswegs die einzigen Opfer der deutschen Handelsstörer in Übersee in den letzten Tagen waren. Im Indischen Ozean wurde ein leeres Ret­tungsboot des vermißten britischen Dampfers „Maimoa" (8011 BRT.) aufgefunden. Die Kanadier melden, daß ihr Dampfer „B e a v e r f o r d" (10 042 BRT.), mit Paket- und Briefpost nach England unterwegs, überfällig ist. Und außer­dem gibt Reuter noch den Verlust dreier weiterer kleiner Schiffe bekannt. Alle diese Verluste in Übersee sind eine gute Illustration zu den beweglichen Klagen der Engländer über die wachsende Schiffsraumnot.

s« Berlin, 29. Nov. (Eigener Drahtbeticht unserer Ber- Iittet Schriftleitung.) Der englische Lebensmittelminister hat seine Landsleute auf die Notwendigkeit vorbereitet, „den Gürtel noch enger zu schnallen". Vor allem muffe man auf zahlreiche Luxusartikel verzichten, aber auch mit einer Einschränkung der Fleischeinfuhr muffe gerechnet werden, da die hierfür sonst angesetzten eng­lischen Schiffe für Kriegszwecke benötigt würden. Diese Be­gründung ist nicht ganz richtig. Vielmehr hätte der Herr Mttttsterj)arauf verweisen sollen, daß gerade jetzt in Übersee

-rx. ~ re vernichtet wurden.

)RT. großen Frachter

Zur o,fenbar sehr notwendigen Auffrischung der ofTemlichen Stimmung hat die englische Regierung vor dem Rundfunk eine Reibe von Vertretern der Dominien und Kolonien Vorträge halten lallen über deren jeweilige Beitrage zum Kriege des Stifter Churchill. Die Ausfüh­rungen der Redner gipfelten weniger in präzisen An­gaben. was, bereits geleistet ist, als in freigebigen Ver» Sicherungen über das, was geleistet werden wird oder doch joll. , Auch Indien war auf dieser Leporello-Liste des Emvirestolzes vertreten, und der Bericht über seine Z u • tun f t 51 e i ft u n e e n sollte vermutlich besonders ein­dringlich wirken. Das scheint indeffen nicht so recht ge­gluckt zu. sein, denn gerade in diesen Tagen macht sich in der englischen Prelle eine recht lebhafte Kritik an der Jndienvolltik der Regierung bemerkbar. Ausgangspunkt dafür ist der kürzliche Bericht des Jndienminifters Amerv über, das Scheitern der Bemühungen des Vizekönias Lord Linlithgow, Vertreter der Kongreßvartei zur Teilnahme >absichtigten Kriegsrat zu bewegen. . Unter Füh- runa Gandhis bat nch diese stärkste und allein schlagkräftige politische Organisation der Inder auf den Standpunkt gestellt, das Land und das indische Volk habe keine 23er« anlallung. zur englischen Kriegführung beizutragen. schon weil es dem Konflikt als solchem fernbleiben wolle. Seit diesem Entschluß bat sich die Lage zwischen Herrscher und Beherrschten wiederum erheblich zuge» spitzt, weil die englischen Behörden jede Antikriegs- vropagllnda verboten. Gandhi bat darauf mit der Wiederaufnahme seines alten Kampfmittels, des ztvilen Ungehorsams, geantwortet und in Reigen« bet 3a6I Redner tm Lande auftreten lallen, die dem Behördenverbot zuwiderhandelten und daraufhin vrompi verhaftet wurden. Unter den Opfern dieser neuesten eug- lischeu voluctattion befindet sich eine. Reibe der angeseben- sten PerwnliSkeiten. der.frühere Prandent des Kongrelles. Pandit Nebnu mehrere Trübere Minister der Provinzial- regrerung. Die Gesamtzabl der Verhaftungen bat 6000 be­reits überschritten.

.. Es 'st klar, daß aus diKr. Verschärfung nicht gerade d,e besten Aussichten für die Steigerung der indischen Hilfe- letftunfl an England , erwachsen. Zwar zablen d i e botiae n M abaradschas ganz brav aus ihren mit den Steuergroschen des verarmten Volkes woblaefiillten Säckeln: aber diese parasitären Multimillionäre sind ja nicht das indische Volk, und ihre Schecks sind noch keine Kanonen und sonstige Kriegsnotwendigkeiten, sind vor allem keine Sol­daten. Die außer Landes verfügbaren indischen r. u p p e n k o nl in gen te belaufen sich bisher in diesem Griene erft auf. 6° 000 Mann. J,m Weltkrieg waren es schließlich W« Millionen. Die vorläufige Aushebungsziffer war diesmal auf 500 000 festgesetzt. Knapp ein Fünftel

, _ Plymouth ist auch ein wichtiger Einfuhrhafen Englands für Erdöl. Im Jahre 1937 stellte sich ine Erdöleinfuhr über Plymouth auf 217 000 Tonnen. So verfügen die Tank­lager über Ölleitungen, die direkt zu den Schiffen führen. Plymouth war früher roegen seiner umfangreichen Tank­anlagen ein bedeutender Ölhafen für die englische Kriegs­marine. An rüstungswichtigen Anlagen befinden sich in Ply­mouth vor allen Dingen Werften und Dockanlagen sowie Fabriken der Luftrüstungsindustrie.

llymouch liegt in der e. die diesem Hafen zutommt. Uber Plymouth wird ein großer Teil Sudenglands mit Nahrungsmitteln versorgt. Wie groß die Hafenanlasen von Plymouth sind, gebt schon aus der Tatsache hervor, daß sie von. 12 000 Tonnen großen Schiften an» g e I a u t e n werden können. Über den Hafen von Plymouth wurden im Satire 1937 Güter der verschiedensten Art in einer Eesamtmenae von rund 1 Million Tonnen etngefutirt. Die Ausfuhr über Plymouth stellte sich dagegen auf nur knapp 200 000 Tonnen. Eingefütirt wurden besonders Getreide. Früchte und Gemüse. Futtermittel sowie Eisenerz. Holz und Phosphate.