Wiesbadener Tagblatt
Montag, 1L November 1940
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"Vlusik- und Vortragsabende
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Arterienverkalkung
Schweres Flugzeugunglück in Brasilien
Rio de Janeiro, 10. Nov. Uber der Bucht von Rio de Janeiro beim Stadtteil Botafogo sind am Freitag zwei Flugzeuge in der Lust zufammengestotzen und ins Meer ab* gestürzt. Es handelte sich um ein kurz zuvor zum Fluge nach Sao Paulo gestartetes Verkehrsflugzeug und ein Privatflugzeug. Die 17 Fluggäste des Verkehrsflugzeuges fanden den Tod. Unter ihnen befanden sich der kubanische Gesandte in Brasilien und der bekannte Tropenkrankheitsforscher Dr. Evandro Chags.
Rio de Janeiro, 11. Nov. Das schwere Verkehrsunglück, das sich am Freitag über der Botafogobucht ereignete und bei dem nach endgültiger Feststellung' 19 Personen umgekommen sind, wurde durch den englischen Prioatflieger Charles Abbot verursacht. Abbot war mit einem Propagandaflugzeug der Anglo-Mexican-Cy. aus Argentinien zur Teilnahme an der brasilianischen Flugwoche nach Rio de Janeiro gekommen. Er hatte über der Botafogobucht akrobatische Flüge durchgeführt und dabei das Verkehrsflugzeug gerammt. Abbots Flugzeug zerstörte im Sturz eine Autoreifenwerkstatt, wo mehrere Personen verletzt wurden.
Rr. 266 Sette S
Aus der Bezugscheinpraris
Scklosseranrng auf Kleiderkarte?
. verschiedentlich Zweifel entstanden, ob der
log. Schlosser- oder Monteuranzug nur auf Bezugschein oser auch auf Klelderkarte gekauft oder bezogen werden kann. .Nach dem Wortlaut der Liste der bezugsbelckränkten Svinnstoifwaren ist Berufskleidung, zu der auch der Arbeitsanzug rechnet. sowohl aus Reichskleiderkarte wie auch auf Bezugschein beziehbar. Danach kann also ein Verbraucher, der aus irgendwelchen Gründen keinen Bezugschein erhält — vielleicht weil er sein Bezugscheinkontingent erschöuit hat — einen Schlosseranzug auch gegen Abschnitte der Reichskleiderkarte erwerben.
Fehlerhafte Svinnstofswaren
erfordern grundsätzlich nur die öälfte der für einwandfreie Ware vorgeschriebenen Punktzahl. Kostet das normale Stuck aber nur einen Punkt, so mutz für das fehlerhafte ebenialls ein ganzer Punkt geopfert werden. Man kann allerdings in diesem Fall zwei Fehlerstücke für einen Punkt erhalten.
Stoff für Ausbesserungszwecke
Die Sonderabschnitte IX—XII der ersten Reichskleiderkarte für Frauen sind nicht aufgerufen worden. Deshalb kann auf sie nicht etwa Stoff für Äusbesserungszwecke gekauft werden, wie es jetzt mehrfach versucht wird und wie es bei der Männerkarte möglich war.
Sportkleidung und Kleiderkarte
Die normalen Turn- und Svorttrikots kosten ebenso viel Punkte wie Turnhemden. Für Rudertrikots aber sind soviel Punkte aufzuwenden, wie für ein Turnhemd und eine Turnhose zusammen vorgesehen sind.
der Provinz ist nur teilweise wieder aufgenommen woÄen und die Züge fahren mit größter Vorsicht, da die Elsenbahn- Telegravhen größtenteils nicht mehr funktionieren. Die Strecke durch ine Karpathen ist vollständig lahmgelegt.
Sofia, 11. Nov. Das Erdbeben war auch in ganz Bul- aarien zu spüren. Am stärksten machte es sich längs der Donau bemerkbar. In der Stadt Rulle entstanden die stärksten Schäden. Einige Schornsteine und Hausmauern sind eingestürzt. Eine Anzahl Personen erlitt, hierbei Verletzungen. In der Stadt Dobrrtsch tn der Sud-Dobrudscha stürzte u. a. auch eine alte Moschee sunt Teil ein. Menschenleben sind hier nicht zu beklagen. In Sofia dauerte das Erdbeben etwa drei Minuten. Die Kirchenglocken be- gannen durch die Erschütterungen von selbst zu lauten.
ist noch in der Zeit der Lehre bei Lechter entstanden und verrat in dem echt orgelmüßigen, kontrapunktischen Satz bereits den späteren Meister des königlichen Instruments, läßt aber die große schöpferische Persönlichkeit nur von ferne ahnen. Johannes Brahms, von dem wir den Orgelchoral „Schmücke dich, o liebe Seele" hörten, steht dem Klavier, näher als der Orgel, obwohl er die Melodie in eine wohlüberlegte figurierte Form gebracht hat. Kurt Utz wußte ihr durch Benutzung der glockenartig klingenden Waldflöte einen eigenartigen, unirdischen Zauber zu verleihen. Von Brahms stammte auch der Orgelchoral „Nun ruhen alle Wälder", der bekanntlich aus die volkstümliche Weise des alten deutschen Liederkomponisten Heinrich Isaak: „Innsbruck ich muß dich lassen" zurückgeht. Der Spieler wußte auch hier sehr feine Schattierungen durchzuführen. Erst erklang das Hauptwerk mit den Erundstimmen, bann das Rückpositiv mit seinen Flöten, und schließlich das Oberwerk mit gedämpften Bläsern. Was aber eine Orgel unter den Händen eines wirklichen Meisters herzugeben vermag, bewies vor allem eine Komposition des einheimischen Tonkünstlers R. C. v. Eor rissen: Introduktion, Passacaglia und Epilog. Es handelte stch um eine Erstaufführung nach dem Manuskript. Eorristen schreibt sehr modern und mit viel Chorromantik. Improvisierend setzt er ein, führt seine Passagen durch ein dumpfes Trollen empor zu einem mächtigen, scheinbaren Abschluß, der aber unaufgelöst bleibt und in überraschender Weise von einem zarten Epilog in verschleierten Tönen begleitet wird. Überhaupt arbeitet Eorristen mit stärksten Kontrasten, die Kutt Utz Gelegenheit gaben, die Register zu mischen und einen unerhörten Farbenreichtum hervorznzaubern. Die Krönung des ganzen Konzertes bedeutete die Fantasie in 0-dur von Johann Sebastian Bach. Spielerisch beginnt sie mit flüssigen Läufen, die wie silberne Bäche von der Höhe herabrieseln, stch vereinigen, in immer tiefere Regionen geraten und sich schließlich zu einem majestätischen Strom vereinen. Fast choralartig schreiten die Akkorde dahin, reißen plötzlich mit einem Septimenakkord ab, eine atemraubende Pause — und. wieder Beginnt das Rauschen und Rieseln, das Wühlen und Brodeln, das stch auf einem Orgelpunkt zu beruhigen scheint, bann ober stürmisch emporflattert unb in einer gewaltigen Schlußfermate enbet. Die Wiebergabe entsprach ber Größe Bachs.
Dr. Wolfram Waldschmibt.
Mitte August vor hem Einzelrichter drei Wochen ©efannnts bekommen und sie legte damals gegen das Urteil Berufung ein. Außerdem hatte damals der Richter, weil die Belei- bigung öffentlich erfolgt war. auf Derottentllchung des U^ teils, sowie Aushang an her Polizeitafel erkannt Nach neuerlicher eingehender Verhandlung vor der Straikammer verhängte das Gericht nur eine Geldstrafe in Hohe von 100 RM über die Angeklagte.. Es glaubt, datz damit her Strafzweck erfüllt fei. Die in der Vorinstanz ausgesprochene Publikation des Urteils bleibt bestehen.
— Unfälle. Beim Einbiegen von der Parkstratze, zur Paulinenstratze stürzte ein Radfahrer so ung-ucklich. das er sich blutende Kopfwunden und e-ine Gehirnerschütterung zuzog und ins Krankenhaus gebracht werden mutzte. — In der Stiftstratze rutschte eine Frau uns und brach faü hen rechten Arm. Man brachte die Gestürzte rn ärztliche Behandlung. _____
Erdbebenkatastrophe in Rumänien
Hochhaus in Bukarest eingestürzt — Zahlreiche Lufer auch in der Provinz — Bulgarien spurte das Erdbeben
Bukarest, 11. Nov. Sonntag früh 3.39 Ufir wurde Bukarest von einem heftigen Erdbeben heimgefucht «t einer Starke, wie es die Stadt noch nicht erlebt hat. Nach «Feststellung der Sternwarte dauerte das Erdbeben ungefähr drei Minuten. Die Häuser haben durchweg starke Rille erhalten.
Das Zentrum des Erdbebens ist nach Angabe der Bukarester Sternwarte im Vrancea-Gebirge nordöstlich von Ploesti zu juchen. In diesem Teil der Karpathen sind ieden- falls die größten Zerstörungen angerichtet worden. Da Eisenbahntunnels große Sprünge aufweifen wurde der Zugverkehr in den frühen Morgenstumien eingestellt. Mehrere Zuge wurden während der Fahrt vom Erdbeben erfaßt und entgleisten. In Bukarest gibt es kein Haus, das nicht mehr oder minder betroffen wäre. Die Schaden sind beträchtlich. Das eingesturzte Hochhaus im Stadtinneren ist in weitem Umkreise abgeiperrl. Dort sind die in der Nacht angetretenen Freiwilligen- abteilungen, unter ihnen die HI. und die fatotihtoe Jugend, die derzeit in Rumänien weilen und sofort zur Hilfeleistung herbeigeeilt waren, von militärischen Verbanden abgelost worden. Deutsche und rumänische Pioniere arbeiten mtt Schneidbrennern fieberhaft, um an die Menschen heranzukommen. die unter den Trümmern begraben liegen. Bis Sonntagabend hegen noch keine genauen Angaben über tue Zahl der bei dem Erdbeben ums Leben gekommenen und per Verletzten vor. Aus der Provinz laufen die Meldungen spärlich ein. da die Telefon- und Telegraphenleitungen großenteils zerstört sind. In Camvina bat es 100 lote gegeben, in Ealatz 3 6. in Focsani 30. In Bukarest wurden bisher über 5 0 Tote gezählt, doch dürften sich unter den Trümmern des eingesiiirztesi Hochhauses noch mehr als 10 0 b e f t n ö e n. In den Kellern dieses Hauses befindet sich, eine Anzahl die am Morgen des Sonntags sogar mit der Außenwelt noch telefonieren konnte. Man hofft, im Laufe der Nacht an sie heranzukommen. Der Eisenbahnverkehr von Bukarest mtt
— Tagung des Reichsluftschutzbundes. In Weilburg a. d. Lahn fand unter Leitung des Gruppenführers Generalleutnant z. V. Müller-Michels eine Tagung aller Bezirksgruvvenführer der Gruppe Hellen-Rheinland-Süd des RLB. statt, die der Ausrichtung der Ämtsträger für die Wintermonate und dem verstärkten Einsatz des RLB. galt. An der Tagung nahmen bet Befehlshaber der Ordnungs- Bolizei im Wehrkreis XU. Generalmajor I e d i ck e. der nspekteur der Ordnungspolizei im Wehrkreis IX. Oberst Hoffmann, sowie Vertreter des Luftgaukommandos XII/XIII. des Reichsstatthalters in Hessen und des Befehlshabers der Ordnungspolizei für Lothringen-Saarvfalz teil.
— Angestellten- und Invalidenversicherung werfen für den Versicherten häufig Fragen auf, deren Beantwortung Schwierigkeiten bereitet. Im Verlag A. Glenz, Esien- Bredeney, sind zwei Broschüren erschienen, die die Rentenversicherung der Angestellten und diejenige der Arbeiter nach dem neuesten Stande behandeln und von vielen Versicherten dazu benutzt werden dürften. Zweifelsfragen zu klären. Manche wichtigen Fristen laufen am Ende des Jahres 1940 ab. Knapp, klar und in leichtverständlicher Sprache sind die Abhandlungen verfatzt. die sich u. a. mit der Versicherungspflicht. den Beiträgen, den Leistungen, den Renten, der Beitragserstattung an weibliche Versicherte, den Heilverfahren, der Wanderver- Serung beschäftigen und über die einzelnen Fragen weitend Aufklärung geben. Beitragstabellen, das Beispiel einer Rentenberechnung und Kriegsbestimmungen ■ vervollständigen den Inhalt der Broschüren. v.
— „Rechts- und Steuerhandbuch für den Laus- und Grundbesitz." (Hermann Luckierband. Verlas. Cbarlotten- burg 9.) Die neue. 80 Seiten starke Ergänzungslieferung Rr. 82 bringt das Gesetz über die Bereinigung alter Schulden. dellen Neufassung am 14. September in Kraft getreten ist. Die Auswirkungen auf den Haus- und Grundbesitz, der Anwendungsbereich, die Behandlung von Erundpfandrechten und Zwangsversteigerungs-Gewinnen und die sonstigen Einzelheiten des Bereinigungsverfahrens werden ausführlich und verständlich behandelt. Weitere acht Tertseiten unterrichten über die Förderung von Arbetterwobnstatten durch Gewährung von Erundsteuerbeibilfen.
— Der Verein ehemaliger Schüler der staatlichen Gymnasien Wiesbaden unternahm mit feinen Mitgliedern und Freunden eine sehr zahlreich besuchte Besichtigung der Buchdruckerei Ritter. 5n eingehendem Vortrag führte der Firmeninhaber die Besucher in die Arbeit einer Buchdruckerei ein und hetz eine sehr interessante Schilderung des sozialen Aufbaus der Gefolgschaft folgen. Daran schloß sich.ein Rundgang durch die Betriebe, der allen Teilnehmern einen genauen Einblick in die Arbeit einer VuLdruckerei vermittelte. • „ ,
— Wiesbadener Eerichtsiaal. Ein bereits mehrfach
Vorbestrafter, darunter auch mit Zuchthaus, hatte auf das Sandwerkzeug tines feiner Arbeitskameraden abgesehen, teil es sich bei ihm um einen Ruckfalldieb handelte, schickte der Amtsrichter den Angeklagten auf ein Jahr drei Monate ins Zuchthaus: der Gewohnheitsverbrecher hat. falls er noch einmal vor Gericht erscheinen sollte, mtt Sicherungsverwahrung zu rechnen, an welcher er nur ganz knapp vorbeigekommen ist. — Ein in Schulden geratener hiesiger Einwohner fälschte zwei Wechsel über le 100 RM. versah dieselben mit dem Akzept seines Schwagers und netz sie bei einer Bank diskontieren. Am Fälligkeitstag, kam die Fälschung heraus. Betrug in Tateinheit mit privater Urkundenfälschung brachte dem Schreiber der Wechsel vier Monate Gefängnis ein. — Ein Milckwerteiler aus $ßies« baden-Sonnenberg hatte gegen einen Strafbefehl über zwei Monate Gefängnis und 150 RM Geldstrafe, den er wegen 30%iger Beimischung von Magermilch zu Vollmilch erhalten batte. Einspruch eingelegt: der Einzelrichter verwarf den Einspruch und erkannte ferner auf die Veröffentlichung des Urteils am Schwarzen Brett der Gemeinde W.-Sonnen- berg. — Wegen übler Nachrede und fortgesetzter Beleidigung hatte die Verwalterin eines Hauses, in dellen Erdgeschoß sich eine Gastwirtschaft befindet, in einer Verhandlung
gegen Ansteckung
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Pflege der Schierstemer Kleintierzucht
Auch im Kriege gute Leistungen
Der 'Kleintierzuchtverein W. - S ch i e r jt e i n eröffnete im Rahmen seines 40jabttgen Bestehens am Samstag in der Turnhalle der Tgd. Schierstem feine üiesiahrige Kleintierzuchtschau. Im engsten Kreise fand am Abend eine kleine Feier statt, wahrend der auch Leo O H n h a u s vom Deutschen Theater mit einigen Liedern erfreute. Verschiedene kleine Überraschungen zeugten von gutem heimischen ^Zu"wAch7n Leistungen der Verein.sich trotz des Krieges aufgeschwungen bat. davon legt die Reichhaltigkeit der Aus- fteluing ein beredtes Zeugnis ab. änsgefantt waren rund 250 Tiere ausgestellt. 104 Kaninchen und 135 Stuck Geflügel, sowie einige Schau-Nutra-Pelzttere. die wegen,ihrer Eigenartigkeil besonders amnelen; weiter waren in der Aus. Heilung noch einige Sungtjere zu leben. Man konnte feststellen. datz in Züchterkreisen besonderer Wert am schwere Rallen bei Kaninchen gelegt wird. Ein besonderes Schaustück in der Abteilung Kaninchen war die Angorarasse. Hier eröffnen sich für die Züchter ganz besondere Möglichkeiten. die über die Jahre hinaus überhaupt nicht, ausgenutzt wurden, denn Kaninchen-Angorawolle war schon immer sehr beliebt und ist gerade heute ein ganz besonders begehrter und gesuchter Artikel. In der Eruvve ...Angora errang W. Klee einen Ehrenpreis und drei 1. Preise. Die meisten Preise wurden vergeben..bei der Gruppe „Blaue Wiener und zwar erhielten: Bruderlern vier Ehrenpreise und dre 1 Preise: Ambrosius einen 1. Preis:.Ehr. Pfaff vier Ehrenpreise, einen 1 Preis: H. Thiele einen Ehrenpreis: Ohn- baus einen 1. Preis: Weiße Wiener wurden wie folgt bewertet: Emmelbeinz einen Ehrenpreis, zwei 1. Prelle. Klein-Chinchilla: Frickel einen . Gbiencrets $eutW Widder: Christmann. einen 1. Preis: Deutsche hell Silber. Obert einen 1. Preis: Schwarzsilber.: Bode einen Ehren- nrei-i einen 1 Preis und Ludwig Jockel einen 1. Preis.
In der Eruvve Geflügel waren Prgchtstücke zu -^ben. Aufgeregtes Gegacker empfangt den Besucher, der die langen Reiben durchschreitet und die Gold- und ^Silber-Italiener oder Rheinländer und Deut che Zwerge bewundert E n Goldfasan lenkt besondere Aufmerksamkeit auf sich. Ludwig Jockel erhielt dafür die Prämiierung: Sehr gut I Die Taubenzucht bewies hohe. Schüfe, und die altdeutschen Kröpfer. Strasser. Schönbeitsvrufer oder Brunner m weiß, blau, schwarz und rot ließen sich gerne futtern. Setverständlich dürfen in einer Schierst einer Ausstellung auch nickt die Enten fehlen. Hier wurde noch besonders darauf bin-
gewiesen, und Robert Senter bekam, »wei Tiere mit „SGr gut I“ bewertet, und Obert ein Tier mit. ..Sehr gut r. Überhaupt wurden in der Abteilung ®efinge! eine SJlaü« von Auszeichnungen vergeben, das beste Zeugnis dafür, da« die heimische Geflügelzucht mit an der Svitze marühiert. Ein Teil der Ausstellung wies auf eine nutzbringende Fütterung der Tiere hm. Ebenso. wird ver den Kleintterzüchtern die Felloerwertung nicht vergessen, denn jedes Kaninchenfell ist Volksgull das, nichj b er 35er nichtung einbeimfallen darf. 3um Schlüsse Wi noch das Preisschietzen erwähnt.. Hier war Gelegenheit gegeben.einen fetten Braten zu gewinnen. Und datz davon ausgiebig Ge brauch gemacht - wurde, konnte man vom frühen Morgen bis zum wüten Abend feststellen. Zahlreiche Vasen und Hühnchen wurden im Laufe des Tages berausgeschosfen.mtt> alle Gewinner freuten sich über die vorteilhafte Bereicherung des Küchenzettels. Die Gesamtausstellung und der zahlreiche Besuch bedeuteten für den veranstaltenden Verein einen vollen Erfolg. 3U5,
W.-Sckierttein: Die Ortsgruppe Sckierstein dn NSDAP, war mit der Schiersteiner Einwohnerschaft am Samstag im ..Rheingauer Hof" zu einer würdigen Totenehrung für die Gefallenen des 9. November 1923 zufammengekommen. Nack Musikvorträgen der OE.-Kapelle und einem einleitenben Borwruck. gebrochen von emem Pimpf. «gern ber teltoeg trete ttb-c Örtsfliupyenleitcr Pg. 23 e cf c t bös Sßort, utn itou) einmal die Geschehnisse des Sabres 1923. tn zurückzurufen. - Der Siraßenausbau an der Freudenberg, sttatze. vorn bisherigen Wohnviertel über die Randsiedlung zum Freudenberg, wird tn Kurze begonnen werden. Die yiaterialanfubr ist numehr beendet.
W.-Dotzbeim: Der Bauer erntet, idit die letzten Früchte des Feldes. Die abgeernteten Getreide- und Sackfruchtfelder werden nrngevflügt und die kleinen Samenkörner Tur bie nächste Getreideernte werden der.fruchtbaren Erde anvertraut — ein ewiger Wechsel zwischen Saat und Ernte. Eine kurze Zeitspanne noch und tiefer, winterlicher Friede zieht auf den heimatlichen Fluren, die uns .tn diesem Sabre reichlich das tägliche Brot nahen, ein. Die Natur begibt sich langsam zur Ruhe. — Auch die Dotzheimer Volksschule mit fast 800 Schulkindern will, her dem bevorstehenden Wunschkonzert für das Kriegswinterbllfswerk nicht zuru^ heben Mit einer schonen Geldspende und.selbstverständlich einem „zünftigen" Wunsch bringt auch sie ihre Verbunden- beit mit der Volksgemeinschaft zum Ausdruck und will mtt» helfen, die Aufgaben des Krieges zu meistern.
* Uraufführung im Kurhaus. 3m Konzert vom Sonntagabend unter Leitung von Musikdirektor August P o g t gab es eine Uraufführung, nämlich das „Sinfonische Präludium" für Klavier und Orchester von dem jugendlichen einheimischen Komponisten Robert Schäfer. Das Werk ist durch einen schwermütig- pathetischen Erundzug gekennzeichnet. Es beginnt fast rezitativisch mit den Kontrabässen, denen die übrigen Streicher felgen. Eine leichte Aufhellung bringen die Holzbläser, dann erst läßt sich das Klavier fast zaghaft vernehmen, als ob es eine Frage zu stellen hätte. Eine Antwort gibt das Aufrauschen der Harfe, dem eme beruhigende Melodie des Orchesters folgt, der aber ein neues leidenschaftliches Fortissimo mit Pauken entgegensteht. In einem Zwischenspiel bleibt das Klavier allein und bringt immer wieder ein kurzes, chromatisches flüchtig hingeworfenes Thema, das gleichsam der Auflösung harrt. Der Ausklang wirkt wieder düster, fast wie eine Totenklage. Ist auch nicht alles neu und eigenartig tn dieser jugendlichen Arbeit, so zeugt sie doch zweifellos von ernstem Streben und einem beachtlichen Verständnis für die Werte der Instrumente. Diese Fantasie ist durchaus orchestral gedacht, das Klavier fügt der Sinfonie nur einige leichte Verzierungen hinzu. Irmgard Kutsch, die offenbar noch sehr jugendliche Pianistin, wußten sich geschmackvoll dem Orchester unterzuordnen, ohne sich doch jemals übertönen zu lasten Sie trat dann nochmals mit einet solistischen Leistung hervor, nämlich mit Franz Liszts ungarischer Phantasie (ungarische Rhapsodie von Liszt selbst für Klavier und Orchester bearbeitet). Mil bemerkenswerter Bravour und mit kräftigem Anschlag bewältigte sie die zahlreichen technischen Schwierigkeiten, die Läufe perlten heraus und herunter, ohne daß jemals das geringste Versehen vorgefallen wate Der brillante Vortrag des effektvollen Stückes wirkte zündend und ritz das Publikum zu aufrichtiger Begeisterung hin.
Dr. Wolfram Waldschmibt.
* Abendmufik in ber Marktkirche. Kirchenmustkdirektor Kurt jr s brachte in seinem Orgelkonzert am Sonntag als Erstauffühmng ein Präludium nebst Fuge von Anton Bruckner. Das Werk
und hoher Blutöruck mit Herzunrube, Schwindelgesuhl, JterDofi tat, Ohrensausen, Zirkulationsstörungen, Gedächtnisschwäche werden durch Aniisklerosin wirksam bekämpft. Enthält u. a. Blutsalze und Kreislaushormone. Greist die Beschwer» den gleichzeitig von verschiedenen Richtungen her an. Packung 60 Tabl. JC 1.85 in Äpotheken. Interessant illustrierte Aufklärungsschrist liegt jeder Packung bei!
Ringmiete Vb
Am Dienstag, 12. Roo., Vorstellung im Residenz-Theater: „Polter- abend". Eintausch der Umtaufchfcheine gegen die Eintrittskarten in der Kartenverkaufsstelle Lmsenstraße 41 (Laden).
Volkstum und Brauchtum (Volkstumsgrupve)
Volks- unb Ec meinschaftstanz
Übungsstunden jeden Mittwoch von 20—22 Uhr im kleinen Saal der Gastwirtschaft „Turnerbund", Schwalbacher Straße 8, Eingang vom Hof aus. Reue Teilnehmer und Gäste immer herzlich . willkommen.
Singen
Beteiligung an den Singabenden der Wandergruppe Freitagabends.
Laienspiel
Wer sich an dem Aufbau einer Laienspielgruppe beteiligen will, möge sich bei der KdF.-Dienstftelle, Luisenstraße 41, schriftlich melden.
/BX < A A 'BAYER' XjL/
