Wiesbadener Tagblatt
Samstag/Sonntag, 9./10. November 1946
Innere Komplotte und äußere Einkreisung
der
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Willen zum Frieden
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Bedingungsloser Glaube an den Sieg
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Dem Kontinent die Freiheit gegeben
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Die
Jetzt Kampf bis zum Letzten!
ilanb verehrt über-
und So.
die Gold st aalen mit ihren Währungen kavnit- singe», wahrend wir. der N i ch t g o l d it a a t. die W ä b- rung behaupteten. Einige andere Länder haben nun
Eold eingehamstert und aufgehänit. und nun droht in oie Stielt eine Erkenntnis einzudringen. und zwar eine praktisch erhärtete Erkenntnis — nämlich sah das Gold an sich
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Zähne zusammenbeißen und den Kampf aufnehmen !
Ich habe mich im Kampf nach auhen genau so gestellt. Jedes derartige neue Komplott, jeder solcher Berkach, durch Verträge und Abmachungen Staaten gegen uns zu mobilisiere», führte» nur dazu, dah ich die Rüstung wieder etwas schärfer anziehe» lieh. Ich war fest entschlossen, es auf alles ankommen zu lassen. Unentwegt ging der Kampf weiter mit dem Ziel, den Versailler Vertrag zu beseitigen. Den», meine Parteigenossen, das muhte ich, wenn ich nicht ein Lügner hätte kein wollen. Denn wofür haben wir schliehlich gekämpft? Als wir in den Jahren 1920/21 und 1922 auftraten, war ja »nker Programm: Beseitigung von Versailles. Ich konnte nicht plötzlich sagen, wir lassen das.
Zweifel mehr daran bestehe... . britische Volk in Wut und vaf setzen würden, während das deut!__________-----
Haupt keinen Hab gegen England empfand. So wäre denn eines Tages Deutschland geistig ungerüstet in den Krieg hineingetaumelt. Ich habe bereits 1938/39 davor gewarnt und namentlich in einer Rede in Saarbrücken betont, dah das nicht so weitergehen könnte und daß. wenn England diese Hetze weiter durchführe. ich gezwungen sein würde, dem endlich die deutsche Propaganda entgegenzusetzen.
gänzlich belanglos ist:,dah man ohne Gold genau so gut leben kann wie mit ihm. za sogar unter Umständen »och besser. Diese Erkenntnis kann für diejenigen gefährlich werden, die im Gold ein Element ihres Kampfes um die Macht sehen und es auch immer als «olches Element wertete» und aus- »Ltzten.
England bat aber das. wohl rn Vorausabnung der kommenden Entwicklung, abgelebnt. Gut! Ich habe trotzdem in diesem Kriege den Kampf nie gegen Zivilbevölkerung führen lassen. Ich habe im Polenkrieg keine Nachtangriffe auf polnische Städte ausführen lassen: man kann in der Nacht das einzelne Objekt nicht so genau treffen. Ich lieh daher im wesentlichen nur bei Tage angreifen iqtb immer nur militärische Ziele. Ich habe dasselbe in Norwegen getan. Das gleiche tat ick auch in Holland, in Belgien und in Frankreich. Da fiel es Herrn Cburchll plötzlich ein. nachdem bei Tage allerdings die britische.Luftwaffe deutschen Boden überhaupt nicht überfliegen kanir?- mit Nachtangriffen die deutsche Zivilbevölkerung beimzukuchen. Sie kennen ja meine Geduld, meine Parteigenossen. Ich habe also acht Tage zugeseben. Man bat Bomben auf die Zivilbevölkerung am Rhein geworfen. Man bat Bomben geworfen auf die Zivilbevölkerung in Westfalen. Und ich habe dann 14 Tage.- zugeseben und dachte mir: ..Der Mann ist wahnsinnig! Er fuhrt einen Kampf ein. bei dem nur England vernichtet werden kann." Als der Krieg im Westen zu End» war. habe ich noch einmal England die Hand bingehalten. Ich wurde wieder auf das Wüsteste beschimpft und bespuckt. Herr Halifax führte sich auf wie ein Wahnsinniger. Auch gut! Man verstärkte die Bombenangriffe. Ich habe wieder gewartet. Ich muh sagen, daß es mir schwer wurde. Denn es kamen viele zu mir. die sagten: „Ja. wie lange. Führer, warten Sie noch? hören von selbst nicht auf!"
. Unser yletB im Innern bat aber die andere Welt nun matt etwa beruhigt, sondern im Gegenteil, sie ist erst recht darüber erbittert worden. Als wir an die Macht kamen, sagten sie: „Das dauert zwei, höchstens sechs oder acht Wochen, und das können wir abwarten." Nach drei Monaten sagten sie: „es muh etwas geschehen, der geht nicht" (schallendes Gelachter) und dann wollte man etwas gegen mich tun. Daher fetzte ich mich zur Wehr, und Sie kennen sie. die Mahnahmen, die wir gleich im ersten Jahr 1933 treffen muhten. Als ich merkte, dah man uns eine Schlinge um den Hals legen wollte, bin ich aus dem Völkerbund und aus der Abrüstungskonferenz herausgegangen. Außerdem habe ich die Aufrüstung dann natürlich noch kärker vorwärtsgetrieben. Im März 1934 gab ich den Befehl zur Verdreifachung unserer Armee.
Nun begann der internationale Kampf gegen uns mi> allen Mitteln im Innern und im Auhern. Versuche der Anzettelung von Revolutionen int Innern, eine allgemeine Einkreisung im Äuheren. Dabei immer wieder die Prophezeiung: „Wenn sie nicht politisch zu Grunde gehen, gehen sie wirtschaftlich zu Grunde.
Ich weiß nicht, wieviel Menschen damals gebetet haben, soweit sie überhaupt an den lieben Gott glauben, er möge uns eine schlechte Ernte schicken, oder daß unsere Maßnahmen zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit nicht gelingen möchten usw. Sie waren so hypnotisiert von ihrem eigenen Wunsch, dah sie sich die Erfüllung dieses Wunsches selbst einsuggerier- ten. Sie sagten: „Das kann ja nicht anders fein, das muh ja wirtschaftlich kaputt gehen!" Und sie haben sich das solange voraeredet. bis sie es endlich glaubten. Sie beschrieben genau die einzelnen Phasen, wie dieser Zusammenbruch vor sich ginge. Außerdem wurde genau nachgewiefen, daß das deutsche Volk sich von mir immer mehr abwandte, daß ich allmählich ein einsamer Mann wurde — und dann kam plötzlich wieder eine Wahl, und cs stellte sich heraus, dah patt 94 v. H. 98 v. H. hinter mir standen. Sie waren natürlich verbittert und erzürnt über eine solche Entwicklung und begannen dann erst recht zu versuchen uns durch internationale Komplotte in die Enge zu treiben.
Kapitalisten, Börsenjobber und Marxisten
Das hat nun, meine Parteigenossen, zum gleichen Ergebnis gerührt rote alle ähnliche» Versuche im tnnern. — Sie wissen es ja noch: etwa in den Jahren 1925, 1926 usw. Damals begann das Komplott einer allgemeinen Partei- verfchwörung gegen den Nationalsozialismus. Ste gingen Arm in Arm von links bis rechts. Die größten Extreme hatten sich gefunden, die Kapitalisten mit den Sozialisten internationaler Prägung fanden plötzlich zusammen. Die Börsenjobber auf der einen Seite, die Marxisten auf der anderen, gingen Arm in Arm gegen den verhaßten Nationalsozialismus. Ich aber habe damals nur ein Rezept gekannt: Erst recht hart werden, bre
Alle die Hoffnungen der britischen Kriegshetzer sind damals zerschlagen worden. Sie hatten sich das so gedacht: den Krieg an der Peripherie zu fuhren. uns die deutschen Lebensadern abzuschnetde» und uns dann allmählich abruwürgen. Es ist , umgekehrt gekommen! Dieser Kontinent mobilisiert sich langsam, indem er sich auf sich selbst, besinnt, gegen de» Feind des Kontinents. Deutschland hat in wenigen Monaten diesem Kontinent tatsächlich dte Freiheit gegeben. Der brtttiche Versuch, Europa zu valkanisiereu — das tonnen sich dte britischen Staatsmänner merken — ist abgeschlossen und beendet! England wollte Europa desorganisieren, Deutschland und Italien werden Europa organisieren. (Auts neue rubeln die alten Parteigenossen dem Führer minutenlang stürmisch zu.)
Wenn man nun in England erklärt, daß der Kampt weitergehe, so ist mir das gänzlich gleichgültig. Er geht solange weiter, bis wir ihn b een de» wer de». Und wir werden ihn beenden, da können Ste sicher fei»! (Die Parteigenosse» bereiten dem Führer, eme ungeheuere Ovation grögter Begeisterung.) Und ^er wird beendet werden mit unserem Stea! das tonnen ete nur auch glauben. (Abermals bricht ein brau,endet .mbelsturm los.)
Ick, bin mir über eines im klaren: Wenn ich als Prophet am 1. Januar dieies Wahres den Engländer« erklarr hätte: „Im Frühjahr dieses Jahres da werden wir euch das Konzept in Norwegen verdorben haben und nicht ihr roerdet in Norwegen sitzen, sondernDeuttckland, noch im Sommer dieses Jahres werdet nicht ihr mehr in Holland sein oder nach Holland kommen, sondern wir werden das besetzt babeg. noch im Somnter werdet ihr nicht durch Belgien an die deutsche Grenze vorgegangen.,ein. sondern wir werben per euch fein" — und wenn iw gesagt hatte: „Im Sommer wird es kein Frankreich mehr geben“ — dann hatten sie alle gesagt: ..Ein Wahnsinniger! (Stürmsche Heiterkeit.)
Ich unterlasse es daher auch heute zu prophezeien. (Brausender Beifall.)
Die personellen Opfer
Ich möchte dem deutsche» Bolte nur ei» paar Erklii- rUnn$ier°bt5fcerifle Kampf hat zu Ergebnissen einmaliger Art gemb-i.^E l)Cr|one[ii ;0 bittet es für die einzelne Familie ist. die Opfer bringen mußte, für das deutsche
Ich war entschlossen, Deutschland wieder frei zu machen. Ich habe den Kampf etappenweise durchgeführt. Ich habe dabei wirklich das Ziel gehabt, im Frieden zu blei.- be n. Sie kennen aus vielen Versammlungen und Publikationen die außenpolitische Konzeption, die ich damals hatte: ich wollte engste Freundschaftsbeziebungen mit England Herstellen. Ich dachte, die germanischen Rasten müßten zusammengehen.
Ich wollte das gleiche Verhältnis mit Italien, dachte weiter an Japan als eine Macht, mit deren Interessen die unseren gleichlaufen könnten. So wert es sich nun um Italien handelte, ist dieser Versuch gelungen dank dem genialen Wirken des einen Mannes, der den Faschismus begründete und der die gleichen Kämpfe in seinem Lande zu bestehen hatte wie wir Nationalsozialisten in Deutschland.
Es ist dies endlich auch gelungen mit Japan. Es ist leider mißlungen mit England, ganz gegen unseren eigene» Wunsch. Es war das nicht unsere Schuld, im Gegenteil, ich habe bis zum letzten Moment, noch bis wenige Tage vor Kriegsausbruch, versucht, mein altes außenpolitisches Ziel zu verwirklichen. Ich habe damals dem britischen Botschafter die größten Angebote gemacht. Ich war bereit, mit England zusammenzugehen. Aber es war vergeblich. Ich habe damals schon gesehen, wie gewiste Kriegsinterefsenten seit Jahren hetzten, ohne daß ihnen das Handwerk gelegt wurde. Es konnte kein Zweifel mehr daran bestehen^ daß sie eines Tages das
Ick habe über drei Monate gewartet, bann eines Tages all-rdtuos gab ick nun den Befehl: ick nehme jetzt diesen Kampf aus. und ich nehme ihn auf mit der Entschlossenheit, mit der ich noch jede» Kampf anf- »ahm. Das heißt: letzt Kampf bis rum Letzte»! «ie wollte« es. sie sollen es haben! Sie wollten Deutschland durch den Luftkrieg nernichten. Ick werde ihnen letzt zeigen, wer oernichtet wird! Das englische Volk, das .ich nur bedauere, kann sich dafür bei feinem Eeneralverbrecker Churchill bedanken. (Der Beifall, mit dem die alte Parteigarde dem Führer antwortet, wird immer stärker und stärker. Erst nach vielen Minuten voll ungeheuren Jubels tartn der Führer fortfahren.)
Herr Cchurchill bat mit diesem Kampf den größten militärischen llnfinn gemacht, den
Vorbereitet wie noch nie .
Die materielle Rüstung ist daher eine u«ge- heuerliche, und sie wächst jetzt erst. Wen» wir auch jahrelang die industrielle Mobilisierung vorbereitet hatten, so wissen Sie. daß das Ausstößen im großen Maße ja doch erst nach ein bis eineinhalb Jahren Zeit geschieht. Und das ist- letzt der Fall.
Ich darf daher zufammenfasiend eines sagen: „Wir sind vorbereitet für-die Zukunft wie noch nie zu - vor. Wir sind materiell vorbereitet, und wir sind personell vorbereitet^ Und daß die Wehrmacht jeden Tag ausnutzt, das weiß jeder, der bei uns selbst Soldat war. Es gebt kein Tag verloren. Dieses erste militärische Instrument der Welt wird ununterbrochen gepflegt und verbessert. Und wenn die Stunde des großen Einsatzes wieder eintritt, dann hoffe ich. wieder zu genau de» gleichen Resultaten zu kommen, wie wir sie hinter »ns haben. (Wieder tost ein minutenlanger Dsi- fallsorkan durch den ©aal.) Wir haben alles auf das Gründlichste vorbereitet, um dann schnell nnd kühn zu handeln! (Der Beifallssturm erbebt sich noch stärker und jubelnder.)
Es wird der Augenblick komme», da die Herren, die jetzt die ganze Welt bereits wieder mit dem Munde erobern, mit den Waffen standhalten müsien. Und dann werde» wir sehen, wer die Monate bester genutzt hat: Wir oder die anderen!
Deutschland jedenfalls ist mit feinem Verbündeten heute stark genug, um jeder Kombination auf dieser Welt entgegenzutreten.
Es gibt keine Mäcktekoalition. die der unseren ge- wäNsen-iein könnte.
Blockade einmal umgedreht
Wirtschaftlich lohnen sich jetzt die langen Vorbereitungen. die wir schon im Frieden getroffen haben: Der Bierjahresplan, den wir jetzt auf vier Jahre verlängerten, hat uns zahlreiche Reserven gegeben, und die Engländer wußten das ganz genau, denn fönst hätte» sie nicht ko über uns geflucht. Er sollte uns unabhängig machen von jeder Abschnürung oder Blockade. Im Übrige» wolle» wir ein« mal sehen, wer in einigen Monaten blockiert fein wird: Wir oder die anderen!
London vergeht das Lügen
Ich glaube, es ist ihnen schon jetzt auf manchen Gebieten das Lügen vergangen. Herr Churchill, der noch vor acht und sechs Monaten erklärte: „Wir haben in einem Monat 5ü v. H. ihrer U-Boote vernichtet" — konnte im nächste» Monat ihnen nicht »och einmal 50 v. H. sagen, weil sonst keines mehr dagewefen wäre. 3m nächsten Monat waren es daher nur noch 30 v. H. Einen Monat später konnte er nicht 20 v. H.. sondern mußte 10 v. H. behaupten. Jetzt beginnt nun dieser Generallügner der Weltgeschichte zuzugeben, daß unsere U-Boote mehr zu (ein scheinen, als sie vorher waren.
Deutsche U-Boote noch und noch!
Das kann er mir glauben: Und ob Re mehr sind!! Er hat vor allem keine Ahnung, wie sie mehr werden! (Ungeheuer ist der Beifallssturm, der diese Worte des Führers begleitet.) Wir werden sie noch herausfordcru. diese internationalen kapitalistischen Lügner! Und wir werden es erleben. Eines Tages wird es sicher keinen Churchill mehr geben, aber deutsche U-Boote noch und noch! (Die alten Parteigenosten bereiten dem Führer aufs neue eine jubelnde, sich immer mehr steigernde Ovation und erst nach Minuten ebben langsam die Heilrufe ab.)
Der Bombenkrieg, Churchills größter Unsinn
Und so. nachdem er das an sich nicht mehr bestreiten kann, bat sich dieser genialste Stratege, der bisher geboren wurde, auf den Luftkrieg gestürzt. De»» es ist schon eine geniale Idee von Mr. Churchill gewesen, ausgerechnet mit der Waffe, mit der England uns gegenüber am allerfchwächsten ist. den Luftkrieg anzufangen. Sie wissen, ich habe jahrelang der Welt Vorschläge gemacht, man sollte den Bombenkrieg einstellen, besonders gegen die Zioilbevölkerung.
Geduld durch Wochen und Monate
Als ich im vergangenen Jahre zu Ihnen sprach, lag hinter uns der erste Abschnitt dieses Kampfes. In 18 Tagen hat unsere Wehrmacht Polen niedergeworfen. Man hatte sich das ganz anders vorgestellt. Ma» war der Überzeugung, daß dieser Kampf seine sechs, acht oder zehn Monate dauern würde, und man sagte sich: „Es gibt keinen Krieg mehr mit durchgreifenden Entscheidungen. Es wird im günstigsten Falle eine Art Stellungskrieg kommen! Es wird sich eine Front tin Osten aufrichten, und die wird Deutschland zu einem langsamen Verbluten führen! Unterdessen wird der Westen rüsten. Dann kommt der Sommer 1940, bann wird man in Belgien und Holland vorrücken bis an die Grenze des Ruhrgebiets, und dann wird man so langsam Deutschlands Herr werden." So stellte man sich .das vor. Außerdem glaubte man, daß schon .wenige Wochen spater — man hatte es von allen Seiten gehört — in Deutschland die Revolution ausbrechen werde.
Bon Kirkenes bis zur spanischen Grenze
Außerdem würde dann die Rot komme». Und endlich hatten sie keine Ahnung von dem Ausmaß unserer Rüstungen und glaubte«, daß ich genau io bluffe, wie sie uns fett Jahren zu bluffen versucht hatten. Sie dachten nicht, daß einer wirklich das tut, was er sagt. Sie waren deshalb der Überzeugung, daß dieser Krieg für sie ein verhältnismäßig leichter Krieg werden wurde.
Dor einem Jahr war, wie gesagt. Polen besettigt. Damit war der erste Strich durch ihre Rechnung gemacht. Ich kopnte am 8. November 1939 auf diesen großen Erfolg Hinweisen. Heute, ein Jahr später, kann ich weitere Erfolge melden! Dies kann in erster Line nur der würdigen, der selbst Soldat des Großen Krieges gewesen ist. der weiß, was das bedeutet, in wenigen Wochen nicht nur den ganzen Westen niederzuwerfen sondern auch Norwegen in Besitz zu nehmen, bis zum Nordkap, daß heute eine Front steht von Kirkenes angefangen bis an die spanische Grenze (minutenlanger tosender Beifall).
So kam der Augenblick, in dem feie Frage nickt mehr war, ob der Krieg überhaupt zu vermelden Jet. Jon; bern nur noch, ob er vielleicht für ein. zwei oder drei Jahre verhindert werden konnte, und zwar durch sehr schwiere deutsche Demütigungen. Und da müsien Sie. eines, meine Parteigenossen, verstehen: In dem Augenblick,, in dem ich mir bewußt war, daß England nur Zeit gewinnen wollte, daß man dort aber den Krieg unter allen Umständen zu führen entschlossen war. was durch die Äußerungen britischer Staatsmänner offen zugegeben wurde, im selben Augenblick hatte ich nur einen einzigen Wunsch:
Wenn sie uns schon de« Krieg, z ».erklären entschlösse» waren, daß sie es dann hoffentlich noch tun würden, während i ch lebe. Denn ick weiß. Ban es das härteste Ringen werden müsse, das dem deutschen Volke jemals auferlegt wurde. Ich bilde mir nun nicht nur ein, daß ich der härteste Ma « n bin, de» das deutsche Volk seit viele» Jahrzehnte», vielleicht kett Jahrhunderten gehabt bat (tosender, sich stürmisch.wiederholender Beifall), sondern ich besitze außerdem die größte Autorität. Bor allem ober glaube ich. an meine» Er.folg, uni zwar bedingungslos glaube ich daran! (Minutenlanger brankender Beifall.)
Ich bin fest überzeugt, daß dieser Kampf um kein Haar anders ausgehen wird als der Kampf, de» ich einst im Innern ausfocht!_____ __
Ich bin überzeugt, daß mich die Vorsehung bis. hierher nur geführt hat und alle Fährnisse von mir fenwielt, um mich diesen Kampf des deutschen Volkes fuhren zu lassen. (Immer stürmischer wird der Beifall der alten Partei- genosien. Brausende Heilrufe grünen».den Führer.)
Und endlich, ich habe noch den. Gronen Knea mitgemacht, und ich gehöre auch zu denen, die damals um den Erfolg betrogen worden sind. Und es ist daher, mein unerschütterlicher Entschluß, daß dieser Kampf nicht so ausgeht wie damals. .
Volksgut so gut rote keine Opfer geforde,rt. 3m gesamten sind die Opfer, die wir in diesem Kriege brachten, »och nicht so groß, wie sie der Krieg 1870/71 gefordert bat. Ja, es ist kaum etwas mehr als die Hälfte dessen. Personell sind also unsere Berechnungen insofern hinfällig geworden, als wir alle die uorgesebenen riesenhafte» Ersatzmaunschaften. die wir als Reseroe» für Verluste eiukalkuliert hatten, nicht anjutaften brauchten, daher viele altgebiente Männer entlaßen konnten und dabei trotzdem, und zwar im wesentlichen durch jüngere Jahrgänge, die Wehrmacht zu verstärken in der Lage waren. Personell siebt die dentsche Armee beute anders aus. als sie im Weltkrieg aussah. 36 bin vor wenigen Tagen erst durch Belgien und Frankreich gefahren, und ich muß als alter Weltkriegssoldat lagen, es ist wundervoll. wie untere Wehrmacht heute aussieht, gleichgültig, ob Heer. Marine, Luftwaffe oder Waffe»-44. Sie sehen alle gleich hervorragend aus. Sie sind nicht zu vergleichen mit dem, was 1914 oder 1915 war.
H*» **■**..-»
Höchste Produktionskapazität der Wett
2. Materiell: Ich habe in diesem Krieg oorgeforgt, wie in keinem Krieg oorgeforgt worden war, und es bat sich reichlich gelohnt. Die materiellen Opfer des Krieges sind überhaupt gänzlich belanglos. Was wir in diesem bisherigen Kampf als Munition verschossen haben, das ist im wesentlichen nur der Teil einer Monatsproduktion. (Tosender Beifall.)
Die Reserve» sind ko ungeheuer, daß ick aus manche» Gebieten die Produktion jetzt einst eile« muß, weil es keine Möglichkeit gibt, diese Massen irgendwie unferzubringen. (Erneuter, minutenlanger, brausender Beifall.)
36 habe die Produktion dafür jetzt auf Gebiete leiten lassen, auf denen ich glaube, besonders stark kein zu müsien. Sie vernehme» ja die Drohungen der andere«, was sie produzieren werden: Australien bat sechs ober sieben Millionen Einwohner, einschließlich der Bufckneger. Aber trotzdem wollen sie achtmal soviel Flugzeuge wie Deutsch
land produzieren. Kanada hat neun Millionen Einwohner. Aber sie.wollen zwölfmal soviel Flugzeuge bauen wie Deutschland. Was die amerikanische Produktion angeht, fo kann man sie nicht einmal mit astronomischen Zahlen darstellen. Auf diesem Gebiet möchte ich daher auch kein Konkurrent sei«. Aber ich kann ihnen eines versichern:
Die deutsche Vroduktionskavanität ist die böckste der Welt, und wir werde« davon nickt tieruuteraehen. den» wir sind in der Laae. beute die Meinte in ziemlich äan, Europas zu mobilisieren — und daß ich das industriell t»e. dos kann man mir schon glauben! «Erneuter tosender sich immer erneuernder Beifall.)
