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Nr. 265

Samstag/Sonntag, 9./10. November 1940

88. Jahrgang

Die große Rede des Führers vor seinen Kameraden von 1923

KomproiWlolekiMeidung

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on mit einem weiteren Aus-

Wöchentlich, mit einer täglichen

selbst auf das schwerste (uje U-Boote, deutsche und deutsche Kampf-

Churchill hatte sich nun offenbar der Hoffnung hin­gegeben, daß er eine kleine Erleichterung für die britische Ab­wehr durch die Heranziehung der irischen Häfen schaffen

___ ,.jon für die 50 alten Zerstörer mit der Überlassung von Stützpunkten an die Vereinigten Staaten bezahlte.

Druck und vertag:

8. 6d>eUen»erg'|<»c Sudpruderet, ^tagbüttt-Sons“ öenttot«5er.Sammel.8it 59631 $tat)tamd)ttft Zagblatt Wiesbaden. Dostichecktonro Frankfurt a. M Nr. 1405.

ks muß hier einer brechen. Und dos wird unter keinen Umstünden deutschlund sein!"

Historische Stunde im Löwenbräukeller

Stürmische BAgeisteruugskuudgebuuge« der Wien Garde begrüße« den Führer

Ergänzend wurde bekannt gegeben, daß im weiteren verlauf der Kampfhandlungen ein britischer Kreuzer durch mehrere Volltreffer in Braud ge­worfen und unter starken Explofionserscheinungen zum sofortigen Stoppen gebracht wurde. Eiu anderer

Schlag auf Schlag gegen Englands Versorgung

Wieder erfolgreiche Angriffe deutscher Kampf- und Sturzkampsflieger — Sechs Handelsschiffe mit insgesamt 31 000 BRT. versenkt — Weitere sechs Frachtdampser mit 23 000 BRT. schwer beschädigt — Britischer Kreuzer durch mehrer« Volltreffer in Brand geworfen — Ein weiterer Kreuzer erhielt starke Schlagseite — Noch ein Handelsschiff non 6000 BRT. schwer getroffen

ÄitjeigeiqireOe: Em Millimeter Höhe btt 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Stund, pro» 7 Stof, der to Millimeter breiten Spalte tm Wertteil 60 Rv!.. ionft laut Preirlilie Nr 9 Nachlässe noch Prer-lrste Nr. S. - Schluß der Anzeigen-Annahme 9Vi Uhr vormittags

9®* 2 Wochen 94 Rpf.. für einen Monat RM. 2«_ ei*Mhh»hhfh 3>nalnhn

Durch öle Post bezogen RM 2.35. zuzüglich 36 Rvf Bestelloeld in

St» Behinderung der L-ef-rung rechtfertigt k-tnen Anspruch au^ Rückza^Iung d» B^-gsor^

sofortigen Stoppe» gebracht wurde. Eiu anderer Kreuzer, der gleichfalls einen Geleitzug sicherte, erhielt durch die Detonationen mehrerer schwerer Bomben starke Schlagseite. Auch ein Handelsschiff von 6000 BRT. wurde schwer getroffen. Es konnte die Fahrt im Geleitzug nicht sortsetzen, sondern blieb zurück.

München, 8. Nov. Der äußere Verlauf der Feierstunde unterscheidet sich kaum von dem der ^Vorjahre. Viel stärker noch als vor einem Jahre tritt neben den schlichten Braun­hemden und grauen Windjacken das Feldgrau in Er­scheinung. Es gibt keine Rang- und keine Platz­ordnung. So wie sie damals zusammengehörten, sitzen sie auch heute wieder um die runden Tische. Der Offizier neben dem Panzerschützen, der Pionier neben dem Flieger, der Gau­leiter neben dem Blockwalter. Über dem Ganzen steht das lebendige Erlebnis, die Erinnerung an die schwerste Zeit der Bewegung, steht die Kameradschaft und die Freude des Wiedersehens. Aber den Hintergrund der Gespräche bildet auch hier der Krieg.

Nächst der Red/ierkanzel find die Plätze der Reichs- leiter. Wir kennen alle: Rosenberg,'Schwarz, Hühnlein und Himmler. Alle tragen" sie den Vlut- orden. Sie gehören zur ältesten Garde des Führers. Eben kommen Dr. Ley, Ohnesorge und Karl Fiehler. Rur wenige Tische weiter sitzen Hermann Esser, Dr. Weber und Semitrelmann. Der Stoßtrupp „Adolf Hitler" fitzt zur Linken des Rednerpults. Unweit davon sehen wir viele

Pausenlose Tagesangriffe auf London

Berlin, 8. Rov. Deutsche Kampf- und Sturz- kampfslie«ger haben auch am heutigen Freitag die Ver­sorgung der britischen Inseln durch erfolgreich durchgeführte Angriffe ans di« Zufuhr von Übersee wieder erheblich ge­stört. Aus stark gesichertem Geleitzug wurden trotz heftiger Flakabwehr vier Handelsschiff« mit einer Gesamttonnage von 22 000 BRT. versenkt und sechs Frachtdampfer von insgesamt 23 000 BRT. schwer beschädigt.

Sm Seegebiet weit westlich Irlands wurden zwei weitete Handelsschiffe von insgesamt 9000 BRT. versenkt, so daß sich die bis zum gegeuwärtigen Augenblick versenkte Tonnage auf insgesamt 31 00 0 BRT. beläuft. Da di« Kampfhandlungen noch nicht abgeschlosien find, ist mit einer weiteren Erhöhung zu rechnen.

Die Vergeltungsangriffe gegen die britische Hauptstadt wurden auch am heutigen Tag« fast ohne

Die Lage Englands hingegen wirdvonTagzu Tag schwieriger. Die deutschen Vergeltungsangriffe auf London, wie überhaupt auf die Rüstungs- und Jndustrie- werke des ganzen Jnselreiches, gehen ohne Pause weiter. Wird somit die englische Erzeugung f getroffen, so zeigen zugleich deutsch Überwasserstreitkräfte und __________

flugzeuge, mit der Vernichtung großer, wertvollste Güter heranschleppender Eeleitzüge, wie auch etwa einzeln fahren­der Dampfer, wie wirksam die deutsche Blockade ist. Selbst die englandfreundliche Presse in den Vereinigten Staaten fleht sich zu der Feststellung gezwungen, daß der St. krieg für England eine verzweifelte Wendung nimmt. Im Gegensatz zu den früher von England ausge­gebenen Parolen spricht auch in den Vereinigten Staaten kein Mensch mehr von der Aushungerung Deutschlands, son­dern man betont vielmehr offen die Gefahr einer Aus­hungerung für England. Ja. man scheint sich in Washington schon darauf gefaßt zu machen, daß England in nicht zu ferner Zeit die Vereinigten Staaten um neue Kriegsschiffe wird bitten müssen. J)as heißt, man rechnet in Washingti verkauf des Empire, das ja scho

Gauleiter. Mit den Angehörigen der Toten vom 9. November 1923 haben die Hinterbliebenen der O p f e r v o m 8. N o v. 1939 Ehrenvlätze in der Mitte des Saales. Es geht langsam auf 18 Uhr. Ehristian Weber gibt Anweisungen für die morgige Gedenkfeier.

Wenige Minuten später trägt Grimminger, bar- hauptla und im braunen Hemd die Blutfahne in den Saal. Zwei Offiziere der Waffen--- geben ihr das Ehrengeleit. Einer von ihnen trägt das Ritterkreuz. Stumm grüßen die Kameraden das alte Feldzeichen, das hinter dem Rednerpult Ausstellung nimmt.

Der Badenweiler Marsch klingt auf, aber man hört nur die ersten Takte. Ein Sturm der Begeisterung reißt die Alte Garde von ihren Sitzen. Die Heilrufe nehmen kein Ende. A? " r , st lm Saal. Gefolgt von Rudolf H e ß, Adolf Wagner, Christian Weber, Julius Schaub und Ulrich Graf, sowie dem Reichsleiter Dr. Dietrich und ■ t 71Lm aJ?n ^ht der Führer durch das Spalier seiner rubelnden Kameraden. Unmittelbar vor dem Rednerpult ist sein Platz. Nur allmählich ebben die Heilrufe ab.

Christian Weber grüßt den Führer.

Nun steht der Führer am Rednerpult, zum erstenmal im feldgrauen Rock in diesem Saal. Unbeschreiblichsind die Kundgebungen, die ihm seine Alte Garde bereitet Eie kommen aus dankerfüllten und übervollem Herzen. Sie find m dieser Stunde nicht nur Ausdruck der Liebe und der Treue, sondern vielmehr Ausdruck felsenfester Zu- versicht und eines unerschütterlichen Vertrauens. So wie die Alte Garde hier, ist das ganze deutsche Volk erfüllt von einem unbändigen Glauben und einer unbändigen Zuverficht zum E n d s i e o. Der Führer blivt über die Reihen semer Getreuen. Lautlose Ruhe ist eingetreten.

Der Führer spricht!

Mit Andacht folgt der Saal den Worten des Führers Er spricht als Kamerad zu Kameraden halt mit ihnen Zwiesprache, so wie einst und geht mit ihnen noch ein- mal den Weg, den damals die kämpfende Partei qeaanaen ist und den heute das um sein L-bensrecht ringemdedeutK *5011 gehen mutz.

Der Führer hat geendet Jetzt löst sich die Span- nung. In einem Jubelsturm ohnegleichen danken d,e alten Gefolgsmänner ihrem Führer. Die stürmischen Hei" rufe, die immer und immer wieder aufklingen und nicht ab- re,ßen wollen, sie find in diesem Augenblick Ausdruck der 1JLn *1 e n ® 1 a-r e- Ruhe und Geschlossenheit, der gläubigen Zuverficht und des unbedingten Siegeswilleits der ganzen deutschen Natron

— Das Lied der Deutschen und das alte Kampflied der Nationalsozialisten die die abendliche Feierstunde beenden werden zu einem Schwur der Nation: '

- ^ute und morgen und immerdar,

komme, was kommen mag.

Unterbrechung fortgesetzt, über London und im End­osten der Insel kam es zu verschiedenen LuftkSmpsen, bei denen 13 britisch« Flugzeuge abgeschofsen wurden, während deutscherseits feine Verluste eingetreten sind. Das Jagdgeschwader Mölders errang bei diese« Luft­kämpfe« feine« 6 0 0. Luftsieg.

Der bekannte Ritterkreuzträger und Kommandeur einer Kampfgruppe, Hauptmann Storp, wurde bevorzugt zum Major befördert, weil er sich bei den Einsätze« der letzte« Zeit weiterhin durch hervorragendes fliegerisches Können und di« vorbildlich« Führung seiner Gruppe ausgezeichnet hat.

Stampf bis zum Sieg

««. Berlin, 9 Nov. (Eigener Drahtbericht unserer Ber- lkner Schriftleitung.) Don den Engländern wurden vor nirzem Meldungen über angebliche deutsche Frie­de n 5 p l ä n e verbreitet. Sie find allerdings nirgends ernst genommen, sondern überall, abgesehen von England selbst, als das erklärt worden, was sie waren, ein Versuch der englischen Lügen - und Ermunterungsagita- t i o n Deutschland als abgekämpft und müde hinzustellen. Nach der gestrigen Rede des Führers in München kann auch rn England niemand mehr im llnklaren darüber sein, woran man ist. England, das den Krieg mutwillig vom Zaune brach, England, das die deutsche Friedenshand zurückftich, hat «och einmal vernehmen müssen: „Der Kampf geht ? Siefl“ Das entspricht der national­

sozialistischen Haltung, einen solchen Kamps kompromiß­los zu beenden, und das heißt, wie es der „Völkische Beob­achter" heute formuliert, „dem deutschen Volk auf lange Sicht emen ungestörten Arbeitsfrieden zu sichern und Europa vor dem Alpdruck des ewigen englischen Krieges — fei es mit der Masse, mit Höllenmaschinen im Rücken, Kredit- Werren, Rohstoffraub, Erregung innerer Zwietracht — zu er­lösen." Es kann auch heute niemand auf der Welt mehr daran zweifeln, daß Deutschland dieser Endsieg sicher ist. Europas Kräfte stehen heute überwiegend Deutschland zu Ge­bote. Die deutsche Schlagkraft, das spüren auch die Eng­länder, nimmt nicht etwa ad, sondern sie nimmt immer noch weiter zu. Die weitschauenden Planungen auf allen Gebieten wirken sich immer stärker aus und tragen ihre Früchte.

könne. Als der Freistaat Irland entstand, behielt sich ja Eng­land zunächst solche Sonderrechte, wie sie Churchill jetzt er­strebte, in verschiedenen irischen Häfen vor. Mit dem Er­starken de-, irischen Freistaates konnte er dann auch seine Wehrhoheit im vollen Umfange herstellen. England mußte im englisch-irischen Vertrage vom Jahre 1938, der übrigens schon damals von Churchill bekämpft wurde, auf seine bisherigenRechteindenirischen Häsen verzichten. Der irische Ministerpräsident hat nun, wie wir gestern schon berichteten, gar keinen Zweifel daran gelassen, daß es eine Rückkehr zu der alten Zeit nicht gibt, und daß jeder Versuch, einen Druck auf Irland auszuüben, zu Blutvergießen führen müßte. Das ist vollkommen eindeutig und klar. Hier und da taucht zwar in der englischen Presse noch der Gedanke auf, durch Dermittlvnoi Amerikas ein Geschäft mit Irland machen zu können, ehtt Hoffnung, die sich sehr schnell als trügerisch erweisen wird. Solche Nachrichten werden wohl auch nur verbreitet, um die Aufmerksamkeit davon abzulenken, daß London auch hier eine diplomatische Niederlage erlitt, macht sich doch sogar in eng­lischen politischen Kreisen eine gewisse Kritik an Churchill geltend, die ihm vorwirft, unklug gehandelt zu haben, da er die Antwort de Valeras hätte voraussehen müssen-.

Wohin London auch blickt, es zeigt sich nirgends der geringste Lichtblick, die Schwäche der englischen Pofi- tion wird immer deutlicher, im Mittelmeer wie im Atlantik, vom Kanal und von der Nordsee ganz zu schweigen. E s g i b t keine Chancen mehr für England, es gibt nur noch die radikale Entscheidung, die England selbst herausge­fordert hat und die es haben wird. Der Sieg Deutschlands wird am Ende dieses Kampfes stehen.

Unter dem Druck der Tatsachen

Von Fritz Günther

Die Z w i s ch e n b i l a n z, welche das Oberkommando der Wehrmacht in dieser Woche über die Versenkungs­ziffern im Handelskriege gegen England mit über geben Millionen Bruttoregistertonnen vernichteten feind- lichen oder dem Feinde nutzbaren Schiffsraum feit Kriegs­beginn gab, wovon allein in den letzten beiden Monaten 1,3 Millionen BRT. versenkt wurden, ist in wenigen Tagen be­reits wieder überholt worden. Überwasserstreitkräfte, Unter­seeboote und Verbände der Luftwaffe haben durch ihre kühnen Angriffe aus Geleitzüge der britischen Handelsflotte dem Feinde täglich so erheblichen Schaden zugefügt, daß sich die F o l g e n m bezug auf die Versorgung der Insel mit lebens­wichtigen Rohstoffen und Nahrungsmitteln nun auch von den größten Optimisten der englischen Schönfärber um Churchill nicht mehr länger verheimlichen lassen. Dabei ist zu bemerken, daß sich die Angaben des Oberkommandos der Wehrmacht immer nur aus die tatsächlich versenkten, also völlig aus­fallenden Schiffe beziehen und die getroffenen, also mehr obgj weniger stark beschädigten und damit für längere Zeit oder völlig ausfallenden Fahrzeuge, nicht berücksichtigt werden. An dem Beispiel der 86 000 BRT., die unsere Uberwasser- streitkräste mit der völligen Vernichtung eines großen Eeleit- S im Nordatlantik, auf der wesentlichsten, dem Feinde

r noch einigermaßen sicher erscheinenden Nachschublinie versenkten, möchten wir einmal gewichts- und mengenmäßig den U m f a n g einer solchen Katastrophe und ihre Bedeutung erläutern. 86 000 BRT., das sind rund 100 000 Kewichts-

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