Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 7. November 1948
Wiesbadener Nachrichten
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Und nun nächstens zur Sartorius kraße.
Momentaufnahmen:
Lebensfreunde.
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Tankstelle und de., ihre Torfahrten in
) Zurcherstellung von Qualitäts-Cigaretten verwendet man ausschließlich die oberen Blätter der Tabakpflanze, die der Sonne besser ausgesetzt sind und erst geerntet werden, wenn sie ganz durchreist sind. Vor der Verarbeitung werden sie noch 2—3 Jahre gelagert.
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Serge auch Du Dafür, Saß auch Dieses Winterhilfe* werk erneut Der Welt gegenüber eine Demonpration unseres unlösbaren Gemeinschaftssinnes unD Der gemeinsamen Pflichterfüllung wird.
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Salzbach st raße
öerufskleidung kann noch fo verschmiert, verölt oder verkrustet fein— ImI löst alles und reinigt gründlich. iMi macht beim steinigen der öerufs- Kleidung die Verwendung von Waschpulver und Seife überflüssig.
Gute Cigaretten enthalten nur volldurchreifte Tabake^)
Seite 4 Nr. 263
Etwas unterhalb der Landstraße nach Frankfurt kam bis vor hundert Jahren von Westen der Wellritz-, auch Drudenbach aenannt, von Nordwesten der Dendel- oder Warme Bach, der Schwarzbach von Norden und der kurz vorher in diesen von Osten her eingemündete Rambach. Nach Süden hin »um Rhein floß alsdann der aus diesen Bächen gebildete Salzbach. Bon ihm ab zweigte der Mühlgraben, und ein Stück dieses Mühlgrabens bildete einmal die im Schatten des Hauvtbabnhofs gelegene Salzbachstrabe. Sie ist mit einer Tankstelle und den Rückseiten von Lagerhäusern besetzt, die X;—..X7..X.. "... der Gartenseldstraße haben. Am Rand einer handtuchschmalen fettgrünen. aber spärlichen Grasnarbe stehen eine Reibe schmächtiger Bäume. Das Pflaster ist holprig und vom Rauch der Lokomotiven geschwärzt. Der Seiteneingang des Bahnhofs bedingt tagsüber einigen Verkehr.
Jugend bringt Freude
Dank an unsere tapferen verwundeten Soldaten
In ein hiesiges Reierve-Lazarett trug am Mittwoch- nachmittag wieder einmal die Jugend Freude herein! — Es ist für den stillen Beobachter immer wieder packend, mit welchem edlen Eifer, mit welcher Hingabe die Mädels und Jungen heute ihr Teil beitragen wollen, irgendwie und irgendwo zu helfen, die Kraft ihres Herzens und Gemütes umzusetzen in das schlichte Geschenk ihrer jugendlichen Bereitschaft: Freud? zu bringen. Immer erfüllt und immer da zu sein, das zu geben, was sie können, sich zu geben in ihrer Art. um denen einen kleinen Sonnenstrahl.
ein stilles Lächeln zu schenken, für die wir alle nicht Dank genug haben können und müssen: unseren tapferen verwundeten Soldaten.
Das Fähnlein 7/80 und die Jungmädelgruvve 7/80 hatten sich zuiammengetan mit Spiel und Gesang und mit kleinen Gaben, Äpfeln. Gebäck und Zigaretten, die Verwundeten zu erfreuen, was ihnen restlos gelang. Denn selbst der schwerkranke oder operierte Soldat vergab vielleicht in diesen beschwingten Stunden, da deutsche Jugend ihr bestes Herzenswollen und -können für ihn gab. die Schmerzen em wenig und lab eine Brücke, über die Schwere des eigenen Schicksals wieder hinzufinden zu einem ersten Lächeln. Die Gänge hallten wider von den frischen, jugendlichen Stimmen. Im Wechsel oder auch gemeinsam brachten die Mädels und Jungen ihre Lieder zu Gehör, exakt und lebendig. die Marsch- und Fahrtenlieder der deutschen Jugend des Dritten Reiches und alte bekannte Volksweisen, begleitet von Ziehharmonika und teilweise auch Mundharmonika. Von der Ziehharmonika hörten wir auch einige flott gespielte Soli. Der Funke sprang zündend über: eine junge Hilfsschwester, die vorübereilte. Besuch, der die Treppen berauskam. vom Ausgang heimkehrende Soldaten, alles summte die Melodien mit. Die Verwundeten, von denen die Wegfertigen in die Gänge herausgekommen waren, wurden weiterhin erheitert und erfreut mit dem netten Vortrag kleiner Singspiele, lustiger Zwiegespräche und humoristischer Dialektverse. 'Solche herzerauickenden Stunden, geworden aus ehrlichem jugendlichem Wollen und Eifer tragen Lohn und Dank in sich selbst: — ..denn die Freude, die wir geben, strahlt in's eig'ne Serz zurück!" A. P.
— »Mehr Kilometer im Tank." Das ist der Wunsch jedes Kraftfahrers. Das weiß auch der DDAC. und deshalb bat er unter diesem Titel ein Buch herausgegeben (Breiden- stein-Verlagsgesellschaft. Frankfurt a. M.). in dem Wolf A. Doernboeffer 200 Ratschläge zur Kraftstoff- erivarnis bei Kraftfahrzeugen erteilt, die von Ingenieur L. Pinder mit 38 schmissigen Zeichungen versehen worden stnd. Kraftstoffsparen bedeutet wirtschaftlich fahren. Aber sparen wird nur der Fahrer, der Motor und Wagen regelmäßige Pflege zuteil werden läßt, der über Kenntnisse der Betriebsmittel verfügt, und vor allem richtig zu fabren verstebt. Uber alle diese Erfordernisse plaudert das Buch. Es gibt aber auch Auskunft über die Beseitigung von Widerständen, die einen erhöhten Kraftstoffverbrauch bewirken. über den Einfluß des Wetters auf den Kraftstoffverbrauch und ermöglicht mit Hilfe eines Schlagwortverzeichnisses schnell Fehlerquellen und Faktoren zu ihrer Beseitigung aufzufinden. Jeder Kraftfahrer wird Nutzen aus diesem Buch ziehen. p.
— Herbert Bolck. der Verfasser der aufsehenerregenden Bücher „Rebellen um Ehre". „Die Wölfe". „DI und Mohammed". spricht am Sonntag im kleinen Saal des Kurhauses im Rahmen des Deutschen Volksbildungswerkes über das Thema „Öl und Mobammed". Als Fernvatrouillen- führer in Belgien und Frankreich 1914 erkennt Herbert Volck schon die Überlegenheit der Motorisierung bei den feindlichen Heeren und wird so für den Begriff „Öl und Benzin" durch sein Kriegserleben geschult. Hier bereits wird in Volck der Keim zu seinem späteren wirtschaftspolitischen Handeln in Asien bis zur Eroberung des Kaukasus und der russischen Ölquellen von Baku gelegt. — Als Fliegeroffizier wird Volck in Rußland abgeschossen. 1916 macht er seine erste Flucht als russischer Student bis zum Baikal-See und marschiert von dort als Pelzbändler 1800 Kilometer durch Süd-Sibirien über das Altaigebirge in die Mongolei. Aber wenige Tagemärsche vor der chine- stschen Mauer wird er von Kosaken wieder eingefangen. Im Militärzuchtbaus von Irkutsk faßt er wieder den phantastischen Entschluß zur Flucht und schlägt sich 33 000 Kilometer durch Sibirien zum Kaukasus durch, um bier als - deutscher Agent seine Hand in gefährliches politisches Unternehmen zu stecken, um die reichen Öllager des Kaukasus für Deutschland zu gewinnen. Die Vorarbeiten Herbert Volcks führen im Sommer 1918 zur Besetzung des Kaukasus durch deutsche Truppen. Der Zusammenbruch im November 1918 beendet die interessanten Kämpfe auf diesem von Herbert Volck erschlossenen Kriegsschauplatz des Weltkrieges.
Geistige Buchführung
Buchführung ist immer eine Anerkennung der alten Volksweisbeit: Wer schreibt, der bleibt. Ob der Voll- oder Mirrderkaufmann doppelte, amerikanische oder einfache Buchführung verwendet, der Handwerker den Bestimmungen gemäß durch seine Buchführung Klarheit über den Erfolg seines Betriebes gewinnt, ob de: sorgsame Hausvater seine Kalkulationen im Oktavheitchen niederlegt, oder ob die Hausfrau im Saushaltungsbuch sich über Soll und Haben Klarheit verfchafft: Immer steht die Mahnung dahinter. „Wer schreibt, der bleibt". Für den Austausch der materiellen Werte ist das so selbstverständlich, daß man den als leichtftnnig bezeichnen würde, der in diesen Dingen keine Genauigkeit kennt. Nun besteht aber das menschliche Leben nicht nur aus Berufsarbeit und Geschäft, sondern ein jeder bat auch ein paar Stunden, in denen er seine Seele sich auf freigewäblten Gründen tummeln läßt. Welcher Art Re stnd. das bestimmen versönlicke Anlagen oder erworbener Geschmack. Unbestritten wird wohl bleiben, daß die Lektüre tmmei noch den größten Markt für den geistigen Austausch darstellt. Aber wenn man feststellen könnte, wie viele Menschen stch über den Umsatz an geistigen Werten, der von ihnen, nur im Laufe eines Jahres, betätigt wird. Rechenschaft geben, bann würde man zu kläglichen Ergebnissen kommen. Run wird man nicht daran denken, daß sich jemand über jegliche Lektüre schriftlich Rechenschaft geben soll: aber wir lesen doch manches gute Buch, das uns Anlaß zum Nachdenken gibt. Nach wenigen Monaten müssen wir meist feststellen, daß wir Buck und Verfasser und die schönen Gedanken vergessen haben. Wollen wir da nicht lieber ein bißchen geistige Buchführung treiben? Es ist gar nicht so schwer und zeitraubend, wie es auf den ersten Augenblick aussieht. Man muß ssck zuerst scharf die Svoren einsetzen, damit einmal der erste Anlauf, gelingt, und es wird auch eine Zeitlang dauern, bis die Tinte richtig flüssig wird oder der Bleistift nickt immer tückisch abbricht. Aber wenn man dann irgendwo und wie in der Unterhaltung auf dieses oder jenes Buck zurückkommt, das man unbedingt „gelesen haben muß", bann findet man an seinen eigenen Aufzeichnungen nicht nur eine treue Stütze des Eedächt-
eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe. Stammfübrer Dörr gab hinweisende Richtlinien für diese Arbeit, die dazu führen soll, die Jugendlichen zu Nationalsozialisten und damit zu tüchtigen und zuverlässigen Arbeitern zu rnack-n. Der Jugendbetriebsappell sollte auch im Kriege ein Er- ziehungsfaktor sein. Der Jugendliche wird aus ihm Begeisterung für die Arbeit schöpfen: die wenigen Minuten, die für einen solchen Appell erforderlich sind, dürften von den Betrieben selbst gerne .geopfert werden. Der Gau- iugendwaltet sprach ferner über die Eesundbeitsfübrung. Auch bier darf in. der Aufklarungs- und Betreuungsarbeit während des Krieges keine Pause eintreten. Von dem Jugendlichen wird beute manche Überstunde gefordert und auch erfüllt: es da.rf redoch dabei nicht der Gesundbeits- zustand unberücksichtigt bleiben, wenn nicht einmal später schwere körperliche Schaden auftreten sollen. Der Svort. dem ja die Jugend stets besonders aufgeschlossen gegenllber- tiitt. muß so durchgefubrt werden, daß er nicht nur der Form nach ausgeübt wird, sondern auch tatsächlich dem Jugendlichen dient. Vorbeugen ist besser als heilen: unter diesem Leitwort muß die Eeiundbeitssübrung der Jugendlichen in den Betrieben stehen.
Der stellvertretende Kreisjugendwalter Fleck dankte dem Redner für seine richtungsweisenden Ausführungen und besprach mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Betrieben die .Aufgabenstellung der Wintermonate. Trotz des Krieges wird der in Friedenszeiten eingeschlagene Weg der Jugendbetreuung in den Betrieben weitergeführt werden. W. P
nisses sondern auch einen immer besseren Berater im Urteil. Sobald man nämlich einmal angefangen bat, seine Meinung über das Gelesene niederzuschreiben, sieht man sich auch zu ihrer Begründung gezwungen. Und je mehr wir dieser Pflicht entsprechen, desto mehr wächst unsere Fähigkeit zur Fällung und Begründung eines sachlichen Urteils. Hat man sich aber so ein dutzendmal oder mehr Über das Gelesene Rechenschaft gegeben, bann wirb einem burch Vergleichung erst recht ein neuer Reiz biefer kleinen Arbeit offenbar. Es gibt eine feine unb stille Arbeit, bie darin besteht, sich ernsthaft mit stch selbst zu beschäftigen. Wir wollen das Gelesene verbuchen, dann erst werden gute Bücher wirkliche
Der Soldat blickt aus uns
Zeigen wir uns seiner steten Einsatzbereitschaft würdig
Mut beim Angriff und Geduld beim Ausbarren stnd Tugenden des Soldaten. Jeder unserer deutschen Soldaten an der kämpfenden Front oder in der Bereitschaft zum Einsatz kennt seine Aufgaben und ist jederzeit entschlossen, seine besten Fähigkeiten aüfzubieten. ia sogar Sein Leben zu opfern.
Kein Wunder also, daß es für ibn selbstverständlich ist, vertrauensvoll auf die Heimat zu blicken, von der er wissen möchte, daß sie bereit ist. seine Opfer mitzutragen und durch gleich große Ovferbereitschaft seinen Ovferwillen zu stärken.
Zwar ist es vielen, wahrscheinlich den meisten Volksgenossen nicht möglich, die Opferbereitlchaft anders als durch eine Geldspende zum Ausdruck zu bringen. Aber gerade deshalb ist es die Pflicht eines jeden, die Svende auch wirklich zum Opfer zu machen.
Jeder gereifte Mensch, der schon einmal im Lebenskampf mit sich und der Umwelt zu ringen batte, weiß, von welch entscheidendem Einfluß die wohlwollende Bereitschaft von Freunden und Mitmenschen ist und wie Re den eigenen Handlungen und Entschlüssen Kraft und Ziel geben können.
Am Ovfersonntag wollen wir unseren kämpfenden Truppen jedes Mal von neuem die Kraftquelle sein, indem wir mit der Größe unseres Opfers ihr Vertrauen auf die Heimat stärken, als sprächen wir zu ihr: „Seht auf unser Opfer, wir sind zu allem für Euch und mit Euck Bereit!“ Denken wir daran: am kommenden Sonntag — Ovfersonntag!
Kochen eine Kunst?
Trotz gleicher Rationen verschieden gute Ernährung
Durch die Kriegsbewirtschaftungsmaßnahmen stehen heute jedem deutschen Menschen die gleichen Mengen an Lebensmitteln zu. Verschiedenartig ist jedoch ihre Zubereitung und damit auch ihre Auswirkung, auf . den menschlichen Körper. Wir wissen, daß die Vitaminforschungen seit Jahren im Mittelpunkt von Versuchen stehen. die höchstmöglichen Nährwerte aus den einzelnen Lebensmitteln herauszuholen, wir wissen auch, daß in allen möglichen Formen Aufklärung gegeben wurde und wird. auf. was es bei der Auswertung ankommt. Nahrhaft kochen ist heute keine Kunst mehr sondern das Ergebnis von Unterrick- tungsmaßnahmen. der sich jede für ihre Familie verantwortlich fühlende Hausfrau bereitwillig unterziehen wird. 3m Rahmen einer Versuchsreihe, darüber berichtet Prof. Dr. Wirz im „Vierjahresvlan", find zwei Anstalten lewerls die gleichen Mengen Lebensmittel zur Verfügung gestellt worden. In der einen Anstalt verkochte die Köchin die besten Werte von Kartoffeln und Gemüse, in der anderen war die Köchin bemüht, diese zu schonen und pfleglich zu behandeln. Der Erfolg war der. daß in,der letzteren Anstalt der 0-Vitamin-Sviegel das Dreifache von der Auswertung in der anderen zeigte. Diese,. Erkenntnis sollte allen Hausfrauen Veranlassung sein zu prüfen, ob nach ihrer gewohnten Zubereitungsmethode auch tatsächlich der größte Nährwert erreicht wird oder ob es nicht besser wäre. Altgewohntes gegen neue Erkenntnisse auszutauschen. p.
Die Postbotin
Sie ist die Frau, die alle gerne haben, sowohl die jungen wie die alten Knaben, selbst junge Mädchen und gesetzte Frauen ihr täglich sehnsuchtsvoll entgegenschauen.
Denn Re ist ja mit Mütze und mit Tasche Der belle Lichtschein auf des Alltags Asche.
Von ihr erwartet jeder im Reviere sein bißchen Elüß auf einem Stück Papiere.
Sie selbst natürlich macht parteilos strenge treppauf, treppab flinkfüßig ihre Gänge, in Eile steckt die Post sie in den Kasten, sie hat nicht Zeit, bei fremdem Glück zu rasten.
Sie ist im Dienst, wie draußen die Soldaten, ihr darf, wie ihnen, nickt ihr Werk mißraten, bat sie erfüllt der andern kleines Glück, kehrt Re bescheiden zu sich selbst zurück.
Dann ist sie Gattin und auch Mutter wieder, regt nun im Hause doppelt flink die Glieder, und keiner fragt sie. ob auch ihr vielleicht die Post ein Zipfelchen vom Glück gereicht.
Uns aber, die wir täglick sie erwarten, mit Briefen. Grüßen. Zeitungen und Karten.
ist sie im bunten Wechsel dieser Zeit das schöne Sinnbild der Verläßlichkeit!
Und wenn wir sie auf unfern Wegen sehen, woll'n wir es würdigen und recht verstehen, daß schwer Re trägt an unserem Alltagsglück — zahlt ihr mit Freundlichkeit den Dienst zurück!
Wau-Wau.
Einsatzbereite Jugend
Auftakt der Winterarbeit der Betriebsjugendbetreuung
Auch im Kriege darf die Betreuung der Jugend in den Betrieben keine Unterbrechung erleiden. Wie wichtig diese Arbeit zu bewerten ist, erläuterte der Gaujugendwalter. Stammfübrer Dörr-Frankfurt a. M.. vor den Betriebs- jugenbmaltern und »Malierinnen des Kreises Wiesbaden, die sich zum Auftakt der Jugendarbeit im Winterhalbjahr 1940/41 am Mittwochabend im Kurhaus versammelt batten. Der Gaujugendwalter wies einleitend darauf bin. daß in einem totalen Krieg jeder den Platz voll und ganz auszufüllen bat. an den et gestellt ist. Das gilt auch für die Jugendarbeit. Die junge Generation muß zu einem geschlossenen Block innerhalb der Betriebe werden. Wir haben eine Jugend, die es versteht zu arbeiten und ihre Pflicht zu erfüllen. Für ihre Betreuung müssen sich die Betriebsjugendwalter und -walterinnen einsetzen, denn oft stnd die Väter im Felde, die Mütter an bet Arbeitsstätte und auch die Lehrer und Führer der HI. erfüllen heute Aufgaben. die few ihrer eigentlichen Berufsvflichten liegen. Gegenüber der Friedenszeit haben stch damit in der Führung der Jugend mancherlei Wandlungen vollzogen. Geblieben ist iedock die Erkenntnis, daß alles geschehen muß. um die Jugend politisch auszurickten und Re gesund und arbeitsfreudig zu erhalten.
Was die politische Erziehung innerhalb des Betriebes angeht, so erwächst hier den Jugendwaltem und -walterinnen
fiausfrau, begreife: ini spart Seife!
