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Montag, 28. Oktober 19«

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 254 Sette I

Vermächtnis der Toten — Verpflichtung der Lebenden

Feierstunde und Führerappell der NSDAP. Kreis Wiesbaden im groben Knrhausfaal

Nur die Partei führt

. Die Äkäuner und Frauen des Kreises Wiesbaden d e r N S D ÄD„ die Politischen Leiter, die Amtswaltsrin- nen der RS.-Frauenschaft. die Führer der SA., der H. des RSKK„ der HI. und des BDM. hätten sich am Sonntog- nachmittag un festlichen Rahmen des groben Kurhaussaales zu einer Fererstunde. die den Auftakt zur Winter- £10ett der Partei bildete, zusammenßefunden. 3n üitter Ehrfurcht grüßten die Parteigenossen die Fahnen der Bewegung, die die Stirnseite des Podiums abgrenzten. Der Fuhrerappell wurde eingeleitet mit einer

Feierstunde für die Gefallenen.

Unter der Stabführung von Musikdirektor Vogt klang Wagners „Rienzi -Ouvertüre auf und ihre wuchtigen Klänge leiteten über »u einem chorischen Sviel „Vermächtnis, das in würdiger Weise von der Sing-und Spielschar der Hitlerjugend gestattet wurde. „Heilig die Narben derer, die für uns starben, heilig die blutenden Wunden teuer, die für uns fielen", so kündete ein jugendlicher Sprecher von dem Vermächtnis unserer Toten an die lebende Generation. Markige Worte mr Heldenehrung fand der stell­vertretende Kreisleiter. Pg. Brück. Unser Volk marschiert in,ein ewiges Reich. Der Weg war und ist hart und schwer. Millionen haben dem deutschen Volke durch ihren Ovkertod das Leben bewahrt: die Gefallenen des Weltkrieges, die Er­mordeten der Bewegung die toten Helden des gegenwärtigen Ringens in Oll. Nord und Well, in der Luft und auf dem Meere. Der Geist unserer Toten ist bei unseren Fahnen, er ist überall da, wo deutsche Menschen für ihr Volk arbeiten und Bausteine am deutschen Dome sind. Leise intonierte das Orchester: „Ich hatt' einen Kameraden. . die Hände hoben stch zu Ehren der Gefallenen, die Fahnen sentten llch vor ihrem Ovfer. Mit dem Lied der Hitlerjugend „Auf hebt unsere /rahnen . . .“ klang die würdige Feierstunde zu Ehren der Gefallenen aus.

Brausender Fanfarenruf leitet den

Fuhrerappell

ein, zu dessen Beginn der stellvertretende Kreisleiter das Wort nahm. Einige Monate harter Arbeit liegen hinter den Mannern und grauen der Partei, so führte Pg. B r ü ck u. a. aus. Die mit Kriegsbeginn der Partei gestellten Aufgaben konnten gelöst werden. Die Partei hatte die Ausgabe, die Heimat so zu führen, wie Re der Führer in dem uns auf- gezwungenen Ringen braucht. Front und Heimat sind in diesen Monaten eins geworden. Dor uns liegt die Arbeit für den Winter. Innere Gläubigkeit und innere Bereitschaft wird auch für die Zukunft von jedem gefordert, der sich der Partei

verpflichtet bat. Das Band der Gemeinschatt. das alle Volks­genossen umschlingt, mutz noch enger und fester werden. Die Heimat wird unerschütterlich stehen, mag kommen, was will. Pg. Brück gab sodann dem Reichsamtsleiter Pg. Fried- r i ch das Wort. Der Redner verstand es, in mitreißender Art dem Fübrerkorps der Partei die Marschrichtung der Kriegsarbeit vor Augen zu führen. Grausamer ist wohl noch nie ein Volk enttäuscht worden, wie damals im Jahre 1918. Die Gegner, gegen die die Bewegung in der Kampfzeit anhat: die Juden und Freimaurer, sind auch unsere Gegner von beute. Als der Führer die Macht übernahm, wurde das Programm der Partei zum Programm des Reiches. Nunmehr bat die Gemeinschatt unserer Raffe den Kampf gegen diese Feinde ausgenommen. Heute führen wir den Kanwl der Vernunft gegen die Unvernunft. Die jungen Volker und Reiche haben Kampf angesagt den altersschwachen, faulen und lahmen, jüdisch verseuchten Demokratien und Plutokra- tien. Von ihnen wurde unser Volk herausgefordett. Mit der neuen Ordnung des europäischen Lebens wollen wir die neuen Grenzen schaffen, in denen in alle Ewigkeit das deutsche Volk stolz, unangetastet und zufrieden leben soll. Unser fanatischer Wille gebt dahin, das Schicksal zu meistern. Ehre und Vernunft in Europa wiederherzustellen. Der Red­ner gab in packender Form einen groben Querschnitt durch die Geschichte unseres Volkes. Wo immer Deutschland durch berufene Führer zur Macht und Grobe anstieg. verfiel deren Werk, weil die Organisation der Gemeinschaft versagte und weil das volittsche Führertnm fehlte. Heute aber ist es an­ders. Die Männer der Partei stehen auf der Wacht, damit nie wieder ein dunkler 9. November die Geschicke unseres Volkes zu seinem Schaden beeinflußen kann. Für uns alle gilt das Wort: „Der Führer hat immer recht . Das muh das Fundament unserer Weltanschauung sein. Aus dem Glauben an den Führer, aus der Klarheit unseres Welt­bildes erwächst der Totalitätsanspruch der nattonalsozialistl- schen Weltanschauung. Von dieser Totalität der Weltanschau­ung ist ein kleiner Schtttt Mr Totalität der Führung. Nur die Partei hat kraft ihrer Leistung das Anrecht darauf, das deutsche Volk zu führen. Heute kämpft und arbeitet em ganzes Volk gemeinsam nach dem Willen des Führers^ Kem deutscher Mensch, dem die Aufgabe gestellt ist. dieses Volk, zu führen, kann zwei Weltanschauungen dienen. Der ttefe Glaube an den Führer ist oberstes Gesetz und selbstverständ­lich für das Führertnm der Pattei. In diesem tiefen Glauben und Vertrauen werden auch die Aufgaben des zweiten Kttesswinters gemeistert werden, Die Führerehrung, mit der der Appell endete, war ein begeistertes Bekenntnis der Mäitner und Frauen der Partei, die in dieser Feierstunde neue Kratt schöpften für die Arbeit ant deutschen Volk für unser Grohdeutsches Reich. W. P.

Tatsachen gegen Illusionen

England bleibt nur die Wahl, zu Grunde zu gehen oder zu kapitulieren

Dr. Goebbels in Wien .

die

Wie«, 26. Ott. In der Rede, die Reichsminiller Dr. Goebbels auf einer Großkundgebung in Wien hielt, gab er den Zehntaufenden einen umfaßenden Überblick über die militärische und politische Lage. Immer wieder von stürmischen Veifallskundgebunaen unterbrochen, stellte er der englischen Jllufionskampagne Tatsachen gegenüber und begründete aus ihnen int einzelnen die Gewißheit des deutschem Sieges. Front und Heimat vereint seien fest entschloßen, den uns ausgezwungenen Kamps nicht anders zu beenden als mit dem Siege.

Im Ausland freilich habe man auch heute noch wahren Hintergründe dieses Ktteges keineswegs überall ver­standen. Dort ziehe man vielfach schablonenhaft Parallele mit dem Weltkrieg, .und man nähre dort die Hoffnung, daß Deutschland sich heute wie damals schließlich „todstegen" werde.

Man übersehe dabei aber vollständig, wie verschie­de« von damals die WirkliMeit sei. Denn heute führe Deutschland zusammen mit Italien bereits den größten Teil Europas, Ernährungspolitisch fei es völlig ge­kichert, von dieser Seite aus fei Deutschland überhaupt nicht mehr angreifbar. Seine Vorräte erlaubten ihm. den Krieg erfolgreich durchzuhalten. Auch wirtschaftlich könne man Deutschland nichts mehr an haben; alle nötigen Roh­stoffe stünden ihm in ausreichendem Maße zur Verfügung. Dazu hätten wir einen wahren Überfluß an Waffen und

Munition.

In Deutschland wiße man. worum es in diesem Kampfe gehe. Die Engländer hätten vergeßen, unsere überlegene und geistige Kriegführung in ihre Berechnung einzusetzen. So hätten sie den größten Fehler begangen den man in einem Kriege überhaupt begehen könne: Sie haben uns für viel schwächer gehalten als wir find, sie glaubten, es noch mit Deutschland von 1918 zu tun zu haben. Ja. sie stud völlig falsch über das neue Deutschland unterrichtet ge­wesen. dag Re den Krieg gegen uns in der Gewißheit vom Zaune brachen, in Deutschland werde in wenigen Tagen eine Revolution ausbrechen.

Inzwischen sei freilich auch in England die Erkenntnis durchgedrungen, daß es feine Berechnungen auf einem furcht­baren Trugschluß aufgebaut habe, und auch es fei zu der Einsicht gekommen, daß es einen zweiten 9. November 1918 in Deutschland niemals mehr geben werde.

Des Führers Werk. Deutschlands völkische Eini­gung, so fuhr Dr. Goebbels fort, sollte in diesem Kriege angegriffen werden. Aber heute stünden alle deutschen Stämme zu ihrer Verteidigung bereit. Sie wüßten worum es gehe: um den Lebensraum von 90 Millionen Deutschen.

Bar jeder Vernunft habe London versucht, die sin n- und nutzlose Blockade zu verschärfen: englische Fi e- 0er bombardierten in nächtlichen Anaritten die Wohn­viertel deutscher Arbeiter. Aber auch diesmal hätten die Engländer stch geirrt. Als die deutschen Vergeltuimsangrif.ie mit voller Wucht einsetzten, sei ihnen zu spät die Erkenntnis von der Macht Der deutschen Luftwaffe und von ihrer nieder­hämmernden Wucht zum Bewußtsein gekommen. Nun vrastelten Tag um Tag und Nacht um Nacht harte, sich ewig wieder­holende Schlage über England nieder.

Niemand solle Rch dadurch täuschen laßen, daß der l e tz t e Erfolg noch nicht eingetreten sei. Den Vogen, den man überspanne, breche plötzlich entzwei, ohne lange vorher all­mählich Rch answeitende Riße zu zeigen. Ebenso habe auch England nur die Wahl, zu Grunde zu gehen, oder zu kapitulieren. Es sei völlig undenkbar, daß England überhaupt noch weiter kämpfen könne, wenn es auf der anderen Seite schon offen zugeben müße, daß hier oder dort Rch eine BruMelle abzuzeichnen beginne; ein solches B e- kenntnis wäre vielmehr bereits gleich­bedeutend mit dem endgültigen Zusammen- b i u d).

Dr. Goebbels fiifirte weiter das Beispiel eines Fault- kampfes an. mit Schlag und Gegenschlag. Geben und Nehmen. Nur selten geschehe es. daß ein Faustkämofer durch völligen Niederschlag unterliege, ohne daß fein: Gegner auch mutig und unter gewißen Opfern gekämpft habe. Nur der Fachmann vermöge schon in den ersten Runden die Überlegenheit des einen Kämpfers über den anderen klar zu erkennen. Bis zur Aufgabe werde iebenfaös auch der Betreuer des schwächeren und unterliegenden Partners feinen Mann aut alle nur mögliche Weise zu ermutigen und zu stärken suchen.

So scheine auch Churchill heute wie em Manu, der feinen Kämpfer durch eine großangelegte II l u f ions- kampagne sozusagen zu massieren suche: „Berlin ist zer­stört". „Hamburg ist pulverisiert", jeden Tag erfinde er neue drastischere Lügen, um die Welt zu EnglandsEunsten zu beeinflusse«. . .

Vielleicht hoffe er, so noch iur einige Zett tn der Wett den Eindruck zu erhalten, daß es Rch bei dem Kampf zwischen

Deutschland und England um ein ungetahr gleichwertiges Duell handele, bei dem Beide Partner etwa gleichgroße Schäden hinzunehmen hatten. Wenn die Welt erst einmal davon Kenntnis genommen haben werde, wie „die Chancen des Sieges int einzelnen verteilt feien, dann wurden freilich unter dem Eindruck dieser Tatsachen die englischen V e r- schl ei erung s ver snche in sich zusammen» brechen.

Neuerdings konstruierten die Engländer Siege dodurch, daß sie mißglückte deutsche I nv as tons v e r su che erfänden, die in Wirklichkeit niemals und nirgends st a 1t- gefunden hätten, die die Engländer aber trotzdem zunichte gemacht haben wollten.

Der Führer, so betonte Dr. Goebbels, hätte es dem­gegenüber nicht »Stig, sich kein Handel« von Prestigefragen diktieren zu laßen. Er habe bisher immer nach dem Grund>atz gehandelt: L a « g e B o r b e r e, » langen, aber kurze Kriege. Biele Monate hatte er

„Der Wille des Führers ist für alte Soldaten Befehl"

Kameradschaftsabend ehemaliger 87er

Zur Feier des 34. Geburtstages veranstaltete die Kameradschaft ehemaliger 8 7er einen Kanterad- schattsabend in der „Wattburg. Mit echt militärischer Pünktlichkeit eröffnete um Punkt 16 Uhr die Kapelle unseres Heimatregiments die Feier mit dem Marsch „Alte Kamera­den". Dieser Marsch von Teile paßte mit seinem Text so recht zu den Gedanken und Erinnerungen der alten Kameraden. Nach der Festouvertüre, bei der der Regimentsmusikzug be­wies. daß er nicht nur Meister im Spielen der straffen Sol­datenmärsche. sondern auch der ernsten Musik ist, weckte Schriftführer Mund in seinem mit echt soldatischem Schneid vorgetragenen Vorspruch. den er selbst verfaßt hatte, die Er­innerungen der alten Soldaten. Er gedachte der Gefallenen und erklärte. Ehrfurcht vor den Toten sei Soldatenpflicht, aber düstere Klage sei nicht am Platze: Wir werden das Ver­mächtnis oer Toten erfüllen. Nach dem Indramarsch, dem alten Parademarsch des Regiments, mit Fahneneinmarsch, erfolgte die Festansprache des Kameradschattsmhrers Meyer. Er begrüßte die zahlreichen Gäste, besonders herrlich Ver­wundete. die auch zu der Feier erschienen waren. Der Redner gedachte der alten Soldatenzeit und der Zeit Deutschlands tiefster Erniedrigung, in der stch die ehemaligen 87er zur Kameradschaft zusammenschlossen, um den alten Soldatengeist zu erhalten. Er rief dann aus: „Der Wille unseres Führers ist für uns alte Soldaten Befehl!" Nach dem Parademarsch des neuen Regiments sprachen der Vertteter des Reichs- kriegerbundes und der stellvettretende Bundesiubrer Kleng (Frankfurt), der dem 73jährigen Kameraden Rank die Ehrennadel anfieftete. Schießwart Steinmetz zeichnete dann verdiente Schützen aus. wo sich Kamerad Meyer den Wandervreis holte. Mit einem schneidigen Marsch fand die recht wirkungsvolle Feier ihren Abschluß. Den zweiten, ge­mütlichen Teil bestritten die Regimentskavelle. der 12iahnge Äkkordeonvirtuose Kuhn und die Kameraden Blum und N e i ß t. Alle Darbietungen wurden mit dankbarem Beifall aufgenommen. —ik.

Wider die angelsächsische Bevormundung der Welt

Die neueste Filmwochenschau

Die Bilder der Woche bringen diesmal vor allem Aus­schnitte von innerdeutschen Ereignissen. wie das ergreifende Staatsbegräbnis für den Admiral Trotha, die Überreichung der Erntekrone an den Führer durch deutsche Frontbauern, und bart neben den Bildern von der Ernte und einer be­lehrenden Zwischenbemerkung über den Näbrwett des Voll­kornbrotes glänzen die Bildwerke deutscher Bildhauer. Während am Brocken die Motor-HI. eine Leistungsfahrt veranstaltet, fahren, von KdF. betreut, Verwundete in die oberbayerischen Berge und Kinder nehmen Abschied, von ihren Eltern in Berlin, die erweiterte Kinderlandverschickung schickt ste in deutsche Gaue.

Die Wochenschau bebt an mit Bildern von der Vurrna- straße. zeigt in einer überwältigenden Szene, wie auf den weiten Feldern der Dobrudfcha bulgarische Kavallerie und bulgarische berittene Bauern sich stürmisch und befreit be­grüben. Aufmärsche in Bukarest und Padua, grüßt dort aus schwarzem Transparent der Kopf des ermordeten Codreanu, hunderttausend vor Antonescu aufmarschierte Erünhernden. so ist es hier der Duce, vor dem zebniaufende Jung-

den Provokationen der Pole« scheinbar tatenlos zugeschaut: in 18 Tagen sei Polen bann zu Boden geschlagen worden. Einen Winter lang habe an der Westfront scheinbare Rahe geherrscht; dann sei Frankreich in wenigen Wochen erledigt gewesen. Wenn die Engländer jetzt behaupteten, die Zett, der deutschen Erfolge sei vorüber, so.beginnen ße.damit erne« fundamentalen Irrtum, den Re eines Tages bitter bereue« würden. , , ...

Der deutschen Wehrmacht gebühre der Dank und.die Bewunderung des ganzen deutschen Volkes. Durch ihre Heldentaten haben Re die Welt in höchstes Erstaunen versetzt. Weit durch feindliche Länder hindurch habe Re den siegreichen Krieg getragen; von Narvik bis zur Biscaya schütze Re heute bos IRcicb *

3n ruhmvoller Tapferkeit habe unser Seer neue. Helden­taten an die alten gereiht: unsere junge Kriegsmarine habe mit bewundernswertem Mut Englands, «rlotte angegriffen und ihr schwerste Schäden zugefugt. Unsere unvergleichliche Luftwaffe aber sei in rastlosem Einsatz die eige«t- liche Trägerin unseres bisherigen Kampfes gegen England.

Dr. Goebbels schilderte die Eindrücke, die er selbst kürzlich bei einem Besuch von unserer Luftwaffe gewonnen habe. Er zeichnete ein Bild von den jungen Männern, die todesver- schtend, unpathetisch, immer einsatzbereit, in vorderster Front den Kampf gegen das englische Weltreich führen. Die Heimat müße stch stets vor Augen halten, daß ihr täglicher Ein­satz Höch st er Heroismus fei . .

Aber auch die Heimat f e l b ft verdiene Lob und Dank. Sie habe in straffster Dittiolin alle notwendig ge» wordenen Maßnahmen willig auf sich genommen und durch­geführt. und dabei eine bewundernswerte Opfer» bereitschaft bewiesen. Eine Milliarde Reichsmatt habe Re Bisher allein für das WöW. und das Deutsche Rote Kreuz freiwillig aufgebracht. Ohne zu murren, habe sie dre llnbe- guemlichkeit des vergangenen kalten Winters auf sich ge­nommen. . , _ ,

In tadelloser, bewundernswerter Hal­tung Begegne die Bevölkerung im Westen des Reiches und ebenso die Bevölkerung der großen Küstenstädte oder der Reichshauptstadt den nächtlichen £uf talarmen, ..ohne sich im geringsten dadurch Beirren zu laßen. In den Stadien Des Reiches, die in der glücklichen Lage feien, überbauet nichts von feindlichen Fliegerangriffen zu merken, bürte man Besonders erwarten, daß Re sich in ihrer Gläubigkeit. Disziplin und Dankbarkeit von niemanden übertreffen ließen,

Worte höchsten Lobes fand Dr. Goebbels für die Hal­tung der Frauen und Kinder und mochte stch dann zum Dolmetsch des Dankes der Motion an die zahlreichen Hilfsorganisationen, an WHW.« MSV.. Luftschutz und SHD. Die Heimat habe sich der Front würdig er» wiesen, stellte er abschließend fest; das deutsche Volk sei unbesiegbar geworben. , ,

Am 9. November 1918 fei unser Volk zufammengeBrochen, weil es kurz vor der letzten ProBe die Nerven verlor. Deutschland habe diesen Zusammenbruch mit fast 29 Jahren nationalen und sozialen Unglückes Bezahlen müßen.

Den Weg aus der Not habe uns der Führer gewiesen: M habe im Volke selbst die Kraft zur Wiedergeburt ge­funden. Heute habe das deutsche Volk mit denen vom November 1918 nichts mehr gemein. Unser bamaliaes Ver­sagen wollten wir diesmal wieder gut machen. Herr Churchill könne stch seine Flugblätter und Rundfunkreden sparen:.er predige in Deutschland tauben Ohren, man höre ihn nicht einmal an. ... , ,. ,,,,

Deutschland werde kämpfen, bis die englische Pluiokratie am Boden liege, und dem deutschen Volke werde dann Freiheit, Leben und SosiaHsmus gegeben werden. Das fei die große Lehre des Nationalsozialismus.

Es fei noch gar nicht fo lang« her. daß ein englischer Lord feinem Volke versprochen habe: „Ihr werdet einen reizenden Krieg erleben. Aus dem „reizenden Kriegs' sei für England ein Krieg der Illusionen geworden, und ohne reden Zweifel werde für London daraus ein Krieg des Zusammen­bruches werden. _ . ~ . _.

Für uns aber fei dies em Krieg, der wir mrt dem Siege enden werde. Die Verantwortung dafür trügen wir alle. Um den Führer schare stch, besonders i« diesen Wochen, in Liebe und Treue das ganze deutsche Volk. Es wolle ihm helfen, wo und wann es nur könne, und es erneuere dabei das Ge­löbnis: „Führer befiehl, wir folg««!-

Faschisten des Jahrganges ..Marsch auf Rom" vorübermar- schieren. Ein einheitlicher Wille beginnt uns allen immer stärker sichtbar und immer schärfer in Erscheinung tretend, das Neue vorn Alten abzufetzen. am stärksten sinnbildlich gemacht, in der Sand des unbekannten italienischen Sol­daten. der den Union Jack von der Stange reißt: Italiens Flagge steigt über Casalla empor. Bilder aus Oslo, wo dieses Jahr das erste Mal das Erntedankfest gefeiert wurde und Bilder aus dem Westen, wo ein für deutsche Kriegs­gefangene ursprünglich bestimmtes Lager gefangene Fran­zosen beherbergt, aus Paris, wo das Fahrrad im Straßen­bild vorherrscht. Bilder, die. von den Leistungen unterer Brückenbauvioniere künden, leiten über zu packenden Kamvf- szenen aus Attika. Clinger brennen in Haifa und Mittel- England. Die Luftwaffen Deutschlands und Italiens streiten Seite an Seite um die Befreiung der Welt von der angel­sächsischen Bevormundung. e.

Altpapier» Metalle «Alteisen

— Ernst Lindner t. Der Konzertmeister und vreußifche Kammervirtuose Ernst Lindner, der nahezu 37 Jahr« als Mitglied dem hiesigen Staatstheaterorchester angehorte. starb am Samstag nach kurzer Krankhett an Lungenentzündung. Bei vortrefflichen Meistern ausgebildet, studierte Herr Lind­ner in Breslau Paris und Leipzig. In Leipzig raufte et als Konzertmeister der Lifzt-Dereinskonzette unter Richard Strauß. Weingartner. Zumve und Siegfried Wagner. Seit 1896 unter 52 Bewerbern nach Wiesbaden berufen, zeichnete sich der sympathische, allgemein beliebte Künstler durch hohe, edle Musikalität aus. Sein Sviel begeisterte durch gesang- reichen Ton und seelenreiche Wärme im Vortrag. Bei fernen Schülern als tüchtiger, vortrefflicher Lehrer feinet Kunst wird er unvergessen fein.

— Auszeichnung. Der Obergefreite Arthur Schlosser, Feldstraße 26 und (befreiter Matthias Mamminger, Nerostraße 32 wurden mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Kl. mit Schwertern ausgezeichnet.

— Aufsichtspflicht in der Schule —. vor Schulbeginn. Es ist eine Erfahrungstatsache, daß Schulkinder, nenn sie fick unbeaufsichtigt fühlen, in den Klassenraumen gern Unfug treiben, insbesondere Streitigkeiten ausfechten. Den stch daraus für die Kinder ergebenden Gefahren kann — wie das Reichsgericht in einer beachtlichen Entscheidung ausführt — nur durch eine Aussicht Des Lehrers begegnet werden. Diese Aufsicht hat unter Umständen schon, vor dem eigentlichen Schulbeginn einzusetzen. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn es stch um ländliche Bezirke handelt, aus denen die Kinder in Anpassung an Verkehrsmittel oft schon eine halbe Stunde vor Beginn des Unterrichts eintreffen. Eine Verfügung der zuständigen Regierung in A. verlangt des­halb. daß der Lehrer 15 Minuten vor Beginn des Unter­richts im Schulzimmer zu fein hat. Treffen aber mehrere Kinder schon eine halbe Stunde vor Beginn des Unterrichts ein. so begründet das für die Schulleitung eine Amts­pflicht. für eine genügende Beaufsichtigung der Kinder auch während dieser Zett zu sorgen. „Reichsgerichtsbriefe". (III 89/39.)

— Unfall. Ecke Vittoriastraße und Frankfurter Straße rutschte eine Frau io unglücklich aus. daß sie einen Ober­schenkelbruch davonttug und ins St.-Josefsbospital gebracht werden mußte.