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88. Jahrgang

Freitag. 25. Oktober 1940

Nr. 252

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8. Schellmderg'lche S-chdrmKrrt. ^ragU-tt.

Vernivrechor-Sammel-Nr 59631 Drahlanichrstt Zagblatt SOieebairen. PoMch«kr»nlo Frankfurt a. M Nr. <405.

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Nervöses Interesse Londons

Aussprache Führer - Caudillo das Hauptthema der englischen Presse

Genugtuung in Madrid und Rom

-se Kntwidiuna ist. Hatte man eben noch itischen Cffenlfoe Englands, gesprochen, Eoens nach Ägypten als großes ($retgnts

nzeichnet die uorroonet irikanischen Agentur. aus

nimmer.

liegen.

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iiirststellung. da» im Morgensrauen auch tn Schottland cmgearmen worden

Britische Brutalität gegen eigene Kameraden

Die überlebenden des „Fstigzengträgers Glorious" liehen sie hilflos ertrinken

New Bork. 25. Ott. (Funkmeldung.) Wie die arnert- kanische Agentur Associated Preß aus London be­richtet. wurden im britischen Parlament bittere Fragen wegen des Verlustes des Flugzeugträgers ..Elorivu^ (22 aOO Tonnen) gestellt, der bekanntlich am 8. Juni d. 3. tm Novd-

erwartet wurde, traf mit Vizepräsident t am Bekvrechnngsort ein. Ein

Botschafter Abetz etroai

Laval im Kraftwagen Bataillon des Heeres erwies dem französischen Marschall durch Präsentieren die Ehrenbezeigung. Am Eingang zum Bahnhofsgebäude empfingen der Reichs­minister des Auswärtigen von Ribbentrop und der (Ebef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeld­marschall Keitel, mit dem Chef des Protokolls, Gesandte« von Doeruberg. die französischen Staatsmänner und geleiteten sie zum Sonderzug, wo der Führer vor seinem Wagen den französischen Siaatsches erwartete. Im Salon­wagen des Führers nahm darauf die Besprech««« ihren Anfang.

Rach Beendigung der Besprechung geleitete der Führer den französischen Staatschef zu seinem Wagen. Auch bei der Adiabrt wurden Marschall Petain mtlitärische Ehren­bezeigungen erwiesen.

Reichsminister Dr. Frick m Warschau

Warschau, 24 Ott. Reichsinnenminister Dr. Frick traf am Donnerstag tn Begleitung von Staatssekretär Dr. Stuckart und einigen Herren des Reichsinnenministeriums zu einem kurzen Besuch in Warschau ein. Im Anschluß an die War­schauer Besprechungen wird Reichsminister Dr. Frick am Donnerstag nach Lublin weiterreisen.

Der Führer empfing Marschall P^tain

Aussprache in Gegenwart von Ribbentrops und Lavals

Glasgower Stärkefabrik explodiert

New York, 25. Olt (Funkmeldung.) Nach hier einge­troffenen Meldungen ist eine mitten in der schottischen Hafenstadt Glasgow gelegene Stärkefabrik explodiert Anschließend brach Feuer aus. 10 Personen wurden getötet und 28 verletzt Der Grund der Explosion ist bischer angeb­lich noch unbÄannt.

Bomben auf Berliner Wohnviertel

Berlin, 25. Oft (Funkmeldung.) In der Rächt zum 25. Oktober griffen britische Flugzeuge die ReiÄshauvi- siadt an. Ein Teil von ihnen wurde durch das Abwehneuer der Flakartillerie vor Erreichen des Weichbildes tn nördlicher und südlicher Richtung abgedrängt. Rur etngel ne n Fl u g- zeugen gelang es. das S t a btt nne r e zu überfliegen. Sie warten durch die tiefe Wolkendecke an mehreren Stellen Äreng- und Brandbomben aut Wohnviertel. Arbeitersiedlungen und Wohnlauben ab. Ein Krematorium wurde durch eine Sprengbombe ge­troffen. Es entftanben mehrere Brände, die gelöscht werden konnten. Ferner gab es einige Verletzte.

Zwei britische Flugzeuge wurden bererts aus dem Einflug abgeschossen.

meer von den weittragenden Geschützen deutscher Schlachtschiffe zum Sinken gebracht wurde. Es wurde gefragt, warum keine „angemesienen Maßnahmen" getroffen worden seien um die vielen Hunderte von Überlebenden zu ret­ten. die noch 48 Stunden lang auf Flöhen Herumgetrieben seien. Zwei Labour-Abgeordnete gingen in ihrer erbitterten Kritik sogar soweit, die Einsetzung eines Kriegs­gerichtes zur Untersuchung der skandalösen Vorgänge zu fordern. Der Finanzsekretär der britischen Admiralität. Warrender. versuchte sich berauszureden. muhte aber schließlich doch zugeben, daß britische Kriegsschiffe und Flug­zeuge dicht an den Flöhen oorbeigekommen seien, ohne sie zu beachten. (!)

Im Anschluß an diese Aussprache, die in peinlichster Weise die englische Rücksichtslosigkeit und Brutalität sogar gegenüber den eigenen Kameraden enthüllte, fanden Gebeimsitzungen des Ober- und des Unterhauses statt, in denen, wie verlautet, das völlige Versagen der britischen Luftverteidigung in zahl­reichen Anfragen kritisiert wurde.

3« Frankreich. 24, Oft. Der Führer empfing am Donnerstag den französischen Staatschef und Präsidenten des französischen Ministerrates Marschall P.etat«

Bei der Besprechung waren der Retchsmtntster des Aus­wärtigen von Ribbentrop und der Vizepräsident des französischen Ministerrates L a v a l zugegen.

über de« Verlauf der heutigen Begegnung des Führers mit dem französischen Staatschrt Marschall Petat« erfährt das DRB. noch folgende Ei«zelbe11en:

Die Besprechung des Führers mit dem französischen Staatschef Marschall Petain in Gegenwart des Vize­präsidenten des französischen Ministerrates Laval und des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop fand am Donnerstag am späten Nachmittag tm Sonderzug des Führers auf einem kleinen Bahnhof tm besetzten Gebiet statt.

Marschall Pötain. der an der Demarkationslinie von

Flammen gesetzt, ebenso zahlreiche Xanfmaeen. An einer anderen Stelle blockierte ein Riesenkrater längere Seit sämt­liche Gleise, die tn ein lebenswichtiges Industriegebiet führten.

Auch die von Associated Preß berichtete Tatsache, daß das britische Arbeitsministerium einen Aufruf an bte Bau­arbeiter gerichtet hat. sich zur Beseitigung von Bomben­schäden zu melden, spricht eindeutig für bte gewaltigen Ver­heerungen. bte täglich neu als Folge ber deutschen Angriffe eintreten.

New Aotk, 25. Oft. (Funkmeldung.) In demLericht

Mittwoch, bte bekanntlich infolge ungünstiger Wetterlage nur beschränkten Umfang batten — tm Stadt­gebiet von London neben Gebäuden aud) Industrieanlagen getroffen wurden. Bomben seien auch in Kent. Samts61.r e unö in Teilen der Eranchalt Somerset, gefallen- Die bmerikanische Agentzr Associated P^eß erganzt, dreie Angaben mit bei Feil zehn Berufe t~ -----

Rühmloser Niedergang

Von unserem römischen Vertreter Dr. Guttau Eberlein

Rom, Ende Oftober.

Seit Monaten bat die Hauptstadt keinen Fliegeralarm mehr erlebt. Soeben ist zwar vorsichtigerweise der Küsten­strich am Tbyrrenischen Meer in 15 Kilometer Brette und bte ganze Provinz Rom als Kriegsgebiet erklärt worben, aber am Tiber gebt das Leben seinen gewohnten Gang unb waren die Kunstdenkmäler und Kolonnaden nicht mit Sandsacken verhüllt, würde nichts an den Krieg erinnern.

Jedes zweite Fenster öffnet sich nach dem Meere, aber die Leute mögen noch so neugierig sein „und bte besten Marinegläser vor die Augen setzen, sie erspähen keine Mast­spitze der meerbeherrschenden Flotte Albions. Vor einem Jahr um diele Zeit wollte sie Italien so nebenbei ltgutdre- ren. vor einem halben Jahr nahm sie sich vor. bte Kusten- ftäbte abzuknallen wie Givsvfeifen in der Schießbude. letzt finbet sie diese Gewässer unhygienisch. Sie denkt gar nicht mehr daran, den Gegner ..in seinen Schlupfwinkeln auf- zustöbern". sie weicht ihm aus. wo er sich zeigt. Nur bet Nacht und Nebel schleichen die stolzen Kreuzer von einem Stutz­punkt zum andern, sie sind glücklich, wenn sie bei Tage nicht von der „blauen Waffe" des Duce entdeckt werden und lassen sich gottergeben bombardieren, wenn sie in Alexan­drien oder Aden vor Anker liegen. m „ ,,

Malta ist bereits etn erloschener Vulkan und Gibraltar hat genug mit sich selber zu tun. Zum Angriff taugt es nicht mehr.

Das Epizentrum des Krieges, so laufet die englische Erklärung zu dem Phänomen des italienischen Rührmichnichtan. bat sich eben nach Afrika verschoxii. Hm. die Londoner mit ihrem täglichen Erdbeben werde» anderer Meinung sein, sagt der Römer, aber mit. schatten

Plutokratische Kriegsgewinnler

Di« Personentarise der englische« Eisenbahae« jetzt 17 v. H. über dem Vorkriegsstand

Rew Hort, 24. Oft. Wie aus London gemeldet wird, gab der Verkehrsminister im Unterhaus bekannt, daß die Eisen­bahntarife ab 1. Dezember um 6 v. H. erhöht würden. Das ist feit Kriegsausbruch die zweite Tarifsteigerung, wo­mit bte Personentarife 17 v. H. über dem Dor-

as. Berlin, 25. Oft. Dis Zusammenkunft des Führers mit dem spanischen Staatschef Generalissimus Franco wird in der Welt als neue große politische Sensa11on gewertet. In Italien bat diese Begegnung lebhaffe 6p migtuung ausgelöst, sie wird zugleich als eine neue feierliche Bestätigung der Solidarität Spaniens mit der Achse und als schwerer Schlag für die englische «ntrigenvolttik ßekennzeich- net So schreibt der „Corriere della Sera. und tm gleichen Sinne bewegen sich auch die Leitartikel der anderen italie­nischen Blätter, daß die Zusammenkunft an der franzosisch- spanischen Ereme ein neuer Beweis sei für die Gemeinsamkeit des Geistes und der Ziele Europas und bte Freundschaff, die die Völker ber Achse mit dem Volk des neuen Spanien ver­binde. Die Begegnung erhalte eine besondere Bedeutung in dem Augenblick, in welchem England durch Churchill und Eden vergebens einen letzten Versuch mache. Bundesgenossen ;tj finden, die Ich für bas, in Trümmer gebenbe Empire spanische Presse berichtet m groger bi« historische Zusammenkunft zwischen spricht ist ihren Artikeln von dem

tn dem Äugt Eden vergebt— ------- .

zu finden, die sich für schlagen sollen. Die s v a Aufmachung über u« Hitler und Franco und spricht ist täten Artikeln von dem neuen $Beg Spaniens.

In England läßt die Presse sehr deutlich erkennen, wie unangenehm ihr diese Entwicklung ist. Hatte man eben noch von einer diplomatischen Offensive Englands, gesv rochen, hatte man die Reise Loens nach Ägypten als groses Ereignis gewertet, so muß man nunmehr feststellen daß wiederum der Führer tätig ist. Am besten kennzeichnet bte Londoner Stimmung wohl der Bericht einer amerikanischen Agentm. aus der englischen Hauptstadt. Darin heißt es nämlich: ..Sämt­liche (rreignilie. sogar die Sorgen des Krieges, sind durch die Besprechungen de; Führers mit Franco vollkommen tn ben Hintergrund gedrängt worden, erklären neutrale Beobachter zur gegenwärtigen Stimmung in den politischen Kreisen der englischen Hauptstadt. Fieberhaft wird, versucht, auch nur die geringsten Kl ein i gke, te n über den Inhalt der Besprechungen zu erfahren. Selbst Hinweise aus zweifel­haften Quellen werden begierig entgegengenommen um evtl, daraus irgendwelche Schlüffe zu ziehen. Don autoritativer englischer Seite waren bisher zu den letzten Erelgnisten keinerlei Informationen zu erhalten. Die Besprechungen bilden aber nach wie vor das H au v 11b ema. d er Lon­doner Presse. Zahlreiche Blatter fordern die Regierung auf nicht wieder zu warten, bis Hitler einen neuen Ab­schnitt vorbereitet habe, sondern diesmal zu versuchen, den deutschen Bläuen mit zielbewusien «Klagen zuvorzukommen. Es ist auch nicht ohne Reiz iestzustellen mit welchen Argu­menten die englischen Blätter nun ihre Leser zu trösten ver­suchen. Einige Zeitungen versichern, trech. man sei nicht tm mindesten durch die Zusammenkunft überrascht worden. Andere Zeitungen können sich zu dieser Luge nicht auftaffen. Ste Wimpfen nicht schlecht über diese unvorhergesehene dtvlo- malische Aktion, über die ..Brenner-Methode . woraus deut- lich zu entnehmen ist, wie peinlich es für England ist. daß der Führer mit anderen Staatsmännern »usainmentrint. obne vorher London in Kenntnis zu setzen. Schtteglich kommen ore ganz Klugen, die diese Artikel 'n den Dienst der Illusionskamvagne stellen und erklären, die Reise Hitlers an die spanisch-französische Grenze sei nur ein neuer Beweis dafür, wie notwendig Hitler Hilfe gebrauche. Deutsch­land benötige die Unterstützung Spaniens, weil (man höre und staune) Großbritannien 1941 bte Luftherrschaft besitzen und dann feine große Offensive beginnen werde. Ein anderes Blaff erzählt sogar.,daß Deuffchland von Italien enttäuscht und nun auf der Suche nach anderen Bundes- genosien fei. Der englische Rundfunk aber versucht seinen Hörern weiszumachen, daß Deutschland isoliert >si. ban dle englische Flotte die Meere beherrsche so da« Deutschland keinen Außenhandel. treiben könne und baß es deswegen einen neuen Verbündeten suche. Höher geots wirklich

Schwere Störung des englischen Bahnnetzes

Riefenbombe zerstörte achtgleisigen Eisenbafinviabukt

Ms diese Kommentare zeigen nur bte völlige Rat- und Hilflosigkeit ber Engländer, die erkennen müilen. daß die Initiative nach wie vor in der Hand der Achsen­mächte ist. Sie sind es. die das Gesicht des neuen Europa m wirtschaftlicher und politischer Hinsicht bestimmen. Ihr Kampfziel ist die Ri ed e rr in g un g de s Stören­fried e s E n g l a n d und sie sind es. die mit dem Steg über England den Weg für .alle aufbauro111'gen Kräfte in Europa frei machen. Alle Kräfte also, die die Neuordnung und den Aufbau auf ihre Fahnen Kreiben, müssen naturnotwendig mit den Achsenmächten zu- nmengeben. Das ist die Erkenntnis, die sich tn Europa von Tag zu Tag mehr und mehr durchsetzt und die dahln- führt, daß der Störenfried England nunmehr einsam und verlasien dasteht. so daß die englische Regierung dre wildesten Lügenmanöver starten muß. um diese Isolierung Groß­britanniens im Jnselreich selbst zu vertuschen.

Bizeluftmarschall Blount tödlich abgestürzt

New Bork, Z5. Ott. (Funkmeldmw.) Wie aus London gemeldet wird, ist ber britische DueLÜffmaischallB lount bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Lwunt war Wellkriegsteilnehmer und kommandierte vor der Niederlage des britischen Expeditionskorps eine Einheit ber bri­tischen Luftwaffe in Frankreich.

ben Angriffen in ber Nacht zum Donnerstag meldet der amtliche Bericht des britischen Lufffabrtmlnisterlums und des Ministeriums für die innere Sicherheit. das tn einer Stadt der Midlands Brände verursacht wurden, die Ge- schäffseigentum und „öffentliche Eebaude. beschädigt hatten Außerdem seien Bomben hauptsächlich tn Deridnebenen Teilen Südwestenglands abgeworfen worden.

Schilberunge« neutraler Ber i Ätsrstgtter über di. Wirkungen der deutschen Sergeitungsangnffe bringen infolge der verkchärften britischen Sentur n n r n o ch ver­einzelt an die Weltöffentlichkeit. Immerhin ist die amert- kanische Agentur Associated Preß in der Sage. Bei­spieleran den gewaltigen Schaden amnfuhten. bte bte An- K btt bttiimen Eisenbahnen bet ben verschiedenen deutschen Angriffen erlitten haben, So bat an einer Stelle, deren nähere Bezeichiuxna die britische Zenkur naturgemäß mktersagt fiat, eine Rieienbombe eyten achtgleistgen Ba^noiadult völlig zerstört Ferner wurden Güterzüge und Mumitivnstransvorte von Brandbomben in