Diesstag, 24. September 1940
Wiesbadener Tagblatt
Nr. 225 Seite 5
ZAn: .L)ie englische Herrenschicht". Nachdrücklich sei auf die heute bereits rund 1000 Schuler umfassende Musikschule 'cLr-K? us<€S~ u n,^ Ho l k. das Eemeinschaftswerk von und aufmerksam gemacht mit seinen Kursen für Musik und rhythmische Erziehung. Unter der Parole: ..Mit durch Freude in den farbenprächtigen Herbst" findet °m 6. Oktober eure Sternwanderung in vier Fug- und einer Radgruppe nach Wehen itatt. An den übrigen Sonntagen sind toemaus Wanderungen vorgesehen. Außerdem werden jeweils Freitags sinaabende der Wandergruppen und Mittwochs Ubungsstunden der Volkstumsgruvve durchgeführt.
6ang durch Wiesbadener Betriebe*)
Deutsche Bank. Filiale Wiesbaden
Wir setzen heute unseren Besichtigungsgang durch die Wiesbadener Betriebe iort. die beim letzten Leistungskamvf der deutschen Betriebe mit dem Gaudivlom für ber - v o r rag ende ,L ei st ungen ausgezeichnet worden sind. Zu ihnen gehört auch, die hiesige Filiale der Deutschen Bank. In ihrem Burohaus. Ecke Wilhelm- und Friedrich- itratze. vertreten beute viele weibliche Arbeitskräfte ihre Berufskameraden, die mit ihrem Betriebsfübrer an der Svrtze den Rock des Soldaten tragen. Bei unserem Gespräch mit dem stellvertretenden Betriebsfübrer und dem Betriebsobmann lernen wir eine schöne Einrichtung kennen, die zwischen den Kameraden an der Front und denen am Arbeitsplatz eine begrüßenswerte Verbindung herstellt: die P a t e n s ch a f t. Jeweils unterrichtet ein Ärbeitskamerad in der Heimat den Kameraden im Felde über alles das. was sich im Betrieb ereignet. So werden z. B. die Kameraden draußen erfahren haben, daß beim diesjährigen Sommersporttag der Betriebe auch die Gefolgschaft der Deutschen Bank auf dem Sportplatz an der Frankfurter Straße in diesem „Leistungskamvf des guten Willens" ihren Mann gestellt hat. daß sich die Svortgruvve auch bei der Reichsstraßensammlung für das Kriegs-WSW. freudig beim Sammeln eingesetzt hat. daß der Lehrlingswart nach wie vor um die Schulung der Lehrlinge und der Aushilfskräfte bemüht ist. um dem „Dienst am Kunden" in allen Dingen gerecht meiden zu können, daß die Kameraden gemeinsam Großveranstaltungen der Partei. Theater- und Filmdarbietungen besuchen, um auch in der Freizeit ihren Gemeinschaftsgeist zu beweisen, daß die Kameraden der Werkschar freudig weiterarbeiten, daß nach wie vor allmorgendlich Frühsport getrieben wird, um mit frischer Kraft an die Arbeit geben zu können, und was der Dinge noch all sind, die in einem sozial geleiteten Betrieb eine fürsorgliche Betriebsfübrung unternimmt, um allen Gefolgschafts- angehörigen Freude an der Tagesarbeit zu schenken. Die Sorgen des einzelnen, sind die Sorgen der Gemeinschaft: sie zu beheben, ist die Pflicht aller. Die notwendige Hilfe erstreckt sich selbstverständlich auch auf die Familie und so stellt kick auch nach außen bin die Betriebsgemeinschaft der „DB." als ein geschloffenes Ganzes bar. Sie ist stolz auf das ..Gaudivlom und Re wird alles daransetzen, es sich auch in den kommenden Leistungskämvfen zu erhalten. p.
*) Siebe „Wiesbadener Tagblatt" vom 15.. 18./19., 24. 5„ 12.. 21. 6.. 9. und 15. 7. 1940.
Das interessiert die Landwirtscha ft:
Kleintierbaltung für Landarbeiter erleichtert
Auf der in Frankfurt a. M. von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau durchgeführten Tagung zur Landarbeiterfrage Ivrach über die „Förderung der Anteilswirtschaft der Gefolgschaft" Landesbauvtabteilungs- leiter II. Scharch. Windhausen, der besonders auf die Aussichten und großen Reserven der Kleintierbaltung binwies. Durch Re findet die meist zahlreiche Landarbeiterfamilie für ihre Ernährung und Kleidung eine wertvolle Einkommensergänzung, während in ihrem Haushalt. Garten und Feld anfallende Futtermittel nur über den Tiermagen nutzbar zu machen sind. Neben die ver- befferte Ernährungsgrundlage und Wirtschaftsbasis tritt als weiterer vofftiver Zug die Freude an der Tierhaltung an sich, die dazu beiträgt, den Landarbeiter an den Boden zu feffeln. Art und Umfang der Kleintierbaltung richtet sich nach der verfügbaren Futtergrundlage und den llnter- bringungsmöglichkeiten. Die Grundforderuna lautet „nicht mehr Vieh halten, als ernährt werden kann", denn weniger gut gefütterte Tiere bringen größeren Nutzen, als viele, die hungern müssen. Schwein und Huhn brauchen bochoerdau- liche Nahrung (Kartoffeln. Getreide). Ziege. Schaf. Kaninchen eine ballastreiche (Grünfutter. Heu). Wassergeflügel steht in der Mitte. Nur in ausreichend großen, hellen, trockenen und luftigen, zugfreien Stallungen können Tiere gedeihen. Bei Neu- und Umbauten stehen die Reichsnahr- standsdienststellen auch den Landarbeitern zur Verfügung. Zwei bis drei Ziegen, von denen jede 800—1200 Kg. Milch liefert, dazu Butter und mit der Molke ein Eiweißmittel für Ferkel und Hübner bringen größeren Vorteil als eine Kuh und vermindern das Risiko der Haltung. Bei Geflügel und Kaninchen sollen nur die anerkannten Wirt- schaftsrassen gezogen werden. Für Neu- und Umbauten von Stallungen gibt es hier namhafte Reichszuschüffe. ebenso für die Anschaffung von Herdbuchziegenlämmern. Rammlern. Angorajungbäsinnen und Eintagsküken. So sieben besonders durch die Kleintierbaltung der Anteilswirtschaft der Landarbeiter gerade in Seffen-Naffau noch besondere Möglichkeiten bevor.
— Schulbeginn nach Fliegeralarm erst um 10 U6r. Der Reichsminister für Wissenschaft. Erziehung und. Volksbildung bat angeordnet, daß der Unterricht lur die Schulen einschließlich der Berufs- und Fachschulen allgemein erst um 10 Uhr vormittags beginnt, wenn in der Nacht vorher zwischen 20 und 6 Uhr Fliegeralarm gewesen ift.
— Neuer Komet Cunningham. Nach telegraphischer Mitteilung der internationalen agronomischen Zentralstelle an die Wiesbadener Privat-Sternwarte wurde von Eunningbam in Cambridge, Vereinigte Staaten, am 5. September ein neuer Komet entdeckt. Der Himmels- körver ist zunächst nur von der 12. bis 13. Sterngrogenklaffe. Io daß er nur in lichtstarken Instrumenten gesehen und vhotogravbiert werden kann. Er wandert eben langsam tm Sternbild Schwan südwestwärts auf den bellen Stern Wega in der Leier zu und gebt am 24. September tn der Aufsteigung 20 Übr 22 und der Nordabweichung 53 Grad. Bis zum 2. Oktober wird er nach 20 llbr 2 und 51 Grad gelaufen sein. Seine größte Annäberung an die Sonne wird aber erst am 19. Januar 1941 mit 0.38 Erdbabnradien ober 57 Millionen km ftattfinben. so daß er sich der Erde noch stark näbern und wesentlich Heller werden wird.
— Ernennung. Regierungslandrneffer R ein beim Kulturamt in Wiesbaden ist zum Vermeffungsrat ernannt worden.
_ Unfälle. In der Moritzstraße rutschte eine Fau so unglücklich aus. daß sie sich einen Armbruch zuzog und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. — Bei Arbeiten an einer Mangel geriet eine Frau in der Sckwalbacher Straße mit der linken Hand zwischen die Hölzer und zog sich, erhebliche Quetschungen zu. Io daß sie ins.Krankenbaus ubergefubrt werden mußte. — In einem Hause der Adolfstraße fiel ein etwa fünf Jabre altes Mädchen auf der Trevve mehrere Stufen hinunter. Mit Kopfverletzungen und Prellungen wurde die Kleine ins Krankenbaus gebracht.
— Silberne Hochzeit. Am 25. September feiern die Eheleute Josef Bruchhäuser und Frau Regina, geb. Virnich. Sedangraße 14, und die Eheleute Karl Egger und Frau Lina, geb. Rittgen. Herderstraße 19, das Fest der silbernen Hochzeit.
Drei gute Gründe:
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Di© hervorrggenäeo tigensansften der „Asfro“’ sind dos' Ergebnis eines besonderen Wissens vom Tabak, seiner Auswahl, Behandlung und Mischung. Im Hause Kyriazi ist dieses Wissen in der dritten Generation vom Vater auf den Sohn vererbt — als Familientrgditioo lebendig.' Das zufrieden© „Astra»Schmunzeln" des bedächtiger) Rauchers beweist es: Reich und voll ist ihr Aroma. Man merkt es nicht/ wie leicht sie ist. Rauchen Sie „As.trg'*-*danil._sdymtoZ©ln Sie auch.
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MIT UND OHNE MUNDSTOCK
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