Wiesbaöener Taglilatt
£. Meneitbera’ffbe Seif>6tiufmf. . orx-- r . ... , ----- „ ... _ Erscheinungszeit:
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mit einer täglichen
Unterhaltungsbeilage
Nr. 189
Dienstag, 13. August 1940
88. Jahrgang
Bombenregen auf Portsmouth
Zweiter Grotzkampftag unserer siegreichen Luftwaffe über dem Kanal
weil die eigene Flugzeugindustrie ist und das auch schon in Amerika
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e und ihr Hinter-
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Wieder 92 britische Flugzeuge vernichtet
Berlin. 13. Aug. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am 12. August griffen deutsche Fliegerverbände Safen- nnd Flugvlatzanlagen an der englischen Süd- und Südoft- küste an. Dabei wurde der Kriegshafen von Portsmouth mit zahlreichen Bombe« belegt. Das Erobkraftwerk und die Werft von Bokver stehe« i« Flamme«. Dock- und Ka?- A«lagen sowie ei» Borpoftenboot im Kanal erhielte« Bombentreffer. Im Laufe dieser Angriffe kam es zu heftigen Luftkäuwkeu. bei denen insgesamt 43 feindliche Flugzeuge adgeschosfen wurden.
Auf de« Flugplätze« Man ft o«. Canterbury. Hawkings und Lompne gelang es, Hallen, Werksanlagen und llaterlunftsgebäude zu zerstören und rum Teil in Brand zn setzen. In Manttoa wurde ein britischer Jagdverband beim Start gefakt und dabei drei Flng- reuge vom Master H a r r i c a » e in der Luft, vier am Boden vernichtet. An anderen Stellen knd weitere acht Flngzenge am Boden zerstört worden.
Bei Dover schossen unsere Flngzenge zwei Sperr- »allone tu Brand. Bei den in dieser Gegend ftch entwickelnde» L»ftkämpftn verlor der Feiad 30Flug,euge.
Im Seegebiet ostwärts Southend griffe» St»rz- tampfflieger einen stark gesicherten Geleit,»g an nnd versentten trotz heftiger Jagd- »ad Flakabwehr zwei Saadelsschiffe vo« zasamme» 5500 BRT. Ci» weiteres Schiff warde in Brand geworfen.
3» der Nacht zum 13. 8. erfolgte» Bombenangriffe auf Schiffsziele bei Swansea and Cardiff, sowie Flal- »ad Scheimverferttellungen bei Plymouth and in der SumbermLndnng. Die Berminnn» britischer Häfen wnrde fortgesetzt.
BritischeFlugzeuge warfen in der Nacht zum 13. 8. in Nord- und Westdeutschland Bomben, ohne nennenswerte« Schaden anznrichten. Dabei wurden vier Flngzenge durch Flakartillerie über deutschem Gebiet ad- geschossen.
Die Eesamtverlnfte des Feindes betragen gestern 92 Flugzeuge, von denen 12 am Bode«, 4 durch Flakartillerie. die übrige« i« Luitkämpferi vernichtet wurden. 24 deutsche Flugzeuge werde» vermibt.
Eia Gefecht in der Nordsee zwischen einigen dent- kchen Minensnchbooten and mehreren feindlichen Schnellbooten verlief für ans erfolgreich. Es ist anznaehmen, dak mindestens ein feindliches Schnellboot den Hafen nicht mehr erreichte, während nniere Boote nnbeschä- digt blieben nnd ihre Tätigkeit planmäkig fortsetzten.
Deutsche Luftüberlegenheit erneut bewiesen
Chnrchills Lügenofsenstve erfolglos verpufft
ür das Prestige Eng - 'eil der Welt, in dein Prestige lem aber, so fügt der „Daily alledem nichts die ä g y p - loben
Angriff auf Matta
Mit Bomben mittleren aud schwersten Kalibers
a ,13- a“9- (Funkmeldung.) Italienische Flugzeug- staffeln belegten Montagabend zwischen 20.30 Uhr und 0.30 llbt tn aufeinanderfolgenden Wellen die mili- törifä« Anlagen der Insel Malta erfolgreich mit Bomben. Dir Aktion wnrde von schweren Bombern, die vor allem Bomben mittleren nnd schwersten Kalibers sowie Brandbombe« mit sich führte«, aas einer Höhe von 2000 M e t e r bei guter Sicht durchgeführt. Trotz der heftigen Abwehr des Feindes hat sie die ihr gesteckten Ziele erreicht und dre Anlagen «nb Sprengstofflager des Flughafens von Mar-fa Scitixce zerstört und in Brand geworfen.
lands ist und zwar in einem T> ziemlich viel bedeutet. Dor aste_______, _______
Telegraph" hinzu, darf man über alledem nicht die ä g
Front vergessen. An der libyschen Grenze _____
die Italiener starke Verbände zusammengezogen und könnten unter Umständen zu raschen Operationen vorstoßen. Man macht also das englische Publikum auf n e u e s U n h e i l gefotzt. Nichts ols Echloppen und Niederlogen, von der Nordsee bis zum Roten Meer, bas ist der Krieg, den England , bequem" zu gewinen gedachte.
ähmriff gegen E
irischen Blätter fassen ihr Urteil" über'die"Luftkämpfe' dahm zusammen, baß die deutsche Luftwaffe i h r e Überlegenheit eindeutig bewiesen habe Die S'tu°tl0n Englands wird von „Tokio Asahi Schimbun" als Utt£ -domiuri Schimbun" betont, kck sicher, es frage sich nur, in welcher Form
stch England ergeben werde.
, In England selbst melden sich immerhin schon einige Stimmen zu Worte, die sich gegen die lügenhafte Berichterstattung wenden. Das gilt einmal für die Meldungen über die Luftkämpfe, vor allem ober auch für die Bemühungen, me Kämpfe in Afrika als gänzlich belanglos hinzustellen. Man gibt zu, datz der Rückzug in Britisch-Sornalilanb ein
Auch die Presse Südamerikas schenkt den Londoner Phantasiesiegen keinen Glauben mehr.^ Selbst ausae- Ö^nrÖfeinb *-8 jungen veröffentlichen die deut- die Luftschlacht im Wortlaut. ,,A Reite bezeichnet die Schlacht als den heftigsten deutschen
RÖfS ♦ Je L^sJ^nn- e-Die Ja p a-
nahmeapparaten ausgerüstet, deren Filme zu laufen anfingen, sobald die Maschinengewehre das Feuer eröffneten. Damit sei es möglich, die Wirkung des Feuers im Bilde festzuhalten, „um allen Diskussionen über die tatsächlichen Verluste der deutschen Luftwaffe ein Ende zu machen". Aber auch diese Filme nutzen nichts, wenn die Flngzenge — abqe. schossen werden.
Selbst auf Amerika hat die Churchillsche Lügenoffensive wenig Eindruck gemacht. Die New Yorker Blätter bringen ihre Berichte unter Riesenschlagzeile«, wie: „Deutsche Flieger stürzen sich auf England." Die amtlichen deutschen Abschutz- zifsern werden zum e r st e n m a l im gleichen Atem mit den englischen Behauptungen genannt. Rach den Erfahrungen, die die amerikanische Presse mit den britischen Propagandalügen über die „Pulverisierung" Hamburgs gemacht hat, ist sie etwas vorsichtiger geworden. „Daily Mirror" nennt das Treffen den stärksten bisher gegen England unternommenen Luftangriff. „Associated Preß" sagt, der Kamps sei so wütend gewesen, datz man unmöglich habe die Abschüsse verfolgen können. Vielleicht hatte die bri- tische Zensur auch ein reges Interesse daran, datz Zahlen über die Abschüsse von dem amerikanischen Vertreter nicht gefabelt wurden. Immerhin spricht der Berichterstatter von zahlreichen Explosionen, die die g a n z e S t a d t (Portland) erschüttert hätten.
.. Die LufMmpfe bilden das Hauptthema der
1 schen Morgenvresse. „Die vor drei Tagen von der deutschen Luftwaffe begonnene große Luftschlacht" io be- tont „Popolo di Roma", „kennt keine Pause, sondern bildet im Gegenteil eine ständige Steigerung der A k t i o n e n gegen die wichtigsten Punkte des britischen Ver-
-3“ den schweren materiellen Schäden komme letzt noch die immer stärkere Brechung der Volkes/^schenWiderstandsfähjgkeit des britischen
r 2 Wochen s« A>f„ für einen Monat RM. 2.—, einschließlich Traglohn. 36msipf' Bestellgeld, Einzelnummern 10® Rm. oer ßteferung rechtfertigt feinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises.
»s. Berlin, 13. Aug. Roch waren Churchill, Duff Cooper und die anderen englischen Lügengenossen eifrig damit beschäftigt, den deutschen Luftangriff auf Portland in einen englischen Sieg umzufälschen, als die deutsche Luftwaffe mit nicht geringerer Kraft Portsmouth angriff. Rach dem Angriff auf den Flottenstützpunkt für leichte Seekräfte, so vor allem für die U-Boot-Abwehrflottille Pottland, hoben unsere Bombengeschwader damit den größten englischen Kriegs Hafen heimgesucht. Der Name Portsmouth hat für englische Ohren einen ganz besonderen Klang, er repräsentiert sozusagen die englische Seeherrschaft und zaubert jebem Engländer das Bild der großen Flottenparaden vor, die hier auf der Reede von Spithead statt- fanben, dieser Reede, die zwischen der Stadt, die rund 250 000 Einwohner zählt, und der vorgelagerten Insel Wight sich befindet. Hier konnte die gesamte englische Kriegsflotte ankern. Sie tat es freilich fett langem nicht mehr, sondern hatte Zufluchtsstätten aufgesucht, die weniger nahe der französischen Küste liegen, wo für unsere Luftwaffe neue Stützpunkte entstanden. Als größter Kriegshafen verfügt Portsmouth über große Dockanlagen und Schiffswerften, aber auch Maschinenbauanlagen und Eeschütz- Sabrifen sind hier zu finden. Es ist selbstverständlich, daß Portsmouth entsprechend seiner großen Bedeutung über eine starkeFlak verfügt, die aber nicht verhindern konnte, baß Hafen- unb Marineanlagen Angriffsziel unserer erfolgreichen Kampfverbänbe würben. Den Engländern ist bamit noch einmal vor Augen geführt, baß heute kein Hafen bet englischen Küste mehr Schutz vor unseren Fliegern bietet, baß es keine Sicherheit für bie britische Kusti ‘ " lanb, unb bas heißt für Lonbon unb bie gan
Die englische Luftwaffe aber muß sich be"t diese« Angriffen der deutschen Fliegerverbänbe zum Kampf stelle». Als es nur barum ging, ben Franzosen zu helfen, hatten bie Englänber ihre Säger nicht eingesetzt, sondern trotz aller vergeblich«» Hilfegesuche bes französischen Generalstabs geschont. Heute, ba es um England selbst geht, ist dieses Verfahren nicht mehr anwendbar. Dieses Duell aber zwischen der deutschen und der englischen Luftflotte ist nicht weniger
Wt. Die Presse bet ganzen Welt befaßt sich ausführlich mit ben hartenSchlaaen, bie bie beutsche Luftwaffe in ben letzten Tagen ben Briten beigebracht hat. Schläge, bie bte Überlegenheit bet beutschen Flieget unb bes beutschen Matettals roieber einmal einbeutig beweisen Unb gerabe diese Tatsache ist es, bie bie britische Propaganda verschlewrn und der Welt vorenthalten möchte. Mister Churchill weiß ganz genau, baß Englanb weiterePrestiqe- verluste nicht mehr ertragen kann, wenn es nicht schon, bevor bet beutsche Großangriff beginnt, auch bort aufgegeben werben soll wo man bisher noch aus seiner Vorliebe für bie bri- Ach^dlutoktatie kein Hehl gemacht hat. Deshalb gab Mister W. C. Duff Cooper ben Auftrag, bie deutschen Erfolge mit allen Mitteln zu bagatellisieren, zu verschweigen und bazuzulugen, was nur itgenb tragbar erscheint Der Snfotmatlonsministet gibt sich alle Mühe. Die beutschen Bomben treffen nur „zivile Häuser", bie Kriegsschiffe tragen ?,ur ’ä?r.atet baoon, bie Eeleitzüge ziehen „ruhig wettet ihre Bahn unb bte Sperrballons, auf bie England große Hoffnungen gesetzt hat, trotzen allen deutschen'Leuchtspurgeschossen. Churchill schickt dem britischen Luftfahrtminister Telegramme, worin er seine Glückwünsche zu bem Abschuß von 60 deutschen Flugzeugen ausspricht. „Augenzeuge^ ver- offentlichen ruhrseligeBerichtevonKindetn, bie sich hinter eine Mauer flüchteten unb bort religiöse Liebet sangen. Reutet aber wollte seinen Auftraggeber noch über- trmen, unb sprach von 110 abgeschosfenen beutschen Maschinen, vergaß leboch, baß er vorher die Anzahl bet eingesetzten
AMuge mzt 50 angegeben hatte. Die ruhmreiche RAF. „vernichtete also mehr Ilugzeuge als überhaupt vor- hanben waren. Die englische Agentur „Exchange Telegraph" scheint gemerft zu haben, batz alle biese saustbicken Lügen nickt mehr verfangen. Sie verkünbet beshalb, bie britischen Flua- zeuge seren letzt mit kinomatogtaphischen Auf-
wlcktlg als bie Angriffe auf bie englischen Häfen unb bie eng« Irschen Eeleitzüge. Immer wieder zeigt sich dabei bie ge« ma111ge überIegene11 ber beutschen Luftwaffe, bie stch tu ihren geplanten Operationen durch bie englischen Sager nicht im minbeften stören läßt. Sn jebem Kampf werden bte Englänber geschlagen unb etleiben schwere Verluste. Was bas für ein Lanb bebeutet, bas schon sehnsüchtig auf bie Hufe aus Amerika hofft, weil bie eigene Flugzeugindustrie Nicht leistungsfähig genug ist unb bas auch schon in Amerika A«üzeugfuhrer anzuwerben versucht, liegt auf bet Hand. Alle Lugen Churchills, alle seine Glückwunschtelegramme an bie englüche Luftflotte schaffen biese Tatsache nicht aus bet Wett. Selbst bie Amerikaner nehmen bie englischen „Stegesntelbungen“ heute nicht mehr als bare Münze hin, sie stnd gegenüber ben Rechenkunst st ücken Winston Churchills mißtrauisch geworben, wähtenb alletbings einige sog- neutrale Schweizer Blätter es nicht unterlassen können, sich aus Lonbon berichten zu lassen, man habe „ben Embruck, baß bie britische Luftwaffe ihre Überlegenheit über bte beutsche Luftwaffe erhält". Für biese „Neutralen" wirb bas Erwachen wenig angenehm sein.
SomaMand
Der italienische Borwarsch
. -er. Mit drei kampfstarken Kolonnen ist die italienische Kriegsmacht unter bem Kommando bes Herzogs von Aosta, Vizekönigs von Äthiopien, in Britisch-Somalilanb am Oft« zivfel des afrikanischen Erbteils einmarfchiert. Ein Blick aus bie Lanbkarte zeigt, datz Italienisch-Ostasrika mit der Somali« tüite, also auch mit dem bisher französischen und britischen Gebietsstreiien ein geographisches Ganzes bildet. Sinn und Zweck der italienischen Offensive, die seit Wochen mit faschistischer Gründlichkeit vorbereitet wurde, ist deshalb: bie Einheit bes von den europäischen Westtmächten setner- zeit künstlich zerschnittenen Somalilanbes mit Waffengewalt herzustellen, das beißt aus Französisch-, Englisch- und Sta« lienisch-Somaliland einen geschlossenen Block zu schaffen.
Die italienische Aktion begann mit bet Vesetz'u ng vonZeil a, bet Safenstabt am großen Meerbusen von Aben. bie bislang sozusagen em britisches Dschibuti wat. Als bet Fall von Zeila in Lonbon bekannt wurde, roanbte Öfter« lugnet Churchill sein übliches Betuhigungsmtttelchen an, indem er durch die Bluff-Cooversche Ätnbettrompete verkünden liefe, England hafte dieses Zeila schon längst an Italien ab« treten wollen Sinter diesem Geflunker steckt allerdings ein Körnchen Wahrheit. Als nämlich 1935 der abessinische Krieg seinen. Schatten vorauswarf, erschien bet damalige Staatssekretär int Londoner Aufeenomt, Mister Anthony Eben, tn Rom. um bie Italiener von ihrem großen Vorhaben vielleicht noch tn letzter Stunde aftsubringen. Katzenfreundlich schlug der schone Anthoim vor: 0gaben soll von Abessinien getrennt und Statten überlassen wetden. Dagegen soll bet Regus als Ausgleich den Voten Zeila mit dem für die abeistmscke Verbindung erforderlichen Hinterland erhalten. Das war echt bittliche Scheinheiligkeit. Denn unter bem N^^B-^lavenkaiser Hoile Selassie wäre Zeila englischer Flottenstutzvunktgegenufter Aden geblieben unb außerdem ein englttoes Etnfallstor in Ostafrtka geworden.
Mussolini ist dem britischen Fuchs nicht in die Falle ge« Saugen Die Absicht Albions war ta schon immer, Italien aus Ostafrtka zu verdrängen. Als Italien in den letzigen
(Fortsetzung auf Seite 3)
