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Ablösung in der HJ-Kübruna
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Arthur Armann
Baldur von SchiraÄ
in uauleroacher
(Weltbild-Archiv, Ä.)
as. Berlin, 8. 2tuß. Während die englische Preffe noch herumorakelt, wie wohl der grobe Schlag Deutschlands gegen w_3wel gemhrt werden wird, ob Segelflugzeuge, die geräuschlos fliegen und landen können, benutzt werden, ob Transportschiffe die deutschen Truppen von der Ostsee durch den Kieler Kanal nach England bringen, ob tausend oder mehr deutsche Bomber kommen werden, mub sie zugleich festitellen. daß auch in Afrika eine recht unangenehme Lage für die Engländer entstanden ist. Einmal macht der Einmarsch italienischer Kolonnen in Britisch- Eomallland, von dem der italienische Wehrmachtbericht gestern sprach, den Engländern grobe Sorge. Man mub sich dazu vor Augen halten, daß Britisch-Somaliland nicht so weglos ist. wie einige Londoner Blätter es vlötzlich glauben machen mochten, sondern mit seinen Häfen B e r b e r a und Z a i l a zum englischen Sicherungssystem für das Rote Meer und daher zur Sicherung des Weges nach Indien gehört. Mit großem Kummer stellt man fest, dah dieses Gebiet, nachdem die Franzosen das angrenzende Franzüsisch-Somaliland mit Dschibuti nicht mehr verteidigen, vollkommen von den Italienern umfaßt ist. In Friedenszeiten seien die englischen
Ernennungen des Führers
Berlin, 8. Aug. Die Presteabfeiluna der Reichsregierung und die Reichsprestestelle der NSDAP, teilen mit:
Nach zwei Erlasse« des Führers wird im Elsatz «nd in Lotbringen sowie in Luxemburg die gesamte Benvaltung im zivilen Bereich künftighin nicht mehr von militärischen Befehlsstellen, sondern von Chefs der Zivilver- waltnng geführt, die dem Führer unmittelbar unterstehe«. Die Ausübung der militärische« Soheits- rechte verbleibt auch weiterhin de« militärischen Befehlsstellen.
Der Führer hat für L o t h r i n g e n den Reichsstattüalter und Gauleiter Josef Bürckel, für das E l s a b den Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner, für Luxemburg den Gauleiter Gustav Simon zum Chef der Zivil- verwaltung bestellt.
Der Führer hat zugleich Gauleiter Bürckel auf feinen Antrag von dem Amt des Reichsstatthalters und Sauleiters in Wien entbunden unter Vorbehalt anderweitiger Verwendung als Reichsstatthalter.
Zum Reichs st atthal ter und Gauleiter in Wien bat der Führer den Reichsleiter Baldur von Schirach eruanut und ibn von seinen Ämtern als Reichs- jugendführer der NSDAP, und Jugendführer des Deutschen Reiches entbunden. Zugleich wurde Reichsleiter von Schirach unter Belassung in seiner Stellung als Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP, mit der Inspektion der gesamten Hitlerjugend auch für den staatlichen Bereich vom Führer beauftragt.
Zum Reichsiugendführer der NSDAP, und zum Jugendführer des Deutschen Reiches bat der Führer den Ober- gebietsführer Arthur Ar mann ernannt. Stabsführer Hartmann Lauterbacher ist zum Stellvertretenden Gauleiter ernannt worden.
Baldur von Schirach Gauleiter in Men und Reichsleiter für Jugenderziehung der NSDAP. Obergebietsführer Axmann wird Reichsjugendführer - Die Gauleiter Bürckel, Wagner und Simon übernehmen die Zivil-Verwaltungen in.Lothringen, im Elsatz und in L^emburg
festgefügte Werk der deutschen Hitlerjugend seinem 27jiih- Vaen treuen Mi1 arbeiter Arthur Axmann. Von ihm schreibt Baldur von Schrrach tn seinem Buch „Sie Litleriugend-Äee und Gestalt": „Zwei große Gedanken find durch meinen Mitarbeiter Axmann in die Tat umgesetzt worden: 1. eine vlanmahige. zielbewußte Gesundheitsführung der gesamten Jugend. 2. die Zusammenfassung aller mit dem sozialen. Leben der fugend zusammenhängenden Maßnahmen und Plane . Arthur.Axmann .hat sich auf vielen Gebieten der Jugenchührung bewährt. Er ilt dadurch, dab er Baldur von Schirach während dessen Einsatzes an der Front vertrat, in die neue Aufgabe hineingewachsen, an der er von Anfang an Mitgearbeitet hat.
as Mit dem Abschluß der Operationen im Westen tritt nunmehr m wichtigen Gebietsteilen die zivile Ordnung in ihre Rechte. Die verantwortungsvolle Arbeit, dort Ordnung zu schaffen, hat der Führer dreien seiner bewährtesten Gauleiter, nämlich Josef Bürckel, Robert Wagner und Gustav Simon, übertragen. Die Gebiete, deren Verwaltung sie nunmehr übernehmen, sind den Gauen vorgelagert, in dem jeder dieser drei Männer schon in den letzten wahren grobe Leistungen vollbracht hat. Für Gauleiter Bürckel bringt die Ernennung und die Rückkehr in jein altes Arbeitsgebiet den Abschied von Wien mit ntb. Der «unter hat für diesen wichtigen Posten Balhur von S ch i r a ch bestimmt.. Er entsendet damit einen seiner engsten und langiährigen Mitarbeiter nach Wien, der ihm seit jeher perlo.nlich nahegestanden hat. Sein Nachfolger in der aktiven Führung der Jugend ist Arthur Axmann. Damit vollzieht sich keine Trennung Baldur von Schirachs von der Jugendbewegung, sondern er bleibt dieser auf das eng st e verbunden als Reichsleiter für d i e Jugenderziehung in der NSDAP. Schirach ist also weiterhin verantwortlich für die Zielsetzung in den grundlegenden «ragen der Jugenderziehung. In der aktiven, Führung vollzieht stch eine Ablösung. die dem Grundgesetz der jungen Führung entspricht. Der jetzt 33jährige Reichsleiter Baldur von Schirach übergibt das
Garnisonen dort, so sagen die. Militärsachverständigen der Londoner Presse, schwach und erst in letzter Zeit sei eine geringe Verstärkung vorgenommen worden. Man scheint es dort nut dem Kleinkrieg versuchen zu wollen, mit dem die Italiener aber zweifellos auch fertig werden. Zum andern blickt man mit Sorge auf Ägypten und den Sudan. Man befürchtet, daß Italien gleichzeitig von Abesstnien her. von wo aus ja schon italienische Truppen Cassala im Sudan eroberten ond von Libyen her vorstoßen könnten, da die englische Luftwaffe bei ihren Aufklarungsflügen an der libyschen »*ense auf starken Widerstand stieb und nichts zu erkunden vermochte. So ist die Sorge, dab sich dort unangenehme Dinge vorbereiten, um so großer. Ein italienischer Erfolg im Sudan oder in Ägypten, so gibt man selbst in London zu. würde nicht einen nur schweren Schlag für das Ansehen Englands bedeuten, sondern angestchts der englandfeindlichen Stimmung in. Ägypten große Eeiahren für England mit stch bringen können. Die Sofsnung auf Hilfe von innen her ist aber angesichts der dortigen Lage gering. Vielfach fürchtet man, auch,.daß eine grobe italienische Offensive in Afrika ?>^rchzeitig mit dem gefürchteten Schlag Deutschlands gegen das Jnselreich einsetzen könnte. Auch tn Afrika verlauft eben der Krieg sehr anders, wie es stch die englischen Kriegshetzer erträumt hatten. Nicht die italienische Herrschatt ist bSucht. wohl aber die englische.
Zeila von den Italienern besetzt
Rom.^8. Aug (Funkmeldung.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut:
-Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt:
Eine unserer Kolonne, die vor drei Tagen die Grenze von Britisch-Somaliland Überschritten hatte, ist am Meer angelangt und hat Zeila besetzt.
2n Ottas r, k a. haben unfere Bomberformationen den Flugplatz von W a j i r angegriffen, drei Flugzeuge am Boden zerstört und schweren schaden und Brände an den Flngplasanlagen verursacht. Ein feindliches Jagdflugzeug wurde im Lustkamps abgeschossen. Feindliche Luftangriffe auf Direda.na und Massa na haben unbedeutenden Schaden angerichtet.
Im östlichen Mitt.elmeer ist ein von Kriegsschiffen begleiteter feindlicher E e l e i t z« g "on fünf Dampfern von unserer Luftwaffe mit Bomben belegt worden. Zwe, Dampfer stnd getroffen und ernsthaft beschädigt rvoroen.-
„Alcantara" notdürftig ausgebessert
Nachdem die notdürftigsten .Reparaturarbeiten ausge- fuhrt sind, verlieb der englische Hilfskreuzer ..Alcantara" am Montag den Hafen von Rio.de Janeiro. Wie verlautet, will die ..Mcantara" zu einer gründlichen Reparatur den S a f e n der Walvinen (Falklands-Inseln) anlaufen.
Verfall eines Herrenvolkes
Von Heinrich Karl Kunz
2n Augenblicken der Angst, die jeden einmal ansprechen kann, zerbricht meist ine mehr oder weniger bewußt geuöte Haltung. Die untergründigen Züge, mag es nun Starke oder Schwache. Glaube oder Aberglaube, angeborene Logik oder Inkonsequenz sein, heben stch an die Oberfläche. Sonst sorgfältig verborgene Halbheiten werden sichtbar und dasr n n er eW es en enthüllt sich im durchdringend t Lickt der Wahrheit, Augenblicke der Bewährung, die rwisch ,i echtem. Sem und gewolltem Schein eine klare Trennungslinie mehey. Das gilt für. den einzelnen Menschen, wie für ganze Nationen Das Bild, das die Engländer in ihren Angstzustanden. die seit. Beendigung des französischen Feld- »uges noch, mcht abgerissen sind, bieten, ist alles andere ?JS. tnpwnteteiib. Ihre kühle Überlegenheit ist zerronnen. Und die Anforderungen, „die ihre hysterische Zerfahrenheit, ihre.Unwirklichkeit und absurde Perversität an die gebauten« los übernommene Vorstellung von dem britischen Herrenvolk steilem sind eine.grobe Zumutung und scheinen oft die Grenze des. Glaubwürdigen zu überschreiten. Von den stolzen Briten ist verdammt wenig übriggeblieben. . Die heutige Generation der Engländer verstand es nicht, das, was ihre Vater erwarben — wobei wir die Mittel, mit denen es geschah einmal außer acht lassen wollen —. zu ihrem innerlichen Besitz zu machen. Sie begnügten stch damit, billigen Nutzen daraus zu ziehen. Sie wurden Ge- ureßer. wo s,e Wächter hätten sein mästen. Alte Kolonialoffiziere, die m erbitterten Kämpfen hart und grau geworden find, klagten in den letzten Jahrzehnten oft über b.en Sno b i smu s der Jung en die einmal ihren Platz einnehmen sollten. Sie sahen verständnislos zu. wenn junge Offiziere auf den Schiffen, die He au ihren überseeischen Kommandos brachten, mit farbigen Frauen, denen sie innerlich lebe Achtung versagten..ihren Jazz tanzten. Sie schüttelten den Kopf, wenn Tommles in entlegenen Kolonialgarnisonen mit Schwarzen «ußball spielten. Mit Eingeborenen, die sie kaum zu den Menschen rechneten. Der Rasse stolz vom
Minen vor englischen Hafen
Rüstungswerke, Flak- und Scheinwerferstellungen mit Bomben belegt —U-Boot versenkte über 16 000 Brutto-Regitter-Tonnen h»» (Funkmeldung.) Das Oberkommando
der Wehrmacht gibt bekannt:
unserer Unterseeboote hat drei bewaffnete feindliche Handelsschiffe m11 über 16 000 BRT. versenkt.
Deutsche Flugzeuge legte« in der Nacht zum 8. August vor mehreren englischen Hasen Minen aus und griffe« verschiedene Rüstungswerke, sowie Flak- und Scheinwerferstellungen an. So wurden in Leyiand Motorenwerke, bei C h e st e r die Motorenwerke von Vickers- Armttro.ng und ber Aeovil Flugzeugwerke, bei Plymouth
>Wle-Smlage«, ferner Flak- und Scheinwerferstellungen ^..^""rh^er. Cardiff, Dorchester und Bly. mouth Mit Bomben belegt.
. Der Feind flog in der Nacht zum 8. August mit ein ,geu Flugzeug en in Nord-unh West deutkch- l a n d em und warf Bomben, ohne wesentlichen Schaden an- zurichten. In einem Essener Vorort sowie bei Dat- LCnL*?„rousl>e5. Wolmliauser beschädigt. Die entstandenen Brände konnten durch Eimatz des Luftschutzes schnell gelöscht werden. Eine Scheune brannte nieder. Zwei feindliche Flugzeuge worden abgeschosten.
Britische Sorgen um Ostafrika
(Eigener Drabtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
Wiesb aümer Tagb lall
r. 64en«e«ra'i*< ___. _ Erschettningszett:
6 Ausgaben
Unterhaltungsbeilage
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Nr. 185
Donnerstag, 8. August 1940
88. Jahrgang
Werktäglich nachmittag».
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