Wiesbadener Tag blatt
Mittwoch, 10. Seit 1940
Neuordnung des Nordens
uordikLe Schicksalsgemeiuschaft
Der OKW.-Bericht vom 9. Juli
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Zeitschrift des „Vereins chtsforschung" erscheinen Dezembers. Dr. Albert
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Freiheit der vom europäischen
Nr. 160 Seite 3
Infolgedessen ist ein zweiter «er band uuleror Flotte in See gegangen, um dreseu Versuch ,u »«• ini«m spaten Nachmittag, des 9. 5nli «ekaug « »Ä«er Flotte, trotz ungünstiger StchtverKaltnisse.biedie Luftauf' klärung erschwerten, mit dem Ferud »m Ionischen Meu tu
Ein weiterer englischer Flottenverband wurde ebenfalls am 8. Juli von Gibraltar mit nordöstlichem Kurs lammend, erkundet. Er wurde am 9.oon unserer Luftwaffe südlich der Balearen festgestellt und dtzn ganzen Tag über von unseren Fliegern deftig und mit stärkstem Erfolg bombardiert. Drei uuserer Flugzeuge sind nicht an ihren Ausgangspunkt zuruckgekehrt.
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Die Seeschlacht im Mittelmeer
«Mari* N-MÄW-„l3SS«"««d®“‘"--«■
Errichtung des Erosdeutschen Reiches als Eriüllung ernes zweitauiendWrisen Traumes. Diese neue Einheit anzu- erkennen, erfordert in Skandinavien grobe E.baraltere und mutige Entschlüsse, llber.alle Zwistigkeiten.der Vergangenheit hinweg soll hier gemeinsam eine Schicksal s k a m er a' '
rt. Die bisher schon so Kunst und Wissenschaft jen würden dadurch eine lsame grobe Ausrichtung
Marine und Luftwaffe erfolgreich
14 Schiffe versenkt uud schwer beschädigt — Treffer in Flugplätzen und Rüstungswerken — 29 Flugzeuge abgeschossen
anlagen, strie und Schiffsziele an. Eetrof wurden die Werften von D e v o ., Ipswich, Eanvey-Jslaad, Td
Der Feldpostbrief
Was ist es wert, dies kleine Stück Papier, Trau, abgegriffen, schwach bekritzelt nur. Und doch von deinem Dasein eine Spur, Und doch ein Ausdruck, ein Gefühl von dir!
Was ist es wert, dies kleine Stück Papier!
Dem Herzen, das sich wochenlang verblutet. Kommt fuß das Leben nun zuruckgeflutet. Weit aufgetan, । und ganz erfüllt von dir!
Lotte Tiedemann.
““ Angriffe feinblicher Flugzeuge am 8 2uli in Sollaud und Belgien blieben erfolglos, tn der Nacht »nm 9. Ault gegen Nord- und Westdeutkchland verursachte» Re einigen Säuierschad»! und töteten mehrere Personen.
Die gestrigen Gesamtverluste betragen 11 tflugieugc. Davon wurden 6 im Luftkamvi abgeschossen, 5 am zerstört. 5 deutsche Flugzeuge werden oermrbt.
Deutscher Aufbau in Norwegen
Berlin, 9. Juli. Nach einem Bericht, aus Oslo eröffnete der General von Falken horst rn feiner Eigenschaft als Militärbefehlshaber in Norwegen in Gegenwart von Generalleutnant Dietl die Eiienbahnstrecke von Errmg nach Mosi«».. deren Vollendung als Glanzleistung deutscher Eisenbahn- vioniere angesehen werden mu«.
An, sich sollte die Eisenbahn nach den Plänen der nor- weaischen EisenbahnverwaltuW e r st .1 m_ I ah r e 19 41 s e r t i g g e st e I l t werden.... Da aber ine <£•
Mosioen militärisch zweckmagig erschien und die Norweger bet Kriegsausbruch auf dem bereits fertiggestellten Teil der Strecke umfangreiche B rücke m v re ngungen vorgenmnnien hatten, wurden deutsche Truppen. unterstützt durch Hilfskräfte der norwegischen «taatsbahn des beutidien Ärbert.sdienstes und mehrere tausend Zivilarbeiter einaesetzt. um die Strecke bis Mosjoen betriebsfähig zu machen. .
Die neue Strecke ist in den Dienst der norwegischen St.aatsbahn gestellt worden.
Berlin. 9. Juli. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die deutsche U-Bootwaffe bat dem Feind wiederum schwere Verluste beigebracht.
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^Ein'weiterrs ll-Sool Hot de- 6riHid|en3ecHa?*t „Whirlwind" und mehrere bewaffnete Sanbelsschiffe. darunter einen britischen Marinetanker, von 1^660 Bruttoregistertonnen vernichtet.
Der im Wehrmachtbericht vom 28. 6. bekanntgegebene Erfolg eines U-Bootes mit einer Dersenknngszrffer von 38 000 BRT. bat sich. w»e der zuruckgekehrte Kommandant. Kapitänleutnant Knorr, meldet, auf 40 311 DRT.erhoht.
Schnellboote versenkten bet einem erneuten Bor, stob gegen die englische Südküste «tn britisches Sc« ”a 5n Englandgriff"die Luftwaffe Saken- und Tank» anlagen, Flugplätze sowie Werke der RustungsiiUtu« u_ @ctroffcn unb schwer beschädigt Devonport. Tankanlagen tn ______Thames-Saven und Tilburv, Sprengstofswerke in S a r w ich und die chemischen Erohanlagen Billingham, ferner tm Kanal und der Nordsee ein Kreuzet. et» Zerstörer und 8 Sa»dels« schiffe. Aus ««em Flugplatz wurde» mehrere Flugzeug«
Inmitten dieser neuen der Wirklichkeit ertigMnreifen-
Gedanken möchte ich an einen Aktes Henrik Ibsens erinnern, der kürzlich in Berlin versteigert wurde. Ibsen schrieb darin an den schleswig-boMetnMen Schriftsteller Adolf Strodtmann über Deutschland und Skandinavien:
„Ich bm wie die meisten Nordoermanen P a nger- man ist. ÄÄ betrachte die skandinavische Memchheit nur als ein Ubergaugsstadium zu einem Zusammenschlub der grobe» germanischen Stammes. Wenn ich wühte, schließlich stebeu bleibe» sollten iti einem tsiilierter »avischen Verein, da«» würde ich niema Feder ins Trntenfah tauche», um
Es zeichnet stch hier ayo eine für alle gerntani Völker klare Lebensnotwendtgkett ab. nach außen hin gemeinsame politische, und wlrtfchaftsvolt- tische Front zu bilden, eine Front, ine dem Interesse eines jeden gerecht zu werden vermag, weil dre Erfüllung der Interessen einer jeden Nation auch eine Eesamtstarkung des gesamteuropäischen Kontinents bedeutet, und umgekehrt.
Sur das deutsche Volk aber erwachst — und das ist das Ergebnis gerade der »och immer nickst v-tstandenen national- loziattstffchen Weltanschauung —. daß dieses Deutsche Reich auch die Pflicht übernimmt, dies.Kultu.rseele tener Völker zu achten, die sich schöpferisch in ben Sprachen Skandinaviens, in den Schöpfungen seiner. Künstler und tn ben ^rschunßen^einer Denier
anriert werden, für die mit in diesen JahLn 'stets gekämpft haben. Es vereinigen sich in diesem GedaMn machtvolitische Notwendigkeiten (durch die Bkockade Englands erzwungen).- kulturelle. Verbundenheit und charakterliche. Verwandtschaft als äußere Zeichen eines gesamten Artwillens. Wir sind uns dieses Schicksalsweges bewußt, und wir hoffen, daß alle germanischen Völker diese geschichtliche Stunde so rote wir begreifen und gemeinsam mit uns das kommende neue Europa erbauen helfen."
Aunstausstellung in Darmstadt
Trotz des Krieges ist es in Darmstadt gelangen, eine sehr be- achtenswerte Ausstellung deutscher, besonders Darmstadter Künstler in dem schönen städtischen Ausstellangsgebaude auf der Mathildenhöhe zusammenzubringen. Wir können...nur. einige Namen herausgreisen. Eine ausgesprochene Perionlichkeit ist • Emil Seit bau (Buchschlag). Sein Gebiet ist vor allem die Schwalm, die in ihren Tratten und Gebrauchen bis heute der Urväter Art bewahrt hat. Mehr gezerchnet, als gemalt, etwa tm Sinne eines Hans Thoma, stnd die Umrisse ber herben und kräftigen Bauerngestalten auf die Leinwand gesetzt Prachtvoll die „Schwälmer Frauen" in ihren bunten Sonntagskleidern. Richard H ° e l s ch e r, Darmstadt, zeigt mit seinenJungen-mBadestrand da- Streben nach dekorativer Wirkung und liebt bei seinen Bild Nissen kräftige Farben zu verwerten. Sehr reich ist die Landschaft vertreten. Die Bilder von Ludwig v o n H o f m a n n bleiben stark in der Erinnerung haften. Die „Junge Kraft ist ein tn Licht und Luft getauchtes Bild mit Strom und «Segeln, nut Rindern und gesunden, nackten Menschen, monumental hedach trotz der verhältnismäßig geringen Ausmaße. Seine übrigen Gemälde atmen südliche «Stimmung, .»ersetzen uns bald «ach Capri, bald nach Rom -der Korfu. Allen ist -me glühende Far^npracht eigen. Ein koloristisches Temperament ist auch Adols Beyer. Darmstadt, der aber durchaus tn der deutschen And Haft wurzelt, wie ein ganz in Gold getauchtes Herbstbild beweist Auch die Stilleben sind von Üppig leuchtender Schönheit. Sehr umsa greich ist die graphische Abteilung und die Kreidezeichnungen von Elisabeth von Kafsay-Ubelacker, Darmiraft. besonder- einige Studien aus Rußland, wird man uberfchen S^r beachtliches leistet die Plastik. Adam Antes, Darmstadt hat eine groß gedachte Bildnisbüste des Führers 9eWf en- wrechender Lebendigkeit ist auch die Baste Dr. Sch-llmg- von Elsa Pfister-Kausmann. Dre Büste 3. H.
Robert Cauer erinnert uns an diese Darmstädter Persönlich, keit, die das Vorbild zu Goethes Mephisto wurde. Trefflich rn der wilden Bewegung beobachtet ist der nirt beiden Händen das Schwert schwingende Berserker von Ludwig H ° b i ch. Dumftadt. Ein Werk von klastischem Adel die bronzene Retterftgur von Arthur Vollmann ' - ,
Besondere- Interesse beansprucht eine Sammlung aus Darm- städter Privatbesitz. Sie enthält außer einigen Radierungen von Goya zahlreiche japanische Farbenh olzs ch n r 11 e. Diese Kunst, die bei ihrem ersten Erscheinen in Europa dagrößte Aufsehen erregte, blühte vom Ende des 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhundert- und setzte den realistischen Stil der
Ukiyo-e Schule ins Volkstümlie um. Es handelt sich fast ausschließlich um Landschaften und Szenen aus dem täglichen Leben, die als Buchillustrationen gedacht waren Sein .etnätger der berühmten Meister fehlt. Am Anfang der Entwicklung steht Moronobu, den man als den Later der neueren Maleret oder des japanischen Rokoko bezeichnen kann. Ihm folgt sein Schuler Gutenofiu, bekannt durch seine erotischen Darstellungen und seine biegsamen, in Prunkgewänder gehüllten Frauengestalten Katsukawa S s h u n s h o zeigt uns die akrobatenhaste Kraft der japanischen Schauspieler, Kitagawa A t a m a r o zeichnet mit verliebter Hand die eleganten Linien und die rauschenden Marchen- oewänder der jungen Mädchen und auch der : ^Weiten wurde Katsusbssa H°-us"' unter eurovärschem Emflutz steht, udl-— v t
japanisch aber ist die kapriziöse Wahl des NatuiausschNitkes so wenn man etwa eine seiner berühmten Holzbrucken durch die Beine eines Arbeiters sieht. Ähnlich steht es 6et den berühmten 100 Ansichten des Heiligen Berges Füll, den man durch das Schilf durch ein Netz oder ein Segel wahrmmmt. Der letzte Nckstiche Meister des Farbenholzschnittes ist Schiryusar Hiroshige, der seine groß gesehenen Landschaften gern Mit lebhaft bewegten Figuren bevölkert. Diese Kunst verblüfft durch bre Naturnähe und strömt doch gleichzeitig einen unsagbar zarten, romantischen Dust aus. Dr. Wolfram Waldschmrdt.
Reicksleiter Rosenberg über die
Unter dem Schutz des Reiches
«ttliu 9 Juli Vor Vertretern der in- und aus-
bi« Mi « die tieferen Fragen des deutsch-nordischen Äerhalt- niss^ besonders im Anblick auf die zukünftige Entwicklung von großer Bedeutung sind. Ste«u bat nunmehr Retchsletter Rosenberg in seiner Ansprache über bien orbtsche Schick - salsöemeinfchaft. dte sleichzeitlg vmi allen Retchs- send/rn übertragen wurde, auSrwtltö Stellung genommen.
Er führte darum u. a. aus:
Der italienische Wehrmachtbericht von heute
Rom, 10. Juli. (Funkmeldung.) Der italienisch« Wehr- machtbericht vom Mittwoch bat folgenden Wortlaut:
Das Oberkommando der Webrmacht gibt bekannt:
Die LqftanMarung batte am 8. Juli angezergt, das euglifche Sccftrcifitafte i» tzkei Gruppen, bettebend u. a. Ang ciitifl cit 6ÄIc cb11 wt f f 6tt Hit b ln ö5n 0* träger», kick ztvffchen der Insel Kreta und der nord- nfrfitanitoen Küste in Fahrt nach Westen befanden. Eine weitere Bestätigung wurde, kurz darauf von einem unserer ll-Boote gegeben, das einen feindlichen Zerstörer torpediert und versenkt bat.
Unsere Ln f t w a f f e stieg sofort von ihren Stutzpunkten auf und unternahm während des ganzen Tases unermüdlich auf den feindlichen Verband wieder holte und recht wirksame Bombenangriffe. Einige Schiffe wurden getroffen und erlitten unter deutlich zu beob achtenden Bränden an Bord ernsthaften.Schaden. Es wird angenommen, daß ein Sch»ff — KAdrschernlich ein Schlachtschiff — versenkt worden ist. Alle unsere Flugzeuge sind bis auf ein einziges zuruckgekehrt, das auf griechischem Boden mit unverletzter Besatzung landen mutzte.
Der englische Flottenverband bat trotz feiner v er« ringerten Stärke die »ahrt fortflefe6t unb machte den Eindruck, datz er einen Angriff tm mitt- leren Mittelmeer beabsichtige, um eines«unterer wichtigsten Küstenzentren von See aus und zur Luft anzugreifem
Mr wissen, wie skeptisch Ibsen die soziale. Struktur seiner Zeit betrachtete, um so bebeutiamer rotrb diese Fern- schau und vor allen Dingen diese Sehnsucht. nach einer kommenden Ausweitung, llberwindung eines provinziellen Standpunktes gegenüber einem großen germAiischen Schicksal innerhalb des gesamten Schicksals des europäischen Kontine».ts. .
Einst herrschten bre Dänen über bre Ostsee, dann schufen norwegische Wickinger Staaten in der Normandie, m England und Sizilien: dann griff Schweden unter Gustaf. Adolf und unter Karl XH. auf den Kontinent über Heute ist das Reich Adolf Hitlers wieder in die Mission des frühgermanischen König- und Kaiserreiches eingetreten, nur in vertiefter, seiner selbst zutiefst bewußten Art. Der Wettstreit der grafte in einem dramatischen Prozeß bat zu einer Lösung dessen geführt, was vor tausend Jahren begonnen und zum Teil, mit einer anderen Blickrichtung, verwirklicht erschien Lange haben germanische Völker miteinander, um die, Palme des Steges gestritten: der biologische Krafteausyletch hat bann zu der Entstehung der skandinavischen Nationaistaaten.gefuhrt und nach einem großen Prozeß europäischer llmwalzungen^zur
zwn erb« den
_____________„..„j im Ionische» Meer i» Fühlung zu treten, während bebeute»de Snftftrett« Iräfte ihre Aktion unter st utzen.
Rach einem kurzen scharf en Feueraefecht hat der Feind auf feine Absichten verzichtet und stch nach Sud« osten entfernt. Eine einzige italienische.Flotieneinheit «ft getroffen worden. Der Schaden rotrb tn wenigen Tagen behoben fein. Bei dem Kampf sind 29 Mann der Besatzung getötet und 69 verwundet worden.
Die Luftwaffe hat trotz fibärfiter Flakabwehr de» Feind bis in dte späte» Abendstunden, verfolgt, ohue.um zur Ruhe kommen zu lassen. Einige seiner «®<5iffsentbeite» sind wiederholt mit Bombe..n fchweren Kalibers getroffen worden. Unser Torpedojager „3 e f f iro wurde versenkt, doch ist die Besatzung gerettet. ..Eines unserer U-Boote ist nicht an keinen Stützpunkt zuruckgekehrt.
Der OKW.-Bericht von heute
Berlin. 10. Juli. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ein U-Boot meldet die Bersenknng von 35187 BRT. feindlichen Sandelssckiffraumes.
Durch Luftangriffe gegen England wurden vor der Ott- und Südküste ein Borvottenboot sowie btet Sanbelsschiffe mit einer Gefamttonnage von 26 000 BRT. »erfenkt. 10 weitere Sanbelsschiffe schwer beschädigt unb teilweise in Brand gesetzt. Treffer tn Tanklagern bet Flngplätze von Pembroke unb ,ni Ipswich sowie in ben Rüstungswerken.von Norwich, Leeds, Tilbnro und Swansea verursachte» Brande und Er- pfoiimtett. Wer dem Kanal kam es mehrfach in Luft- kämpf en zwischen deutschen und britische» Jager», bei denen bet Gegner starke Verluste erlitt.
Wie bereits durch Sonbermeldung bekanntgegeben wurde. versMten 12 britische Bombenflugzeuge des Musters Bristol-Blenheim den Flugplatz Stavanger-Sola auzu- fliegen. Sämtliche angreifenden britischen Flugzeuge wurden vor Erfüllung ihres Auftrages abgejdioiien. Verluste an deutschen Flugzeugen sind hier bei nicht eingetreten.
In der letzten Nacht griffe» feindliche Flugzeuge wiederum in Holland, Nord- und Westdeutfch- land »ichtmilitärffche Ziele an. ohne wesentlichen Sachschaden anzurichten.
Die Gesamtverluste des Gegners betrugen gestern 29 Flugzeuge, darunter ein Suicherlaud-Flugboot. 28 Flugzeuge sind tm Luftkampf. 1 Flugzeug durch Flak abgeschoffen. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.
In der Nacht vom 8. inm 9. Juli wurde, «ie nachträglich bekannt wird, em britisches Flugzeug durch Nachtlager über der Deutsche» Bucht abgefchosfeu.
S&fMÄÄffS schwanden, der Weg i« eine Zert ber Meere ist eröffnet. Das .■rottitreben _ -------
Kontinent unb ben organischen Interessen «Schwebens unb Dänemarks ist jetzt beseitigt. Das Schicksal hat es tztzt ko gewollt, batz das Deutsch e.Re ich d«m gesamten Raum, aus dem eicktt die germanischen Sollet auswaWerten, UIlter feine Hut genommen bat. Es versteht fick von felbtt. gleich unter welcher Form der Schutz dieses ernttmen grotzgermanifchen Raumes erfolgen wird, batz bas Deutsche Reich auch niemals mehr baranf verzichten kann, sich vor Wiederholung eines ähnlichen Überfalles zu schirme«, ime iü»^ Englanb ^m April 1940 über Florroegen 8WCgg zeichnet sich hier ayo eine für äße germanischen
* Kurt Karl Eberlein, „Easpar David Friedrich. (Delhagen und Klasing, Berlagsbuchhandlung, Bielefeld und Leipzig). Aus einer 20 ährigen Beschäftigung mii seinem Eeg-nstand gibt der Verfasser eine kenntnisreiche, eindringliche Wesensichau tn das Werk' dieses nordischen Malers, des Landschastsdichters und des Malers der „Himmelschaft". Biographisches nur am Rande erwähnend und das Kunstphilologische überhaupt beiseite lassend dringt Eberlein tief in das Geheimnis seines schaffens ein, das als „einzig wahre Quelle der Kunst unser Herz gelten Itefr Fuhren so die feinsinnigen Betrachtungen hellsichtig in das Werk des Friedrich-Deutschen", das unter seinen 132 Bildtafeln (18farbige) enthält und mit vielen seither unbekannten Werken bekannt macht, so wird das Buch überhaupt zu einer Anzeigung des Wesens und des Gesetzes der nordischen Kunst, deren Wichtigstes nicht d,e Darstellung, sondern die Seele ist Es ist ein tiefschuriender Beitrag zur Rassen-Kunst und ihren Gesetzen. Dr. H. Reichert.
* Kleine Belehrung. Don einem geistesgegenwärtigen preu- ßischen Gesandten beim türkischen Sultan erzählt Ehr Fr. Daniel Schubart eine köstliche Geschichte Als der Eefandte in den Audienzsaal kam, bemerkte er gleich, daß man Nicht etwa aus D-r- seben sondern aus echt mohammedanischem Stolz keinen Stuhl für ihn bereitgestellt hatte. Ohne weiteres breitete er darauf seinen Mantel aus dem Boden aus, setzte sich gemächlich darauf nieder und trug seinen Auftrag mit größter Gemütsruhe vor. Der Sultan stauMe sichtlich. Als die Audienz zu Ende war, ging der Gesandte fort, ohne seinen Mantel mitzunehmen. Man nahm an, er habe das nur vergessen, und wies ihn darauf hin. Er aber antwortete ganz ernsthaft, und nur wenig blickte der Schalk dabei durch' Ein Preuße, der anstelle seines Königs steht, ist nicht gewohnt, seinen Stuhl mit sich zu nehmen." B.
„Es mos verstSnbkich fein wenn eine kl eine Natron siS von einer anderen ebenso groben nicht regieren lasse» will Dagegen Rnb wir bet lwetzeugnng. batz sich erne kleine StahMi nichts in ihrer Ehre vergibt, wenn sie sich unter be» Schutz eines ganz grvtzen Volkes Vei ne s gr otz enR - ich e s st ek l t. Die Er ötze ernes des wie des beutidien anzuerkennen, bas muh tauteno em toroetüer Prnmnge» nunmehr in alter Kraft wieder Wer SdWW stehl, ist nicht etwa ein ZeiHu fchwachllcher timnflTfonbe« bas Anerkennen eines Schickfalsgebotes euiovaifche» Daseins.
Das gleiche gilt nunmehr auch vorn Verhältnis — 1 ~ -1!ie« 9leiÄ unb bem flanbts
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* Sie Nassauischen Heimatblätter, die Zeitschrift des „Greins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung erscheinen soeben als Ä. Jahrgang 1939 (Januar-Dezember) tont Henche hat einen Aufsatz betgefUuett „Kam unb ou Gründung einer deutschen Flotte", der bei diesern Kleinstaat im Streit zwischen Preußen und Österreich einen vom Partikular^ mus freien Standpunkt und Berständnis zur allgemein deutsche Politik erblicken iSjt und auch sonst über den ranzen Fragenkomplex Angelegenheit einer deutschen F^te gut uMerrichtet. Non Dr. Earl Heiler t stammt die Beroffentlichung eines Briefes Jbells nach Lönings Attentat, aus dem die ganze innere seel-sche Lage des einstigen nassauischen Reglerungsprasidenten iÄ Üm ffr ibn glücklich verlaufenen Attentats urrundlich hpmnraäit Der illustrierte Aufsatz von Elemens Werler über. Dfe §ftch« »u Naurod" bemüht sich auf Grund von «n Wies- hnbener Staaisarchio gefundenen Belegen die bisher stark per» mutSe Auffassung zu erhärten, daß Werkmeister Johann Jakob Bayer aus Wiesbaden der alleinige Planleger der Baues gewesen ist Ideen italienischer Hochrenaissance wurden mit so-chen des westlichen Klassizismus in der Bauart verknüpft.
