Seite 4 Nr. 134
Wiesbadener Tagblatt
Montag, 10. Sunt 1948
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Wiesbadener Nachrichten
geringfügige oder lange zurücktrafen bekanntgegeben, io würde bestraften
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Werderstr. 3
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Wir wollen unseren Briefwechsel mit dem. Ausland während der Kriegszeit am das äußerste beeckranken und andererseits auck nur Nachrichten ins Ausland geben, aus denen wirklich keinerlei Rückschlüsse auf wichtige Dinge des Krieges möglich iüld.
Ich benötige ein Führungszeugnis
An wen muh ich mich um Ausstellung wenden?
Der Reichsminister des Innern bat einen Runderlab veröffentlicht, der sich mit der einbeitlichen Regelung der Ausstellung von Führungszeugnissen befabt. Es gibt unzählige Fälle, in denen die Vorlage eines volizei - lichen Führungszeugnisses verlangt, wird. Ein „Vorbestrafter" wird nun oftmals von der Beschaffung des Führungszeugnisses zurückschrecken, weil er glaubt, bas dann seine Vorstrafe bekannt wird. Diese Auffassung ist irrig.
Würden t
liegende Strafen Personen bei dem im allgemeinen gegen sie vorherrschenden, oft völlig unbegründeten Vorurteil der Weg zu ehrlicher Arbeit versperrt werden. Es liegt aber im allgemeinen Interesse, dab Menschen, die nicht aus verbreche rischer Neigung oder Veranlagung straffällig geworden ftnd, sondern sich unter dem Druck besonderer Umstände
— Teilweise wieder Päckchen an unsere Soldaten. Die Reichsvost befördert wieder Feldpost Päckchen an Sol- baten, in deren Anschrift auher der Feldpostnummer ein Bestimmungsort angegeben ist. Dagegen können Feld- vostpäckchen noch nicht versandt werden, in deren Anschrift nur eine Feldpostnummer oder eine Feldpostnummer und ein Luftgauvostamt angegeben ist.
- Spendet Schallplatte« für die Frei,eit-Betrennng der Soldaten. Zur Freizeit-Betreuung unserer Soldaten besteht ein dringender Bedarf an Schallvlatten. Das Oberkommarcho der Wehrmacht wendet stch daher an alle Volksgenossen, Schallvlatten zu sammeln und der Wehrmacht zur Verfügung zu stellen. Auch schon vollkommen abgespielte oder beschädigte Platten werden gern angenommen, ba sie zur Verstellung neuer Platten verwendet werden können. Die Sammelstelle des Oberkomma.ndos der Wehrmacht ist die Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschait und Unterricht. Berlin W 62. Kleiststrase 10 bis 12, wohin die Platten ,u senden sind.
„Das mußt du wissen"
Ei« praktischer Ratgeber für aktuelle Frage« des Arbeitslebens
Der Krieg bat auf vielen Gebieten des täglichen Sehens Änderungen mancherlei Art eintreten lassen, die reder Volks- genosie genau beachten muh. wenn er nicht störend,am. den Kreislauf des Tagesgeschehens in der Heimat einwirken will. Das gilt vor allem für das Gebiet des Arbeitslebens. Zur Unterrichtung aller Volksgenossen, bat der. Verlag der Deutschen Arbeitsfront einen praktischen Ratgeber (25 Pfg.) herausgegeben, in dem der H.auv.tabteilungs- leiter im Zentralbüro der DAF.. Edgar Bissinger. auf alle Fragen eingeht, die mit dem Arbeitsrecht. der Sozialversicherung, dem Familienunterhalt, den Lohnfragen, der Steuergesetzgebung, der Zusatzlebensmittel und -bekleidung für Schaffende, dem Mieterschutz u. a. im Kriege zusammen- hängen. Ein alphabetisches Sachregister mit fast 200 Stichworten erleichtert das Auffinden eines bestimmten Sachgebietes der übersichtlich geordneten Broschüre. Guten solchen „Berater" zu besitzen, entbindet von manchen Laufereien und Rückfragen. Von ihm können wir auch erfahren. ait welche Stellen wir uns zu wenden haben, um eine bestimmte Frage näßer zu klären. Wer bieten Kat« gebet in Händen bat. weih in allen Dingen des Arberrs- lebens Bescheid. p-
etwas zuschulden haben kommen lassen, wieder in bas bürgerliche Leben und in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden. Andererseits ist das Führungszeugnis kein Leumundszeugnis und es fällt kein Werturteil über die Person.
Strafen, für die auf Grund des Straftilgungsgesetzes die vorzeitige Auskunftsbeschränkung für das Strafregister angeordnet war. werden nicht vermerkt. Dann ferner erste und alleinige Strafen, sofern es sich bandelt um eine Gefängnis- oder Festungshaitstrafe von höchstens einem Monat, eine Haft- oder Arreststrafe, eine Geldstrafe für die die Freiheitsstrafe höchstens 1 Monat Gefängnis oder 6 Wochen Haft beträgt. Außerdem werben Verweise, wie Vermerke über den Ausschluß aus der Partei oder ihren Gliederungen, die Unterbringung in einem Schutzbaftlager int polizeilichen Führungszeugnis nicht ausgenommen. Nach Ablauf einer bestimmten Frist werden im polizeilichen Fübrnngszeugnis nicht mehr vermerkt Gefängnis- und Festungshaftstrafen von höchstens 3 Monaten, bei einwandfreier Führung nach Ablauf von 3 Jahren: nach öjähriger guter Führung werden die Strafen von mebr als 3 bis 5 Monaten nickt mebr vermerkt: sieben Jahren guter Führung bedingt der Erlaß des Vermerks für Strafen von 5 Monaten bis zu 2 Jabren. und 8 Jahre dauert es. bis eine Strafe von mehr als 2 Jahren Gefängnis im Fübrnngszeugnis nicht mehr vermerkt wird. Bei etwaigen Neben st raten (Verlust der bürgerlichen Ebrenrechte. Eidesfähigkeitsvetlust, Zuläsiigkeit von Polizeiaufsicht usw.) muß erst der Entscheid der vorgesetzten Polizeibehörde eingeholt werden, wenn die Strafe nicht mehr vermerkt werden soll. Wenig bekannt ist, dah Nebenstrafen erst dann beginnen, wenn bie Hauvistrafe verbüht ober erlassen ist.
Die Erteilung des Führungszeugnisses erfolgt durck die Ortsvolizeibehörde. in Wiesbaden bei den Polizeirevieren, in deren Bereich der Antragsteller zuL-Zeit des Antrages wohnt ober polizeilich gemeldet ist. Der Antrag kann auch schriftlich erfolgen. Gin Führungszeugnis kann jeder nur über feine eigene Führung beantragen. G. C—s.
Der Nachrichtenverkehr mit dem Ausland
Gedankenaustausch nur unter Beachtung der Bestimmungen
Eine N a ch r i ch t e n v e r k e b r s o r d.» u ng ist am 7. Juni in Kraft getreten und fordert die detn11Lite Beachtung aller deuticken Volksgenossen. ^te mit dem Ausland korrespondieren, da empfindliche Strafen für Die Nichtbeachtung festgesetzt sind Jedweder Nachrichtenoerkebt mit dem feindlichen Ausland ist d o 11 ft a n big unter sagt. Ausnahmen kann mir das Oberkommando der Wem- mackt bewilligen. Alle Briefe, bte tn das n t Ät fmnbHme Ausland gehen, dürfen weder in den nächsten Briefkasten geworfen, noch selbst frankiert werden. Sie mufsen am Post- schaltet abgegeben werden, wobei man sich durch Paß. Kenn- karte usw. dem Postbeamten gegenüber ausweisen viuß. Schickt man einen Boten., so muß sich auch dieser ausweisen können, seine Anschrift wird vermerkt. Die Derseirdung von Ansichtspostkarten aller Art, von aufgeklebten PbotogrLvblen Blindenschristsendungen. Schachaufgaben. Kremwort- und anderen Rätseln, ferner der Gebrauch von GeheiMsckrMen, Kunst- und Eebeirnspracken. sowie von hebräischen. Swtift- zeicken ist grundsätzlick verboten: ebenso in Kurzeckrift ab- gefaßte Briefe. Während Geichaitsbriefe nur in reib’ Maschinen- oder Druckschrift zulässig sind, ist dies auch bet
halten, die sich auf den Zablungsgrund beziehen, Sie ji Prüfung des Nachrichtenverkebrs eingerichteten Dienststelle., haben das Recht. Rachrickten oder Sendungen ohne Angabe von Gründen gam oder teilweise von der Übermittlung ober Beförberung auszuschließen.
allen Briefen und sonstigen Postkarten erwünscht Briese nickt geschäftlichen Inhalts müssen deutlich und leicht lesbar geschrieben sein und dürfen b^steim 4 Seiten, iw Format 210X297 mm umfassen. Drucksachen. Eeschaftsoaviere. Warenproben üsw. sind nur im geickattlichen Verkehr tu gelassen. Zeitungen und Zeitschriften muß man m Zukunft direkt durck den Verlag schicken lasten:, gelesene Blatter können also nicht mehr ans Ausland weitergegeben werden.. Vollständige Anschrift des Absenders ist aut der Außenseite der Briefumschläge, bie nickt gefüttert jein dürfen, anzubringen Hinsichtlich des Inhalts der Briefe ist »u bemerken, daß keine NaLrickfen über die militärische, wirtschaftliche ober politische Lage übermittelt werden dürfen, tote geeignet sind, das Wohl des Reiches oder der mit ihm verbündeten oder befreundeten Staaten zu gefährden. Die Abschnitte von Postanweisungen dürfen nur solche kurzen Mitteilungen ent- fmit»n hi« fick auf den Zablungsgrund beziehen. Die zur
Besichtigung der Neupimpfe Unsere Jungens ,eigen, was Re können _ »Die Zehnjährigen zu uns!" Das war bie Parole ber HiiIeriugenb. bie. wie iebes Jabr. im April Durch das ganze Reich erklang. Seit dem Geburtstag des Führers marschieren nun bie zehnjährigen Jungens und Madels im Jungvolk und im Jungmädelbund. Gleichzeitig mit der Aufnahme dieser Jüngsten begann für ihre Führer und Ausbilder eine, zähe Arbeit. Man muß sich vorstellen, daß so ein Zebniahnger von dem, was die Hitlerjugend verlangen muß, so gut wie gar keine Ahnung bat.
., Nun ist erst, eine kurze Zeit vergangen und schon legten die Neuvimpfe ihre erste Leistungsprobe ab. Am Samstag- nackmittag besichtigte Jungstammführer Wirth im Hof der k>ebbel!chule die einzelnen Einheiten. Fähnlein auf Fähnlein ruckte an. Bei strahlendem aber sehr heißem Wetter strengte sich jeder der Jungpimvfe an. um der Einheit, der e; angehort. ein möglichst gutes Abschneiden zu sichern. Durch di.e zündenden Worte ihres Jungstammführers zu äußerstem Einsatz und Pflichterfüllung aufgerufen, gingen dann die Pimpfe an bte Erfüllung ihrer Aufgaben. Bei Marsckieren und Exerzieren bewiesen alle größte Disziplin. Das Singen gestaltete sich fast zu einem Wettstreit. Jede Einheit wollte bte besten unb neuesten Lieber bringen. Auch bie Schulung kam bei diesem Appell nicht zu kurz. Die Pimpfe zeigten durch glatte Antworten auf Fragen, wie über das Leben des Führers oder bie Dienstränge im Jungvolk, baß sie auch hier etwas gelernt hatten. Den Höhepunkt ber Veranstaltung bilbete ein Uniformavvell. Alle Einheiten wiesen eine gute Antrittsstärke auf. So kann bieie Besichtigung als ein guter Erfolg gewertet werden. Pal.
Auch beim Fußball sind unsere Pimpfe aus Draht
Fhl. 3/80 (Wiesbaden) — Auswahl Standort Frankfurt a. M. 2:1
Am Sonntag batte unsere Wiesbadener Fäbn- leinmannschaft 3/80 im Stadion zu Frankfurt a. M. gegen eine Auswahl des dortigen Standortes einen barten Kampf zu bestehen, von dem sie aber mit einem schönen 2:1- Sieg heimkehrte. Der Sieg ber Wiesbadener ist deshalb um so höher zu werten, als bie Frankfurter Mannschaft körperlich überlegen war. Durck restlosen Einsatz unb größere Disziplin glichen aber unsere Pimpfe bieten Vorteil ber Gastgeber aus. Durch einen Elfmeter konnte Wiesbaden schon in der 5. Minute des Spieles das erste Tor erzielen. Das zweite folgte in ber zweiten Halbzeit in ber 2. Minute. Als bester Wiesbabener Spieler muß Götz angesehen werben. ber auch bas eine Tor schoß. Frankfurt errang sein Ehrentor in ben letzten Minuten bes Kampfes. Fähnlein 3/80 batte noch bas Pech, daß sein Halbrechter durch eine Verletzung ausscheiden mußte — Zu dem bereits angegebenen Torverhältnis und dem Eckenverbältnis 3:2 für Wiesbaden können wir unterem Fähnlein 3/80 nur gratulieren und wir wollen hoffen, daß es auch aus dem Rückspiel, bas in dxei Wochen in Wiesbaden stattfindet, genau io erfolgreich Beroorgebt
— Alle trugen die Runenabzeichen. Die deutsche Jugend sammelte am letzten Wochenende für bas Jugendherbergs- werk. Nachbern die Schulkinder schon in der vergangenen Woche für diesen gemeinnützigen Zweck Briefverschlußmarken vertrieben batten, fanden nun die kleinen Elasfäfelcken mit den blauen, grünen, roten, gelben Runen reißenden Absatz, io baß am Spätnachmittag des Samstag kaum noch welche dieier bübicken Abzeichen vorhanden waren. Ausnehmend vom Wetter begünstigt, ietzten die Hitlerjungen und BDM.» Mädels auch am Sonntag alles daran, um einen möglichst guten Ertrag zu erzielen. Und alle wetteiferten miteinander. die einen im Sammeln, die anderen im Geben. Der Erfolg dieier Reicksstraßensammlung aber wird dem ganzen Volke und so wiederum jedem einzelnen zugute kommen, denn allüberall erheben sich bie Sugenbherbergen als Raststätten megemüber Wanberer.
— Aus ber Bezugscheinpraxis. Für bie JnstanbHaltung von Berufskleidung werben Bezugscheine für Flnklavven unb Stoffe ausgegeben. Auch für bte Selbstanfertigung von Berusskleibung können Köverstosfe auf Bezugschein bezogen werben. Arbeits- unb Berufskleidung ist bezugscheinpflichtig, dagegen können einige ausgesprochene Arbeitsschutz-Bekleidungsstücke. wie z. B. die Wasierschutzbekleidung. frei gekauft werden. Teilweise bestanden noch Zweifel, ob bestimmte Arbeiterschürzen, die bei nässenden - Arbeiten angeiogen werden. wie etwa die gummierten Arbeiterschürzen, unter den Begriff „Wasiersckutzbxkleidung" fallen. Der Reichsbeauftragte für Kleidung und verwandte Gebiete bat, nunmehr entschieden, daß Ärbeiterschürzen aller Art aus Spinnstoffen, und zwar auch die gummierten Schürzen, zur bezugscheinpflichtigen Arbeits- und Berufskleidung rechnen.
— Wissenswertes aus dem Alltag. Das amtlicke Fern- fvrechbuck für unseren Bezirk kommt in den nächsten Tagen zur Ausgabe. — Im Briespost-. Telegramm- und Fern- sprechdienst mit dem Gebiet von Euven-Malmedy und Moresnet gelten bie innerdeutschen Gebühren- und Verten- buitgshebingungen. Pakete sind noch nicht zugelasien Der Eeldübermittlungs- und Wertdienst wird noch geregelt.
— Sparsamkeit auch in kleinen Dingen. Zur größeren Pariereinsparuns sollte beute auch im Geschäfts- und Behördenverkebr mehr als bisher ber halbe Vogen.ver- manbt werben. Allerdings macht bft ber große Briefkopf es unmöglich, den halben Bogen richtig auszunutzen. Deshalb will der Normenausschuß bie bestehenben Normen über Briefvordrucke durch einen Spar vor druck ergänzen. Die Anordnung des Briefkopfes, wird für halbe Bogen so vereinheitlicht, daß damit eine größtmögliche Raum- ausnutzung gewonnen wird. Die Beachtung der neuen Regel wird es mehr als bisher ermöglichen, den ganzen. Bogen durch einen halben zu ersetzen, ohne sogenannte Hoflickkelts- pflickten zu verletzen.
— Die Wachmannschaft der Scktersteiner Rettungsstation hatte auch an diesem Wochenende wieder alle Lmnde voll zu tun. Sie mußte ständig ihre Aufmerksamkeit auf das Wgsier konzentrieren, um bei einem Unfall sofort Helfend eingreifen zu können. Diese präzise Ginsatzbereitschaft bewahrt» sich auch diesmal wieder, denn als es zwischen zwei Paddlern tm Hafen zu einem Zusammenstoß kgm und das eine Boot mit Insasse kenterte, waren die Manner der Rettungsstation schnellstens zur Stelle und bargen den Paddler . und das, Boot wohlbehalten. Später kenterten bann noch zwei Paddler infolge einer Winbbö. Auch sie würben aus dem Wasser gezogen und sicher an Land gebracht. Gbenso barg man bte Boote.
— Gin schwerer Radunfall ereignete sich am Samstagabend Gcke Röder- und Taunusstraße. Gtn Junge kam bte Röderstraße mit seinem Rab heruntergefahren. In Hobe, der Nerostraße riß die Kette. Der Junge verlor die Gewalt über bas Rab. bennoch versuchte er. in großem Bogen in bte Taunusstraße hineinzukommen Es gelang ihm aber man unb er fuhr mit großer ©etominbtgfeit gegen ben Salte- stellenmast vor der Apotheke. Volksgenosien brachten den Jungen mit einer Knleoerletzung und einer Haftenden Kmn- wunde in die Apotheke. Gtn vorbeikommender Arzt leistete die erste Hilfe. Der Junge wurde dann mit dem Saintats- auto zu ben Stäbt. Krankenanstalten gebracht.
— Unfug des Schießens an bewohnten Orten. Am 4. Juni gegen 14 Uhr würbe vor bem Hause Ablerstraße 48 ein achtjähriger Junge beim Sviel burch eine Kugel aus einer Luftbüchse an der rechten Seite erheblich verletzt. Wer kann über ben Schützen Angaben machen? Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei. Zimmer 83.
— Hohes Alter. Frau Julie G b e r t. Wwe„ Kleist« straße 5. kann am 11. Juni in Gesundheit unb geistiger FrisKe ihren 89. Geburtstag feiern.
— Reichskarten für Urlauber. Bisher war bie Lebensmittelversorgung von Urlaubern, bie an ihrem Standort Gemeinschaftsverpflegung erhalten und deshalb nicht über Lebensmittelkarten verfügen, nicht einheitlich geregelt. In ber Regel wurden auf Grund der Urlaubsscheine an die Urlauber Bisher von ben Grnäbningsämtern Reise- und Gaststättenmarken ausgegeben. Dabei konnte eine Versorgung mit Marmelabe. Zucker unb Giern nickt erfolgen, ba hierfür Reite- unb Gaststättenmarken nicht vorhanden sind. •foitWc* Sfnaoturigsüfitfer Bäbe» "MrsAMWsNWL'öb.et Sonberkarten ausgegeben, um auch bieten B^ug zu ermom licken. Das hat jebock vielfach Unzutraglickkeiten mit sich gebracht. Um biete zu vermeiden, werden durch einen Grlaß des Reichsernährungsministers Reichs karten für. Ur - lauber eingeführt. Auf diese Weise wird eine einheitliche Urlaubsverpflegung auch für diejenigen Dersorgungsbereck- tigten geschaffen, bie normalerweise Gemeinschaftsverpflegung erhalten unb beshalb keine Lebensmittelkarten besitzen. Die Regelung betrifft vor allem Angehörige ber Wehrmacht. bes Reichsarheiisbienstes. bte Frontarbeiter usw. Die Karten gelten für bas ganze Reichsgebiet und können, nach Vorlage des ordnungsmäßigen Urlaubsscheines von lebent Ernährungsamt oder jeder Kartenstelle ausgegeben werben. Die Rationen entfvechen ben Normalsätzen.
— Öffentliche Anerkennung würbe zuteil ben Wiesbabener Volksgenossen Wilhelm Jager. Sckutzenhofstr..13. unb Georg Walz. Städtische Krankenanstalten, tur ihre Leistungen als Blutspender im Dienste der Erhaltung bzw. Wiedererlangung ber Eesunbheit erkrankter ober verletzter Personen.
— Todesfall. Im Alter von 56 Jahren ist Plötzlich in Eleiwitz ber Direktor des Hotels „Haus Oberschlesien. Karl M. Herrmann, verstorben. Gr galt als Hotelfach- ittann von internationalem Ruf und hat erste Betriebe rm In- und Ausland geleitet, u. a. war er längere Zerf Direktor des hiesigen „Taunus-Hotels". Er wurde tn Wiesbaden beigesetzt.
— Beschädigungen von ausgehängten Plakatrahmen der NSDAP. In letzter Zeit mehren sich die «alle, baß bte ausgehängten Plakatrahmen ber NSDAP. — unb dies hauptsächlich in dem Ortsgruvvenbereick Weitend — offen-. bar mit Absicht, beschädigt werden. Wer kann über bte Tater AngAen macken? Mitteilung erbittet bte Kriminalpolizei. Zimmer 83.
— 7 Jahre RLB. Den -siebenjährigen Weg bes R e i ch s - luftschutzbunbes vom „eingetragenen Verein zur „Körperschaft bes öffentlichen Rechts'.' schildert etn ausführlicher zusammenfassender Aufsatz tm neuesten Heft ber „Si r e n e". aus bem wir u. a. auch ertahren. baß bte illustrierte Luftschutz-Zeitschrift „Die Sirene“ seit bem November 1933 besteht. So rote tm Ernstiall der Heulton der Sirene die Volksgemeinschatt zum Selbstschutz aufruft, so will diese Zeitschrift ein ständiger Mahner. Erzieher und Lehrer lein.
W.-Sckiersteln: Auch am Sonntag waren unsere Land- wirte von früh bis spät auf den Feldern, teils bet der Heuernte. teils beim Aufhäufeln ber Kartoffelfelber: schltenltck ist auch hie Frühohsternte auf dem Höhepunkt angelangt. Kirschen unb Erdbeeren werben schon in großen Mengen angeliefert. ebenso Stachelbeeren. — Am Hasen und> Rhein- ufer verbrachten am letzten Wochenende zahlreiche Paddler- und Paddlerinnen in Zelten ihre Freizeit. Auch toaren viele Badegäste anzutreffen, bie sich aber mit Sonnenbädern begnügen mußten, da das Baden im Hafen und Rhein verboten ist.
Musik- und. Vortragsabende
* Der Nassauische Verein für Naturkunde unternahm am Sonntag (Führung Oberstudienbirektor Dr. Hei neck) eine Wanderung durch Wiesbadens weitere Umgebung. Aut dem Grätelberg wurden in zwei Gruben vor Schierstein der Log. der wichtigste Untergrund und Ackerboden nebst den abwechselnden Schichten von Sand. Kies und Geröll, den sogenannten Diagonallckichten. mit gleichzeitigen Grörterungen über die geologische Bedeutung ber MosbacherSande besichtigt. Die Wanderung führte weiter zum Spitzen Stein mit Dem Goethe-Denkmal, ber als Ausgang eines großen Quarzgangs in nordwestlicher Richtung bis zum Grauen Stein vor Eeorgdn- horn. besondere Bedeutung bat. Dann wurdest iui Waldgelände die Reste des Quarjganaes verfolgt, die im Grauen Stein nochmals ein großes Ende erreichen.
Dienst in der Freizeit
verantwortungsvolle Aufgaben der Beauftragten der Partei
Viele Volksgenosien. die am Tage fckwer körperlich ober geistig zu arbeiten haben, würben sich entrüstet abroenben. wenn man von ihnen verlangen würbe, sie sollten sich auch noch an ben Abenben, ben freien Nachmittagen ober Sonntagen zu ehrenamtlicher Tätigkeit zur Verfügung stellen. .JtesMf M« HO?
ber Mensch unb brauche meine Freizeit dringend zum Ausspannen." Ganz schön und gut, denken wir habet mal an die Politischen Leiter, die Helferinnen der FrauensLaft oder bes Luftschutzes unb so manche anbere, bte ihre Freizeit genau so gut gebrauchen könnten, sie aber immer unb immer roieber ber Partei ober einer ihrer. Gliederungen oder an? geschlossenen Verbände opfern. Dafür können sie aber bock wohl wenigstens beanspruchen. rücksichtsvoll behanbeltsu werben. Gs ist wirklich eine Selbstverständlichkeit den Politischen Leiter ober einen anberen freiwilligen. Helf er nicht vor der Tür abzufertigen, sondern ihm E Zimmer einen Platz anzubieten. wo er. in Ruhe seinen Auftrag ausfuhren kann, der ja meistens mit Schreibarbeit verbunden ist. Was für einen Eindruck macht es doch zum Beispiel, wenn man durch ein Haus gebt und sieht eine Helferin ber NS.- FraueniLaft auf ber. Treppe sitzen unb bter bas Ergebnis einer Besprechung auf einer Volksgenosiin tn ihre Papiere eintragen. Ließe sich bas am Tisch nickt, besser erledigen? gäbe es noch so manchen Fall zu erwähnen. Nun wollen wir uns aber alle einmal überlegen, ob unsere Behandlung gegenüber den selbstlosen Hilfskräften ber Partei stets so war wie sie sein soll. Wenn nickt, bann: Gute Besserung!
Pal.
Altpapier • Metalle »Alteisen
Heinrich Gauer
Telefon 24588
