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Wiesbadener Tagblatt

*nh Berlaa: Erscheinungszeit:

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88. Jahrgang

Mittwoch, 5. Juni 1940

Nr. 130

Wöchentlich

mtt einer täglichen

g. 6*natB«gW »«chdnur-rei, ^vagblatt-Hass' 8erad-r-cher.Scnmnel.Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. PcMchecttonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.

Am-iq-npreil«! Ein Millimeter HShs der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund, nteis 7 Spf, der 85 Millimeter breiten Spalte im Te-ttteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Rr. 8, Nachlässe nach Preisliste Nr. 8. Schluß der Anzeigen-Annahme 91/» Uhr vormittags.

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Nach der größten Vernichtungsschlacht aller Zetten

Btt führet nn wer und Volk

Adolf Hitler an seine Soldaten:Mein Vertrauen zu Euch war ein .grenzenloses. Ihr habt mich nicht enttäuscht! Der Kampf um die Freiheit unseres Volkes wird fortgesetzt bis zur Vernichtung der Gegner" Deutschland flaggt auf die Dauer von acht Tagen; ein Zeichen des Dankes für unsere tapferen Soldaten

-rzichtet. atz diese

mck> 185 329 Engländer. ,,

Der geplante Feindstotz in das deutsche Ruhrgebiet «wer wurde durch diesen in der Geschichte aller Staaten b-lftrellos dastehenden Sieg umgewandelt, in einen deutschen Borstotz weit hinein in das französische Industriegebiet, in einen Stotz, der mit dem Fall Dünkirchen nun die gesamte holländische, belgische und französische Kanalküste bis zur Somme-Mun- dunq in unsere Hand brachte. Die Kriegstreiber suhlen, datz nun die Stunde der Abrechnung gekommen ist und ihre endgültige Niederlage herannaht So hat sich selbst Churchill gestern im Unterhaus bemüht, dem englischen Volk reinen Wein einzuschenken. Er hat zwar Nicht ganz auf das Lügen und auf das Jonglieren mit Zahlmi veMchtet. aber er hat doch nicht mehr den Unsinn verzapft, datz diese Niederlage eigentlich ein Sieg sei. Er hat vielmehr von dem grotzen militärischen Fiasko gesprochen und hat erklärt, datz die englischen M a ter i al v er lu ft- enorm seien. Er hat weiterhin eivgestanden, datzdre französische Armee geschwächt, Belgien verloren und alle K a n a lh ä fen in den H an b en Hrtle rs seien Verantwortlich macht Churchill für diese bei­spiellose Niederlage das französische Oberkom­mando, weil es nicht sofort den Befehl mm Ruckzug g^. Aber auch Churchill spürt offenbar, dag sich fetzt die grotze Wende vollzogen hat, erklärte er doch, datz E n g l a n d u n d Frankreich sich gemeinsam verteidigen wur­de nbis zum Untergang". Er hat auch keinen Zweifel daran gelassen, datz sich die Westdemokratien auf neue Schlage gefaßt machen müsien. Kein Wunder also, daß die Presse der Westdemokratien sich immer wieder mit der Frageibefatzt w>o der nächsteSchlaq geführt werden wird. Wir nehmen dieses Rätselraten als Äuherung einer nervösen Erwartung der Gegenseite zur Kenntnis und können den Herren nt Paris und London nur versichern, datz der Kampf gegen Eng­land und Frankreich mit aller Entschlosienheit und Harte weiterqeführt wird. ., , , -

Der grotze umfassende Abschlutzbericht des OKW. bat, in der gesamten Presie des Auslandes auherordentlick starke Beachtung gefunden. Er wird überall ausführlich ""eder- gegeben und kommentiert. Besonders wird dabei der ichwere Schlag bervorgeboben. den die Franzosen und Engländer er- liiten Tatsächlich baben die Franzosen auch bis letzt noch nicht die Kraft zu stärkeren Angriffen wiedergefunden. oie haben zwar erneut versucht, den hei Abbeville auf dem westlichen Ufer der Somme gebildeten Bruckxnkovf 8U be- seitigen aber wiederum ist dieser franzoir sch e P a n " r - angriff ,usammengebrochen. wobei auch diesmal die iunkers-Stuka hervorragenden Anteil an dreseIi Erfolg bn Äitschen Waffen hatten. Sonst aber haben die Franzosen

(Fortsetzung auf Seite H

Ein Sieg ohne Beispiel^

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

as. Berlin, 5. Juni. Ein Sieg ohne Beispiel wurde er­rungen, ein Sieg, der uns in der Gewissheit bestärkt, datz der Endsieg unser sein wird. Wie gewaltig dieser Sieg ist, das zeigen die stolzen Zahlen des grotzen Abschluhberichtes, den das Oberkommando der Wehrmacht jetzt über die bis­herigen Operationen im Westen vorlegt. Hoher Stolz, grotze Freude und tiefe Dankbarkeit erfüllen das ge­samte deutsche Volk. Wenn im Rundfunk gestern nach der Verkündung dieser grotzen Siegesbotschaft das niederländische Dankgebet erklang, so gab das dieser tiefen Dankbarkeit Aus­druck, diesem Gefühl, das früher ein Dichter in die Worte zu- sammenfatzte,Der Herr hat großes an uns getan, Ehre sei Gott in der Höhe". Volle r/Dankbarke i t gedenkt aber Grobdeutschland in dieser Stunde auch des Mannes, unter dessen genialer Führung dieser Sieg errungen wurde, Adolf Hitler, und voller Dankbarkeit gedenkt es aller derer, die diesen Sieg erkämpfen halfen, drr todesmutigen Fallschirmspringer, der unermüdlichen Infanterie mit ihrem unbezähmbaren Angriffsgeist und der Männer all der anderen Waffengattungen, der jungen und doch so ruhmreichen Wehrmacht des Grotzdeutsl^n Reiches. In stolzer Trauer aber weilen unsere Ge­danken bei jenen, die in diesem Kampf für Erotzdeutschlands Freiheit starben. r ...

Es ist schwer, sich den ganzen Umfang dieses gewaltigen Sieges zu vergegenwärtigen. Wenn die Zahl der Kriegs­gefangenen nicht weniger als 1,2 Millionen betragt, so mutz. inan sich einmal vor Äugen halten, datz 1870 bei Sedan 83000 Mann kapitulierten, bei Tannenberg gerieten 93 000 Mann in deutsche Gefangenschaft. Kutno schließlich schrieb mit 170 000 Mann die höchsten Eefangenenzahlen tn das Buch der Geschichte. Im ganzen Verlauf des Weltkrieges, also von 1914 bis 1918, in den vielen Schlachten im Osten und Westen, betrug die Z-chl der Kriegs­gefangenen, die in deutsche Hand fielen, tunb - /« M11 - licknen Mann, darunter befanden sich 535 411 Franzosen

Juni-Offensive beginnt

Erfolgreiche Luftangriffe südlich Abbeville und aus den Hafen von Le Havre

Führerbauvtauartier. 5. Juni. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, wurde am 4. 8. die Festung D L n k i r ch e n nach schwerem Kampf genommen. Drei Generale und etwa 4 0 0 0 0 Mann verschiedener französischer Verbände ergaben sich unseren siegreichen Truppen.

Bei Abbeville ist ein mit starkem Artillerie- und Panzer-Einsatz geführter fe i n d I i ch e r Angrisfab- gewiesen worden. Ebenso scheiterte ein AnckViif aus unsere Gesechtsvorvokten südlich L o n g w y unter schweren Verluste« des Feindes.

Mit Kampf- und Sturzkamvffliesern griff die Luft­waffe feindliche Ansammlungen südlich Abbeville sowie die Hafenanlagen von L- Hav.re erfolgreich an.

I« den frühen Morgenstunden des heutigen Tages haben neue Angriffsoverationen auf der bis­herigen Abwehtfront in Frankreich begonnen.

Erneut angetreten!

Von Fritz Günther

Wir stehen noch völlig im Banne der gemaltisen Er- solgsziffern. di- das Oberkommando der Wehrmacht tm Abschlutzbericht üb-r die grötzte Vernichtungs- schlacht aller Zeiten, die Schlacht in Flandern und im Artois, bekannt gibt, da erreicht uns bereits der Tagesbefehl des Führers, durch den wir Kenntnis erhalten, datz die Westfront erneut angetreten ist. der siegreiche Vormarsch der deutschen Truvven. der mutige und entschlosiene Kampf bis zur Vernichtung des Gegners, seine Fortsetzung gefunden bat.

Der entscheidende Erfolg, den unsere schlagkräf­tige Wehrmacht, die Tapferkeit unserer Truvven in den 25 Tagen der Mai-Offensive erringen konnten, läßt sich in seiner Bedeutung erst dann voll erkennen, wenn wir uns vor Augen halten, datz die vernichteten Armeen bestimmt waren, den Krieg über Belgien und Holland hinweg in deutsches Gebiet zu tragen. Dieser Versuch, obwobl mit den besten Angriffsdivisionen vorbereitet, wurde im Keime erstickt. In 25 Tagen hat das deutsche Heer den Gegner an allen Fronten geworfen, die feindlichen Ofsensiv-Truoven nickt nur erschüttert, sondern in kraftvollem Angriff in ihre Reihen Bresche geschlagen. Befestigungen und Angriffsstellungen vernichtet und in kühnem Dorstotz über die Maas bis zur

Tagesbefehl des Führers

fols

Adolf Hitler.

Der des

w»d unser Sieg sein!

8 aur Deutschland aber ist wieder im Geiste bei Euch. Führerbauvtauartier. den 5. Juni 1940.

Führerbauvtauartier. 5. Juni. (Funkmeldung.) Der Führer und Obertte Befehlshaber der Wehrmacht bat geaden Tagesbefehl bekanutgegeben:

Soldaten der Westfront!

Dünkirchen ist gefallen!

40 000 Franzosen und Engländer sind als letzter Re« einstiger grober Armeen gefangen.

Unübersehbares Material wurde erbeutet.

Damit ist die grötzte Schlacht der Weltgeschichte beendet.

Soldaten!

Mein Vertrauen zu Euch war ein grenzenloses. 36t habt mich n icht enttLuscht. kühnste Plan der Kriegsgeschichte wurde durch Eure beispiellose Tapferkeit, durch Eure Kraft Ertragens größter Strapazen, härtester Anstrengungen und Muhen verwirklicht.

In wenigen Wochen habt Ihr in schwerem Kampf gegen ost überaus tapfere Gegner zwei Staaten zur Kapitulation gezwungen. F r a n k r e i ch s b e.tt e D i v.r k i o n e n v e tu»ch t e t. das 6 r rtr k ch e E x v e d 11 »o ns- korps geschlagen, gefangen oder vom Kontinent vertagt. Alle.Verbände der Wehrmacht zu Laude und iu der Luft überbot«» sich gegenseitig in edelstem Wetteifer des Einsatzes rur unser Volk und das Grotzdentsche Reich. Tapfere Männer unterer Kriegsmarine nahmen an diesen Taten teil.

Soldaten!

Viele von Euch baden ihre Treue mit dem Leben besiegelt, andere sind verwundet.

Die Herzen unseres Volkes sind in tiefer Dankbarkeit bei diesen und bei Euch.

Die vlutokratisSen Machthaber Englands und Frankreichs.aber, die sich verschworen Wb«, das Aufblühen einer neuen desieren Welt mit allen Mitteln zu verhindern, wünschen die Fortsetzung d«f Krieges.

36t Wunsch soll in Erfüllung gehen!

Soldaten! Mit dem heutigen Tage tritt die Westfront wieder an. Zn Euch Koten $ab1» lose neue Divisionen, die zum erftenmale den Gegner »eben und schlagen werde». Der Kampf um d,e Freiheit unteres Volkes, um Sein oder Nichtsein für jetzt und für alle Zukunft wird damit fortgesetzt b,s zur Set« nicktuna jener feindlichen Machthaber L o n d o n s u n d P a r i s. die auch jetzt noch glauben, ilw Kriege das bessere Mittel zur Verwirklichung ihrer völkerfeindlichen Pläne sehen zu können, obre geschichtliche Belehrung

Ausruf des Führers an das deutsche Bott!

Fübterbauptanattier. 5. Juni. (Funkmeldung.) Der Führer hat an das deutsche Volk folgenden Aufruf erlasieu: An das deutsche Volk!

Die grötzte Schlacht all er Zeiten wurde durch unsere Soldaten siegreich beendet.

3u wenigen Wochen sind über 14 Millionen Gegnerin unsere Eefangenschaft gefallen Hol­la n d und Belgien haben kavituliert. Das britische Exped»tionsbeet ist zum größten Teil ver­nichtet, zum anderen gefangen oder vom Festland verjagt. Drei französische Armeen haben anfgebort zu existieren. Die Gefahr eines Einbruches der Feinde in das Ruhrgebiet ist damit endgültig beledigt

Deutsches Volk!

Diese geschichtlich glorreichste Tat haben Deine Soldaten unter dem Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit mit beispiellosen Anstrengungen blutig erkämpft.

Ich befehle deshalb, von heute ab in ganz Deutschland auf die Dauer von acht Tagen zu flaggen. Cs soll dies eine Ehrung unserer Soldaten sein.

3ch befehle weiter auf bie Dauer von drei Tagen das Läuten der 61 ockeu.. 36r Klang woge sich mit Ul-bete« vereinen. mit denen das deutsche Volk seiueSöbuevouietztabwieberbegleitensoll.

heute' morgen' sind tte deWe^DwNonen und Luftgeschumder erneut a » g e t r e t - n jur Fortsetzung des Kampfes für die Freiheit und Zukunft unseres Bottes!

' Kn S. Smn 18«. . ger. Adolf Hitler.