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Donnerstag, 25. April 1940

Wiesbadener Tagblatt

Wiesbadener Gerichtssaal

Hospitälern mit dem Tode ringen. Beim Ausbruchs des Feuers befanden sich rund 300 Schwarze tn der alten Holz-

—n.

Neues aus aller "Welt

Nus Gau und Provinz

4l*

Eine einfache und preiswerte Kur gegen Rheumaleiden

New in einer

erwünscht ist.

Und nun nächstens zum M i ch e l s b e r g.

36r Eichtosint allen Leidensgenossen aufs wärmite emvfeblen.

geborene Hans Ziems hin- K15 Sondergericht in Rostock am Tode und zum dauern-

Kranle glauben oft. ihnen sei geholfen, wenn die Schmerzen oder äußeren Anzeichen der Krankheit verschwinden. Das ist ein ver­hängnisvoller Irrtum, gegen den die Arzte mit Entschiedenheit kämpfen. Es kommt stets darauf an. die Ursachen des Leidens zu be­heben um eine wirkliche Gesundung zu er­reichen. Als gründliche Hilfe gegen Rheuma. Ischias. Hexenschuß und Eickt hat sich seit mehr als 30 Jahren ein Mittel bewahrt das einfach und beauem in der Anwendung, billig

Was an mit stirbt,' bin ich nicht selbst;

Was in mit lebt, mein Lebendigstes, Mein Ewiges, — kennt keinen Untergang.

Gottfried Herder.

nach der zweiten Packung find die Schmerzen ganz verschwunden. Spreche meinen besten Dank aus. _

Leonhard Koch. Reichsbahn-Ob.-Reo" i. R.

Seite 4 Nr. 97

6000 Tlew l/orker Taxicfjauffeure in den Streik getreten

New Bork. 25. April. (Funkmeldung.) . 6000 Tart- chauffeure der beiden größten New 'Dörfer Taxmesellschaften sind wegen Weigerung der Gesellschaften, die Löhne zu er­höhen und Kollektiv-Arbeitsverträge anzunehmen, in Streik getreten.

und bemüht das Gehöfte gefährdet......

Kröpelin in Mecklenburg gerichtet worden, den bi., -------. . -----.

21. 2. 40 als Gewaltverbrecher zum Tode und zum dauern­den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt hat. — Ziems, ein völlig verkommener, frühreifer Mensch, der stch bereits mehrfach an Kinder herangemacht hat. um sie zu er­morden. bat einem zehnjährigen Mädchen, das von einem Kinderfest zurückkehrte. hinterlistig aufgclanert und es mit einem Sattlermesser erstochen.

Todesurteil an drei Volksschädlingen vollstreckt. Am 23. 4. 40 sind der am 8. 10. 07 in Drinow geborene Franz Rezek und der am 11. 12. 17 in Jiritz bei Horitz geborene Rudolf Housa hingcrichtet worden, die das Deutsche Land­gericht in Prag am 16. 2. 40 als Volksschädlinse zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilt batte. —- Rezek und der mehrfach vorbestrafte Housa, zwei arbeitsscheue Men­schen, zündeten im November 1939 in Drinow (Protektorat) eine Scheune an. um unter Ausnutzung der durch den Brand verursachten Panik einen Einbruch zu verüben. Durch ihre hinterlistige Tat haben ste die gefüllte Scheune vernichtet und bewußt das ganze Anwesen, und die umliegenden Gehöfte gefährdet. — Am 23. 4. 40 ist der am 31. 3. 23 in

Suben/Iseltal, Osttirol. 6.2.40.

Ich litt seit längerer Zeit an Rheumatis­mus. Rach Gebrauch Ihrer Eichtostnt-Tabletten sind die oualvollen Schmerzen trotz meines Alters von 65 Jahren restlos verschwunden, wofür ich Ihnen bestens Danke. Werde auch

einer Tiefe von weiteren 1,20 m fand stch unter feuchtem modrigen Grunde ein schönes römisches Pflaster:, denen Steine, unbehauene Wacken, wie gestückt schräg nebeneinan­der saßen. Unter diesem Pflaster lagerte ein rund Im tiefer schwarzer Gartengrund, der mit Bruchstücken römischer Dach­ziegel und Geschirre vermischt war. Unter diesem Kultur­schutt erst stand reiner, wasserhaltiger Kies an.

Dr. Rossel gibt mit dieser Richtigstellung die Ergebnisse seiner ersten Grabung völlig preis und nimmt, und das wohl mit vollem Recht aber auch Nur als^ einzige Schlutz- folgerung auf die frühere Zeit an. dah die 1488 entnanöene Kirche im Anschluß an einen uralten romanischen. Bau er­folgt sei; römische Fundamente. waren hier nicht nach­weisbar. Nebenbei sei bemerkt, daß die Geschichte des Mauritiusplatzes. der bekanntlich außerhalb. Wiesbadens im sogenannten Flecken lag, eine ganze Reihe von Fragen über das Verhältnis dieses Vorortes zur Stadt aufwirft, .zu deren Beantwortung eine sorgfältige Durchforschung des ein­schlägigen Aktenmaterials im hiesigen Staatsarchiv dringend

2m eigenen Torfmoor verbrannt. Als der Bauer Henriksen aus der Nähe von Silkeborg in Mitteljütland auf seinem Torfmoor Heide abbrennen wollte, erlitt er eine Rauchvergiftung und wurde bewußtlos. Das Feuer er­reichte ihn und die Flammen versengten seine Kleider so daß er schwere Brandwunden erlitt. Die Schmerzen brachten ihn wieder zum Bewußtsein, und es gelang ihm. sich in • einen Wassergraben zu rollen, wo er mit dem Kopf über Wasser in furchtbaren Schmerzen liegenblieb, bis Hilfe kam. Obwohl zwei Ärzte sich sofort um ibn bemühten, starb er an den Brandwunden und der Rauchvergiftung unter ihren Händen.

Schwere Explosion auf einer Landstraße bei Lille. In St. Leger bei Lille ereignete stch auf einer Landstraße am Dienstag eine schwere Explosion. In einem Umfang voll mehr als einem Kilometer wurden die Häuserdächer ab­gedeckt. Mehrere Häuser, darunter ein großer Schuppen, der über 200 Bieter entfernt war. wurden vollkommen zer- stött. Ein Fußgänger wurde in Stücke aeriffen. Eine Frau und ein Landarbeiter erlitten schwere Verletzungen.

Erfolgreicher Landstreckenflug einer argentinischen Fliegerin. Eine anerkennenswerte Leistung hat die international he« kannte argentinische Zivilfliegerin Carola Lorensin vollbracht mit einem rund 5000 Kilometer langen Flug durch 14 Pro­vinzen und drei Territorien. Ihr Flug verlies ohne jede Störuttg trotz teilweise sehr ungünstiger Witterung und gab danach einen Beweis für die Güte und Zuverlässigkeit der Focke-Wulf-Maschinen. die sich auch bei den ver­schiedensten Wettbewerben erfolgreich durchgesetzt haben. Die Fliegerin die an allen Etappenorten Kunstflüge vottührte. wurde bei ihrer Ankunft in Buenos Aires von einer viel­tausendköpfigen Menge begrüßt.

Bork. 25. Avril Bei einem Tanzvergnügen ehemaligen Holzkirche in Ratchez (Mississippi) brach ein Brand aus. wobei 100 Neger ums Leben kamen. Das Tanzlokal hatte lediglich einen Ausgang, in dessen Nähe das Feuer ausbrach. Die Fenster waren mtt Brettern verschlagen, so daß die Mehrzahl der Anwesenden, für die ein Entweichen nicht möglich war. umkam.

werden, desgleichen die Verminderung der Wildkaninchen usw. Nur ein der Landeskultur zuträglicher Wildbestand darf erhalten bleiben. Der Anfall an Wild trägt zur Ernäh­rung des Volkes und zur heimischen Rohstofferzeugung bei. ■ — Zum Schutze des Wildbestandes sei noch einmal

davor gewarnt, wildernde und jagende Hunde und Katzen frei herumlaufen zu lasten. Ganz abgesehen davon, daß die Tiere erichotzen werden, haben auch die Halter für den ver- uriachten Schaden aufzukommen. Verboten ist auch das Ab­brennen von Hecken, bebuschten Rainen. Altsgras usw.. da hierdurch viel Jungwild vernichtet wird.

— Ein Eartenbiiuschen verbrannte. In der verlängerten Wtelandstraße wurde am Donnerstag in den ersten Morgen­stunden gegen 4 Uhr bemerkt, wie helltz Flammen aus einem Eartenhauschen schlugen. Die Feuerlöschpolizei bekämpfte oen Brand mit einer Schlauchleitung; doch wurde das volzhauschen völlig vernichtet, da der Brand, bevor er überhaupt bemerkt wurde, schon längere Zeit getobt hatte.

— Wiesbadener Gemüse- und Obstmarkt vom 23. Avril.

Marktverlauf: mäßige Anfuhr. Nachfrage gut. Großmarkt- - preise (Kleinmarktpreise): Gemüse: Spinat ('/- kg) 28

(38) Spargel (unsortiert) 110 (150), Wiegsalat 85 (120), Feldsalat 85 (120). Treibrhabarber 40 (55), Petersilie 280 (350). Blumenkohl ausländ. (Steige 18 Stück) 535 (Stück 40—50). Zwiebeln ausländ. (50 kg) 1016 (12). Treibkohl­rabi (Stück) 22—40 (30—55), Treibkopfsalat 32 (40), Endiviensalat ausländ. (Steige 48 Stück) 675 (20). Treib­gurken I (Stück) 95—100 (120—130), Radies (Gebund) 17 (22). Schnittlauch 12 (15). Kreste (Portion) 35 (45): Obst: Zitronen (Stück) 4—5 (5—6) Pfg.

W.-Biebrich: In einem Werk kein ein Arbeiter einer schweren Eisenvlatte zu nahe, so daß diese auf ihn ii.el und er so erhebliche innere Zerreißungen erlitt, daß er auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb.

W.-Dotzheim: Die Aufnahmefeier der Jungmädelgruvve 22/80 W.-Dotzheim für alle in die Jungmädelschafi auf« genommenen zehnjährigen Mädels gestaltete sich für diese und die Ellern ttt einem schönen Erlebnis. Jungrnädel- Gruvvenführerin Resel Wilhelm nahm im Rahmen einer schlichten Feierstunde die Aufnahme vor und sprach über die Bedeutung des Einsatzes der Jugend des Führers, ins­besondere in Kriegszeiten. Die Aufnahmefeier war von Darbietungen der Jungmädel auf der Turnerheim-Wiese umrahmt.

Roch einmal der Mauritinsplatz

Über die Frühgeschichte des Mauritiusplatzes. besonders über seine Bedeutung int römischen Wiesbaden, fehlen uns urkundliche Quellen. Aufschluß über diese Zeit könnten nur Grabungen erbringen: doch die stnd infolge der tetlroeiien Bebauung des Platzes unmöglich geworden. Alles, was über die Geschickte des Mauritiusplatzes während der vorfran- kischen Zeit geschrieben worden ist, beruht mehr ober roenteer auf vbantasievollen Kombinationen. Die einzigen bestimmten Angaben, die wir über diese Zett haben, verdanken wir den Grabungen des verdienstvollen Archlvrats Dr. Rossel. Aber diesen Unternehmungen hat ein eigenes Verhängnis übel mitgeioiclt Bei seiner ersten Bodendurchforschung des Platzes nach dem Kirchenbrande 1850 fand Rostei mehrere Fundamentreste, die er zum Teil von einer römischen Basi- lila. bzw. von einer römischen Kaufhalle berrubrenb. an- sprach. Darauf gründete er bann bie Behauptung, daß mer nacheinander fünf Kirchen errichtet worben waren. Dreier Darstellung, bie Dr. Rostei in seiner bekannten Schrift: ..Die kirchlichen Altertümer usw." 1852 nieberlegte. wurde bann von allen, die diesen Gegenstanb behanbelten. übernommen bis in bie Gegenwart, wobei man übersah, baß stch Rostei hier nicht nut getäuscht, sondern baß er ben Irrtum selbst berichtigt hatte. Das scheint allerbings ben Freunden unserer Heimatgeschichte entgangen zu sein, weshalb wir die Rostelsche Selbstberichtigung auszugsweise folgen lasten. Im übrigen sei bemerkt, baß bas erste Gotteshaus am bem Mautttiusvlatz wohl ans karolingischer, vielleicht.fruhkaro- liugischer Zeit stammt. Rostei totetbt_über seine rm Jahre 1853 in Verbindung mit ben Aurraumungsarbetten der Brandstätte durchgeWrte zweite Grabung tit den Peri­odischen Blättern der Eeschrchts- und Alter­tums-Vereine vv. von, 1854, Heft 4. S. 14: Die Nach­grabungen in die Tiefe erwiesen, daß die im vorigen Jahre zum Teil für römisch gehaltenen Mauern nur 1,75 m tret in aufgefülltem Erdreich funbamenttert waren. Darunter tn

Ein medizinisches Kolleg

Drei medizinische Sachverständige hatten sich in einer Verhandlung vor der Strafkammer in einer umfangreichen Diebstahls- und Hehlereiaffäre darüber zu äußern, .ob dem vauotangeklagten. dem nicht weniger als 26 Diebstähle innerhalb eines Zeitraumes von 6 Wochen nachgewiesen werden konnten, der § 51 zuzubilligen sei ober nicht Der 26jährige Angeklagte, ein kleiner, unscheinbarer Men ich. hat einen Großteil seines Lebens in ben Heil- und Pflege- anitalten seiner rheinischen Heimat zugebracht. Schon in früheren Jahren beging er Straftaten, deren Sühne aus­blieb. da er immer wieder als geisteskrank nicht mr poll verantwortlich angesehen wurde. Bei der Kette von Dieb­stählen. für die er sich jetzt zu verantworten batte.„entpuppte er sich als ein raffinierter Spezialist für Badebauser. Vor allem batten es ibm die .Heißluftbäder angetan unb fiter gelang es ifint in vielen Fällen, aus ben Kabinen der Bade­gäste Geld- und Wertgegenstänbe zu. entwenden.. Per eurer wichen Gelegenheit wurde er in Wiesbaden gerabt. Seit Februar 1939 sitzt er in Untersuchungshaft. Mrt tfim ein Mann und zwei Frauen, die , gemeinsam mit ihm auf Diebesreise gingen. Angeblich soll stch bet Hauptangeklagte als vermögender Mann ausgegeben haben, erst int Verlaufe her Reise, auf bet sie u. a. Köln. Bonn, Godesberg. Mainz. Frankfurt und Wiesbaden besuchten wollen bte Mit­angeklagten erkannt haben, daß bas Gelb, bas .ihnen der Angeklagte gab und mit dem sie die Reise finanzierten aus Diebstählen berrübrtc. Entgegen dem Antrag des Staats­anwalts. der auf eine Gefängnisstrafe neben Abickttug von der Öffentlichkeit auf Lebenszeit plädierte, kam das Gericht zu einem Freispruch und ordnete die itbermetjung tn eine Heil- und Pflegeanstalt au. Wie die Sachverständigen aus« führten, handelt es sich bei dem Angeklagten um einen geisteskranken Menschen, der in seinem 6. fiebenstafir mne vierwöchige Schlafkrankheit durchwachte, heute bte typischen Merkmale bet Encephalitis zeigt unb bähet für feine laten nicht verantwortlich gemacht werden Fann. Da die Verur­teilung wegen Diebstahl nicht erfolgte, wurden auch die Mit­angeklagten wegen Hehlerei freigesprochen. Im übrigen wur­den ste jedoch wie folgt verurteilt: der Mitangeklagte er­hielt wegen Unterschlagung in sechs Fällen.. Betrug tn zwei Fällen und versuchten Betrugs .eine Gefängnisstrafe von einem Jahr drei Monaten, die beiden mitangetlagten Frauen wegen Unterschlagung in fünf Fällen eine Gefäng­nisstrafe von je einem Jahr, ein weiterer Mitangeklagter wegen Unterschlagung in zwei Fällen eine Gefängnisstrafe von stehen Monaten. Allen Verurteilten wurde bie Unter« . fuchungshaft angerechnet. Sie nahmen bie Strafe an. Es ist zu erwarten, baß bet Hauptangeklagte nie mehr die Heil­anstalt verläßt. Die Menschheit muß vor solchen Geistes­kranken für immer geschützt werben.

Der Selbstschutz war unangebracht

Wenn sich ein Volksgenosse in seiner Ehre verletzt fühlt, gibt ihm bas Gefeit genügend Gelegenheit, sich Genugtuung zu verschaffen. Selbsthilfe ist meist fehl am Platze, benn tn bet ersten Erregung läßt sich bet Mensch oft zu Taten btn- reißen. die für ihn selbst unangenehm werden können. In einer Privatklagesache mußten beide Parteien vom Einzel-

Eggenbetg Graz-West. Rosteggetgaste 67. 5.2.40.

Teile Ihnen mit. baß ich burch Ihr Gichto- stnt gekeilt bin. Schon nach der ersten Packung habe tm außerordentliche Besserung verspürt,

im Gebrauch und ohne jede schädliche Neben­wirkung ist: Eichtosint. Es bat vielen Tausen­den bauernde Hilfe geleistet. Sie können dieses Mittel selbst versuchen, ohne daß es Ste etwas kostet. Aber zunächst lesen Sie, bitte, folgende Briefe:

Schon 220 Todesopfer der Vrandkatastropfie.

New Aor( 25. April. Wie ergänzend' aus Natchez (Mississippi) beruhtet wird, ist bie Zahl der bei betn ge- melbeten Brand des Tanzmales ums Leben gekommenen Neger auf 220 gestiegen. Eine weitere Erhöhung tit zu erwarten, da noch mehrere Neger unb Negerinnen in ben

richtet ©elbftrafen fainnefimen. Es fing damit an daß ein« Volksgenossin sich von einem Volksgenossen durch «logen mit einem Kord körperlich beschädigt fühlte. Sie verlangte von ihm auf einer offenen Karte Begleichung der Arztkosten und Schmerzensgeld. Diese Forderung blieb unbeantwortet, darauf folgte eine zweite offene. Karte mit iäroet bem- digendem Inhalt. Als der Empfanget bte Karte »u Gesicht bekam, eilte er in die Wohnung bet Schreiberin und hier

Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten 40 RM und die zu leistenbe Buße 25 RM. Die Frau, die bie beleibigcnben Karten aeichtieben hatte, erhielt 30 RM Geldstrafe. Durch ihr unangebra-cfites Scfireibcn lwtte sie ben Streit heraufbelchwoten. der besser unterblieben wäre unb ben Beteiligten manche Mark erspart hatte.

So ging bas natürlich nicht

Ihren jugendlichen Leichtsinn muß die 21 jäbtige.Ange­klagte jetzt mit zwei Wochen Gefangnis,abbußen. Als tüchtige Kraft arbeitete sie in einem hiesigen Agifigmatt, allerdings nur bann, wenn es ihr behagte. Sie blreb halbe, ganze unb oft mehrere Tage weg, ohne daß ste es tut notwendig hielt, sich zu entschuldigen. Als fie mteber da. war. lat.ste, als ob nichts geschehen fei. aber auch bet Arbeitgeber griff nicht. zu Maßnahmen, bie der „Gelegenheitsarbeiterin gezeigt hatten, daß die Arbeit für jeden Menschen eine sittliche ®etpfIi6tung bedeutet. Erst als sie es gar zu bunt trieb, wandte stch per Arbeitgeber an das Arbeitsamt, das der unzuverlässigen Ar­beitskraft eine Verwarnung erteilte. Das nutzte icdoch wpnig. ste blieb mit Unterbrechungen und als ihr bann endlich be­fristet gekündigt wurde gänzlich ihrer. Arbeitsstelle fern. Em solches Verhalten kann natürlich bet dem Mangel an ge­schulten Arbeitskräften nicht gebulbet werben Das Arbeits­amt erstattete Anzeige wegen Verstoß gegen § 11 bet Ver- ordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels. Erst als ste das Urteil hörte, schien stch bte Angeklagte darüber klar geworden zu sein, welche folgen ihr leichtsinniges Ver­halten nach sich gezogen hatte. Sie redenfalls.hielt das Urteil für ungerecht unb boch kann ste such gesagt letn lasten, baß es sehr mtlbe ausgefallen ist. Ihrem Temperament soll eszuzu- schreiben sein, daß die Tür heftig ins Schlag fiel, als Re ben Sitzungssaal verlassen hatte. Auf Reue konnte baraus wenig geschloßen werden. Einige Minuten spater iah ste sich, von einem Eerichtsbeantten zurückgebolt. nochmals, dem Richter gegenüber. Um Lin Haar wäre wegen Ungebubrlufikett vor Gericht eine Haftstrafe fällig gewesen. Sie chatte Gluck es blieb bei einer Verwarnung, nachdem ste stch entschulbigt hatte mit dem Bemerken, sie müsse zu ihrer Arbeitsstelle. Ob das Urteil boch schon gewirtt bat?

Ein gangbarer Weg

Eine Buße von 30 RM an bie NSV. und bie Kosten des Verfahrens mutz ein Volksgenosse zahlen, der wegen Beleidigung angeklagt war. Der als. 3euge anmelenbe Beleidigte erklärte sich nach Abgabe einer Ehrenerklärung des Angeklagten mit dem Vorschlag der Butze von seilen des Richters einverstanden. Wenn die Zahlungen.allerdings nicht geleistet werden, hat der Angeklagte mit einer neuen Verhandlung zu rechnen. *

89 amerikanische Polizisten JTlitgtieder eines LotterierackeIs

New Bork. 25. Avril (Funkmeldung.) Unter der Beschul­digung der Beteiligung an einem riesigen Lotterieracket wurden am Mittwoch der frühere Bürgermeister von Detroit. Richard Reading, und 134 andere Personen, darunter 89 Mitglieder bzw. ehemalige Mitglieder der städtischen Polizei unter Anklage gestellt. Unter den Ange­klagten befindet sich auch John Rorborough. ein Manager des Schwergewichtsboxers Joe Louis. In Verbindung mit der Untersuchung des Lotterierackets wur­den bereits vor einiger Zeit mehrere Personen angeklagt, darunter ein Staatsanwalt und besten Mitarbeiter.

1OO Heger verbrannt

Reisen, Wandern und Urlaub.

Sing- und Heimabende

Freitag, 26. April, Lichtbilderabend. Erinnerungen an die Ferien­wanderung 1939 im Salzkammergut.

Mathias Tabanig. Säger.

Solche Briefe besitze ich in überaus grotzer Zahl und alle stnb Ausdruck der Anerkennung unb Dankbarkeit dafür, bag Eichtosint geholfen fiat, eie tonnen kostenlos und portofrei eine Probe Gtchtostnt mit wetteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wem, sie Ihre Adresse senden an Max Dultz. Aok. Eichtosint. Berlin Nr. 693. Friedrichstraße 19.

Eichtosint ist in allen Apotheken zu haben.

— Mainz, 25 April. Am Dienstagabend fuhr auf der Brucken- afifahrt zum Schloßt« in Mainz eine "jährige Rad- s a h i e r i n gegen eine Straßenbahn. Bei dem Zusammenstoß erlitt das Mädchen so schwere Verletzungen, daß es bald nach der Einlieferung ins Städtische Krankenhaus (tarb.

- Jdar-Oberstein, 25. April. Eine Frau aus Nahbollenbach hatte sich an der Lippe eine kleine Wunde zugezogen. Aus Ver­sehen berührte die Frau die Lippe mtt den Fingern, mit denen ic kurz zuvor Blumen angefaßt hatte. Nach kurzer Zett schon stellten sich Vergiftungserscheinungen ein, an denen dte Frau g e st o r b e n ist.

- Limburg, 24. April. Ein mit zwei Männern besetztes Paddel­boot geriet am Montagnachmittab auf der Lahn ms Kentern. Die beiden des Schwimmens unkundigen Insassen fielen ms Wasser. Der eine wurde sofort abgetrieben und ertrank. Der andere konnte gerettet werden.

- Eießen, 25. April. Die Strafkammer Gießen verurteilte einen Mann namens Theodor Schmidt aus Eichelsdorf, bei Schotten wegen S i 11 l i ch k e i t s v e r b r e ch c n s in 14 Fallen, begangen an Mädchen unter 14 Jahren und zum Teil unter Aus­nutzung der gegenwärtigen besonderen Verhältnisse, zu a ch t Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Dem Ange- klagten, der bereits sehr erheblich vorbestraft und em Volks­schädling ohne jede Hemmung ist, wurden vom Gericht mtt Rück­sicht au| seine unerhörten schamlosen Taten mildernde Umstande versagt.

— Betzdorf, 25 April. Auf einer auswärtigen Grube wurde der Bergmann Alois Eickhoff aus Herdorf von niedergehenden Eesteinsmasten so schwer verletzt, daß er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

- Zwingenberg, 25. April. Auf sandigem Gelände konnten hier zu Beginn der Woche die ersten Spargel in kleineren Mengen gestochen werden. Für die Spargelernte stnd alle Vorbereitungen getroffen. Bei schönem Wetter wird ste in Balde mit Hochdruck einfetzen.