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Heinrich Gauer
Wiesbadener Tagblatt
Donnerstag, 4. April 1840
: „Wie eht Liebespaar" wollte das Lacken kein Ende
Xante Mieke
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Die Jahre sind darüber hingeMirgen. Ich habe es nicht verseilen tönnett Ein Trab mehr ift icj-tbcnt auf dem Familienvlatz. Dort ruht jtejtun. der Las LebenloLwer war. und.die trotz cifr" w
Ferner: Vorschulung für Militärdolmetscher.
Die Kurse finden im Hause Rheinstraße 63,1 um 19 bezw. 20.15 Uhr statt.
Nähere Auskunft erteilt die Gaugeschäftsstelle
Rr. 79 Seite 7
Glieder-, Gelenk- Schmerzen
Herr Michael Voffeler, Lanö- löirt, Tuningen, schreibt am 20.1.40: „Teile Ihnen mit, Satz bieTrineral-Ovaltabletten gute
Dienste getan haben. Die geschwollenen Gelenke sind wieder ganz normal. Es freut mich, datz ich das Bett verlassen konnte und wieder arbeiten kann. Ich hatte furchtbare Schmerzen in den Gliedern. Sobald ich wieder etwas verspüre, werde ich sofort zu den Trineral-Ovaltablettcn greifen, denn sie wirken rasch und sehr wohltuend." Bei allen Erkälttnraskrankheiteu. Grippe. RBenma. Ischias, Nerven- ««6 Kopfschmerzen Baben sich die Bock- wirksamen Trineral-Ovaltabletten bestens bewährt. Sie werben auck von Herz-, Magen- und Darmempfinö- Itcken bestens vertragen. Macken Sie sofort einen Versuch! Originalpackung 20 Tabletten nur 79 Pfg. In allen AvotB. erhältlich ober durch Trineral GmbH., Müncken-27.
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Das Haus meiner Verwandten stand in einem kleinen Städtchen an der Hamburger Streike. Ort denke ich an diese Oaie des Friedens, deren Betreuerin Tante Mieke war. Eine bochgewachsene schlanke Frau. Volles braunschwarzes Haar umrahmte ein schmales, blasses Gesicht, aus dem zwei strenge Augen hervorleuchteten. Dem Haus und dem Geschäft war Re der gute Geist Bon ihr aus ergingen alle Anordnunge And trotz ihrer großen Güte wußte Re sich bei ihren Leute: Respekt zu verschaffen.
Es beginnen wieder die neuen Kurse Dienstags: Französisch (2 Kurse) Mittwochs: Russisch und Spanisch Donnerstags: Italienisch
.. j in Gestalt einer täglichen Feldpostlieferung des beliebten
Dee tagiiaje > „Wiesbadener Tagblatt“ bereitet Ihren Angehörigen bei , e der Wehrmacht besondere Freude • Jeder von unseren
tytltnatgtUß Soldaten im Felde liest gern, was in der Heimat_vorg«M
Seither hörte ich immer von ihr durch Briefe. Manchmal schickte sie mir auch Pakete mit Leckerbissen. Niwnand war damals entfernter von dem Gedanken an ein Scherben, als- ick. Aber dann kam ganz plötzlich und unerwartet der Schlag. Er rührte Re mitten im Leben, an einem Sonntag, mitten im Kreise der Familie. Mich rietein TelegEmunb nie werde ich die Nacht vergessen, tn der ich durch Regen und Sturm üihr. um sie zu sehen und Abschied zu nehmen — für immer. Geschlossen waren nun bteie kjaren Augen, in denen io viel Liebe für mich aufleuchtete. Geschlossen der Mund, der nur Worte der Gute für mich fand. 2ch stand da mit meinen armseligen Blumen.in der Hand., noch naß vom Regen der Straße und vom beigenden Salz in meinen
Wer ist Mar?
Reben mir in der Feuerlinie lag einer der Kriegs- iielwilllgen.i^er 5eIhito„?tänbIiMeit. die Ä knabenhaften Antlitz patzte, zog er das. Gewehr em. zielte krümmte langsam durch, schon.. lud. Wie. verzerrend vrem sich die todernste Aufmerkiamkeit über die kindlichen ^ug^
Während einer Eefechtsvause riet mir der träumerische Blick jener blauen Augen auf. , , .,
„Denkst du an die Heimat? frug ich.
Der Freiwillige lächelte lebhaft. , H
„Stimmt. Ich dachte gerade an Mar . vlauderte er ers rin heraus. „Hoffentlich Dflegen Re ibn richtig!
„Dein Bruder? Verwundet?" ..
Der Junge schüttelte den Kopf, zielte, krümmte langsam durch, schotz. Indes er lud. sah er kurz zu mir herüber.
„Mar beißt meine Schildkröte. Ich hab he schon über 3m“unb^er‘ lächelte, zielte, krümmte langsam durch, schoß-
Ulf uweion.
Entnommen dem Bändchen „Wir fochten in Flandern" von Ulf Uweson. Zentralverlag der RSDAB„ Frz. Eber Rachf.. München.
aus der Tasche und weist nach, datz er Mussolini bereits die Schube aevutzt bat und dem Schöpfer der modernen Türkei. Kenia! Atatürk, und noch vielen anderen Groyen unserer Erde, auf deren Schuhen der Staub genau so liegen blieb, wie auf den unsrigen. „Mann, haben Sie da tetn besseres fflrot als Stiefel zu putzen?" Da sagt Ali: „2a, Herr, wenn eines Ächt wäre, dann könnte ich selbst Minister sein . . - .Und dieses Eine?" — .„Meine dreizehn Sprachen, die kann ich wohl sprechen. Aber ick bin — 21 n a Ivb a b e t. Schreiben kann ich nicht und lesen auch nicht. Deshalb^. . . So langte es eben trotz allem nur zum — Schuhputze nationalem Rus.
Vollstreckung eines Todesurteils. .Am 3. April.1840 ist der am 14. Februar 1908 rn Reutlingen geborene -öoIct Pompe hingerichtet worden, den das ..Sondergericht-Stuttgart am 30. Januar 1940 als Dolksschadlmg zum ^>de und «um dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt bat Pompe, der bereits mehrfach und nut lang jährigen Zuchthausstrafen vorbestraft war^ hat wahrend der letzten Jahre - wenn er sich auf freiem(Funbefand - fmt ausschließlich von Einbruchen geleb/. 2mMlenSalb- iahr 1939 beging er vor allem tm südlichen Murrremoerg iinh in Hobenzollern zahlreiche Einbruchsdiebstahle, meist unter Ausnutzung der Verdunkelung. Festgenommen bereits er Ausbrüche vor. die nur durch NiederschlUen der Wach- personals hatten ausgeführt werden können. Er wurde dabei aber rechtzeitig entdeckt.
Panzerstücke eines Kriegsschiffs «iteinemmagnetischen Apparat gehoben. Zwei Seemeilen südlich von der Jniei Sa jene, die vor der albanischen Hafenstadt Valona hegt werden gegenwärtig von dem italienischen Bergungsschiff Ar tiglio" Arbeiten ausgesübrt, durch die die Metalle Les Panzerschiffes „Regina Margherita wiedergewonnen merden sollen das int Jahre 1916 auf der Reede von Valoya auf zwei Minen stieß und versank. Nachdem die Arbenen:n letzter Zeit durch die schlechten Wetterbedingungen behindert mären haben sie jetzt große Erfolge. In dem geräumigen Laderaum des „Artiglio". häufen fick Tonnen auf Tonnen wir^^Mit^Hilfe^eines^ mag^etMen^Avvarates^"niit^bmt Metallmassen vom Meeresgründe gehoben werden können, wurde aus 65 Meter Tiefe ein Panzerblock von M Zenti- meter Dicke und einem Gesamtgewicht von 15 loniwn au Tnar gefördert Es ist der erste Ersenblock in solchen Drmen- ssonen^ den der „Artiglio" von der „Regma Margherita heraufbefördern konnte.
Schuhputzer von internationalem Ruf. Ali Hussein sst ein merkwürdiger Geselle. 2n Belgrad steht " °n einer slrafeenede im Zentrum der Stadt und,— nutzt saiupe.
feinem fliegenden Stand bat er ein großes Schild angebracht: „Ali Hussein — der Schuhputzer von international em Ruf - Und — man kann es nicht leugnen. Wenn ein Schuhputzer das Recht hat. das zu behaupten, dann ist es Ali. Ali Hussein ist viel herumgetommen tn der Welt uni> spricht dreizehn Sprachen. Fast überall tst er gewesen, tm Osten und Süden und Norden und Westen unserer Weltkugel. Und wenn er so plaudert, dann, kann man ihm ruhig auf den Zahn fühlen. Er kennt die Straßen, kennt Lokale Sehenswürdigkeiten, berühmte Hotels. Und ^ann meint Ali so ganz nebenbei: „So, Herr, glanzen die Stfeune iwst mteoer herrlich. Schöner habe, ich sie hmn Duce auch nicht geputzt. Ach so das glauben Sie auch nicht? Bitte! Und mitten tm Gewühl des Verkehrs zieht Ali einen Haufen Autogramme
Doch dann kam — der Krieg. Vetter Fritz und ich waren Mi jungen Männern her angewachsen. Vier Satire alter war Fritz und besuchte schon das Lehrerseminar. Da meldete er sich freiwillig zum Militär. Bis.zu seiner Einberufung verlebte er noch einige stille Tage tm Elternhause. Dann kam er nach Rußland. Als Verwundeter kvm er zu uns in die Garnisonstadt. Und eines Mittags ging es dann wieder fort. Auf dem Guterbahnhof druckte ich ihm als Letzter die Hand. Ich habe ibn nie wiedergesehen.
Im Sommer 1915 bekam Tante Mieke ine Nachricht, daß ihr 2unge vermißt sei. Sie weinte nicht, ne klagte nicht Rur ihre Augen wurden noch strenger, ihr Haar ut wenigen Wochen grau. Später kam dann von einem Kameraden aus der Kriegsgefangenschaft ein Bericht, der kerne Hoffnung mehr ließ. Da ging sie still zum Friedhof und grub , die Eiche in den Familienvlatz ein. die «rt6 einmal als kleiner Junge gepflanzt hatte. Ern behauener, Findling wurde gesetzt mit einem kurzen Nachruf, den ste selbst entwarf. Fortan war ibr liebster Weg der zum Friedhof.
Mit mit sprach Re oft über Fritz. Sie klagte sich an. Re wäre zu bart gewesen. Sie hätte ihrem einzigen Jungen zu wenig Liebe gezeigt. Und nun strafe Re der liebe Gott so letit dafür. Nie ist es mir gelungen, he ganz zu beruhigen.
2n dieser Zeit wurde sie berzleidend. Auch ihre sonst so straffen, energischen Züge nahmen den Stempel des Leidens an. Mick sckmerzte es. sie so zu scheu. Aber tn der sttrchen Weise, wie stck das Leiden verschlimmerte, wurde, ihr Gemitt leichter und freier. Sie überraschte uns albe plötzlich durch ein Lächeln, durch eine freudige Anteilnahme am Leben. Sie machte Reisen und besuchte mich, der ich nach Perttn übergesiedelt war. 3a. »tr gingen den einen Abend in ein Kabarett und lachten beide herzlich Und auch als ich s« in einer Pferdedroschke nach Haufe brachte und he scherzend
Lasse dich in Pittssield rasieren! Ein im wahrsten Sinne des Wortes „fruchtbarer Konkurreiizkamvi ist zwischen den Haarkünstler der Stadt Pittssield entbranul. Den Anfang machte ein Friseur, der tedem, ber stck bei ihm bre Haare schneiden ließ, einen Aviel zugab. Die Konkurrenz antwortete durch Zugabe von zwei Äpfeln, Darauf, gab.der erste iroem Kunden eine Drange und ein Stuck Gebäck, wahrend die Konkurrenz jetzt mit Nüssen. Weintrauben und JBf tri taten arbeitet. Es gibt nicht ein Friseurgeschäst. das nickt. OW tn irgend einer Form zugibt, und die «rolge davon ist, dan man in Pittssield noch nie so viele glattrasierte und sonitune hubick gemachte Menschen gesehen hat wie in diesen Tagen.
lebhafte Abschluß- und damit Spartätigkeit zu verzeichnen. — Die Bausparkasse Deutsche Bau- und Stedlungs- aemeinschaft Darmstadt hat in den Reben Äitegsmonaten insgesamt Ma 13 Mill. RM Zuteilungen oorgerwmmen. - Die im Verband öffentlicher L e b e n s v e r s i ch e r u n g s - an st alten zusammengeschlossenen Anstalten haben 1939 an Versicherungssummen, die durch Tod fällig geworden sind, 21,04 MiL RM ausgezahlt. Dazu treten 14 Mill. RM die infolge Ablaufs ausgezahlt worden stnd. Von 1924 ab bis zum 31. Dez. 1939 sind insgesamt 180 Mill. RM durch Todesfälle und über 32 Mill. RM durch Ablauf fällig geworden bzw. zur Auszahlung gelangt. — Im R e i ch s b a n k au s w e is vom 30. Marz 1940 stellt sich die Anlage der Bank tn Wechseln und Schecks Lombards und Wertpapieren auf 12 809 Mill. RM. Der Umlauf an Reichsbanknoten stellt sich auf 12176 Mill. RM.
Berliner Börse vom 4. April. Die Aktienmärkte boten ungefähr das gleiche Bild wie am Vortag. Es kam weiterhin zu Verkäufen der Bankenkundschaft und Eewinnmitnahmen des Berufshandels, wobei die Einbußen in einzelnen Fallen ein Ausmaß von bis tu 3% annahmen. Montane lagen schwacher, Mannesmann um 2% %. Den gleichen Betrag verloren Deutsche Erdöl, während Jlse-Bergbau um 2 % anzogen. Salzdetfurth gingen um 3 % zurück. Conti-Gummi um 2% %. Elektroantetle hatten uneinheitliche Kursgestaltung. Akkumulatoren plus 2 AEG. büßten 2% % ein. Deutscher Eisenhandel verloren 2% %■ Farben wurden um 1% niedriger bewertet. Bauaktien gingen bis zu 2^, Bahn- werte bis um 2 und Textilanteile bis um 2% % jiinnf SUiAs» altbefitz 145,90 (145%), Reichsbahnvorzuge lagen mit 1307i % % schwächer. Tagesgeld 1% bis 2 %.
Frankfurter Börse vom 4. April. Die Börse war nochmals schwächer, da sich Eewinnmitnahmen fottsetzten. 3m Interesse einer vernünftigen Kuisgestaltung wird diese Entwicklung begrüßt, zumal sich die Renditen durch die letzten Steigerungen stark vermindert hatten. Auf dem ermäßigten Stand erfolgten spater zögernde Rückkäufe, so daß nach den ersten Kursen, die durchschnittlich L bis 2 %, teilweise aber auch noch bis 4% niedriger lagen, keine weiteren Rückgänge mehr eintraten Am Rentenmarkt hielt di- Nachfrage unvermindert an. Infolge des starken Materialmangels war sie aber nur schwach zu befriedigen.
Heute in der Rückerinnerung empfinde ich ihr tm Tiefsten verborgenes Wesen als einen tragiscken.Zwiespalt. 2rn Hause meines Onkels wurden nie mel überflüssige Worte gemacht. Das liegt wohl so im Charakter des Mecklenburgers So war auch Tante Mieke still und verschlossen. 2br Wesen war immer gleichbleibend freundlich. Aber wer ste nicht kannte, wurde in ihrer Gegenwart nicht so richtig warm. 2n ihren Snnwathien und Antipathien war sie fast heftig. Wer. einmal ihren Unwillen erregt hatte, dem fiel es schwer, wieder von ihr geschätzt 8u werden.
Schon als ganz kleiner Bube batte ick das Glück, vor der strengen Tante zu bestehen und ihre Liebe.zu gewinnen. Eine Liebe, die nie getrübt wurde und die mich noch Beute an sie bindet, die längst der grüne Rasen deckt 2ck war thr „Heine" und bin es ttir immer geblieben. Erst reckt dann, als der größte Mutterschmerz sie heimsuchte.
Für Zärtlichkeiten hatte Tante Mieke..wenig übrig. Küsse unter den Familienmitgliedern gehörten zu den seltensten Ereignissen. Um so verwunderlicher war es^.datz mein Zärtlickkeitsbedürfnis als Kind bet thr kernen Widerstand fand. Wir »u Hause küßten die Eltern beim Kcmtmen und Geben. Und daher konnten auck die strengen Augen Tante Miekes mich nicht davon abhalten, sie bei meinen Besuchen mit einem Kuß zu begrüßen. Damals war ich noch so klein, datz ick fast an ibr emporklettern mußte, um ihren Mund zu erreichen. Und seltsam — he erwiderte meine Liebkosung. und ick war seither ihr erklärter Liebling.
Sie bat nur das Leben treuester PflichterMlung gekannt. Sie war unermüdlich im Schaffen für Mann und Sohn — in der Sorge für alle, die ihr nabestaiHen. Und doch hat das Leben ibr keinen Dank hierfür gemußt Lange war es ihr Wunsch, ein kleines Madel zu.haben. Und als bas Schicksal ihre Bitte erfüllte, da brachte Re ein zattes Wesen zur Welt, das kaum den andern Morgen überlebte, Schon Wer Schicksalsschlag brachte ihr die erste, nie verheilende Wunde bei.
Die Deutschen Boxmeisterschaften der Amateure in Stettin standen weiterhin im Zeichen Hatter Kämpfe. Von den süddeutschen Vettretern kamen Bamberger (Frankfurt) und Petri (Kassel) durch K.-o.-Siege, Rappsilber (Frankfurt) und Hirsch II I Augsburg) durch Punkterfolge eine Runde weiter. Ausgeschieden sind u. a. Wolf (München), Franz (Ludwigshafen), Joswig und Schöneberger (Frankfurt).
Zum „Braunen Band von Deutschland", dem 100 000-RM-Rennen in München-Riem, wurden aus deutschen Ställen 52 Pferde gemeldet, zu denen noch die Vertreter des Auslandes kommen werden. Auf der Bewerbcrliste für den 28. Juli stehen u. a. „Wehr dich", der Gewinner der großen Drei- z jährigenprüsung in Hamburg-Horn, ferner „Octavianus", „Sonnenorden", „Schwarzgold" und „Finitor".
Ein starkes Tennis-Aufgebot entsendet Deutschland zu den internationalen Meisterschaften nach Rom, fn deren Rahmen vom 26.-28. April auch ein deutsch-italienischer Länderkampf stattfinden wird. Henkel, Eöpfert, Beuthner, Koch, Eppler, Eulcz, Dr. Kleinschroth, Dr. Butz, Frl. Schumann und Frl. llllstein werden die deutschen Farben vertreten.
Reuen Schwimm-Weltrekord erzielte über 100 y Rücken der amerikanische Olympiasieger Adolph Kiefer in Chikago mit 57,2 Sek., womit er seine eigene Weltbestleistung um e/io Set. verbesserte.
Der Finne Tai st o Mäki wurde in den Vereinigten Staaten erneut geschlagen. In Michigan mußte er bei einem Hallensportsest in einem Zweimeilenlauf eine ganz glatte Niederlage durch den auch in Deutschland bekannten Amerikaner Ralph Schwartzkopf einftecken, der in 9:09,0 Minuten siegreich blieb. %
Kaninchen als Rohstofflieferanten
Die Filzhuttndusttte hat eifrig für die Ausdehnung der Kaninchenzucht geworben, um sich für die Zukunft einen ihrer wichtigsten Rohstoffe zu sichern. Da der Stallhase auch einen guten markenfreien Braten liefert, ist die Kaninchenzucht stark tm Wachsen begriffen. Der Bedarf an Zuchttieren kann kaum noch gedeckt werden. Das zahme Karnickelheer, das im Winter etwa 8 Millionen betrug, dürfte sich im Laufe dieses Jahres wesent- lich vermehren. Seit Kriegsbeginn mußten alle Felle gesammelt werden, jede Eigenverwertung ist verboten. Die besseren Zuchter- felle wandern zum Kürschner, die anderen in die Filz- und Hut- industrie. Das zahme Karnickel hat eine doppelte und dreifache Bedeutung erlangt. Einmal fällt im Krieg die Zufuhr australischer Kaninchenhaare weg: dann aber ist zweitens als merkwürdige Nebenerscheinung des strengen Winters das Fell der Wildkaninchen diesmal so viel dichter gewachsen, daß es für die Kürschner begehtter geworden ist: vor allem müssen — drittens die Kaninchen- und Hasenhaare den Ausfall von Wolle für unsere Behütung ersetzen. Damit aber erfahrt die bereits seit Jahren arrhaltercke Verschiebung vom Wall- zum Haarfilzhut und damit «i höherwertigen Qualitäten noch eme Verstärkung. Wahrend früher aus einen Haarhut etwa vier bis fünf Wollhutc kamen, verschob sich mit den steigenden Wollpreisen auf dem Weltmarkt schon in den letzten Satiren das Verhältnis etwa auf 1 zu 2.» und und nur in der Form der Kaseinwollfaser durchgesetzt. Kafeln- wolle wird seit zwei Jahren in Beimischung bei Wollhutcn verarbeitet. Der hauptsächlichste Rohstofflieferant der Hutindustile ist aber der echte und der falsche Hase.
ter Schwere Murrer war zu mir tm Gedenken ihres eigenen Sohnes. 2hr Leben war zu kurz, als ba'B ich ihr alle Liebe vergölten konnte So sott nun dies mein Dank sein an sie. an Xante Mieke!
Heinz Helmut h Gies re.
Spiegel bet Wirtschaft. Die Bau s p a r lass - E d F. Wüst ent flj,^Ludwigsburg,..hat^ini, M°rz^l940^su^ 1555 Der-
Silber im Brot, Kupfer in der Wurst. Man wußte schon seit langem, daß.im menschlichen Körper — wenn.auch in verschwindend kleinen Mengen — fast sämtliche Metalle enthalten sind. Wie sie in unseren Organismus kommen..und welche Rolle sie darin spielen, das ist in den meisten allen noch unklar. Die erstere Frage hat ein Wissenschaftler gelost. Professor Werner G e r l a ch von der UmoerRtat tn Basel. Ein kleines Ei des Kolumbus: der Professor sagte sich, d.ag auch die Metalle sicherlich auf dem gewöhnlichen Wege tm menschlichen Körper landen: durch den Mund. Und er begann die verschiedenen Nahrungsmittel mit Hilfe der Spektralanalyse zu untersuchen. Er fand seine Vermutung noch mehr gerechtfertigt, als er wohl selbst angenommen batte. So stellte Professor Eerlach fest, daß tm Tee enthalten tst: Mangan. Aluminium. Strontium; im Brot: Aluminium.. Kupfer. Mangan. Eisen. Kalcium. Strontium und gelegentlich sogar — S i l b e r. 2n der Leberwurst ist zu finden: Kalium, Eisen, Kupfer, Phosphor: tm Paprika und Curry: Kalmrn, Natrium. Phosvbor, Kupfer, Aluminium, Mangan, Ztnk und Blei. Besonders Zinn nehmen wir zu uns durch Speisen, die in Tuben verkauft werden, Natürlick bandelt es sich nur um äußerst geringe Quantitäten. 2eweils nur einige Milligramm auf ein Kilogramm. Immerhin ist es interessant, . was wir alles „zusammenfrübsiücken". Bisher haben wir diese Metallaufnahme nur beim Danziger Eoldwasser gemußt I
Roggen- und Weizenmischbrot / Emser-Hausener-Land- brot i Rheinisches Roggen 71 bchrctbrc.
iBerqisches Vollkornbrot Kommiß- u.
Grahambrot A» Schluß a.Felke-
iBrot 1 Pom pernickel / Knäckebrot/Tosl-
imd Stangeri brot / Schusterbrot mit Kümmel
Bei Bronchitis
Husten, Verschleimung, Asthma Dr. Boef her-Tableiten
MÖBEL
| Oranienstr. &
