88. Jahrgang
Montag, 1. April 1940
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Slmdacirordte: Ein MiNimeter HSb« bet 22 Millimeter breiten Spalte tm Anzeigenteil Grund- preis der SS Millimeter breiten Spalte im Zeitteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 8, Nachlässe nach Preisliste Sir. 8. — Schluß der Anzeigen-Annahme 9'/i Uhr vormtttags.
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strengungen von der britischen und sranzösischen Nation verlangt werden." Die einzige Hoffnung Churchills ist die. daß von den 86 Millionen Deutschen „16 Millionen, die von den Deutschen durch Gewalt unterdrückt werden", nicht mitmachen. Churchill setzt also seine Hoffnungen auf die Deutschen der । Wartbeßaues und des Gaues lische Diplomatie ist v o I l -
hat. Man siehtietzt, wie berechtigt die immer wiederholten deutschen Warnungen vor der Kriegshetze des Judentums und der mit ihm zusammen arbeitenden Kriegstreiber war.
Diese Kriegshetzer müssen nun allerdings immer wieder feststellen, daß der Krieg sehr wesentlich anders verläuft als sie ihn sich geträumt haben. Co bekannte Churchill in einer Rundfunkrede am Samstagabend: „Wir verbergen nicht vor uns selbst, dah Prüfungen und Leiden voruns liegen in einem Ausmah. das viel gröher ist als was wir bisher erdulden muhten. Wir wissen, dah äuherste An-
Churchill setzt also seine Hoffnungen auf Ostmarstdes Sudetengaues, des Wartheßa Danzig-Westpreuhen. Die cngl" kommen unffähig, die D
Der grobe Erfolg der deutschen Jagdflieger
Siebe« französische Moräne abgeschossen — Keine eigenen Verluste — Wertvolle Aufklärungsergebnisse
Zwingende Überzeugungskraft des Weihbuchs
Der sensationelle Eindruck der Dokumentenveröffentlichung in der ganzen Welt
Der Gauleiter zur Metallspende
Das Geschenk ist mit unserem Schicksal verbunden
Nationalsozialisten in Hessen-Nassau!
Zu wiederholten Malen habt ihr bewiesen, dah euch jeder Wunsch des Führers heiliger Befehl war.
Wenn diesmal durch den Mund des Generalfeldmarschalls der Appell zur Sammlung kriegswichtiger Metalle erging, so wissen wir, dah entgegen der Vermutung unserer Feinde unsere Metallbestände diesen Aufruf nicht erforderten. Wir wissen aber auch, dah unsere Führung gewohnt ist, aus allen kriegswichtige» Gebieten weitgehendste Vorsorge zu treffen, ko auch hier. Und wir wissen vor allem, dah wir uns in der Befolgung.dieses Ausrufes am Geburtstagsgeschenk des deutschen Volkes für den Führer beteiligen.
Zu Beginn dieser Sammlung wurde an den Ovfergeist der vreuhischen Erhebung des Jahres 1813 erinnert. Dieser Vergleich hat nur dann seine Berechtigung, wenn gegenwärtig nicht nur das zur Sammlung gelangt, was dem Einzelnen sowieso schon entbehrlich war, sondern wenn jeder auch aus Dinge verzichtet, dir ihm wertvoll und teuer ge- worde« find. Erst dann dars er davon sprechen, ein Opfer ge- drächt zu haben. Ein Opser. das im Vergleich »um Einsatz des Frontsoldaten als bescheiden bezeichnet werden muh.
So erwarte ich, dah am 20. April jede Familie des Gaues Hessen-Nassau, die heute im Besitz ausgerusener kriegswichtiger Metalle ist. mit berechtigtem Stolz erklären dars. dah auch sie ihren Beitrag zum Geburtstagsgeschenk des deutschen Volkes für den Führer erbracht hat. Ein Geschenk, das dem siegbasten Bestehen des uns ausgerwungene» Kampfes dient «nd daher auch mit dem Schicksal der Spender untrennbar verbunden bleibt.
gez.: Sprenger
Gauleiter und Reichsstatthalter.
und in Sowietruhland. Desgleichen bilden die Enthüllungen in den Südoststaaten die Sensation dieser Tage. Die rumänische Zeitung „U n i v e r s u l" hebt hervor, dah die von Deutschland veröffentlichten Dokumente die Rolle der amerikanischen Diplomaten im Jahre 1939 in der polnischen «frage aufzeichneten. Selbst die einseitig den Westmächten freundlich gegenüberstehende argentinische Presse kann nicht unterschlagen, dah weite Kreise der USA. stark beeindruckt sind. So berichtet „Associated Preh" aus Washington, dah der republikanische Abgeordnete Fish erklärte, die Anschuldigungen seien so schwerwiegend, dah der Auswärtige Ausschub lofort eine Untersuchung einleiten müsse.
Es überrascht nicht, dah die unmittelbar Betroffenen mit „Dementis" versuchen, sich aus der Affäre herauszuziehen. Der amerikanische Staatssekretär des Auswärtigen, Hüll, der amerikanische Botschafter in Paris. B u l l i t t. und der ehemalige polnische Botschafter in Washington, P o t o ck i. haben sich zusammengetan, um die Glaubwürdigkeit der Anklagen des deutschen Weihbuches in Frage zu stellen. Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich beitritt, die ihm zur Last gelegten Äußerungen gegenüber Potocki getan zu haben, während Potocki nach eingehenden Aussprachen mit Beamten des Washingtoner Staatsdepartements dreist behauptete, die Veröffentlichung des angeblichen Dokuments sei augenscheinlich für Propagandazwecke bestimmt und er leugne, in seinem Bericht jemals solche Behauptungen auf- gesiellt zu haben. Niemals habe er mit Bullitt eine Unterredung über Amerikas Teilnahme am Krieg gehabt. Es kann auch nicht wundernehmen, dah die Kommentatoren des amerikanischen Rundfunks am Freitagabend ver- zweffelte Anstrengungen machten, in bezug auf das Weihbuch Deutschland unlautere propagandistische Absichten zu unterschieben. Nun. inzwischen wurde amerikanischen Journalisten in Berlin Gelegenheit gegeben, an Ort und Stelle die Echtheit der Dokumente nachzuvrüfen. wie es auch jederzeit ausländischen Gelehrten und Journalisten freisteht. sich persönlich von der Echtheit der amtlichen Schriftstücke zu überzeugen. Auf dies« Tatsache wird vor allem auch in der italienischen Presse hingewiesen. Im übrigen zweifelt in der ganzen Welt niemand daran dah es sich bei den Veröffentlichungen um amtliches Material aus den Warschauer Archiven bandelt. Die kläglichen Rückzieher der unmittelbar blohgestellten Persönlichkeiten waren vorauszuseben. Sie ändern aber nichts an der geradezu dramatischen Wucht der Tatsachen.
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Berlin, 1. Avril. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westen geringe Spähtrupvtätigkeit und schwaches Artilleriefeuer.
Südlich Saarbrücken über französischem Boden kam es am Nachmittag des 31. März zu verschiedenen gröbere» Lustkämpfe« zwischen deutschen und französische» Jagdflugzeugen. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit der Franzosen schossen die deutschen Jäger ohne eigene Verluste 7 Moranc-Flugzeuge ab.
Tagsüber wurde über Lstsrankreich und der Nordsee bis zu den Shetland-Inseln aufgeklärt. Die eingesetzten Flugzeuge kehrten mit wertvollen Ergebnissen unversehrt
erklärt, die Propaganda (nämlich in den Vereinigten Staaten) ist vor allem in jüdischen Händen, ihnen gehört fast zu 100 Prozent das Radio, der Film, die Presse und Zeitschriften." Weiterhin sieht der polnische Botschafter den Grund für die amerikanische Haltung darin, dah die Aufmerksamkeit des amerikanischen Volkes von den schwierigen und verwickelten innenpolitischen Problemen (damals' 12 Millionen Arbeitslose) abgelenkt werden soll, „vor allem vom Problem des Kampfes zwischen Kapital und Arbeit". Noch einen weiteren Grund finden wir in diesem Bericht, wenn nämlich der Botschafter feststellt, dah cs weiterhin auch sehr bequem sei, die Aufmerksamkeit des Publikums von dem in Amerika immer zunehmenden Antisemitismus abzu- lenken. Man wird ohne weiteres sagen können, daß dieses Dokument den Schlüssel zum Verständnis für alles das liefert, was mit der Politik der Vereinigten Staaten und den Hoffnungen, die die europäischen E>emo- kratien auf Amerika setzten und setzen, zusammenhängt. ,
Zunächst aber hatte in Europa die Lage keineswegs sich so entwickelt, wie es die Kriegstreiber wünschten. Ter Pariser Besuch des Reichsauhenministers v. Robdentrop Anfang Dezember 1938 war für die Kriegstreiber und für die Polen ein schwerer Schlag gewesen. Das Dokument Nr. 5, der Bericht des polnischen Botschafters in Paris vom 17. Dezember 1938, bestätigt klar die ja auch im früheren deutschen Weißbuch festgestellte Tatsache, daß sich mit der deutsch-französischen Erklärung für die Franzosen ein Desinteressement an den osteuropäischen Dingen verband. Der Botschafter klagt denn auch darüber, daß weder die französische Regierung noch die französische Presse irgend etwas unternehmen, was auf die Absicht Hinweisen könnte, dem Bündnis mit Polen Lebenskraft zu geben. Damit sind zugleich die französischen Behauptungen widerlegt, dah sich
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Im Spiegel der Presse
wt. Wohl selten haben Dokumentenveröffentlichungen eine derartige Weltsensation ausgelöst, wie das aus amtlichen polnischen Schriftstücken zusammengestellte neue deutsche Weißbuch. Die italienischen Zeitungen stellen übereinstimmend fest, daß mit diesen Enthüllungen di« englisch-französischen Kriegshetzer samt der übrigen jüdisch-vlutokratischen Kreise in schärfster Weise angeorangert werden. Die „EazettadelPovo Io“ bezeichnet das Weißbuch Rr. 3 als ein Geschoß von ungeheurer Wucht „Povolo di Roma" weist gegenüber den deutschen Veröffentlichungen auf die Zurückhaltung der Engländer bin. die ihr Blaubuch über Rußland nicht der öffentlichen Kritik zu unterziehen wagten. „Stain v a' meint, das Geheimarchiv Decks beweise, daß die Verantwortlichkeit des Krieges ausschließlich auf England falle. Die Zeitung „I t a l i a n o" schreibt, die in Warschau entdeckten diplomatischen Dokumente zwängen die Regierungen von London und Paris auf die Anklagebank und verwickelte» auch die Vereinigten Staaten von Amerika in den Prozeß. Denselben Tenor haben „Eiornale d'Jtalia". „Tribuna" und die anderen maßgebenden italienischen Blätter.
Begreiflich, daß vor allem auch die amerikanische Öffentlichkeit von den Dokumenten ganz außerordentlich beeindruckt ist. Die „D a i l n News" widmet ihnen nicht weniger als sechs Spalten der beiden ersten Seiten. Im Leitartikel erklärt das Blatt, wenn Chamberlain und D a l a d i e r sich auf Bullitts Informationen verlassen hätten, als sie zu ihren schicksalsschweren Entscheidungen des 3. September gelangt seien, dann habe man ihre Klugheit gewaltig überschätzt. An anderer Stelle wird in dem Blatt ausgesübrt. daß Roosevelt jedenfalls entschlosien sei. den Weftmächten mit allen Mitteln, außer vielleicht einer aktiven Teilnabme am Krieg/ zu helfen. Hierfür seien die Änderung des Neutralitätsgesetzes zugunsten der Westmächte sowie die Tatsache Beweis, daß die USA.-Regierung England und Frankreich die ameri- kanische Flugzeugindustrie so gut wie vollständig zur Verfügung gestellt habe. Roosevelt, so schreibt der amerikanische Journalist Clapper, treibe eine Politik zugunsten der Westmächte, obwohl der Wille des Volkes immer stärker werde, sich aus dem Kriege herauszuhalten. „Daily News" zitiert den demokratischen Senator Holt, der erklärte, er glaube gern, daß Botschafter Bullitt das gesagt habe, was die polnischen Dokumente enthüllt hätten. In einer Rede in Bordeaux habe Bullitt fast das gleiche ausgeiübrt. „New Vork World Telegram'" stellt fest, daß Roosevelt während der Münchener Krise und auch bei späteren Gelegenheiten Telephongespräche über den Ozean mit seinem Pariser Botschafter Bullitt sowie mit Botschafter Kennedy in London geführt habe.
Außerordentlich ist auch die Wirkung der Dokumenten- veröffentlichung auf die übrige Welt. Der Korrespondent des holländischen „A l l g c m e e n H a n d e l s b l a d" bebt hervor, daß jeder Kommentar von deutscher Seite überflüssig erscheine. Er unterstreicht weiterhin den Umstand, daß die deutschen Veröfientlichnngen regelmäßig aus Photokopien polnischer Schriftstücke und ihren Übersetzungen bestehen. Ein besonderes Jnteresie wird der Dokumenten-Zu- sammenstellung- in den skandinavischen Ländern ent- gegengebrackt. Das schwedische „A f t o n b l a d e t" schreibt, man wisse, daß die Öffentlichkeit in Amerika in höchstem Maße gegen einen Krieg sei und daß Dokumente eines derartigen Inhalts die öffxntlichc Meinung über Bullitt und Roosevelt ungünstig beeinflussen müßten. Nicht weniger sensationell ist der Eindruck in den baltischen Staaten
Im einzelnen spielten sich an der Westfront Lustkämpfe ab: Bei Putlingen standen in zwei Treffen acht Messer- ichmitt-Flugzeugen acht Moränen gegenüber Dabei wurde eine Moräne übet, bein Ort Putlingen zum Absturz gebracht. Aus einer weiteren Moräne rettete sich der Flugzeugführer durch Fallfchrrmabjorung. Ein Luitkamvf fanv südlich von Saargeinund statt und zwar griffen neun Messer- 5d)nt111»«Iugzeuge 20 Moräne an. Ein französisches Jagdflugzeug schlug brennend in der Nähe Saargemünd auf, em aoberes montierte infolge der Äeschußwirkung in der Luit i1”01 Morchlngen kam es zum Kampf zwischen acht deutjck^n und acht tranzofischen Jägern. Ein französischer Flug- zeugiuhrer wrang nach Beschuß im Fallschirm ab. Ein iran- Miches Flugzeug geriet in der Lust in Brand. Ein drittes französisches iffugzeug trudelte und stürzte zu Boden, ba an- ichemend bet eriifirer löblich getroffen war.
sie sind, sonst würde Herr Churchill ein so maßlos törichtes Zeug nicht verzapfen. Was hier auf dem Festlande eigentlich vor sich geht, das bat man in London, wie dieser blühende Unsinn des Ersten Lords der Admiralität zeigt, auch nicht im mindesten begriffen. Dennoch erbeben die gleichen begriff- stutzigen Engländer den Anspruch, bei der Regelung unserer eigenen Fragen, für bereit Beurteilung ihnen, wie Churchill erneut bewies, iede Voraussetzung fehlt, mitzuwirken.
Gegenüber den Neutralen hat sich Churchill diesmal vorsichtiger geäußert. Er hat ihnen zwar dringend empfohlen, die englischen Geleitzüge zu benutzen, über deren angebliche Sicherheit er die wildesten Lügen verbreitete. er hat es aber diesmal an Drohungen gegenüber den Neutralen fehlen lassen. Das überläßt man jetzt offenbar der französischen Presse, die fernen Zweifel daran läßt, daß die feigen Drohungen Churchills wahrgemacht werden sollen. So bezeichnet P e r t i n a x schon ganz offen die norwegischen, dänischen und schwedischen Hoheitsgewässer als Kampfgebiet, in dem die britische Admiralität „autorisiert" ist, ihre Kampfeinheiten einzusetzen Oberst Fabry vertritt den gleichen Gedanken in etwas allgemeinerer Form, wenn er erneut die Ausdehnung des Krieges „auf alle Teile des Imperiums" fordert. Man kann also nicht im Unklaren «ein, was die Kriegstreiber icW erstrebe».
Methodik der Kriegstreiber
W. A. I» den von UNS veröffentlichten polnischen Dokumenten ans dem neuen Weißbuch des deutschen Auswärtigen Amtes konnte man klar ersehen, daß sich die amerikanischen Botschafter Bullitt und Kennedy als Befürworter des Blanloschecks an Polen betätigten und daß sich Herr Kennedy darüber hinaus bemühte, den Polen die englischen Kredite zu verschaffen, die sie so dringend benötigten. Das in der heutigen Ausgabe veröffentlichte Dokument Nr. 6, nämlich der Bericht des polnischen Botschafters in Washington vom 12. Januar 1939, zeigt nun sehr klar, aus welchem Grunde die amerikanischen Botschafter ihre Rolle bei der Vorbereitung des europäischen Krieges übernahmen und weshalb die Engländer und Franzosen immer wieder ihre Hoffnung auf Amerika setzten. Man wird dem polnischen Botschafter in Washington, dem Grafen Jerzi Potocki, das Zeugnis ausstellen müssen, daß er ein ausgezeichneter, kühl überlegender Beobachter ist. Er kennzeichnet die amerikanische Stimmung dahin, daß der Haß gegen den Faschismus und gegen den Führer sowie überhaupt gegen alles, was mit dem Nationalsozialismus zusammenhängt, stark sei, und er gibt zugleich den Grund hierfür an, wenn er
llntrsuchung im USA.-Kongretz gefordert
sz Berlin, 1. April. Die polnischen Dokumente, die in dem Kißbuch des deutschen Auswärtigen Amtes zufammen- gestelhwurden, haben in der gesamten Welt a l l e r st ä r k - sten indruck gemacht. Überall ist man erschüttert über die Kstematik der Kriegshetze, die zielbewußte Kriegporbereitung Englands und Frankreichs auf militari« fchemMnrtjchaftlichem und politischem Gebiet. Nicht minder starke Aufsehen haben die Enthüllungen über die Kriegs- hetz« der amerikanischen Botschafter in Eurva hervorgerufen. Vor allen Dingen haben die Doku- menti über die Tätigkeit des amerikanischen Botschafters B u ki 11. der, wie ein amerikanisches Blatt sagt, in Europa eine lit Ober-Botschafter darstellte, in den Vereinigten Staaen geradezu wie eine Bombe eingeschlagen. Einie amerikanische Zeitungen haben zwar versucht, die E ch h e 11 der Dokumente anzuzweifeln. Dieser Versuch ist so i a 61 o 5 töricht, daß es nicht verlohnt, sich mit ihm luseinanderzusetzen, zumal die Dokumente jedem aus- länhschen Iournalfften unch Gelehrten im Berliner Aus- wävgen Amt zur Prüfung zur Verfügung stehen. Die Mel- dunxn aus Washington bestätigen denn auch, daß wohl noch nie in Bericht aus Europa in den USA. so sensationell ge- wirk hat, wie diese Dokumente. Der republikanische Abge- ordkte Fish, einer der führenden Männer der Jsola- tiorsten, also jener Richtung, die jede Einmischung Amerikas in uroväische Dinge strikt ablehnt, fordert sogar eine U n - te ssuchung durch den Kongreß und vertritt die An- sich: daß Anklage gegen Roosevelt erhoben werden mute, falls er Bindungen mit. fremden Regierungen einge- gaeen sei. um Amerika in den Krieg zu verwickeln. Man erstbt daraus, daß man in Amerika Klarheit darüber zu Halen wünscht, was der Oberbotschafter Bullitt und seine Kriegen in Europa getrieben haben, ob sie Kriegspolitik auf eigne Faust machten oder auf wessen Weisung sie gehandelt Baten.
Sehr klar lassen die Nachrichten aus den verschiedenen Hmvtstädten aber auch erkennen, daß das Dokument Nr. 6. da Bericht des polnischen Botschafters P o t o ck i in Washing- tm über die Macht st ellung des Judentums in den Wreinigten Staaten, dessen Kriegstreibereien und über die innenpolitischen Gründe der amerikanischen Kriegshetze gegen Deutschland, eine gan; besonders starke Beachtung gefunden
Erschemnngszeit:
6 Ausgaben «eschSstezUt: 8 Uhr morgen» bi»7 Uh^brndsaußer Sonn. u. Feiertags
Unterhaltungsbeilage ®flt0 - »««p-Mbner-d-rf
ie eine Bombe eingeschlagen
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
