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Wiesbadener TagblLtt

Mittwoch, 6. März 1940

Die tausendjährige Straße

8. Fortsetzung.

Wirtschaftsteil

Silben-Kreuzrvortratsel

Sport und Spiel

3

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Deutsches Theater. Freitag, 8. März: ,,D< Kail Maria von Weber. Beginn 19 Uhr.

3.50 6.10 8.30 Uhr

Großfilm-

Ein deutscher

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Werdet Mitglied der NSV.

RM 0.50, 0.75, 1—, 1.25, 1.50, 2.-

Jugend hat keinen Zutritt

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Täglich: 19 Uhr bis 2 Uhr nachts geöffnet

Das beliebte Abendlokal

Heute Mittwoch

letzter Tag

Gustav Fröhlich Jutta Freybe Kirsten Heiberg

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Roman von Ernst Zahn

(Nachdruck verboten.)

Faltboot-Einer zu k. gef. Ang. S. 881 T.-Vcrl.

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Die Sauklasse Stand nach dem 3. März 1940 Gruppe Saarpfalz:

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Nr. 56 Seite 5

1. Borussia Neuntirchen

2. FK. Kaiserslautern

3. DfR. Frankenthal

4. Woimatia Worms

5. FK. Pirmasens

6. Ludwigshafen 61

•>7. EfL. Darmstadt

Froher Feierabend.

Deutsches Theater. Donnerstag, 7. März: „Minna von Barnhelm", Lustspiel von Lessing. Beginn 19 llhr.

Deutsches Theater. Freitag, 8. März: „Der Freischütz", Oper von

» « —— 7'”* fin gtroifltr fielt Gtan Rlnttn auf Station III

Webergasse 8 gegenüber Loesch

Ab 1. März kurzes Gastspiel: 2Strlsch das vorzügliche Stimmungs-Duo

Kurhaus. Freitag, 8. März, 5. Sinsoniekonzert, Leitung: August Vogt, Solistin Elfriede Dräger-Seebrecht, Sopran.

Wandergruppe.

Freitag, 8. März, Wandergruppe heiterer literarischer Abend.

Waagerecht: 1. römischer Dichter und Denker, 3. Begrenzt- beit. 4. Hühnerart. 6. bedeutender deutscher Erfinder, 7?Opern= lieh 9 griechische Göttin, 10. Saum, 11. fupterne für Druckbuchstaben. 13. Jahresangabe, 14. altes italiemsches Land. 16. indischer Philosoph. 17. Stadt in Nemtalien, 18. Stadt in Thüringen, 19. religiöses Buch.

Senkrecht: 1. Stadt in Schleswig-Holstein, 2. Stadt in Italien, 3. Bund zwischen Staaten,'^. Hunderasie, 6. mittel- amerikanisches Land. 8. weiblicher Vorname. 12. Schulklasse, 13 türkische StÄ>t. 15. Kostenverteilung. 16. Sammlung täg­licher Aufzeichnungen.

Morgen uo,‘ _

_ nur 1 T°9

Auflösung des Silbenrätsels in Nummer 49:

1. Achter, 2. Tante. 3. Eimer. 4. Nessel. 5 Sena, 6. Laden.

7 Lava. 8. Kutter, 9. Landsturm. 10. Liane. 11. Tiber, 12. Bermudas, 13. Deidesheim, 14. Manila, 15. Orange.

16. Liebenstein, 17. Nabe. — ..Achte eines jeden Vaterland, aber das deinige liebe."

Sportfreunde Dos LfV. Erbenheim Post-Sportverein FK. Naurod

Er verlangt viel von uns, aber er weist, was man leisten kann und leisten muh, und sich selber schont er am wenigsten." f .

„Nicht jeder hat seine Ä$ä|te", widersprach ein zweiter.

Ein dritter rühmte: „Der Reding ist ein Teufelskerl. Wenn der nicht einmal General wird!"

In diesem Augenblick bogen zwei Offiziere um die Ecke und strebten einem Mauertor zu, durch das em Weg rn die Stadt hinunter führte. ... , .

„Hm", hustete Niklaus, der Wachtmeister, warnend und stand stramnL

Auch die Rekruten salutierten.

„Ruhen", kommandierte der Oberleutnant Walker, der eine der beiden Offiziere, winkte seine beiden Bruder heran und hieß sie ein Stück mitaehen.

Sein Begleiter, ein Leutnant, lang wie eine., Pappel, aber von ebenmästigem Gliederbau, mit einem schonen Ge­sicht und auffallend grasten Augen, die etwas Strahlendes hatten, hatte sich nicht um die Soldaten gekümmert. IRit knappem Eruh schritt er davon. Auch von den Walker- brüdern nbhm er nicht Notiz. ' . f

.Heute abend in der Hrnterstube der Trattoria del Sole", verständigte Josef Walker die Brüder. Wir werden ganz unter uns sein. Ihr könnt ruhig auch kommen.

„Nicht wahr?" rief er dem Leutnant nach, sein Einver­ständnis erwartend. .., . ....

Noch immer liest Reding dem Menschen über den Offi­zier hinaus nicht Raum. Langsam und ohne Antwort setzte er seinen Weg fort.

Josef Walker folgte ihm.

Die Brüder kehrten zu ihren Kameraden zuruck. Der stzenge Reding bildete noch eine Weile den Gegenstand ihrer Unterhaltung. — . „ . , ~ . . .

.Du hast einen Stecken im Rucken, meinte soses in­zwischen ärgerlich zu diesem, als er ihn eingeholt hatte.

Dienst ist Dienst", gab Redina knapp zurück „Man kann sich nicht zu jedem Rekruten hinstellen und schwatzen, hinter Schloß und Riegel heute abend ist das eine andere "Ezosef, dem Oberleutnant, ging das letzte wie ein Stich­wort ein. Er flammte plötzlich auf. „Ihr werdet alle Augen machen", sagte er.

1. Offenbacher Kickers

2. FSV. Frankfurt

3. Eintracht Frankfurt'

4. SV. Wiesbaden

5. Rotweih Frankfurt

6. Union Niederrad

7. Opel Rüsselsheim

Die Tabelle

SV. Wiesbaden (Reserve) ^^onnenbergchiambach FK. Bierstadt . ,

Die Pfeife in den Hals gerannt. In Ne u - B1 d s ch 0 w im Protektorat ging der Webermeister I, Vokac über den Marktplatz. Plötzlich wunde er von einem. Unwohlsein befallen und stürzte so unglücklich, datz er N-b dre Pfene. <nts der er gerade rauchte, in den Hals rannte. Der Unglückliche, der sich dabei schwere Verletzungen zugezogen batte, wurde sofort ins Krankenhaus übergeführt, wo aber nur der »ereute durch Herzschlag eingetretene -tob festgeltellt werden konnte Der Umstand, dah er sich die Pfeife in den Hals.gestoßen hatte, hatte an seinem Schicksal schon nichts mehr geändert.

Der Mann, der Adressen erfindet. Obwohl der Name Harrn Brown selbst den leidenschastlichsien Filmfreunden un­bekannt ist. gibt es kaum einen in vollywood hergeltellten Film, an dem dieser Herr nicht mitwirkt.. Mr. Brown hat ein einzigartiges Monopol in der amerikanischen. «Filmindustrie. er — dichtet Adressen. Er erfindet von frub bis spät. Namen. Strahen. Hausnummern und Telefonnummern, die.es in Wirt­lichkeit nicht gibt, und wer sich das als sehr einfach vorsiellt, der irrt sÄ gewaltig. Auf Mr. Brown, dem ..W>ressendichter . lastet eine schwere Verantwortung. Denn wehe, wenn eine Filmfigur einen Namen hat. der. wirklich eristiertz und drei­mal wehe, wenn der wirklich Existierende sim durch den Film irgendwie betroffen fühlen wurde. Die Filmgesellschaft hatte die Hölle auf Erden, ne wüste sich von Verleumdungs- und Schadensersatzklagen gar nicht mehr zu retten und der ent­standene Verlust stunde in keinem Verhältnis, zu dem Honorar, das Mr. Brown > für seine Bemühungen einstreicht.. Er bot nichts anderes zu tun. als alle jeneNamen. Strotzen- und Hausnummern sowie die Telefonanschlüße. die imj Natmikrrvt vorkommen, daraufhin zu prüfen, ob Itc etwa t.atmchnch vor­handen sind. Zu diesem Zweck walzt er alle erreichbaren Tele­fon- und Adreßbücher durch, und bewnders mutz er darauf achten, dah ein Gangster auf der Leinwand nicht etwa eine tatsächlich vorhandene Telefon- oder Autonummer hat. Durch zahlreiche Beleidigungs- und SchadenersatzprozeNe. kluggewor- den. bat man Mr. ..Browns Amt elngemhrt. um 1a nuftt bet empfindlichen Gemütern anzuecken. Nicht, umsonst tragt lebet amerikanische Film im Vorspann den.Hinweis. dag mmtliche Personen der Handlung frei erfunden sind und nicht in Wirk­lichkeit existieren. _______________

„Neugierig bin ich schon", antwortete ihm der Leut. nant, „ob die Solari wirklich so ein Wundertier ist mit 6U '"e'ine Art junge Pantherin", antwortete Walker, „wenn . du sie mit einem Tier vergleichen willst, ^ch konnte mir denken, daß auch sie imstande wäre, einen Feind heimlich wie ein Raubzeug zu beschleichen."

Reding schaute einen Augenblick ins Leere. Die Be- sessenheit seines Begleiters machte ihm Eindruck.

Flüchtig stand vor seinen Augen das Bild einer dun­keln geschmeidigen Frau. Ein Gefühl von Schwule befiel ihn. Er lüftete unwillkürlich die Mütze, dah fern schönes blondes Haar in die Sonne blitzte.--

Biele Stunden später sollten sich Reding und die drei Brüder Walker in der Trattoria bei Sole treffen.

Das Haus stand am Fuhe des Kasernenhügels in einem Schattenloch und strafte seinen Namen Lüge, indem es sich vor Sonne und Hitze förmlich versteckte. DiemitBrombttr- büschen bewachsene Bergwand hing ihm in die Fenster. Ern kleiner Wasserfall stob zwischen diesen herab und verlor sich als Bach in eine mit Steinplatten überdeckte Rinne. Die Vorderfront ging nach der heisten Hauptstraße. Aber auf der Rückseite träumte eine steinsäulengestützte Pergola in die Kühle. Blauer Wein und gelbe Rosen umrankten die Säulen. Auf den Steinplatten des Fußbodens hallte der ^^Die vier jungen Leute wollten einander in der Stube hinter dieser Pergola treffen. Sie war dämmerig, welt­abgeschieden. Hier fanden sich Stammgäste zu einem un­gestörten Kartenspiel, ober rückte ein Liebespaar in eine bunkle Ecke zusammen. Hier hatte ber Oberleutnant -oo|er Walker ber gern dem Leben unb der Freube nachging, auch bie Bekanntschaft der schönen Faustina Solari gemacht.

Die beiden jüngeren Brüder waren zuerst eingetroffen. In losen Waffenröcken, ohne Bajonett, saßen sie da.

„Wunder nimmt mich schon, was es geben soll", raunte der hübsche Christian dem Bruder zu.

Ein alter Cameriere, ein seltsam schweigsamer, laut­loser Mann, stellte ihnen ihr Vier hin.

1 (Fortsetzung folgt.)

ir in bie Schach-Stadtmeisterschast. In der Gruppe II wurde die rückständige Partie zwischen Hiegemann und Dierkes nachgeholt. Dierkes gab nach Bauernverlust im 31. Zuge TinJr atnnildien Vartie auf. Für den infolge Einberufung, aus­scheidenden Bleutgen wird nach langjähriger Paule erstmals wieder Dr. Jung am Turnier teilnehmen.

EinTurnländerkampfgegen Ungarn wurde zum 5 Mai nach Budapest vereinbart. Es wird die vierte Begegnung zwischen den beiden'Ländern. sein: m den drei bisher aus- netraacncn Kämpfen gab es jedesmal deutsche Siege. . Auch unseres 0 ck e y s p ie l c r haben einen Länderkampf mit Ungarn

5000 Besucher wohnten dem Tressen der.

ev m «.vriksvort-Terininkalender, der seht verosfent-

Innsbruck-Bregenz. - r W e l t m e i ft e r kam es bei den

Scherens,Bruneelein Drei-Stunden-Mannschaftsrennen.

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Gruppe Main

Die Kaserne mit ihren schiehschartenähnlichen laden- . losen Fenstern, ihren Türmen und Wehrgängen, gewährte einen kühnen und stolzen Anblick. Hier und auf den beiden Schwesterhügeln hatten einst die Vögte der drei alten Lande Uri, Schwyz und Unterwalden gesehen und den dem Herzog von Mailand enttissenen Landesteil regiert. Jetzt war die Kaserne bis in den letzten Raum von Truppen besetzt. Soldatengesichter schauten durch die Fenster, und Soldaten standen unter allen Türen. „ ,

Die Truppe, die sich im Raum zwischen Kaserne und Ringmauer gesammelt, ließ sich wohl sein. Die Leute lagen und saßen mit aufgeknöpften Uniformen, barhaupt, der und jener wohl auch des engen Rockes völlig ledig, und mit aufgekrempelten Hemdärmeln herum.

Auf den Stufen einer Treppe hatte der Wachtmeister Niklaus Walker seinen Platz und biß an einer Strohzrgarre herum, deren spärlicher Rauch in der heißen Luft rettengs- 105 und rasch ertrank. Ihm gegenüber aus der Mauer hockten die Rekruten seines Zuges, darunter der Helle Christian mit dem hübschen feinen Gesicht, dem die Umform prall und schmuck am schlanken Körper saß. Man unter­hielt sich vom eben beendeten Ausmarsch, seinen Strapazen unb dem, was fröhlich bar an gewesen. Dann glitt das Ge­spräch auf die Offiziere ab.

„Der Josef ist schon recht", rühmte Christian den Bru­der Oberleutnant, „der staucht einen nicht mehr als notig.

„Dazu ist er selber zu bequem", schränkte Niklaus, der Wachtmeister, das Lob ein.

Dann beklagte sich ein anderer Rekrut, etn blasser, gelb und kränklich aussehender Mensch: „Dafür ist der Leutnant Reding ein Leuteschinder wie er im Buch steht. Wenn es so weiter geht---“ _

Er wollte von seiner Absicht, sich höheren Ortes zu be­schweren, sprechen, aber ein gesunder, starker Unterwaldner unterbrach ihn: „Sag das nicht! Respekt vor dem Reding.

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Da laut Verfügung des Fachamts nur die 1. Mannschaft eines D-reins Kreisklafienmeistei werden kann und aufsteigt, kann die SVW -Reserve diesen Titel nicht erringen und lampst außer Konkurrenz mit Der offizielle Kriegsmeifter ist also noch voll," unge«"h -Die Spiele des zurückgezogenen SV. 1919 Biebrich und alle ausgefallenen Treffen sind in der Tabelle nicht gewettet.

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Berliner Börje vom 6. März. Die Aktienmärkte boten das aleiche Bild des Vortags. Die Kursentwicklung war nicht einheit. nch, überwiegend aber nach oben gerichtet Harpener um l/ % rückgängig. Klöckner und Vereinigte Stahl bAten ie A 96**®; Höher Hoejch um und Rheinstahl um %%. Deutsche Erdöl '/, % hoher, während Leopoldgmbe 1 % einbutzten ^?lzdestutth gewannen l1/., Bremer Wolle 1 %. Von Heyden Eoldschmidt und Schering je 1 höher. Farben 180% um %% niedriger. Schuckert und EW. Schlesien plus l. HEW. 1% und Wasier Gelsen, ki^ien % %. Autoaktien freundlich. Metallgescllschaft nciloren %, Deutscher Eisenhandel 1%, Rheinmcfall Borftg 1% unb Deutsche Waffen 2%. Retchsaltbesitz 142% gegen t42%, Relchsbahnvorzuge befestigten sich um % %. Eemeindeumschuldung 97,40 (plus la PfZ. ^°^FranIsurte?Börse" vom 6. März. Im Hinblick auf den bevor- Ömben Steueitermin hat sich bas Börsengeschäft etwas oerringett.

erbem bekunbete man allgemein etwas Zurückhaltung. Die Erundstimmuna blieb freundlich, da weiterhin kleine Anlagekäufe überwogen. Die Gesamthaltung wurde durch emme Sondek- bewegungen unterstützt. Sm übrigen hielten sich die Schwankungen unter 1 % Am Rentenmarkt verblieb auf allen Gebieten Nachträge, die aber in Pfandbriefen und Kommunalobligationen nur iu einem ganz geringen Teil befriedigt werden konnten. Tagesg. 1%%.

Boltsbildungsstättc.

Mittwoch, 6. März, um 20.30 Uhr, im Restaurant „Stadtgarten" am Luisenplatz, Lichtbildervortrag von

Carla Bartheel, Berlin:

„Eine Frau allein unter Fellachen und Beduinen".

Eintritt 50 Pf., mit Hörerkarte und für Soldaten 30 Pf Karten find erhältlich in der KdF.-Verkaufsstelle, Luijenstr. 41 (Laden), und an der Wendkasse. .

Carla Bartheel führt uns an Hand zahlreicher Lichtbilder durch Wüsten, Steppen und Urwälder, die sie in einer hatten und ent­sagungsvollen Reise-durchquert hat.

Reisen ist leicht, wenn man sich einer organisierten Reisegetellichast anschlietzt. Aber auf abseitigen Wegen als Frau allein in tremdem Lau» vorzudringen, der stemden Sprache unkundig . . . Dies wird Ihnen Carla Bartheel selbst schildern.

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