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Mittwoch. 7. Februar 194«

Wiesbadener Tagblatt

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Die heutige Ausgabe umfaßt 8 Seiten

völlig frei erfunden ift und fader Grundlage entbehrt.

um den englischen en nicht locker.

Deutsche Bombenflugzeuge im Kampf mit englischen Jägern

Mit einem Motor zurück über die Nordsee

Rationierung nach plutokratischen Grundsätzen

Die Bedürfnisse der britischen Oberschicht werden sichergestellt — Der Arbeiter mag hungern

des Fleisches, die nach einer Mitteilung des Londoner Rund-' funks jetzt endgültig durchgeführt wird, erhält zum Beispiel jeder Engländer je Woche soviel Fleisch wie er sich für etwa 90 Pfennig kaufen kann — mit anderen Worten: die Zuteilung ist in dem meerbeherrschenden Albion, dem doch alle Rohstoffmärkte der Welt angeblich ofienftehen. geringer als in dem „vor dem Hungertod stehenden Nazi- Deutschland". Eine Ausnahme kann jedoch für E a st st a t t e n gemacht werden, denen es erlaubt wird, fleisch, wenn ne wollen, auch ohne Karten abzugeben. Was das bedeutet liegt natürlich auf der Sand: wer es sich leisten kann. Wucher - vreise zu zahlen und einen tüchtigen Batzen Geld auf den Tisch zu legen, wird nach wie vor nicht aus seine gewohnte Fleischvortion zu verzichten brauchen, aber die Massen der Arbeiter und Angestellten, die für die vlutokratische Ober­schicht. für die feudalen Lords und die jüdischen Finanz- Hyänen arbeiten müllen, haben sich der Rationierung zu unterwerfen. •

Vernichtung des großen britische durch ein deutsches Aufklärungsflugzeug u_- — — dellen Absturz auf die See das deutsche <ttugzeug8 aussandte, durch die die Rettung der britischen Flieger er­möglicht wurde. Richt anders wurde gehandelt, als npch wah­rend der großen Luftschlacht am 18. 12. 1939 deutsche Flug- sicherungsfchiffe und Flugzeuge, unterwegs warern um ab* geschossene englische Fiugzeugbeiatzungen aus der See amzu- sischen und in Sicherheit zu bringen.

Führers gehört, daß Deutschland in den letzten. funf.Monaten nicht geschlafen bat. und. man könne bmzufugem das wirklich an alles gedacht und für alles gesorgt sei, so daß an unserer absoluten Überlegenheit keinerlei Zweifel mehr mög­lich sei. So könne das deutsche Volk auch jetzt in starker Zu­versicht dem Führer folgen.

Vom finnischen Kriegsschauplatz Fortdauer der Kämpfe auf der karelischen Landenge Helsinki. 6. Febr. Nack einer Mitteilung von „Svenska Prellen" soll die finnische Abwehr aus der karelischen Land­enge die Stellungen gewechselt und dem ruiilschen An­griff Panzerabwehr entgegengestellt Haden. Die russischen Angriffe seien unter starken Verlusten abg^ wiesen worden. Nordostwärts des Ladogasees halten die Kämpfen an. wobei es den Finnen gelungen fern soll, kleinere russische AbteiluWen von ihrer rückwärtigen abzu- schneiden. Nördlich im Gebiet von Kuhmo wurde — wie der finnische Heeresbericht mitteilt — ein Angriff sibirischer Skitruvven auf Saunajärvi abgewehrt.

Der rullische Heeresbericht

Moskau. 6. Febr. Das Kommuniaus des Eeneralftabes des Militärbezirks Leningrad vom 5. Februar meldet: Aui- klärungstätigkeit und stellenweise geringes Artil- l er i es euer. Nördlich des Ladogasees wurden die Jnsanteriescharmützel fortgesetzt. Die rufitldicn Flieger unternahmen Erkundungsfluge.

Die grohen Entscheidungen sind fällig

Dr. Goebbels sprach den zu Leitern der Reichspropagandaämter

Sauptfchristleiter: Zritz Günther; Stellvertreter des hanptfchriftleiters: Heinrich Karl Äunz; verantwortlich für den politischen Teil: Heinrich Äari Kunz; für Kunst, Unterhaltung und Sport: vr. Heinrich Reichert; für Stadtnachrichten, Vororte und Wirtschaftsteil: Willi Pempel; für Schlußdienst und Allgemeines: Sans Scharr; für den Bilderdienst: die betr. Ressortleiter; für den Anzeigenteil: Dtto Kaiser; sämtlich in Wiesbaden. Gesamtleitung: Dr phü. hablL Gustav Schellender- und (Dtto Kaiser. — Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig. Druck und Verlag: L.Schellenberg'sche Buchdruckerei, Wiesbadener Tagblatt, Wiesbaden

Berlin, 7. Febr. (Funkmeldung.) Der Londoner Rund­funk steht vor dem schwierigen Problem der brrtrschen Be­völkerung schonend beizubringen, daß man langsam aber sicher auf allen Gebieten der Warenversorgung zu der gleichen Ra­tionierung greifen muß. die man zuerst bei ihrer Einführung in Deutschland mit Sohn und Spott überschüttet batte. Wir erinnern uns in Deutschland noch sehr genau an dre Worte desselben britischen Sprechers, der mit erhabenem Stolz an die Meldung über die eins ein en Le 6 en s mit tel- zuteilungen in Deutschland die höhnisch en .Worte knüpfte, in England denke man überhaupt nicht an eine solche Rationierung.

Die Ausgabe des Londoner Rundfunks ist aber umso schwieriger, als die britische Plutokratie bei der Rationierung dafür gesorgt bat, daß ein Angehöriger der wohlhabenden Oberschicht nickt etwa irgendwie, in seinem Wohl­befinden beeinträcktigt wird. Bei der Rationierung

„Sagens Anbeter" int Dienst

Berlin. 7. Febr. (Funkmeldung.) Die Stockholmer Zeitung „Sagens Anbeter" verbreitet eine Meldung ihres Londoner Gewährsmannes, derzufolge beutscke Flugzeuge die Rettungsboote beschossen hätten, in denen sich die Besatzung des gesunkenen norwe­gischen Dampfers „T e m v o" in Sicherheit zu bringen suchten. Dieselbe Zeitung bringt weiter einen Auiiatz über die Seekriegsübrung. in dem gleiche Behauptungen v er - allgemeiner! wiedergegeben werden. Hierzu ist ein­deutig und bestimmt festzustellen, daß diese Meldung

Soeben donnern sie am der Hohe von Ed^ingburgb an der Küste entlang, da bricht die wilde Jagd herein: 9 englische Jäger. Nun gilt's! In raienber Fahrt kommen sie heran — ein Ausweichen ist unmöglich. Schon Haden die ersten Einschläge in die Flächen. Die deutschen Bomber sprühen dem Gegner aus allen Rohren ihre Garben entgegen, da sind sie schon vorbei, ziehen weg und lammeln sich zu neuem Angriff. ,, ,

Da, was ist bas? Der linke Kettenhunb per zweiten Kette verliert mächtig an Fahrt — unb schon stürzen sich bie Jäger auf ben Zurückbleibenben. Sicher bat der Motor was abgekriegt. Die beiben anderen Flugzeuge der zweiten Kette drehen sofort bart ab unb schützen ben Kameraben vor bem konzentrischen Angnii ber heranbrauien- ben Jäger. Eben will der „Rhombus auch beraneden, ba baut ihm ein vorbeiflitzenber Engländer eine ganze Garbe durch den Motor, wütend rattern die MGs.Per getroffenen Maschinen hinterher — da zischt ickon eine Wolke aus dem deckten Motor. Kühler unb Ölleitung sinb zerickoiien! Das öl kleckert unheimlich schnell heraus — gleich wirb bte Maschine Feierabenb machen.

Kur, entichloiien stellt ber Flugzeugiubrer ben rechten Motor ganz ab, es mutz mit einem geben! Wieber stürzen die Jäger herab — sie wollen ben „Rhombus fassen, ehe er sich an bic erste Kette angehängt hat, was er. mit einem Motor nachhinkenb. verzweifelt versucht.

Wieber schlagen die Nickelmantelaeichosse ber Tommys mit ekligem Kläcken in Flächen unb Rumvi. Die Kanzel ist burchftebt — unb — bicht hinter bem Genick bes Flugzeug- führers hat ein Geschoß, von hinten burch ben Rumvi kommend, bas Metallgehäuse durchschlagen klaticht am die Lederhaube des Flugzeugführers und — fallt kraitlos herab. Gott fei Dank, die Kraft bes Geschosses war auf bem langen Weg burch verschiebene Metallkörper schon verbraucht. .Das hätte schief geben können: ohne Flugzeugiubrer. mit einem Motor mitten in einem Schwarm fetnbltmer Saget — dock cs ist jetzt keine Zeit zu Betrachtungen. Wenn doch die erste Kette nur verhalten wollte — bte Sekunben werben zur Ewigkeit — merken bie bcnn nichts — doch, sie erfassen bte Lage: Der Verband mutz dicht aufschliezen. wtll er nicht von den wieder heranbrausenden Jägern zersprengt werden. Das

treten tolle. Frankreich bat sich niemals zu Verhandlungen gemäß Artikel I der Vereinbarung beauemt, hat aber auch diese selbst nicht ratifiziert. Graf Ciano handelte deshalb ganz konfeauent. als er -durch Brief vom 17. 12. 1938 dem tranzofischen Botschafter Franoois Poncet mitteilte, datz er bte Vereinbarungen vom 7. L 1935 als nicht in Kraft getreten ansehe.

.. .Zu biefem Schritt sah sich Graf Ciano um so mehr ge­nötigt. als Frankreich im Laufe ber Jahre ber italienischen Politik nicht nur dauernd Hindernisse in den Weg stellte, sondern auch den Faschismus ganz offiziell bekämpfte und Mussolini zum Gegenstand gemein« Verhöhnungen machte. Weiter hatte Außenminister Laval bas Dösiftement in bezug auf französische Interessen in Äthiopien erklärt, worin Italien mit Recht bas Zugestänbnis der freien Hand sah. Trotzdem war es gerade Frankreich, das während des abessinischen Konfliktes auf verschärfte Sanktionen drängte, und Frankreich war der letzte der großen Staaten, der das italienische Imperium anerkannte. Die Abrechnung zwischen Italien und Frankreich nach dem Konflikt ergab für letzteres eine völlig negative Bilanz.

Nicht von geringerer Bedeutung für Italiens Welt­geltung ist bas Problem bes S u e z k a n a l s. dessen Lösung aber auck fast alle anderen seefahrenden Völker einschneidend berührt. Der Suezkanal, an dessen Erbauung auch Italiener (N e g r c 11 i s) hervorragend beteiligt waren, sollte als ein gemeinnütziges Unternehmen aller Welt zugute kommen. Heute ift der Suezkanal ein vlutokratisches Unternehmen schlimmster Art. bas unerhörte Gewinne abwirft und burch nicht zu rechtfertigende Kanalgebühren fast alle schiffahrt­treibenden Völker belastet. Nachdem die schlauen Engländer den größten Teil des ägyptischen Aktienbesitzes an sich ge- brckchr hatten, konnte man den Suezkanal als französisch- englischen Besitz bezeichnen, wenn auch der Rat ber Gesell­schaft sich schamhaft noch andere Nationalitäten bat gefallen lassen. Er besteht aus 19 Franzosen. 10 Engländern, 2 Ägyptern und 1 Holländer, die märchenhafte Honorare beziehen und ungeheure Gewinne verteilen. Datz bie Kanal- gebühren in den Devisen dieser Länder bezahlt werden müssen, paßt ganz in dieses kapitalistische System, das nur bie Interessen 8er Aktionäre kennt. Die Forderungen, bie Italien nun mit allem Nackbruck an ben Rat ber Gesellschaft zwecks Änderung ber Satzung stellt, findet selbstverständlich die Unterstützung der meisten Staaten, unb selbst englische Schiffahrtsbesitzer tanzen außer ber Reihe unb macken Front gegen die Kanalaktienbesitzer unter ihren Lands­leuten. Erstrebt wird zunächst die Herabsetzung der Kanal- gebühren auf einen Satz, ber eine normale Verzinsung des Kapitals unb bie Kosten für bie Instandhaltung des Kanals sichert. Ägypten als Landesherr des Kanalgebietes ift bei ber Geschäftsleitung besonders zu berücksichtigen, und der Rat setzt fick aus Vertretern alles schiffahrttreibenden Nationen zusammen. Das Suezkanalproblem ist. .darin muß man ber italienischen Auffassung unbedingt zuftimmen.„.un­trennbar verbunden mit den Aufgaben für europäische Zusammenarbeit auf der Grundlage des. gleichen Rechtes. Frankreich aber, das im Rat der Kanalgesellschaft die.unbe- dinate Majorität besitzt, ist der schärfste. Gegner der itahe« Nischen Anträge, weil ihm der gegenwärtige Zustand eine vorzügliche Waffe in die Hand gibt. Italiens berechtigte Forderungen auf Kolonialbesitz in Dftafrtta empfindlich zu durchkreuzen. Unb ein zweites Mittel dazu bietet sich den Franzosen in dem an und für sich ganz unbedeutenden Besitz von Somaliland mit bem vorzüglichen Hafen von Djibuti. Somaliland ift, nicht nur das Ein- unb Aus­gangstor für den italienischen Handel nach Abessinien:, es bildet zugleich bie Basis ber geheimen.Intrigen.Frankreichs gegen das italienische Imperium. Dnbuti war Stutzpunkt des Negus und des berüchtigten Taele Aviarmt. unb habet existiert ber Hafen nur durch Italien und die von seinem Schiffsverkehr geforderten ungeheuren Abgaben, als. ba find: Steuerbeitrag. Ausfuhrzoll Nebengebühren. Pier-, Tonnage- und Lagergeld. Ankergelb.. Sanitatsgebuhien usw. Dabei befinden sich ber Hafen wie bte Bahn von Dnbuti tn schlechtem Zustand unb existieren nur rote echte Garanten vom italienischen Fleiß. Damit beroetitaber Frankreich hier trrie auch an anderen Stellen seines überseeischen ^Besitzes, baß ihm bie Fähigkeit, zu jeder kolonisatorischen Tätigkeit fehlt. Seine Kolonien smb nicht Volksnotwen­dig! eit. sondern Objekte der Bürokratie und des

Bomben in Postpaketen

Amsterdam. 6. Febr. Nach einer Meutermeföurm. aus London haben.sick am Dienstagvormrttag in Pos^ebaitoen der Städte Sirmtngbam und Ma nie ft er Explo­sionen ereignet. In beiden Fallen bandelte es fick um Bomben, die sick in Postpaketen befanden. 0„v_n„

Am Dienstagnackmttfag ereignete sich tm

Sßcltcnb in der Nähe eines Denkmals aus vein -M^iirr^eg eine Explosion, durch die das Pflaster beschädigt wurde.

Henker John Bull

Die irischen Freiheitskämpfer Barnes und Richards hingericktetl

Amsterdam. 7. Febr. (Funkmeldung.) Die beiden Rit- glicder der Irischen Republikanischen mtob

Richards wurden, wie aus London gemeldet wird, heute morgen 9 Uhr hingericht.et. Seit «^rn abend wurde das Gefängnis Wonsongreen in. Birmingham von mnem be­trächtlichen Polizei- und Detektiv-Auigebot überwacht.

Die beiden Iren waren Mitte Dezember wesen an­geblicher Beteiligung an einem Bomben- a n l ch l a a in Coventry im August vergangenen wahres zum Tode verurteilt worden. In C-ventr» waren damals mehrere Personen getötet und zahlreiche verletzt worden.

Militarismus zum Zwecke finanzieller Aus­beutung. Für Frankreich ift die Vorherrickatt auf dem Mittelmeer eine selbstverständliche Forderung,, in der es von bem gleichgesinnten England unterstützt wird. Uber bas Mittelmeer will Frankreich im Kriegsfall 1% Diultonen farbiger Soldaten heranschaffen, den Weg durch das. Mttt.el- meer nach Dftaften sichert sick England durch „intensive Rüstungsvolitik unb Anlegung neuer.tilottenstutzvunkte. Italien will keine Vorherrschaft tm Mit elmeer., aber es b u I b e t auch keine. Es erkennt das b i o l o g l.ieo e Recht des gesunden, fruchtbaren Volkes aut Kolonialbesitz an. denn nur ein solches kann die Mission, die ihm die Kultur aut- eilegt. erfüllen. Eine Mission, bte. rote die franzonsche.. die Arbeit scheut, beruht auf Einbildung oder Mißverständnis.

An diesen Problemen ift Mitteleuropa, ftnb gans be­sonders die Mächte der Ach s e. interessiert Aber ihre Jnteressenkreiie überschneiden ftck nirgends, und darin liegt bie Bürgschaft für die Solidarität ibrer Poli­tik. Vereint roerben diese auck innerlich gleickgertchtnen Staaten ihre großen Ziele verwirklichen: aber »wischen Italien und Frankreich haben ftck allmählich durch die «chuld des letzteren Abgründe aufgetan, bte auck. durch Konzessionen und freundliche Gesten nicht mehr überbrückt werden können. Die beiden Staaten de r A ch i e proklamieren das neue politische Reckt des jugendkraf- tigen Volkes gegenüber dem critcn Eroberer und glücklichen Nutznießer. W. B.

Deutsche SuffftreitfiÖfte befinden .ftck nur im Kampf gegen die feindliche Luftwaffe, gegen feindliche Krtegssch-ttfe. Vorvoftenboote. Küstenbewachungsfahrzeuge tonne dewan- nete im Eeleitzug fahrende Frachtschiffe^ie Kriegsfahrzeusen gleichzuietzen ftnb. und diesen Kampf führen die deutschen Piloten entschlossen und «folareick. Ift aber der Feind zur Strecke gebracht, lassen fie timt teb e Hilfe zur Rettung bes Leben san g e b er he n. zu ber sie in ber Lage ftnb. Sie handeln nickt anders als ihre Kameraden von Heer und Marine und haben, vielmals schon den Beweis hierfür erbracht. Erinnert iet hier nur an bte britischen Flugbootes am 19. 12. 1939. nach ;zeug 808-Rufe

Berlin, 6. Febr. Am Dienstag versammelten sich die Leiter b e.r Reichspropagandaämter. und andere Persönlichkeiten in den Räumen des Reichsrninistermms tur Volksaufklärung und Propaganda zu einer. Arbeitstagung. In einem umfaßenden Überblick über bte politticke Lage entwarf Reichsminister Dr. Goebbels etn Bild von der Haltung des beutscken Volkes in ben Wochen bes Wartens, die die Welt durchlebt. Er schilderte, wie sich über­all das Gefühl durchgesetzt habe, daß die großen Ent- scheidungen diesmal zum Aust rag kommen müßten, und wie das deutsche Volk von dieser harten Not­wendigkeit tief durchdrungen fei. ~ .

Deutschland habe den Willen seiner Feinde.zur.Kenntnis genommen, das deutsche Volk als Machtfaktor etn tur allemal auszulöschen, und ruhig, sicher und mit nüchterner Ent­schlossenheit gebe es der Entscheidung entgegen. Das Wissen um unser absolutes Übergewickt über unsere Gegner aut allen Gebieten, lasse über den Ausgang dieser Auseinander­setzung keinerlei Zweifel aufkommen.

Im einzelnen behandelte Dr. Goebbels eine Reihe Tages­fragen, denen gegenüber er als Grundsatz auf stellte: Erst­klassig ist zur Zeit nur das Problem: Wie gewinnen wir den Krieg? Darauf ist alles einzustellen. und dem ift alles andere unterzuordnen. Nichts anderes ist heute von maßgebender Bedeutung, und alles, was wir tun. alles, was wir denken, was wir lagen, unternehmen und oorbereiten, hat nur dieser einen Frage zu dienen.

Gewiß fei freilich, daß die Auseinandersetzung mit der westlichen Plutokratie kein Kinderspiel fein werde. Aber bas beutscke Volk habe es ja schon aus bem Munbe bes

P. K. Zwei Ketten bewaffnet er F e r nauf I lärer ftnb unterwegs zum Hanbelskrreg an Albions Kulte. Stunbe um Stunbe mahlen bie Luftschrauben ihren.Ekonigen Gang. Die Gedanken der Manner zwischen Himmel und Waner sind zuverftchtlick auf bas befohlene Zielgerichtet.Zum Donney weiter, es hat bisher noch immer geklappt. Wie war es bock damals, Ende September — wie weit liest bas schon wieder zurück — wie war es mit dem Treffer auf die „Sood .

Sine toUe Sache war s doch, mitten in das Ävweürteuer ber britischen Schlachtschiffe hineinzuftoßen unb ein?m solchen Riesen eine aufs «roll zu brummen! Der hatte für einige Zelt genug — wer weiß, rote lange ber brauchen wirb, um roieber kampffähig zu sein. Unb die anderen Dinger waren auch Nicht schleckt' Die hernaufHärung bis hart zum Polarkreis, bte Flüge nack Aberbeen. Scava Flow, zu den Shetlands — ia, das können sie wohl mit Stolz von. ftck sagen: Sie baben dem Briten schon verdammt bart zugeietzt. bte wenigen Manner, bie nun roieber von neuem anfltegen — "

Krämerseelen zu zeigen: „Wt t lau

”' *Nicht m vergeßen bas Flugboot bei Lerwick! Mit wenigen wohlgezielten, Bombenwürfen wurde es unter die Wasserfläche gebrückt, bevor cs jemals aus der Luft unan­genehm werben konnte.. Freilich, nicht immer war es ein Kinderspiel. Die engliichen Jager haben ihre MGs. auch 11'6 Vin\tcmliw'i'nbt pe r Auftrag ift bas heute, ber geknackt fein will Ein burck Krtegs>chtsfe..g ebeckt er Zug be­waffn er e r S ck i s f e soll angegriffen werben, und bas. in Küstennähe! Wirklich, alles dran. Kustenflak Schiffsflak. Jäger - dazu vielleicht noch stundenlanges Suchen bas den englische- Vorvvilendootcn die rcunbetbarfte Gelegenheit gibt, to aller Ruhe den Anflug beutscher Bombenflugzeuge bu^t<6Tnfift1iwr Morray Firth im Norden.Schottlands, in Stckl Donnernd btnuien die Ketten dabirn Sie folgen bet tie?u Ginbuchtonv und fliegen in Richtung Aberbeen.

bäneft i.tzen die Seckichützen an ihren ME s„ bereit. z#bem 9I"grT«f b« Stirn zu bictcn. Doch noch tmmer regt ftch nichts' ZßeVr zeigt iick der erwartete Convoy. nock melben sich die Äser — Peck und Glück in einem Atemzug.

Plumper Angriff auf die deutsche Soldatenehre der britischen Greuelprovaganda

Sette 2 Rr. 32

Kämpft ber beutscke Flieget so ritterlich Mm seine Gegner, was sollte ibn dann dazu bestimmen, die wehtlo>e. schiffbrüchige Besatzung eines norwegischen Sjbiffes in ihren Rettungsbooten zu beschießen. Kem deutscher Pnot. überhaupt kein deutscher Soldat wird sich je zu einer solchen sinnlosen Tat bereitfinden. auch wohl dann nickt, wenn ivm solche feigen und erbärmlichen Handlungen des Gegners etn moralisches Reckt geben würden. Die Melduna,des „Dagens Nyhetet" unterscheidet sich in nichts von den Eteuelmatchen ber englischen Presse unb ift eine gemeine unb erbärmliche Lüge unb nichts anbetes.

brittt unb vierte Mal brausen sie noch heran — jtzdesmal von einem Hagel aus allen MG s. empfangen. Schon haben die ersten ganz abgebreht. es roitb etwas Luft, ^tz^einend ift ben Kerlen bet Schnaps .knapp geworben, die Jagd hat Freund unb Feinb wett am bte See heraus getragen.

Wir atmen auf. bas schlimmste scheint überftanben. Doch ba hinten backen noch so ein paar hartnäckige Kerle m unsere zweite Kette. Wenn das mal gutzgeht! Kutz entschlossen brebt bie elfte Kette bei unb eilt ben Kameraden der zweiten Kette zur Hilfe, während bet „Rhombus" behindert durch ben Aus­fall bes rechten Motors, stur wertettlregt, was aus bem heil- gebliebenen Motor hetauszuholen ift.

Unbemerkt kommen sie davon — fte haben wirklich Dusel. Hoffentlich halt ber Motor durch. Nun haben fte Zeit, ben Schaben in Ruhe zu beieben Langst hat ber Flugzeugführer bas Flugzeug ausgetrimmt Idas heißt, das durch den Ausfall bes reckten Motors gestörte Eleickgmvickt roieber hergestellt), ba erleben fte bte nächste. Überraschung. Der Hauvttank enthält nur wenige huubert Liter Sprit, bie für ben Rückflug längst nicht ausreichem Der kostbare Satt läuft inzwischen munter burch bie zerschossene Zuleitung aus. Auch das noch.

„Der Reservetank wird in den Innentank uwgewllt'. schreit ber Beobachter. Eine kleine Hanbvumve. mit einem allerbings lächerlich kleinen Hubraum, bicht am Sitz des Flugzeugführers, fie muß es schaffen.

Jeder kennt jetzt nur nock etnen Gedanken? Stur durck- halten! „Fritz, komm nach vorn, du mußt weitervumpen. ruft Feldwebel R„ Beobachter und Kommandant des Flug­zeuges, seinem Bordmechaniker durch bie Leitung zu.

Inzwischen ist ber Kommanbant bereits babei. ben. zu fliegenden Kurs abzusetzen..Es sinb noch Hunbe.rte von Kilo­meter bis nach Haus. Fritz vumvt unermüblick. bas Biest von Handvumpe schafft herzlich wenig, hoch es gebt, langsam.