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Wöchentlii

Der Tod an Englands Küsten

Ununterbrochene Schiffsoerlufte

London, 31. Jan. (Funkmeldung.) Der Londoner Dampfer Stanburn (2800 Bruttoregistertonnen), der Montag von deutsche» Flugzeugen an den englischen Küste» ange-

Bor dem Beginn der Belgrader Konferenz

ErNärung des türkischen Außenministers zur Jahrestagung des Valkanbundes

Englische EXportblockade wirkungslos

Deutschland mit lebenswichtigen Rohstoffen auf unbegrenzte Zeit versorgt

Friderizianisches Deutschland

Von Heinrich Karl Knoz

Der 30. Januar bat uns noch nie so tief angewrochen, wie diesmal. Im Frieden mochte es einzelne unter uns geben, die sich der Verpflichtung, die diesem Tage innewohnt, nickt voll bemüht wurden, aus reiner Gedankenträgbeit, für die in unserer, auf Biegen und Brechen, auf letzte Entschei­dungen gestellten Zeit kein Spielraum mehr vorhanden ist. Halbheit und Lauheit sind im Kriege untrag­bar. Der Mann im vordersten, wie auch im letzten Glied muß eine klare und eindeutige geistige Stel­lung beziehen, muh sich in jedem Augenblick der Ver­antwortung, in die ihn die Nation genommen hat, bemüht sein. 30. Januar, er war uns ein Tag der Besinnung, der S e l b st o r i e n t i e r u n g. für die der Führer in seiner Rede die Richtpunkte setzte. Der Zukunft unseres Volkes wollen wir dienen, für sie wollen wir kämpfen, wenn not­wendig fallen, niemals kapitulieren, denn Deutschland muh und wird siegen!" Dieses Führer-Wort verlangt seine Gültigkeit in uns und jeder Deutsche hat es als Motiv über jeden seiner Tage zu setzen.

Die in den ersten Kriegsmonaten erwiesene Über­legenheit unserer Waffen darf uns mit Zuversicht erfüllen. Doch sie gibt nicht den Ausschlag. Gerade die Tage zwischen dem Geburtstag des groben Preuhenkönigs und dem 30. Januar und die mannigfachen Gedanken, die sich an die historischen Daten und das gegenwärtige Geschehen knüpfen, weisen uns nachdrücklich auf den Vorrang, den das geistige st zeug im Moment der groben Probe ein­nimmt. bin. Die besten Waffen wären nutzlos, wenn ihre Träger versagten. Und auf der geistigen Ebene, das hat uns die Führer-Rede wieder glückhaft ins Bewußtsein gerufen, liegt der Schwerpunkt unseres Übergewich­tes. Dem unerschütterlichen Glauben an unsere völkische Kraft, der Überzeugung von der Gerechtigkeit unserer Lebensansprüche und dem eisernen Willen, durchzuhalten und niemals, unter keinen lliy- »änden, zu kapitulieren, haben die von den Cliauen der Weltplutokratie mißbrauchten Feindvölker nichts Ebenbür­tiges entgegenzustellen.

In der Schicksalsstunde unseres Volkes erweist sich unsere Geschichte als unerschöpflicher Kraftauell, als Lehrmeisterin, die um so mehr überzeugt, als sie ihre Wahr­heiten mit Blut niederschrieb. Friedr.ich, der Einzige, eine ihrer ewigen, unverlierbaren Gestalten, schuf, politisch gesehen, nicht wegzudenkende Voraussetzungen für die in unseren Tagen vollzogene Vollendung des Reiches. Aber mehr noch gibt uns im Augenblick der grobe Pieußen- könig durch seine Haltung, die, überzeitlich und in die Bereiche des allgemein Menschlichen vorstohend, die u n b e - zwingbare Macht eines entschlossenen Wil­lens dartut. Der junge Friedrich, der mit seinem kleinen Preußen den Krieg gegen die damalige Weltmacht Habsburg begann, ist uns ein Symbol kühnen Wagemutes. Der bei Kunersdorf geschlagene König aber, gegen den nahezu ganz Europa angetreten, dessen Armee zersprengt, dessen wirt­schaftliche Kraft erschöpft, dessen Umgebung entmutigt war, wächst erst zu der erschütternden menschlichen und charakterlichen Eröbe, die über Jahrhunderte aussirahlt.Rechnen Sie darauf", so schrieb Friedrich im Augenblick tiefster Niedergeschlagenheit an seinen Bruder, dah ich, solange ich die Augen offen habe, den Staat auf­recht erhalten werde, wie es meine Pflicht ist. . ." Das ist der Geist, der jedes Unglück überwindet und den Sieg an sich reiht. Die Armee, das von Friedrich geschliffene Schwert, zersprang im Jahre 1800 in der Hand eines unzureichenden Nachfahren. Der friderizianische Geist aber stand in Scharn­horst, Eneisenau, Clausewitz, Blücher, Porck und Arndt auf und an diesem Geist und den Bataillonen des preußischen Landsturms scheiterte selbst der Titan Napoleon, vor dem sämtliche Fürsten des Kontinents zu Kreuze gekrochen waren.

Der friderizianische G e i st hat Preußen über­dauert. Er ist in das Hochbild des gesamtdeut­schen Wesen sein gegangen und hat in dem Sohn einer gegenvolaren deutschen Landschaft, in dem Ostmärker Adolf Hitler, eine einzigartige Wiederverkörve- rung gefunden. Artikel. Rundfunk-Reportagen und Reden, die die Bedeutung des 30. Januar würdigten, machten den Weg des Führers in uns wieder ganz hell. Wir haben ihn noch nie so tief nachgefühlt, wie im Ernst des Krieges Adolf

Der Bericht des Oberkommandos

Bernfchtuug einer feindlichen Sicherung westlich Saarlantern Aufklärungstätigkeit gegen Großbritannien

Berlin, 1. Febr. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3« Westen geringes Artilleriefeuer.

Ein eigener Spähtrupp vernichtete am 30. Januar eine feindliche Sicherung int Grenzgebiet westlich Saar­lautern und kehrte ohne Verluste zurück.

Die deutsche Luftwaffe setzte die Ausklärungs- tätigkeit gegen Großbritannien fort.

selbst. So behauptet der englische Nachrichtendienst u. a.. der Führer habe gesagt, er sei in den letzten fünf Monaten so angespannt gewesen, daß er kaum schlafen könne. Für die Neutralen wird diese Art der englischen Berichterstattung nicht ohne Interesse sein. Sie können aus diesen ver­logenen Darstellungen nämlich leicht Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit anderer englischer Meldungen ziehen.

Mahner in Frankreich

Wenn die Engländer die Dinge nicht so sehen wollen, wie sie wirklich sind, so ist das ihre..Sache. Umso schmerzlicher wird eines Tages das Erwachen sein. Auch die Franzosen haben ja eine gewisse Neigung, sich in Illusionen zu wiegen. Hier fehlt es allerdings nicht ganz an Warnern. So lesen wir in dem französischen BlattExcelsior" das schüchterne Ein­geständnis, dah man sich in Frankreich über das Wirken Hitlers getäuscht habe. Man habe bald nach der Machtübernahme an seinen Sturz geglaubt, aber die ' Herrschaft Hitlers dauere immer noch an. Man habe sich aber auch in so vielen anderen Dingen getäuscht. Das unglaub­liche aber, so sagt derErcelsior", liege nicht darin, dah es immer die gleichen wären, die sich täuschten, sondern dah eben diese Leute auserwählt wären,um uns zu führen". Wir wollen solche Zeichen d e r. E i n s i ch t in Frankreich gerate nicht überschätzen. Sie stellen nicht die Meinung des amtlichen Frankreichs dar. Vielmehr hat D a l a d i e r gerade, um solche Stimmen zu übertönen, erst vor wenigen Tagen, wie wir berichteten, eine von Haß und Frechheiten strotzende Rede gehalten- und versucht, durch Beschimpfungen Deutschlands die Stimmung in Frankreich aufzu- pulvern. Demgegenüber wollen solche warnenden franzö­sischen Stimmen wenig besagen. Nur in einer Hinsicht scheint man sich heute auch im amtlichen Frankreich keinen Illusionen hinMgeben. Die Hoffnung nämlich, 6k Emigranten an der Front einsetzen zu können, hat man angesichts der sprichwört­lichen Tapferkeit der Emigranten offenbar endgültig aufge­geben. Wenigstens berichtet derPetit Parisien", dah man aus weiser Vorsicht die Emigranten lieber nach Algerien ^schickt hat, wo sie in den Regimentern der Fremdenlegion die Mannschaften ersetzen werden, die als Verstärkung an die französische Front abgegeben wurden.

Positive Wertung bei den Neutralen

»s. Berlin. 1. Febr. Die neutrale Presse beschäftigt sich auch weiterhin eingehend mit der Sportvalastrede des Führers. Sie läßt in ihren Kommentaren dabei deutlich er­kennen. rote, sehr man in den neutralen Ländern von dem Siegeswillen und- der Siegeszuversicht beein­druckt ist, die in jedem Wort des Führers zum Ausdruck kamen. Weiterhin unterstreichen die neutralen Zeitungen vor allem die Feststellung des Führers, daß England und Frankreich den Kampf bekommen werden. Gerade angesichts dieses sehr deutlichen Wortes, das überall in seiner ganzen Bedeutung erfaßt wurde, ist man besonders dankbar dafür, daß der Führer im Gegensatz zu den englischen und französischen Staats­männern auch nicht den geringsten Versuch unter­nahm, die Neutralen in den bevor st ehenden Kampf hineinzuziehen.

Englische Falschmünzerei

In London versucht man es wieder mit dem alten Rezent, die Bedeutung des für England unerfreulichen Ereig­nisses zu verkleinern. Man erklärt, daß die Führer­rede nichts Neues gebracht habe und fügt hinzu, daß siege­wisse schwache Punkte" aufweise. Um dem Durchschnitts- Engländer diesen Glauben zu belassen, versichert ihm der eng­lische Rundfunk, daß die Führer-Rede keinerlei Eindruck auf die Übrige Welt gemacht habe. Ja, schon unmittelbar nach der Rede des Führers, noch ehe überhaupt eine Nachricht über die Reaktion des Auslandes in England »erliegen konnte, hatte der englische Rundfunk seinen Hörern versichert, daß das Echo des Auslandes durchweg negativ sei. In Italien, so fügte er hinzu, fei maneinigermaßen enttäuscht", weil der Führer die Freundschaft zwischen Deutschland und Italien zu stark betont habe. Tatsächlich hat die Führer-Rede, rote ein Blick in die italienische Presse ohne weiteres erkennen läßt, in Italien einen tiefgehenden Widerhall ge­funden. Dabei sind die Worte Adolf Hitlers über die deutsch-italienische Freundschaft in Rom mit besonderer Genugtuung aufgenommen worden. London macht aber nicht nur den Versuch, bas Weltecho auf die Führer-Rede um» »»fälschen, sondern es verfälscht auch den Inhalt

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e ? wichtigen Ro bttoffe »»belange, HL»!* Jvm * a»b out unbegrenzte Zett versorgt, llberdtes habe dte Autarkte große Fortschritte gemacht.

Mit diesem Bestreben bringt die. Balkan-Entente ihre Ent- tcklossenbett gum Ausdruck, dte Politik strenger Wen u?,?-11 gegenwärtigen Konflikt einzuhalten.

Diese. Aktion, dte sich auf dem vollen Verständnis der eigenen und der allgemeinen Interessen aufbaut, wird glücklicherweise von. emtgm anderen äußeren Faktoren, darunter in erster Lime durch dte Politik Jtalrens für die Konsolidierung des Fnedens in Sudosteurova begünstigt.

Rom, 1.<rebr..(Funkmeldung.) ,Iribuna" veröffentlicht an erster Stelle eine Unterredung ihres Berliner Sonder- terrejponbenten mit Staatssekretär Landsried über die Mobilisierung der deutschen Wirtschaft".

, Hierin betont Staatssekretär Laudfried, daß die neuen engltsch-frauzosiichen Maßnahmen eegeft den deutschen Export ""^-^kv.^tprogramm Deutschlands wie dies auch Minister Funk tn Wien darlegte nicht im geringsten beeinträchtigen könnten, da die Rerchsregiernng Mittel und Wege zur Berwirkltckuug des Exports tn dem ihr geeignet erscheinenden Ausmaß finden werde, Dte neutralen Staaten würde« auf eine weitere Belieferung durch Deutschland größten Wert legen, umsomehr als dte franzostsche und.dte englische Industrie, ?1^uicht einmal ihre Borkrtegslieferunae» aufrechterhalten können, sich bisher als unfähig ernteten, gewisse deutsche Lieferungen zu ersetzen, überdies habe sich die deutsche Wirt- hijaft bereits tn Srtebensjetten in so starke« Ausmaß den Erfordernissen der Wehrmacht angepaßt, daß die Umstellung

3m Banne -er Führer-Rede

(eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)

griffen wurde, kenterte und nur 2 Mitglieder der Mannschaft, dte aus 21 Personen bestund, konnte gerettet werden.

Bon dem britischen DampferB ck n c r e ft (4450 BRT.) £$».Shu®°(b SOS.-Ruie, der Dampfer befindet sich an der Oftkütte Schottlands in Seenot.

_ Wie Havas aus London meldet, ist der griechische DampferAdamattos Pit bis (4000 Tonnen) an der englischen Westküstegescheitert.

In London wird mitgeteilt, daß der britische 2178 BRT.- DampferE, r a l d a bei den Orkney-Inseln gesunken ist.

Die britische Admiralität hat Mittwoch eine Bekannt­machung heransgegeben, aus der hervorgeht, daß England nach der Zentralisierung der gesamten Sckiiiahr! ieüt auch d»e gleiche Maßnahme aus den Schiffsbau aus- dehnt.

Englisches BorvostenbootCast Dudgeon von deutschen Fliegern versenkt

Rom, 1. Febr. (Funkmeldung.) Das englische Vorvosten- booiEast Dudgeon" ist von deutschen Fliegern Dertenft worden. 8 Mann der Besatzung sind ertrunken.

Neutralität und Friede"

Die griechische Presse zur bevorstehenden Balkankonferenz

m 1. Febr. (Funkmeldung.) Auch die grieckifcke

^Estm Balkankonferenz. Das Blatt

verbiß die Konferenz der vier Balkanstaaten diene MU' von n^em^den Entschluß zu proklamieren, die Neutra- Ao;?!n Fneden su wahren und jede gefährliche Agitation auf dem Balkan zu verhüten Der Sonderkorrespondent vonEleftheron Vima" hebt hervor^ ÄJJlf Nm Auftreten Italiens in Albanien ein neuer wichtiger Faktor auf dem Balkan aufgetaucht sei.

Istanbul, 1. Febr. (Funkmeldung.) Der türkische Außen­minister Saracoglu hat vor seiner Abreise nach Velgrab der Presse gegenüber eine Erklärung abgegeben, in bei es u. a. beißt, er reife nach Belgrab. um an bei üblichen Jahrestagung des Balkanbunbes teilzunehmen. Er werde mit den Außenministern bei befieunbeten unb ver­bündeten Staaten einen Austausch der Meinungen unb An­sichten über die Fragen haben, die bie Türkei interessierten.

Die Neutralität bewahren oder außerhalb des Krieges sein, so erklärte er, sei nicht gleichbedeutend damit, daß man mit Resignation abwarte, wie sich bas Schicksal erfülle. Die Neutralität bewahren ober außerhalb bes Krieges sein, be­deutet nämlich, alle notwendigen Maßnahmen er­greifen. damit bie Flamme des Krieges nicht das Dach bes Hanfes erfasse. Durch diese Maß­nahmen allein könne man den Frieden retten. Die türkische Politik sei klar. Sie habe keinerlei geheime Ver­pflichtung. und es könne auch eine solche nicht geben. Wenn bie Türkei nicht der Gegenstand eines Angriffes werde unb wenn nicht ein Ereignis zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zwinge, fei sie entschlossen, bis zum Ende auf dem Wege des Friedens zu gehen, den sie gewählt habe, um nicht das Objekt eines Angriffes zu werden.

Interview des jugoslawischen Außenministers

Rom, 1. Febr. (Funkmeldung.) Der jugoslawische Außen­minister M a r k o w r t f ch hat im Hinblick auf den bevor­stehenden Zusammentritt des Rates der Balkan-Entente dem Belgrader Berichterstatter der Agencia-Stefani u. a. erklärt: Der Rat der Balkan-Entente wird sich weiterhin um bie Erhaltung des Stiebens und gutnachbarliche Beziehungen sowie die Beseitigung von Gegensätzen bemühen.

Rk. 27

Donnerstag, 1. Februar 1940

88. Jahrgang

WiksliMner Tagblatt

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