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Wöchentlich

Die Parole des Führers für das Jahr 1940

Dr. Goebbels eröffnet die Kundgebung

mit Sandaufheben für die Kundgebung der beyeine Menge danken. Endlich konnte Dr. Goebbels fortfadren:

Adolf Hitler spricht zu Boll und Welt

m zu können.

g s r e ch t der Völker E u.r o p a z e r h a ck t und auf = lJen, große Staaten aufgelöst. Nationen rechtlos gc- , tndem man sie erst wehrlos machte und dann endlich

vermißt.

macht.

lieg. Deutschland Ijat diese fünf Monate zum 31 ü ft c n genügt und es hat diese Aufgabe, wie alle Probleme, die der Nationalsozialismus ergibt, mit eiserner Energie und eiserner Tatkraft angepackt. Gegen das, was in diesen fünf Monaten geschehen ist, verblaßt alles, was in den letzten sieben Jahren geleistet wurde. Das wird man drüben nicht überhören können. Wenn man auf der Gegenseite aber noch Hoffnungen auf die eigene verlogene Propaganda setzen sollte, wenn man noch immer hoffen sollte, das deutsche Volk

Berlin, 30. Jan. (Funkmeldung.) Am 7. Jahrestage des ■ einzigartigen Siegesmarsches durch Berlin zogen die alten Kämpfer der Reickshauptstadt wieder,, in ihre g r o b e Kampf- und Versammlungsstatte im Berliner Sportpalast. Wieder wie einst in der Kampfzeit, aber nicht mehr die große Kampfzeit der Bewegung und ihrer Forma­tionen. sondern die noch viel gröbere Kampfzeit der

„ ......, x — *■— «v.bftbefttm«

m u nasrecht der Volker Eu.ropazerhacktundauf- s er iss en. grobe Staaten autgeloft. Nationen recktlvs oe-

Trotz stärkster Flakabwehr von alle« a«ge- fenen Schiffen und trotz Einsatzes zahlreicher "äger wird nur ein eigenes Flngzeng

Mein Führer! Am heutigen Abend ist nicht nur Ihr Volk, sondern ist die ganze Welt Ihr Zuhörer. Die Plutokratien des Westens stnd wieder einmal dabei, die ganze Welt mit ihrer Lügenflut zu überschwemmen. Sie

In seiner groben Rede führte dann der Führer aus: ..Deutsche Volksgenossen, und -genossinnen!

Sieben Jahre sind eine kurze Zeit. Der Bruchteil eines normalen menschlichen Lebens — eine Sekunde kaum im Leben eines Volkes, llnd doch scheinen die hinter uns liegen­den sieben Jahre länger zu fein als viele Jahrzehnte der Vergangenheit. 3n ihnen ballt sich ein großes geschicht­liches Geschehen zusammen: die Wiederauferstehung einer von der Vernichtung bedrohten groben Nation. Eine unendlich ereignisreiche Zeit, die uns. die wir sie nicht nur erleben, sondern zum Teil gestalten durften, manchesmal kaum noch überblickbar scheint.

Die Kampfzeit der gesamten Nation

Tankende und aber Taufende harrten auf dem Weg zum Sportpalast trotz grimmiger Kälte und Dunkelheit aus um den Führer zu sehen

getarnten Station. .„ . _.

„Mit unseren Fahnen ist der Steg! Aut rotem Grunde prangten diese Worte über dem, goldenen Soheitszeichen. das mit den Adlerschwingen die Tribüne für in Kriegstreffen am 7. Jahrestage des

Als Dr. tzoebbels die große Kundgebung im Berliner Sportpalast -eröffnete, gab es wohl -keinen deutschen Mann und keine deutsche Frau, die nicht irgendwo am Rund­funk diese Stunde miterlebten. Mit orkan­artigem Jubel wurde der Führer begrübt. Dr. Goebbels betrat das Rednerpult. Neuer Jubel schlug ihm entgegen. Dr. Goebbels eröffnete die Riesenkundgebung mit den Worten:

„Die Massenkundgebung der nationalsozialistischen Be­wegung in Berlin im Berliner Sportpalast ist eröffnet. Wir

Ihre Bibel, der Bersailler Vertrag

statt besser! gekommen ist. das haben wir erlebt: °"en Staaten zerschlagen, ohne auch nur die. Volker, zu befragen. Man hat alte historisch gewor­dene Körper, nickt nut staatliche, sondern auch wirtschaftliche, aufgelöst, ohne etwa Besseres an ihre Stelle setze: So bat man ohne Rücksicht auf das Seit

möchten nach alterprobtem Rezept wieder einmal den Ver­such unternehmen, das deutsche Volk zu entzweien und von Ihnen zu trennen. (Heftige Pfui- und Niederrufe.) Aber dieses Rezept (wiederholte stürmische Zurufe der Entrüstung) wirkt nicht mehr. (Stürmische und ironische Neinrufe.) Das deutsche Volk steht wie ein Mann hinter Ihnen. (Stürmische Heilrufe und dröhnender Beifall.)

Die deutsche Nation hört nicht mehr aus die Stimmen, die von London oder Paris zu uns herüberdringen. Das deutsche Volk hört heute nur noch auf eine Stimme, und das ist die Ihre! (Stürmische Heilrufe.) Die -Lügenkapitäne der westlichen Plutokratien geben sich umsonst SJiübe; ihr Geschrei ist nur eine Ausgeburt ihrer Angst. Das deutsche Volk lehnt ihre Versuche mit kalter Verach­tung ab. I« unerschütterlichem Vertraue» steht es zu Ihnen und hat sich am heutigen Abend wieder um Sie versammelt, am 30. Januar, dem Tage unserer groben Revolution. Es ist ein Tag der Verbundenheit des Volkes und der Dankbar­keit zu ^hnen. llnd das wollen wir Ihnen am heutigen Abend versprechen: Unser Dank soll nicht ein leeres Wort sein; unser Dank ist Kampf und Arbeit für Ihre grobe Sache. (Stürmischer Beifall und Heilrufe.)

deutschen Reiches.

Kopf an Kopf harrten die Tausende und Abertausende int Berliner Sportpalast. Nickt die Uniform, sondern das schlichte Arbeitskleid war vorherrschend. Freude und Erwartung lag auf ihren Gelichtern, ine grobe Freude, dab Re an diesem bedeutungsvollen Tage ihren Führer sehen und hören durften. Und wenn es noch eines Be­weises bedurft hätte, mit welcher Liebe., mit welcher Ver­ehrung das ganze deutsche Volk Rch um seinen tirubrer schart, io brauchte man nur einen Blick nach draußen auf die Pots­damer Straße, auf die an den Sportpalast anstoßenden Straßen zu werfen, wo ebenfalls Taufende und Aber­tausende trotz grimmiger Kalte und trotz der Dunkelheit unentwegt stundenlang ausharrten, um. wenn Re schon den Führer nicht sehen konnten, so doch ihm zuiubeln zu dürfen, um ihrer Liebe und ihrem grenzenlosen Vertrauen Ausdruck geben zu dürfen. t. r ,

Daß auch das Ausland diesem Abend die größte Auf­merksamkeit schenkte, bewies die Tatsache, daß die in Berlin weilenden Vertreter der Auslandspreise vollzählig er- lchienen waren.

Auf den Plätzen zu beiden Seiten des Rednerpultes sah man in vielen Reihen alle Reichsminifter. Reichs-

Hoheitszeichen, das mit den Ädlerschu die Ehrengäste überwölbte. El der Alten Verliner Garde ...—-------- .---

Sieges an der Stätte der entscheidenden Kampfe von einst, ein Kriegstreffen des ganzen Volkes, geschart um den Führer — das war diese gewaltige Kundgebung trn Berliner Sportpalast, die denkwürdig. bleiben wird in den Annalen der Partei und in der Geschichte des neuen Eroh-

leitet, die führenden Männer der Partei und des Staates sowie aller Parteigliederungen, viele hohe Generale des Heeres, der Luftwaffe und der Marine.

Fahnen und Standarten marschierten ein und umsäumten das große Podium. Kurz darauf klang auch bereits der Badenweiler-Marsch auf und mit den ersten Klängen sprangen alle die Tausende hoch, reckten die Hand äum Eruh und tiefen ihrem geliebten Führer, der von dem Berliner Gauleiter, Reichsminister Dr. Goebbels, in den Saal geleitet wurde, aus freudig bewegtem Herzen ihre Hellrufe zu.

Nationalsozialisten in Berlin und mit uns über die Aether- wellen verbunden das ganze deutsche Volk, grüben den Führer mit unserem alten Kampf grub: Sieg-Heil! Sieg- Heil! Sieg-Heil!"

Wieder machte sich minutenlang die Begeifte- rung durch Heilrufe Luft. Immer wieder mubie der Führer mit Handaufheben für die Kundgebung der begeisterten

ßloulensöefennteis öts Boltes

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

as. Berlin, 31. Jan. Die Rede, die der Führer gestern abend zum Beginn des achten Jahres der nationalsozia­listischen Reoolution hielt, war getragen und durchdrungen von dem felsenfesten Glauben an den deutschen Sieg. Wenn Rch gestern an der Stirnwand des großen Ver­sammlungsraumes des Sportpalastes, der traditionellen Kampfstätte der nationalsozialistischen Bewegung in Berlin, ein Spruchband spannte mit den Worten „Mit unseren Fahnen ist der Sieg", so steht dieses Wort als Motto über der ganzen gestrigen Kundgebung, die Millionen Deutsche -am Lautsprecher erlebten. Scharf und schonungslos rechnete der Führer mit der verbogenen Heuchelei der Plutokratie ab. Dem Vernichtungsgeschrei dieser demokratischen Kriegshetzer setzte er den uner­schütterlichen Glauben Deutschlands an den Sieg gegenüber: er umriß dabei klar und unmißverständlich für alle Welt das deutscheKriegsziel: es gibt keine Ver­ständigung ohne eine klare Durchsetzung des deutschen Rechtes. Das deutsche Volk ist eisern entschlossen, so reinen Tisch zu machen, daß dieser Kampf um sein Recht nicht nach wenigen Jahren wieder entbrennen kann. 2n diesem Kamps wird es keine Kompromisse geben.

Der FührerHog dabei immer wieder die Parallele zwischen diesem Kampf und dem harten und unermüdlichen Ringen der nationalsozialistischen Bewegung. Noch einmal erinnerte er in diesem Rückblick auf die Reben Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft, an die Kampfzeiten, die diesen Jahren vorangingen. Auch der 30. Januar 1933 war ja fein Geschenk des Himmels, sondern war schwer er­kämpft. Er war eine Belohnung für ein tapferes Ringen und für einen unüberwindbaren Glauben. So wie damals hinter diesem Kampf der große Sieg stand, so wird auch diesmal der Sieg ben großen Kampf des national­sozialistischen Deutschland krönen.

Herr Chamberlain, Herr Daladier und Genossen, Re haben den Kamps gewollt, weil Re den Aufstieg des deutschen Volkes unter allen Umständen verhindern wollten. Polen war ihnen nur ein Vorwand, nur ein Anlaß, um den Krieg zu entfesseln, auf den die Feinde Deutschlands seit langem hinarbeiteten. Sie haben den Kampf gewollt, sie werden den Kampf haben. Der Führer hat allen jenen, die Rch im Lager unserer Gegner nach dem Kamps der Armeen und der Lüftgeschwader sehnen ober' zu sehnen vorgaben, keinen Zweifel baran gelassen, daß Deutschland die fünf Monate Krieg, die jetzt hinter uns liegen, nicht ungenutzt verstreichen

Bfa» redet heute iehr oft von demokratischen IdeaIen: nicht in Deutschland, sondern in der anderen Welt! Denn wir in Deutschland haben ia einst dieses derno- ngtiube Ideal fünfzehn Jahre lang zur Genüge kennen- gelernt. Wir selbst haben bas Erbe biefer Demokratie an­getreten.

Wir erhalten jetzt rounberbare Kriegsziele vorgesetzt. bewnbers von englischer Seite. England ist ja in der Proklamation von Kriegszielen erfahren, da es die meiste.» Kriege der Welt geführt hat. (Stürmische Heiterkeit.) „

Was für wunderbare Kriegsziele, die uns also heute verkündet werden. Es soll ein neues Europa entstehen. Dieses Europa soll erfüllt sein von Gerechtigkeit, diese Ge- recktigkett macht Rüstungen überflüüig und daher soll dann endlich abgerustet werden. (Heiterkeit.)

. Mit dieser Abrüstung soll die wirtschaftliche Blüte be«' Sinnen, Handel und Wandel sollen dann aufleben, und zwar hauptsächlich der Handel, viel Handel, freier Handel. (Erneute Heiterkeit.)

,,..,Unter diesem Handel soll bann auch bie Kultur blühen, unb nicht nur bie Kultur, sondern auch die Reli­gion soll dann wieder gedeihen.

Mit einem Wort: Es soll jetzt das goldene Zeitalter kommen! Dieses goldene Zeitalter ist uns nun freilich schon einige Male illustriert worden, und zwar von denselben Leuten, die es heute wieder beschreiben. Es sind ziemlich alte, abgeleierte Platten. Die Herren können einem wirklich leid tun. dab he nicht einmal einen neuen Gedanken gefunden haben, um ein großes Volk damit wieder zu ködern. Denn das bat man uns ia alles schon im Jahre 1918 versprochen.

Auch das damalige Kriegsziel der Engländer war ja das „neue Europa' , die „neue . Gerechtigkeit", diese neue Gerechtigkeit, die das „Selbftberhmmunfisretbt der Völker" als wesentlichstes Element enthalten sollte. Damals versprach man ja,auch schon -ine Gerechtigkeit. die das Tragen von Warfen in der Zukunft überflüssig erscheinen lasten würde, or«. gab es auch damals bereits das Programm der Abrüstung, unb zwar der Abrüstung aller. Unb um biete Abrüstung nun bewnbers sinnfällig zu machen, sollte sie ge- a?on*; ?£t?En einen Bund ber abgerüfteten Nationen. Sie sollten t». der Zukunft alle ihre Diffe­renzen denn daß es, noch einige Differenzen geben würde, baran wenigstens zweifelte man damals noch nicht — in .Gegenrede wegreden — wie das unter den Demokratien so üblich ist. (Heiterkeit.) Es sollte auf keinen »all mehr geschossen werden! (Erneute Heiterkeit und Bei- “a1®? rl*1 3“bre 1918. daß es ein gesegnetes und gottgefälliges Zeitalter werden sollte.

durch Phrasen einlullen zu tonnen, so hat ber Führer auch solche Illusionen enbültig zerstört. Die ganze Kunbgebung bes Sportpalastes muß bieten Irrglauben in Paris unb Lon- bon enbgültig beseitigen. Denn biete Kundgebung war mit ihren Begeisterungsstürmen unb der immer wieder aufilingenben jubelnden Zustimmung ein einziges stürmisches Bekenntnis zum Führer und ein ein­ziges flammendes Bekenntnis zu der Zuversicht, mit der Adolf Hitler schloß: Deutschland wird leben.

Deutschland wird siegen!

„Am Beginn des achten Jahres der nationalsozialistischen Revolution wenden sich unsre Herzen dem deutschen Volke und seiner Zukunft zu. Ihr wollen wir dienen, für sie wollen wir kämpfen, wenn notwendig, fallen, niemals kapitulieren, denn Deutschland muh und wird siegen"

Wieder neun Schiffe versenkt

Erfolgreiche Aktion der deutschen Luftaufklärung — Ver­stärkung der U-Bootabwehr in der Deutschen Bucht

Berlin, 31. Jan. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Westen nur geringe Gefechtstätigkeit.

Die Kriegsmarine verstärkte in der letzten Zeit ihre U-Boot abwehrinderDeutschenBucht durch ver­mehrten Einsatz von U-Jagdstreitkrösten und andere» U-Boot- Abwehrmitteln. * - . ...... „■ —■ -

Deutsche Fliegerverbände wurden auch im Lause des 30. Januar zur Aufklärung über der Nordsee und der englischen Käste von de» Orkneys bis zur Themsemiindung eingesetzt. Hierbei wurden — wie bereits durch Sondermel- duug bekanntgeaebeu — wiederum 7 bewaffnete Handelsschiffe versenkt, ein weiteres schwer und mehrere andere leicht beschädigt. Außerdem wurden zwei britische Borpostenboote zum Sinken gebracht.

88. Jahrgang

Nr. 26

Mittwoch, 31. Januar 1940

Wiesbadener Tagblatt

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S. Schellender,'sch. Buchdrucker-!, .Tagblatt-Haus" y-rnforech-r-Sammel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto - Frankfurt a. M. Nr. 7405.

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