Seite 6 Nr. 16
Wiesbadener Tagblatt
Freitag, 19. Januar 1940
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Neue Bücher Z>DG!I
Von den heutigen Börsen
an
169. Gummi- und als an den Vor
Wertpapierhandel int Kriege
Von Willi Pemvel
monat im Zusammenhang mit einer zunehmenden Verflüssi- gung am Geldmarkt einsetzte. Neben den Aktien waren vor allem festverzinsliche Paviere stark gesucht. Die Kurse der Rentenwerte stiegen ebenfalls. Der Eesamtdurchschnitt aller 4)4 %.igen Rentenvaviere sank von 98,96, dem höchsten Stand Mitte August, um nur 0,1 %. Die Entwicklung auf dem Wert- vaviermarkt ist weitgehend von der Kapitalbildung und dem Kapitalbedarf der Wirtschaft beeinflußt. Der gesunde Sinn, der an den Wertpapiermärkten des nationalsozialistischen Deutschlands zu spüren ist, wird auch den Kriegsaufgaben, die der Börse gestellt sind, gerecht werden.
Britische Borpostenboote unter dänischer Flagge
Sieben Zerstörer und ein Kreuzer feuern vergeblich auf ein deutsches Kampfflugzeug
verfkändlich, daß,bie ersten beiden Kriegsmonate September und Oktober auf das Börsengeschäft sehr ruhig einwirkten. Gs wurde — rote übrigens auch auf vielen anderen Wirt- ichattsgebteten — Zurückhaltung geübt, die Umsätze waren >^rk geiunken. Aber ein Beweis des Vertrauens in die Wirtschafts- und Staatsfübrung war doch darin zu erblicken, das. der Kursinder selbst nicht stark rückläufig war. Bei den Aktien sank er von 101,6 im August 1939 auf nur 100,4 im Wobei 1939. In der zweiten Dezemberwoche wurde der Aktlenindex sogar wieder mit 105,66 errechnet als Folge einer starren Nachtrag« nach Anlagewerten. die im dritten Kriegs-
, «r.°ukt»rt a. M„ 19. Jan. (Eig. Drahtmcldung.) Die Börse hatte sehr stille Geschäftstätigkeit, da offenbar keine besondere Unternehmungslust bestand. Immerhin verzeichnete der Aktienmarkt bei fester Erundtendenz erneut kleine Steigerungen. Auch im Verlauf erhielt sich eine freundliche Tendenz. Das Rentcn- geschaft war etwas lebhafter. Tagesgeld 2%.
zur englischen Küste, greift dort ein Vorpostenboot an, ohne indessen wegen der Dunkelheit und wegen Zeitmangels den Erfolg genau feststellen zu können. Dann aber heißt es Parole: Heimat!
Vergnügt sitzt jetzt wieder eine dritte Besatzung des gleichen Verbandes zu Haufe, die ganz besonderen Grund hat, sich ins Fäustchen zu lachen. Der englische Rundfunk meldet nämlich am Morgen nach dem Unternehmen, daß dieses Flugzeug von drei Jägern angegriffen und vernichtet worden sei.
Nun wollen wir erzählen, wie es wirklich war: Der Oberteldwebel und der Feldwebel — Flugzeugführer und Beobachter dieses Flugzeuges — sind zwei prächtige Vurschen, die den nötigen Humor haben. Sie bekamen auf ihrem Flug die Sudostküste von England in Sicht und flogen dann nordwärts. Dabei überflogen sie ein Handelsschiff, das lot ort auf sie das Feuer eröffnete und ihnen eine Seitung durchschoß, so daß es ihnen nicht mehr möglich war, ihre Bomben gezielt zu werfen. Unmittelbar danach wurden sie von vier feindlichen Jägern angegriffen, so daß ne.ihre Bomben im Notwurf in die See abroarfen. die Kiste aut Fahrt drückten und in geringer Höbe über dem Wasser zu entwischen versuchten. Zwölf Minuten dauerte das Gefecht, der Flugzeugführer ließ die Kiste einen richtigen Walzer tanzen. Hin und her. nach links und rechts geschaukelt, so daß die Geschoßgarben der Jäger möglichst oft vorbeispritzten. Der Pimpf hinten — damit meinen sie ihren kleinen Funker — der ist nicht ängstlich. Er schoß, was er aus feinem MG herauskriegte und freudestrahlend konnte er melden, daß einer der Engländer unter erheblicher Qualm en twicklung nach Hause flog. Ob Lieser Jager nun nach Hause gekommen, oder ob er in die Sea gefallen ist. wie es den Anschein hatte, das haben unsere Flieger nicht mehr leben können. Sie sind so ehrlich, das zu sagen, und sie melden keinen Abschuß, wenn er nicht ganz sicher ist. Es war der englische Rundfunk, der uns sozusagen die Bestätigung des Abschusses brachte. Er gab ihn nicht etwa zu — bewahre! Wohl aber meldete er. daß das deutsche mtiBäeug von drei Jägern angegriffen und vernichtet wurde. Mit dieser Meldung sind also offenbar die zurückgekehrten ö-lieger gemeint, denn vier waren es. die angegriffen haben. Der vierte dürste wohl „verschütt" gegangen sein. Das deutsche Kampfflugzeug aber nicht, trotz der 6 0 Treffer, die es in Rumpf und Flächen abbekommen bat.
“I®, Beherrscherin des Wirt- srberalistlschen Zett ausgespielt in dem «fj? bQ5 gesamte Wtrtlchaftsdenken des neuen iu-BabUn, gelenkt wurde, die zu dem Ziele führten, Ü t sur irubrerin der Wirtlchaft zu erheben, während US Itl DCI (£pOu)e Des SibeitlltSmilQ nun rmr an nft hur
* F. O. S. Schulz: „Komodte der Freiheit." (Verlag Wilhelm «rrick. Wien L) Dreihundert Jahre libera- Mtsch-detnokratifchen Kampfes um die persönliche Freiheit in England. Amerika und Frankreich rollen in bieiem Buch vor den Augen des Lesers in ebenso exakten wie loannungs- reichen Darstellungen des gesamten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens ab. Unter der Maske der persönlichen Freiheit und des Kampfes um Gleichheit und Glückseligkeit tagen die liberal-demokratischen Völker durch Klassenkämpfe, Streiks, Revolten, Bürgerkriege, Handelskrisen. Bankkrachs, Arbeitslosen-, Wohnungs- und Hunger- elend. Dieses soziale Elend der westlichen Demokratien ist eng verbunden mit dem Aufkommen der jüdischen Kapitalsherrschaft.
„ * „S e n t a." Aus dem Leben eines Sanitätsbundes. Von Dr. M..H. Vlaschitz. (W. Deiters' nationale Buchhandlung. Düsseldorf.) „Senta" ist in schwerer Kriegszeit, im Jahre 1916, in erster Auslage erschienen. Das Buch wurde damals außerordentlich gut ausgenommen. Kinder unb Erwachsene lasen es, gerne und Militärbehörden haben es für Eoldatenbüchereien in großer Anzahl angeschafft. Auch in Volks- und Schulbüchereten fand cs alsbald Aufnahme. Ein.Kapitel erschien in Blindenschrift. Später wurde „Senta" vertilmt. Der Inhalt des Buches ist aus der praktischen
P. K. fetit schon Nacht geworden, als über die Gebäude mrseres Horstes - beimkehrende Flugzeuge binwegbrausen. Ärtegertidte Gespenster, die ein lange Reise hinter sich haben, dre in Winter und Nacht über der Nordsee tagten, den Engländer packten, wo sie ihn fanden, und die den Drehscheinwerfern ihres Platzes zugestrebt sind und nun in autstaubendem Schnee landen.
r e,ro knete Aufklärung, so hat der Auftrag gelautet. Hier die Erlebnisse der Besatzung:
Der Leutnant, der selbst am Steuer sitzt und Komman- dant. tetnes Flugzeuges ist, hat den Flug bis kurz vor der englilchen Küste hinter sich. Da erreicht ihn durch Funk ein neuer Befehl, und er gebt aus neuen Kurs. Etwa 10 bis 15 Äilpmeter von der englischen Küste entfernt, trifft er ein Schm, ein britisches Vorpostenboot. Das Fahrzeug rührt aber die „dänische flagge. Er fliegt es an. er feuert Warnschüsse vor Bug und Heck. Dem Völkerrecht entsprechend müßte jetzt das Schiss die Flagge niederholen und die richtige Flagge erneut setzen. Nichts davon geschieht. Statt dessen aber ziehen um die deutsche Maschine die Leucht- spuren englischer Flak herum, die dieses Schiff eindeutig als englisches Vorvostenschiff erkenntlich werden lassen. Zum Glück gehen alle Schüsse vorbei, schon fliegt auch unser Leutnant einen Angriff auf den Gegner, bringt die Flak durch sein MG-Feuer zum Schweigen, wirft seine Bomben an dem Schiff einmal vorbei und setzt ihm dann, in 30 Meter Höbe anfliegend, einen ganzen «egen von Brandbomben auf das Deck. Er bat nach dem Angriff seine Kurve noch nicht beendet, als der Brite schon lichterloh 6rennt. Das Schiff war etwa 800 bis 1000 Tonnen groß.
, .Ein Oberleutnant mit feiner Besatzung bekommt einen britischen Eelettzug vor die Nase. 2 0 Handels- dampfer fahren eng zusammen, umgeben von einem Kreuzer. Etwas abgesetzt von den anderen fährt ein etwa 3000 Tonnen großer Kahn, den das deutsche tirlweug angreift. Beim ersten Anflug haben sich die Kriegsschiffe von ihrem Erstaunen erholt und feuern aus allen verwendbaren Rohren. Sieben Zerstörer und ein Kreuzer versuchen, unserem Flugzeug den Garaus zu machen, llmsprüht von englischen Geschoßgarben zieht die Maschine wenige Meter über dem Wasser dabin. Sogar mit Schiffsgeschutzen feuert der Engländer noch bis auf eine Entfernung von acht Kilometer, getroffen aber bat er nicht. Die deutsche.Flugzeugbesatzung entwischt, aber nicht etwa in Richtung Heimat, sondern sie fliegt noch in der Dämmerung
die Auffassung, daß in Köln, trotz des Krieges im Westen die Frühjahrsmesse im Hinblick auf ihre besondere Bedeutung für die deutsche Wirtschaft ftattfinden müsse.
Die Unternehmen der deutschen Verbrauchsgüterindustrie stellten stch inzwischen aus die Kriegswirtschaft um. Sie werden auf der Kölner Frühjahrsmesse ihre Leistungen, an die neuen durch den Krieg hervorgerusenen Anforderungen angepaßt, unter Beweis stellen. Gerade im Kriege ist es für die Käufer erforderlich, daß ste die Vor- und Nachteile aller für sie in Betracht kommenden Erzcugniße abwägen können. Bei der Messe allein bietet sich die Möglichkeit, einen überblick über die Erzeugnisse eines ganzen Wirtschaftszweiges zu gewinnen. Die Einkäufer wie auch die Aussteller selbst erhalten hier die besten Vergleichsmöglichkeiten und in zufammengeballter Form einen überblick über das Schaffen der deutschen Wirtschaft. Die Messe wird weiterhin zeigen, daß die Verbrauchsgüterindustrie weitgehend und ungestört alle Aufgaben für eine ausreichende Versorgung und für die Befriedigung aller Lebensnotwendigkeiten erfüllt. Alle Fachkreise haben für die Weiterführung dieser Messe auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen ihre Mitarbeit zugesagt, nicht zuletzt um für die Zukunft diese wichtige Einrichtung der deutschen Wirtschaft im Westen zu erhalten. Für den Umfang der Kölner Frühjahrsmesse (Allgemeine Messe 7.-9. 4„ Möbelmesse 28.—30. 4.) ist allerdings ein kleinerer Rahmen vorgesehen als in den letzten Jahren, um unnötige Belastungen der beteiligten Kreise zu vermeiden.
S. - — C~l- -f 4 4-4,14^1414, QU V Irl) VU t II» lUUljLtllU
Liberalismus nun gar zu oft der Ehr- als das Primäre in den Vorder- Mnd zu schieben und der Politik zu diktieren. Die Folgen ,Materialisierung politischer Gedanken haben wir ja PJuaJ1»:; n $,<V’’-Cn der Äachkriegs- und Inflationszeit er- Unter betn!trutf roirtid)aftlic6er Kräfte wurden Politik herbeigeführt. die zwar dem deut- sum Segen gereichten, die aber bestimmten S"?'*!1'. die international dachten. Erfolge m,?n?ten'R<?ter ^vielte, das indische Element die tragende as k • e„SroMn Finanz- und Börsenjuden hatten ihre “s ^Neigen des öffentlichen Lebens, ob es sich °£er ^hliur handelte, überall versuchten sie zu Minenen und verdienten. Reell waren diese Geschäfte nie. fflAi.iItV6tebectten Machenschaften eines Barmat. Kuttsker und Eohnlorten waren Svitzenfalle, die bewiesen, welche Kreise eingespannt waren in das jüdische Netz, um ihnen Eelegen-
U.Zeben, zu verdienen, kleinere Barmats gab es überall, x*® S°.r'e kvar der geeignete Sammelplatz dieser Gesellen. Der Arier verschwand völlig in den Räumen dieser amtlich «Unkten Gelbverbienungsinstitute. „ Diese Bezeichnung galt natürlich nur für Juden und Erogschieber. Der Volksgenosse, der dort sein Geld zur Anlage bringen wollte, konnte nicht selten die Erfahrung machen, daß sein Kapital nicht zu- vielmebr abnahm. War das ein Wunder bei der Spekula- ttonsrout. Wer viel und vor allen Dingen mühelos Geld verdienen will — und das wollten doch alle die, die ihr Geld zur Börse brachten — mußte das Risiko auf sich nehmen, auch viel und muhelos Geld verlieren $u können. Den jüdischen Börsenschiebern machte das nicht viel aus. wenn sie wirklich einmal eine Schlappe erlittcn dann „holten sie sie schnell wieder durch dunkle Machenschaften auf.
Einen starken Auftrieb bekam diese jüdische Spekulations- rout. rote schon gesagt, in der Nachkriegszeit. Der Währungs- 5erfQll «ar. für diese Menschen ein ganz großes Geschäft. Als der Weltkrieg ausbrach, wurden die Wertpapiermärkte sofort geschlossen. Es dauerte Monate, bis ein geregelter Geschäftsverkehr wieder aufgenommen wurde. Die Schließung der Börsen war jedoch nicht gleichbedeutend mit einem völligen Ausfall des Effektenhandels. Gerade das Gegenteil trat ein. xaa für Tag wurde lebhaft gehandelt, der Verkehr zwischen Büro und Büro, zwischen Privatmann und fachkundigem Borseaner kam lebhaft in Schwung unb meist war bei diesen unkontrollierten Geschäften das vertrauensselige und speku- N;??bwutige Publikum, der Leidtragende. In der zweiten Hälfte des ersten Weltkriegsiahies begann sich in vorerst unklaren Umrissen jenes unlautere Geschäftsgebaren abzu- aetdmen, bas bann in ben Nachkriegs- unb Jnflationsjahren durch eine blindwütige Svekulationslust jene Schatten der Unkorrektheit,, des Schiebertums. des Geschäftemachens um jeden Preis, über den Borsenbetrieb senkte, der Jahre hindurch dem jüdischen Element im Werkvavierhandel das Ober- wasfer. gab, das den anständigen Menschen von dieser Wirt- schaftsinstitutlon fernhielt., die doch in der liberalistischen Zeit als einem „Wirtschaftsbarometer eine so wichtige Rolle zugeroiesen wurde. Die Kriegskonjunktur zeugte damals eme wüste Svekulationswut. Das blutige Völker- rlngen wurde für die Börseaner ein einmaliges, großes Ee- l®aft, das es auszunutzen aalt. Während das Blut unserer Besten auf den Kriegsschauplätzen verströmte, füllten sie ihre gaschen dadurch daß He das mitlaufende, anlagesuchende Mblikum schröpften. Man setzte damals zu Besinn des Weltkrieges zwar die offiziell^ Organisation des Marktverkehrs außer Betrieb aber-man fand keine Mittel und Wege, Den „wilden Handel zu stoppen. Als dann später der amtliche Verkehr wieder ausgenommen wurde, war es zü spät. Das gesunde Empfinden des Börsenhandels war gänzlich zerstört, die Zersetzung begann und drückte dem Börsenverkehr den Makel des Unreellen aus.
Neuordnung bes beutschen Wirtschaftslebens nach 1933 waren auch bett Wertpapiermärkten neue Aufgaben gestellt. Daß sie sie nicht gleich erkannten unb nur langsam ben neuen Gedanken der Ausschaltung jeglicher Spekulation nabertraten, lag nicht an bei Organisation, vielmehr an den Männern, die noch aus der alten Zeit ubriggeblieben waren und nun keineswegs Verständnis dafür hatten daß auch die Vörie eine Aufgabe am Neuaufbau des deuftchen Volks- und Wirtschaftslebens hat. Um die Mitte des.. Jahres.1938 mußte Reichsroirtschaftsminister F u n.k den Börsen einige Wahrheiten sagen, die von ihnen — wie die.spatere Zeit bewies — wohl verstanden wurden. Borsenmanover hatten damit ein für allemal aufgehört. Die veränderten Verhältnisse der Kriegswirtschaft erfordern auch die stärkste Beachtung der Börse. Sie ist in den Finanzierungsfragen eingeschaltet. Geschlossen wurde sie nicht, zumal ja ihre Tätigkeit im Kriege sehr wichtig ist, da im Zusammenhang mit der Parole Sparen vielen Volksgenossen Gelegenheit gegeben werden muß, ihre Ersparnisse in Wertpapiere anlegcn zu können. Es war nur selbst-
Berlin, 19. Jan. (Funkmeldung.) Eine Eeschäftsausweitung den Aktienmärkten war auch heute nicht zu verzeichnen, jedoch blieb der freundliche Erundton im allgemeinen erhalten. Bei den Braunkohlenwerten lagen Jlsegenuß um % und Jlsebergbau um 1% gebessert. Kaliaktien waren weiter fest. In der chemischen Gruppe eröffneten Farben um % % höher zu " ~ Linoleumwerte sanden etwas mehr Beachtung tagen. Elektro- und Versorgungswerte lagen behauptet. Kabel- irnd Draht-, Auto- und TextilaÜien wiesen keine größeren Wertschwankungen auf. Von Renten notierte die Reichsaltbesitzanleihe 140,90 gegen 140%, und die Eemeindeumschuldung stieg auf 95%. Steuergutscheine I lagen erneut befestigt. Am Geldmarkt war die Lage wieder sehr flüssig, so daß die Tagesgeldsätze um % % auf bJ5,,2 % etmaBtgt wurden. 3m internationalen Devisenve». kehr stellte sich der Gulden nach Berliner Parität auf 132,70, der Belga erreichte 41,98 und der Schweizer Franken 55,92.
Arbeit im Weltkriege geschöpft, ist nicht Theorie oder Erfindung, sondern bat das wirkliche Leben zur Vorlage. Das Buch, das jetzt in neuer, durchgesehener und stark erweiterter Auflage erschien, behandelt auch die Erziehung des Sundes unb ihre Erfolge. Es liest sich wie ein Roman unb wirb jedem Tierfreunb Freube machen.
* (EJamfe: „Kreuzfahrten bes Grauens." Mit 34 Photos unb 4 Zeichungen sowie einem Verzeichnis der seemännischen Fachausbrücke. (Verlag F. A. Blockhaus. Leipzig.) Der Norweger Erling Tcrmbs startete mit vier Kameraben auf ber „Sanbefjorb" zu einer Wettfahrt des amerikanischen Eruising Club — ein ausgetakeltes Boot Ler Norwegischen Lebensrettungsgesellschaft gegen die schnittigsten Rennjachten. Es wurde eine Tragödie. Unterwegs überfielen „unheimliche Stürme das Boot, das wochenlang auf den toienben Wassern kämpfte. Bei einem Salto mortale — ein noch nie dagewesener Fall! — wurden alle Mann von Bord geichleudert. Alle wurden verletzt, vier glücklicherweise gerettet, „einer aber kehrte nicht zurück. Erling Tarnbs selbst nennt sein Buch „das Epos der unglücklichen Sandefjord". Seine Erzählung nimmt durch die Kraft der Darstellung und die Gewalt des Erlebens gefangen.
* „Die stummen Tage." Von Maria Berchten- b reit er. (Velhagen & Kissing. Bielefeld.) Ein Bergbauern- Hof im Berchtesgadener Land ist der Schauplatz der Erzählung. Die ungemein starke, kraftvoll geschilderte Handlung drangt „sich in eine erlebnisreiche Dezemberwoche zusammen. In dreier kurzen Frist erfüllt, sich das Schicksal ber jungen Bäuerin, die aus dem Tal in die Einöde des „gachen Lebens verschlagen wurde unb nun, ganz auf sich selbst gestellt, ihr erstes Kinb erwartet. Aus ber schweren Prüfung der stummen 4.age ersteht für Bauer und Bäuerin ein tiefes Gluck, das allen Gewalten trotzen wird, wie der alte Berg- bof den Sturmen der Jahrhunderte Trotz geboten bat.
*rr^utbio..Ditau: „Sommer der Versuchung". Novelle. (Velhagen & Klanng. Bielefeld.) Der fremde, lockende Reiz, eines jungen Mädchens bedroht den Frieden emes ostdeutichen Gutshofes und löst Spannungen aus. die »«um o verwirrender auswirken, weil sie von niemand gewollt, sondern durch die bloße Gegenwart jenes Mädchens b.eraufbeschrooren werden Die tiefe Wunde, die sie ohne eigenesVerschulden^iem Geiuhl einer reifen, um ihr Lebens- slutf kämpfenden .«rau schlagt, bringen bet Seldin die Geiaht zum Bewußtsein, in der sie selbst und alle anderen schwebten.
™ * „Miele k eh r t beim." Von Emile Buvsse. Sroste - Verlag und Druckerei.. KE„ Düsseldorf.) Emile Buysses dickterlsche Kraft, steckt in der Zeichnung der flan- Pttuben Landschaft und ihrer klaren Atmosphäre, in der bie Menschen sich eindeutig und scharf umrissen abheben. Der Gestalt des alten Fischers. Fons auf seinem brüchigen Kahn zu begegnen, ist ein Gewinn des Lesers. Die Menschen in diesem Buch werden nicht verschönt. Sie werden in psvcho- Michem Feingefühl mit Tugendeii und Fehlern erfaßt. Landschaft und Menschen dieses Buches sind dichterisch senden.
o , * Willi Sie i n b o r n: „V a it i a n.“ Aus einem jungen Leben (Verlag Albert Sangen/Georg Müller. München.) Mit diesem Buch, das tn seiner dichterischen Wirklichkeits- ireue so roahr. ist wie nur ber kindliche Mensch sein kann, bat Willi Steinborn ein Werk geschaffen, das uns im Innersten bewegt unb glücklich macht wie alles, was ben Glan, ber Frühe, bie unberührte Frische beginnenben Lebens in sich tragt.
* „Eesunbe. fleischlose Küche" 619 erprobte und bewahrte Rezepte, bearbeitet nach ben neuesten Ernährungslehren. von Lisbeth Ankenbranb (Verlaa Walter vabecke. Siuttgart-N.) Dieses vraktische Kochbuch tet in ganz, kurzer Zeit wieber eine Neuauflage erreicht. Das zeigt immer meliere Äretie einleben, welche große Bedeutung die fleischlose Ernährung tut unsere Gesundheit, besonders “fS-I.“.1 bas Gedeihen unserer Kinder, hat. Außerordentlich L«lsmtl° find die.Rezepte über Suppen. Kaltschalen. Brat, Eemuie,pellen. Autlaufe. Salate, Süßspeisen. Torten. Kuchen "fm. Autzerdem bat bie Dertass.erin für das ganze Jahr abwechslungsreiche Menus tur Mittag unb Abend sorgfältig zusammengestellt. Auch die Hausfrau, die fleischlose Gerichte an einigen 4_agen der „Woche in den Küchenzettel ein. 1*106011 will, .findet hier eine große Auswahl vorzüglicher nicht zu kostspieliger Rezepte. 8
Fritz Günther.
Entlastung des Verkehrs durch die Marktordnung
Harke Winter stellen an die Verkchrswirtschast außergewöhnliche Anforderungen, erst recht in Kriegszciten. Angesichts dieser starken Belastung der Verkehrswirtschaft ist cs besonders notwendig, unnötige Transporte zu vermeiden. Auf dem Gebiet der Er- nährungswirtfchaft hat die Marktordnung mit dem unnötigen Spazierenfahren von Gütern grundsätzlich Schluß gemacht. Über diesen Erfolg der Marktordnung berichtet Dr. Haußmann vom Reichsernährungsministerium in der RS.-Landpost. Auf fast allen Gebieten der Ernährungswirtschaft wurden für die einzelnen Versorgungszentren Einzugsgebiete feftgelegt und so eine beträchtliche Entlastung des Verkehrs erreicht. Am deutlichsten wird dies in der Milchwirtschaft erkennbar. Da cs sich hier um tägliche Transporte handelt, ist die durch die Beseitigung volkswirtschaftlich falscher Lieferbeziehungen eingetretene Entlastung der Verkehrsmittel besonders groß. Groß-Berlin bezog z. SB. früher seine tägliche Frischmilch aus Entfernungen, die teilweise über 700 Kilometer gingen und im Durchschnitt bei etwa 160 Kilometer lagen. Die Marktordnung beschränkte die Lieferung aus die Rahbczirkc, und die Durchschnittsentfernung beträgt heute nut noch 60 Kilometer. Ähnlich ist es in anderen großen Der- brauchcrbezirken.
Auch die Nahverkehrsmittel wurden stark entlastet. Früher verkauften einzelne Milchhändler in allen Stadtteilen, während heute durch eine sorgfältige Einteilung kleiner Verteilerbezirke viel überflüssige Arbeitsleistung erspart wird. Bei der Butterverteilung sind vier große Butterverforgungsgebiete geschaffen, wodurch ebenfalls der Transport über große Entfernungen beseitigt ist. Auch in der Getreide-, Kartoffel- und Zuckerwirtschaft sind wirksame Verbesserungen erzielt worben. Die Bereinigung der Lieferbcziehungen zwischen Rübenanbauern und Zuckerfabriken führte allein in Schlesien zu einer jährlichen Frachtersparnis von einer Million Reichsmark. Die beste Bewährung der Marttordnung ist die Tatsache, daß die Kartofselversorgung der Großstädte während des schäften Frostes wesentlich besser als in ähnlich harten Wintern geklappt hat, wo es vier bis fünf Wochen lang in den Großstädten überhaupt keine Kartoffeln oder nur zu Phantasiepreisen gab.
Kölner Frühjahrsmesse 1940
Die Kölner Herbstmesse 1939 mußte infolge anderweitiger Inanspruchnahme ber Messehallen ausfallen. Nachdem nunmehr inzwischen ein anderes großes Ausstellungsgebäude für die Kölner Messe zur Verfügung gestellt werden konnte, nahm die Messeleitung die Vorbereitungsarbeiten für die Durchführung der Frühjahrsmesse 1940 sofort auf. Ja allen maßgebenden Stellen der Wirtschaft und insbesondere bei den in Frage kommenden Aus- steUerkreisen der deutschen Verbrauchsgüterindustrie vertrat man
