Einzelbild herunterladen
 

Freitag. 18. Januar 1940

Wiesbadener Tagblatt

Nr. 16 Seite ä

Mus Gau und Provinz

Jugendliche Gewaltverbrecher zu hoben Geiängnisitrafen verurteilt

— Koblenz, 19. Jan. Vor dem in Koblenz ragenden Kölner Sondergericht standen zwei Jugendliche aus Bad Llrmlznach unter der schwerwiegenden Anklage des ver­suchten Straßenraubs unter Anwendung von Gewaltmitteln und unter. Ausnutzung der Verdunkelung. Es bandelte kick um den ISiahrlgen Auimst W. und den 16jährigen Theo E. 2lme Grund verließen sre ihre Lehrstellen und eigneten sich abgeslellte ^abrrader durch Diebstahl an. Mit den Rädern fuhren sie zu einem Onkel des E. an den Rhein, stahlen ihm aus mnem Schrank 28 RM und fuhren weiter über Mainz nach Frankfurt a. M. Als ihnen das Geld ausgegangen war. kamen Re auf den verbrecherischen Plan, einen Raubüberfall zu verüben. Nachdem sie verschiedenen Personen nach- segangen waren, ohne zu einem Entschluß zu kommen, kam em 20iabriges Mädchen daher. W. sprang hinter einer An- schlagsaule hervor und schlug das Mädchen mit einem KnuppÄl auf den Kopf. Die Getroffene, die eine stark blu­tende Wunde erlitt, rief laut um Hilfe. Zn der Dunkelheit entkommen, fuhren die beiden Täter am andern Tag nach Kreuznach zuruck. Als E. wegen des Fahrraddiebstahls ver­nommen wurde, gab er bei der Polizei auch den Raubüber- fall m Frankwrt zu. Das Urteil lautete gegen W. auf neben, gegen E. auf fünf Jahre Gefängnis. Der Vorsitzende des Sondergerichts erklärte dazu: Wären die beiden An- geklagten, die trotz ihrer Jugend beide als Gewaltverbrecher zu bezeichnen sind, nur einige Wochen bzw. einige Monate alter gewesen, hätten sie notwendigerweise ihre Köpfe verwirkt.

— Delkenheim, 19. Jan. Sein 75. Lebensjahr vollendet heute der Landwirt Heinrich Kleber.

. = Bopvard, 19. Jan. Ein tödlicher Rodelunfall ereignete sich auf der Simmerner Straße. Ein lojäbriger Junge der hiesigen Oberschule rannte mit seinem Rodel­schlitten in einen Personenkraftwagen und wurde so schwer verletzt, dab er alsbald im Krankenhaus starb.

x Vom Westerwald, 19. Jan. In den Westerwalddörfern kann man vielfach Rehe sehen, die regelmäßig in die Orte kommen und dort Futtervlätze aufsuchen.

= Aschaffenburg, 19. Jan. Als die 58 Jahre alte Theresia R u p p e l in Weibersbrunn eine Kuh einspannen wollte, schlug diese aus und traf die Frau derart unglück­lich. dah sie auf der Stelle t o t zusammenbrach.

Die Rache

Von Jenny Ullrich (Wiesbaden)

Im Frack und glänzenden Zylinder betrat Klaus Jürgen — Student der Theologie — das Zimmer des Herrn Pro- ieuors. um für das demnächst stattfindende erste theologische Examen seine Visite zu machen. Professor Zech war die Liebenswürdigkeit selbst. In gewohnter Weile führte er das Gespräch, wahrend der Student sich begnügte, einige tief­sinnige Worte.dazwischen äu werfen. Professor Zech sprach gut und et sprach lange. Wenn er lange sprach, geriet er in Feuer. Gestikulierend ging er im Zimmer auf und ab und am Schlüsse einer ungemein scharfsinnigen Beweisführung setzte er sich gleichsam als personifiziertes Ausrufungszeichen neben den Studiosus. Doch im selben Moment sprang er wieder auf und sah entsetzt nach dem Stuhl, auf dem er eben gesessen hatte. Dort lag, von der Wucht des Professors zerdrückt, der.schöne Zylinder, den Jürgen auf die Aufforde­rung „kichs Bequem zu machen" dorthin gestellt batte. Be­trübt schaute der Examinator auf den Studenten, um den Eindruck zu beobachten, den dieser Schiffbruch seines Eigen­tums in ihm hervorgerufen habe. Aber um Jürgens Lippen zog nur ein freundliches Lächeln, indem er sagte: „O bitte!. Herr Professor, das schadet nichts, das hat ganz und gar nichts zu lagen.1 Zech zollte diesem Verhalten seine vollste Anerkennung. Er beschloß, im bevorstehenden Examen aus einen .Jüngling Rücksicht zu nehmen, der mit solcher heroischer Liebenswürdigkeit imstande war. sich über ein Mißgeschick hinwegzusetzen. Als Jürgen sich verabschiedet batte, trat der Professor ans Fenster und sah auf die Straße. Dort unten aing der Student. Sein Haupt zierte ein runder rrilzhut. „Nanu! murmelte Zech, „wo bat er diesen Filz !o schnell berbekommen und wo ist der Zylinder geblieben? In die Tasche kann er ihn unmöglich gesteckt haben?" In diesem, AugMblick trat Frau Professor ins Zimmer. Sie hielt einen Gegenstand in der Hand. „Franz!, was ist denn Mit deinem Zylinder passiert. der ist la so platt wie ein Pfannkuchen? Professor Zech nimmt den schwarzen Torso und konstatiert, daß derselbe tatsächlich sein Eigentum ist. Nun. wird ihm eine schreckliche Gewißheit. Studiosus Jürgen bat uberbauvt keinen Zylinder besessen. Mit dem Umstande vertraut, daß er. der Herr Examinator, seine Angströhre stets cm Korridor an Beu Haken Sing, nahm der verwegene Jüngling, als er die Wohnung betrat, den Zylinder kalt­blütig vom Haken und hing seinen eigenen Filz daran. Beim Sinausgehen machte er es umgekehrt. „So ein Pech", grollte der Professor, „da hab' ich mich auf meinen eigenen Hut gesetzt, da konnte der Herr Student freilich sehr ruhig blerben. aber die Ruhe soll ihm schon vergehen." Und so kam es. da» Klaus Jürgen, acht Tage später mit Elans durchs Examen fiel. Warum!?, das wußten nur Jürgen und der Herr Professor.

Die Geburt einer Schlange

. . . und ihr etwas vlötzliches Ende

Von Kurt G. v. Fischer

Drei Dinge trugen zur Geburt der Schlange bei: erstens ein herabgelassener eiserner Rolladen, zweitens ein schönes, rotes Plakat und drittens ein junges Mädchen.

Der Rolladen war ein ganz gewöhnliches Ding aus Wellblech, unten ein bißchen angerostet, und verschloß den Zugang zu einem Geschäft, das in einer verkehrsreichen Straße der Großstadt lag. Das Plakat klebte daneben an der Wand und zeigte ein stlberschupviges Meerestier und dar­unter in rotleuchtenden, auffallenden Buchstaben den Satz: „Eßt mehr Fisch!". Das Mädchen kam in einem schlichten, braunen Mantel langsam die Straße herabgeschlendert, blieb genau zwischen Rolladen und Plakat stehen, zog eine Zeit­schrift aus der Tasche und begann zu lesen. An ihrem linken Arm baumelte eine Tasche.

Fünf Minuten vergingen. Straßenbahnen klingelten vorüber, Männer eilten ins Büro, der lebhafte Verkehr der frühen Morgenstunden pulste durch die Straße. Nur unser oben beschriebenes Stilleben änderte sich nicht. Das Mädchen stand da und las.

Plötzlich aber ereignete sich doch etwas. Eine Frau blieb auf der anderen Straßenseite stehen. Sie trug eine große Einkaufstasche und sah aufmerksam herüber. Ihre Blicke musterten den bcraBgelatfenen Rolladen, das Fisch­plakat und das wartende Mädchen darunter und über ihre Mienen glitt ein Zucken des Verständnisses. Dann über- auerte die Frau die Fahrbahn und stellte sich ohne das kleinste Wörtchen, jedoch mit einem listigen Blick neben das lesende Mädchen. In diesem Augenblick ward die Schlange geboren.

„Guten Tag, Frau Gruber, was machen Sie denn da?" sagte jetzt eine der Frauen int Vorübergeben. Frau Gruber deutete stumm auf das Fischplakat und nickte vielsagend mit dem Kopfe. Worauf die Neuangekommene nichts eiligeres zu tun hatte, als sich als Dritte in der Reihe anzustellen.

Diese Zeile von drei wartenden Frauen wirkte int Ver­kehr wie ein Magnet auf Eisenfeilspäne. Sie entfaltete eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Sofort blieben weitere stehen.

„Was yibt's denn da?"

..Fische!" gab die Zuletztangekommene bereitwtlligst Auskunft. „Einen ganzen Bottich voll!"

Worauf die Schlange sofort auf die doppelte Länge anwuchs. Und je länger Re wurde, um so rascher wuchs sie. Nach zehn Minuten kroch sie Bereits um die Häuserecke herum. Mit ihr wuchs aBer auch die Kunde, die zu ihrem Entstehen Anlaß gegeBen hatte. Die allerletzte Version lautete: SoeBen sei ein Lastwagen mit großem Anhänger vorgefahren und hätte fünf Bottiche mit frischen Fischen ahgeladen. Auch Karpfen und Forellen seien darunter ge­wesen. Eine Frau hatte sogar mit eigenen Augen beob- achtet. wie zwei starke Männer einen riesigen Kabeljau vorn Wagen schleppten, der mit den Flossen wild um sich schlug.

So wartete die Schlange und wartete und langsam wurden die Frauen ungeduldig, da der Rolladen nicht und nicht in die Höhe geben wollte, und die rückwärts Stehenden riefen zu denen in der Mitte, sie sollten doch sehen, was los sei und die in der Mitte riefen es weiter nach vorne, bis schließlich die zweite in der Reihe das lesende Mädchen auf die Schulter tippte und sagte:

„Verzeihen Sie. Bitte, wann sperrt die Fischhandlung eigentlich auf?“

Das Mädchen im braunen Mantel, das die Geburt der Schlange verursacht hatte, blickte aus seiner Zeitschrift auf. in der es anscheinend einen spannenden Roman gelesen Batte, sah die Schlange zum ersten Male und fiel von einem Erstaunen ins andere.

..Welche Fischhandlung denn?" sagte es schließlich. „Das Plakat gehört doch gar nicht zu diesem Geschäft!"

„So?" sagte Frau EruBer mißtrauisch und die anderen Frauen spitzten die Ohren. „Warum haben Sie sich bann Bier angestellt?"

Das Mädchen brach in ein herzliches Lachen aus. „Anaestelll? Ich warte doch hier auf meinen Verlobten!"

Neues aus aller Welt

Zwei Landesverräter Eingerichtet

Berlin, 19. San. (Funkmeldung.) Die Justizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum Tode verurteilte Werner Kukuk sowie der ebenfalls vom Volksgerichtshof wegen Landesver­rat zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 34jährige Cyprian G a b r y s ch aus Dramatal-West (Kreis Beutben) sind heute hingerichtet worden.

Kukuk, ein jüdischer Mischling mit 11 Vorstrafen, hat es in hinterhältiger Weise unternommen, geheirnhaltungs- bediirftige Angelegenheiten einer deutschen Dienststelle aus­zuspähen und dem Nachrichtendienst einer fremden Macht zu verraten. Er hat ferner versucht, Deutsche für den fremden Nachrichtendienst zu werben. Nur der Aufmerksamkeit der deutschen Behörden ist es zu danken, daß ein größerer Schaden für das Wohl des Reiches vermieden wurde.

Eabrysch hat aus Geldgier Spionage zugunsten Polens getrieben, zahlreiche Angelegenheiten der deutschen Wehr­macht, die er für Staatsgeheimnisse hielt, verraten und seinen Schwager zum Verrat verleitet.

Libysches Dorf durch Wolkenbruch zum Teil zerstört. Ein zwölfstündiger wolkenbruchartiger Regen hat in der libyschen Ortschaft Mur euch schweren Schaden angerichtet. Zahl­reiche Lehmhütten stnd durch das Nachgeben des ausgetrock­neten Untergrundes zusammengebrochen, wobei fünf Tote und der Verlust zahlreichen Viehes zu Beilagen waren. Mar­schall ValBo hat sich soglejch nach Murcuch Begeben" und den sofortigen Wiederaufbau der Ortschaft in einigen Kilometer Entferung auf festerem Untergrund angeordnet. Der Wolken­bruch hat die Bevölkerung um so mehr überrascht, als in der dortigen Gegend oft jahrelang keine Niederschläge zu verzeichnen sind.

EMveutslhe HrbeitsfrontA

NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“

DAF. Kreis Wiesbaden. Lulaenstr. 41, Fernspr.-Sammel-Nr, 59641 Sprechstunden des Kreisobmanns: Dienstag« u. Freitags v. 14-16 Uhr

Wanderungen.

Sonntag. 21. San.: Wanderung der Ortswaltuug Süd nach dem Schützenhaus. Schläferskopf. Schlangenbad, Grauer Stein. Dotzheim. Wiesbaden. Treffpunkt 9.30 Uhr Ringkirche. Sonntag. 21. Jan.: Wanderung der Ortswaltung West nach der. Platte, Engenbahn. Lenzhabn. Niedernhausen. Treffpunkt Kriegerdenkmal 9 Uhr.

Vottstmnsgruppe.

Freitag. 19. Jan.. 20.30 Uhr: Beteiligung am Singabend der Wanderergruppe im Wandererheim. Bärenstr. 8. 3. St. Sonntag. 21. Sam. vorm. 10.30 Uhr: Volkstanz-Ubungsftunde im kl. Saal des Restaur. ..Turnerbund". SchwalBacher Str. 8 (Seitenemgang).

Sportamt.

Skikurse am Ebaufseehaus

Samstagnachmittag und Sonntagvormittag führen wir auf der Eoliwieie Skikurse für Anfänger und Fortgeschrittene durch.

Samstag 14.30—17 Uhr ™ Sonntag 9.30—12 Uhr

Trenvunkt: Wartesaal des Bahnhofs. Gebühr 60 Pf.

Musikschule.

(Gemeinschaftswerk der NSE. „Kraft durch Freude" und der Vitler-Jugend.)

Es Beginnen laufend llnterrichtskurse in allen Musikinstru­menten Die soziale Einrichtung der Musikschule ermöglicht ledern Volksgenossen die Erlernung eines Instrumentes. Auch

Wieder Erdbeben in der Türkei

400 Häuser zerstört

Istanbul, 19. Jan. Am Mittwochabend um 21.15 Uhr wurde die Türkei ahermals von einem starken Erdbeben beimgeiucht. diesmal im südlichen Anatolien. Nach den in­zwischen eingetroffenen Meldungen find im Bezirk von Nidge 400 Häuser zerstört worden, die genaue Anzahl der Toten und Verwundeten konnte bisher noch nickt ermittelt werden. Außerdem wurden in den letzten 24 Stunden in dem von dem kürzlicken großen Erdbehen zerstörten Gebiet in Rord- anatolien erneut acht Erdstöße verspürt. Verluste an Men­schenleben wurden aus dieser Gegend noch nickt gemeldet.

Ein Bolksschiidling hingericktet. Am 18. 1. 1940 ist der am 4. Avril 1920 in Schweinfurt geborene Hans Nickel hin- gerichtet worden. Nickel ist vorn Sondergericht Bamberg wegen dreier Verbrechen gegen die Verordnung gegen Volks- schädlinge zum Tode und zum dauernden Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte verurteilt, worden. Der Verurteilte, ein vielfach vorbestrafter unverbesserlicher Gewohnheitsver­brecher. hat am 21. November 1939 in Schweinfurt unter Ausnutzung der Verdunkelung Diebstähle begangen.

Holländische Schiffe in Eisnot. Drei Binnenschiffe, „Hol­land". „Friesland" und „Jjssel". find auf der Zuiderfee durch das starke Treibeis in ernste Gefahr geraten. Die „Fries­land" wurde durch Eispressungen so schwer beschädigt, daß Re sich in sinkendem Zustand befindet. Man nimmt an, daß das Schiff verloren ist.

Mordbandenansührer in Madrid verhaftet. In Madrid wurde ein Mörder verhaftet, der während der Schreckens- regierunfl mit seiner Bande über zweihundert Morde be­gangen hatte. Außerdem werden noch in ganz Spanien fort­gesetzt Verbrecher festgenommen, die während der Revolu­tionszeit zahlreiche Untaten Begangen Raßen.

Byrds Südpolexpedition in der Walsischbuckt. Wie au» einem FunkBericht an das USA.-Marineminifterium hervor­geht, sind die Beiden Schiffe der Südpolexpedition des Admirals Byrd in der WalfisckBucht eingetroffen. Östlich von Klein-Amerika wurde Bereits mit der Ausladung und der Errichtung des Lagers Begonnen.

Ochsenfrosch iw Karpfenteich. Frojchfleisch als eßbares Gut oder gar als Delikatesse zu betrachten, will uns Deut­schen nicht recht gelingen. Vielleicht, weil diese Wasser­bewohner für unseren Geschmack zu viel des Amphibischen haben — schlüpfrige nasse Haut, deren Berührung uns unsympathisch ist. In Frankreich dagegen stehen Froschschenkel seit langem auf der Speisekarte, in den Vereinigten Staaten übersteigt der Jahreserlös, der aus dem Verkauf von 60 Millio­nen Fröschen herausgeholt wird, 20 Millionen Dollar, und Japan gar übertrifft diese wirtschaftliche Leistung: 100 Millionen ^rösche und das jährliche Erzeugnis von etwa 2500 japanischen Froschfarmen. Es handelt sich hierbei haupt­sächlich um den Ochsenfrosch, dessen eigentliche Heimat das östliche Nordamerika ist. die Eebikte um den Mississippi. Ein ansehnlicher Bursche ist dieser Frosck. der seiner durchdringen- den Stimme wegen auch noch als Brüllfrosck bezeichnet wird: 22 bis 25 Zentimeter mißt er in der Länge, wird zwei bis drei Pfund schwer, und seine grau-grüne gesprenkelte Haut hat bemerkenswerte Qualitäten: Re ist ebenso fest wie zäh, von angenehmer Geschmeidigkeit und ansprechender Ober- flache. Sie ist interessant und ausdrucksvoll gemustert — durch die «xulle willkommener Eigenschaften offenbar dazu ausersehen, in <yorm schöner Gebraucksgegenstände vornehm­lich die grauen zu erfreuen. Aus Ochsenfroschhaut werden zum Beispiel geschmackvolle, haltbare Handtaschen angefertigt, in vielen Fallen als Ersatz für die sonst übliche Eidechsen- baut, Der Ochsenfrosch macht also der Eideckse Konkurrenz, eine Tätigkeit, die höchst erwünscht ist, denn die Hülle der Eideckse kann nur gegen Devisen nach Deutschland eingeführt werden. „Den Ochsenfroick dagegen können wir im eigenen Lande zuckten. In Mitteldeutichland gibt es bereits eine Ochsenfroschfarm. und der Besitzer hat willkommene Erfahrun- gen sammeln können Nach ihnen läßt sich die Züchtung von Ochsenfroschen vorteilhaft mit der Haltung von Karpfen ver- bmden. io. die Ochsenfrosche sind eine Art Eesundbeitsvolizei tm Karpfenteich. „.Sogar das Gewicht der Karpfen soll in ieneii Teichen großer sein, in denen Frösche gezüchtet wer­den: sie halten, nach den bisherigen Feststellungen, die Teiche rein. Das Karpienfutter ist durch die neuen Mitbewohner mcht gefährdet: ste tun sich nur daran gütlich, wenn es für ”Le, FiM. alsjäiort verdorben aMusehen ist. Im übrigen nährt sich der ö-roto von Schnecken. Würmern. Insekten. Sein cfleisch — vom Ochsenfrosch werden nur die bis zu 26 Zenti­meter langen Vinterschenkel verzehrt — überrascht durch femen Zarten,.geslugelahnlichen Geschmack und durch seine makellose Weiße. Außerdem soll sein Genuß durchaus zu- iragnch lern.

in den Vororten wird Unterricht erteilt. In einigen Vor- PAyi ist dies bereits der <yall Anmeldungen und Auskunft: Lulfenstraße 41. Fernruf 59641.

Sportamt!

Sportprogramm:

16.45—17.45 Uhr

Gebühr 20 Pf.

20.30—21.45 Uhr

Fröhliche Gymnastik und Spiele Riehlfchule Zieteuring

3£ur für Frauen

Montag

Donnerstag

Rachmittagskurfus

Mittwoch

Allgemeine Körperschule Riehlschule Zietenriug Für Männer und Frauen _ Dienstag

Reiten

n Gebühr 20 Pf.

20.30—21.30 Uhr

20.30—21.30 Uhr

Tattersall Weiß. Saalgasse 36

Montag

„ Samstag _____

Gebühr 12 RM. für sechs Stunden.

18.00—19.00 Uhr

.16.00—17.00 Ubr

Schwimmen. Viktoria-Bad

Skitrocken

Für Männer und Frauen „ Gebühr 30 Pf.

Donnerstag 19.00—19.50 Ubr Donnerstag 19.50—20.40 Uhr Donnerstag 20.40—21.30 Ubr Freitag 21.00—22.00 Uhr

Schule an der Lniienstraße Mittwoch 20.00—21.30 Ubr

Freitag 20.00—21.30 Uhr

Sport in den Betrieben:

Alle Auskünfte bezüglich, der Ü6ungsgeIegenBeiten -zelten geben die Betriebsiportwarte.

und

An jedes Waschbecken gehört eine Flasche ATA. ATA ist beim Hände­reinigen (allein oder auch in Verbindung mit etwas Seife) ein ganz aus­gezeichnetes Mittel, Seife zu sparen.

Hausfrau, begreife: ATA spart Seife!