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Unterhaltungsberlage
88. Jahrgang
Mittwoch, 10. Januar 1940
Nr. 8
Schrffstod an der britischen Küste
und Erwartungen, die an
eiten
!olksenischcid zu knüpfen sind. Denn auch
biete Sytagc.
Unter solchen Umständen konnte Herr Chamberlain in seiner gestrigen Ansvrache. mit der er einen Werbefeldzug
Vorstotz deutscher Kampfflugzeuge
Acht bewaffnete Kriegs- und Handelsschiffe versenkt
Berlin, 10. Jan. (Funkmeldug.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westeu an einzelnen.Stelle» etwas lebbafter«
langen zwischen Argentinien und den USA. Ein Vorgang, der auf die Bemühungen Nordamerikas um die südamerikanischen Märkte ein grelles Schlaglicht wirft. Bemühungen, die sofort nach Ausbruch des Krieges eingesetzt haben und sich sowohl aus die deutschen als auf die englischen und französischen Absatzmärkte erstrecken. Der Grund für den Abbruch der Verhandlungen lag in der Weigerung
örtliche Arkillerietätigkert.
Deutsche Kampfflugzeuge unternahmen am Bor- und Nachmittag des 9. Januar einen E r.k u n düng svorstob gegen die englische und schottische Ostküste.
Hierbei wurden vor der Norwich-Küste vier bewaffnete Kriegs- und Handelsschiffe, nämlich zwei Borpottenfabrzeuge, in deren Geleit zwei Handelsschiffe führe», angegriffen und versenkt.
Vor der schottischen Küste wurden von vier bewaffneten Handelsschiffen unvermutet das F e u e r a u f d i e d tut - scheu Erkunder eröffnet. Bei der Abwehr dieses Angriffes wurden die Dampfer versenkt. Die eigenen Flugzeuge erlitte» keine Verluste.
Die Flottenrivalität zwischen USA. und Japan
Washington will das Stärkeverhältnis auf 5:3 halten
Stärkeverhältnis gegenüber der japanischen Flotte müsse mindestens 5:3 betragen.
Bei Eröffnung der Sitzung erklärte Marineminister Edison, man habe ihm. als er in der Vorwoche Reaui- rierungsoollmachten für Roosevelt im Falle einer nationalen Notlage beantragte. Absichten unterstellt, die ihm fern lägen. Maßgebend sei nur seine Sorge um die Erhaltung der Schlagkraft der. USA.-Flotte gewesen. Normalerweise Lbe der itSA.-Prasident die erwähnten Vollmachten nur in Kriegs- zeiten aus.
. Der USA.-Flottenchef, Admiral Stark, erklärte, datz die USA.-Marine Schlachtschiffe von 50 000 oder 52 000 t — ledoch nicht größer — bauen wolle, falls die zur Zeit ausgearbeiteten Konstruktionsvläne gutgeheißen würden.
Bekanntlich wurde in Kongreßkreisen kürzlich der Gedanke erwogen. 70- oder gar 80 000 Donner zu bauen, doch sind di« hiesigen Sachverständigen von der Zweckmäßigkeit derartiger Riesenschiffe nicht überzeugt.
Russisches Fluozeug in Berlin eingetroffen
Planmäßiger Verlauf des Fluges
. Berlin, 9. Jan. Im Nahmen der angekündigten. Ber- suchsflügr auf der ab 21. d. M. rum planmäßigen Luftverkehr vorgesehenen. Strecke Berlin—Mosk«w traf am Dienstagmittag das erste sowietrussische Verkehrsflugzeug tn Berlin ein.
Es war auf seinem Fluge planmäßig in Minsk, Bialostok und Königsberg zwischengelandet. Au« .dem gleichen Wege wird die Maschine am morgige» Mittwoch wieder nach
Moskau mruckfliegen.
166000 Kronen Schadenersatz gefordert
Die Folgen des frivolen Bombardements von Esbjerg
Kopenhagen, 10. Jan. (Funkmeldung.) Die endgültigen Schadenersatzansprüche der dänischen Regierung an England für die Verwüstungen, die die Bomben englischer Flieger
taten Staaten" aufzubringen vermag.
Brauchen wir noch überrascht zu sein, wenn der gleiche Roosevelt, der sich so leidenschaftlich für die Aufhebung der Waffenausfuhrsperre nach den kriegführenden Ländern einsetzte. noch vor wenig mehr als drei Jahren in einer großen Rede programmatisch ausrief: „Die Industrie- und Agrarproduktion für die Kriegsmärkte kann einigen wenigen Männern ein ungeheures Vermögen schaffen, für die Nation als Ganzes bedeuten sie ein Unglück!" Und: „Wenn wir die Wahl haben zwischen Kriegsgewinnen und Frieden, wird die Nation antworten — muß sie antworten — wir wollen den Frieden." Die in diesem Jahr fällige Wahl ihres Präsidenten ist die ureigenste Angelegenheit der Amerikaner. Zu ergründen suchen aber müssen wir — objektiv und nüchtern — die Möglichkeiten und E r - ; r t" ~ c 7 r. ™ “ einen solchen Volksentscheid zu knüpfen sind. Denn auch unter der Voraussetzung, daß die Vereinigten Staaten militärisch dem europäischen Wasfenlärm fernbleiben, sind sie ein nicht zu unterschätzender Faktor in den Ereignissen auf unserem Kontinent. Dieser Tage brachten wir die Meldung von dem Scheitern der Handelsvertragsverhand-
Typifch britischer Gewaltakt
Die in England lebenden Iren sollen zum Wehrdienst gezwungen werden
Amsterdam. 9. Jan. Einer United-Preß-Meldung aus London zufolge, sind die in England lebende» rund 40000 21 bis 28 Jahre alten Iren zu einem Zankapfel zwischen de Balera und der britischen Regierung geworden. Viele dieser Iren seien infolge der für diese Jahrgänge in England eingesührten Wehrdienstpslicht bereit, ihre Stellungen aufzugeben und nach Irland rnrückzukehren. Die englische Regierung aber betrachte diese Iren, wenn he bereits zwei Jahre oder länger in England ansässig feien, als dienstpflichtig. de Valera hingegen fei der Auffassung, daß sie nach irischem Gesetz nicht für den Dienst im britischen Heer tn Frage kommen könnten, da sie irische Staatsbürger feien und lMglich die irische Nationalität besäßen. Inzwischen haben aber die britischen Behörden an alle nach ihrer Auffassung dienftpflichtigen Iren keine Ausreisevisen erteilt und sich geweigert. derartige Ausreisegenehmigungen in solchen Fallen auszustellen.
85 USA.-Dampfer anaehalten
Washington, 9. Jan. Nach einer soeben vom Staatsdepartement ausgegebenen Liste sind seit dem 14. Dezember weitere zwölf amerikanische Handelsschiffe von den Westmächten festgehalten worden, eines davon erst von Engländern, dann von Franzosen. Wie Hüll am Montag mittelste, hat die englische Regierung bisher weder wegen der Note vom 14. Dezember noch wegen des Protestes gegen die Beschlagnahme amerikanischer Post geantwortet. Insgesamt sind bisher 85 Anhaltungen von USA.-Dampfern durch Engländer und Franzosen erfolgt.
Amerikanisches Glatteis
Von Hans Scharr
Die amerikanische Svhinr hat in den i'A Kriegsmonaten viel von ihrer Rätselhaftigkeit verloren. Gewiß, die künftige Rolle der Vereinigten Staaten tm weltpolitischen Konzert läßt sich ebensowenig präzisieren wie die hundert und tausend brennenden Fragen im europäischen Raum zur Stunde beantwortet werden können. Herausgeschalt aus dem Widerstreit der Meinungen und Thesen indessen hat sich die fast einmütige Entschlossenheit der amerikam chen. Öffentlichkeit, dem europäischen Krieg zumindest m i j 1t a r t i ro > ernz u - bleiben. Und dieser gefühlsmäßige Faktor will viel bedeuten. War es im Weltkrieg doch in erster Linie der Sieg des durch Tatsachen nickt begründeten Gefühls. der.die ll«A. auf die europäischen Schlachtfelder tief. Politisch standen diesem vetbängnisvollen Schtitt überzeugende Argumente entgegen: so eindeutige und selbstvetstandliche Erwägungen, daß der Historiker die überkommenen Regeln des politischen Kräftespiels schon, stark retuschieren mutz, um zu verstehen, wie die Amerikaner auf Englands Seite,, diesen gefährlichen Konkurrenten zur .See und Verbündeten Japans, treten konnten. Nun, diese Zett liegt über zwei Jahrzehnte zurück. Geblieben aber ist die amerikanische Mentalität, jene seltsame Mischung von nüchterner Sachlichkeit und ideologischer Unklarheit, die wir Europäer wobl nie ganz begreifen werden, obwohl das amerikanische Volk aus unserem Kulturkreis herausgewachsen..ist.
Die Kenntnis dieser Zusammenhänge ist Voraussetzung für ein Hefeis Verständnis der konkreten amerikanischen Politik. Beherrschen sie dock nicht zuletzt die v e if ai su n g s- mäßige Struktur der Vereinigten Staaten. Jene Struktur, die in dem Amt des Bundespräsidenten gipfelt, dessen Persönlichkeit die Außenpolitik wesentlich aus- richtet. Man muß indessen wissen, daß die politische „ttuhrer- ausleie" in USA. überwiegend eine Geldangelegenheit ist, daß auch 75 000 Dollar Iahresgehalf nickt Sinreichen. die finanziellen Bedürfnisse eines amerikanischen Bundespräsidenten zu befriedigen, daß der politisch am weitesten, exponierte Mann auf beträchtliche Zuschüsse aus privaten Quellen nicht verzickten kann: muß wißen, daß etwa Roosevelts Sohn Jimmy nur deshalb, dem Versickerungsgewerbe zugewandt hat, damit sein politischer Ehrgeiz möglichst bald die finanzielle Basis fände — um zu verstehen daß die amerikanische Politik zwar von einer gewissen Tradition beherrscht wird, nicht aber in jedem Falle prinzipienkonsequent geleitet zu werden pflegt. Zumal hierfür . di« Person Franklin D. Roosevelts durchaus , keine Gewahr bietet. „Als ein reicher vom Glück begünstigter Dilettant geriet er in die Politik" — so charakterisiert Professor Dr. Friärick Schönemann im Jahrbuch 1939 der Hochschule für Politik den jetzigen USA.-Bundesprastdenien, Einen Mann, dessen Stärke eine geradezu i n st i »ft t v e Menschenkenntnis ist. der die Herzen der breiten Volksmassen schnell zu erobern verstand: dem der Ernst, die Erundsatztreue und wohl auch das umfassende Wissen fehlen, die sein hohes, politisches Amt erheischen: der in.erster Linie Opportunist ist, sich von den Zufällen des Augenblicks in seinen Entschlüssen bestimmen läßt: dem eine gewisse Völkerbunds- ideologie Wilsonscher Prägung vorschwebt, und der sich — ein Ausfluß seiner gewaltigen Selbstsicherheit — rn der Rolle einer Art Weltenrichter gefällt: dessen persönliches Schicksal — jahrelang bat er (mit erstaunlichem Erfolg) gegen eine schwere Lähmungserkrankung angekampft — ebenso wie sein „Kampf gegen Plutokratie, Trusts und Korruption" die Massen der Amerikaner irgendwie privat berührt. Ein Mann schließlick. der so durch und durch „demokratisch" ist, daß er keinerlei Verständnis für die „autorr-
gleick damit wiederum bewiesen, daß f ein sehr wichtiges Wort mitsprechen. —------
englischer Vorpostenboote und unter Geleit fahrender Handelsschiffe bei diesen kühnen Luit- vorstößen sind andererseits eine neue und eindrucksvolle Illustration zu den englischen Behauptungen von der „Sicherheit der englischen Küsten". Für diese Sicherheit . spricht fernerhin die Tatsache, daß am Montag durch Minen- ireffer an der englischen Küste 16 000 Sonnen Schiffsraum, am Dienstag 18 600 Tonnen vernichtet wurden, wobei der Untergang eines über 8000 Tonnen großen T.a n k d a m v f e r s für die Engländer angesichts der ohnehin schon recht großen Verluste an Tanker-Tonnage besonders
anfangs September in Esbjerg anrichteten, sind letzt festgestellt worden. Der Polizeimeister in Esbierg hat am Dienstag die Akten an das Justizministerium zur Weiterleitung an das Außenministerium nack Kopenhagen abgesandt. Der Gesamtschaden beträgt danach rund 166 000 Kronen. Durch die englischen Bomben wurden — wie bekannt — nicht nur Zerstörungen an Gebäuden und Wohnungen angerichtet. sondern auch eine Frau getötet und mehrere Personen verletzt.
wurden, wobei der Untergang eines über 80 Tankdamvfers für die Engländer ana< schon reckt großen Verluste an Tanker-Tc schmerzlich sein dürfte. ,
Dieser unausgesetzte Verlust an Handesschiffstonnage bereitet den Engländern naturgemäß erhebliche Kopfschmerzen. Man hat, um Ersatz durch Neubauten zu schaffen, .sich bereits genöHgt gesehen, große Schiffsbauaustrage nach Kanada zu vergeben, obwohl dort die Schiffsbauvreiie um 200 bis 300 % über den schon sehr Hohen englischen Bauvretten liegen. Zum anderen siebt man sich angesichts des großen Tonnageverlustes auch gezwungen, die Einfuhr weiter einzuschränken. Reuter bat deshalb bereits die englische Öffentlichkeit auf neue einschneidende Maßnahmen zur Verbrauchseinschränkung vorbereitet. Man wird danach nicht nur die Rationierung von wichtigen Lebensmitteln weiter ausdehnen müssen, wobei es fraglich ist, ob die jetzigen Satze ausrechterhalten werden können, man wird vielmehr, wie Reuter sagt, auch mit einer Rationierung und einer „Vereinheitlichung" der Kleidung rechnen müssen. Das kenmeicknet das italienische Blatt „Stmnva mit Recht als eine für England besonders harte Angelegenheit. Das reiche England, fo sagt das italienische Blatt hierzu. stehe also vor dem gleichen Problem und vor ganz genau denselben Lösungen, wie das „arme Deutschland. nur mtt dem Unterschied, daß Deutschland rechnete und die Einschränkungen sofort mit Kriegsbeginn einführte, während tn England die Versorgung Mit dem Fortschreifen des Krieges von Tag zu Tag knapper wurde. Dieser italienischen Bemerkung ist kaum etwas hinzuzufügen. Die Engländer büren von Tag zu Tag die Auswirkungen des Krieges immer starker und sie sind jetzt gezwungen, ein deutsches VorblId nach dem anderen nachzumachen. Die Frage „ist nur. ob die Engländer auch so gut zu organisieren vermögen wie wir. Die mannigfachen Klagen darüber, datz Herr Wirrwarr in England herrscht, geben breits etne Antwort auf
as. Berlin. 10. Jan. Die deutsche Luftwaffe bat mit ihren gestern gegen die englische und schottische Ostkuste unternommenen Vorstößen den Engländern erneut gezeigt, daß es für die deutschen Flieger keine iahreszeit- lichen Hindernisse gibt. Unsere Flieger haben zu- ' ' ' ' aß sie im deutschen Seekrieg
' . Die Vernichtung
der Regierung eröffnete, seinen Landsleuten., keinen Trost spenden. Er bemühte sich vielmehr, den Engländern klarzu- macken. daß sie „harten Zeiten" entgegengehen. und daß sie sich nun eben einmal an gewisse raube Seiten des Krieges gewöhnen müßten. Zu der in England noch immer viel erörterten Zurückziehung des bisherigen..indischen Kriegsministers HoreVelifba f ch w i e g sich der englische Ministerpräsident aus. Er glitt dafür auf di« Außenpolitik hinüber, ohne freilich Neues zu sagen. Dafür kam noch einmal sein ganzer S chtn e t z über b te deu t s ck- sowjetrussüche Verständigung zum Ausdruck, die Herr Chamberlain als „unheiligen Vertrag" zu kennzeichnen beliebte. Er hätte sicherlich von einem heiligen Vertrag gesprochen. wenn er den Pakt mtt Moskau batte abschließen können. Dafür möchte Chamberlain nun die Neutralen gegenMoskaumobil machen. Die Erklärung, datz die tn Genf in Aussicht genommene Hilfe für Finnland „nicht nur eine bloße Formalität" bleiben werde, verriet deutlich die englischen Pläne zur Kriegsausweitung. Der Schluß der Red« Chamberlains war voller Gift gegen Deutschland. Wenn er dabei freilich Deutschland für die „Verlängerung des Krieges" verantwortlich zu machen versuchte, so ist das ungewöhnlich piumv gelogen. Die Welt weiß, daß das große vom Führer in seiner Reichstagsrede vom 6. Oktober verkündete Aufbauprogramm für Europa von niemanden anders abgelehnt wurde, als von England, dem gleichen England des Herrn Chamberlain, das auch die Vermittlungsbemühungen der Neutralen gar nicht schnell genug zum Sckeitem bringen konnte. Die Folgen muß. England.tragen, dem sein Ministerpräsident selbst „harte Zeiten ankündigte.
Fliegerbomben und Minentreffer
(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung)
Washington, 9. Jan. Der amerikanische Flottenchef Admiral Stark, begründete soeben vor dem Marineausfchutz des Abgeordnetenhauses den Antrag des Marineministers Edison, der mit Rücksicht auf die „ernste Weltlage" eine 25prozentige Erhöhung der USA.-Krieas- schifftonnage forderte. Stark plädierte für die Annahme der 1,3 Milliarden Dollar erfordernden Flottenaufrüstung. In allen Ländern werde zur Zeit derart gerüstet, das die Vereinigten Staaten Schritt halten müßten, um nicht nach Kriegsende „geickwäckt" dazustehen. Der Flottenchef entwickelte ein revidiertes Bauvrr«ramm. welches anstatt. der ursprünglich beabsichtigten 95 Neubauten nur 77 vor sieht, also die Sckiffszahl zugunsten der Schiffsgröße vermindert. Die USA.-Flotte müße, so füfiite er aus. stark genug sein, um nicht nur die Vereinigten otaaten. sondern auch die überseeischen Besitzungen. bett USA.-Handel, die Rohstosfzumhr und „Lateinamerika gegen eine Invasion (!) verteidigen' zu können und Frieden und Sicherheit zu gewährleisten. Das
Die Tokioer Kabinettskrise
Besprechungen zur Bildung einer neuen Regierung in Japan
Tokio, 10. Jan. (Funkmeldung.) Die gesamte Preße nimmt an. daß der Rücktritt des Kabinetts Abe kurz bevor stehe. Der Kriegsminrster und bte Armee seien überzeugt, daß die Stellung des Kabinetts unhaltbar sei. Da die Armee stch jedoch für die Durchführung des Chinakonfliktes direkt verantwortlich fühle, so sei sie tm höchsten Grade daran interessiert, das möglichst bald klare innervolitische Verhältnisse geschaffen wurden.
Die ersten Besprechungen in der Umgebung des Hofes haben unter Leitung des Fürsten K o n o y e und des Siegel« hewahrers Puasa bereits begonnen. Neben General Ugaki werden jetzt auch Kriegsminister General data und die früheren Kriegsminister Generale S u g i y a m a und T e r a u ch i genannt. Fürst Konoye soll zu verstehen gegeben haben, da« er eine Kandidatur ablehnen werde.
Wie es in volittschen Kreisen heißt, werden irgendwelche Besprechungen mit dem amerikanischen Botschafter Erew nicht mehr stattfinden.
