Seite 6 Nr. 1
Wiesbadener Tagblatt
Dienstag, 2. Januar 1940
fehlte lbm etwas an Unterstützung durch seine Nebenleute.
Verteidigung war trotz der erlittenen sechs Treffer nicht Ichlecht, recht ncher wehrte der begabte Mannfeld, als Mittelläufer stand der alte Kämpe Mauer noch immer seinen Mann.
Das, übrigens durchweg vorbildlich fair geführte Spiel begann in flottem Tempo mit sichtlicher Überlegenheit der -ölmurokn. Em Schutz des mit genauen Vorlagen aufwar- ienden, sehr aktiven Siebentritt konnte von Schildge unschädlich gemacht werden, doch unmittelbar daraus fiel durch Bauer der Führungstreffer. Gegenüber endete einer der beherzten Alleingänge von Kraus mit Pfostenschuh, ein andermal fand sich Evers mit schöner Parade der Situation tzewachsen. Einen für die ^.-Mannschaft gegebenen, für barm- losen Verstoss viel zu harten Elsmeter schätz Siebentritt absichtlich wert vorbei. Noch batten die Blauhosen mehr vom «Piel, aber als Kraus wieder einmal durchkam. klappte es zum AusglenK Wenige Minuten später batte die .^-Mannschaft durch Weber abermals einen Vorsprung gewonnen, und Schneider erhöhte noch mit wuchtigem Schub zum Pausen- Itand Gleich nach Wiederbeginn überwindet der sich prächtig durchspielende Schulmeyer alle Hindernisse, gibt Weber den Ball w haargenau auf den Fuh, datz der vierte Treffer unvermeidlich ist. Leippke zeichnet kurz danach für den fünften Erfolg. Auch die L-Mannjchaft bringt sich jetzt wieder zur Geltung, doch Evers ist auf der Hut und wehrt eine Höch ins Dreieck gezielte Bombe Mauers gerade noch zur Ecke. Schulmeyer trifzt hart am Pfosten vorbei, aber Leippkes saftiger Schutz sitzt im Netz. Die Weitzhosen sind durch das Ausscheiden von Persch inzwischen zahlenmässig in Nachteil gekommen. doch sie kämpfen tapfer um Verbesserung des Ergebnisses, und bis zuletzt bleibt das schnelle, tüchtigen Fuh- ball bietende Treffen voll Spannung. Wieder setzt sich Kraus im Alleingang von der Mittellinie durch, sein kräftiger schütz gibt Evers das Nachsehen, und kurz danach verbessert Münch mit dem dritten Gegentreffer. Mit diesem Stand und dem Eckenverhältnis von 6:4 für den Sieger endet das schöne Spiel, bei dem zumal die vier mitwirkenden Sport- uereinler den Wiesbadener Futzball aufs beste zu vertreten wußten.
Die Preisklasse
FK. Bierstadt — SV. Wiesbaden (Res.) 2:6 (1:2)
Einen verhältnismäßig hohen Sieg brachten die Sport« vereinler aus Bierstadt mit, der aus zwei Gründen in dieser Höhe möglich war: einmal war die Leistung der Reservisten recht gut (man bemerkte in ihren Reihen Brückner, Schauh. Lubjubn, Förster, Schuler u. a.) und yim andernmal stellten die Gastgeber beim Stand von l:3^völlig zwecklos um. was sich in drei weiteren Treffern auswirkte. die bei normaler Hintermannschaft kaum möglich gewesen wären. Das flache und schnelle Zusammenspiel der Wiesbadener wirkte besser als die wuchtigere Art der Platzherren. Schon bald nach dem ersten Abtaften schotz Förster unhaltbar ein, was aber Hildebrand postwendend mit dem Kopf wettmachte. Schauh erzielte im Alleingang (mit der Hand ??) das 2:1 und kurz vor dem Pausenpfiff kam noch eine Drangperiode vor dem Gästetor, in deren Verlauf der Bierstadter Sturm viermal den Pfosten traf, aber nie das Ziel. Nach dem dritten Erfolg der Gäste stellten die Einheimischen um und Brückner und Förster fielen noch drei weitere Tore wie reife Früchte in den Schatz, während auf der Gegenseite nach scharfem Schutz Schmidt gerade noch im Nachschutz einmal einschieben konnte. Trotz diesem Ergebnis ein schönes und vor allem faires Spiel: auch die geteilten Meinungen einiger Unverbesserlicher über den Schiedsrichter waren unbegründet.
SV. 1919 Biebrich — .SvBgg. Nassau 9:3 (0:1)
Das Spiel war schon auf den Vormittag vorverlegt. Die Gäste stellten Kohl: Schleider, Ketiner: Barsch, Hirschberg. Ottl: Neu, Schuchmann, Michel, Wagner. Rebwinkel, waren anfangs allerdings nur mit zehn Mann zur Stelle. Während dieser Zeit konnten die Biebricher (Otto: Müller. Donecker: Kremer, Boll. Merz: Gaupp. Haas, Suppes, Raisch. Glasner) das Spiel noch ziemlich gleichwertig gestalten. Aber die Blauweihen erzielten trotzdem schon vor der Pause das Führungstor. Wagner verwandelte eine schöne Vorlage von Schuchmann. Rach Seitenwechsel kamen die Gäste mit technisch sauberem Zusammenspiel immer besser in Fahrt und mit überlegen geführtem Spiel erreichten sie zwei weitere Treffer. Für beide Tore zeichnete Michel mit einem schönen Kopfball, und konnte nochmals mit präzisem Flachschuh erfolgreich sein. Die Grünen konnten bei schwachem Sturm keine Chancen auswerten.
SvBgg. Frauenstei« — FK. Naurod 0:5 (5:2)
Ein sehr torreiches Treffen, in dem sich die Nauroder, die nur neun Mann zur Stelle hatten, tapfer hielten. Nach dem Führungstreffer der Gäste glich Frauenstein aus und war im Anschluh noch dreimal erfolgreich. Erst beim Stande von 4:1 erreichte Naurod ein zweites Gegentor, doch noch vor der Pause war wieder ein 5. Treffer der Rotjacken fällig. Nach Halbzeit ging der Nauroder Eckardt in den Sturm und der Angriff der Gäste wurde gefährlicher. Eckardt verbesserte auf 5:3 und nachdem Frauenstein nochmals zum Zug kam. gelangen durch Eckardt zwei weitere Tore für Naurod, so dass das flotte und wechselvolle Spiel nur mit knappstem Engeb- ITtS CTlb’CtC.
SV. Erbenheim — Sportfreunde Dotzheim fiel aus. da Dotzheim nicht antrat. Auch die Begegnung Post — Sonnenberg kam nicht zum Austrag.
1. FK. Nürnberg — Sporta Prag 1:1 (1:1)
Die Fuhballelf von Sparta Prag trug das letzte Gastspiel auf ihrer Deutschlandreiie am Neujahrstag in Nürnberg gegen den ..Klub" aus. Vor 7000 Zuschauern muhten sich die Prager nach drei Siegen — in Hamburg, Bremen und Planitz — mit einem Unentschieden von 1:1 zufriedengeben. das schon zur Pause feftstand. Die Gäste brauchten einige Zeit, um sich auf dem Boden zurechtzufinden. Bis zur 30. Minute batte der Nürnberger Sturm zahlreiche Torchancen, von denen aber nur eine in der 10. Minute zum Eriolg führte — und das war ein von Sold verwandelter Elfmeterball. den der Unparteiische verhängt batte, als Eiberger vor dem Prager Tor unfair gelegt worden war. Dann lief das Prager Kombinationsspiel auf vollen uwuren. Der verdiente Ausgleich fiel in der 33. Minute durch Mittelstürmer Ludl im Alleingang. Wer geglaubt batte, datz der „Klub" nach dem Wechsel abbauen würde, wurde angenehm
getäuscht. Vor allem der Sturm spielte wie selten, kombinierte und schoss aus allen Lagen, aber der Prager Torhüter Vechet hielt die unglaublichsten Bälle und rettete für seine Mannschaft das Unentschieden.
Halbzeit im Turnier
um die ttriegs-Stadtmeifterschaft
Das Kurzfurnier hat eine verhältnismässig gute Besetzung erfahren. Unter den insgesamt 16 Teilnehmern befinden sich nicht weniger als sechs Spieler der letztjährigen ersten Klasse, nämlich Angermayer, Henning, Horchier, Krissel, Menz und Schramme. Horchier war in den vorjährigen Stadtmeisterschaftskämpfen unter den letzten Fünf, und Menz, Henning und Angermayer haben noch in iedem Jahre ein gewichtiges Wort bei der Vergebung des Titels mitgesprochen, während die vor zwei Jahren zur 1. Klasse aufgerückten Krissel und Schramme ebenfalls schon wiederholt Beweise ihres gediegenen Könnens abgelegt haben.
Unter den restlichen Teilnehmern hat die Schachgemein- idjaft in den Neulingen Schank und Koch zwei wertvolle Verstärkungen erhalten. Besonders der Flieger Schank erinnert in feiner Spielweise und -stärke sehr an Menz. und man darf schon jetzt auf das Zusammentreffen dieser beiden ausgesprochenen Angriffsspieler gespannt sein, während der bedächtige Frankfurter Koch mehr auf Angermayer herauskommt.
Der bisherige Verlauf des Turniers hat-gezeigt, dass die um die Hälfte reduzierte Spielzeit sich doch sehr nachteilig auf die turniergewohnten Spieler der 1. Klasse auswirkt, ist doch schon nach der 4. Runde keiner mehr ohne einfachen oder doppelten Punktverlust. 2n diesem Zusammenhang muh allerdings in erster Linie des Halbzeitstegers Kunkel gedacht werden, der das Kunststück fertig brachte, in Henning. Schank und Krissel gleich drei Spieler der 1. Klasse aus dem Sattel zu heben, eine Leistung, die schon jetzt genügen sollte, ihm einen annehmbaren Platz in der Schlusstabelle zu sichern. Wenn auch sein letzter Sieg über Krissel auf die Zeitüberschreitung des letzteren zurückzuführen ist, so standen die 32 Züge des von Krissel etwas ängstlich verteidigten Königsgambits doch eindeutig im Zeichen des Siegers, überraschend kommt auch die Niederlage Horchlers gegen Schank, zumal ersterer im Verlauf der Rvti-Eröffnung bereits eine Figur gewonnen hatte. Die Angriffsstellung des Schwarzen erwies sich jedoch als so stark, dass die Partie zwangsläufig verloren ging. Recht bewegt verlief die sizilianische Partie zwischen Koch und Schramme, die letzterer nach Auslassung verschiedener Chancen im 77. Zuge schliesslich remis geben musste. Das Opfer einer Fedlkombination wurde Schubert in einem Schottengambit gegen Keller, während die Partien Reymann gegen Heymann und Eichner gegen Bittner im
Zeichen eindeutiger Überlegenheit der Anziehenden standen, die damit ihre zweiten Zähler nmernellten. Damit hat sich im 1. Wiesbadener Kriegsmeisterschaftsturnier folgender Halbzeitstand ergeben: . „ _ , „ -
1 Kunkel 4 P.. 2. bis 6. Koch. Krissel, Menz, Schank und Schramme je 3 P„ 7. und 8. Angermayer und Lill je 2 P. und 1 Hängepartie. 9. bis 11. Horchier, Keller und Reymann je 2 P. 12. bis 14. Eichner. Henning und Schubert je 1 P.. 15. und 16. Bittner und Heymann 0 P.
Neues aus aller Welt
Bande von Kriegsverbrechern unschädlich gemacht. Vom Sondergericht in Lyck wurde am Freitag . eine Bande von Kriegsverbrechern abgeurteilt, deren Mitglieder in den Kreisen Lyck. Johannisburg. Lotzen und Treuburg wahrend der Monate November und Dezember fortgesetzt Einbruch- diebstähle ausgeführt, bzw. sich der Hehlerei schuldig gemacht hatten. Zum Tode verurteilt wurden die vielfach vorbestraften Verbrecher Gustav Poerschke und Martha Koppenhagen. Poerschke hatte die Einbrüche verübt, die Kopenhagen hatte ihm Unterschlupf gewährt und autzerdem ihre Wohnung ckls Hehlernest zur Verfügung gestellt. In der Hauptsache batten es die Angeklagten auf Geld und. Lebensmittel abgesehen. Poerschke hatte bei seinen Diebesiabrten eine Schugwaife mitgefübrt, mit der er auch bei seiner Festnahme am zweiten Weihnachtsfeiertag die Polizeibeamten bedrohte. Drei weitere Mitangeklagte Frauen, die sich ebenfalls..der Hehlerei schuldig gemacht hatten, erhielten schwere Gefängnis-, bzw. Zuchthausstrafen. ■_ , . „ , ~. „
Schweres Eisenbahnunglück bei Neapel. Em schweres Eisenbahnunglück ereignete sich am Samstag bet Neapel. Em Sonderpersonenzug sollte im Bahnhof „Torre Annunziata (20 Kilometer vor Neapel) den fahrplanmässigen von Sizilien kommenden Schnellzug passieren lassen. Auf Grund der Manövrierschwierigkeiten bet den vereisten Weichen wurde der Sonderzug nach Neapel abgelassen und die Einfahrt für den Schnellzug nach Torre Annunziata gesperrt. Der Schnellzug überfuhr jedoch das Haltesignal und prallte auf. den gerade fahrenden Sonderzug auf. Bet dem Zusammenstog sind 29 Tote und etwa 100 Verletzte zu beklagen.
Unwetterkatastrophe auf Madeira. Wie aus Funchal gemeldet wird, ist die Insel Madeira, am Sonntag von einer schweren Unwetterkatastrophe heimgesucht worden. Ein über die Ufer getretener Bergbach bei Santa. Madalena do Mar verursachte einen Bergrutsch, der 30 Häuser ins Meer ritz, wobei sechs Menschen getötet wurden. Am Samstag ereignete sich ferner in Pedras de Baixo .(Portugal) eine heftige Explosion in einer Feuerwerkskörperfabrik, wobei eine Arbeiterin getötet und sieben Arbeiterinnen durch Brandwunden schwer verletzt wurden.
65. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
Was meint Ihr, Vuol? — Es liege sich verbinden mit dem andern. Und es würde stchja nur um den Sommer und auch dann lediglich um wenige Wochen oder Monate handeln. In diesem Falle liege ich alles beim alten. Das heißt: Wir würden alles auffrischen. Das Haus wäre später nach autzen und nach innen kaum mehr zu erkennen. Die Gelegenheit ist günstig. Wir haben Werkzeug und Material zur Genüge da. Aber, und das bereitet mir noch Kopfzerbrechen, dann hättet Ihr allerdings im Sommer hier zu hausen, könntet nicht zugleich auf dem Sandhof daheim fein und hier. Besinnt Euch!"
Der Weg ist weit. Und der andere kniet immer wieder von neuem auf ihm und nimmt ihm den schon gefunden gewähnten Frieden.
Aber Schauenberg gibt nicht nach. Er bringt auf einen baldigen Entscheid: „Was Euggers ist denn mit Euch los, Buol! — Ich kann Euch wahrlich nicht verstehen. Ich glaubte, die Narbe auf Eurer Stirne fei Beweis genug Eurer Rechtschaffenheit für uns alle. Ihr könnt es nicht langer verheimlichen, wie Ihr sie bekommen habt."
„Redet!" drängt er weiter. „In acht Tagen beginnen wir mit dem Stauen. Ihr werdet an diesem Tage in meiner Nähe 3u finden fein. Aber ich muh auch die junge Saumhoferin ein« laden. Soll ich offen mit meinen Karten spielen, ober soll ich das Euch selber überlassen?"
Heinz errötet wie ein Knabe.
„Also einlaben unb Euch selber bas Richtige finden lassen, nicht wahr, das habt Ihr gemeint? Er ist auch der einzig rich- ttge, gerade und männliche Weg."
Heinz sagt weder ja noch nein.
„Dabei bleibt es. Alles andere ergibt sich von selbst." Dann ist es soweit.
Das Fest ist auf einen Wochentag festgelegt worden. Man hat ein paar Waldbäume entastet und geschalt und sie als Flaggenmaste in den Boden gesteckt. Die rot-weihen Landesfahnen flattern daran im frischen Eutwetterwind. Heute wird nicht gearbeitet. Vor zwei Tagen wurde der offene Ausfluß geschlossen. Der niedere, flache Talboden ist schon weithin mit Wasser bedeckt. Es ist ein ungewohnter Anblick, und man hat sich noch nicht daran gewöhnt. Die Drei Rastlosen spiegeln sich im Wasser; aber es ist noch kein ruhiges Bild; denn überall schauen noch die großen Steinblöcke aus dem langsam steigenden See.
Die Arbeiter schlendern auf den Bauplätzen herum. Sie reden und schwatzen; einige singen; man hört eine Handharfe Hingen, und droben an den steilen Wänden klettern ein paar junge Burschen nach Blumen oder sonnen sich an diesem warmen und klaren Spätsommertag.
Nach dem Mittag beginnt sich das müßige Volk um den Saumhof zu scharen. Dort soll die schlichte Feier stattfinden. 2m Freien sind lange Tischreihen und Bänke aufgeschlagen. Die ganze Belegschaft bekommt ein Aufrichtemahl "mit Wein ober Bier.
(Fortsetzung folgt)
Hier dumpfes Hämmern, dort helles, metallenes Klirren, Rasseln von Ketten, Rauschen von Kies und Sand. Überall nichts als Männer, keine Frauen, dafür kräftige, muskulöse Arme, foimengebräunte Oberkörper, blitzendes Spiel des Lichtes auf Stirnen, Schultern und Armen, Rücken und Brüsten. Denn es macht warm, und nun ist es Sommer geworden. Die schmutzigen Reste des Schnees werden unansehnlich und zergehen. Es wird bereits vom Stauen gesprochen; denn die zahlreichen Sturzbäche bringen wertvolle Schätze von den Bergen, und der Fluß trägt sie noch immer nutzlos hinaus ins Tal.
Schauenberg läßt sich jetzt jeden zweiten, dritten Tag in Rychsnverg blicken.
Heute hat er erzählt, daß das Kraftwerk zwischen Ängstligen und Weitental fertig sei. Aus die Stunde genau, wie man es ihm versprochen. Fieberhaft wird an der Leitung vom See nach dem Werk gearbeitet. Aus langer Strecke führt sie durch den Berg, ein dunkles Loch durch Stein und Fels. An einigen Stellen find von der Straße aus deutlich die schwarzen Stücke der Rohrleitung zu sähen.
Dann wird mit der Säuberung des künftigen Seebodens begonnen. Alle Vorräte an Brettern und Dielen werden fortgeführt. Auf der Dorfseite der Mauer liegen gewaltige Holz- inaflen zur Abfuhr bereit. Die ersten Maschinen fahren auf der Straße zu Tal. Über dem Werk liegt die Hochspannung der bevorstehenden Vollendung. Die Maximalhöhe des Dammes ist erreicht. Noch läuft durch das offene Tor der Abendbach und vereinigt sich weiter drunten mit den Zuflüssen von den Alpen. Im Sand und Nesseln zur eigentlichen Goldaa. Stumm schauen die Berge auf das ungewohnte Bild. Sie sehen, daß es Ernst gilt. Zürnen sie wirklich nicht? Wird ihnen nichts zuleide getan? Was hat der kleine Steinbruch zu bedeuten? Nichts! Eine Wunde, wie sie jeder Frühling schlagen kann.
Heinz wiederholt seine Besuche. Er kennt bereits seine künftige Pflicht. Und dann gilt es plötzlich auch für ihn Emst. Eine Fernsprechleitung wird vom Dorf herauf erstellt, die Werk und Aufsichtsposten miteinander verbindet.
Eines Tages bespricht sich Schauenberg mit ihm: „Und jetzt — was meint 2hr? Wollt 2hr den alten Saumhof behalten? Es muß ein Wächterhaus her. Ich frage mich, ob ich die alte Sust, jetzt, da sie doch noch einmal etwas Rechtes geleistet hat, abbrechen lassen soll ober nicht. Was meint Ihr dazu?"
„Und das Ferienheim für Eure Arbeiter, Herr Schauenberg?"
Es ist eine kühne Frage, die sich Heinz da erlaubt.
Aber der Unternehmer ist nicht verletzt: „Daran habe ich auch gedacht. Aber wer sollte es verwalten? Ich kann nicht gut noch einen Mann hier oben anstellen. Es müßten eben zwei Leutchen fein, die es verwalten,, ein Er und eine Sie.
Deutscher Alpenvereinl
Sektion Wiesbaden
Dhtag,den8.Januar1940,20Uhr
Kurhaus (kleiner Konzertsaal)
lichtblaer-Vortrag von Bergkamerad Dr. A. Herzog, München: „Bergjagd-Erlebnisse“. Jedes Mitglied ist berechtigt, hieran teilzunehmen. Eintritt frei, aber nur gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte des DAV. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden, müssen sich aber durch diese einen Ausweis beschaffen lassen.
Allen Freunden und
Gästen des Hauses
ein glückliches neues Jahr!
Die Kronenwirtin
Gretel Gerhardt
Eltville am Rhein
Ihre Vermählung geben bekannt
LeWeüeneg
Mittwoch, 3. Januar 1940
'Frankfurt
Wiesbaden, im Januar 1940
Seerobenstraße 4 / Eckemfordestraße 3
Bruno Opitz
Uffz. d. L. in einem Inf .-Regiment
Claire Opitz, geb. Ham
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