Mesva-eirer Tagvratt
Samstag Sonntag, 23.724. Dezember 1939
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Zinnsoldaten
Svielzeus und Spiegel der 8e>chichte Don Heinrich Leis
Nr. 381 Seite 7
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Briefmarken-Hess
Ankauf Mauriflusslr 16 'Ecke Schwalbacher Sfr. Verkauf
Weihnacht im Felde
Wir wollen es nicht bester haben, als die Soldaten an der Front.
Die vielen Päckchen, die man sandte, die tun es wahrlich nicht allein: Es mutz das Herz, das dankentbrannte, an diesem Tag im Felde sein.
Gewiß. die meisten von uns gaben jetzt alles, was sie nur gekonnt . . . Wir wollen es nicht bester haben, als die Soldaten an der Front.
Sie stehen dort. Ihr Heimverlangen lähmt nicht die Kampfentschlossenheit Sie stnd. vom Sternenglanz umfangen, selbst in der Weihnacht todbereit.
Kein Licht flammt auf. Des Feindes Graben verschwimmt im dunklen Horizont ...
Wir wollen es nicht bester haben, als die Soldaten an der Front.
Und wenn wir manches auch entbehren, was sonst das Weibnachtsfest eroeflt. wenn wir beim Schenken und Bescheren
Berliner Kriegsweihnachten
(Bon unserer Berliner Schriklleituug)
Admirals-Tbeater «auf neu“
Ein anderes Theater stellt stch den Berlinern zu Weibnachten sozusagen im neuen Gewand vor, nämlich das Admirals-Tbeater am Babnbof Friedrichstraße. Dieses Theater bat die verschiedenften Entwicklungsstadten bereits hinter stch. Ältere Berliner werden stch erinnern, datz man hier einmal Schlittschuh lief, später war ba$ Variete in diesem Hause beheimatet, dann gab es eine Zett, in der im damaligen Admirals-Palast die Revue und zwar meist, mit wenig bekleideten Frauen eine Rolle spielte. Jetzt ist- dieses Theater auf Anordnung von Reichsminister Dr. Goebbels umgebaut worden und bietet der Operette eine Gaststätte. ..Ter arme Jonathan“ feiert in diesem ..auf neu“ umaestal-
m Auflösung des Rätsels „Ein Buchstabe voran" in Nr. 297: Reis — Etat — Grotte — Esprit — Norden — Svatz — Brauch — Ubier — Reger — Geste — Epik — Rast — Danton — Oleander — Macht — Saal — Paula — Atom — Turban — Zar — Eton — Nase. — Regensburger Domspatzen.
.... ..... ... jn zum
[enknbungen von Weihnachtsbäumen jen nach Berlin brachte. So war ;ur einen schönen und stimmungs- ben wir uns beute eine Weihnachtsfeier
Die gute Anekdote
Grenzen der Höflichkeit
Anton Bruckner kam nach Berlin, um dem Leiter einer großen deutschen Verlagsbauses die Partitur seiner Siebenten Sinfonie vorzulegen. Unter tiefen Bücklingen reichte er das Manuskript zur Prüfung ein. und mit ebenso tiefen Bücklingen und Verbeugungen verlieh er den Eebeimrat wieder.
Rach einer Woche kam er zum zweiten Male, um zu hören, ob sein Werk angenommen wurde, und wiederholte feine tiefen und ergebenen Bücklinge, wie das seine Eewohn-
tn die wir einst mit Erbsen und kleinen Steinchen schossen, sondern jene feinen, dünngevrägten aus Zinn, denen solch wilder kindlicher Betätigungsdrang bald übel bekäme. Sie wollen mit Liebe gepflegt fern, datz sie ihren Glanz und die zierlichen Spitzen von Säbeln, Lanzen. Steren oder Helmbüschen nicht verlieren, gar jene eigentlich nur für Sammler bestimmten, kleine Kunstwerke in Feinguß und mit einer bis in geringste Einzelheiten erstaunlich genauen und sorgfältigen Bemalung.
Was gibt es da nicht alles an Anschaulichkeit einer durch ihre Vielfalt immer aufs neue reizenden Wanderung durch Jahrtausende der Geschichte! Ferne Welt des Altertums wird sichtbar mit ägyptischen Streitwagen, karthagischen Kriegselefanten, römischen Legionsadlern. In germanische Vorzeit finden wir uns zurückversetzt, sehen unsere Urahnen im Freibeitskamvf für die Heimat und auf der Jagd, ahnen in wilden Hunnenzügen die Stürme der Völkerwanderung. Der Waffenglanz des Mittelalters strahlt auf, Prunk des kaiserlichen Heerbanns. Kettenhemd und Panzer der Ritter.
Zinukoldaten: Preußische Landwehr 1813
(Photo: Blume.)
der Vergangenheit würdigen Volksbecres. Spielzeug wird zum Spiegel deutscher Wehrtraditlon über den ganzen Ablaut zwettausendjähriger Geschichte. Und auch die grotzen Namen der Heerführer fehlen nicht, wie in wundervoll feiner Darstellung da etwa der Grotze Friedrich uns begegnet inmitten seiner Generale, ganz lebendig in seiner Eigenart mit Dreispitz. Krückstock und dem Ordensstern auf dem dunkelblauen Uniformrock.
. Der Mann, sagt man, bat noch immer etwas vom Sviel- trieb des Kindes, und so mag. leichthin betrachtet, der Ausbau großer Zinnsoldatenschlachten, wie er von Liebhabern und Vereinen in eigens dafür bestimmten Räumen unternommen wird, gar in genau nachgebildeten Gelände mit Hügeln. Dörfern. Wegkreuzungen. Wald und Flutz. wohl eine Spielerei scheinen. Aber er bedeutet mehr, er kann nach alten Plänen geradezu wissenschaftlich exakt den Schlachtver- lauf abrollen lassen und derart neben lebendiger Geschichtskunde auch strategischer Unterricht sein. Sogar Militärschulen haben zur llbung an den Sandkasten dieses Anschauungsmaterial stch zunutz gemacht, in grobangelegter Darstellung wurde einmal die Vernichtungsschlacht von Tannenberg gezeigt, und den erzieherischen Sinn der Beschäftigung mit den wirklichkeitstreuen Spiegel der Geschichte bietenden Zinnfiguren wird gerade ein wehrhaftes Zeitalter so recht ermessen.
beit war. Der Geheimrat batte die Sinfonie inzwischen durchsehen lassen und empfing ihn mit den Worten: „Tja, ein sehr schönes Werk. Herr Professor — nur der letzte Satz scheint uns n bißchen verworren, nicht?“
„Wia?" fuhr Bruckner auf.
„Run ja. n bißchen durcheinander."
„Berwurr'n. Bruckner erhob sich. „Wissen's, dös habens »ft beim Herrn von Beethoven seiner Zweiten Sinfonie g sagt. boe Viechkerln.“
Und er nahm die Partitur unter den Arm und brauste hinaus.
Laugt nicht
. Eine nachmals sehr bekannte Persönlichkeit im öffentlichen Leben des vorigen 3abrbunberts erhielt einst als junger Stubent von zu Haus - einen Brief mit 22 Gulden Monatsgelb. Die aufgeklebten Briefmarken waren aber um einen Groschen zu wenig, weshalb bet Postbeamte zur Begründung bet Portonachforderung auf den Brief geschrieben hatte: „Langt nicht!“
. Tags darauf lief beim Postamt folgendes Schreiben ein: „König.!. Postamt muß ich ein« für allemal bitten, stch nicht in meine Privatsachen milchen zu wollen. Denn was gebt es dasselbe an. datz bei mir 22 Gulden nicht langen? Das Postamt zahlt mir meine Schulden ja dock nicht und deshalb mutz ich mit jede Bemerkung verbitten!“
Morgen werden zwei Eendarnren getötet . . .
Nestroy erlaubte stch manchmal Scherze mit dem Publikum. die nur er stch erlauben durfte, da er ungeheuer beliebt war. Einer der besten Scherze wat folgender: Man spielte ein Stuck, in dem unter anderen eine Szene vorkam. in bei ein Gendarm ermordet wurde. Plötzlich, in einem Zwischenakt, erschien Nestroy mit ernster Miene vor dem Vorhang und hielt eine kurze Ansprache:
. „Meine Damen und Herren! Man kann heute abend keinen Gendarmen, toten. Der Herr, der die Rolle ivielt. ist “ont Aber da die Direktion alles was in ihren Kräften stebt. tun will, um Ihren Beifall zu erringen, bat sie sich enffchlossen, Ihnen mitzuteilen, datz morgen als Ersatz zwei Gendarmen getötet werden."
raiferlubei.
Kremfahnen flattern über Zügen ins Morgenland gegen die Sarazenen. Und dann die Zeit der Turniere, der Burgbelagerungen. der aufkommenden Feuerwaffen, bet schwerfällig plumpen frühen Geschütze. Man könnte da mit den Zinnfiguren etwa Einzelbetrachtungen Herausstellen über Vie Wandlung der Fettreichen und Fahnen oder über die
Entwicklung des Eeschützwesens, von den Donnerrohren zu den Mörsern des Dreitzigjäbrigen Krieges, der Artillerie . «Friedrichs des Großen, den Kanonen der Befreiungskriege, des. deutsch-französischen Feldzuges bis zum motoristerten Geickütz des Weltkriegs und der Gegenwart.
Alle diese Zeitalter erschließen ihren ganzen Normen» reich tum in Heeresgliederung. Tracht. Bewaffnung, da sind erzgevanzerte Pappenheimer. wallende Pelzmützen der »mären. Bleckhauben der Grenadiere, die weißgelben Koller der preußischen Garde du Corps, stnd die schlickten Landwehruniformen von 1813, die mannigfache und erinnerungsreiche Buntheit aller Truppenteile der alten, ruhmvollen Armee, und ist nicht zuletzt in den kleinen Figuren ein getreues Abbild auch des neuen, größter Waffentalen
Waagerecht: 1. afrikanischer Storch. 3. Insel im Großen Ozean, 6. deutsches Wort für Situation. 7. Hafenstadt in Lettland 8. Pferderasse. 10. brasilianischer Staat. 1L Hängelampe. 12. ostgotisches Königsgeschlecht. 14. Berg in Tirol. Io. Verlegenheit, 16. altgriechischer Redner. 17. weiblicher »and werkertitel.
Senkrecht: 1. Tropenfieber. 2. Wut, 3. baulicher Begriff, 4. otabt in Italien, 5. Pavageienart. 7. italienische Währung. 9. Angehörige einer europäischen Hauptstadt, 10. sizilianische »afemtabt. 11. Singvogel. 13. Insektenlarve. 14. spanischer Mädchenname. 15. Gebärde.
Immer war es in der Kindheit für uns ein festliches Ereignis, wenn die Zinnsoldaten aus ihren Schachteln stiegen. Dann füllten sie in bunten Reihen aufmarschierend den Tisch: Reiter, Fußvolk und Kanonen. Oder eine Burg . ragte auf. über die Zugbrücke sprengte in glitzerndem Trog eine Reiterschar, schabrackenumwallt die Pterde. Vielleicht auch bauten wir aus kleinen Holzstücken ein winziges Blockhaus und Palisaden, hinter denen kühne Trapper sich gegen den Ansturm wilder Jndianerborden verteidigten. Körperhaft fühlte jugendliche Vorstellung stch in Abenteuer und Heldenmut des Kampfes versetzt, das Bild der Erinnerung indes steht verklärt von Glanz und Frieden weihnachtlicher Ferientage, da man Tannenduft in der Stube spürte, Geruch von Backwerk und Äpfeln.
So manches Jahr ist inzwischen hingegangen, aber nach uns tarn neue Jugend, und gewiß batte auch sie wie wir einst ihre Freude an dem Spiel mit den bunten Zinnsoldaten. Das Knabenberz liebt aus innerster Natur das kriegerische Spiel, in dem ein Ahnen heranreifender Männ- ■ lichkeit ist. heldischer Tugenden, und unbewußt das Erbe weiterwirkt von stolzem Kampfgeist der Vorfahren. Und derart bat das Soldatenspiel seinen bedeutenden erzieherischen Wert, indem es dem jungen Menschen eben mit der Eingänglichkeit des Spieles den Gedanken der Webrbaftig- ; Zeit nabebringt. die ruhmreiche Waffentradition seines Volkes. Mit den kleinen Figuren stehen ergangene Jahrhunderte vor ihm auf. plastisch und farbM^ich, wirken einprägsamer auf den empfänglichen Geist, als jebe lehrhafte Beschreibung es vermöchte.
!. Und ich selber muß gestehen, wäbrend all der Zeiten K.wechselnden Geschehens habe ich die kleine Liebe zu den , Zinnsoldaten nie verlernt. Welche Fülle von Leben und . Phantasie, von Schicksal und Geschichte liegt doch in ihnen beschlossen! Ich verstehe sehr wohl, daß die künstlerisch fein und historisch durchaus echt gebildeten Figuren ein fesselndes Spiel auch für Erwachsene bieten mögen. Nicht die alten braven, dicken und etwas plumpen Bleisoldaten meine ich.
io manchen Wunsch zurückgestellt, so denkt an die bescheid'nen Gaben, die mancher nur verschicken könnt' . . . Wir wollen es nicht besser haben, als die Soldaten an der Front.
Und alles Denken und . Erinnern bas fließe ihnen heute zu.
Dann geht wobl still in ihrem Innern das Leid der Zeit versöhnt zur Rub^ Dann fteh'n iie. durch die schlickten Gaben von Heimatliebe reich umsonnt . . . Wir wollen es nicht besser haben, als die Soldaten an der Front!
nachtspyramide noch auf bet r Herrschaft erst ab. als im s
ersten Male große Massensen aus dem Harz und Tbüringe die Technik Wegbereiterin tu
i ist 81 Passanten in her Saarlandstraße erfreute. Die Beschaffung uf 1091 der Weihnachtsbäume bat den Berlinern in diesem Jahre »er Aw ---------— gr-- —1 *•
Irbeits» Johann feiern streichet ezembei ►eburt»
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Fast will es scheinen, als ob stch diese Knegsweihnachten in der Reicksbauptnadt kaum wesentlich von den Weibnachts- festen der Friedenszeit unterscheidet. Allerdings haben den Berlinern die großen Tannenbäume mit ihrem Kerzenschmuck juf den öffentlichen Plätzen der Stadt in diesem Jahre gefehlt. Aber selbst in dieser Sinstckt hatte man hier und da versucht, einen Ersatz zu schaffen. Das Reichsarbeitsministerium beispielsweise im Europa-Hochhaus am Anhalter Bahnhof hatte seinen Weibnachtsbaum so tief in den Eingang bineingerückt, baß auch der diensteifrigste Luftschutzwart am Kerzenschimmer keinen Anstoß zu nehmen vermochte Seih 1 und doch dieses Zeichen weihnachtlicher Votfestfreude die ist »G Passanten in her Saarlandstraße, erfreute. Die Beschaffung
feien Theater, bas jetzt über 2000 Plätze aufweist, seine Auferstehung.
Es fehlt nicht au Abwechslnug
Wem das alles nickt genügt, dem sei verraten, daß auch zu dielen Weihnachten wieder die tDeutschlandballe eine artistisch zirzensische Schau unter dem nun schon traditionellen Namen „Menschen. Tiere. Sensationen“ bringt und damit beweist daß wir auch kehr gut ohne die Artisten des feindlichen Auslandes auszukommen vermögen. Wer Freude am »cblitttoubiport bat. kommt, ganz gleich, wie das Wetter ist, ebenfalls auf keine Rechnung, denn der Berliner Sportpalast ist jetzt wieder als Eislaufstätte eröffnet worden und bringt ein lehr abwechslungsreiches Programm. Er steht allerdings nicht den Schlittschuhläufern ohne weiteres zur Verfügung, kondern wird von den verkckiebenen Vereinen nach genau festgelegtem „Fahrplan" zum Training benutzt. Und schließlich stnd neben vielem anderen auch noch die Berliner Kinos da. die zahlenmäßig natürlich am meisten Besucher aufzunebmen vermögen, besitzt doch Berlin über 400 Lichtspieltheater, die bei je drei Vorstellungen an beiden Weibnachtsseiertagen immerhin die runde Summe von 617 000 Besuchern unterhalten können. Zarab Leander. Paula Wessely. Benjamino Gigli, Hans Moser. Willy Birgel, ite alle und noch viele andere der Lieblinge des Filmpublikums. sorgen in den großen Theatern am Zoo wie in den kleineren Vorstabtkinos für Unterhaltung, für Tränen, wenn es sein muß. unb für herzhaftes Lacken. W. A.
Der einzige Gegner—Wind und Eis!
(?.L-Sonderberickt von Harald Wacksmuth)
„3a. ko ein Feindflug ist keine» Hochzeitsreise!“ lächelt Leutnant H„ dessen Maschine in diesem Augenblick gerade in die Halle gerollt wird. „Denn man bat mit zwei Gegnern zu rechnen ■— da ist einmal der böse Feind persönlich, unb bann die Witterungsverbältuisse!" ‘
Und er erzählt uns von seinem Flug nach Südfrankreich, von dem er vor knapp einer Stunde zurückkehrte. Eicke Stunde vor 6L Etienne war es. da er etwa in 5000 bis 6000 Meter zwischen zwei Wolkendecken berumkrebste. Zur Linken hatte er die Schweizer Aloen, zur Rechten das Rhönetal. Stärker und immer stärker trieb der Wind die Maschine seitlich ab. Mehr unb mehr in bie Wolken hinein.
Es würbe kylt verdammt kalt! Vereisungsgefabr! Teufel nochmal! Was ist denn mit dem Bordfunker? — Der Kerl läuft blau an! Das Amtmungsgeräi ist vereist! — Blitzschnell bat der Bordmechaniker bie (Befahr erkannt — rasch kriecht er nach hinten — kauert neben dem Funker, unb Sekunden später ist der Schlauch gewechselt. Der Flug kann weitergehen. Kalt, kalt! Aber der beiße Kaffee aus der Thermos- ilasche tut wohl . . ._
Irgendwo im„ südlichen Rbünetal liegt das Ziel. Es rucki näher und naher. Im Blindflug gebt es weiter. Es ist Zeit, nach unten durckmstoßen. • Auf 5500 Meter wunderbare Bobensickt. Das Thal der RhSne wird sichtbar — der Kurs ist in Butter, also weiter. Endlich meldet stch die feindliche Flak. Sie schießt schwach und schlecht. „Die müssen bei Preußens erst noch etwas lernen!“ bemerkt her Funker trocken und stellt feit daß das Ziel inzwischen erreicht ist.
Und schon kann es wieder in Richtung Heimat geben. Wieder auf 7000 Meier in die Wolken, wieder widrige Stürme und Eisgefahr. Aber die Geräte arbeiten tadellos und bleiben treu! Der größte Gegner ist besiegt — Wind unb Eis!
„Ja. meine Herren", schließt Leutnant H. seine Erzählung, „es gebt beileibe nichts über untere Maschine, unsere Gerate unb unteren eisernen Humor an Bord — auch auf iiebenhiitfenb!“
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tum tu logar daraufhin, noch an L...-----
Nachmittagsvorstellungen einzulegen.
—i t im übrigen für jeden " " *
Haus kommt, uns klassiss
je 6/i I »ollen Brauch, ohne be , _ f kaum noch vorzustellen
uf 2865'
jebenfalls keine Kopfschmerzen gemacht, es war genügend vorgesorgt, und die Bahn bat auch die Aufgabe bes Sannen« 6 baumtransportes glücklich gelöst. Denn sie ist es ja recht U ° eigentlich gewesen. Die den Tannenbaum in Berlin heimisch nls»» K machte. 5m vormärzlichen Berlin bat man den Weihnachts- e. z bäum kaum gekannt, damals herrschte vielmehr bie WeiH- ..... en Sinie gie jiat i6lt
Es ist klar, baß zu diesem Fett das feldgraue Ebren- Hech Leid die Berliner Straßen mehr noch beherrscht als in den
chie w letzten Jahren, in denen zwar auch immer eine sehr große
nen au Zahl von Urlaubern zum Weihnachtsfest nach Hause kam. vM Wenn auch gewiß nicht alle Urlaubswüntche in Erfüllung gingen, so wird man doch nirgends verkennen können, daß diese Zeiten hart stnd und daß es deshalb auch harter (Ent» irmftal fchlossenbeit bedarf, um die Gegner DeutMlands nieder- der afl zuringen, die uns diesen Krieg aufzwangen. Diejenigen felb« 6 Stu ■ grauen Urlauber aber, die tick jetzt einmal zu Haute erholen - Stad können, finden in Berlin genug Möglichkeiten, auch wieder einmal künstlerische Darbietungen zu genießen. Schon lange grobe i Bot dem Fett waren die Feieriagsvorstellungen der Berliner ‘otarieÜ" Theater ausverkauft und ein großes Theater entschloß stch '■* --N den beiden Tagen nach dem Fest
«... sinzulegen. Die Spielpläne sorgen für jeden Geschmack, das Staatliche Schausviel- uns klassisch mit „Hamlet“ und „Dantons Tod", ähnlich das Schiller-Theater mit „Götz von Berlichingen“ und „Don Carlos“, Uber auch für denjenigen, der lacken will, ist mehr als reichlich geforgt. und wer eine typisch Berliner । Veranstaltung besuchen will, dem sei verraten, daß Carow's ■ Lackbuhne am Weinbergsweg am ersten Feiertag wieder
- f ihre Pforten öffnet
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