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Seite 4 Nr. 298

Wlesvavener Tagblatt

Mittwoch, 20. Dezember 1939

Wiesbadener Nachrichten

auf ein sparsames und den

ern-

Die

ver­

gibt

Das beste Geschenk für den Raucher ist die bessere Cigarette

»ans om-

Eröffnung des urngebauten Mainzer Stadttheaters

Bunden. Am Sonntag kam in Höchst ein Arbeiter zu Fall, denn er hatte in der Dunkelheit den gefrorenen Putzwasser- ftreifen auf dem Bürgersteig nicht gesehen. Der Arbeiter erhtt eine erhebliche Kopfverletzung.

Es hat zum letzten Male geklingelt

Für unsere Schuljugend ist das alte Arbeitsjahr zu Ende

---------------gegangen em wirklich hervorragender Erfolg zeigte die Ausstellung der hübschen

Jrmgmädelarbeit für die NSB.

WSW.-Betreute werden eine schöne Weihnachtssrende haben

Berliner Theaterbrief

Mitte Dezember.

ATIKAH,

DPf

die RSB. Der Einsatz geschieht je nach der Eignung der betreffenden Haushalthilfe, die sich aus der Schulung der NS.-<frauenschaft ergibt. Der Einsatz kann entweder für die NSB. erfolgen, für NS.-Frauenschaft-Deutsches Frauenwerk, in der rrursorge oder durch die Allgemeine Ortskrankenkasse.

Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Regelung über Schulung und Einsatz zunächst nicht einheitlich für das ganze Reich zu treffen. Der NS.-Frauenschaft in den einzelnen Gauen ist vielmehr die Möglichkeit gegeben, ihre Maß- nabmen den jeweils verschiedenen Voraussetzungen so gut wie möglich anzupassen. Da die Haushalthilfe vor allen Dingen selbständig sein muh und von ihr verlangt wird, gerade den Haushalt, der nur über ein geringes Einkommen verfugt, zu leiten, wird auf die Beherrschung aller einfachen, **"' -------vtx ' ' x. Kommt

_. Kein Putzwasser auf die Strahe schütten! Viele ö"rauen bähen die üble Angewohnheit, ihr Putzwasser, mit dem sie die Treppen, den Hausflur oder Laden gereinigt haben, eimach über den Bürgersteig hinweg in die Straßen» rtnne zu schütten. Wenn dies schon an sich einen wenig guten Eindruck macht und auch nicht gerade hygienisch zu nennen tlt. so ist mit dieser Gewohnheit auch eine " "" ' ' bunben. Am Sonntag kam in Höchst ein

Rundfunkdurchmge von Weihnachtsgrüßen an die Soldaten. Die Anträge auf Durchsage von Weihnachtsgrüßen an die Soldaten der Front und in Lazaretten sind in so großer Fülle eingegangen, dah der Reichssender Frankfurt bereits am Samstag, ,23. Dezember, damit beginnen muh. Die Durchsage nndet zu wlgenden Zeiten statt: Am 23. Dezember von 14.15 bis 16 Uhr. am 24. Dezember von 12 bis 14.45 Uhr. am 25. Dezember von 12 bis 14.45 Uhr. am 26. Dezember von 12 bis 14 und von 15.25 bis 16 Uhr.

In kinderreichen Familien bat die ParoleNeues aus Altem seine besondere Bedeutung. Bevor es jedoch ans prakttlche Arbeiten geht, müssen Stopfen, Flicken und alle Erundkenntnisse im Räben richtig beherrscht werden. Dann

Wir berichteten bereits in der ,.Tagblatt-Ausgabe vom Montag über die schönen Geschenke, die unsere Wiesbadener BDM.-Madels für unsere Soldaten geschaffen haben. Wie in iebem 2ahr. so hatte aber auch diesmal der Jungmädel- llntergau Wiesbaden das Winterhilfswerk nicht vergessen.. Unermüdlich waten die Jungmädels schon vor Wochen unter­wegs. um alles Notwendige zusammenzutragen und dann Sing es anschließend an die Arbeit. Die Jungmädels über­wanden alle Materialschwierigkeiten und es gelang ihnen, eine große Anzahl von Erstlingswäsche, hübschen Kinder­jäckchen. Schlüpfern und Kinderkleidern zu nähen. Mit Liebe und großem Fleiß war man an die Arbeit und daher konnte auch C

verrechnet werden. Das zeigte die Ausstellung der hübschen Sachen, die ein ganzes Zimmer füllten. Denn außer der Wasche waren es vor allem Spielsachen, die man gebastelt, geschnitzt und genäht hatte. Annähernd 80 Ziehtiere waren allein geiajoften worden, abgesehen von den vielen reizenden anderen Spielsachen. In der Mitte zwischen 55 Wachstuch- tteren stand ein großes Schaukelpferd schön aufgezäunt. Besonders ins Auge fiel jedoch das Puppenhaus eine Gemeinschaftsarbeit der 2M. von der Waldstraße das wirk­lich einzigartig ausgestattet war. Sogar Wassereimer. Feuer- vatsche und Sandsack fehlte auf dem sonst ausgeräumten Speicher des Puppenhauses nicht. So konnte die JM.-llnter- gaufubrerin Inge Sack den Vesuchern der Ausstellung auch in dreiem Jahr zeigen, daß durch die Soldaten das WSW. nicht vergessen wurde. Sämtliche Sachen wurden der NSV.

Sonderabschnitt II der Kleiderkarte

Zusätzlich ein Paar gewirkte Stoffhandschuhe

Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete gibt bekannt daß ab 18.. Dezember 1939 auf den Sonder- abschnttt II der Reichskleiderkarte für Männer und Frauen, soweit vorrätig. zusätzlich je ein Paar gewirkte Stoffhand­schuhe an Verbraucher abgegeben und von ihnen bezogen werden kann. Eine Anrechnung auf die Teilabschnitte der Relchsklelderkarte erfolgt nicht. Diese Freigabe auf den Sonderabschnitt II ist ausdrücklich auf gewirkte Stoff- oandschuhe beschränkt. Strickhandschuhe fallen also nicht unter diese Regelung, diese dürfen nach wie vor nur gegen Abtrennung von fünf bzw. sieben Teilabschnitten verkauft werden Die Gültigkeit des Sonderabschnitts H erlischt mit der Gültigkeit der Reichskleiderkarte. Wer daher für den Winter keine Handschuhe mehr benötigt, kann sich diese zusätz­liche Bezugsinoglichkett für den Erwerb eines Paares Sommerhandschuhe aufsparen.

. Kameradschaftsappell. Die Ortsgruppe ehemaliger 80er rm Ns.-Reichskriegerbund hielt einen gut besuchten Kameradschaftsavvell ab. bei dem Kameradschaftsführer Pg. Christ mann der verstorbenen Kameraden Ramlvott und Dr. Schmidt in ehrenden Worten gedachte. Kamerad Sonneborn hielt einen aufschlußreichen Vortrag über Sabotage und Spionage'. Bei dem anschließenden Kamerad- schastsabend unterhielt die 80er Kapelle mit frohen Weisen

gebt, müssen 6touren, Flicken und alle - - .... Nähen richtig beherrscht werden. Dann

erst geht es an das Andern alter Kleidungsstücke. Dadurch soll eigenes. überlegen und Nachdenken darüber, wie man auch die kleinsten Reste gebrauchen kann, gefördert werden. Noch vieles will gelernt sein, und manche Erfahrung muß gemacht , werden,, wenn ein großer, arbeitsreicher Haushalt mustergültig veriorgt werden soll. Darum ist richtige Wäsche­behandlung ein. wichtiges Unterrichtsfach. Auch muß die Haushalthilfe wissen, wie fte jede Art von Kleidung sorgsam pflegen kann. Außer Säuglingspflege und Kinderbetreuung, die zu den täglichen Aufgaben gehören, muß die Hausbalt- hilfe aber auch die häusliche Krankenpflege beherrschen. Manches Madel und manche Frau haben bereits als Haus- bgltöilfe eine brennend wichtige Aufgabe in einer viel­köpfigen Familie übernommen, und manche Haushalthilfe bat ihren schonen Beruf liebgewonnen. Gebend und nehmend steht sie. m der, großen Gemeinschaft, und sie empfindet es in SrÄ "Listen Lallen als Selbstverständlichkeit, ihm auch nach Ablauf der Pflichtzeit treu zu bleiben.

Es bandelt fick keineswegs um eine gewichtige Haupt- und 1 Staatsaktion, sondern um ein kleines Märchen von heute.

ein Lustspiel zu zweit. Karl ist ein junger Komponist mit sehr vielen großen Rönnen im Kopf und Anna eine Musik- itudenttn mit. der wienerischen Frohnatur und einem prakti­schen Weiberiinn. Beide sind, unentwegt pudelnärrifch glücklich. . Bis die Sorge anklovtt. Er kann ssch nun einmal mck>t entschließen, seine gute Laune in Musik umzusetzen. Alles, was er an heiteren Einfällen bat. wandert in den Papierkorb. Aber Anna sammelt diese Abschnitzel des Genies und macht eine Operette daraus. Und sie Bringt feineLucretta -Over bei ihrem Freund, dem Musikverleger unter, nachdem sie noch schnell ein gefälligesBacchanal in die allzuernsthafte Partitur bineingetomuggelt hat. Es gibt einen dramatischen Eifersuchtskrach. Aber das Schicksal meint es unbfehlbar gut mit den beiden: Operand Operette, am glichen Tage urauf geführt, werden Bombenerfolge... Wirklich, für etwas anderes als das kompletteste happy end nnd sie nicht geicbaffen. Und wer wollte auch dem Autor seinen lugendlichen Marchenglauben rauben? Es spricht ssch Bet ihm im übrigen eine reizend-unbefangene Lustspiel- Begabung aus, Allerdings stehen ihm zwei Darsteller zur Verfügung, wie sie nur einem Hans im Glück der dramati­schen Zunit beschieden find: Viktor de Kowa und Käthe Gold.

Slorian Kienzl.

..^A"^ELörterbuch der modernen russischen Sprache ?Ee Band des Wörterbuches der modernen

&.uelaVUI-!DI016e .^5-?U5 15 Bänden mit je 1200 5*5 an»?1 Beiteben rottb. ist nunmehr vollendet worden,

^as neue Wörterbuch bringt den gesamten Reichtum der ?tzoBe.rnen russischen Ltteraturkvrrache zum Ausdruck. Es Mh,'bni die Sprache der russischen schönen Literatur von niÄ^^mr^!»»7^Ermontow bis Leo Tolitoi. der fozial-poli- Än>°n Belinski und Tschernyschewski bis

-Estin und i^talin und die heutige llmgangsiorache zugrunde gelegt Nach der Oktoberrevolution bat sich die russische Sprache mit vielen neuen Wörtern bereichert, die infolge der 'dL- Sa

praktischen Hausarbeit das größte Gewicht gelegt.

es heute in jedem Haushalt auf ein sparsamesv Tagesförderungen gerechtes Haushalten an, so ist das noch mehr in bett Familien, in denen die Haushalthilfe eingesetzt wird, der Die Mädchen und Frauen lernen also den Küchenzettel der Marktlage wie der Bezugscheinvflicht, vor allem aber auch der gesunden Ernährung entsprechend zusammenftellen.

Wiesbadener Gerichtsurteile. Gegen eine Verur­teilung zu acht Monaten Gefängnis wegen Vergehens nach s 175 StGB, legte ein hiesiger Einwohner Berufung ein. Die Strafkammer erkannte auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Wegen Rückfallbetruges in acht Fällen in Tat­einheit mit schwerer Urkundenfälschung und Unterschlagung wurde eine hiesige Einwohnerin von der Strafkammer zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Ferner er­kannte das Gericht auf Grund des Sachverständigenurteils auf Überweisung in eine Seil- und Pflegeanstatt. Sie hatte gut« 0lau6igen_ Volksgenossen Geldbeträge entlockt, indem sie ihnen ihre Dienste anbot. bann aber nichts mehr von sich hören ließ. Nach bem Urteil legte sie Revision beim Reichsgericht ein. das den ücall an die Strafkammer zurückverwies. In der er­neuten Beweisaufnahme ergab ssch aber das gleiche Bild wie in der Vorverhandlung, sodaß keine Veranlassung vorlag. das erkannte Urteil zu ändern.

. ~ Unglücklich gefallen. In einem Hause am Kaiser- Friednch-Ring stürzte eine Frau beim Fensterputzer! so unglücklich, daß Ite sich innere Verletzungen zuzog und ins Krankenhaus gebracht werden mußte.

Beförderung. Die Vermessungsober Sekretäre Charles, Hohmangi, Hornstadt und Vaupel beim Kultur- amt in Wiesbaden find zu Vermessungsinspektoren befördert worden.

Wiesbadener Marktbericht vom 19. Dezember. Am Groß- und Kleinmarkt Eemüseangebot sehr mäßig, Obss- angebot gut. Verkauf gut. Am Eroßmarkt Kartoffeln in geringen Mengen an gefahren. Die Großmarttpreise (in Klammern die Kleinmarktpreise) Gemüse: Weißkohl VA kg) 56 (78), Rotkohl 7 (10), Wirsing 6.5 (10). Rosen­kohl 1. 24 (32), Grünkohl 912 (1217), Karotten 67 (810). Schwarzwurzeln 1724 (2432). rote Rüben 67 (810), weiße Rüben 7 (10), Erdkohlrabi 6 (8). Zwiebeln (50 kg) 750 (10), Kartoffeln 340 (5 kg 42), Petersilie kg) 70 (90^.^..Feldsalat 70 (100) Meerrettich 44 (60). Endiviensalat (Stuck) 711,5 (1015), Sellerie 1028 (14 bis 35). Lauch 47 (610) Pf. Ob st: Tafelävfel (% kg) 1. 3043 (3955), 2. 2025 (2632), Wirtschaftsäpfel 12

H. E. Am gestrigen Dienstagabend wurde mit Beet­hovens OuvertüreZur Weihe des Hauses" (Dirigent Hl Blümer) und der FeitvorstellungPrinz Friedrich von Hi bürg" in der Inszenierung von Hans T e ß m e t das neu hergerichtete Mainzer Stadttheater eingeweiht. Wer sich des schokoladegetönten alten Stadttheaters erinnert, iss überrascht von der freundlichen und klaren Wirkung des Hauses. Zu- ichauerraum, Foyer, Treppenaufgang und Restaurant er­glänzen in lichtem Elfenbeinweiß, in Gold. Rot ober Grün. Man bat den Zufchauerraum von allen überladenen Stuck­arbeiten und Säulen befreit und bie Säulen durch recht­eckige Pilaster ersetzt. Der Korbbogen am Bühnenrahmen und die ehemalige Wandbemalung wurden beseitigt.

Außer dem lichten, klaren Eesamteindruck erstrebte man vor allem eine solche Verteilung der Plätze, daß ssch von jedem Sitz aus eine wesentlich bessere Sicht als seither ergibt. Deshalb wurden der Orchesterboden tiefer gelegt, die Podeste für die in warmem Weinrot gehaltenen Stuölreiben im Parkett und auf den Rängen erhöbt. 200 Sitze eingespart. dafür aber bas neue Gestühl beauemer gehalten. Der Zu- schauerraum umfaßt nunmehr 1200 Sitzplätze. Das Theater iss jetzt ungefähr 100 Jahre alt. Es wurde 1833 nach den Plänen des Oberbaurates Georg Moller mit dem beträcht­lichen Kossenaufwand von rund y, Million Mark errichtet. Vühnenbaugefckiichtlich war das Theater damals insofern eine Neuheit, als Moller den Zuschauerraum nach dem Grundriß der antiken Arena aufbaute und von diesem Ausbau aus die übrige Gestattung des Theaters bestimmte. Organisch erbaut und in seinen Formen wohl abgewogen, mit einer ausge­zeichneten Akustik erregte bei in klassizistischem Stil errichtete Zuschauerraum vor 100 Jahren berechtigtes Aussehen. Man ließ bei den mannigfachen Umbauten, die das Theater im Laufe der Zeit erfuhr, den Zuschauerraum gerade wegen seiner Akustik im ganzen unangetastet. Die gegenwärtige Wiederherstellung zu einfacherer, klarerer Herausarbeitung der Grundformen kommt dem Bau trefflich zussatten.

Ein schöner Frauenberuf

Aufgaben und Einsatz der Saushaltshilfen

.Dem Streben junger Menschen, sich mit allen Kräften berettäufteaen für eine notwendig zu lösende Ausgabe, kommt em schöner Berus für Mädchen und Frauen entgegen: es W S* ö«usbattsbiIfe. Trägerin ihres Einsatzes ift die NS^Volkswohlfahtt, wahrend die Ausbildung durch

-.ttrauenschast-Deutsches Frauenwerk erfolgt. Die Haushalthilfe wird tu den Familien meist recht Srogen eingesetzt, wo die SausbattfüHrung nur noch nut einer tüchtigen Helferin geschafft werden kann. Mittel für diesen Zweck ober nicht zur Verfügung stehen. Dort, wo die Mutter vieler Kinder erkrankt. wo sie sich genötigt sieht, eine Arbeit außer dem Haus anzunehmen, oder aber der ®ebuTt eines Kindes entgegen sieht, ist die Haushalthilfe am Platze.

So schön der Beruf der Haushalthilfe iss. er ist ohne Frage auch schwer. Selten wird die Haushalthilfe einen Haushalt mit strenger Ordnung vorfinden. Iss es ihr bann gelungen, die Arbeit praktisch einzuteilen, hat sie eine engere Verbindung mit ..dem Hause und seinen Bewohnern gewonnen, dann heißt es oft für sie, den Arbeitsplatz wieder verlassen und gegen einen neuen einzutauschen. Eine große Beweglichkeit wird von den Mädchen und Frauen gefvrdett, die ssch in indem Beruf einsetzen. Nicht nur ihr praktischer Sinn muß immer wieder mit anderen Verhältnissen fertig» werden, sondern es bedarf auch einer immer neuen An- ftrengung um Verstehen . und Verständnis unbekannter Menichen. Das Schwierigste iss aber auch zugleich das Schönste: nämlich, daß sich die Arbeit der Haushalthilfe immer in Familien absvielt. in denen die Mittel beschrankt lind und daher sehr sorgsam verwaltet werden müssen, daß fass niemals unter Anleitung einer Hausfrau gearbeitet Mrd, sondern meinst allem verantwortlich als Treu­händerin der Familie.

Aus diesem Grunde ist auch die Ausbildung, dir die tzausbaltbllien erhalten, so umfassend und sorgfältig. Die Schulung, die m den Sanden der NS.-Frauenschaft liegt, iss kostenlos. Sie erstreckt sich vor allen Dingen auf pflegerische und hausw>tt!chaftliche Arbeit. Die Bezahlung der Hwus- baltbrlfe, sowie Versicherung. Krankenkasse usw. übernimmt

überwiesen und werden zum Weibnachtsfest vielen Müttern (was die Wasche anlangt) .Freude bereiten und den Kindern taudMenbe Rufe des Entzückens über die gut gearbeiteten Spielsachen entlocken.

Briefwechsel mit Angehörigen der Luftwaffe

Neue Feldpostanschriften genau beachten

Für die Zustellung der Feldpost an Angehörige der Luftwaffe ist eine neue Regelung getroffen worden. Die Feldpossanschrift für die dem Oberbefehlshaber der Luft­waffe unterstellten Luftwaffemeinbetten ändert sich dahin­gehend, daß in Zukunft vor der Feldpostnummer der Kenn- duchstabe L und hinter der Feldpostnummer der Orts- n am e des zu ständigen Luftgau-Possamtes an- zuiugen iss. In der Anschttft von Luftwaffeneinheiten, die dem Oberbefehlshaber des Heeres unterstellt find, tritt gegen das bisherig« Feldpossverfahren keine Änderung ein.

, Die Benachrichtigung über die neue Feldpossanschrift erfolgt durch die Soldaten der betreffenden Luftwaffen- embeiten. Die von diesen mitgeteilte Änderung der Feld­postanschrift iss genau zu beachten.

Zwei Tage früher als ursprünglich vorgesehen, haben die Weihnachtsferien begonnen. Unterer Jugend iss diese Vorverlegung sehr willkommen gewesen, denn in der Weih­nachtswoche sind ihre Gedanken dock meist schon beim Fest und bei den Herrlichkeiten, die ihrer matten. Manche Mutter wird jedoch geseufzt haben, daß sie nun in ihren Weibnachts­vorbereitungen gestört wird, denn was da alles zu fragen iss. kann häufig kaum beantwortet werden. Für die Pimpfe iss jedoch gleich eine Beschäftigung geschaffen worden. Sie haben heute und morgen mit der großen Sammelaktion im Dienste der SlltmaterialDerroertung zu tun. Die Sammlung gebrauchter Jutesäcke wird unsere Jugend tüchtig beschäf­tigen und sie wird diese Aufgabe mit derselben Hingabe erfüllen, wie wir es von ihr an unzähligen Beispielen, zuletzt erst wieder bei der von ihr erfolgreich durchgeführten Reichs- ftraßenfammlung am Wochenende gewohnt sind. Für die -zungmädels wird die Mutter die eine oder andere Beschäf­tigung im Haushalt haben. Gebt ihnen nur tüchtig Gelegen­heit zu schaffen, unseren zukünftigen Hausfrauen, dann gebt die Zett bis zur sehnlichss erwarteten Bescherstunde noch --- mal so schnell herum.

Unsere Jugend empfindet diese Hilfe im Haushalt und bei der Sammelaktion nicht als Arbeit, die ja für sie mit dem letzten Schultag für das Jahr 1939 zu Ende ist. Die schönsten Tage des Jahres stehen ihnen bevor und wenn dann im neuen Jahr der Gang zur Schule wieder angetreten werden muß, dann wird die Arbeit mit neuer Kraft auf­genommen. denn dann gilt es, den Beweis für die Öfter« Versetzung zu liefern. Vorerst aber wünschen wir unserer Jugend einen schönen und fröhlichen Verlauf der Weih- nachtsferien. p.

Von KlentsAmvbitryon. dieser in Schönheit lodernden Dichtung, haben professorale Gemüter sich an» sefroftelt gefühlt. Sie bleibt auch heute noch vielen ver­schlossen. In der Volksbühne beroäbrte sie aber ihre Wir­kungskraft m der Inszenierung von Richard Weichert die tm Stil eines Märchens die ernste Symbolik und das burleske Verwandlungssplel glücklich verband. Werner Hinz hatte das innere Leuchten des Apollinischen und den schmerzlichen Sinn des Sterblich-Fuhlenden. Lieselotte Schreiner spiegelte die hold verwirrten Gefühle der Alkmene rein und reizvoll ,. Auch eine Verwandlungskomödie ist ShawsPygma­lion . Mister Higgins, bat den Spleen, ein struppiges Blumen- und Straßenmadel in kurzer Friss zur Herzogin umzumodeln . . . Das arme Mädel, das am Ende über den TTwoIen Mummenschanz triumphiert, iss in der Ausführung oes Deutichen Theaters Brigitte Horney. Sie gibt nicht nur eine famoie Metamorphose sie bleibt auch in allen Hüllen etn rechter, charaktervoller Mensch und braucht sich keine ..Naturtone zurechtzulegen.

Am bellichten Tag heißt das neue Lustspiel von Paul Helwig. Es spielt irgendwo an einem märkischen See, wo. Sommerfrischler ihre Zelte aufgeschlagen haben. Ein unsichtbarer Puck treibt feinen Schabernack, wirbelt die Quicken durcheinander, fuhrt sie kreuz und auer. an der Nase herum. Das ewige Verwechilungssvtel. Helwig macht das ausgeeufmet. tnieer lo einen kleinen Einfall ausspinnt wie er, den Plauderdialog ankurbelt und in lebhafter Gangart erhalt, mie er bte Srenchen ineinanderschiebt und auilöss. Die heiterste Figur iss sozusagen das fünfte Rad am Wagen, etn. aller Erregung und Bewegung abholder Landlutt- genteßer. der nolens-volens in den Wirbel hineingerät. Ihn r. 7- Hans Brausewetter (in den Kammersvielen) mit köst­lichem Phlegma.

, Das Stück eines. . bisher Unbekannten Manfried AOßner. das int Kleinen Hau- des Staatstbeatcrs feine Uraufführung erlebte, bat den TitelKarl 111 und Anna von Österreich. Dieser Titel iss ein Aufsitzer. -