Seite 6 Nr. 293
Wiesbavener Tagblatt
Donnerstag, 14. Dezember 1939
Sühne nach 14 Jahren
Zwei Freuen wegen Totschlags vor Gericht — Den Ehemann der Freundin erschossen
= Kassel. 14. Dez. Vor der Strafkammer batten ach die SSiährige Dora Meyer und die 47jäbrige Maria £>ene. beide aus Hann.-Münden/ unter der Beschuldigung zu verantworten, am Psiirgstsonnlag des Sabres 1925 im Reinbardswalde der Hann.-Münden gemeinschaftlich und vorsätzlich den damaligen Ehemann der »eile. Adolf Scheidemann, getötet und die Tötung mit Überlegung ausgesührt zu haben.
Sn der Nacht zu Pfingsten 1925 gingen die beiden Frauen mit Scheidemann, der ein Wilddieb war und einen Braten „besorgen" wollte, in den Wald. Sm Morgengrauen wurde in einem Dickicht gerastet. Man trank eine Flasche Kirschwein und frühstückte. Scheidemann sing liederliche Reden an. torkelte dann und schlief ein. Nun erwachte rn den Frauen der alte Groll. Frau Heise zog — offenbar aus der Brusttasche des schlafenden Mannes —.die Pistole heraus, war aber in ihrer Erschütterung unfähig zu Metzen Siereichte die Waffe der Freundin, die lehnte erst ab und setzte dann die Pistole an den Kovi Scheidemanns. Die. Verse ging a^ teils der Schutz ging los. Dann fluchteten dre Frauen durch
Der Grafensaal in der Burg Eltville
die Gutenberg-Gedenkstätte
Nachdem vor kurzem die Burg in den Belitz der Stadt Eltville gekommen ist. konnte man sich mit Elser der Pflege der Gutenberg-Erinnerungen widmen. Man fand den Graten- saal und auch noch einige andere Räume in dem ursprünglichen Zustand, wie sie im 14. Jahrhundert entstanden waren. Hier im Erafensaal. wo Gutenberg vor 475 Jahren vom Herzog Adolf geehrt wurde, soll die in Würzburg befindliche Ehrungs-Urkunde ausgestellt werden^ außerdem die beiden mit der Catholicon-Tove des Meisters gedruckten Bucher. Darüber hinaus wird, die ganze Burg zu einer Eutenderg- Eedächtnissiätte ausgestaltet werden. In einem Raum wird
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den Wald. Die Verse meldete nach einigen Tagen ihren Mann als vermißt. Erst nach 14 Jahren kam der wahre Sachverhalt heraus, nachdem ein Mann auf offener Stiaöe die Meyer „Scheidemann-Mörderin" genannt batte.
In der Verhandlung ergab sich, dah die damalige Ebe der Heise mit Scheidemann völlig zerrüttet war. Immer wieder mitzbandelte der Mann seine Frau in der brutalsten Weise. Dora Meyer war die Freundin der Helse, nut bet sie tiefstes Mitleid empfand und der lie oft Beistand leistete, um Roheiten zu verhindern. Als sie schliehlich selbst Gewalttätigkeiten ausgesetzt war, erwachte, in ihr Hatz gegen diesen Mann. Sie gestand vor Gericht, daß sie nach solchen Brutalitäten der Freundin geraten habe, sie sollte im Wiederholungsfälle den Mann nieoerschietzen. .
Beide Angeklagte wurden wegen gemeinschaftlichen Totschlags zu je vier Jahren,Gefängnis verurteilt. Das Gericht verneinte die Frage nach Überlegung und sah mildernde Umstände darin, datz die Tat schon lange Zelt zuruckliegt, das? die Angeklagte 14 Jahre in Angst vor der Entdeckung gelebt hat und datz der Getötete durch sein Verhalten mitschuldig an den unerträglich gewordenen Verhältnissen gewesen^ ist. Die Untersuchungshaft, die. seit dem 12. Juli 1937 wahrt, wurde angerechnet. Die beiden Frauen nahmen das Urteil sofort an.
mühungen Hans SÄaeters. der auch mit der Durchführung aller Veranstaltungen im Eutenberg-Jabr. für den. Gau Hessen-Nassau beauftragt ist. gelang es. eine alte originale Handdruckvresse aus Florenz zu erwerben, die sich bereits tn Eltville befindet. _____
Das ist unser Weihrrachtsbaum (P. K.«So n b e r b en i di t von Sans Jütte)
Auf den Kalenderblättern ist jetzt Dezember zu lesen — kurze Zeit trennt uns nur noch von dem Fest. d<w wir. gewohnt sind, im Kreise der Familie zu begehen. ..Wie feiern wir Weihnachten?" - Das ist letzt in den Bunkern und in den Feldstellungen nicht nur bei der 3lat sondern bei allen Soldaten der grobe Gesprächsstoff. Die Manner, die auf vorgeschobenem Posten liegen, wissen genau so wie ihre Kameraden von der Luftverteidigungszone West und, den weiter rückwärts untergebrachten Truppenteilen, datz kernen Augenblick die Heimat ungeschützt lein darf und sie werter die Wacht im Westen halten müssen. Jedem von rbnen ist. bekannt, datz es nicht allen Kameraden vergönnt sein wird, tn Weih- nachtsurlaub zu f^ren. weil die Einsatzbereitschaft gewährleistet sein mutz. Aber keiner verliert darüber etn Wort: ne sind Kameraden und gönnen bemientgen. auf den die Wahl zu fahren fallen wird, das Glück.... . -
Für alle steht es aber unmnltoBhdj fest, datz Re tm Gedenken an die Lieben in der Heimat innerhalb der Stellungen eine Feldweihnacht begehen werden, wie es ir« für Soldaten gehört, die für den Führer und das GrOßdeutsche Reich, die Waffen führen, Es ilt schwer zu sagen,, wer sich die menten Gedanken darüber macht, wie die Kriegsweihnacht.1939 zu feiern ist: der einzelne Mann, der sich den Kops zerbricht, wie er seiner Familie und seinen Kameraden eine Freude bereiten kann — der Svieb. der natürlich als Mutter der BoU- terie oder der Kompanie eine gemeinsame Beschenkung durch- sühren möchte — der Chef, dem das Wohl seiner Leute genau ° °$a ^unb6 boit^roerben kleine Ausschüsse gebildet, die recht geheimnisvoll verhandeln, nachdem Re sich über die Hohe des bis jetzt vorhandenen Kantinenüberschuües erkundigt naben. Andere fragen wieder vorsichtig bei den Kameraden durch, wie sie sich zu dem Gedanken einer gegenteiligen Beschenkung Nellen. Wieder andere nehmen die Fühlung mit der Heimat auf, von der man sich die Geschenke besorgen muß und von der man auaj eine Beisteuer zur Verschönerung des Festes erwartet. Vereinzelt trifft man — bei allem Änegsfann rundum — schon eine richtige vorweihnachtliche Stimmung an..
Die Frage der Beschanung des Weihnachtsbaumes dmcfte rast überall schon gelöst sein. Zum. mindesten be; den.Batterien der Seitungsflal und den übrigen ..seßhaften" Embeiten. Die ganz Schlauen haben bei der Tarnung ihrer Stellung schon vor Wochen aut weile Sicht gearbeitet und gleich den Tannenbaum eingevflanzt. der an Weihnachten als ßimter» bäum im Bunker strahlen soll. Voller Stolz zeigen die Soldaten auf die in allen Fällen schön gewachsene, Tanne: „Eas ist unser Weihnachtsbaum!" ..Unser Baum steht noch im Walde — er ilt aber bereits ausgesucht", so berichten die Männer aus anderen Stellungen. Ein..Beweis dafür, dah auf der ganzen Linie vorgesorgt worden ilt...
Mus Gau und Provinz
— Frankfurt a. M„ 14. Dez. Am Dienstagmorgen entstand in einem Hause im Stadtteil Höchst „ein Gardinen- branb. Als eine Nachbarsfrau ihr Fenster öffnete und ihr dicker Rauch entgegenschlug, rief Re ihrem noch im Bett liegenden Manne zu: „Steh' auf. es brennt! Der Mann, der angenommen haben mag. es brenne in feiner eigenen Wohnung, sprang sofort auf. brach aber gleich darauf vor seinem Bett tot zusammen. Der in den 50er Jahren stehende Mann war vor Schreck einem Herzschlag erlegen. — Mil Genehmigung des Reichsministers für Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung eröffnet die Staatliche Hochschule für Mufik in Frankfurt a. M ab 1. Januar 1940 ihren Lehr- betrieb wieder in vollem Umtange. Der Unterricht beginnt am 8. Januar.
tn Riidesbeim i. Rbg, 14. Dez. Der 64jährige städtische Arbeiter Stephan Frohmann aus Rüdesheim-Eibingen war am Sonntagnachmittag von Eibingen nach Rudesbeim gegangen und von bot. nach Bingen über ben Rhein gefahren, ist aber bis Dienstagabenb noch nicht roieber nach Haufe gekommen. Nun -wirb angenommen, dah er tn der Dunkelheit in den Rhein gestürzt ist.
= Hochheim a. M.. 14. Dez. In der Nähe von Hochheim wurde ein Schreinermeister aus Flörsheim verletzt aufgefunden. Der Verletzte war auf der Heimfahrt von Mainz- Kaslel aus dem fahrenden Zug gestürzt. Durch die Dunkelheit war der Unfall erst später bemerkt worden.
— Oppenheim a. Rh., 14. Dez. Der Eefpannfübrer Karl Benkert aus Friesenheim geriet abends in Selzen an einem
Werderstr. 3
Altpapier • Metalle «Alteisen
Heinrich Gauer
Telefon 26588
bewachten Bahnübergang unter den Zug und wurde auf der Stelle getötet. Das bespannte Fuhrwerk, das vor der Schranke zurückgebalten wurde, blieb unbeschädigt.
— Siegen. 14. Dez. Zwei Jungen aus Nenkersdorf (Amt Netphen) hatten sich auf die Kuvolungsstange zwischen zwei Anhängern eines anfabtenben Lastzuges gesetzt. Als die Geschwindigkeit zunahm. sprangen bie Jungen ab. Dabei kam der zehnjährige Günter Schmidt so unglücklich zu Fall, datz er von dem mit Sand beladenen Anhänger überfahren wurde; er war sofort tot. Der andere Junge zog R<6 einen Arrn- bruch zu.
Sport und Spiel
Die deutsche Ringerstaffel. die am kommenden Samstag in München im Länderkampf gegen Ungarin antritt, wurde wie folgt aufgestellt (vom Bantamgewkwt aufwärts): Allraum (Mannheim). Schmitz (Köln). Nettesheim (Köln). Schäfer (Ludwigshafen). Schwerckerl (Berlm). Leichter (Frankfurt) und Hornfifcher (Nürnberg).
Im dänischen Radsportkalender 1940 ist zum ersten Male eine Dänemark-Rundfahrt aufgenommen, bie als Drei-Etappen-Rennen vom 19. bis 21. Juli durch- gefiihrl wird.
Fernwettkämvfe im KK.-Schietzen trugen über 100 Mannschaften von deutschen Hochschulen . aus. Sieger wurde die UnioeiRtät Göttingen mit 2018 Ringen
CUtgold - SU&er u. ßrUfantcn. V erarbeuung juwenet Lambert, G,°^st
vor Universität Wien mit 2018 und Universität Leipzig Mit 1984 Ringen. Die Ingenieurschule Mannheim kam mit 1922 Ringen auf den fünften Platz.
Flugrekordleistungen werden nach einem Be- schlutz des Internationalen Luftsportverbandes auf einer Sitzung in Bern auch während des Krieges kontrolliert und anerkannt.
Der Erafensaal in der Burg Eltville
ist heute noch so erhalten, wie zu Gutenbergs Zeiten. (Nach einer Radierung von R. Enders: Anfn.: A. Meuer).
eine Druckstube, die „Dffictna Eltvilla". m der Ausstattung stilecht und handwerksecht eingerichtet werden. 3n bteler cfficina Eltvilla" sollen später auch wertvolle Drucke.her- gestellt werden. Hierzu stellt eine. Frankfurter .Schriftgießerei eigens für Eltville einen Nachgutz der Ealbylicon-Type her. wie Re von Gutenberg verwandt wurde. Durch die Be
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k48.-6smsmnchstt „K-okt durch Freude"
DAF. Kreis Wiesbaden. Luisenstr. 41, Fernepr.-Sammel-Nr, 69641 «Sprechstunden des Kreisobmanns: Dienstags u. Freltaqs-v. 14-16 Uhr
Bolksbildungsstätte
Dienstag. 19. Dezember, um 20.30 llbr: Lichtbildervortrag von „ . . . ,
Konteradmiral Wallber
„Der Seekrieg 1914/18 und heute"
im Luftschutzbaus. Dotzheimer Straße 24 (Nabe Scala-V.). Eintritt 50 Pf., für Soldaten und mit Sörertarte 30 Pf.
Konteradmiral Walther, bat Rch, im Einvernehmenmit! dem Oberkommando der Kriegsmarine, für diesen Vortrag jur Verfügung gestellt. Er ist Inhaber des Pour le Mörite und er hat den Seekrieg 1914/18 selbst mtterlebt. . 2ein SßoTttofl schildert in fefielnöer Form an Hand von zahlreichen Lichtbildern und Vergleichen das damals und beute.
Froher Feierabend.
Deutsches Theater. , , „ ,
Freitag. 15. Dez.: ..Minna von Bornheim". Schauimel von Lessing. Beginn 19 Uhr.
Scala-Variete, ... ... _ .,
Freitag. 15. Dez,: Sondervorstellung für bie RSG. „Kraft durch Freude". Beginn A) Uhr.
Deutsches Theater. ..
Samstag. 16. Dez.: „Alle Jahre wiede^ WeibnacylsmarLen in 9 Bildern von Marianne Flscher-Dtzck. Musik von Earl Hirsch. Beginn 14 Uhr.
Deutsches Theater. „ ..
Samstag. 16. Dez.: „La Tiaviata". Over von Gmsevve Verdi. Beginn 19 Ubr.
Deutsches Theater.
Sonntag. 17. Dez.: „Alle Sabre wieder", Weihnachtsmärchen.
Beginn 14 Ubr.
Wandergruppen.
Freitag. 15. Dez.: Feierstunde „Deutsche Weihnacht" im Wandererheim. Bärenstratze 8.
' Wanderung.
Sonntag. 17. Dez.: Wanderung der Ortswattung Siib nach Bierstadt. Igstadt. Erbenbeim. Wiesbaden. Treffvuntt 10 llbr Neues Museum.
Sd)iflshataftropf)e nördlich von Japan Bisher 87 Tote geborgen
Tokio. 14. Dez. (Ostastendienft des DRB.) Der fowiet- ruMkche Dampfer „Snbigirta" (2400 Tonnen) strandete nördlich der Insel Hokkaido. Er batte 1000 Passagiere und 36 Mann Besatzung an Bord, von denen bisher nur 30 gerettet wurden 87 Tote stnd bis fetzt geborgen worden.
Die japanische Regierung entlaubte Silfsfchiffe. Das Rettungswerk wird aber durch schwere See stark behindert.
Gerüsteinsturz in Zürich. Bei einem Gerüsteinsturzin etner Züricher Fabrik wurden am Mittwoch vier Arbeiter getötet Fünf weitere Arbeiter wurden verletzt. Von ihnen mutzten vier ins Krankenhaus gebracht werden.
Das Museum der Geister. 3n der Vanok-utva tn Budapest steht eines der merkwürdigsten Museen Eurorigs. das in dielen Tagen auf ein zehnjähriges Bestehen »uruck- blicken kann. Ungarische Okkultisten haben dieses \ v tri- tiftische Museum eingerichtet, in dem man zwar nicht gerade „Geister" bewundern kann, batur aber eine ganze Reihe von beglaubigten Dokumenten mystischer und okkulter
Die gute Anekdote
Schief, Herr Graf!
Des Fürsten Talleyrand scharfer Witz war bekannt und gefürchtet. Besonders gern ließ er ibn an Leuten aus. die sich seiner hoben Stellung wegen an ihn beranmafiten. um eine Begünstigung zu erlangen. So naberte sich einmal bet einer Hofgesellschaft der Graf von Girardm. der entsetzlich schielte, dem Minister und fragte in aufdringlichem Tone:
„Run. mein Fürst, wie geben die Geschäfte?
„Wie Sie sehen. Herr Graf -schief!" entgegnete der berühmte Diplomat mit beitzendem Spott.
Starker Tobak
Als stch Bismarck einmal in Varzin aufbielt. erkrankte seine Frau. Der herbeigerufene Arzt Dr. B. war .zugleich Ratsherr in Schlawe . unb blieb mit . anderen Gasten des Kanzlers zur Abendtaiel. Dr B war als Aufschneider bekannt und erzählte auch an diesem Abend eine merkwürdige <5eitJDenfen Sie nur". Sagte et. „da kam „doch neulich ein Bauernbursche zu mir. dem in einer Schlagerei die ganze Schädeldecke zertrümmert worden war. Run. es gelang mir in kurzer Zeit, die Schädeldecke wieder zusammen-uilicken. wobei ich allerdings fünfundzwanzig Nadeln zerbrach?
Bismarck hörte schmunzelnd diesem seltsamen Bericht zu und erzählte gleich darauf eine andere Geschichte.
„Zu einem mir befreundeten berühmten Berliner Ott« urgen . sagte er. „kam neulich ein Mann und klagte übet
Neues aus aller Welt
Kopfweh. Der Arzt untersuchte ibn und sprach: .Das liegt an Ihrem Gehirn. Ich will es Ihnen berausnebmen und frisch Herrichten So geschah es. bet Mann sollte Ra> nam einer Woche sein repariertes Hirn wieder abholen. Dow die Woche verstrich, ohne bah bet Pa'ient roteberfam. Nach elftem halben Jahre fragte mein Freund schließlich bei ihm an. ob er fein Gehirn nichi wtederbaben wolle, es fange schon an zu riechen. Da lieh der Mann antworten: .36 bin jetzt Ratsherr geworden und brauche nun fein Hirn mehr. •
Dr. B- stimmte mit einem sütziauien Lächeln in das allgemeine Gelächter ein und sprach >ortan Äin Wort Medizinerlatein mehr an Bismarcks Tafel.
Musiker
(
Zu Richard Wagner kam ein junget Komponist unb kneife ihm seine Schöpfung vor „Es ist eine Sinfonie, sie ^^©eToanm mattete11 er auf des Meisters Urteil, als er fertig war. Der sagte freundlich: „Nicht jo übel, junget Freund. Aber ihren Empfänger wird die Musik roobl doch nicht erreichen." w
Brahms ging einmal mit einem Freund famieten. ber ibn nachher wieder an sein Haue in der Karlsgasie tn SBien zurückbrachte. Der Meister bewohnte es schon eine Anzahl von Jahren _ . . , , .
„Was wird wohl", fragte der Freund, „einmal auf der Tafel ßu leien sein, die eine spätere Zeit hier oben anbrtngen ° 1 „Wohnung zu vermieten!" ermiberte trocken Brahms.
gegeißelt und zum Zeichen der Ehrlosigkeit bis auf. die Haut geschoren. Auch sind wir nicht gesonnen, die Obrigkeit der Städte frei ausgeben zu lasten: denn hatten sie ihr Amt mrt Wachsamkeit geführt, so wäre eine solche Untat nie begangen worben. Sie sollen daher mit 10 Pfund Goldes buhen . . .
Vorgänge. Jeder der Gegenstände. Meteorstücke, die ,Körper kleiner Tiere. Kleidungsstücke, der genagelte Schuh eines im Weltkrieg gefallenen Soldaten und zahlreiche andere Zeugnisse geisterhafter Vorgänge, bat seine besondere Geschichte, die durch Daten und Tabellen beglaubigt ist. Ferner gibt es hier eine ganze Reihe von „©eifterpbotograobten , auf denen die bei okkulten Sitzungen erschienenen Boten einer leit' fettigen Welt im Bilde festgehalten wurden. Es ist freilich ein recht umstrittenes Gebiet, dem man hier etn Museum geweiht hat, aber für den Besucher gilt das Wort, dah Sehen ja noch nicht gleichbeteutend mit Glauben ist.
Kaiserliche Verordnung gegen Blutwurst. Römische Geschichtsforscher haben ein recht belustigendes Dokument bei Dergestenbeit entrissen, das aus dem Sabre 800 stammt und eine Verfügung des oftromticben Kaisers Leo VI enthält, die sich gegen die - Blu t ro u ist richtet. ..Wir haben in Erfahrung gebracht", beitzt es dann, „bah bte Menschen so toll geworden sind, teils des Gewinnes, teils der Leckerer wegen Blut in eßbare Speisen zu verwandeln. Es ist uns zu Obren gekommen, datz man Blut in Eingeweide; einpmft unb es als gewöhnliches Gericht dem Magen zuschickt. Wir können nicht zugeben, bah bie Ehre unseres Staates durch eine so frevelhafte Erfindung frehlustiger Menschen geschan- bet werde. Wer Blut zur Speise umlchafft, der werde bart
- ' Zeichen der Ehrlosigkeit bis auf, die. Haut
