Donnerstag, 30. November 1939
Wiesbadener Tag blatt
Nr. 281 Seite 7
flWdiffli am jßgrgfl
40. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
s wird zum freundlichen Anruf seiner scheuen Liebkosung des trächtigen Küh-
WirtscHaflsfeil
Hausputz
Alles für den
10
Kailsgesllche
Ich beauftrage Sie. ab sofort das „Wiesbadener Tagblatt"
an -
Ort
Straße und Nr.
TÄGLICH'
EeMstWe Empsehwgll
Rosshaar kauft Holland. Scdanstrabe 5.
einen üeimolgruß an Men Soldaten im selbe
Kür Schülerin der Höheren Mädchenschule Beaufsichtigung der Aufgaben 3 x wöchtl. gcs. Ang. mit Preis u. D. 585 T.-V.
SchalIplatten-Konzert ausgeführt vom Radio- und Musikhaus
A. L. ERNST, Taunusstraße 13 und Rheinstraße 41
Bestellschein
An den Verlag des „Wiesbadener Tagblatt1
Alles Pflegen hilft nichts. Das Zeug, das heraus sollte, fängt an zu stinken. Hilfe tut not. Plötzlich bricht an der scheinbar gut vernarbten Stelle, wo Flora von dem Stein getroffen worden ist, eine wüste Wunde auf.
Wie Heinz das sieht, gibt es ihm einen Stich durch Mark und Bein. Nun mutz er doch fremde Hilfe herbeiholen. In der Nacht eilt er ins Dorf. Er sucht Fridolin Bärtsch auf. Der erschrickt nicht minder als seine Frau, weitz aber sofort Rat, nachdem Heinz ihm seine Angst verraten hat.
„Ich läute Dr. Elättli in Ängstligen auf", sagt er und eilt an den Fernsprecher.
„Er kann nicht vor morgen kommen",' berichtet Bärtsch nach langem Warten.
(Fortsetzung folgt.)
RMiesel
Nr. 43/44.
Reithose.
Ledermantel od. Regenmantel für Offizier, gr. schlanke Figur, zu kauf, gesucht. Ang. u. D. 584 an Taabl.-Vrrl.
Flügel
gutes
Instrument, zu kauf. ges. Angebote an Piano-Schock Iabnstr. 34. Tel. 22993.
Theater • Kurhaus »Film]
Deutsches Theater. Donnerstag. 30. Nov.. 19—21.45 Uhr: „Der Troubadour". St.-R. D 11. — Freitag, 1. Dez.. 19—22 Uhr: „Die Dorothee". St.-R. F 12.
Reiidenz-Tbeater. Donnerstag, 30. Nov.. 20—22 Uhr: Die 8 Entfesselten: „Hand aufs Herz . . .?" — Frei- tag. 1. Der.. 20—22.20 Uhr: „Der Etavvenhase".
Kurhaus. Freitag, 1. Der.. 19 Uhr: 4. Zykluskonzert.
Sertune: Carl Schuricht. Solistin: Guila Bustabo (Stöhne).
Brunncnkolonnade. Freitag, 1. Dez.. 11 Uhr: Schall- vlatten-Konzert.
Herzschlag des alten, noch aus einem Leibe pochend, aber bald schon zwei Leben. Dies ist, was ihn vollends erhebt und auf seine Fütze stellt. Es ist der Glaube an das Leben. Es ist zugleich der Sieg über sich selber. Und wenn der Vetter ihm am Morgen Berge von Not und Herzeleid aufgebürdet hat, so entlastet ihn diese einzige Vorsommernacht.
Er«' Mlr"
Spott und Spiel
G. Purann vor Bergomi
Rund 200 Rad-Amateure traten am Mittwochabend wieder aus dem Holzoval der Berliner Deutschlandballe zum Kampf an. unter ihnen einige Ausländer. Der von zwölf Fahrern bestrittene Mehrkampf gab Meister Gerhard Purann Gelegenheit zu einer weiteren Revanche an dem Italiener Bergomi. Von den vier Wettbewerben batten die beiden je zwei gewonnen. Da Purann im Fliegertreffen noch den dritten Platz hinter Bergomi und Schorn belegt batte, wäbrend der Italiener im Vorgabefabren als Malmann leer ausgegangen war, blieb der deutsche Meister in der Gesamtwertung siegreich. Dafür hielt sich Bergomi mit seinem Landsmann Scrivanti im 100-Minuten-Mannschaftsrennen schadlos. Schon nach einer Viertelstunde hatten die beiden Südländer eine Runde Vorsprung und hielten diesen Gewinn auch mühelos bis zum Schluss.
Korvsführer Hühnlein hat auf Grund der Punktergebnisse der internationalen Motorrad- und Automobilrennen des Jahres 1939 Hermann Lang (Mercedes- Benz) mit 23 Punkten als Europameister der Rennwagen- klasse. Ewald Kluge (DKW.) mit 27 Punkten als Europameister der Motorräder der 250-<raw-KIasse und Heiner Fleischmann (DKW.) mit 23 Punkten als Titelhalter der 350e«m-Klasse bestimmt.
4Wie die Karten st ekle des Organisationskomitees für die V. Olympischen Winterspiele Garmisch-Partenkirchen bekanntgibt, werden die Eintrittsgelder für bereits bezahlte Karten zurückerstattet.
Erfolgreiche Jugend-Radballspieler. Als Vertreter des Bannes 80 Wiesbaden der HI. weilten am letzten Sonntag die beiden Jugendmannschaften der Rad- fahrklubs 1900 bei den gebietsoffenen Radballkämpfen in Frankfurt a. M. Der ersten Mannschaft (Fraund/Liesenfeld) gelang es, hinter Opel Rüsselsheim den 2. Platz zu belegen, wäbrend Eapp/Epple an fünfter Stelle einkamen.
Herber/Baier in Mannheim. Die Mannheimer Kunsteisbahn, die am 4. Dezember für den allgemeinen Laufbetrieb eröffnet wird, bringt am 16. und 17. Dezember eine große Eisfvort-Doppelveranstaltung. zu der unser Weltmeistervaar im Eiskunstläufen Maxi Herber/ Ernst Baier verpflichtet wurde. In einem Cishockeyspiel wird der EV. Füssen gegen eine verstärkte Mannheimer Mannschaft antreten.
L t. Bille vom FK. Pirmasens soll am kommenden Sonntag an Stelle von Sevvl Fath Linksaussen in der Südwestelf gegen Hessen spielen.
Ungarns Ringer st affel zum Länderkamvf gegen Deutschland int freien Stil am 16. Dezember in München lautet (vom Bantamgewicht aufwärts): Bencze. Toth, Ferencz. Sovari. Kovacs. Rihetzky und Bobis.
Scala-Bartete. Dovvel-Eastfvtel: Schünheitstänzerin Seh Sennen in ihren Fächer- und Schleiertänzen. Erikfon- Brothers Metsterakrobaten und 7 Spitzenleistungen.
Film-Theater:
Ufa-Palast: „Johannisfeuer".
Walhalla: „Roman eines Arztes".
Auf der Bühne: Wanda und Amand.
Thalia: „Hochzeitsreise zu dritt".
Filmpalast: „Einer zuviel an Bord".
Capitol: „Die drei Lügen der Erotzfürstin".
Apollo: „Die drei Lügen der Grossfürstin".
Urania: „Der Mann mit der Pranke".
Luna: „Lauter Lügen".
Olympia: „In geheimer Mission".
Union: „Das unsterbliche Herz".
Er hat Milch. Er hat Brot. Auf der Türschwelle lag dieses Brot. Man hat es ihm geschickt, ohne datz er wüsste, wer es gebracht haben könnte. Davon wird er satt. Und bald bereitet er Butter; bald wird es Käse geben. Was fehlt ihm denn sonst noch?
Er sieht nicht, was auswärts geschieht. Doch er hört die Sprengschüsse; er hört drüben auf dem Saumhof den Lärm der Arbeit. Er sieht die wachsende Brücke;, er hört in der Ngcht die Lieder, die klaren Klänge einer Handharfe; er sieht die erleuchteten Fenster, gewahrt den Rauch, der über dem Nachbargut lotrecht zur Höhe steigt.
Nie lasst sich jemand blicken bei ihm. Er ist allein. Beinahe so allein wie in der Stadt. Wer es ist die Einsamkeit eines freien Menschen. Er hat seinen Tag selber bestimmt, den er am Abend dankbar scheiden fühlt. Es hat ihm niemand breingerebet Und was er mit Worten bei ben Menschen erspart, bas wirb zum freundlichen Anruf seiner Tiere, wird zu einer scheuen Liebkosung des trächtigen Kühleins. Und wenn ihn die Tiere ruhig änglotzen und bei ihm stehen, als verstünden sie alles, was er spricht, dann ist das ungleich mehr, als wenn ein Mensch ihn misstrauisch ansähe oder ihm erzwungenen Gruss und Bescheid täte. Denn davor hat er rechtschaffen Angst. Er weicht den Rychenbergern aus, obwohl sie in diesen Tagen nur von ihm reden.
Aber einmal steht unvermutet einer vor ihm, den er kennt. Turi Wenger, der Wildhüter.
„Guten Tag. Heinz!"
„Ich bringe dir einen Erutz vom Lehrer und Pfarrer und von meiner Frau. Das ganze Dors grüßt dich."
Ein Schatten fliegt über das Gesicht des Sandhofers.
„Von allen?" fragt er ungläubig.
„2a!" meint der Wildhüter.
Die trächtige Kuh dürfte nächste Woche kalben. Es geht ihr gut. Sie ist, von ihrem Zustand abgesehen, gesund und munter.
Aber es soll nicht sein. Am letzten Sonntag vor ihrer Niederkunft fällt von der gleichen Felswand wie eine Woche zuvor ein Stein. Heinz hört ihn kommen, springt von seinem Sitzplatz auf, ergreift aufspringend den abgelegten Stecken , und will die Tiere aus dem Bereiche der schlimmen Steingeschosse treiben. Da steht er nur noch, wie der Stein droben aufschlägt, in weitem Bogen in die Luft hinausturnt, bereits abgelenkt scheint, unversehens seine Bahn wechselt und — mit wildem Aufschrei hört er auch schon den Klageruf einer Kuh, es wird ihm schwarz vor den Augen, er denkt schon an bas Schlimmste, sieht bas Tier nieberbrechen, zucken; aber schon erhebt es sich roieber auf bie Füsse. Es schwankt. Heinz rennt hinzu, er ist auf bas Ärgste gefasst. Die Kuh steht zuckenb am gleichen Platz, sonst regt sie sich nicht. Der Stein hat sic wirklich getroffen, und es ist ein Wunder, dass sie überhaupt noch steht. Er sieht die kleine, an sich unbedeutende Wunde, die der Stein ihr an einem Hinterbein geschlagen, als ob eine kleine Kugel sie noch eben berührt. Er redet auf das Tier ein und will es wegführen. Die Kuh steht still, gibt keinen Laut von sich; sie jammert nicht, brüllt nicht. Aber sie bebt am ganzen Leibe wie ein fieberkranker Mensch.
Mit Mühe und Not kann er sie endlich heimtreiben. Er wäscht ihr die kleine Wunde aus, schert bas Haar ringsum ab. Sonst sind keine schlimmen Anzeichen vorhanben. Dann, wie bie andern Tiere neben ihr in ihren Pferchen stehen und fressen, frisst auch sie etwas, trinkt sie sogar aus dem bereit- gestellten Kübel. Ich habe Glück gehabt, denkt er, immer noch seltsam erregt. Am Dienstag darauf wirft die Kuh ein totes Kalb. —
Aber er verschliesst das Erlebnis in sich, will sich damit abfinden. Wohl tut es ihm brennend weh, wie er das tote Kalb auf der Waldmatte verlacht. Nein, er will nichts sagen. Wenn nur das Rind selber nicht eingeht dabei! Der eine Verlust lässt sich verschmerzen, ist. wenn auch keine Regel, so doch auch keine Ausnahme. Flora erholt sich aber' wider Erwarten nicht. Sie säubert sich nicht nach bet Geburt.
Es kommt eine schlimme Zeit. Es ist schwer zu sagen, wen es mehr hernimmt, bas atme Tier ober den Meister.
Saufe WjWkWssW
% Liter, braun
Strohhölsen
gebrauchte.
Erforderlichenfalls Abholung.
Sellmundstr. 1. Fernruf 27357.
Die Aufgaben des Aufsichtsrates einer GmbH.
Der Aufsichtsrat der GmbH, hat nur die Verpflichtung, die Belange der Gesellschaft als solcher, nicht aber auch öffentliche Belange wahrzunehmen. Er untersteht ausschliesslich der Eesell- schafterversammlung. Wenn er also bei der ihm obliegenden llberwachungspflicht Pflichtwidrigkeiten der Geschäftsführer bemerkt und von sich aus, keine Abhilfe zu schaffen vermag, bleibt ihm mchts anderes übrig, als die Verhältnisse in der nötigenfalls von ihm einzuberufenden Eefellschasterversammlung darzulegen und dreser dann alle weiteren Massnahmen zu überlassen. Falls auch dies zu keinem Erfolg führt, hat er ferner Pflicht genügt. (Es kann ihm kein Vorwurf gemacht werden, vielmehr bildet es sogar den letzten Ausweg, um sich von weiterer Haftung zu befreien, wenn er nunmehr fein Amt niederlegt.
das Reichsgericht in diesem Zusammenhang betont (2199/38) wurde der Aufstchtsrat den ihm obliegenden Aufgaben nicht gerecht werden, wenn et die ihm vorgelegten, von einem Bucherprufer bescheinigten Bilanzen blindlings hinnehmen wollte. Er hat sie vielmehr auf Grund seiner genaueren Kenntnis der Mmten Eesellschaftsverhältnisse einer eigenen sorgfältigen Pn-ftrng zu nnterziehen. Wenn diese Prüfung ihm Anlass zu Bedenken gibt, hat er diesen unbedingt nachzugehen. Tut er dies nicht und hatte er bei sorgfältiger Prüfung, nötigenfalls unter Hinzuziehung eines von ihm beauftragten Sachverständigen, die Mangel der Bilanzen erkennen und die Überschuldung der Gefell- schäft aufdecken können, so haftet er für die dadurch verursachten Schaden.
Einer sage es dem andern!
Smoking-, Frack-und Behrock-
Lmitqe
Mauritiusstraße 9 bei Riegler, Schneiderei
Nie ist er glücklicher gewesen als jetzt.
Und jede Arbeit, bie nun im Gefolge dieser ersten Freube getan werben muss, erhebt feine Seele mehr aus ihrer Erniedrigung, und jeder tüchtige Streich, den er tut, füllt seine Lungen mit dem würzigen Duft des Bauernlandes; es wird ihm alles zum Fest. Das größte Fest aber erlebt er mit der letzten Kuh. Sie trägt Sie wird bald niederkommen. Und er kennt den Kniff, dieses Leben im Leibe eines Muttertieres untrüglich sicher zu befühlen, Herzschlag eines jungen Lebens neben dem ' ~ "
Altgold kauft ©olbtomiebernft
C. Struck.
Mickelsbera 15. G. B. C 28163.
Guterhaltener
ANW f. schlank. Herrn zu kauf, gesucht. Preisana. unter W. 582 T.-Veri.
©uterbaltener öki-Anzug oder Anorak und Pullover f. schlank. Herrn su kauf, aefuckt. Preisana. unter U. 582 T.-Verl.
Von den heutigen Börsen
Berlin, 30. Nov. (Funkmeldung.) Die freundliche Erund- stimmnng des Vortages übertrug sich auf den Aktienverkehr des Donnerstags. Echte Anlagekäufe der Bankenkundschaft bewirkten überwiegend leichte Kurssteigerungen. Die Aufwärtsbewegung wurde durch die für die Monatswende weiterhin sehr flüssige Geldmarttlage unterstützt. Farben büßten % auf 159% ein. Elektro- und Dcrsorgungswerte wurden durchweg heraufgesetzt. Kabel- und Draht-, sowie Autoakticn und Textilwerte veränderten sich nur unbedeutend. Reichsaltbesitz auf 137% gegen 136,90, Eemeindeumschuldung mit 93% unverändert. Steuergutscheine I lagen leicht gebessert. Tagesgeld um % auf 2% bis 2% % heraufgesetzt.
Frankfurt a. SR., 30. Nov. ((Big. Drahtmeldung.) In An- betracht der flüssigen Eeldmarktlage setzten sich weitere Kund- fchaiisverkaufe fort. Das Geschäft hatte aber wieder nur kleinen Umfang, wobei der Ultimo und der vielfach herrschende Materialmangel mitspielten. Die Kurse zogen überwiegend %—1 % an. Einzelne Spezialpapiere, waren bis zu 5 % erhöht. Der Renten, markt war ruhig, aber weiter freundlich, besonders Steuergut- scheine und Pfandbriefe blieben, gefragt.- Tagesgeld 2 %.
ALTGOLD sowie Brillanten zur Selbatverarbeit. kauft E. WU LF, Goldschmied
Lsnggasse 47 G.B.C 28165
Karffe
Kolb — Silber und Brillanten.
Kolbjchmieb 5. Fuchs.
Langgasse 5 Ank.-Een.
B 53 003.
Alleinst. Jnoal.» Rentner f. bill.
Mittagstisch. Näh. T.-V. 6°l
Gutes Meken-Seu. Stroh und Dick- wi-rz zu kaufen gesucht. A. Rock, S-7':erft. Str. 80.
Feldpostnummer -------------
zu senden. Den Monatsbezugspreis von RM 2.- wollen Sie bei mir kassieren lassen.
Name des Bestellers------------------------------
Schloßdrogerie Siebert, Marktstr. 9, Tel. 259 79
Schöne RoksLessei m. China-Binse
ausgefl., schon von RM 14.TS an
b.< JCeerfcin GOLDGASSE16 |
Saub. Schlafzim. u. Herrenzim. zu kauf, gesucht. Telefon 26592, 1—2türige ftleiöerfdjröntc Büfett. Schreibtische. Matratz.. Deckbetten sowie Möbel aller Art gegen bar zu kauf, gesucht.
Heesen.
Bleichstrasse 36.
Kinderbett zu kauf, gesucht. Ang. u. T. 580 an Tagbl.-Verl.
Kaufe aus Priv. geg. hohe Bezahl.
10 Flügel 25 Pianos Piano-Schwartz Frankfurt a. M.
T. 26864 Hauvtwqche 1. Suche Möbel unb ganze Einrichtungen. Nachlässe ufw. gegen bar zu kaufen.
v. MneMg Schwalbacker Strasse 73.
evtl. Tel. 23129 ober Postkarte.
„Es ist nicht so", erklärt Heinz leise.
Da fliegt ber Schatten auch über Tuns Gesicht: „Das heisst, einer nicht, ber Vetter!"
„3a, ber —", gibt Heinz zurück.
„Er macht es dir schlecht , fährt ber Freund fort.
Und da Heinz nicht darauf antwortet: „Ich kann ihn nicht verstehen. Er hat etwas gegen dich. Du mußt ihn in einer andern Sache erzürnt haben?
„Das ist vorbei", erwidert Heinz. Er hat vorhin plötzlich ein Gesicht gehabt, hat sich jäh Lenis erinnert.
„Vorbei?" fragen Turis Augen.
Heinz nickt.
„Sie wohnen nun also im Dorf", bringt ihm Turi schonend bei, als ob Heinz das selber nicht schon lange wüsste.
„Ja ich weiss es.
Mehr verrät Heinz auch seinem Freunde nicht.
Es ist gut, dass sie darauf von anbernt zu reben beginnen, bass Wenger alles »ermeibet, was Heinz weh tun könnte. Von ihm erfährt Heinz zum erstenmal eigentlich bie Hauptsachen über den Bau ber Staumauer im Tal ber Rinberweib.
Turi versucht Heinz zu beruhigen. Aber das Gespräch verläuft ergebnislos.
Da schlägt der Berg Heinz aufs neue. Am zweiten Sonntag nach der Heimkehr, wie die kleine Herde friedlich zwischen ben Drei Rastlosen unb bem Jägerstock alpt, wird der Sanb- hofer plötzlich durch das Gepolter fallender Steine aus feiner Ruhe aufgeschreckt. (Brattiere ober verspätete Nachzügler bes Bergbruches vom Frühling unb ber Tauwetterzeit sind batan schliß ist sein erster Eebanke.
Aber wie er nachschaut, erkennen seine guten Augen broben in den (teilen Erashalden zwei kletternde Gestalten. Die suchen Edelweiss, denkt er erschrocken, bagu ist es noch zu früh. Wenn sie nur besser auf bie losen Steine achtgeben wollten! —
Soll er rufen ober nicht? Er unterläßt es, aus Furcht, sie möchten ihn vielleicht falsch verstehen ober sich gar gescholten vorkommen. Er begehrt keinen Umgang mit ben Fremdem. Drüben am Walde auf ber anbern Talseite liegen anbere, die die beiden waghalsigen Kameraden beim Klettern zu beobachten scheinen.
Heinz treibt seine Herde landaus, näher an die Hütten heran, wo sie vor einem überraschenden Steinhagel sicher find. Aber nun weicht er keinen Schritt mehr von den Tieren.
Das hat er nach ein paar Tagen vergessen. Es wird wieder Sonntag. _______
I Guterhaltener LIyNWÄWN ob. 1.2 b. 1.3 Str.
LielermWN su kauf, gesucht. Zu erfragen im Tagbl.-Verl. Gs
Sucke Kleinwagen su kaufen oder leihen.
Ang. u. M. 583 an Tagbl.-Verl, Lampen Akten, Papier Metalle kauffz. höchsten Preisen
Martin Gauer Helenenstraße 18
Telefon 26832
SbSflnyn ■ jeden das „Wiesbadener Tagblatt an Ihren Angehörigen senden. Wir besorgen das tä91lCh 2.-monatlich.
sind nur
