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Wiesbadener Tagblatt

Mittwoch, 22. November 1939

ftelluna mit dem gleichen Re die biologische Entwicklung

Wangtschingwei über das neue China

Bildmlg einer umfass^de« Ratioualregierung unter der alten Kuomintaugflagge

Zwischen dem zweiten und dritten Gang ... Hore-Belisha erklärt die euglisch-krauzösische Freundschaft absolut und endgültig"

Paris, 21. Noo. Der jüdische englische Kriegsminister Hore-Belisba.bat rum Abschluß seiner mutigen Front­tournee in Paris zu Ehren Daladiers ein weiteres Frühstück gegeben, an dem auch zahlreiche hohe französische Militärs teilgenommen haben. Zwischen dem zweiten und dritten Gang erklärte Svre-Belisha. daß die Union zwischen Frankreich und England jetzt „absolut und endgültig" sei.

Französische Kohlenförderung unzureichend

Die Einfuhr wird immer schwieriger

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reich zur Deckung seines Bedarfes noch 20 bls 25 Mil- Honen Tonnen Kohle imsortieren , müsse. Es Set ..wünschenswert", die Kohlenförderung aus jährlich 60 Millionen Tonnen zu bringen. Einer positiven Lösung des Produktionsmangels ging er durch die Erklärung aus dem Wege, daß dieses das Programm von Morgen sei. Damrt bestätigte Lebrun die Darstellung des russischen Blattes.

Genugtuung in der Slowakei

Gerechte Festlegung der Bolkstumsgrenzen durch den Führer

Pregburg, 22. Nov. (Funkmeldung.) Die slowakische Presse verzeichnet mit grotzer Genugtuung den Abschlun des Vertrages über die Rückgliederung der seinerzeit von Polen entrissenen slowakischen Gebiete. Sie stellt fest, daß durch die Unterzeichnung dieses Vertrages das der Slowakei zuge- S:e Unrecht beseitigt wurde und diese damit im Norden

Nordosten ihre tausendjährigen Volkstumsgrenzen er­langt habe. Dieses Abkommen bedeute nicht nur einen Erfolg der slowakischen Außenpolitik, sondern auch eine Belohnung für die Tapferkeit und Opferwilligkeit der slowakischen Sol­daten. Es sei ferner ein weiteres glänzendes Ergebnis der Zusammenarbeit der slowakischen mit der großen deutschen Nation für eine gerechte Regelung der Ver­hältnisse in Mitteleuropa. Der Führer des Deutschen Reiches habe dadurch bewiesen, das, er die Grenzen tn diesem Teile Europas, den ethnischen Grundsätzen entsprechend, regeln wolle, und dies nicht nur zugunsten des deutschen Volkes, sondern auch der kleinen Nationen.

wirtschaftliche Sicher

Nachdruck betreiben, mit dem_______

des slowakischen Volkes fördern werde. ... - <

Der Ministerpräsident svrach dann der.Hllnkagar.de den Dank für ihre bisher geleistete und vielfach unersetzliche Tätigkeit aus. Er betonte hierbei auch die vorbildliche Haltung der gleich der ölinkagarde gesetzlich verankerten Freiwilligen Sckutzsiaffel <FS.) der Deutschen, Partei bei den entscheidenden Einsätzen der vergangenen Monate. In dem Überblick über den Neuaufbau der slowaki­schen Wehrmacht unterstrich die Regierungserklärung die Zusammenarbeit mit der deutschen W.ehr- macht. Diese Zusammenarbeit habe es für zweckmatzig er­wiesen. gewisse Einrichtungen von dem deullchen Heer bzw. von der deutschen Luftwaffe zu übernehmen. Die Regierungs­erklärung beschäftigte sich des weiteren mit der Vereinheit­lichung des Schulwesens, mit dem Jusilzwesen sowie mit der Finanz- und Wirtschaftslage.

Bezüglich der außenpolitischen . Beziehungen der Nationalregierung geht Wangtschingwei. besonders auf die Frage des Verhältnisses des neuen China zu Deutsch­land und Sowietrubland. ein.

„Ich habe aus meiner persönlichen Freundschaft, zu Deutschland ebensowenig Hehl gemacht, wie aus meinem jahrelang gehegten Wunsch, daß es Deutschland gelingen möge, daß Versailler 3o6 abzuschutteln. Die National- regieiung strebe an, mit Deutschland enge freund­schaftliche Beziehungen anzuknupsen. Auch zu Sowjetrußland wollen wir gute nachbarliche Be-

Budavest, 22. Nov. 3m Rahmen der Debatte über den Haushalt des Außenministeriums gab am Dienstag Außenminister Graf Ej ü i n tm Abgeordnetenhaus einen umfassenden Rückblick über die Stellung und du. Probleme Ungarns m der gegenwärtigen Mtlage.

Einleitend rechnete Gras Csaky scharr nut der.Nachkriegs- volitik der Siegerstaaten des Weltkrieges ab. Niemand war gewillt eimmehen". betonte Graf Csaky. „daß. die neue Ordnung ohne ^inberiebung Deutschlands oder gar mrt einer gegen diese Macht gerichteten Spitze nicht nur höchst gefährlich, sondern geradezu unmöglich ist. „Im heutigen gigantischen Ringen der deutschen Nation wolleii wir für feinen Augenblick vergessen. sagte ©ta? Eiafn, „das die Söhne dieses großen Volkes int Weltkriegzu Tausenden mit den unseren an den ungarischen fHensen gefallen sind. Doch haben, überdies die itteren Erfahrungen der naben Berganaenhett und auch die Lehre eingeschärit. was eine Schwächung des Reiches für ganz Europa bedeuten wurde. Vom ungarischen Gesichtspunkte aus konnten wir sehen, wie die Stärkung des Deutschen Reiches die Vermehrung unseres eigenen Landes zur Folge hatte, indem...sie natürlicherweise die Auflösung des.kunstliS zusammengesugten tschecho-slowakischen Staadt ^salien^ verbinde Ungarn vertrauteste Freundschaft.

Ungarns Verhältnis zu Jugoslawien ^l in ersreu- licher Besierung begriffen, da die. gemeinsamen Interessen der beiden Staaten sich mehrten. Die Entwicklung, des befreun­deten B u 18 a 11 e n 5 werde vom Ungartum mit aufrichtiger

u>män^ien gegenüber habe 'Ungarn die Initiative zur Entgiftung der Atmosvhare.zwlschen den. bei­den Ländern ergriffen. Ungarn sei geduldig und nachgiebig, so lange es seine Rechte nicht gefährdet sehe, doch lei die Ver­wirklichung dieser Rechte eine Vorbedingung der ungarischen Zukunft. sgd ost europäischen Block-

bildung betonte der Minister: „Wir sind bereit, mit lebet-

ziebungen anbahnen. , , . „.. ,

’ Wangtschingwei ließ tn der fast einstundigen Unter­redung keine Zweifel darüber, daß er sich der großen Schwie­rigkeiten. die die Durchführung dieses umfangreichen Pro­gramms mit sich bringe, bewußt sei, daß er aber hone, sie in enger Zusammenarbeit mit Japan zu überwinden und ein freies selbständiges Ehina aufzubauen, denn nur ein solches könne mithelfen, die großen Friedensauf- gaben in Dftaften zu lösen.

Erklärung des Ministerpräsidenten Abe

Tokio, 22. Nov. (Funkmeldung.) Premierminister. A b e gab am Dienstag vor der Presse Erklärungen über die Chinavolitik Japans ab. die in Anlehnung an die Konoye - Erklärung vom Januar 1938 wichtige An­haltspunkte dafür geben, wie sich die Beziehungen eines neuen Ehina unter Wankingwei für Japan geltalten fallen.

Grundsätzlich, so erklärte Abe. würde Japans Leistung alles vermeiden, was die Gleichberechtigung und Souveränität der neuen Regierung verletzen könnte. Anderseits fei Japans Führerschaft in Fernost natürlim ge­geben. Japan erwartet, daß Nordchina in besondere Be­ziehungen zu Japan und Mandschukno träte und daß ferner Nordchina und die innere Mongolei enger miteinander ver­bunden werden als andere Teile Ehinas.

Zur Stationierung javanischer Truppen in Ehina erklärte Abe. daß diese Maßnahme sich allein ans dem Gedanken eines Übereinkommens zwischen China und Japan ergebe. Man dürfe nicht glauben, daß der Ehinakonilikt allein durch die Einsetzung einer neuen Regierung und die Be­seitigung Tschiangkaischeks sowie die Zurücknahme javanischer Truppen beigelegt sei, vielmehr stehe die ^schwerste Aufgabe noch bevor. Ta die Kriegsschulden Japans fich seit Beginn des Ehinakonsliktes auf zehn Milliarden deng be­liefen. werde auch noch die nächste Generation mit der end­gültigen Lösung der Neuordnung in Fernost beauftragt sein.

Zur Außenpolitik erklärte Abe. daß eine friedliche Lage mit Rußland durch Beseitigung der bisberioen Streitfragen geschaffen werden solle. Er kündigte gleichzeitig die Einsetzung einer Grenz ko mrnission zur Regelung sämtlicher Grenzfragen zwischen Rußland und Mandschukno an. Gegen­über dem Krieg in Europa verfolge Japan die Politik der Nichteinmischung.

Abes Erklärungen werden in politischen Kreisen dahin beurteilt, daß Japans Wünsche auf eine Sonderstellung Nord- chinas und der inneren Mongolei klar erkennbar seien, dag jedoch seine Haltung gegenüber Mittel- und Südchina voll­kommen ungeklärt ist.

Die Lolksfchädlinge Seelfoi und Goebel hingerichtet. Die Justizvreüestelle Berlin teilt mit: Am 21. November 1939 sind Ernst Seelhof und Bernhard Goebel hingerichtet worden, die vom Sondergericht Berlin am 20. November 1939 wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volksschädlinge zum Tode sowie zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte verurteilt worden sind. Seelbor und Goebel, zwei mehriach vorbestrafte gewalttätige Gewohnheitsverbrecher, hoben im Oktober d. I. tn Brandenburg a. d. H. unter Aus­nutzung der Verdunkelung zusammen einen schweren Raub- Überfall. Seelhof außerdem gleichfalls unter Ausnutzung der Verdunkelung einen räuberischen Diebstahl -ine räuberische Erpressung begangen.

Herzliche Freundschaft Ungarns mit dem Reich Graf Csaky über die ungarische Anßenpolitik - Die Voraussetzungen einer Blockbildung im Südosten - Energische Stellungnahme gegen unverschämte englische Kontrollgeluste

Schanghai, 22. Rov. (Funkmeldung.) Der bekannte chinesische Politiker Wangtschingwei. der bekanntlich an der Spitze der Bestrebungen zur Bildung einer neuen chinesischen Na t ionalregier una steht., gewahrte dem Vertreter des Deutschen Nachrichten-Buros eine Unter­redung, in der er u. a. ausführte:

„Die neue Regierung in Ehina wird als chinesische Nationalregierung untei der alten Kuoin ln - tangflagge mit dem Sitz tn der alten Hauptstadt Nanking gebildet werden. Unter Aberkennung der Exi­stenz der Tschunkinger Regierung wird sie für sich m An­spruch nehmen, die allchinesische, ganz China um fas­sende Nationalregierung darzustellen, wenngleich sie int Augenblick ihrer Gründung noch nicht imstande ist. alle Gebiete des chinesischen Reiches unter ihrer Herrschaft zu vereinigen. Der Zeitpunkt der Einsetzung dieser Nationalregierung, die im großen Plan der Sicherung eines dauerhaften Friedens in Dftaften nur eine Tetlmatznabme bedeutet, ist heute noch nicht festlegbar, da die Aus- arbeitung konkreter, für China und Japan annehmbarer ehrenvoller Friedensbedingungen selbst bet glattem Ver­lauf der schwebenden Unterhandlungen mit Japan noch ge­raume Zeit in Anspruch nehmen wird.". v , ...

Wangtschingwei, der über die Plane, und Ziele dieier Regierung und zwecks Richtigstellung irriger Ansichten be­züglich der unmittelbar bevorstehenden Ausrufung der Nationalregierung erstmalig weitgehende Auskünfte gab, er­klärte dann weiter: erkenne an. daß. C b l n a d e n

Konflikt mit Japan mit w i l lt a r l s ch e n. M i t - fein nicht siegreich beenden kann, ebenso „tann Japan niemals unbestritten Sieger werden. Beide Lander müssen daher für die Verständigung und den Frieden Opfer bringen. Freiheit und Selbständig­keit Chinas dürfen in den Friedensbedingungen nicht an- getaftet werden. Grundlage für die schwebenden Unterhand­lungen bleiben unverändert mein Programm und die Konoye-ErklärungvomDezember letzten Jahres. Ich habe immer noch eine kleine Hoffnung auf b e n Anschluß Tschungkinss an meine Friedens­bewegung.

mann zum Wohle des Friedens zusammenzuarbeiten wie wir es des öfteren bewiesen haben, doch hat eine eventuelle Zu­sammenarbeit von ständigerem Charakter unsererseits zwei Vorbedingungen:

1. sie kann sich nicht gegen dritte Staaten rechten vorerst bie Gegensätze zwischen uns und den an der Zusammenarbeit teilzunehmen gewillten Staaten abgestumpft werden. Ohne dieses mußte das gosizo Untertangen im Pharisäertum befangen bleiben.. Dazu aber, daß immer nur wir Opfer bringen, sind wir Nicht mehr zu hcivCit"

Rußland gegenüber betonte Graf C saky. die Worte des russischen Staatsoberhauptes, die dieser an den neuen ungarischen Gesandten richtete, deckten sich vollkommen mit der ungarischen Ansicht, daß sich Interessengegensatz^ Zwischen den beiden Völkern kaum denken lassen, und daß die. russisch­ungarischen Verbindungen auf wirtschaftlichem Gebiet stark ausgebaut werden könnten.

Da Ungarn nicht am Kriege teilnehme, hätten sich seine Beziehungen zu Frankreich und England nicht ° ^Da? kürzlich mit der Slowake i abgeschlossene wirt- schaftsvolitische Abkommen könne zum. Ausgangspunkt einer erneuten Besierung der Beziehungen zwischen den beiden olach- barn werden.

Abschließend wies Graf Csaky auf den schweren Kampf Ungarns um die Erhaltung einer wirtschaftlichen Sicherheit hin unb betonte, der gegenwärtige Blockadekamvf be­deute für' das ungarische Wirtschaftsleben, eine schwere Be­lastung. Auch die gemäßigt ruhige, verlagliche Autzenpolitik Ungarns müßte ins Wanken geraten, wenn der Rohstoffmangel. Stockungen in der Kontinuität der wirtschaftlichen Erzeugung bewirken sollte. Einer Kontrolle, die. auf Kosten der ungarischen Selbständigkeit ober des ungarischen nationalen Selbstbewußtseins ousgeübt würde, könne f i ch Ungarn nicht unterwerfen.

Dkoskau, 21. Nov. Die Moskauer Zeitung. .Mwestna beichäfttgt sich heute in einer Glosse mit ben wirtlchaitlichen Schwierigketten. die Frankreich imolge des Kriegs zu «leiben bat. Die Grundlage für die Volksernährung <rrankreichs iei heute wesentlich Laler.als zur Zeit des Weltkrieges. Die Saatfläche habe sich in den letzten -5 Jahren um 1-.« nerrinoert Außerdem fehlten seit dem Kriege auf dem £ant"ßöie erford^rliLn Arbeitskräfte, da die Mobilisierung am stärksten die Bauernschaft betronen habe. Eine besondere Schwierigkeit der Wirtschaftslage Frankreichs sei. wie die

»rfö ewm«h LÄLL'si- “ mittelbar an Der Fiontlinie lügen, bätten Me FiOeruV

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für die Wirtschaft Frankreichs von gioftter Sebeutung icten.

In Hsammenhang mit der Daritell^na ber Mwestiia ist eine Rede des franzonfchen Staatspräsidenten Lebrun bebeuiiam. die er im Verlaufe einer Belichtlgung Kohlen­gruben von Lens hielt. Lebrun mußte zugeben, bau Srant-

Scharfe Abrechnung mit den Westmächten Slowakische Regierungserklärung vor dem Parlament — Pflege der Freundschaft mit dem Erosideutschen Reich — Ent­schiedene Zurückweisung feindlicher Agitation

Das slowakische Volk ist frei

Preßburg. 21. Nov. Das slowakische Parlament, nahm am Dienstag die Regierungserklärung des neuen Minister­präsidenten Dr. Tuka entgegen, die wegen Erkrankung Dr. Dikas von Minister Dr. D u r c z a n s k i verlesen wurde.

Die Regierungserklärung halt scharfe Abrechnung mit den Spekulationen der West machte, deren schamlose Verlogenheit sie treffend brandmarkt, und unter­streicht mit grotzer Wärme die Verbundenheit des slowaki­schen Volks mit dem Deutschen Reich. Im einzelnen beißt es in den wichtigsten der Außenpolitik gewidmeten Teilen der Regierungserklärung ü. a.: Die neue Regierung per slowaki­schen Republik ist ebenso wie ihre Vorgängerin zur Zu­sammenarbeit mit jedem Volk bereit, bas Interesse an dieser Zusammenarbeit bei Wahrung der Lebensbedürfnisse des ielbftänbigen slowakischen Staates zeigt. .Viele Völker be­weisen bereits ein entsprechendes Verständnis, und die slowakische Regierung ist überzeugt, daß. je. werter die Zeit vorwärtsfchreitet. sich die slowakenfembliche Propaganda blamieren und bas Netz ihrer erfundenen Nachrichten zer­reißen werde.

Die slowakische Regierung wird auf dem von ihrer Bor- gaugerin eingeschlagenen Wege vor allem in der Pflege der Freundschaft mit dem Großdeutschen Reich sortschreiten.

Diele Zusammenarbeit mit Deutschland bat uns zu einer selbständigen staatlichen Existenz.. verhalfen. die.uns jene egoistischen Interessen anderer Volker bis zum Marz dieses Jahres vorenthalten hatten. Diese Batten bemüht nadj dem Prinzip des Gleichgewichts, aber ohne Rücksicht auf. die nach ihrer Freiheit und Selbstänbigkeit strebenden. Volker und ohne jeglichen politischen Weitblick staatliche EMelten. ge­bildet. durch die eimig der Bestand der durch die Nachkriegs­verträge geschaffenen Lage gesichert werden sollte.

Ein Beweis für den Erfolg ber beutsch-flowakischen Zu­sammenarbeit ist im übrigen nickt nur bie Tatsa cke. baß bte Slowakei vor einem Einbruch des polnischen Militärs be­wahrt blieb, sondern vor allem auch der Umstand, daß ihre Haltung die Wiedergutmachung lenes Unrechtes ermöglichte, bas Polen wäbrenb der 20iäbrigen Dauer feiner selbständigen Existenz dem slowakischen Volkskorver zugefugt Hatte.

Auch wenn diefe Tatsachen den. Feinden des Deutschen Reiches Seht unangenehm sind, so bleiben sie dennoch bestehen.

Es steht fest, daß das »orogtitoe Volk bisher im Namen der Demokratie und »umonitat, tm Geiste des Selbst­bestimmungsrechtes und seiner Selbständigkeit um slowakische Gebiete gebracht wnrde. daß es jetzt aber beim Aufbau seiner selbständigen Existenz und bei der Bereinigung keines natio­nalen Gebietes von lenem nafttonalsoztaltsttschett Deutickland unterstützt wurde, welches von den großen westlichen Demo­kratien als „Imperialist mit WeltbeberrfHungsvlanen« be­zeichnet wird.

Diese für sie unangenehmen Tatsachen versuchen bie Westdemokratien mit allen Mitteln zu vertuschen, indem sie Tatsachen verheimlichen und vor allem. behaupten, bie Slowakei fei von ber deutschen Armee, okkupiert worben. Den Anstoß zur Verbreitung solcher böswilliger Nachrichten gab einzig dir Zusammenarbeit des slowakischen Heeres mit ber deutschen Wehrmacht anläßlich der Sickening der slowakischen Grenzen gegen die an ihnen konzentrierten Massen des uoln^yben ^eel^ooa„anj)a Weltmächte aufrichtig wäre, müßte sie bei sich selbst nackschauen. Sie mußte »uaeben. daß. wenn man auf Grund der flowaki!ch-deuts«en Zusammen­arbeit von einer Besetzung der Slowakei dgrch deutsches Mili­tär spreche, die Anwesenheit englischer Soldaten in Frank­reich ebenso gedeutet, werden mußte. Allerdings vermut bei uns niemand auf diese parallele Argumentation, denn bei uns bat man noch Respekt vor dem g e Fun d e n M e n i ckcn- „erstand. Wir betonen erneut bah bas slowakische Soll frei ist. mit ber Tschechoslowakei em für allemal abgerechnet bat unb niemals mehr deren SßteberauftiÄtung wünscht, denn dies wurde den Untergang der slowakischen Freiheit bedeuten. Zum Untergang der Homahtoen Freiheit aber könnte es nur nach Brechung des Widerstandes der ganzen slowakischen Natron kommen, was niemals tm Namen der Demokratie, der Humanität und der Freiheit versucht werden könnte. $onbe* i ausschließlich tm Navwn des Imperialismus, i r Ungerechtigkeit ber Versklavung $1 einer Völker und im Interesse der politischen Ziele großer ^“‘ste diplomatische Tätigkeit, die sich im Westen in der Richtung entwickelt, als ob die TsLecho-Slowakei noch, be­stünde,, entspricht nicht dem Willen des slowakischen Volktt. in dessen Namen im Gegensatz zu seinen Interessen und Zielen sie zu sprechen vorgibt. .

Das slowakische Volk ist frei, und deshalb darf tm Inter­esse feiner Freiheit uiemaud zu den Waffen greifen.

Die Regierungserklärung rechnet dann mit den Leuten ab. die niemals Slowaken gewesen leien. letzt, aber, unter allerhand Vorwänden slowakische Volksangeborige m die sogenannten tschecho-slowakischen Legionen pressen wollten, seihst unter rohesten Zwangsmitteln. Em solches Vomeben müsse nicht nur vom (sesichtsvuntt des internationalen Rechts aus verurteilt werden, sondern es gebe hier auch um eine vom sittlichen. Standpunkt aus verwerfliche Sache

Die Regierungserklärung gibt dann em anschauliches Bild von dem Aufbau und bem Programm bes jungen slowakischen Staates.

Die Subenftage werd« unbedingt. gelöst werden. Die Juden, die sich m den frühere» Zeiten lebet gegen das Interesse des slowakischen Volkes gerichteten Bewegung an- gekchlosseu und daraus riesengroßen Nutzen gezogen batten, müßten als Frembkotver aus dem slowakischen Staat ent­fernt werde« uud der bodenständigen Bevölkerung Platz macken.

Jebenfalls werde die Regierung die Rücksie.dlung von Slowaken, die seinerzeit durch ein feindliches Regime zur Auswanderung gezwungen worden feien, ober sich gegenwärtig in abgetretenen Gebieten befanben und ihre