Einzelbild herunterladen
 

Wksb ademr TaMatt

Druck und »erlog: Erscheiimngrzett:

Werktäzlich nachmittag,.

6 Ausgaben

Unterhaltungsbeilage.

Wöchentti

mit einer täglichen

«. Schell«»«,Ich« »uchdnuierei,la-blaü - Haus' F«nspr-ch«.Samm-l.Nr. 5963L Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfutt a. M. Nr. 7405.

EeschSstrzeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends außer Sonn- u. Feiertags Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf

Aiqeiqenpreise: Ein MMimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund­preis 7 Rps., der 86 Millimeter breiten Spalte im Teittell 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 6, Nachlässe nach Preisliste Nr. 6. Für die Aufnahme von Anzeigen an besttmmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen-Annahme 8V- Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungrtage aufgegeben werden.

^üMireis«: Für ein« Bezugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für -men Monat RM. 2., ein. schließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld. Einzel, nummern 10 Rpf. Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die alle Postanftalten. Die Behinderung der Lieferung rechtferttgt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. 'VVDVVVVVMDVVVVVVVVDDdNVDDVDDGVV

Nr. 262

Mittwoch, 8. November 1939

87. Jahrgang

Verbrecher mit Siedermannsallüren

(Eigener Drahtbericht uns

England der Kriegsverlangerer

as. Berlin, 8. Nov. Molotow hat in seiner Rede, die er am Vorabend des 22. Jahrestages der Oktober-Revolution hielt, noch einmal klar die tatsächlichen Kriegsziele der Engländer gekennzeichnet. Er hat ohne Umschweife fsstgestellt, dass das Ziel des von England herbeigeführten Krieges nicht dieRettung der Demokratien" ist, sondern die gewaltsame Ausschaltung unbequemer Kon­kurrenten und die Rückgewinnung der Herrschaft über die unruhig werdenden Kolonialvölker. Damit hat der sowjetrusfische Außenkommissar eigentlich bereits die Antwort auf die anmaßende Rundfunkrede des eng­lischen Außenmini st ers Lord Halifax vorweg- genommen. Wenn dieser edle Lord in nebelhaften Umrissen eineneue Welt" aufzeigte, für die England angeblich kämpft, so wissen wir sehr genau, wie England sich eine solcheneue Welt" vorstellt. Gegen diese neue Welt nämlich würde darüber haben uns die englischen Kriegstreiber ost genug unterrichtet der Zustand, in den die Welt durch den bri­tischen Wortbruch nach dem Ende des Weltkrieges versetzt wurde, noch ein Paradies sein. Ein zweites und noch weit­aus schlimmeres Versailles würde uns in dieser neuen Welt des Herrn Halifax und Genossen erwarten. Lord Halifax möchte dementsprechend England auch weiter­hin die Rolle des Weltpolizisten sichern. Er selbst maßt sich das Amt eines Schiedsrichters an, und glaubt von seinem Richterthrone herab schwere Anklagen gegen Deutsch­land richten zu können. Dabei wirst er Deutschland alle die Verbrechen vor, die seit Jahren das Schuldkonto Englands belasten. Brutale Gewalt, Wortbruch, Mißachtung von Ver­trägen, alles das sind Verbrechen, die die englische Geschichte charakterisieren. Und ausgerechnet dieses England redet von Menschenrechten. Das gleiche England, das seinen Krieg gegen Frauen und Kinser führt, das gleiche England, das die polnischen Mordbrenner anstiftete, zahllose Volksdeutsche abzuschlachten. Alles das sind Dinge, die heute di« ganze Welt kennt. Wem denn eigentlich will England unter solchen Umständen noch sagen, daß der Krieg, den es begonnen hat, ein Krieg fei, derFrieden und Gerechtigkeit" herbeiführen solle. Der gleiche Lord Halifax, der die Friedensver­mittlungen Mussolinis scheitern ließ, hat sich mit dieser Rede erneut als Gegner eines vernünftigen und ge­rechten Friedens bekannt. Diese verlogene und anmaßende Rede hat nur erneut gezeigt, daß England den Frie­den nicht will.

Rach dreser Rundfunkrede des englischen Lords kann nie­mand im unklaren darüber sein, wo die Kriegshetzer und die Kriegsverlängerer sitzen. Ihnen scheint freilich in ihrer Haut nicht recht wohl zu sein. Die Haltung Sowjetrußlands ist ihnen außerordentlich unbequem. Das läßt sehr deutlich ein

rer Berliner Schriftleitung)

Artikel desNews Chronicle" erkennen, in dem allen Ernstes die Frage aufgeworfen wurde, ob es zweckmäßig wäre, einen englischen Minister nach Moskau zu entsen­den. Die englisch-sowjelrussischen Beziehungen hätten sich in recht unerfreulicher Weise verschlechtert uftd deshalb müsse alles geschehen, um weitere Komplikationen zu verhindern. Die englische Regierung müsse, so meint das Londoner Blatt, versuchen, sich auf diplomatischem Wege über die Ab- sichtenRutzlandsKlarheit zu verschaffen. Man sollte eigentlich meinen, daß die Sowjets ihre Ansichten so klar dargelegt haben, daß auch London sie begreifen müsse. Der sowjetrussische Kriegsminister hat in seiner Rede auf der Truppenparade ein übriges getan und den Engländern nochmals bestätigt, daß Sowjetrußland nicht daran denkt, die Kastanien für England aus dem Feuer zu holen. Man wird hinzufügen müssen, daß alle offiziellen Reden und Äußerungen zur Jahresfeier der sowjetrusischen Revolution die entscheidende Front st ellung Sowjetrutz- lands gegen England und Frankreich als diejenigen Mächte, die für den Krieg und für die Fortsetzung des Krie­ges verantwortlich sind, sehr stark unterstrichen. Wenn dabei der sowjetrussische Kriegsminister den Freundschaftsvertrag mit Deutschland als unübertreffliches Instrument rühmte, das den Interessen der beiden Staaten diene, so sollte das eigentlich auch demNews Chronicle" geigen, daß feine Anregung, einen englischen Minister nach Moskau zu ent­senden,nicht ganz zeitgemäß" ist. Molotow hat die aktive Friedenspolitik der Sowjetunion klar herausgestellt, Lord Halifax den Kriegswillen Englands. In Moskau sprechen die Fxeu»de eines gerechten Friedens, in London sprach ein Kriegshetzer und Kriegsverlängerer.

Die Rede Halifax mutz zugleich aber auch als eine klare und überaus schnelle Absage Eng­lands an die belgisch-holländische Friedensaition gewertet werden. Der englische Außenminister hat sich außerordent­lich beeilt, zu bekunden, daß England an seinem Krieg fe st hält und nicht gewillt ist, auf irgendwelche Vorschläge einzugehen, die dazu führen könnten, die Krieg­führenden einander näherzubringen. Auch die Haltung der englischen und franMschen Presse zeigt, daß in England und Frankreich derartige Angebote, wie sie die Staatsober­häupter Belgiens und "Hollands machten, unerwünscht sind. Der belgisch-holländische Versuch ist also in London und Paris auf schroffe Ablehnung gestoßen. -Halifax hat ihr mit einer noch agressiveren Rede, als wir sie schon früher von dem englischen Außenminister gewöhnt sind, geantwortet. Auch damit ist noch einmal klar- gestellt, daß die gleichen Leute, die den Krieg herbeifiihrten, entschlossen sind, "unter allen Umständen den Krieg fortzu­setzen. Die Verantwortung hierfür haben" Eng­land und Frankreich zu tragen.

Opfer!

Ein Wort an die Heimat zum 9. November

Von Erich Tülluer

Als in dem trüben Herbst des Jahres 1918 die Revolu­tion in Deutschland ausbrach und sich mit dem Tage des 9. November fortan die Erinnerung an eine der dunkelsten Stunden deutscher Geschichte verband, konnte noch nicht vor­ausgesehen werden, welchen Sinnwandel dieser Tag einmal erleben würde. Nun aber kam, fünf Jahre später, der 9. November 192 3, und in wunderbarem Ausbruch lösch­ten die Männer vor der Feldherrnhalle zu München die Schande, die einst über Deutschland hereingebrochen war. Aus dem Schatten der Demütigung wuchs hellflüalig das Opfer und damit die Überwindung. Das Blut der Gefallenen aber wirkte weiter, und erst an jenem Tag, als die Fahnen des 9. November wieder auf Vollmast gingen, war der Sieg über die Revolte von 1918 endgültig geworden.

Der Marsch zur Feldherrnhalle war der erfte große Opfergang für die deutsche Freiheit, die Gefallenen von damals die ersten Märtyrer einer Ide«, die heut« Millionen deutscher Männer mit der Wafst in der Hand verteidigen. Die Tat von damals war ein Fanal der Erhebung unseres Volkes, das Zeichen eines stolzen Geistes und eines unbeug­samen Willens zur Freiheit des Reiches, das wir heute in seiner glanzvollsten Wiederauferstehung verteidigen.

2n diesen ereignisreichen Wochen, in denen Deutschland zum Kamps gegen dieselben Gegner angetreten ist, die uns den 9. November 1918 bereitet haben, ist die Erinnerung daran eine notwendige Pflicht. Und wenn irgendwer ein Recht hat, nach Sinn und Unsinn der Vergangenheit zu fragen und die Zukunft mitzubestimmen, so ist es der Sol - dat dieses Krieges.

Unsere Väter standen im Weltkrieg 4 Jahre an der Front und wurden doch hinter der Front geschlagen. Unsere Väter kämpften und litten, und aller Kampf und alles Leid wurden doch zunichte durch den Verrat der Heimat. Wir waren noch Kinder, als die Väter heimkamen, und viele von #ns waren noch nicht geboren. Die aber alt genug waren zu denken, die sich durchgehungert und die gewohnte'Sorglosig­keit der Kindheit nicht kennen gelernt hatten, spürten die ganze Schwere der Ereignisse und ahnten auch die Ursachen, aus denen es zu den Ereignissen gekommen war.

Me war es damals ich frage euch, die ihr dabei wart, Kinder damals, und heute Soldaten! Maschinengewehre knatterten, Gewehrschüsse peitschten durch die Straßen, Artillerie beschoß die Schlupfwinkel der revolutionierenden Haufen. Wenn wir zur Schule gingen, drückten wir uns an den Häuserwänden entlang, ängstlich und jeden Augenblick von einer verirrten Kugel gefä- bet.

Der 9. November 1918 war geboren! ein Schreckbild in der Geschichte des Reiches aber ein Bild, das wir nicht vergessen dürfen, wenn wir aus den historischen Ereignissen lernen wollen.

Einzug des Generalgouverneurs in Krakau

Dr. Frank:Wer sich der schöpferischen aufbauenden Arbeit unseres Reiches widersetzt, ist verloren. Wer sich ihr einfügt, wird leben, arbeiten und sich Entwickeln können."

Der englische Krieg ein brutaler Raubzug

England und Frankreich finden in ihren inneren Krisen keinen Ausweg mehr und suchen darum neue Abenteuer"

diesem Platze aus so wie allüberall in der Machtsphäre des Deutschen Reiches der Wille unseres Führers das ® cJe<$ und der Inhalt unseres Sandelns, die Wohlfahrt unteres Volkes aber und die Sicherung der kul­turellen friedlichen Entwicklung aller Kulturvölker das letzte Ziel , unseres Werkes sind. Wer sich dieser schöpferischen aufbauenden Arbeit unse­res Reiches widersetzt, ist verloren. Wer sich ihr einfügt, wird leben, arbeiten und sich entwickeln können. Wir kommen in dieirs Land nicht als blindwütige Eroberer, londern als Garanten deutsch geord- ueter, deutsch geführter Arbeit. Es ist ein Augenblick von leltener historischer Größe, daß hier in dieser Burg, die io lange das Bollwerk eines antideutschen Kampfes war und durch viele Jahrhunderte ein wahrhaftes Snmbol des Ringens gegen das Deutschtum gewesen ist. nunmehr die Hakenkreuzflagge weht und der Hakenkreuzgeist in die Säle gelangt ist. Daß wir aber hier stehen, verdanken wir unseren Soldaten, die für die Freiheit unteres Volkes den Kampf gesührt haben.. Denjenigen, die dafür geiallen find, sei unser dankbarer Gruß geweiht. Aber auch die Tausende von Volks­deutschen, ine unter den barbarischen sadistischen Attacken ent­menschter polnischer Gewaltakte ihr Leben und ihre Gesund­heit oprern mußten, auch Re trugen durch ihr Opfer $ut Frei­heit dieses Landes bei. Auch ihrer gedenken wir."

Der Eeneralgonverneur beendete seine Ansprache mit den Worten:Herr Distriktschef! Ich überbringe Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Grüße des Führers. Wir gehen ans Werk."

Dr. Wächter brachte dann ein Siegheil auf den Führer aus, das zum ersten Male durch die Räume dieser Burg klang.

aus dre Zertrümmerung und Ausschaltung ihrer Konkurrenten und feglicher Ansprüche aus ihre Kolonien und ihre Kolomalreichtümer gestützt.

Dank der konsequenten Durchführung ihrer Friedens­politik genieße die Sowjetunion nach wie vor die Wohltaten des Friedens und könne so alle Zweige des wirtschaftlichen und kulturellen Aufbaues entfalten.

Molotow streifte dann kurz den Bankrott des polnischen Staates, der ungeachtet der Garantien der (Fortsetzung auf Seite 2)

Krakau, 7. Nov. Am Dienstag hielt der General= gouverneur für die besetzten Gebiete. Reichsminister Dr. Hans Frank, in Krakau keinen feierlichen Einzug, um auf der historischen Burg seinen Regierungsfitz zu nehmen.

Die Stadt Krakau bereitete ihm einen festlichen Empfang und hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Im Jnnenhof der Burg, die von allen Seiten festlich angestrahlt war, waren Ehrenbereitschaften der Wehrmacht, des ((-Totenkopfver- bandes. bei Schutzpolizei unb der Volksdeutschen Organi­sationen angetreten, die bei Eeneialgouveineui in Begleitung seines Vertieteis. des Reichsministeis Di. Seyß-Jnauart, des Geneials bei Kavalleiie von Pogiell und bei anberen Seilen ieinei engeren Beglei­tung untei ben Klängen des Präsentiermarsches abschritt.

Danach geleitete Distriktschef. ((-Oberführer Dr. Wäch­ter. ben Reichsminister in bie Jnnenräume ber Burg, wo bet Genetalgouvetneut im Audienzsaal von über zwei- hunbert Persönlichkeiten bes öffentlichen Lebens erwartet würbe. Unter ihnen befand sich auch eine Abordnung von Totalen, den polnischen Berg­bewohnern aus Zakopane, in ihren malerischen Trachten. Dr. Wächter begrüßte ben Genetalgouvetneut mit einer kur­zen Ansprache, in bet er ihn als den neuen Herrn dieses Landes, dieser Stabt unb dieser Burg herzlich willkommen hieß. Darauf ergriff ber Generalgouverneur bas Wort unb führte aus:

Aus Befehl des Führers übernehme ich hier auf der Burg zu Krakau die Regierung des Generalgouverne­ments. Ich kann nut die Versicherung abgeben, daß auch von

Molotow-Rede auf der Revolutionsfeier

Moskau, 7. Nov. Gestern abend fand im Großen Moskauer Opernhaus der übliche Staatsakt statt, der die alljährlichen Feiern zum Jahrestag der Oktober- Revolution einleitet. An der feierlichen Versammlung nahmen auf den Plätzen des Ehrenpräsidiums die führenden sowjetrnsiikchen Staatsmänner, an ihrer Spitze Stalin, Molotow, Woroschilow und andere teil.

Nach einer kurzen Ansprache des Präsidenten des Moskauer Stadtsowjets, Pronin, hielt der Vonchende des Rates der Volkskommissare, Molotow,, die Fest­rede. Die Rede Molotows war vornehmlich allgemein- politischen und innersowjetikchen Fragen gewidmet.

London auf der Suche nach Verbündeten

Nach einem Hinweis auf bie Wirtschaftskrisen, die auch die größten kapitalistischen Staaten England, Frankreich und USA erfaßt haben, stellte Molotow fest, daß die reichsten und von errafften Reichtümern fett gewordenen Länder in ihren inneren Krisen keinen Ausweg aus ber Lage mehr fänden und daß diese Tatsache als Grundursache dafür anzusehen sei. daß diese Mächte nunmehr neue Abenteuer suchten. Dann liege auch die wahre Wurzel ber gegenwärtigen Krise. Während gewisse Pläne Sowiet- ruglanb in den Krieg einzubeziehen, mißlungen seien, ver­suchten England unb Frankreich, nicht nur ihre Bevölkerung, sondern auch die Bevölkerung ihrer Dominien und Kolonien immer stärker in ben Krieg hineinzuziehen. Sie kämpften angespannt, um bie Anzahl ihrer Verbündeten zu ver­größern unb um neutrale Länder auf ihre Seite zu ziehen.

In diesem Zusammenhang rotes Molotow insbesondere auf die ernsten Fragen bin. die der gegenseitige Bei­standspakt Englands und Frankreichs mit .der Türkei aufgerollt habe. Die Zahl ber neutralen Lander in Europa würde immer mehr ab nehmen, wenn es ben herrid>enben Kreisen Englanbs unb Frankreichs gelingen sollte, ben Krieg zu verlängern unb zu schüren, um ibn zur Stärkung ihrer Weltherrschaft und zur SBehauotung ihrer zahlreichen Kolonien auszunutzen. Für anbei« Staaten, io meinte Molotow, sei bie 3i e u t r a 11 ta t nur eine Maske, hinter ber sie ihre wahre, auf bie Ausbehnung bes Krieges gerichteten Absichten verberge, von bem sie hohe Profite auf Kosten ber kriegführenden Völker erhofften.

Ausschaltung i'rer Konkurrenten

Die imperialistischen Wesimächie hätten ihre Berech­nungen hauptsächlich auf einen neuen Raub und auf eine neue Aufteilung der Welt zu ihren Gunsten sowie

Es wird uns leicht gemacht, das Kuliffenfpiel zu ent­zaubern, mit dem man uns in ben November 1918 trieb unb mit bem man uns heute zu verbuninten sucht. So unglaub­lich es klingt, für so einfältig man es auch halten möchte: es ist berselbe Trick, es sind dieselben Methoden und es ist ja auch wieder England, das sich in seiner grenzenlosen Überheblichkeit anmaßt, Richter in deutschen Sachen zu sein. Ging der Krieg ber Jahre 19141918, wie bie Feinbstaaten proklamiert hatten, nur gegen bas beutsthe Regime unb nicht gegen bas beutsche Volk unb sollte bie Revolution biefes Regime stürzen, so soll ber gegenwärtige Streit, wie Eng- lanb erklärt, nun roieber bem Regime ans Leber. Soviel Hochmut, soviel Frechheit! Denn wie ber Friebe aussah, ben man bem beutschen Volke aufzwang, als es sich nach 4 helben- haften Kriegsjahren seiner Regierung entlebigte, wissen wir alle. Unb was wir heute tun, ist nichts anderes, als uns ben