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Wiesbadener Tagblatt

8. Schellenberg'sch« Buchdruck««!,Icqblatt = Saus'- , K/X «x_ Erscheinunaszeit:

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mit einer täglichen

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a~uf °Rückzoh-un^

Nr. 243

Dienstag, 17. Oktober 1939

87. Jahrgang

6 Ausgaben

Unterhaltungsbeilage.

L. Schelle«S«g'sche Luchdruckerei,lagblatt = Saus' Fernsprecher-Samm^Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7,405.

werktäglich nachmittags.

Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends außer Sonn- u fkeiertaa» Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf

«uzeigenprnse: Ein Millimeter Höhe der 22 Millimeter breiten Spalts im Anteiasntei, mnn,h vr«s 7 Rpf.. der 85 Millimeter breiten Spalte im Zextteü (in SR^ Inn rt rniit Jr;tL m .

co^e Anzeigen müssen spätestens einen Tag rot btntT&Ä aufg-g°ben werd?m

im Firth of Forth Zwei englische Kreuzer schwer »lugzeuge abgeschossen

getroffen Zwei feindliche

Berlin, 16. Okt. Am 16. Oktober griffen in der Zeit rwl.chen 14.30 Uhr und 15.30 Uhr deutsche Bomher englische Kriegsschiffe, die im Firth of Forth l° «- n, an. Zw ei britische Kreuz er wurden von Bomben schweren Kalibers getroffen. Der Angriff fand Lr 0 i iw e r en englische» Abwehrfeuers statt. Bon den b r i tischen Jagdflugzeugen, die ihrerseits hanh afcuffherBlni: "urden durch unseren Kamofver^

band zwei abgeschossen. Zwei deutsche Flua- zeuge werden vermißt. 8

Die Franzosen gehen zurück

Fünf feindliche Flugzeuge abgeschossen Der deutsche Angriff auf Firth of Forth Erfolgreicher Handelskrieg

Berlin, 17. Okt. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Laufe des 16. 10. räumten die französischen Truppen den größten Teil des von ihnen bisher besetztendeutichenEebietes im Borfeld unserer Befestigungen und gingen an und über die Grenze zurück.

Die englischen Seestreitkräfte wurden gestern erneut und mit Erfolg angegriffen.

Zwei von den in Firth of Forth liegenden eng­lischen Kriegsschiffen erhielten Bombentreffer schwersten Kalibers. Dieser Erfolg konnte erzielt werden trotz heftigster feindlicher Gegenwehr durch Flakfeuer und Jagdflieger.

Bei der Überwachung des deutschen Luftraumes wurde» gestern fünf feindliche Flugzeuge, darunter zwei englische, ab geschossen.

Nach Meldung des deutschen U-Boots-Kommandanten fanden die Torpedierungen des SchlachtschiffesRoval Oak" und des SchlachtkreuzersRepulse" in der Bucht von Scapa Flow statt.

Der Handelskrieg in Nord- und Ostsee zeitigte in der letzten Woche wirksame Ergebnisse. Im Atlantik sind nach englischen Quellen allein zwischen dem 13. uni>15. 10. fieSen Dampfer mit 54 396 Tonnen ocr?en,t worden, darunter der größte französische Tank­dampfer .Emile M i g u e t.

Or PK- Die deutschen Maschinen. Stukas von grober Angriffs, und Kampfkraft, starteten am Montag von unserem Flughafen ber bedecktem Wetter zum England- ttug, In kürzester Zeit wurde mit den äußerst schnellen Maichmen trotz grober Bombenlast die Nordsee übercuerl und der Firth of Forth erreicht, vor dem unsere stänbig am tfctnb liegenden Aufklärer feindliche See- Itreitkräfte beobachtet hatten. Dicht an der Brücke lagen eng­lische Kreuzer einet groben Klasse, deren Typ in- wlge der großen Sturzgeschwindigkeit unserer Maschinen sticht genau ausgemacht werden konnte. Nahezu sämt­liche Maschinen des Verbandes kamen zum

Berlin, 17. Okt. (Funkmeldung.) Nach der »««mehr er­folgten glücklichen Rückkehr des deutschen U-Bootes, das das britische SchlachtschiffR o y a l O a t und den bri- tikchen SchlachtkreuzerRevulke" torpediert hat, ist es mggli$, über den Ort und die näheren Umstände dieser füngsten Grobtat der deutschen Kriegsmarine einen offiziellen Bericht zu gebe».

Schlag auf Schlag!

Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung

1 ,smur^ie*e °?ct andere Einheiten, die hier lagen. Die ersten Maichinen des Verbandes bekamen kaum Feuer, so PI? mar ite Übeiiatoung der Engländer, als unsere Ma- ?uf sie herunterstieben. Schon die zweite

L a j * l?1 £81 1 e Treffer auf einem

Kreuzer, die Hobe Rauchsäulen im Gefolge von den folgenden Maschinen konnten Treffer .beobachtet werden. Diese Treffer sind v h o t o g r a v b i s ch

8 b b a l t,e n worden und könne nun von den Englän- rf-V1 Acht wrn üblich abgeleugnet werden. Mehrere eng-

^ ck>».Vk^>chiff.e wurden e r h e b l i ch b e s ch ä d i g t.

h. Maichinen überflogen dann anschliebend noch

J>?s.ct «lorth und Edinburgh und t°n99 M' Teil dabei sehr niedrig. Es setzte von verschie- de"en Punkten aus starke Flakabwehr ein. Zwei bie sicy an die Verfolgung der deutschen wachten, mußten es allerdings büßen, dab sie an ^wendiger: und auveroidentl.ch kampfkräftigen Stukas S ? die bei diesem AilgriN eingesetzt wurden. Wie einwandirer beobachtet werden konnte, wurden zwei e n g - l l Ich e Jager voni Svit'' .....

Unsere Maschinen kehrten

teils aus

damit gerechnet, dag seine Vorherrschaft zur See so schnell ge­brochen werden wurde, stellen doch auch neutrale Länder gerade auf Grund der letzten deutschen Erfolge fest, dab Engla nd keineswegs mehr di e Nordsee be- b/rrscht. Die Engländer mögen sich bei ihrem Minifter- pra,identen. Herrn Chamberlain, bedanken, der nack- ^uerzeit die Musiolinische Friedensvermittlung tor­pedierte, jetzt die große Chancce, die ihm das einmalige Frie- densangebot des Führers vom 6. Oktober gäb, nicht erkannte und diesem Friedensangebot sein Nein ent- §e0.e" eJte Herr Chamberlain hat den Krieg in die Welt gese^ und die Chance, den Krieg abzubrechen, ausge- schlagen. Die Folgen hat England zu tragen.

«n . J?0 m Sv i t sir e-Typ abgefchosien. ere Maschinen kehrten in de» Abendstunden nach c.i.r-"Wvrdentlich grobe» Flugleistungen zurück. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen

Ei» englisches bei Großgerau, ein französisches bei Gernsheim Frankfurt, 16. Okt. I» der Nacht vom Sonntag auf Montag ist tm Luftraum MainzFrankfurt ein Flugzeug gegen » Uhr durch eine Flakbatterie in der Nähe von Franks ^urt abgeichos,eu worden. Das Flugzeug, ein emftischer liegt etwa zwei Kilometer süd- 7»d/tt wurden^«."-' e,n 9n8He Besatzung ist tot, vier andere wnrden gesangengenommen.

nm fc??ntutei1 versuch eines französischen AusklLrers, am Mont-gmorge» am Rhein zwischen Biblis und Großgerau riuzufliege», wurde er durch eine Flakbatterie mit ME.- Feuer in Gegend Gernsheim abgefchosseu. als er die Flak- batterie nut MG.-Feuer angriif. Das Flnareua tFnn re-q in Nähe von Gernsheim. Ruch hier sind zwer Mitglieder der Besatzung tot. Ein weiteres Mitglied b°9 "eelvuadet in deutsche Gefangenschaft geriet, wurde Fofort der Gefangennahme in ein Lazarett ubergefiihrt.

Ramponiertes Presüge

bekannt werden illustrieren die Ni ed erge- eit in England, die die Nachricht der britischen bct. Mit steigender Beunruhigung Rervosltat erörtern die Zeitungen die Möglichkeiten. <rrÖI-e- schweren , britischen Panzer gegen die deutsche KArn konnten Vor allem vermißt man nähere Angaben ubere Ort und Seit und über die Umstände unter denen, das Panzerschiff versenkt würde.Die Admirali- t°t>ck>welgt 3.6 Stunden lang", so überschreibt der Daily Herold seinen Bericht. Nach den großmäuligen Ver- b.er Ersten Lords, der Admiralität hatte man in England geglaubt, dab so große Schiffe, wie die ..Royal Oak" et.n. "der zwei Torpedoichusse aushalten könnten Um so LonE!"°Lernder wirkte die lakonische Mitteiluüg die der Ä,^°,ner Rundfunk brachte. Nach einer Meldung des ..®flUi) ferpreB bart niemanb die Überlebenden bßv Vßtni^tctcn i d r e e n

v"eue deutsche U-Booterfolg habe für die Admiralität eine cku8 erü.rbeI i ü) i) e i i t q t e Lage geschaffen die ne unhCrnwn Lwinge Das Blatt spricht ganz ehrlich

und offen von einer ^alaffrovüe unb sagt, man irtüiie ncac'dli,-?D«ie Rückschläge gefaßt machen. Die ..Times", ^'e die unbeschrankte Seeherrschaft Englands bisher als eine unterstellte, ist sehr kleinlaut geworden und schreibt, ganz, nüchtern und schlicht' ..Die Herrschaft aus See anrd nicht leicht gewonnen. Wer sich Der Waffe der See' bedient, muß bereit letn. den Preis hierfür zu 8 ch.b1 eM Und dieser Preis ist ..ab und zu" der Verlust wert-

K.r n ^onrageous" im vergangenen Monat leben "^tC ,,3? nnI Oaf mTt alt lbren wertvollen Menschen-

Wieviel deprimierter wird die Stimmung in England ieln..wenn.erst bekannt wird, daß auch die ..Arc Royal" vernichtet ist und weitere Kreuzer und Schlachtschiffe schwere ^/'L.Lh-elten Pie Tatsache. daß die deutschen Bomber Die britischen Schiffe nunmehr auch auf ihren eigenen in^ubev latz e n und tn~ ben Häfen angreifen lägt die 150^1011 Der englischen -flotte nahezu hoffnungslos ^lEernen, Nach den Verlusten, die sie schon in den ersten h4f- können sich die Kriegshetzer an der Themse > eeeU-' an de§ Fingern.abzahlen, wie lange sie einen von ?e.vtscher Eeite.offensiv geführten Kriea aus- halten können. Selbst Mister Chamberlain dürfte es dabei sehr zwenelhait erscheinen, ob England die von ihm verkündeten drei Jahre durchhalten kann. Solche Verluste, so schreibt die Schweizer ..Nationalzeitung", bedeuteten für die englische See- triegfuhiung schon deshalb mehr als versenkte Deutsche U-Boote weil die g l i ch k e i t e n de s E r f a tz es ganz andere feien. Deuifck)Ianb !önne schon in einem ^abr sebr wohl über 400. bis 5 00 neue u - Bo o teuer gen rur den Bau eines einzigen ..Royal Oak" ober eines g^ämeT 3nbr6een0 !flfen bie enaIärtbsi n6erm besten Solle q? ^e lvanischeZeitung ..Eivana" stellt fest, baß der Jiymbus. der Unbesiegbarkeit Englands zur S L6 " bin i st. Die italienische Zeitung ..Povolo di Roma" ^ebt ln den neuen Taten der deutschen U-Boote den iiber- senden Semeis der _gew al t i g e.n stärke der deu t- «lir^inh^n ^,e -?u^r bie letzten Illusionen jener

zuschanden werden lasse, die mit allzu großer Eile die absolute ntu .englische Herrschaft auf den Meeren in

aHe Melt hlnausvosaunten. Die Versicherung der britischen Admiralität. Daß Deutschland nicht mehr wagen werde seine U-Boote^ auslaufen zu lassen, sei niemals "o einbeuHg und rafft Dementiert worden, wie dürft die völlig unerwartete und

Neue Verluste der britischen Flotte : j; as" derli«, 17. Okt. Die Engländer müssen einen schweren «chlag nach dem anderen einstecken. Kaum hatten sie sich vom ersten Schrecken über die Versenkung rl5Royal Oak" etwas erholt, als auch

schon die Meldung kam. daß das gleiche deutsche U-Boot, das Oak" versenkte, auch ben 32 000 Tonnen großen SchlachtkreuzerRepulse" angegriffen und torpediert hat. 7^ar den Engländern damit noch einmal zu Eemüte geführt daß sie kernesroegs mehr die Herrscher der See sind, so lieferte ihnen die deutsche F l u g w a f f e unmittelbar danach den Beweis dafür, daß die englischen Kriegsschiffe auch a n i h r e n Versammlungsplätzen an der enq- WW keineswegs vor deutschen Angriffen sicher sind Deutsche Bomber haben vielmehr mit großem Erfolg englische Kriegsschtffe angegriffen, die im F i r i h o f F o r t h lagen also in zenern Küsteneinschnitt unweit Edingburqhs der em bevorzugter Liegeplatz für englische Kriegsschiffe ist.' Dort wurde bekanntlich schon am 27. September ein deutscher Fliegerangriff erfolgreich durchgeführt. wobei damals ein schwerer Kreuzer von einer 250-Kilo-Bombe getroffen wurde So reiht sich ein schwerer Schlag für die Engländer an den anderen. Und immer wieder müssen die Engländer feststellen, daß der deutsche Angriffsgeist ebenso groß ist k f s i ch e r h e i t der deutschen Flieger und der deutschen U-Boot-Kommandanten. In den neutralen Län­dern aber erörtert man immer eingehender die Frage, welche (folgen sich für England aus ben schweren Schlägen ergeben die ferner Vorherrschaft zur See ein Ende setzen. Unsere Gegner haben babei das Pech, daß sie zur gleichen Zeit auch neue Schläge im Handelskrieg verzeichnen m.u||en- Nach französischen und englischen Meldungen sind nämlich mnerhalb weniger Stunden drei französische und ein englischer Daitzpfer mit einer Eesamt- tonnage von etwa 30 000 Tonnen versenkt worden wobei hlnzugefügt wird, daß der englische Dampfer Flugzeug- teile und Motoren an Bord hatte. Wenn also unlängst eng- lstche Zeitungen behaupteten, daß im Handelskrieg die ll-Boot-Eefahr sich wesentlich verringert habe, und daß' große Erfolge den deutschen ll-Booten dank der britischen Gegen­wehr nicht mehr befchieden seien, so zeigen die neuen Ver­senkungen, wie falsch derartige Hoffnungen waren.

. Nach einer Londoner Meldung will Englands Marine- minister, Herr Churchill, in der Mittwoch-Sitzung des Unterhauses das Wort ergreifen. Er wird bei dieser Gelegen­heit wohl oder übel etwas zu den schweren Verlusten ' der i britischen Kriegsflotte ausführen müssen. Wir sind einiger­maßen gespannt, ob er bei dieser Gelegenheit endlich auch "ben Verlust des Flugzeugträgers ,.Arc Royal" zu- geben wird, zumal auch die neutrale Presse an ihn immer wteber Inejyrage richtet, wo denn eigentlich dieArc Royal" geblieben sei. yaft scheint es, als ob die englische Öffentlich­keit langsam auf. diesen Verlust vorbereitet werden soll hat doch der englische Rundfunk gestern zum ersten Male von d e r V e r n i ch t u n g d e rA r c R o y a l" g e s p röche n. Warten mir also ab, ob der Vater ber Lüge nun endlich mit ber Wahrheit herauskommt. Wenn er den Verlust derRoyal Oak" so schnell eingestand, so geschah bas onenbar, um so weniger von der Torpedierung derRepulfe" reden zu müssen. Man versichert nämlich in'London wieder ewmal daß man das U-Boot, das dieRoyal Oak" versenkte, zerstört habe, weshalb die Deutfchen auch nur die englischen .Werbungen, aber keine eigenen Darstellungen. Wiedergaben Auch diese Luge wurde schnell widerlegt. Der U-Boot- Kommandant konnte sehr wohl Bericht erstatten und meldete:Royal Oak" versenkt,Repulke" torpediert. '

Englische Zeitungen haben sich bisher damit zu trösten versucht, daß nun einmal mitder Beherrschung der See em gemisses Risiko verbunden fei. Sie haben dieses Risiko offenbar schwer unterschätzt, denn mit derartigen Ver­lusten hat London nicht gerechnet und es hat am wenigsten

Rückkehr der Helden von Scapa Flow Eine der kühnsten Taten der Seekriegsgeschichte - Das erfolgreiche U-Boot wieder in der Heimat

Kapitänleutnant Prien war mit feinem U-Boot in die Bucht von Scapa Flow eingedrungen. Er hat dann aus den dort vor Anker liegenden britischen Kriegsschiffen den SchlachtkreuzerRepulse" und das SchlachtschiffRoyal Oak" mit seinen Torpedos herausgeschossrn. Trotz Minen- und N e tz s p e r r e ist es dem Kommandanten des U-Bootes und seiner Besatzung gelungen, sich der englischen Gegenwehr Zu entziehe». Seute morgen, 9 Uhr vormittags, traf das U-Boot wieder in einem deutschen Hafen ein. Der Ober- befehlshaher der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. R a e d e r, ist zur Begrüßung des Kommandanten und seiner Besatzung dorthin abgereist.

In den eignen Löchern aufgesucht

Angriff deutscher Luftftreitkräfte auf die englische Flotte