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Wiesbadener Tagblatt

Erscheinungszeit

Druck und »erlag:

87. Jahrgang,

Montag, 25. September 1939.

Nr. 224

Bericht des Oberkommandos.

Stukas über Warschau. — Acht französische Flugzeuge abgeschossen. — ll-Boot versenkt englischen Zerstörer.

Berlin, 25. Sept. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Oste» vollzogen sich die Bewegungen der deut­schen Truppen auf die Demarkationslinie am 24. 9. überall reibungslos und im Einvernehmen nut den russischen Verbänden.

Im wiederboltcn Einsatz haben St u r z k a m p f - flieget militärisch wichtige Ziele rn Warschau mit Erfolg angegriffen.

Im Westen an einzelnen Stellen S v ä b t r u v o - und Artillerietätigkeit auf beiden Seiten. Acht französische Flugzeuge wurden ,m Luftkampf ab­geschossen.

Ein deutsches U-Boot versenkte einen englischen Zerstörer. Auch die Handelskriegsfuhrung zei­tigte wiederum gute Erfolge.

Europa „noch nicht tatsächlich im Kriege"

Mussolini über die gegenwärtige Lage.

Parade deutscher und russischer Truppen in Brest

Die junge slowakische Armee stand ihren Man».

marsch und zogen unter Musik an den örtlichen militärischen Führern beider Heere vorüber.

Bei den Operationen die am Sudrand des bisherlgen polnischen Staates, in den Karpathen. durchgeiuhrt wurden, hat unter den vielerlei Schwierigkeiten, die das bortige un­wegsame Gelände bietet, die runge slowakische Armee in an­erkennenswerter Weise mitgewirkt. Der Einsatz dreser eist leit dem Frühjahr aufgestellten Truppe, hat bewiesen, über wie gute militärische Fähigkeiten die .ruhrung des slowakischen veeeres verfügt und welcher Kamvigeist die Soldaten der Slowakei beieelt. Das feindselige Verhalten der. Polen gegen­über ihren slowakischen Nachbarn 6et der S^Bei} Äine bes vorigen Herbstes und des letzten Fruhighrs und die rycknchts- lose Art. in der die Warschauer Regierung zahlreiche von

Berlin, 24. Sept. Zum. heutigen Lagebericht des Ober­kommandos der Wehrmacht schreibt der Deutsche Dienst.

Bei der Fortsetzung der deutschen Truvvenbewegmwen auf die Demarkationslinie, von der der heutige-ll^hrmachts- bericht spricht, wurde in Brest-Lttowsk. der ältlichen caule des polnischen Festungskreises - von dem heute nach der Einnahme von Demblin nur noch, .der nördliche Pfeiler Modlin sich hält — eine besonders iererliche Form der Ab- lüjung gewählt. An diesem militärisch bedeutsamen Punkt, an dem 1795 der russische General Suwerow' vor der dritten Teilung Polens das polnische Heer vernichtete, wuroeh nicht nur die Gefechtsabschnitte von den sowietruslischen Truppen übernommen: vielmehr formierten sich, fiter die oeutimen Truppenteile und öiejentgsn der Roten Armee zum Parade-

♦ wt. Die Welt steht unter dem Eindruck des Berichtes Über den polnischen Feldzug. der an Hand einer sachlichen ! und nüchternen Darstellung die ungeheure Schlag­kraft der jungen deutschen Wehrmacht zum Ausdruck bringt. Äußerungen ehemals führender polnischer Kreise geben zu dem amtlichen deutschen Bericht einen Kommentar, wie er wirkungsvoller nicht geschrieben werden könnte. Ein hoher geistlicher Würdenträger Rumäniens hatte eine Aus­sprache mit Staatspräsident M o s c i ck i und Marschall R y d s - S m i g I v. Dabei sagte Moscicki. der auf den rumänischen Geistlichen einen völlig gebrochenen Eindruck machte, nun werde es noch einmal 150 Jahre dauern, bis Polen wieder erstehen könne. Dabei habe er kein schlechtes Wort gegen Deutschland gebraucht. Man habe, so äußerte Moscicki. die Qualität der deutschen Armee gekannt, aber nicht gewußt, daß die deutsche Aufrüstung in den letzten vier Jahren auantitatic so weit gekom­men sei. Es fei unheimlich gewesen, wie schnell die deutschen Truppen in Polen vorgingen. Auf die Frage, ob es richtig sei, daß deutsche Flieger vergiftete Bonbons abgeworfen hätten, erklärte Moscicki, davon könne keine Rede sem. Geradezu sensationell ist die Feststellung Ryds- Smiglvs, daß er bereits am zweiten Tage gesehen habe, daß der Krieg verloren sei. Alle Verbindungen seien abgebrochen gewesen, jede Armeegruppe habe für sich gekämpft. An diesem zweiten Tag sei er fest entschlossen gewesen. Frieden zu machen. Die Engländer hatten ledoch erklärt, das dürfe er auf keinen Fall tun. Sie würden Polen zu Lande, zu Wasser und in der Luft wirksam zu Hilfe kommen. Die polnische Regierung habe von englischen Stellen sogar die Nachricht erhalten, daß die Engländer schon auf der Westerplatte kämpften. Diese Bemerkung Ryds-Smiglys illustriert die frivole Brutalität Englands. Es hat Polen nicht nur in den Krieg brnem- getrieben. sondern, genau so wie den Vermittlungsversuch Mussolinis, auch die Verhandlungsbereitschaft Polens sabotiert. Es opferte die polnische Armee seinem, gegen Deutschland gerichteten Vernichtungswillen und lieferte bas polnische Volk dem Elend eines harten Krieges aus Das find die englischen Kriegshetzer, die mit Sumanitats- Phrasen ganz Europa in den Krieg zu treiben suchen.

Wie niederschmetternd die Wucht des deutschen An­griffes auf die Polen wirkte, zeigt die Aussprache, die der Vertreter eines bulgarischen Blattes nut einem, gefluchteten höheren polnischen ©eneralftaboffijter hatte. Die Polen, so ragte der Generalstäbler seien nicht darauf gefaßt gewesen, bah- die Deutschen über so viele Panzer und, .Flugzeuge ver­fügen könnten. Auf einem Abschnitt von einem Kilometer seien Tausende von Panzerkraftwagen und von Flugzeugen von den Deutschen eingesetzt worden. Die deutichen Truoven stellten bewegliche Festungen, dar. die nut den DOi- niiÄen Waffen aufzuhalten nicht möglich gewesen sei. Die

polnische Luftwaffe habe fick verzweifelt geschlagen, aber die technische Überlegenheit des Gegners let viel zu groß gewesen. Er habe eine höhere Kriegsschule und Svezialkurse im Ausland besucht, so sagte der Offmer, aber alles das. was er in der Kriegstechnik gewußt habe, sei der deutschen Kampfmetbode gegenüber nutzlos gewesen.

Auch die Briten können sich dem Eindruck der miu- iärifchen Leistungen Deutschlands nicht entziehen. Der Londoner Korrespondent der dänischen Zeitung „Rauongl- Tidende" berichtet, daß englische Militär-Sachverständige den schnellen deutschen Sieg vor allem der engen Zu­sammenarbeit zwischen Luftwaffe, und motorisierten Einheiten zuschreiben. 2n Holland wird die strenge Sach­lichkeit und Ruhe des deutschen Rechenschaftsberichtes her- vorgehoben. Man hat ein klares Bild von der ungeheuren Schlagkraft der deutschen Armee gewonnen und verschließt sich nicht vor der B e b e u t u n g. die diese Tatsache für ine Weiterentwicklung der Dinge haben muß. Die neue deutsche K r i e g s k u n ft bat. so sagt das estnische Blatt „Rabvaleht in Polen ihre Feuerprobe be st an den. Die deut­schen Armeen seien wie ein Sturmwind der auf seinem Wege alles niederwirft, über Polen , dahingebraust. Die polnische Strategie habe sich von Anfang an als unfähig erwiesen. Demgegenüber hebt der wilitarische Sachver­ständige die klaren Ziele der deutschen Heeresleitung und ihren unerschütterlichen Willen hervor, die Ziele durch Zusammenarbeit aller Armeen und Armeegruppen zu erreichen.

gebung für den Duce veranstaltet, wobei feder einzelne ihm in persönlicher Nähe seine grenzenlose Hingabe und ieinen unerschütterlichen Glauben zum Ausdruck brachte. Nach dieser Treuekundgebung hat sich der Duce noch längere Seit mit ben politischen Leitern und besonders mit den ihm versonnm bekannten alten Kämpfern unterhalten.

wt. Die italienischen Zeitungen itefien oöttig im Zeichen der Mussolini-Rede. Noch sei es nicht zu spät, so lagt das halbamtliche „Eiornale d Italia und die verantwortlichen Stellen sollten sich überlegen, dag der Z u­sammen st ob im Westen, ganz abgesehen von der doktrinären Zielsetzung, vor allem zahllose Opfer an Menschenleben fordern und die Zerstörung ihrer Kultur­güter und ihrer Machtstellung berbelfubren wurde.,Indem die W e st m ä ch t e sich zwar mit Deutschland, aber nicht mit Rußland im Kriegszustand betrachteten, weil sie oftenbar die Ausdehnung des Konfliktes auf Men und deshalb am eine für ihre imperialen Interessen besonders gefährdeten Zone fürchteten, hätten sie j eden Vo rw and ve r - loten, um gegen Deutschland ins Feld zu ziehen. In der holländischen Presse betrachtet man bte Rede Mussolinis als eine Warnung an die, West- mäckte. Das .Landelsblad" spricht von der, Möglichkeit, daß falls die Westmächte den Rat Mussolinis ungeachtet ließen, Italien seinerseits den Zeitpunkt wr gekommen erachten könne, einzugreifen. Die gleiche.Bewertung fmdet die Ansprache des Duce tn dem Bruneier Blatt ..Pays Reel", das davon spricht, daß die ttahenti6e Regierung eines Tages ernfte Entschließungen fassen konnte, wenn der Friede zulange auf sich warten lassen wurde. Auch die amerikanischen Zeitungen heben besonders die Stelle aus der Musfolini-Rede hervor, wo er „von der Möglichkeit von Entscheidungen von geschichtlicher Tragweite sprach.

Rom, 23. Sept. Anlatzlich des Empfanges der führenden politischen Leiter von Bologna im Palazzo Venezia fiat Mussolini seit Monaten zum ersten Male in einer Rede zur Lage Stellung genommen. ..Wir treffen uns h°er" so erklärte ber Duce im wesentlichen. ..in einer stürmischen Zeit, die nicht nur bte europäische Karte, sondern vielleicht die der Kontinente aufs Spiel setzt. Es ist nichts natürlicher, als daß diese gewaltigen Ereignisse und ihre Ruck- mirfungenauf Italien bei uns eine starke innere An- 161 Von VeV von freimaurerischer und jüdischer Seite ver­breiteten verlogenen Gerüchten ausgehend, fuärte der Duce aus das italienische Volk wisse, daß man ben Steuermann, besonders wenn er auf stürmischer,Fahrt.A Nicht stören, noch jeden Augenblick von ihm Nachrichten über den Kurs ner- langenbüne^ einjnQi wieder auf dem Balkon er- ; rf> e’t n c“ tief Mussolini. ..und das ganze italienische Volt zulammenrufen werde, um meine Stimme zu boten, wird das nickt »Wen um ihm ein Bild der Lage zu entwerfen, sondern um ihm wie seinerzeit am 2. Oktober 1935 oder am 9 Mai 1936 Entscheidungen, und zwar Entscheidungen von geschichtlicher Tragweite anzukundtgen.

Vorläufig ist das nicht der Fall. Unsere Politik ist rnder Erklärung vom 1. September testgelegt worden, und es.beliebt kein Grund sie abzuändern. Sie entspricht unteren nationalen Interessen unseren nationalen Vereinbarungen und Pakten, und dem Wunsche aller Völker, einschließlich des deutschen Volkä derb Konflikt zum mindesten zu lokali­sier en Übrigens befindet sich Europa nach der Liauidwrung Pol^isn o ch n i ch t tat f ä chl i chi m K rie 9 «. Die Masten der Heere llnd noch nicht aufeinandergeprallt. Man kann den Zusammenstoß vermeiden, wenn man sich darüber Rechen- schäft gibt, daß es eine Rnnloie Illusion ist. Po« itIonen aufrechtzuerhalten oder — noch schlimmer — uneberaufriäten zu wollen, die die Geschichte und die.Dynamik derVölkerverurteilthaben. Die Regierungen von Paris und London haben gewiß mit der klugen Überlegung, den Konflikt nicht ausdehnen zu wollen, bisher gegenüber der rulRitien „vollendeten Tatsache" nicht reagiert. Daraus ergibt U aber, daß Re diernoral tj che R ech tf et t is uns für die Rückgängigmachung der vollen.deten deutschen Tatsache rn Frage geitellt haben. In einer Lage, die rate die der- zeftige voller Unbekannten ist. bat sich bei den Mallen des italienischen Volkes spontan bte Losung verbreitet i ck, militärisch vorbereiten, um ieder Möglich­keit entgegentreten zu können, irden möglichen Friedensversuch unterWtzen und wachsam und^ schweigsam arbeiten. Das muß so sein und ist der Stil des Faschismus .

Der Duce hat wie die amtliche Meldung über seine Rede im Palazzo Venezia hinzufügt., mit klarer und f eiter Stimme gesprochen und seine Worte bei den wichtigsten Punkten und Stellen mit besonderem Nachdruck hervorgehoben. Nach seiner Rede die oft durch itürmilchen Beifall unterbrochen wurde. foiiu die falÄWchen Letter eine begeiRerte Treuekund­

Die englische Friedenssabotage.

Sensationelle Erklärung Ryd-Smiglys. — Anerkennung der Gegner für die deutsche Wehrmacht. — Rückhaltlose Bewunderung im neutralen Ausland.

Bezugspreise: Für eine Bezugszeit von 2 Wochen 94 Rpf., für einen Monat RM. 2.—, ein- schließlich Traglohn. Durch die Post bezogen RM. 2.35, zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld, Einzel- nummern 10 Rpf. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanftalten. — Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung bzs Bezugspreises. -DVDDDDDDSDVVVSVNVVVDVN'NDVNDDNVS

„Heileren Wien entgegen!“

äs. Berlin, 25. Sept. (Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Am Sonntag waren drei Wochen verflossen seit dem Ultimatum Englands und Frankreichs an die Reichsregierung. Wenn diese beiden Re­gierungen wirklich glaubten, durch ihr Vorgehen das Schicksal des in Versailles geschaffenen polnischen Staates wenden zu können so gibt die Antwort darauf die erste ausführliche und zusammensassende Darstellung des OKW. über den Kampf in Polen. „Der Feldzug in Polen istbeendet" so be­ginnt diese Darlegung jenes in der Geschichte einzig dastehen­den Siegeszuges deutscher Truppen. Das ist eine überaus deutliche Feststellung, die nirgends überhört werden kann, am wenigsten dort, wo die Militärsachverständigen noch bis vor kurzem von dem Zweifrontenkrieg phantasierten, in den Deutschland verwickelt werden würde. Genau so wenig wie man hoffentlich auf der anderen Seite den Satz übersehen hat, der am Schluß dieser amtlichen Schilderung steht, die deutsche Wehrmacht „sieht mit sieghaftem Ver- trauen ihren weiteren Aufgaben entgegen.

In dem Augenblick, in dem Deutschland diese stolze Bilanz zog, hat M u s s o l i n i in einer großen, überall stark beachteten Rede EnglandundFrankreich davor ge­warnt, Posttionen aufrecht erhalten zu wollen, die durch Ge­schichte und Völkerdynamik unhaltbar geworden sind. Die,e Rede des Duce stellt damit noch einmal die Verantwor­tung der West Mächte fest. Ein Teil der neutralen Presse schöpft aus diesem neuen Appell an die Westmachte Hoffnungen. Andere Blätter, so das Madrider „ABE, glauben demgegenüber, daß nach den Reden Chamberlains und Daladiers' die Türen bereits endgültig zuge- schlagen seien.

Dabei scheint man sich auch tn den westlichen Demo­kratien doch mehr und mehr zu der Erkenntnis durchzurmgen, daß man auf militärische Erfolge „überhaupt nicht oder — wie man das in den demokratischen Blattern auszudrücken beliebt — so schnell nicht rechnen kann. So meint denn auch der frühere französische Handelsminister Paul Bastide, daß der Wirtschaftskrieg bte beste unb fast allein wirksame Waffe ber Alliierten sei, ist aber vorsichtig genug hinzuzufügen, baß auch hier nicht mit so­fortigen Erfolgen zu rechnen sei. Wir wollen bas dahin be­richtigen, baß auch hier überhaupt nicht mit einem Erfolg für bie Demokratien zu rechnen ist. Wenn EngIand sich letzt veranlaßt sah, sämtliche in England befindlichen Butter- vorräte zu beschlagnahmen, wenn heute schon tn England über Holzmangel geklagt wird, so zeigt das, daß der Handelskrieg für die Herren Engländer ein sehr zw e t - schneidiges Schwert ist. Die Bilanz steht auch hter, obwohl England diesen Handelskrieg mit aller Schärfe gegen bie Neutralen führt, wesentlich anders aus, als bie englischen Kriegstreiber glaubten hoffen zu können.

In biefer für bie westlichen Demokratien al|o keineswegs leichten Situation, verspürt man in Amerika Neigung, ben Demokratien Hilfestellung , zu le t ft en. Es ist ja bekannt, baß zur Zeit der Kampf um die Ab- änderung des amerikanischen Neutralitats- g e s e tz e s, das heißt um die Möglichkeit geht, England und Frankreich Waffen zu liefern. Der Senat wird sich heute mit dieser Frage erneut zu befassen haben. 3n diesen Kampf greift nun die amerikanische Regierung mit einer freilich leicht zu durchschauenden Z w e ck h e tz e ein., U-Boote, so er­klärte nämlich R o o s e v e 11 in einer Pressekonferenz, deren Nationalität nicht seststehe, aber keinesfalls zur USA - Marine gehörten, seien in der Nähe der amerikanischen Küste gesichtet worden. Es ist klar, daß Amerika wieder einmal als bedroht hingestellt unb bag die Argu­mente Linbberghs, ber in seiner Rebe für bte Aufrechterhal­tung ber Neutralität, auf ben Schutz Amerikas durch ben Ozean, hinwies, widerlegt werben sollen. Damit ist einer neuen sinnlosen Hetze gegen Dentschlanb Tür unb Tor geöff­net beim wenn auch Roosevelt von U-Booten unbekannter Nationalität sprach, so weiß boch in Amerika jedes Kind, was bamit gemeint sein sollte. Mit solchen Mitteln hoffen bie amerikanischen Kriegshetzer bas Parlament zur Aufhebung bes Neutralitätsgesetzes zu bringen unb allen Bemühungen, bie auf eine Lokalisierung bes Konfliktes gerichtet sinb, ent­gegenwirken zu können. *

Gröhe Offensive der Japaner.

Schanghai, 24. Sept. Japanische Streitkräfte eröffneten Samstag nach dem japanischen Heeresbericht eine große Offensive südkichvon Hankau. Der Angriff wurde am einer Front von über 250 Kilometer vorgetragen. Am linken Flügel landeten nachts japanische Streitkräfte im Rücke« der chinesischen Truppen. Die Chmese» zogen sich in Richtung aufTschangscha zuruck. Der Ruck­zug gestaltete sich infolge Eingreifens starker fapanischer Luststreitkräfte zu einer regelrechten Flucht.

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