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Wöchentl

Der Führer dankt seinen Soldaten und seinem Volk.

Führers in Danzig bat

Die große Stunde des befreiten Danzig

Volksgenossen und Volks- nicht nur Sie, es erlebt ihn

Die grobe Rede des folgenden Wortlaut:

Mein Gauleiter!

Meine lieben Danziger genossinnen!

Diesen Augenblick erleben

Produkt des Unsinns.

Ich will nun gar nicht vom Unrecht von Versailles sprechen, das schlimmste im Völkerleben ist vielleicht gar nicht das Unrecht, sondern vor allem der Unsinn, der Aberwitz und die Dummheit, mit denen man damals der Welt einen Frieden aufoktroyierte, der alle historischen, wirtschaftlichen, alle volklichen und politischen Gegebenheiten einfach überging. Man bat damals Regelungen getroffen, bei denen man nachgerade bezweifeln tnuB. ob die Männer, die sie verbrochen haben, wirklich bei Vernunft gewesen sind. Bar jeder Kenntnis der geschicht­lichen Entwicklung der europäischen Lebensräume, bar auch jedes wirtschaftlichen Verständnisses, haben diese Menschen in Europa herumgewütet. Staaten zerrissen, Landschart en

Friderizianisches Deutschland!

Adolf Hitler: „Über eines sollen sie sich aber keinem Zweifel hingeben: da das englische Ziel nicht Kamps gegen ein Regime, sondern Kampf gegen das deutsche Volk, gegen die deutschen Frauen und Kinder heißt, so wird die Reaktion bei uns eine entsprechende sein. Und immer wird am Ende eines feststehen: dieses Deutschland kapituliert niemals!"

Größte Vernichtungsschlacht aller Zeiten

Über 100 000 Gefangene an der Bzura. — Auherordentlich hohe Verluste der Polen. — Widerstand nur noch in Modlin und Warschau.

Berlin, 20. Sept. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Schlacht im Weichselboge», die vor etwa einer Woche bei K»t«o begann und sich dann nach Oste» gegen die Bznra zog, erweist sich nunmehr als eine der gröbtenBernichtungsschlachtenallerZeiten.

Die Zahl der Gefangenen hat sich gestern allein an der Bzura auf 105 000 Mann erhöht und wach st ständig an. Dazu traten noch auherordentlich hohe blutige Verl» st e des Feindes.

Das erbeutete Kriegsmaterial ist unübersehbar. Ernsterer Widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nurmehr in und südlich Modlin sowie in Warschau geleistet.

Unsere in der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Stryj — Lemberg — Brest — Bialystok vorge- stogenen Truppen werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindliche» letzten Reste der polnischen Armeen wieder planmähig aus die zwischen der dentschen und russischen Regierung endgültig fest gelegte Demarka­tionslinie znrückgenommen.

Die Kämpfe bei Gdingen wurden gestern mit der Einnahme des Kriegshafens abgeschlossen. Auch hier fielen mehrere tausend Gefangene in unsere Hand. Das Schulschiff „Schleswig-Holstein" und Streitkräfte des Führers der Minensuchboote griffen wirksam in diese Kämpfe ein.

Der Einsatz der Luftwaffe beschränkt stch an der ganzen Front auf A«sklärungstätigkeit.

3m Westen nur örtliche Spähtruppunternehmen.

gewesen. Der Weltkrieg, dieser wohl s i n n l o s e st e Kamps aller Zeiten, hat auch dieses Land und diese Stadt zu seinen Opfern gemacht — dieser Weltkrieg, der nur Verlierer und keinen Gewinner hatte, der nach seiner Beendigung wohl alle in der Überzeugung zurücklietz, dah ein ähnliches Schick­sal sich nicht mehr wiederholen würde, und der leider gerade von denen anscheinend vergeffen wurde, die schon damals die Haupthetzer und auch die Hauvtinteressenten an diesem Völkergemetzel gewesen waren. Als dieses blutige Ringen zu Ende ging, in das Deutschland ohne jedes Kriegsziel eingetreten war, wollte man der Menschheit einen Frieden bescheren, der zu einer neuen Wiederauferstehung des Rechts und damit zu einer endgültigen Beseitigung aller Rot führen sollte. Dieser Friede wurde unserem Volk in Ver­sailles aber nicht etwa zu freiem Verhandeln vsrgelegt. sondern durch ein brutales Diktat aufgezwunge».

Versailles, der Anfang neuer Wirren.

Die Väter dieses Friedens sahen in ihm das Ende des deutschen Volkes. Vielleicht glaubten viele Menschen in

auch das ganze deutsche Volk in tiefer Ergriffenheit. Ich bin mir der Gröhe dieser Stunde bewußt.

Ich betrete zum ersten Male einen Boden, der von deutschen Siedlern ein halbes Jahrtausend vor der Zeit in Besitz genommen wurde, als die ersten Weihen stch im heutigen Staate New Bork niederliehen. Ein halbes Jahrtausend länger ist dieser Boden deutsch gewesen und deutsch geblieben. Er wird — besten können alle überzeugt sein — auch immer deutsch bleiben! (Brausender Beifall.)

Das Schicksal, das diese Stadt und dieses schöne Land betroffen hat. ist das Schicksal ganz Deutschlands

Deutschland, dessen unvergleichliche Wehrmacht in einem Blitzkrieg Polen zusammenschlug, das sich von diesen gleichen Kriegstreibern gegen Deutschland vorschicken ließ.

Die Welt wird sich mit dieser Rede des Führers nun­mehr auseinandersetzen — schon die bisher vorliegenden Nachrichten zeigen, daß diese Rede überall sehr starken Eindruck gemacht hat — und erkennen müssen, daß Deutschland in seinem Lebensraum Herr ist und Herr bleiben wird.

Wortlaut der Führerrede.

diesem Frieden das Ende der Not zu sehen, aber er war nur der Anfang neuer Wirren. Denn in einem aber haben sich die damaligen Kriegshetzer und Kriegsbeendiger getäuscht: nicht ein einziges Problem wurde durch dieses Diktat gelöst, zahllose Probleme aber neu geschaffen. Es war nur eine Frage der Zeit, wann die zertretene deutsche Nation sich aufraffen würde, um die ihr aufgezwungenen Probleme nun ihrerseits selbst zur Lösung zu bringen.

Das wesentlichste Problem bat man damals überhaupt übersehen. Die Tatsache nämlich, dah die Völker nun ein­mal bestehen, ob dies dem einen oder anderen britischen Kriegshetzer vasten mag oder nicht. Es sind nun einmal * 82 Millionen Deutsche hier in diesem Lebensraum vereint (erneuter stürmischer Beifall). Diese 82 Millionen Deutsche wollen leben und sie werden leben, auch wenn das diesen Hetzern wieder nicht vasten sollte.

Deutschland wurde durch den Frieden von Versailles das schlimmste Unrecht zugefügt. Wenn heute ein Staats­mann eines anderen Volkes glaubt, sagen zu dürfen, dah ihm das Vertrauen in das Wort deutscher Staatsmänner oder des deutschen Volkes fehle, dann haben im Gegenteil wir Deutsche das Recht, zu sagen, dah uns jegliches Vertrauen in die Zusicherungen jener fehlt, die damals ihre f e i er­lich st e n Versprechungen so erbärmlich gebrochen haben. (Wieder erhebt stch lang anhaltender Beifall.)

der Danziger. Alles das vereinigte sich zu einem ehernen Bekenntnis der Treue zum Führer.

Im Artushof erwartete die Parteigenossenschaft ihren Führer. Ein Sturm der Begeisterung begrüßte ihn. Gau­leiter F o r st e r nannte in seiner Ansprache den Einzug des Führers in das befreite Danzig den glücklichsten Augenblick der jahrhundertealten Geschichte dieser Stadt, einen Augenblick, nach dem sich alle Danziger seit vielen Jahren inbrünstig gesehnt haben. Der Gauleiter gelobte dem Führer int Namen von 400 000 Danzigern un­wandelbare Treue und äußerste Pflichterfüllung.

Nach der großen Rede Adols Hitlers stiegen die Lieder der Nation wie ein heiliger Schwur zum Abendhimmel empor. Mit dem Gruß an den Führer beschließt Gauleiter Forster diese größte Stunde der nun wieder heimgekehrten Stadt Danzig. Noch einmal machen die alten Parteigenossen im Artushof ihrem übervollen Herzen mit herzlichen und mitreißenden Kundgebungen Luft. Draußen aber, auf dem nun wie durch Zauberhand in ein Lichtermeer verwandelten Langen Markt erwarten ihn die H u n d e r 11 a u s e n d e, die feinen eindringlichen Appell an die Welt mit atemloser Spannung verfolgt haben. Der Führer tritt aus die Ehren­tribüne und dankt für die nichtendenwollenden Kund­gebungen nach allen Seiten, ehe er die Kundgebungsstätte der Hansestadt Danzig verläßt.

wt. Am Dienstagmittag traf der Führer auf Danziger Gebiet ein. Er wurde an der Erenzaufsichtsstelle Renne­berg von Gauleiter F o r st e r begrüßt. Von dem Jubel und der Begeisterung der Bevölkerung des befreiten Danzig begleitet, fuhr der Führer nach Z o p p o t. Kurz nach 4 Uhr verließ er sein Quartier, um sich zum Langen Markt und zum Artushof, der Stätte der großen Kundgebung zu begeben. Die viele Kilometer lange Sttecke war ein einziges jubelndes Spalier von Menschen, erfüllt von dem Flattern der siegreichen Fahnen des Großdeutschen Reiches. Dir Liebe und die Verehrung, die sich in den Jahren des Kampfes in den Herzen der Danziger aufgespeichert hatte, brach sich mit elementarer Wucht Bahn. Millionen Blumen zeichneten den Weg des Führers, unzählbar waren die Spruchbänder, die zwischen Hakenkreuzfahnen und Tannen­girlanden über den Straßen flatterten. „Wir begrüßen dank- erfüllt den Befreier Danzigs", Mir grüßen unseren geliebten Führer", ^Wir grüßen und danken dem Befreier", „Heil dem Führer aller Deutschen", so wechselten die Spruchbänder mit­einander ab. Der Führer im schlichten grauen Rock des Frontsoldaten grüßte ernst und tiefbewegt. Eine Staffel unserer Luftwaffe brauste mit donnernden Motoren über die festliche Stadt, die Klänge der Musik mischten sich mtt dem von der Mocken, mit den tausendstimmigen Heilrufen

as. Millionen Deutscher haben am Dienstag­nachmittag an den Lautsprechern gesessen und haben teilgehabt an der großen Stunde, in der das ins Reich zurück- gekehrte Danzig seinen Befreier begrüßte. Sie haben bann die Rede des Führers vernommen, die erste Rede seit dem Ausbruch des Krieges, in einem Augenblick, in dem man stch in London und Paris den Kopf darüber zer­bricht, was nun weiter geschehen soll, in einem Augenblick, in dem man in den Demokratien nach einer Formel sucht, die es ermöglichen soll, zwischen dem „deut­schen Angreifer" und dem „russischen Ein­dringling" zu unterscheiden, in diesem Augenblick hat die Rede des Führers völlige Klarheit geschaffen. Die Welt muß zur Kenntnis nehmen, daß Danzig, das der Schauplatz dieser großen Kundgebung war, wieder deutsch ge­worden ist und für alle Zeiten deutsch bleiben wird. Aber auch daran ist kein Zweifel möglich, daß durch den in der Ge­schichte aller Zeiten und aller Völker einzig dastehenden Siegeszug der deutschen Wehrmacht eine der un- finnigften Regelungen des Versailler Dik­tats beseitigt wurde. Das Polen des Versailler Diktates wird nicht wiederkehren. Hier wird in engster Zusammen­arbeit zwischen Deutschland und Rußland eine neue Regelung erfolgend, die den Brandherd im Osten Euro­pas beseitigt. Diejenigen, die sich immer noch der Hoffnung bingegeben haben sollten, daß Deutschland und Rußland sich entzweien könnten, werden nach der Führerrede solche Illusionen endgültig begraben müssen. Auch hier hat die Rede des Führers völlige Klarheit gebracht. Deutschland wird das bleiben, was es ist und auch Rußland bleibt was es ist, beide Länder aber denken nicht daran, auch nur einen Mann für die Interessen der westlichen Demokratien zu opfern. Sie werden gemeinsam die Neuordnung in ihrem Lebensraum durchführen und damit diesem Raum den wahren Frieden bringen. Schließlich aber hat die Welt und haben vor allem die englischen Kriegshetzer noch einmal zur Kenntnis nehmen müssen, daß großmäulige Phrasen wie die von dem dreijährigen Krieg, den Eng­land angeblich zu führen gedenkt, auch nicht den mindesten Eindruck auf uns machen. Die Welt muß sich darüber klar sein, daß es im Sprachschatz des nationalsozialistischen Deutsch­lands das Wort Kapitulation nicht gibt.

Man wird aber auch nirgends in der Welt das Wort des Führers überhört haben, daß Deutschland im Osten sehr be­grenzte, aber auch unverrückbare Forde­rn n g e n hat und daß dieses gleiche Deutschland weder gegen England noch gegen Frankreich irgendein Kriegsziel hat. Daraus ergibt sich klar die ungeheure Verantwor­tung aller jener Politiker, die heute den Krieg gegen Deutschland proklamieren und die nicht nur Frankreich, son­dern auch die neutralen Staaten für ihre Sonderziele ein­spannen möchten. Wenn aber diese Männer nicht zur Ver­nunft kommen, wenn sie den Krieg haben wollen, so hat der Führer auch nicht den geringsten Zweifel daran gelassen, daß wir. wenn England es so will, auch die letzten Methoden erwidern werden. Ein friderizianisches Deutsch­land, so müssen diese Kriegstreiber wissen, steht ihnen gegenüber, ein Deutschland, das nie kapitulieren wird, ein

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Nr. 220.

Mittwoch, 20. September 1939

87. Jahrgang

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