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Erscheinungszeit
S. Schellender,'sch« Lnchdnukerei, „Zagblatt.Saus'
Nr. 215
Donnerstag, 14. September 1939
87. Jahrgang
Bisher 60000 Gefangene in der Vernichtungsschlacht bei Radom,
England will Europa aushungern
Alle
4
in der
und
die des
Gdingen in deutscher Hand.
Berlin, 14. Sevt. (Funkmeldung.) Deutsche Truvven lind Donnerstag 10.15 Uhr in Gdingen eingerückt. Der polnische Kommandant hat die Stadt übergeben. Nördlich Gdingen wird nach gekämpft.
Wöchentlich
mit einer täglichen
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in schwedischen Kreisen mit Genugtuung vermerkt, daß deutsche Wirtschaft trotz der starken Anspannung infolge derzeitigen Konfliktes exportfähig geblieben ist.
Rücksichtsloser Wirtschaftskrieg gegen die Frauen und Kinder sämtlicher europäischer Länder Schranken des Völkerrechts durchbrochen. — Keine Beeinflussung der deutschen Widerstandskraft, aber Vernichtung des legalen Handels der neutralen Länder. — Sofortige deutsche Gegenmahnahmen.
artige Haltung, die auch im Ausland ihren Eindruck nicht verfehlt. Der Korrespondent der dänischen „Berlingske Aftenavis", um eine Auslands-Prefsestimme herauszugreifen, sagt, dah keiner, der auch nur etwas von der Art Adolf Hitlers kenne, davon! überrascht sei, daß der Führer selbst die einfachsten Sicherheitsrücksichten hintansetzt. Ebenso wie Adolf Hitler wenige Stunden nach dem Einmarsch der ersten deutschen Truvven in Prag einzog, so halte er sich jetzt in den vordersten Linien auf und es würden nicht mehr viel Tage vergehen, bevor er sich in Warschau befinden werde. Wir Deutschen aber fühlen, wie sein bedingungsloser Einsatz aus unser ganzes Volk ausstrahlt.
Nation, wie wir es nur einmal in der deutschen Geschichte in der unsterblichen Gestalt Friedrichs des Großen erlebt haben. Adolf Hitler kennt keine Schonung feiner Person. Wie er seinem Volk im friedlichen Aufbau voranschritt, als e r st e r Arbeiter, so ist er jetzt sein er st er Soldat geworden, der keine Gefahr fürchtet und überall da in den vordersten Linien erscheint, wo seine Truvven um entscheidende Ziele des deutschen Operationsplanes ringen. Eine einzig-
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Erste Zwischenbilanz.
Von Heinrich Karl Kunz.
Die zweite Woche, von der Stunde an gerechnet, die für das • deutsche Volk die völlige Wandlung seiner Lebensbedingungen brachte, neigt sich ihrem Ende zu. Zwei Wochen, die uns durch die gewaltigen Ereignisse, die sie füllen, bereits wie eine kleine Ewigkeit anmuten. Die ungeheure Spannung, die den Zeitraum der Entscheidungen durchzitterte, beginnt sich zu lösen. Das Ungewisse ist von uns genommen. Wir sehen uns einer hart profilierten aber auch einer geklärten Situation gegenüber, die uns gestattet eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
Der Krieg wirkt wie ein Scheidewasser. Er sondert alle Halbheiten, alle Illusionen von den tatsächlich vorhandenen und lebensfähigen Kräften. Der Krieg ist die Stunde der groben Bewährüng! Wir haben sie, das dürfen wir nach diesen ersten Wochen sagen, bestanden. Und dieses Wissen erfüllt uns mit innerlichem, stillem Stolz und einer Zuversicht, die allen in einem Kriege möglichen Überraschungen gewachsen isi. .
In der Stunde der Bewährung wurde uns das seltene Glück, einen Führer vom Rang eines Adolf Hitler zu besitzen, erst voll bewußt. In diesen ernsten Stunden entfaltet sich seine überragende Größe. Das Hochdild der Selbstlosigkeit, der restlosen Hingabe an das Volk, an die
Deutschland exportiert nach wie vor.
Flugzeuglieferungen nach Norwegen, Schwede» und Rumänien. — Starker deutscher Schutz der Ostsee
zu lasten. England vergewaltigt damit die neutralen Staaten. Jedes Schiff einer fremden Nation, das solche Güter an Bord bat, wird in Zukunft von britischen Schiffen versenkt oder geraubt werden.
Die Aufzählung der Güter selbst ist so umfassend, daß es sich um ein Dokument skrupelloser Rechtsverletzung und echt britischen Zynismus bandelt. Es stellt gleichzeitig einen Beweis rücksichtsloser Grausamkeit englischer Kriegsführung dar, die sich den von zwei britischen Agenten des Secret Service angestifteten scheußlichen Mordtaten in Bromberg würdig an die Seite stellt
Nach allgemein anerkannten Rechtsgrundsätzen gelten im Seekrieg als Konterbande nur Güter und Gegenstände, die unmittelbar der Rüstung der kriegsfübrenden Streitkräfte dienen. Im übrigen fallen andere Waren hierunter insofern, als sie erwiesenermaßen für den Gebrauch der feindlichen Armee bestimmt sind. •
Ein Blick in die englische Liste zeigt, daß sich England in keiner Weltkriegssührung über alle diese völkerrechtlichen Schranken binwegsetzt und nunmehr gewillt ist, zu den Methoden der reinen Seeräuberei zurückzukehren. Die Litte enthält eine große Anzahl von Gegenständen, die England zur Seebeute machen will, die für den Gebrauch der Zivilbevölkerung bestimmt sind. So sollen zum Beispiel alle Arten von Nahrung»- und Futtermitteln, alle Bekleidungs- artikel sowie alle ihrer Erzeugung und Herstellung dienenden Gegenstände Konterbande kein. Das heißt also, England verkündet hiermit in aller Form die Hungerblockade gegen die Frauen und Kinder aller europäischen Länder.
Es maßt sich das Recht an, die Nahrungs- und Futtermittel, die Europa nicht genügend zum Unterhalt und Ernährung seiner Gesamtbevölkerung und zur Fütterung» keines Viehbestandes produzieren kann und bisher von Ubersee einführen mußte, zu kontrollieren und zu beschlagnahmen. das beißt also. England will in Zukunft Ländern wie Italien. Spanien. Jugoslawien. Griechenland, Holland, den skandinavischen Staaten, den baltischen Staaten usw. diktieren, was sie essen dürfen und was nicht, welche Kleider ne tragen dürfen und welche nicht, welches Vieb sie sich balten dürren ukw. Da aber von solchen Maßnahmen tn erster Linie die Frauen. Mutter. Kinder und Greise betroffen werden, so bedeuten die angekündigten britischen Maßnahmen einen Kampf ohne Erbarmen für die Unter-
gelegen sei, zeigt hier ihr wahres Gesicht, denn sie trifft mit diesem Entschluß nur die Schwachen.
Die Widerstandskraft des kämpfenden deutschen Bolkes wird hierdurch in keiner Weise betroffen. Deutschland, das im Weltkrieg viereinhalb Jahre unter wesentlich ungünstigeren Umstände» kämpfte und dann unter einer anderen Regierung trotzdem den Weltkrieg gewonnen hätte, geht
(Fortsetzung auf Seite 3.)
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Verletzung der Sowjet-Grenze.
Sowjetjäger zwangen vier polnische Bomber zur Landung. Die Besatzungen festgenommen.
Moskau. 14. Sept. (Funkmeldung.) Die Telegravhcn- agentur der Sowjetunion teilt mit:
In den letzte» Tagen häuften sich die Fälle von Verletzungen der sowjetrussische» Grenze durch polnische Militärflugzeuge. Die Grenzverletzer versuchte» sogar, i» das innere sowjetrussifchc Gebiet einzudringen. Am Dienstag verletzten polnische Militärflugzeuge die sowjetrussische Grenze in den Distrikten von Chepetovka (Ukraine) und I i k o v i t ch i (Weißrußland). Sowjetruffische Jagdflugzeuge zwangen die polnischen Flugzeuge zur Rückkehr auf polnisches Gebiet.
Indessen werden noch weitere Ereuzverletzungssälle gemeldet. So stieße» am Mittwoch mehrere polnische Bombenflugzeuge in den Distrikten Krivi» e und Pampol (llkraiue) auf sowjetrussisches Gebiet vor. Eine zweimotorige polnische Maschine wurde von sowjetrussifchen Jagdflugzeugen gestellt «ud zur Landung auf sow- jetrusfischem Gebiet gezwungen. Die dreiköpfige Besatzung wurde festgenommen.
t Am selben Tag verletzten drei polnische Bombenflugzeuge die sowjetrussische Grenze in dem Distrikt Mozyr in Weißrußland. Auch in diesem Falle wurde die Landung der Grenzverletzer durch sowjetrussische Jagdmaschinen erzwungen, und die drei Besatzungen — insgesamt 12 Mann — sestgenomMen."
ernährung und das Verhungern der Heranwachsenden 0 P a 1' $ e n 3 u a e n b, sowie für das baldige Absterben aller alten Leute.
Die englische Regierung, die sich sonst in ihrer Heuchelei bei leder Gelegenheit den Anschein zu geben versucht, als ob lbr an einer möglichst humanen Kriegsführung
Dokument skrupelloser Rechtsverletzung.
. Berlin, 13. Sevt. Nunmebr ist in Deutschland die von der britischen Regierung verkündete Liste der Güter bekanntgeworden. die England als Konterbande behandeln will, das heißt also die Liste der Güter, die England sich anmaßt, durch seine Kriegsschiffe als Seebeute überall aufbringen
wt. Es trägt wesentlich zur Stärkung des deutschen Ansehens unter den neutralen Ländern bei, daß Deutschland nach wie vor bestrebt ist, seinen wirtschaftlichen Verpflichtungen vollauf nachzukommen. So ist jetzt das vierte vor längere Zeil bestellte Heinkel-FIugzeug für die norwegische Marine prompt geliefert und von norwegischen Fliegern aus Rostock-Warnemünde abgeholt worden. Auch die Schweden haben sich ihre drei bestellten FliMeuge nach Hause geholt. Vor wenigen Tagen erhielt Rumänien 10 Flugzeuge. Die Lieferungen werden in den nächsten Wochen fortgesetzt.
Wie sicher man in schwedischen Wirtschaftskreisen den deutschen Schutz der Ostsee wertet, ist die Tatsache, daß der staatliche 'Kriegsversicherungsausschuß eine Reihe Versicherungsprämien für nach deutschen Häfen bestimmte Lasten zum Teil erheblich gesenkt hat. So wurden die Versicherungsprämie für Transporte über die Trelleborg-Saß- nitz-Fähre von 1 Prozent des Warenwertes auf 0,25 Prozent, die Versicherungsprämien für Waren nach deutschen Ostseehäfen bei Fahrten von der schwedischen Westküste aus von 3 Prozent auf 1 Prozent, und von Häfen der Östküste von 2 Prozent aus 0,5 Prozent herabgesetzt. Die Prämien für Transporte nach der deutschen Nordseeküste durch den Kieler Kanal sind sogar von 5 Prozent auf 2 Prozent von Häfen der Westküste aus, von 4 Prozent auf 1,5 Prozent von Häfen der schwedischen Ostküste aus vermindert worden. Nach Hamburg bestimmte Güter über de» Kieler Kanal bedürfen nur einer Versicherung von 0,5 Prozent. Demgegenüber sind die Versicherungsprämien nach England und Frankreich wesentlich höher.
Auch sind in den letzten Tagen große Abschlüsse schwedischer Unternehmen mit einer Reihe deutscher Firmen aus den verschiedensten Marktgebieten getätigt worden. Vor allem ist die Nachfrage nach deutschen Kohlen weiterhin sehr groß. Allgemein wird
Der Bericht des Oberkommandos
Berlin, 14. Sevt. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Operationen in Südpolen fanden nur mehr geringen Widerstand und gewannen rasch nach Osten Raum. Die Straße Lublin — Lemberg wurde mit starken Kräften bei Rawa-R«ska und Tomascow erreicht, die Weichsel nördlich Sandomierz an mehreren Stelle» überschritten.
Als vorläufiges Ergebnis der Bernichtungsschlacht bei Radom sind 60 000 Gefangene, darunter zahlreiche Generale, 143 Geschütze und 38 Panzerwagen eingebracht. Der umfassende Angriff gegen die um Kutno um st eilten polnischen Divisionen schreitet vorwärts. Der Ring um die polnische Hauptstadt wurde gestern auch im Osten geschlossen. Ostwärts Modlin über den Narew vorgebend, nähern sich unsere Truppen auch von Nordwefte» der Stadt. Die über die Straße Warschau—Siedler vorgedrungenen deutschen Kräfte habe« mit Teile» «ach Südwefte« «ad Weste« ««gedreht.
Die 18. polnische Division, darunter der Divifionsftab, streckte gestern nördlich Ostrow — Mazowieka die Waffen. 6000 Gefangene und 30 Geschütze wurden eingebracht.
Die auf Brest-Litowsk angesetzten Kräfte nähern sichschnrllderStadt. Als letzte der polnischen Eren,- sestunge« wurde O s s o w i e c gestern durch oftpreußische Truppen, genommen.
Trotz ungüustiger Wetterlage griff die Luftwaffe mit Erfolg de« Oftrand von Warschau und rückwärtige polnische Berbindungsftraße» an. Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.
Im Westen sind in dem zwischen Saarbrücken und Hornbach weit vor dem Westwall nach Frankreich vorspringenden deutschen Gebietsteil stärkere französische Kräfte als bisher gegen unsere Gefechtsvorposten vorgegangen. In Minenfeldern und in unserem Abwehrfeuer blieb en sie liegen.
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Unterhaltungsbeilage. $ctlincr ®üro: »«un-roiimersborf
