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Wiesbadener Tagblatt

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87. Jahrgang.

Dienstag, 12. September 1939.

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Nr. 213

Die große Schlacht westlich der Weichsel vor ihrem Abschluß

Pofen, (Bnefen und Thorn besetzt

kämpfe zwischen Saargemünd und

Len Krieg gegen Polen unter

Süden

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Hela und seine Hasenanlagen find von leichte» Seesireitkrästen in

sche Flugzeuge vernichtet und da­östlich gelegene polnische Flugplätze rer-

Verlogene englisch-französische Heeresberichte

ee.

Der eiserne Ring hält.

Nock gröber allerdings wird die Zahl der Gefangenen toenn auch die Divisionen versprengt und ent»

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unsere »Heb

zwischen Saargemünd und Hornbach, ereigneten sich gestern nicht.

6 Ausgaben

UnterhaltrmMeilage.

Verbände der Luftwaffe wurden tote am Vortage zur Unterstützung des Heeres bei Kutno und zur Störung der rückwärtigen Verbindungen des Gegners ostwärts der Weichsel mit gutem Erfolg eingesetzt. Eine Sturzlampsgruppe hat die Ostausgänge von Warschau abgeriegelt. Der Bahnhof B i a l n st o k wurde zerstört.

Verzweifelte Versuche der um Kutno eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte, nach durchzubrechen, wurden vereitelt. Der Ring auch um diese feindliche Grnppe ist geschlossen.

Nördlich der Weichsel nähern sich unsere Truvven der Festung M o d l i n.

Rach hartem Kamps ist der Feind auch nordostwärts Warschaus geworfen. In der Verfolgung haben Truvven mit der Masse die Bahnlinie WarschauBialystol überschritten, mit vorgeworfenen langen die Bahnlinie Warschau Siedler erreicht.

Erotzendorf im westlichen Teil der Halbinsel Besitz genommen.

Im Westen örtliche Vorpostenkämpse Luftangriffe auf das Reichsgebiet

Aber auch hierbei wird sich London verrechnen.

Der skrupellose Vernichtungswille kommt auch in dem wahnwitzigen Vorgehen der polnischen Heeres­leitung zum Ausdruck. Die polnische Artillerie beschiebt ihre eigene Hauptstadt mit B r a ndg r a n a t e n und die Barri- k a d e n, die überall auf Anweisugn der polnischen Regierung errichtet wurden, machen ein (Eingreifen der Feuer­wehr unmöglich. Verzweifelt versuchen, wie aus Wilna berichtet wird, die Einwohner mit Wassereimern und Sand­säcken den immer stärker um sich greifenden Fmiersbrünsten die ihr Eigentum vernichten, Einhalt zu tun. Das Feuer irtßt jedoch ständig weiter und die polnischen Brandgeschosse krachen ununterbrochen in die Stadt und in die eigene Zivil­bevölkerung hinein.

Der gleiche Vernichtungswille Londons spricht aus den Blockademabnahmen, die ganz nach dem Muster des Weltkrieges auch diesmal wieder von den Engländern er­griffen werden. Wieder soll der Hungerkrieg gegen Deutsch­land, gegen Deutschlands Frauen und Kinder geführt werden. In betonter Weise hat man dieser Tage in England an die Behörden die Anweisung gegeben, sichauf einen Krieg

bei zahlreiche weit ..---------

stört. Voll Freude hört der Führer diese Meldung tapferen deutschen Fliegertums.

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Wöchentli

mit einer täglichen

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt weiterhin bekannt: Durch das Vorgehen unserer Truppen in den Pro­vinzen Posen und Westpreuhen wurden in den letzten Tagen Posen, Thorn, Enesen, Hohenkalza und zahlreiche andere Städte besetzt. Damit ist auch in dieser Gegend das ehemals deutsche Gebiet nahezu restlos in deutscher Sand.

Der Mm im Baum öer WWW.

Führer-Hauptquartier, 11. Sept. Der Führer hat sich auch heute wieder im Flugzeug an die vorderste Front begeben, dorthin, wo zur Zeit die Entscheidung der groben Schlacht in Polen sich unaufhaltsam vollzieht, die Ernte der beispiellosen Tapferkeit und Osiensivkraft der deutschen Truvven heranreift. Dieser zweite Frontflug des Führers führte mitten hinein in das Operationsgebiet zwi­schen Lodz und Warschau, wo die eingeicklolsenen polnischen Truppen sich verzweifelt bemühen, nach Osten durch­zubrechen.

Wieder wie gestern landet der Führer auf einem der Feld­flugplätze wenige Kilometer hinter der Front.

Die Zange geschlossen. Vergebliche Durchbruchsversuche. Gefangenenzahl noch nicht zu übersehen. Gewaltmärsche der Südtruppe über den San. Bahnlinie Warschau-Siedlce erreicht. Örtliche Vorposten- Hornbach. Am Montag keine Luftangriffe auf das Reichsgebiet.

wafinet sind, die heute noch im Raume zwischen Lodz und Warschau mit letzten Verzweiflungsangriffen gegen die eiserne Umklammerung des deutschen Heeres an- rennen. Je weiter wir an die Front kommen, desto deutlicher erkennen wir. wie dieser unzerreißbare eiserne Gürtel immer stärker und fester wird. Unaufhör­lich ziehen hier frische Truppenmassen nach Norden. Infan­terie. Feldartillerie, Flak, schnelle Truppen und schwere Artillerie bewegen sich rasch und unaufhaltsam nach vorn, um das Ende der Polen zu beschleunigen.

Der Führer kommt!"

Wir überholen in rascher Fahrt die vorrückenden Kolonnen. Mit Jubel begrüben d>e Truppen den Führer. Das Seilrufen reibt nicht ab. Mit Blitzesschnelle eilt die

amriaimmlle: (Ein Millimeter Höh- der 22 Millimeter breiten Spalte im Anzeigenteil Grund. vrD 7 Rpf.. der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., sonst laut Preisliste Nr. 6, Nachlässe nach Preisliste Nr. 6. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigen-Annahme 9'/- Uhr vormittags. Größere Anzeigen müssen spätestens einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.

enthüllt ihre Lächerlichkeit.

würden durch Tankfallen aller Art mit Sicherheit vernichtet und ihre Infanterie auf einer Breite bis zu 50 Kilometer jeden Zentimeter einem verheerenden treuer ausgesetzt jein. Der Verfasser schließt seine Ausführungen mit der irest- itellung. die Franzosen hätten den schwierigsten Feldzug ihrer Militargeschichte eröffnet, der kaum erfolgreich beendet werben tönne. , .. ..

Auch die spanische Presie besäst lick mit den merkwürdigen französischen und englischen Heeresberichten und die Zeitung Ariioa" meint, das die Tradition der Iran» zöfischen Armee mit dem Mangel an Ernst­haftigkeit. den diese Berichte erkennen liellen. unver­einbar sei. Man dürfe nickt vergessen. so sagt das Blatt mit bezug auf die Göring-Rede, das hinter dem uneinnehmbaren Westwall ein noch Härterer Wall stehe, nämlich der des Gentes und der Energien des deutschen Volkes. Deutschland aber.sei Adolf Hitler und Adolf Hitler sei Deutschland. Gegen diele mystische Verbundenheit zwischen Volk und Führer vermögen, so schließt das Blatt, alle englischen Hebversuche nichts auszu. lickten.

Am«ikaniscker Journalist

wt. Die englische und die französische Propaganda wollen der Welt weismachen. daß die Franzosen bereits grolle Fortschritte am Westwall erzielt hatten. Mit der­artigen Lügen will man anscheinend die Stimmung in Polen beruhigen, und den verhetzten und verratenen Bundesgenossen beweisen, daß man etwas für he . tut. MU diesen Propagandamätzchen setzt sich der Berichterstatter desNew Bork World lelegram. Jack Fost er. auseinander. .Er enthüllt die Lächerlichkeit derartiger Nachrichten. Der Westwall, so jagt «öfter, ist die ..mächtigste Beiestigungs- anlage. die Menschenhand jemals erbaute'. Er e n äuder - schreitungen. wie sie dieser Tage im Bericht des deut­schen Oberkommandos gemeldet wurden, stellten noch. keine Durchbrechung des Westwalles dar. Überhaupt erscheine es zweifelhaft, daß der im Gegensatz zur Maginotlime auber - ordentlich bewegliche We st wall jemals durch­brochen werden könne. In Tagen, Wochen und Monaten schon gar nicht. Wenn die tftanäoien wirklich den Westwall an» griffen, so stünden sie vor dem gewaltigiten Feitungssystem. das jemals ein Staat erbaute. Ihre motorisierten Einheiten

DroflBifiertes WeiWWM.

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Die flache polnische Ebene. ..die ausgedehnten Stpppelielber geben hervorragende Flugplätze ab. Heute ist es der Platz einer Zerstörerformation. Der Kommandant kann zur Be­grüßung dem Führer voll Stolz die Ergebnisse des gelingen Feindfluges melden. Diese eine Formation hat an einem. Tage 44 polnische Flugzeuge vernichtet und da-

Ganze Arbeit der Luftwaffe.

Aus der Fahrt in die vorderste Front begegnen wir den Spuren der deutschen Luftangriffe. Besonders in Rawa. dem Punkt, der für die deutschen Truppen der Schlüssel iur den entscheidenden Vorstoß auf Warschau war. sind die mili­tärisch wichtigen Objekte nur noch wirre Trümmerhaufen aus Stein und Stahl. Sier haben die deutschen Bomben ganze Arbeit gemacht. Wir unden aber auch ebenso wie am gestrigen Tag zahlreiche Zeugnisse .des Banden krieg es. Die deutschen Truppen hatten ja m den ersten Tagen ihres., mit ungeheuerer Energie geführten Vorstoßes nicht die Möglichkeit,., sämtliche Widerstandsnester systematisch zu erledigen, Sie kämmten das Land gleichsam wie eine dünne, ununterbrochen vorgehende Treiberkette durch. Jetzt kommt das große Aufräumen. Wir begegnen n n u n t e r- Srocken langen Getangenenzugen. die von deut­scher Feldpolizei nach hinten geleitet werden. Bald sind es einzelne Gruppen und Grüppchen, die m geringem Abstande einander folgen, bald geschloßene Transporte von Hunderten und Tausenden. Die wahre Zahl der bereits gefangenen unb der noch in den Wäldern unchenrrenden Polen, wird erst in einigen Tagen einigermaßen festltellbai syn. Eines ist aller­dings heute schon sicher: auf den Straßen nach rückwärts marschieren die Trümmer einer geschlagenen

Kunde unserer Wagenkolonne voraus:Der Führer kommt!- Wie leuchten die Augen unserer tapferen Sol­daten, die nun seit zehn Tagen im ununterbrochenen Vorgehen sind. Es ist kein müdes Gesicht zu sehen, braungebrannt und in straffer Haltung grüßen sie den Führer, .als er an ihnen vorüberfährt. Dovvelfreudig marschieren die Truvven nun weiter. Sie wissen, der Führer, der erste Frontsoldat des Reiches, ist mittenunter i6nen. Unter feinen Augen werden sie ihre Siege erkämpfen. . , _

In den Straßengräben liegen vereinzelt polnische Ge­schütze. polnische Munitionswagen, Ausrüstungsgegenstande und

(Fortsetzung auf Seite 3.)

Der Bericht des Oberkommandos

Berlin, 12. Sept. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die große Schlacht in Polen gebt westlich der Weichsel ihrem Ende entgegen.

Die Südtruppe dringt in Gewaltmärschen gegen und über den San vor. Gebirgstrupperr buben im äußersten Süd- fliigel Chyrow südlich Przernysl erreicht. 5m Raum zwischen Zwolen, Radom und der Lvsa-Eora streckt der Feind die Waffen; Geschütze und Kriegsgerät von wenigstens vier Divisionen stehe« als Beute in Aussicht. Die Gefangenenzahl ist noch nicht zu übersehen. Auf dem Ostufer der Weichsel südlich Warschau nahmen Panzertrupven eine Anzahl schwerer Geschütze, darunter vier 21-vm-Mörser.

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as. Berlin, 12. Sept. Die über die Kämpfe in Warschau vorliegenden Nachrichten zeigen, daß die Polen fei nett a n - ständigen soldatischen Krieg mehr führen, sondern daß sie in immer größerem Umfang dazu übergehen, ein blindwütiges Banditent u m z u organi­sieren. Es entspricht das ganz dem bisherigen Verhalten der polnischen Machthaber, die ja immer wieder im Rundfunk die Bevölkerung zur Teilnahme am Kampf gegen die deut­schen Truppen aufgefordert haben. Es ist klar,, daß gegen diese Heckenschützen mit den schärfsten Maß­nahmen vorgegangen werden muß. Darüber ist sich auch die polnische Regierung bestimmt nicht im unklaren. Um so ver­brecherischer ist es, wenn sie jetzt erneut die Zivilbevöl­kerung auf ruf t, sich in Warschau am Kampf zu be­teiligen. und wenn sie darüber hinaus die Zivilbevölkerung zwingt, nicht nur Barrikaden zu bauen, sondern auch, von diesen Barrikaden, aus Häusern und von den Dächern auf die deutschen Truppen zu schießen. Die deutsche Wehrmacht hat den Krieg gegen Polen unter veinli chst er Innehal­tung aller internationalen Bindungen ge­führt, sie hat die polnische Armee, aber nicht die polnische Zivilbevölkerung bekämpft. Es ist deshalb doppelt verwerf­lich, wenn die polnischen Machthaber, die sich selbst rechtzeitig in Sicherheit brachten, die Bevölkerung ihres Landes in einen sinnlosen Kamps hineinhetzen, in einen Kamps der gegen die primitivsten Regeln des internationalen Kriegsrechts verstößt. Für alle Folgen, die sich daraus ergeben, tragen die Verantwortung die polnischen Machthaber, die eine ungeheure Blutschuld aus sich laden. Verantwortlich freilich ist ebenso auch der britische Auftraggeber, der den Polen ja immer wieder bei allen ihren Maßnahmen Beifall spendet und sie zum Ausharren ermuntert. Es kann dabei gar keinem Zweifel unterliegen, daß es den Engländern gar nicht darauf ankommt, den Polen Hilfe zu leisten, sondern daß es den Engländern darum geht, den Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland, den Kampf gegen das Deutschtum mit allen Mitteln, auch mit den verwerflichsten, sortzuführen. Kann man uns mit anständigen Mitteln nicht beikommen, kann man den Siegeszug des deutschen Heeres nicht stoppen, so nimmt man seine Zuflucht zum Massen- einsatz von Heckenschützen, zum organisierten Mord.