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Wiesbadener Tagblatt

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Nr. 211

Samstag/Sonntag, 9./10. September 1939

87. Jahrgang

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dankt allen Volks-

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as. Berlin, 9. Sept. Die Einzelheiten, die über den

. m r n+r nZZ oenioaren weife oei yag gegen jjeutiajianö geschürt. Dreien

Menschem'chläbchterel bekannt wcrdL »nd derart ara^bakt S°Des°ngen und diesen Aufforderungen zur Ausrottung des

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von Schlesien nörd- an die deutsche Ost­

rationsgebietes mit Ausnahme lich der Oder ab 9. September 0 Uhr grenze vorverlegt wird.

Der Oberbefehlshaber des Heeres

genossen, datz sie ovfer- und einsatzbereit die Wehrmacht iederzeit freudig unterstützt und damit auch ihren Teil zum Gelingen des groben Werkes beigetragen habe».

der Provinz Schlesien nördlich der Oder muh an dem bis­herigen Zustand ans technischen Gründen noch kurze Zeit festgehalte» werden.

Der Führer und Oberste Befehlshaber hat daher an­geordnet. dah die rückwärtige Grenze des Ope-

Die Polen raumen die Provinz Posen ohne Widerstand Zwei französische Flieger über deutschem Gebiet abgeschossen.

Deutsche Panzertruppew in Warschau. Zwolen, Radom, Rzeszow genommen. Lodz wird heute von rückwärts gestaffelten Verbänden besetzt.

Berlin, 9. Sept. (Funkmeldung.) Dank des unaufhalt­bare» Vordringens der Truppen auf dem östlichen Kriegs­schauplatz ist die deutsche Ost grenze endgültig und für alle Zeiten gesichert.

Der Oberbefehlshaber des Heeres hat daher dem Führer gemeldet, dah die Notwendigkeit zur Ausübung voll­ziehender Gewalt innerhalb der deutschen Reichs­grenze im Osten nicht mehr gegeben ist. Lediglich in

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Deutschtums ist auch jener Teil der polnischen Armee erlegen, der in und um Bromberg kämpfte und sich an dieser Menschenschlächterei beteiligte. Wir wollen nicht verallgemeinern» denn wir wissen aus den Schilderungen der deutschen Truppen, datz an anderen Stellen die,polnische Armee tapfer kämpfte und so kämpfte, wie es sich für die Truppe eines zivilisierten Landes geziemt. Aber diese in und um Bromberg eingesetzten polnischen Heeresteile haben ihre Ehre verloren. Dann aber wollen wir nicht vergessen, daß die Verantwortung mitzutragen hat die Regierung, die Polen den Blanko-Scheck gab, London, d. h. die Regierung des Herren Chamberlain war es, die diesen Massenmördern, diesem Verbrechergesindel völlig freie Hand lich und die den Polen die Entscheidung über Krieg und Frieden in die Hand gab. Das Blut eines jeden einzelnen in Polen ermordeten Volksdeutschen kommt D0£_?cr Geschichte über das Haupt des englischen Minister­präsidenten Chamberlain.

Menschenschlächterei bekannt werden, sind derart grauenhaft, datz man sie zunächst überhaupt der Öffentlichkeit nicht mit­teilen möchte. Aber hier kann es kein Vertuschen geben, die Welt mutz die ganze grausige Wahrheit erfahren, die Welt mutz wissen, wie in Bromberg die organisierten Mordbanden gehaust haben. Wer aber trägt die Verantwortung für diese unmenschlichen Verbrechen? Die Frage ist leicht zu beantworten. Die Verantwortung trägt einmal die polnische Regierung, die das Erbe Pilsudskis vertan hat, die Regierung, die nichts unternahm, um der widerlichen Hetze des polnischen Westmarkenvereins und der Aufständischen-Organisationen entgegenzuwirken. Immer wieder haben diese polnischen Kreise ja gepredigt, datz das Deutschtum ausgerottet werden müsie, wie es dann am Blutsonntag in Bromberg geschah. Die polnische Regie­rung hat dagegen nichts getan, im Gegenteil, sie hat durch hetzerische Aufrufe und Reden noch ÖlindasFeuerge- gassen. Zum anderen sind verantwortlich die Juden und ihre H e tz p r e s s e, die die Parole ausgaben, die

Von Fritz Günther.

Die gewaltigen, das Schicksal Europas von Grund auf neugestaltenden Ereignisse dieser spätsommerlichen Septem­bertage bilden in ihrer Bedeutung und Fülle schon heute einen der wichtigsten Abschnitte in der grotzdeutschen Gx- Öte. Ist es wirklich erst zehn Tage her, datz der großzügige chlag des Führers, nach welchem eine loyale Regelung den Zuständen an unseren Ostgrenzen endlich ein Ende be­reiten sollte, abgelehnt und von Polen mit der Eesamtmobil- machung beantwortet wurde? Und k an m eine Woche ist vergangen, seitdem der Führer das Erotzdeutsche Reich dem Schutz der Wehrmacht unterstellte und unsere tapferen Trup­pen dem von England geschürten polnischen Übermut und der Bedrohung unserer Grenzen mit blitzartigen Schlä­gen in unaufhaltsamem Vormarsch nach Osten begegnen. Es ist nichts mehr mit dem Marsche auf Berlin, wo, wie polnische Fanatiker immer wieder faselten, ein pol­nischer Friede geschlossen werden sollte. Statt dessen sind die in rasantem Sieqesmarsch vorstürmenden deutschen Truppen, nachdem Danzig ins Reich zurückgekehrt, der Korridor geräumt und ganz Ostoberschlesien befreit ist, bereits in Warschau eingedrunqen, der pol­nischen Hauptstadt, die von der polnischem Regierung 48 Stunden vorher fluchtartig verlassen worden war. Das atemraubende Tempo, mit dem sich der Vormarsch vollzieht, mutz jetzt auch von der gesamten Presse des neutralen Auslandes, die den überwältigenden Erfolg der deutschen Truppen und ihre Leistungen bei den Kämpfen in Polen nicht mehr übersehen kann, rückhaltslos anerkannt werden.

Mit jedem Tage meldet der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht neu erreichte Ziele des Sieges­marsches. Namen urdeutscher Städte, die uns durch den Versailler Vertrag geraubt wurden, wie Eraudenz, Vrom- berg, Kattowitz, weckten in unseren Herzen einen Widerhall der Begeisterung über die endliche Befreiung. Andere, wie Mlawä, Tfchensiochau, Krakau, Kielce und Gorlice, die uns aus der Geschichte oder vom Weltkriege her geläufig sind, wurden zu Etappen eines unaufhaltsamen Siegesmarsches, der uns mit Stolz auf den Kampfesmut und die un­erhörten Marschleistungen unserer tapferen Sol­daten erfüllt. Dabei darf nicht vergessen werden, datz auch der polnische Soldat besonders zu Beginn der Kämpfe heftigen Widerstand leistete, ehe er dem Kampfgeist unserer Truppen und der Überlegenheit unserer Waffen weichen mutzte. Datz sich der polnische Soldat, aufgepeitscht durch die auf Londoner Anregung gegebenen Befehle aus Warschau, wie jetzt feststeht, hinrertzen ließ, den unmenschlichen Grausamkeiten polnischer Mordbanden gegen­über wehrlosen Deutschen in Bromberg und an anderen Orten Vorschub zu leisten, hat seine Soldatenehre für immer befleckt und wird, wie sicher erwartet werden darf, seine Sühne finden. Die letzte Verantwortung für die Massenmorde am Blutsonntag aber trägt der englische Premierminister, Herr Chamberlain. Mit seiner vor dem Unterhause abgegebenen Erklärung, er werde nicht ruhen, ehe Adolf Hitler beseitigt und der Nationalsozialis­mus ausgerottet ist, gab er nicht nur seinem Hatze gegen das deutsche Volk Ausdruck, sondern gleichzeitig das Signal für

Verantwortlichkeit der polnischen Regierung. Deutschen seien Barbaren, die Deutschen machten keine Ge­fangenen, kurzum auch von dieser Seite wurde in jeder nur denkbaren Weise der Hatz gegen Deutschland geschürt. Diesen

Der Bericht des Oberkommandos

Berlin, 9. Sept. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

i w?4n°hmdkückrug des geschlagene» polnischen Heeres fast eit allen Fronten seine» Fortgang Die Kindliche» Ra»b»te» p.elfach durchstotzead, erreichte» beweglich, Trappen mit vordersten Teilen zwischen Sando- '« ----- ~

In Südpolen wurde kämpfend über die Wisl-k- »ach Oste» Raum gewonnen und mit motorisierten Verbanden Rzeszow erreicht. Bet Sandomierz gelang es auch im Osten von der Weichsel Futz zu fasten In der » w*w ®ra=^IroM0 6,5 on dte Weichsel durchgestoßen. Lodz wird heute von rückwärts 8e = beiderseits'L»0Ven127 roä6renb bie Maste der dort kämpfenden Truppen an der Stadt

beiderseits vorftohen, südlich der B,ura dem kämpfend weichenden Feind folge». Die Provinz Posen wird t X Widerstand fortschreitend besetzt. Nordostwärts Warschaus ist der Feind hinter den Bug oei W v s z k o w ostwärts geworfen.

. Die Luftwaffe hat während des ganzen Tages vor allem die Nückzugswege des Gegners westlich und ostwärts der Weichsel angegriffen Abgesehen von einigen Jagdflugzeuge» über de» Weichselbrücken zwischen Sandomier, und Warschau trat die polnische <slregertruvve nur noch wenig ja Erscheinung.

Im Weste» wurden zwei französische Flugzeuge über deutschem Gebiet avgeschosten.

Deutsche Ostgrenze endgültig und Von ^mzig bis Warschau, für alle Zetten gesichert. tJ 3 1

Englischer Bomber schießt belgisches Jagdflugzeug ab.

3m Vormarsch auf Lublin

Die Blutschuld Chamberlains

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Jagdflugzeug, gegen das der verfolgte Apparat das Feuer eröffnete, ist zerstört worden. Die beide» Ju- sasten habe» sich im Fallschirm gerettet »nd stad verletzt Diese Verletzung unserer Neutralität hat eine» cutt' "ischett Protest der belgischen Regierung bei der eng­lischen Regierung zur Folge gehabt."

Die beiden belgischen Flieger sind glücklicherweise nur leicht verletzt.

Englischer Lustangriff abgeschlagen Ein Kampfflngzeng abgeschoste». Holländische Neutralität abermals skrupellos durch England sabotiert.

Berlin, 9. Sept. (Funkmeldung.) Heute nacht wurde in Nordwestdeutschland der Anflug feindlicher Flugzeuge aus nordwestlicher Richtung gemeldet. 2m Küstengebiet geriet der Gegner in das Abwehrfeuer unserer Flakartillerie. Die feindlichen Flieger bogen in sLdwest­licher Richtung aus und traten de» Rückflug über Holland an. Bombenabwürfe haben nicht stattgefunden. An der holländischen Grenze wurden zur Abwehr der feind­liche» Flugzeuge deutsche Nachtjäger eingesetzt. Ein e u g l i s ch e s K a m p s f l u g z e u g st L r z t e a» der Stratze Schönstedtüberstedt ab. Die sünsköpfige Besatzung sprang mit Fallschirme» ab und wurde gefangengenommen.

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wt. Die Engländer haben sich eine zweite Schlappe geholt und erleben müssen, dah unsere Abwehr vorzüglich funktio­niert. Genau wie in Cuxhaven und Wilhelmshaven, konnten die englischen Maschinen das gesteckte Ziel nicht erreichen. Sie wurden vertrieben und mußten ihre gefährliche Last wieder unverrichteter Dinge nach Hause tragen. Das Wort Hermann Görings, datz sich der Arbeiter im Küstengehiet ungestört seiner Arbeit widmen kann, ist in Erfüllung gegangen und das Vertrauen, das das deutsche Volk seiner Luftwaffe ent­gegenbringt, erwies sich als voll berechtigt. Wir sind ge­spannt auf dieSiegesmeldung", die London nach diesem neuerlichen Reinfall in die Welt setzen wird. Sie werden damit im Ausland wenig Glauben finden, am wenigsten in Holland, die wieder einmal fliehende englische Bomber über sich sahen. Nach dem Fall Esbjerg ein niederdrückendes Ge­fühl für die Holländer, die sich nahezu wehrlos der gewissen- tosen englischen Kriegsführung ausgeliefert sehen.

6 Alisaaben Weriiäglich miifrntttags.

"""ö***'** Geschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends außer Sonn-u. Feiertag»

Unterhaltungsbeilage. ®erIiner 25010: Berliu-Wilmer-dorf

2. ScheUenberg'sch« Snchdnlckeni,Tagblatt. Haus- Fernsprecher-Sarnmel-Rr. 59631. Drahtanschrift: Tag blatt Wiesbaden. -wOuJcllltl

W.«=nto: Frankfurt a. M. Nr. 7405. mit einer täglichen

Ein tolles Piratenstück.

(Letzte Funkmeldung.)

. Brüssel, 9. Sept. Das belgische Landesverteidigungs- mmrsterrum teilt mit:

__»Das belgische Gebiet ist in dieser Nacht von ausläu- dischen Flugzeugen überflogen worden. Drei von ihnen sind von unsere» Lnftstreitkräfte» verfolgt worden. Ei» eng­lischer Bomber wurde zur Landung g e^ zwange»; ein anderer Bomber, der von zwei unserer Jagdflugzeuge eingekreist wurde, wurde ebenfalls durch Leuchtraketen aufgefordert, zu landen. Ei» belgisches