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Mestza-ener Tagvlaft

Dienstag, 5. September 1939.

Die. dänische Regierung hat das Minen lm Zugang zur Kopenhagener. Reede

Rumänische Erklärung.

Die rumänische.Regierung hat der deutschen y 01* 1 2 s g r u v v e Rumäniens neuerliche Zusicherungen über die Erhaltung des deutschen Schulwesens und gerechte Behandlung durch die Behörden gegeben.

Schwestern geschossen und Gasbomben geworfen hätten. Die deutschen Truppen halten sich streng an dem Befehl des Führers, wonach nur militärische Anlagen bombardiert und beschossen werden. Es ist ein verantwortungsloses Spiel mit dem Feuer, in diesem Augenblick Ereuelmeldungen in die Welt zu setzen und mit allem Ernst mutz darauf aufmerksam gemacht werden, welche Verantwortung die Erfinder solcher Lügen tragen, denn die deutsche Rücksichtnahme ist an die Voraussetzung der Gegenseitigkeit gebunden.

feindliche Luftangriffe zu sichern. Neben ihnen sind in allen deutschen Gauen die Männer und Frauen des zivilen Luft­schutzes bereit, für den Schutz der Heimat einzutreten und, wenn es sein mutz, ihr Leben einzusetzen. Ich bin gewiß, datz jeder von euch, ob er nun seinen Platz im Luftschutzwarn­dienst, in den Reihen des Sicherheits- und Hilfsdienstes, im Werklustschutz, im Selbstschutz oder im erweiterten Selbst­schutz hat, bis zum äußersten seine Pflicht tun wird. Ich weitz, welch uneigennütziger Opfermut den unbekannten Kämpfer im Luftschutz beseelt. Diesen Mut und zugleich das, was ihr in jahrelanger mühevoller Friedensarbeit im Luft­schutz gelernt habt und nun euer eigen nennen dürft, gilt es jetzt einzusetzen für Volk und Heimat, für die Familie, für Haus und Hof, für Dienststelle und Betrieb.

Auf euch, ihr Männer des Sicherheits- und Hilfsdienstes und des Luftschutzwarndienstes, ruht die Verantwortung dafür, datz durch die Luftangriffe des Gegners der Lauf des öffentlichen Lebens nicht nachhaltig gestört wird.

Ihr vom Werkluftschutz, die ihr in den Betrieben für die Schlagkraft unserer Wehrmacht,.. für die Versorgung der Heimat Tag und Nacht an den Maschinen steht, denkt daran, datz von eurer Disziplin und Einsatzbereitschaft der ungestörte Gang der Produktion und damit die Lebenskraft unseres Volkes in diesen schweren Zeiten abhängt.

Du. Kämpfer im Selbstschutz, sei dir bewutzt, daß durch deinen Einsatz nicht nur Leben und Gesundheit deiner Frau, deiner Kinder, sondern auch das Schicksal von Millionen Volksgenoffen mit -ihrem Gut und Blut entscheidend gestaltet wird.

An unserem unerschütterlichen Widerstandswillen soll jeder Gegner scheitern.

Es lebe der Führer! Es lebe Deutschland!

gez. Göring.

r e r u n g bat das Auslesen von n rm Zugang zur Kooenbagener Reede zur Erleichte- ^'0ntl0e Seeverkehrs in die Hauptstadt be-

Rr. 207. Seite 3.

Beispiel englischer Gewissenlosigkeit.

Die Torpedierung derAthenia« ist eine infame Lüge. Amerika vom Auswärtigen Amt aufgeklärt.

Eiserner Wille zur Selbsterhaltung

Ausrufe des Oberbefehlshabers der Luftwaffe.

fahren habe, am 4. September sei der englische Dampft Atbenia" mit 1400 Passagieren, darunter eine großen Zahl von Amerikanern, 200 Meilen west lich der Hebriden torpediert worden und gesunken.

Hierzu ist jestzustellen, datz gemäß dem vom Führer in seiner Reichstagsrede am 1. September» ausgesprochenen Befehl an die gesamte deutsche Wehrmacht, von diese: keinerlei Handlungen begangen werden, die dem Völkerrecht und den vom Deutschen Reich unter­zeichneten Abkommen widersprechen. Die Meldung und die Art ihrer Verbreitung kann nur als verbrecherischFr Versuch angesehen werden, die Meinung des amerikanischen Volkes gegen sein eigenes Jntereffe im Sinne jener Kriegs­treiber zu beeinfluffen, die eine neue Ausweitung des Kon­fliktes anstreben.

Damit fallen die von der Nachrichtenagentur Havas ver­breiteten Meldungen über eine angeblich bevorstehende Stellungnahme Amerikas zu dieser Torpedierung in sich zu­sammen.

Berlin, 4. Sept. Der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, von Weizsäcker, empfing heute mittag den a m e r i- kanischen Geschäftsträger in Berlin, um ihm mitzuteilen, daß die vom britischen Jnsormationsministerium über das Reuterbüro gegebene Meldung von der Torpe­dierung des englischen Passagierdampfers Athenia- 200 Meilen westlich der Hebriden nicht zu- tressen könne, da

1. der deutschen Marine der Beseht gegeben worden sei, sich an die internationalen Regeln der See­kriegsführung und an die von Deutschland unterzeich­neten Abkommen zu halten, und da

2. in diesem Gebiet fich keine deutsche» Kriegs- sahrzeuge aufhalten.

4*

Das britisch« Informarionsministerium hat, wie zu er­warten war, die unselige Tradition der alten britischen Ereuelpropaganda wieder ausgenom­men. Es gab an das Reuterbüro die Meldung, daß es er-

Polmsche Ereuelpropaganda.

Eine ernste Warnung.

wt. Polen gibt sich Mühe auch auf dem Gebiet der Kriegs- und Ereuelpropaganda den Grad der Frivoli­tät zu erreichen, den sein Herr und Meister, England, für sich in Anspruch nehmen kann. Wenn wir an den Weltkrieg gunitoyiten. wissen wir, zu welch unfaßlichem Maß von Gemeinheit die englischen Propagandisten fähig stnd. Wir brauchen nur an die schamlose Lüge von den Mochten deutschen Soldaten" zu erinnern. Der britische General Tharteris, der diese Gemeinheit erfand, hatte sieben Jahre später den traurigen Mut, bei einem Vortrag in New York fich dieser Erfindung zu rühmen. Die polnische Kriegspropaganda ist in seine Fußstapfen getreten. Der Warschauer Rundfunk warnte allen Ernstes die Zivil­bevölkerung davor, Bonbons oder Schokolade auf- zuheben, die von deutschen Fliegern abgewogen worden seien. Diese Süßigkeiten könnten vergiftet sein. Weiter­hin behauptete Radio Warschau, daß deutsche Flieger über Mislowitz Kinderballons abgeworfen hätten, die mit Gas und giftigen Flüssigkeiten gefüllt gewesen seien. Am Sonntagvormittag verbreitete Warschau, daß das bekannte wundertätige Bild der schwarzen Muttergottes von Tschenstochau durch deutsche Flieger­bomben zerstört worden sei. In dem Augenblick, in dem der polnische Sender diese Ereuelmär durchgab, war Tschenstochau bereits in deutscher Hand und jeder konnte sich davon über­zeugen, daß nicht nur das Muttergottesbild nicht zerstört war, sondern daß überhaupt nur militärische Anlagen von den deutschen Fliegern belegt worden waren. Ebenso unwahr und erlogen sind die Behauptungen der polnischen Hetzer, daß deutsche Flieger mit Maschinengewehren auf die Zivilbevölkerung sogar aus Rote-Kreuz-

Neulralitälserklärungen aus aller Welt.

Wt. Aus vielen Staaten der Welt werden angesichts der gespannten Lage Neutralität serrlärungenabge- Leben. Wohl veranlaßt durch die Neutralrtatsverletzung Englands verkündete Ministerpräsident de Geer in einer Sondersitzung der Zweiten niederländischen Kammer abermals den Willen Hollands, mit allen Mit­teln in dem gegenwärtigen Konflikt neutral zu bleiben. König Leopold von Belgien richtete am Montagabend über den Rundfunk einen Appell an das belgische Volk, in dem er erneut den belgischen Neutralitätsstandpunkt unter­strich Auch aus Südamerika liegen Verlautbarungen vor, nach denen die südamerikanischen Staaten es ablehnen, bei den gegenwärtigen Auseinandersetzungen in irgendeiner Form Partei zu ergreifen. Präsident Vargas unterzeichnete gestern ein Gesetz über die Neutralität Brasrlrens. Heute vopmittag wurde die Neutralitätsklarung Argen­tiniens bekanntgegeben. Die gleiche Haltung nimmt nach einer Verlautbarung des Senatspräsidenten Chile ein. Argentinien hat überdies Schritte unternommen, um in Fühlung mit südamerikanischen diplomatischen Ver­tretern in Buenes-Aires gemeinsame Anstrengungen zur Er­haltung der Neutralität anzuregrn. Die jugoslawische Regierung bekräftigt in ihrer zum Ausdruck gebrachten Neutralitätspolitik vor allem die Entschlossenheit Jugo­slawiens, die guten Beziehungen zu den Nachbarn zu pflegen. In einer außerordentlichen Sitzung hat der norwegische Ministerrat gestern die strikte Neutralität Norwegens be­schlossen. In einer Botschaft an die Bevölkerung gab die lettische Regierung dem gleichen Willen Ausdruck. Schließlich hielt Präsident Roosevelt eine Rundfunk­ansprache in der er die Proklamation der Neutralität an­kündigte.' Die Pflicht der Nation fei es, so führte Roosevelt aus. Men Krieg von Amerika fernzuhalten. Es sei von größter Wichtigkeit, daß Presse und Rundfunk Vorsicht walten ließen und den Unterschied zwischen Tatsachen und Gerüchten erkennen.

Auslandsnachrichten.

Convov-System i» England.

... Die britische Admiralität gibt bekannt, daß sie T.ur dre Sandelsschistfabrt das Convoy-Svstem einge- fuhrt habe.

Südafrika neutral.

Der australische.Ministerpräsident gab die Erklärung ab.es sei seine melancholische Pflicht, mitzuteilen. daß sich mit englischem Mutterland auch Australien 'm. Kriege Mit.Deutschland befinde". Dasselbe gilt für das britische Dominien Reuse e l a n d. während Irland und Südafrika, die gleichfalls als Dominions dem britischen Reich angeboren ihre Neutralität erklärten. Der von England beherrschte ägyptische Staat hat mitge­teilt. daß er die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen habe.

Gold muß in London abgeliefert werden.

^'"^nalische. Verordnung besagt, daß in Großbritannien V& Pmvalbmtz befindlichen Bestände an Gold und aus­ländischer Wahrung sofort abgeliefert werden müssen.

Schweden und. Holland wahren die deutschen Interessen in Frankreich.

Schweden bat die W a b r u n g der deutschen Interessen tn F rankret ch. den französischen Kolonien und den französischen Mandatsgebieten übernommen, mit Ausnahme von Marokko und Tanger, wo die deutschen Jnterefien von dem Königreich der Niederlande gewahrt werden. Die britischen Interessen in Deutschland werden .durch die diplomatische Ver­tretung der Vereinigten Staaten wabrge- nommen.

Belgische Erklärung.

s »n leisten ist die Regierung umgebildet worden. In das Kabinett, an dessen Svrtze wieder Ministerpräsident Er lot steht, trat als Ausenminister wieder der lang- i.ahllge Minister Svaak ein. Es wurde ein Ministerium iu.r nationale Information geschaffen, an dessen Spitze der Direktor der ZeitungPeuple". W a u t e r s. trat. Die Bel« gliche Regierung hat amtlich mitgeteilt. daß im Gebiet des belgischen Königreiches in Eurova. seinen Kolonien und Mandatsbesitzungen., seinen territorialen Gewässern und seinem.Luftraum, keinerlei feindselige Handlung erlaubt ist und keinerlei Stutzpunkt für feindselige Operationen eisige- richtet werden kann.

Dänische Minensperre.

100 Kilometer in drei Tagen!

Fabelhafte Leistungen des deutschen Heeres.

Berlin, b. Sept. (Funkmeldung.) Die im Gegenangriff nach Polen eingesetzten deutschen Truppen find in den ersten drei Tagen bis zu 100 Kilometer in Feindesland eingedrungen. Einzelne Truppen­teile sind täglich 30 Kilometer durch eine Grenzzone schlech­tester Wege und unter dauerndem feindlichen Widerstand vorwärts gekommen.

Hierzu hat die Wirkung der eingesetzten Luftwaffe und ihre reibungslose Zusammenarbeit mit den Truppen des Heeres hervorragend beigetragen.

Der Bodengewinn, der in schwierigstem Gelände und t: heftigen Gefechten erkämpft werden mußte, stellte eine a u - gezeichnete Leistung der deutschen Truppe dar.

An die Bevölkerung.

Eeneralseldmarschall Göring richtet an die Bevölke- runa folgenden Aufruf, -

Deutsche Volksgenossen und deutsche Volksgenoffinnen!

An euch alle wend« ich mich, nachdem der Luftschutz aufgerufen worden ist. Gewiß ist es in erster Linie Aufgabe Beneniqen Männer und Frauen, denen besondere Aufgaben im zivilen Luftschutz übertragen sind, fich bei Luftangriffen Sr die Allgemeinheit einzusetzen. Aber ihr Einsatz kann nur nn vollen Erfolg haben, wenn sie von jedem einzelnen, ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht oder Beruf, tatkräftig unterstützt werden. .

All« Volksgenossen bilden eine Schicksalsgemern- schaft, die auf Leben und Tod zusammenstehen muß. Wahrt vor allem Besonnenheit! Folgt den Anordnungen der Polizei und der anderen im Luftschutz eingesetzten Kräfte! Jeder von euch zeige, was er im Luftschutz gelernt hat! Wenn jeder das tut, was ihm im Hause und auf der Straße, in seinem Betriebe oder seiner Dienststelle obliegt, wird der Gegner sein Ziel, Unordnung in das Wirtschaftsleben und Verwirrung in die Bevölkerung zu tragen, nicht erreichen.

Ein Volk, das den eisernen Willen zur Selbst­erhaltung in sich trägt, wird auch den Gefahren aus der Luft erfolgrerch trotzen.

Heil dem Führer! Heil Deutschland!

gez. Eörrng.

An den zivilen Luftschutz.

Eeneralfeldmarschall Göring erließ folgenden Ausruf an die Männer und Frauen des zivilen Luftschutzes:

Deutsche Männer und Frauen!

Der Luftschutz ist aufgerufen. Flieger und Flak­artillerie stehen auf der Wacht, den deutschen Luftraum gegen

Weichselübergang bei Culm in Gegenwart des Führers.

(Fortsetzung von Seite 1.)

Der Führer besichtigte im Lause des Tages auch die Frontlinie der Truppen, die nördlich unserer Fahrtroute den eisernen Ring um die völlig ernge- kreiiten polnischen Divisionen immer enger schnürt. Schwarz und hoch stehen die Ranchsahnen über dem weiten Waldgebiet, aus dem die Polen zusammenge-rangt sind. Jede Führung hat bei ihnen aufgehört. Aus eigene Faust versuchen immer wieder kleine Gruvven, sich nach Südosten durchzuschlage n. Sie wissen noch nicht, daß sie restlos eingeschlossen sind, ete können es sich nicht verstellen, daß die deutschen Regimenter bereits jenseits der Weichsel stehen.

Lange Züge von Gefangenen.

Hier treffen wir lange Züge von Gefangenen, die einen erbarmungswürdigen Eindruck machen. Sie sind völlig demoralisiert. Die Uniformen hangen ihnen zum Teil rote Lumpen am Körper. Seit drei Tagen haben die polnischen Soldaten nichts mehr zu essen bekommen. Ihre erste Bitte gilt einem Schluck heißen Katiee und einem Stück Brot. Sie haben jedes Vertrauen auf, ihre Führung verloren und berichten, daß bei den eingeschlosienen Trupvenverbänden ein unvorstellbares Durcheinander herrscht. Jede zusammenfassende Befehlsgewalt hat dort bereits ausgehört. Noch ist die Zahl der polnischen Gefangenen nicht zu übersehen. Sie wird fick in den nächsten Tagen ver­vielfachen. Wird hier ein zweites Tannenberg geschlagen? Wir werden es bald wissen. .

Wir passieren in kaum 400 Meter Entfernung eine ab­geschnittene polnische Kompanie, die so über­rascht ist, datz sie auch nicht einen einzigen Schuß abzugeben

Entsetzliche polnische Greuel.

Deutsche Bomber ziehen über uns nach Osten.. Melde­fahrer. über und über mit Staub bedeckt, überholen m. rasen­dem Tempo ostwärts marschierende Kolonnen, die gleichfalls alle von einer dichten Staubschicht bedeckt sind. Der Staub auf den polnischen Straßen ist ein großes Übel für unsere Soldaten.

Sinter jedem Fahrzeug, jedem Auto. i«dem Motorrad weht eine ungeheuere Staubfahne empor Auch nicht etne einzige Straße ist von den Polen asphaltiert. Sie haben in den 20 Jahren, in denen dieses Land ihrer Willkür aus- geliefert war, nicht einen ernztgen Spatenstich an dem 45er- kehrsnetz getan. Im Gegenteil, sie haben die damals hervor­ragenden Straßen fast zu Feldwegen verfallen ^Wftpassieren Crone an der Brahe auch hier von der Bevölkerung jubelnd begrüßt. Noch vor kurzem wurde hier gekämv't Jetzt rumveln schon wieder die Mtlchkarren durch die Straßen um die Bevölkerung zu verfolgen. Draußen dröhnt dasHeil Hitler!" dem Führer entgegen. Bet etnem funen Halt erzählen uns die Bewohner^ dag die Polen vor ihrem Abzug die Führer der Volksdeutschen aus der ganzen Umgebung zusammentrieben, um sie mit sich ins liniere Polen zu schleppen. Sie berichten von entsetzlichen G r eu e I taten in denletzten Tagen, von Vergewal­tig u n g e n deutscher Mädchen, und sie erzählen endlich mA Tränen in den Augen, daß die Polen vor ihrem Abmarsch die deutschen Geistlichen aus ihren Sausern holten und sie kurzerhand erschossen.

Die Truppen umjubeln dem Führer.

Von Prust aus erreicht, dann der Führer die Weichsel. Bor wenigen Stunden erst sind die ersten Truppen über den Fluß herüber, haben sich aus ® u m m t f lob en de n Übergang erkämpft und die gegenüberliegenden Höhen besetzt. Jetzt, gerade als der Führer eintrifft, wird mit dem Übergang starker Kräfte begonnen. Links voraus auf der Höhe liegt die Stadt Eulm. Deutlich lmd auf ihren Türmen weiße Fahnen der Kapitulationzu erkennen. Längere Zeit verweilt der Führer auf einem Hügel, der eine weite Sicht in die Weichselniederung erlaubt, und beobachtet aufmerksam das Vorrücken der Truppe. Rasch bat fick die Kunde seiner Ankunft verbreitet. Alles, was im Augenblick abkommen kann, eilt herbei. Bald ist der ganze Hua el- bang von jubelnden Soldaten erfüllt, die ihrem Obersten Befehlshaber eine große Huldigung im Angesicht des Feindes darbrrngen. Draußen tönen die Seilrufe durch die klare Sommerluft, wert über die Weichsel hinüber.

Der Führer bei seinen Truppen. der Führer. ,n der vordersten Front: das ist für alle.die Gewißheit des Sieges! Hinter ihm aber liegt schon der tvttebe, der Friede, den dieses nun befreite westpreußische Land zwei Jahrzehnte lang entbehren mußte und den es nun unter der Fahne des Führers gefunden hat.

Verlustziffern in mäßigen Grenzen.

Benachrichtigung der Angehörigen Gefallener erfolgt sofort.

Berlin, 4. Sept. Es wird amtlich mitgeteilt, daß den Angehörigen von Soldaten, die in den Kämpfen i n P o l e n gefallen sind, sofort eine Benachrichtigung durch den Truppenteil zugeht. Es wurde bereits in diesen Tagen entsprechend verfahren. Die Verlustziffern halten sich m mäßigen Grenzen. Angehörige, die einige Tage ohne Nach­richten von Soldaten bleiben, brauchen sich deshalb nicht zu beunruhigen. Gewisse Verzögerungen im letzt erst zugelassenen Feldpostverkehr sind besonders bei einem derartig ichnellen Vormarsch, wie es in der letzten Zeit der Fall war, unaus­bleiblich.