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Weichselübergang bei Culm in Gegenwart des Führers.
gefangen
Briten verwüsten in Schanghai deutschen Besitz
Alle deutschen Bankkonten gesperrt. - Die Engländer enthüllen wieder einmal ihre heuchlerische Fratze.
Deutschtum zu führen.
Der Führer in vorderster Linie.
Führer-Sauptauartier, 4. Sept. (Von unserem im Führer - Hauptquartier befindlichen WB. - Sonderberichterstatter.) Der Führer, der gestern abend von Berlin aus an die Ostfront abgereist ist, begab sich heute vormittag z u keinen Truppen» die im K o r r i d o r g e b i e t den Durchbruch durch die polnische Front vollendeten und starke polnische Truppenteile vollkommen eingekreist haben. Der Führer traf nach mehrstündiger Fahrt entlang den marschierenden Truppen kurz nach Mittag an der Weichsel südlich von Culm ein, wo soeben deutsche Truppen den Übergang über den Floh erzwungen hatten. Der Führer wurde bei seiner Fahrt an die vorderste ,.rront von den 'Soldaten des nationalsozialistischen Deutschlands
Ein besonderes Zeichen der Zähigkeit und.Vodenverbun- denheit dieses deutschen Volkes der westpreuhischen Erde ist die Tatsache, daß überall auf den Feldern, kaum daß der letzte polnische Soldat vertrieben war, die Bauern ichon wieder hinter dem Pflug hergehen und rm Schutze der Wehrmacht des Erotzdeutschen Reiches ihren nunmehr wieder deutschen Boden zu neuer Saat und neuer Ernte umbrechen. An anderer Stelle wieder sind Frauen und Mädchen damit beschäftigt, die letzte Heuernte bereinzubolen oder die Kartoffelernte zu bergen. Dazwischen liegt dann wieder plötzlich auf ernem abgeernteten Roggenfeld ein Frontflugvlatz. auf dem Dutzende von Jagd- und Aufklärungsflugzeugen, von Sturzbombern und großen Bomdern stehen.
(Fortsetzung auf Seite 3).
Verhandlungen zwischen Tokio und Moskau zur Beilegung bet Streitfrage» an der auhenmongolischen
Grenze?
Tokio, 5. Sept. (Funkmeldung.) Die Zeitung „Jomniuri Schiwbun" meldet aus Moskau, das Botschafter Togo und Aubenkpmmissar Molotow Besprechungen ausgenommen hätte», die angeblich aus eine Beilegung des Konfliktes Sn Mandschukuo und der Autzenmougoke» et seien.
schlesischen Industriegebietes
40 polnische Flugzeuge abgeschossen
Der Bericht des Oberkommandos.
fer Berlin, 5. Sept. (Funkmeldung.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Das deutsche Oktheer brach am 4. September auf alle» Fronten den feindlichen Widerstand und ftieh"unaufhaltsam weiter vor. Der Gegner geht stellenweise in Unordnung und schwer erschüttert zurück. Gefangenen- und Beutezahlen mehren sich und lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen. Die siebente» vol- Nische Division wurde südostwärts Tschenstochau aufgerieben, der Division -st ab gefangen.
2m Süden wurde in scharfem Nachdränge» die Verfolgung auf Krakau fortgesetzt, der Skawa-Abschnitt bei Wadowice überschritte», weiter nördlich Jaworzno genommen, überstürzt räumt der Feind das ostoberschlesische Industriegebiet. Bei Sieradz wurde der Übergang über die Warthe erzwungen.
Im Norden versucht die umklammerte polnische Korridorarmee in verzweifelten Einzel- aktioneu den eisernen Ring zu sprengen. Seit gestern häufen sich die Anzeichen der beginnenden Erkenntnis über die boff»ungslose Lage bei den Polen. Die Besestigunge» in Erauden, wurde» genommen. Die bei und südlich Culm unter den Augen des Führers und Oberste» Befehlshabers über die Weichsel gesetzte» Truppen sind auf dem Ostufer in raschem Vordringen. Bei Bei M l a w a nahmen die ostpreuhischen Truppen in hartem Kampf Mann gegen Mann die Stadt und die dortigen Befestigungen. Der geschlagene Feind weicht nach Süden.
Die Kriegsmarine hat die S i» e r u n g s m a b n a h m e n für die deutsche Küste planmäßig durchgeführt.
Die Luftwaffe beherrscht den Luftraum. 40 polnische Flugzeuge, darunter IS im Luftkamvf, wurde« abgekch-ske». 3» zunehmendem Mähe wird durch die Luftangriffe auf feindliche Marsch- und Eisenbahnkolonne» eia pla»mähiger Rückzug des Gegners vereitelt.
Au der Rordseeküste griffen gegen 18 Uhr englische Kampfflugzeuge modernster Bauart WNbelms- baven und Curbaven, sowie die in den Flnhmündnngen liegenden Seestreitkräkte an. Die 3agd- und Flakabwehr von Kriegsmarine und Lustwasfe setzte so frühzeitig und wirksam ein, dah der Angriff auf Cuxhaven überhaupt vereitelt wurde, während die Bombenabwürfe in Wilhelmshaven keinen Schaden anrichtete«. Bon den angreifenden Ftugzeugen wurde mehr als die Hälfte abgeschossen."
gestürzt im Strahengraben. Die polnischen Kommandotafeln hängen zum Teil noch an den Häusern, die von den Polen zur Unterbringung ihrer Stäbe beschlagnahmt worden waren. Wir hören den ganzen Tag über nicht ein einziges Wort polnisch. U r d e u t s ch i st d i e s e s L a n d. urdeutsch sind seine Bewohner, die dank dem schnellen,Vormarsch der deutschen Truppen von den Polen nicht weggeschleppt werden konnten. Die Polen hatten nicht einmal mehr Zeit, das Vieh wegzutreiben oder abzuschlachteu, und io sehen wir ein Bild tiefen Friedens, ein überraschendes Bild angesichts der Tatsache, dah wir nur wenige Kilometer von der vordersten Frontlinie entfernt sind: In den Dorfstraßen gackern die Hühner, schnattern die Enten, quieken dieSchweine. auf den Wiesen stehen die Kühe und grasen in aller Ruhe, So ist der Bevölkerung ihr Besitz dank dem entschlossenen Vorgehen des Führers und seiner Truppen erhalten geblieben.
Schanghai, 5. Sept. (Funkmeldung.) Angehörige der englische» Truppenteile in Schanghai beantworteten die Aufforderung der Presse an die Engländer, sich im internationalen Schanghai der Höflichkeit und Zuruckhaltung zu befleißige», mit einer brutalen Zerstörung deutsche» Privateigentums. Etwa 25 Engländer drangen in den Tennisklub der Deutschen Arbeitsfront ei«, verwüsteten alle Räume und z e r s ch l n - gen die gesamten E i nri ch tu n g s ge g e n st and e. Bevor die Polizei erschien, konnten die britischen Banditen i« der Dunkelheit verschwinden. Die englische« Banken sperrten am Montag alle Konten ihrer deutschen Kunden und verweigerten jede Auszahlung. Diese Maßnahmen, die in krassem Widerspruch zu der am Bortage gegebenen heuchlerischen Versicherung der englischen Regierung stehen, datz sich der Krieg Englands nicht gegen das deutsche Bo bk richten werde, riefen in der deutschen Gemeinde starke Erbitterung hervor. 3« Schanghai Haden die Brite« wieder einmal bewiese», datz
überall aus das stürmischste begrübt. Besonderen Jubel löste kein eintrefien bei den Truppen der ersten Linie aus, die den Weichkelübergang im Angesichte des Führers durchführten. bis aus die gegenüberliegenden Culmer Höhen vorstieben und damit sich die beherrschenden Positionen kür den weiteren Vormarsch sicherten.
Aber nickt nur die Truppe, die sich in einer ganz hervorragenden Stimmung befindet, und in diesen ersten Tagen Einzigartiges geleistet hat, überschüttete den Führer mit brausendem Jubel. Auch die gesamte Bevolkerung des we st preußischen Landes drängte Fi6 auf allen Straßen und Dörfern, die der Führer passierte, zusammen, um ihm für ihre endliche Befreiung aus zwanzigjähriger Knechtschaft und Verelendung aus übervollem Herzen zu danken.
. Ardeutsches Land befreit.
Jedes Saus dieses deutschen Landes, in dem noch bis vor wenigen Tagen und Stunden der Pole hauste, prangt im Sckmucke der Hakenkreuzfabnen. Die meisten Fahnen sind primitiv zusammengenäbt. Das Hakenkreuz ist ost mit Tusche oder schwarzer Farbe aufgemalt. Man siebt, daß die Fahne, die nun im Winde flattert, erst vor wenigen Stunden hergestellt wurde. Sträuße von Astern und Dahlien werden dem Führer gereicht. Frauen und Kinder danken ihm mit Tränen in den Augen, insbesondere dafür, daß es ihm und der von ihm neu geschaffenen deutschen Wehrmacht gelang, die Polen so rgsch und so nachdrücklich aus diesem Lande zu verjagen, daß üe keine Zeit mehr batten, ihre furchtbaren Zerstörungen durckzumbren. Es gelang ihnen nicht mehr, die deutschen Bauernhöfen und Bauerndörfer, die deutschen Städte zu sprengen und einzu- äschern. Rur einige Eisenbahn- und Flußbrücken sind von ihnen gründlich gesprengt worden, aber schon sind unsere Pioniere dabei, Notbrücken aufzurichten. Wrr selbst passieren mehrfach bereits ferjiggestellte Notbrücken. Diese polnischen Sprengungen haben den deutschen Vormarsch nicht aufhalten können, der mit einer geradezu unglaublichen Wucht vorwärtsgetragen wurde. Die polnische Armeefübrung wurtzx hier völlig über- i.tt j ch *, Man siebt weiß-ror gestrichene Schilderhäuser, die «t HSLeren polnischen KommandoirSbe kennzeichneten, um
fich ihre Kriegssührung trotz aller scheinheiligen und verlogenen Versprechungen in nichts von den br«taten Methoden des Weltkrieges ««terfcherbe», unb batz es Englanb ganz allein barauf ankommt, einen erbarmungslosen Vernichtungsseldzug gegen bas gesamte
Von Heinrich Karl Ku«z.
Sprechen wir nicht von Spietzbürgern! Von dieser Entartungserscheinung soll hier keine Rede sein sondern von den in normalen Zeiten durchaus gesunden bürgerlichen Empfindungen, die die Summe eiqenpersönlicher Wünsche und Ziele widerspiegeln. Kräfte, die dem inneren Aufbau eines Volkes, das sich aus Millionen Einzelwesen zusammenfügt, zugute kommen, 'die mit- bestimmend sind für sein kulturelles wre auch sein wirtschaftliches Niveau. Ein Volk, dessen Menschen keine Ansprüche ans Leben stellen, wird auch poliftsch nur einen minderen Rang unter den National einnehmen. Das junge Deutschland aber ist sozialistisch, eine Gemeinschaft also, die ihren Gliedern einen möglichst großen Anteil an allen Gütern, die das Leben zu steigern und zu entfalten vermögen, zugänglich machen will. Ern Grund dafür, datz wir uns wehren, die Panas wozu uns Versailles für immer erniedrigen wollte, unter den Volkern zu bleiben. „ _ .
Den bürgerlichen Empfindungen vorangestellt sind unsere Pflichten, der Gemeinschaft, der Nation gegenüber. Der Führer hat dies« Erkenntnis in das Wort geprägt: „Gemeinnutz geht vor Eigen- n u tz", dessen Wahrheit wir am eigenen Leibe erlebten. Vor 1914 waren wir ein wohlhabendes Volk und der einzelne an dem allgemeinen Wohlstand beteiligt. Ebenso trug nach Versailles jeder Deutsche schmerzlich an dem Elend, in das die Londoner Vernichtungspolitiker das Reich gestoßen hatten. Keiner kann sich dem Schicksal der Gesamtheit, dem Schicksal des Volkes entziehen. Leidet Deutschland Not, so sind auch wir, du und ich, mit Sorgen belastet. Der Existenzkampf, der dem Reich in diesen Tagen von dem jüdischen Weltkapitalismus, der das englische Kabinett wieder einmal als ausführendes Organ benutzt, aufgezwungen wurde, ist schon auf Grund dieser an sich primitiven .Erkenntnis unsere ureigenste, persönliche Sache. Wenn aber die Nation im Kampf steht, dann muffen die bürgerlichen Empfindungen, die auf das Ich gerichtet sind, schweigen. Der Bürger in uns stirbt. Seinen Platz nimmt der Soldat ein, auch wenn wir nicht den feldgrauen Rock tragen.
„Wer glaubt", so sagt der Führer in seinem Aufruf an die Partei, „sich in diesen schicksalhaften Monaten oder Jahren bereichern zu können, erwirbt kein Vermögen, sondern holt sich den Tod". Worte, aus den Erfahrungen des vergangenen Weltkrieges gesprochen, die uns den ungeheuren Ernst der Ausgabe, der'iuneren Wandlung, zum Bewußtsein bringen. Die uns noch einmal klar machen, datz jeder Egoismus zum Verbrechen wird an der Nation, an der kämpfenden Truppe, die täglich das Leben, das letzte was der Mensch zu vergeben hat, einsetzt und opfert. _ ,
Auch wir sind Soldaten! Der Fahrer oder Schaffner auf dem Omnibus, der Büroangestellte, der Arbeiter in lebens- oder rüstungswichtigen Betrieben. Wir stehen nicht, wie unsere Brüder an der Front, täglich dem Tod gegenüber. Wir wohnen aber mit einer Gefahr Tür an Tür die man in der soldatischen Sprache als den „inneren Schweinehund" bezeichnet. Wir schlafen in unferen gewohnten Betten, essen noch an dem weitz- gedeckten Tisch wie gestern. Wir wurden räumlich nicht aus der Atmosphäre unserer Gewohnheiten und Passionen heraus- geriffen und atmen eine Luft, darin der Egoismus prächtig gedeiht. Der Egoismus, auch unter Mistachtung unserer
Fluchtartiger Nückzug der polen.
Verzweifelte Einzelaktionen der eingeschlossenen Korridor-Armee. — überstürzte Räumung des ostoberschlesischen Industriegebietes. - Die siebte polnische Division beiTschenstochau aufgerieben und der Divrswnsstav Abgeschlagener Angriff englischer Bomber.
Wiesbadener Tagblatt
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87. Jahrgang
Dienstag, 5. September 1939
Nr. 207
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