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Seite 4. St. 205.

Wiesbadener Tagblatt

Samstag/Sonulag, 2./Z. September 1939.

iaren umlagert. JniieferEr-

Die Front lauscht ergriffen der Führer-Rede

Die deutsche Bevölkerung begrüßt die Befreier.

Aufruf von Brauchitfch's an die Danziger

Gauleiter Forster, Chef der Ziviloerwaltuug.

Bei der Kameradschaft der Sturzkampfflieger

Das Geschwader fertig zum Einsatz.

Die Freude der Befreiten.

Nuchtlinge kehren in die Heimat zurück.

Eleiwitz, 2. Sevt. Wie die ..Oberschlesische Volksstirnrne" meldet, herrschte in ganz Oberschlesien größte Freude. als am Freitagmorgen deutsche truppen über die Grüne Grenze zogen, durch die Oberschlesien not 17 Jahren durch Gewalt zerrissen wurde. An den Schlagbäumen hatten äch zahllose Pollsdeutsche eingebunden, die trotz des unerhörten polnrschen Terrors in ihrer alten Heimat ausgeharrt hatten An der Knurower Grenze bei Schönwald wurden die Truppen mit Blumen überschüttet. Stürmisch nerlangten überall die Bolksdeuttchen in Ostoberschlesien nach Hakenkreuzfahnen. um äutn Zeichen ihrer Befreiung ihre Häuser schmücken zu können. Biel,ach kehrten die Flüchtlinge, die in den letzten Wochen wegen der unmenschlichen Drangsalierungen seitens der Polen ihre alte Heimat verlassen mutzten, bereits am Freitag in die befreiten Orte zurück.

Eisenbahnbediensteten polnischer Staatsange­hörigkeit sind mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst der Eisenbahnen des Danziger Gebiets a u s g e s ch i e d e n. Sie werden der polnischen Staatsbahnverwaltung zur Verfügung gestellt.

Die Freie Stadt Danzig hat die Danziger Werft und Eisenbahnwerkstätten AG. mit allen Aktiven und Passiven übernommen. Das Unternehmen wird unter dem Namen Danziger Werft geführt.

Der Hafen und die Wasserwege von Danzig sind von sofort ab in kommissarische Verwaltung Übernommen. Die Aufgaben des bisherigen Ausschusses für den Hafen und die Wasserweg« von Danzig sind auf einen Kommissar über« Segangen. Zum Kommissar wurde Senator a. D. Dr. 'rank bestellt.

Der Danziger Gulden wird mit sofortiger Wirkung mit 70 Reichspfennig bewertet. Die Verwaltung des Gemischten Hafenausschusses ist in deutsche Hände über­nommen worden. Den in Danzig akkreditierten diplomatischen Vertretern ist die Vereinigung Danzigs mit dem Reich mit­geteilt und zugleich jeder Schutz zugesagt worden.

Waffenfunde in polnischen Amtsgebäuden.

Danzig, 1. Sept. In den frühen Morgenstunden wurde die Dienststelle der polnischen Eisenbahn auf dem Gebiet der bisherigen Freien Stadt Danzig besetzt. Diese Aktion verlief im wesentlichen reibungslos. Einige hundert Polen wurden festgenommen. In den polnischen Amts­gebäuden sind unzählige schwere und leichte Waffen aller Art gefunden worden.

Als einziges Widerstandsnest in der Stadt Danzig hat sich bisher noch die schwer verbarrikadierte und offensichtlich mit modernem Kriegsmaterial ausgerüstete polnische Post gehalten. Mit ihrer Einnahme wird im Lause des Nach­mittags gerechnet.

Weltmeinung gewünscht hatten, der mit unverantwortlichen Voraussagen von deuftcher Panik den polnischen Wahnsinn unterstützt. Wie an zedem anderen Morgen wird bis auf wenige Meter an die feuernden Batterien h er a n b as V teb auf die Weidegetrieben. Hier und dort wirb noch eme letzte Stiege Roggen eingefahren. wie der aus allen Haukern der grohen Dörfer leicht ernvor- ckeigende Rauch verrat, datz diese deutschen Menschen an der Grenze voll Zuversicht und gestärkt durch das Zusammen- trenen mit der deutschen Truppe in den letzten Tagen ihren Pflichten und Aufgaben mit der gleichen Ruhe und Selbkt- verstandlichkelt nachgehen wie in Zeiten, in denen die aui- iahrenden Geschütze, die durch das Dorf brausenden Panzer und über den Dächern dahinziehenden Fliegerstaffeln nur Begleiterscheinungen des friedlichen Herbstmanövers waren. Unuberwindlicke Kratt der deutschen Wehrmacht und uner- chutterlicher Glaube der Bevölkerung an den Führer sind die llarken und bleibenden Eindrücke dieses ersten Tages im Ollen.

den mußten, bis in die jüngsten tage und Stunden hinein. Jetzt istderfeelischeDruckvonihnengenommen. Sie können wieder aufatmen, sie, die gerade in den letzten tagen oft der Verzweiflung nahe waren.

Ein Gutsbesitzer, ehemaliger deutscher Rittmeister, dessen unangemeldete aber herzlich aufgenommene Mittagsgäste wir sind, erzählt, daß noch am heutigen frühen Morgen von den Polen eine Pferdemusterung angesetzt worden war. Die Bauern mußten ihre Pferde auf dem Dorfanger zusammen­treiben. Aber als sie gerade auf einem Haufen standen, er­schien ein deutsches Flugzeug. Die polnische Pierdekommission spritzte auseinander und ward nicht mehr gesehen. Zu beiden Seiten der Straße stehen die Mädchen und Frauen der Dörfer und Städte in sonntäglichen Kleidern und reichen den ermüdeten, durstigen Soldaten aus Eimern einen frischenLabetrunkundkleinenJmbiß. Aus den Fenstern der Häuser wehen schnell zusammengenähte Haken­kreuzfahnen. Es sind die gleichen Bilder, die man schon in der Ostmark und im Sudetenland erlebte, wenn nicht der von fern her rollende Kanonendonner wäre. Vereinzelt durchpeitschen Gewehr- und Maschinengewehr- s ch ü s s e die Luft. Die polnischen Vorposten zogen sich bereits in den frühen Morgenstunden kampflos zurück. Vereinzelt hätten sie noch indenWäldern Wider st and geleistet. Ein deutscher Panzerwagen ist in einem Städtchen an der Straße nach Bromberg, von bewaffneten Zivilisten aus den Fenstern der Häuser beschossen worden. Die Garbe aus dem Maschinengewehr des deutschen Panzers brachte sie bald zum Schweigen. Am Abend.dampften überall die Feldküchen. Vor allem die braven Infanteristen haben sich eine kräftige Kost verdient, sind sie doch an diesem einen tag viele Kilometer marschiert.

Die Waffenprobe unserer stolzen Wehrmacht.

Bei der Truppe, 1. Sept.. 4.50 Uhr: Wir stehen auf einer lichten, waldbestandenen Anhöhe. Zu unseren Fützen breitet sich in dem ungewissen Licht des heraufdämmernden Morsens das alte deutsche Land, das bis heute noch unter polnischer Willkür stand. 200 Meter vor uns liegt das Dorf, dessen Bach die Grenze zwischen Polen und Deutschland bildet. Die einzige darüber führende Brücke wurde bereits vor Wochen von den Polen zerstört.

Um uns herrscht das große Schweigen dieser frühen Morgenstunde. Nur hm und wieder dringt aus den butter uns. liegenden Gebieten leises Rasseln und fernes Motoren- geraukch. An den tn Gebufchgruppen und kleinen Wäldern Gebenden deutschen Geschützen herrscht vollkommene Ruhe, und nur die auf der Straße zu unserer Linken vaukenlos dahinrasenden Melde- wL/LLm1-.* a i vermuten, daß in wenigen Minuten der ß^ommen fern muß. auf den die Deutschen jenseits der Grenze ttttWochen und Monaten warten. Die Stunden M letzten Nacht haben uns die wir in den letzten Tagen schon oft von der Starke und Bereitschaft unserer Truppe uns machen konnten, fn geradezu über» mantßenber Weise bewiesen, mit welch grober Berechtigung ^er rrubrer das deutsche Volk immer wieder auf keine un­bedingte Sicherung durch die Wehrmacht des Dritten Reiches Hinweisen konnte.

Die Nachricht von den ll b e r f ä l I e n v o l n i s ch e r Bande n auf den Eleiwitzer Sender, das Ratiborer Gebiet, das. Erenzstadtchen Pitschen bei Kreutzburg hatte sich blitz- J/10 Wter den tauj'enben und aber tausenden der auf ?lleu Straßen und Wald- und Wiesenwegen marschierenden deutschen. Soldaten.herumgesprochen. Und allenthalben war eme Meinung zu Horen: Jetzt ist bas Mab voIl. Jetzt mub der Führer den Befehl, den wir seit Tagen erwarten, geben.

ÄÄSlÄtÄS ^.,b^-rrieftIoLejt .Zuverlässigkeit und ubemugen mü6te.U n S einzelnen Mannes nachprüfend

Mit zunehmendem Licht werden die Straßen und Wege leerer Die Divisionen scheinen vom Erdboden verschwunden zu kein. Sier und da. mit dem Glas zu erkennen stehen auf markanten Geländevuntten kleine Erup- ven von Offizieren, die.Blicke nordwärts gebannt. In diesen Mßenblicken werden wir uns bewußt, daß diesmal die beut« fdien SCaffen sum ersten Male nach bent Weltkriege miebei zuschlagen unb tretfen werben.

Da. von der linken Flanke her, aus zwei bis drei Meter Enfernung zwei dumpfe rasch aufeinanderfolgende Schläge. Der. Kampf des deutschen Soldaten für das Recht und die Freiheit keiner deutschen Bruder lenseits der Grenze hat be- zunächst noch in. langen Abständen wiederholen sich die Abschuß beton ativnen bei deutschen Ar- ttllerie. Unb nun wirb es vor uns an bem Grenzbach Menbig. Deutsche .Infanterie überschreitet den B ach unb gebt m SLutzenrudeln in bem weiten -^'.engelanbe. bas hier unb da mit dünnem Buschwerk burch- setzt i't. m einer bewundernswerten Stetigkeit und Schne11re.f eit vor. Von einem ernsthaften Wider- Sette ist kaum etwas zu spüren. Nur wenig« Gewehrschüsse tönen zu uns herüber, kurze Feuerstöße einiger schwerer Maschinengewehre räumen blitzartig den geringfügigen Widerstand aus dem Wege.

Bald verlieren wir die vordersten Schützen in dem leich­ten Morgennebel aus dem Auge und nur die jetzt immer baufiaer. zum Simmel steigenden Leuchtkugeln zeigen der N' -^Ver vor verlegen. Sie geben uns bgmtt bie ©emt6bett daß. die. Sicherung des Brückenkopfes, die erste Aufgabe dieser Einheiten, binnen kurzem gelöst kein durfte, und schon.rollen die gewaltigen Zugmaschi- nend«r PIoniere heran unb schleppen bas Baumaterial unb die Pontons an bas Ufer des Baches. Wenige hundert Meter zurück stehen gegen lebe Erb- unb Fliegersicht gebellt >5IIoI e Panzerwagen aller Größen bereit, so- balb bte Brücke fertiggestellt ist. bet Infanterie nachzueilen unb mit ihr gemeinsam bem Angriffsziel bes ersten Tages zuzmtreven.

. Die Eindrücke dieser ersten Stunde des kämpferischen Einsatzes deutscher Truppen haben uns die Gewißheit ge- geben. daß nicht nur bas Angriffsziel biefes ersten Tages, pudern bas Eesamtziel. um besten Lösung willen sich Deutkchlanb zum letzten Einsatz gezwungen sah. unauf­haltsam erreicht wirb.

Wir fahren zurück und erleben nun eine Reihe von Szenen, die mitzuerlcben wir so manchem Propheten der

1 Art, eine verschworene Schicksalsgemeinschaft. Jetzt rollt eine Staffel über den weiten Platz, an der Start­fahne baut sie sich auf. Die Führermaschine gibt Gas, die Maschinen rollen immer schneller, jagen über den Platz, dicht geschlossen startet bte Staffel, fast gleichzeitig heben sich alle Flugzeuge vom Boben ab, unb schon wird in bet Lust Ak>- stand unb Zwischenraum noch verbessert. In m u st e r - gültiger Drbnung ziehen die Stukas davon übet ost- preutzischetz Land ihrem neuen Ziel zu.

So rasch wie sie, kamen, so rasch verschwinden sie auch wieder. Eben noch waren die Quartiere belegt wann hörten wir doch die letzte Mundharmonika spielen nun aber werden schon Rucksäcke an die Maschinen ge­schleppt, in den Transportflugzeugen verschwin­det das Gepäck, von den Sturzkampfmaschinen sind überall die Schutzbezüg« wie fortgezaubert, und die ersten Motore springen an. Da drehen sich erst die weißen Propellernaben, denn die Reihenfolge der Starts ist natürlich festgelegt. Bald läuft hier, bald dort ein Motor auf vollen Touren, er wird abgebremst, und wenn all die Pferdestärken losdröhnen, bann wirbelt noch weit hinten ber Staub auf, unb am Schwanz der Maschinen steht eine Haltemannschaft, die den auf bas Vorwärtsstürmen versessenen Vogel niederhält. Brems­klötze allein reichen bei diesen Maschinen nicht.

Die nächste Einheit ist gestartet, wir erwarten die Ma­schinen in der Lust, sehen bas Ziel dieses Marsches von oben, sehen die schnellen Kampfmaschinen bann neben uns, wir fliegen mit ihnen, bie Ketten fliegen in größerem Abstamb voneinanber. Jetzt ist bort ein Befehl gegeben worben. Wir hören ihn nicht, aber mir sehen seine blitzschnelle Ausführung, a.ts der enggeschlossenen wird eine weitläufige Formation, im Augenblick schwenken die beiden Kettenhunde" nach links und rechts auseinander, um sich nun in größxrer Entfernung von der Führermaschine zu halten.

Tiefflug, das ist eine besondere, viel geübte Kunst der Sturzkampfflieger. So wie sie im Angriff überraschend aus großen Höhen gleichsam aus den Wolken fallen, so ver­schwinden sie auch überraschend aber in sehr geringen Höhen, nämlich in Bodennähe. Dann ziehen die Flugzeuge in einem Tempo, der feine Abwehr zu folgen vermag, in zwei bis fünf Meter oft nur über der Erde, sie springen über Ge­bäude. Bäume und Zäune und sind dem Blick des Gegners entschwunden, ehe er sich recht besonnen hat. Da jag? nun diese grüne Erde unter uns hinweg, man meint, sie greifen zu können. Da ein Baum weg Menschen weg. Da ein Baum weg, eine Straße weg. Es jagt das Flug­zeug und ber Boden zittert unter dem Drohnen feines Motors.

Dort der Platz, zu dem wir wollen. Ketten unserer Maschinen umkreisen ihn, setzen an zur Landung. Da unten steht schon der Kommandeur, und er beobachtet genau das Aufsetzen jedes einzelnen Flugzeuges, scharfe Kritik wird hier immer geübt, nur durch sie wird das Können auf der Höhe gehalten und ständig gesteigert.

Tanken! Warte nehmen die Arafchinen in Empfang, decken sie ab. Versehen mit Kraftstoff, jederzeit startbereit, so stehen sie jetzt da. Handgriffe von wenigen Minuten, dann sind wieder die Maschinengewehre eingesetzt, die Bomben ein­gehängt, dann laufen bie Motore, bann kann sich der Ver­band wieder erheben, zum Feindflug, wenn der Befehl es sagt.

Danzig, 1. Sept. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, hat an bie Danziger Bevölkerung einen Aufruf mit folgendem Wortlaut erlassen:

Deutsche Volksgenossen! Die Stunde der Heimkehr ins großdeutsche Vaterland ist gekommen. Deutsch« Truppen haben euer Land in d e n Schutzund dieOberhoheit bes Reiches übernommen. Der Führer unb Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mir vollziehende Gewalt im Gebiet des ehemaligen Freistaates Danzig übertragen. Ich habe mit dieser Ausübung den Oberbefehls­haber der ostpreußischen Truppen beauftragt und unterstellte ihm den Gauleiter F o r st e r als Chef der Zioilverwaltung.

Alle Anordnungen, bie getroffen werben, dienen dem Wohle unseres Vaterlandes wie jedes einzelnen von euch und sind notwendig, um der Wehrmacht die Erfüllung ihrer Aufgaben zu erleichtern. Alle Behörden und sonstigen Dienst­stellen versehen ihre Aufgaben weiter.

In übergroßer und entscheidender Stunde bin ich gewiß, baß ihr, wie bisher, in unverbrüchlicher Treue, Geschlossenheit und Opferbereitschaft dem Führer folgen werdet.

Es lebe bei Führer!

Der Oberbefehlshaber des Heeres (von Brauchitfch).

Plakate mit biefem Aufruf sinb im ganzen ehemaligen Freistaatgebiet öffentlich angeschlagen. Das Gebiet ist zum Operationsgebiet erklärt worden.

Übernahme polnischer Verwaltungen.

Danzig, 1. Sept. Die Eisenbahn bes Danziger Gebiets wurden ab sofort in kommissarische Ver­waltung genommen. Als kommissarischer Verwalter des gesamten Danziger Eisenbahnwesens wurde von Gau­leiter Forster der bisherige Delegierte der Freien Stadt Danzig für bie Eisenbahnangelegenheiten bestimmt. Die

. . . ., 1. Sept. Je nach der Notwendigkeit und dem Be­fehl des Kommandeurs liegen zwischen dem Marschbefehl und dem Start des Verbandes zwei Stunden oder eine Stunde ober eine halbe Stunde. Wenn es Not tut, sind unsere Sturzkampfflieger jedenfalls fertig sowohl zum Ein­satz, als auch zum Verlegen ihres Standortes mit allem Gepäck.

... Sturzkampfflleger sind jene Soldaten, deren Ein­sätze mit zu den verheerendsten gehören. Das prägt sich auch irgendwie in der Truppe aus, wenn es freilich nicht jedem unb nicht sofort auffällt, denn schließlich sind alle Solbaten von jenem Geist beseelt, ber eben für den deutschen Soldaten kennzeichnend ist.

, Aber schon an der Tatsache, daß auch der Komman­deur selbst seine Sturzmaschine besteigt, und sein Adjutant die zweite der Stabsmaschinen mit dem blauen Vand, erkennt man, daß der äußerste, unmittelbare Ei ns atz vom Führer des ganzen Verbandes verlangt wird, der selbst einen Angriff mitfliegt, der selbst hinter dem Steuerknüppel sitzt und im Sturzflug auf das Ziel hinabjagt.

Fertig zum Start. Hier ein Offizier im Führersitz, dort ein Unteroffizier. Alles Kameraden bester

Der erste Tag des deutschen Bormarsches

Wie der Kampf unserer Soldaten für Recht und Freiheit begann.

.. r...... 2. Sept. (Sonderbericht.) Gegen 10 Uhr an

diesem unvergeßlichen Freitag, rund 5 Stunden nach dem Einmarsch, verharrten die riesenlangen grauen Kolonnen aufdenKorridor st ratzen zu kurzer R a st. Es ist gerade die Stunde, an der der Führer vor dem Deutschen Reichstag zum Volke spricht. Infanterie, Artillerie. Pioniere, bie. Männer von ber Flakartillerie, kurz alles, was der graue Heerbann an Waffengattungen enthält, sammelt sich an ben Stellen, wo die Stimme Adolf Hitlers des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, aus bem Laut­sprecher klingt. Um einzelne Häuser stehen die Männer und lauschen auf bie Worte, bie ber Nunbfunkapparat burch bie geöffneten Fenster weithin nach drautzen schallen läßt. Später sinb auch bte Kraftfahrzeuge mit Empfangsgerät vertreten. Sie sinb von feldgrauen Scharen umlagert. In t i« f e r Er­griffenheit vernimmt so bie Front bie Stimme ihres ersten Solbaten. Stunde um Stunde, pausenlos und unauf­haltsam geht bann berVormarschbisinbensinken- b e n Abenb hinein. Auf allen Straßen nach Osten geht bie Bewegung unaufhörlich weiter. Beiberseits tiefer Straßen geht sichernd und tastend die Infanterie auf den Flanken vor. Die Straßen sinb zunächst in leidlichem Zustand. Mitunter hat man sie aufgerissen oder durch Minen die Straßendecke zerstört. Aber in kürzester Zeit sind diese Stellen wieder aus­gebessert, sind Gruben und Sprenglöcher wieder zugeschüttet. Die deutschen Einwohner der Ortschaften beteiligen ssch mit schnell herbeigeholten Spaten unb Hacken mit Freu­den an biesem freiwilligen Arbeitsbienst. Sie lesen bem beutschen Solbaten jeden Wunsch von den Augen ab unb erfüllen ihn. Die Freude, bie ihnen tiefes Geben unb Kämpfen macht, brückt sich auf ihren Gesichtern aus. Zu lange unb grausam waren bie Jahre ber Quälereien, bie sie erbul-