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Erscheinungszeit
87. Jahrgang.
Freitag, 1. September 1939.
Nr. 204.
Die Antwirtpuf die polnischen Provokationen.
Da; deutsche Volk einig und geschlossen!
WSchentli
mit einer täglichen
5i# und Verlag:
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Unterhaltungsbeilage. $erIincr $üro:
Nach der Abehnung des Führer-Angebots. — Die grohe Führer-Rede in der historischen Reichstagssitzung.
Rückkehr Danzigs zum Reich. — Abwehrmahnahmen der deutschen Wehrmacht.
Osferwilig und bereit.
as. Berln, 1. S< t (Drahtbericht unserer Berliner Abteilung).' Der an 'eiern 1. September am Lautivrecher der großen Sede des ührers lauschte, der wird sich klar darüber geween sein, LB. wenn je eine Reichstagssitzung, so diese als grobe hi arische Stunde gekennzeichnet werden muß. Dies^>»roßdeutiche Reichstag, der gewählt wurde, um lem deutsen Volke Gelegenheit zu geben, sich zu dem durh die Mdervereinigung mit Österreich geschaffenen Efobdeutsche Reich zu bekennen, hat gewiß schon grobe Sitzungen erlebt Mit der Zuwahl der Abgeordneten des Sudeteilandes untiväter mit der Ernennung der Abgeordneten fit: Memel ud für die deutschen Volksgenossen im Protektorat hat dieserReichstag schon rein äuberlich den Verlauf der deuichen Geschichte in den letzten Monaten aidergesviege.
Heute nun trat vier Reichstag zusammen, um sich in der Stunde, 60 Deutschland-dhi Kamvf durch Polen auf- gezwungen wurde, -rneut zum Führer zu bekennen und um damit der Welt kud zu tun. daß das ganze deutsche Volk einig und geschossen hinter dem Führer steht. Sobald in Blin bekannt geworden war, dab der Reichstag zusammentrw, setzte der Zustrom zu den Straßen ein. die der Führer af seinem Weg von der Reichskanzlei zur Krollover vassierenmuß. Ungeheurer Jubel schlug dann dem Führer enftgen, als er sich zu dieser historischen Reichstagssitzung begal mit den gleichen stürmischen Heilrufen begrübten die Ageordneten den Führer, als er im feldgrauen Rock bn Sitzungssaal betrat.
Immer wieder whrend der Rede erhob sich svontaner Beifall, da diese grob Rede des Führers bei jedem Deutschen aus dan Herzen gesprochen ist- Das ganze Deutschland emrand mit dem Führer die Unmöglichkeit und llntragbarkei, dab ein Land wie Polen es wagen kann, aus unser weitherziges Angebot überhaupt nicht einmal zu antwoten. Wenn es jetzt möglich geworden ist. die Polen, die zuett über die Grenze hinüberschossen und die sich unerhörte Grenzurletzungen zuschulden kommen lieben, zurückzuschlagen.so blickt das ganze deutsche Volk in felsenfestem Ve trauen auf unsere Wehrmacht. Das gesamtes deutsche Volk steht eisern und ge
schlossen hinter dem Führer in dem heiligen Entschluß, jede Bedrohung abzuwehren, von wo sie auch immer kommen mag. Diesem Gefühl des gesamten deutschen Volkes hat der Reichstag in seiner historischen Sitzung heute Ausdruck verliehen, wie es auch Eeneralfeldmarschall Göring zum Ausdruck
Telegramm Forsters an den Führer
Danzig, 1. Sept. (Funkmeldung.) Gauleiter Forster hat an den Führer folgendes Telegramm gesandt:
«Mein Führer!
36 habe soeben folgendes Staatsgrnnd- g e s e tz, die Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich betreffend, unterzeichnet und damit in Kraft gesetzt:
Staatsgrundgesetz der Freien Stadt Danzig, die Wiedervereinigung Danzigs mit dem
Deutschen Reich betreffend vom 1. 9. 1939:
Zur Behebung der dringenden Not von Volk und Staat der Freien Stadt Danzig erlasie ich folgendes Staatsgrundgesetz:
Artikel 1: Die Verfassung der Freien Stadt Danzig ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben.
Artikel 2: Alle Gesetzesgewalt und vollziehende Gewalt wird ausschlieblich vom Staatsoberhaupt ausgeübt.
Artikel3: Die Freie Stadt Danzig bildet mit fofor-
brachte, als er in seinem Schlußwort unter dem stürmischen Jubel des gesamten Reichstages erklärte, dab die Volksvertreter geschlossen und einmütig wie das ganze deutsche Volk in diesem uns von Polen aufgezwungenen Kamvf hinter dem Führer steht.
tiger Wirkung mit strem und ihrem Volk
einen Bestandteil des De. e n Reiches.
Artikel 4: Bis zur endgültigen Bestimmung über die Einführung des deutschen Reichsrechtes durch den Führer bleiben die gesamten Gefetzesbestim- mungen, ander der Berfasiung, wie sie im Augenblick des Erlasses dieses Staatsgrundgesetzes gelten, in Kraft.
Danzig, den 1. September 1939.
(gez.) Albert So «ft er, Bauleiter
Ich bitte Sie, mein Führer, im Namen Danzigs und seiner Bevölkerung diesem .Staatsgrundgesetz" Ihre Zustimmung zu geben und durch Reicks - g e f e tz die Wiedervereinigung in das Deutsche Reich zu vollziehen.
In Ergebenheit gelobt Ihnen, mein Führer, Danzig unvergängliche Dankbarkeit und ewige Treue.
Heil Ihnen, mein Führer!
(gez.) Albert F o r st e r, Gauleiter.
Der Führer bestätigt die Heimkehr.
Berlin, 1. Sept. (Funkmeldung.) Der Führer hat au Gauleiter Forster folgendes Telegramm gerichtet:
An Gauleiter Forster, Danzig.
Ich nehme die Proklamation der Freien Stadt Danzig über die Rückkehr zum Deutsche« Reich entgegen. Ich danke Ihnen, Gauleiter Forster, allen Danziger Mannern und Frauen für die u » e n t w e g t e T r e u e, d,e Sre durch so lange Jahre gehalten haben.
Grobdeutschland begrüßt Sie aus übervollem Herzen. Das Gesetz über die Wiederveremrgung wird sofort vollzogen.
Ich ernenne Sie znm Chef der Zivilverwaltung für das Gebiet Danzig.
Ausruf Des Whrerr an die Wehrmacht.
An die Wehrmacht!
Der polnische Staat hat die von mir erstrebte friedliche Regelung nachbarlicher Beziehungen verweigert; er hat stattdessen an die Waffen appelliert.
Die Deutschen in Polen werden mit blutigem Terror verfolgt, von Haus
Wehrmacht übernahm Schutz des Reiches
Gegenangriff über alle deutsch-polnischen Grenzen. — Auch die Luftwaffe eingesetzt. — Die Kriegsmarine schützt die Ostsee.
Berlin, 1. Sevt. (Funkmeldung). Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers hat die Wehrmacht den aktiven Schutz des Reiches übernommen. In Erfüllung ihres Auftrages, der polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten, sind Trnvven des deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen Grenzen zum Gegenangriff angetreten. Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zum Niederkämpfen militärischer Ziel ln Pole« gestartet. Die Kriegsmarine hat den Schutz der Ostsee übernommen^
Danzig ist heimgstes rt.
und Hof vertrieben. Eine Reihe von für eine Großmacht unerträglichenGrenz- verletzungen beweist, daß die Polen nicht mehr gewillt sind, die deutsche Reichsgrenze zu achten. Um diesem wahnsinnigen Treiben ein Ende zu bereiten, bleibt mir kein anderes Mittel, als von jetzt ab Gewalt gegen Gewalt zu setzen.
Die deutsche Wehrmacht wird denKampf um die Ehre und die Lebensrechte des wiederauferstandenen deutschen Volkes mit harter Entschlossenheit führen.
Ich erwarte, dah jeder Soldat, eingedenk der großen Tradition des ewigen deutschen Soldatentums, seine Pflicht bis zum letzten erfüllen wird.
Bleibt euch stets und in allen Lagen bewußt, daß ihr die Repräsentanten des
Berlin, den 1. Sept. 1939.
Adolf Hitler.
Übernahme der Danziger Eisenbahn.
Danzig, 1. Sept. (Funkmeldung.) Gauleiter Forster hat an die deutschen Eisenbahner in Danzig folgenden Aufruf erlassen:
„Der TagderFreiheitist gekommen. Zum erstenmal wehen seit beinahe 20 Jahren von den Bahnhöfen und Lokomotiven der Eisenbahn Danzigs die Fahnen des Deutschen Reiches, die Hakenkreuzfahnen. Die Zeit der polnischen Gewaltherrschaft ist damit zu Ende. Die fremden Herren sind beseitigt. Die Bahni st wieder euere Bahn geworden. Euer beispielhafter Kampf,
nationalso zialistischen Großdeutschlands seid!
Es lebe unser Volk und unser Reich!
Berlin, den 1.September 1939.
AdolfHitler.
eure Treue zur deutschen Sache und zum Führer haben damit ihre höchste Belohnung gefunden. Die nächste Zeit wird an euch grohe Anforderungen stellen. Ich erwarte von euch, dah ihr als Soldaten Adolf Hitlers wie bisher eure Pflicht er» füllen werdet."
