Seite 14. Nr. 162.
Wiesbadener Tagblatt
Freitag. 14. 3uli 1939.
Deutsche Bergsteiger in Afrika
Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
die
aus
Wirtschaft si eil
ten.
Sonne nicht zu
eine weitere Absatz-
m gestern.
Kursbericht
Rhein-Main-Börse
18. 7. 89
12. 7. 39
172.37
172.50
en.
Berliner Devisenkurse (Telegraphische Auszahlungen:)
136
99.50
99.50
0 v.ou uo.OU
99.50 89.50
99.50
99.50
112.50
I. G. Farben-Bonds
143.50
136.75 227 —
143.88 137— 227—
132— 128.25
18. 7. 89
104.—
99.50 99.50
99.50 99.50
99.50 99.50
6, 7,8 „ 2 „9,10
126—
105.50
91.37
138.25 86—
116.75
205.50
44.50 180 — 212— 113.25 133.37
108—
130.50
135— 148.—
163.— 253.— 108— 168.25 135—
85— 89.75
„ 3
8, 9, 10
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„ 6,7 12, "13 „ 4-5 „ Li.
ramme ich den PKlschaft in den festen Firn und sichere sorgfältig, wahrend Kiebitz angreift. Mit kraftvollen Klimmzugen zwingt er den ersten Überhang, jetzt baumeln - haltsuchDnden Fuße in der Luft, ein wilder Ruck und er
Unser Koch Munduki ift ein schlauer Bursche, für ihn,
3 98
n. 136.50 136.25
„ mit 1,50 (1,12) Mill, ausgewiesen. Personalauswendungen stiegen auf 0,30 (0,25), " "'I Mill. RM., Steuern auf i (45 000) RM. Rach 68 000
winlen. bis uns die Kameraden entdecken: dann finken wir todmüde auf einen Felsen nieder und machen vorläufig keinen
Witterungsausfichte» bis Samstagabend: Wechselnd bewölkt mit Neigung zu gewittrigen Schauern, mäßig warm, südwestlich« Winde.
83.25 126.75 105.50
92—
138.50
86—
118.25
207— 144—
132.50 128—
sucht nach uns.
„Hallo — hier sind wir!" Wir schreien, djenen und minien, bis uns die Kameraden entdecken: .dann
18. Juli IUM Geld Briet
Wetterbericht
( des Reichswetterdienstes, Ausgabeort Frankfurt am Main )
„ .. . ; D. Köm. Sam. Anl.
100.75 98— 98— 98— 98— 98—
i 98—
100.75 98— 98— 98— 98— 98—
108—
101.83 131^60
98.37 100— 100— 100— 100— 100—
99.50 99.50
13. Juli ibvi» Geld Briet
,,G.-Kom. 1
„ .. 5
Im Mai litt der Personenverkehr der Reichsbahn unter der fast im ganzen Reichsgebiet herrschenden un- günstigen Witterung. Im Güterverkehr hielt die Steigerung an.
Belgien ..... Dänemark England ..... Frankreich. • • • • Holland ...••• Italien . ...... Japan ..... Jugoslawien * • • • • Luxemburg • « • • Norwegen . . . . . Polen ....... Schweden • • • • « Schweiz ..... Spanien ...... Slowakei Ver. St. v. Amerika
Schritt mehr.
Zwei Träger kommen rasch heraus und holen unser Ee- väck. Mit strahlenden Gesichtern gehen sie stolz mit den Rucksäcken hinter uns her. Sogar aus dem Rücken tragen Re diesmal. denn Re wollen zeigen, daß sie als ..schwarze Tiger" schon etwas gelernt haben.
Im Lager folgt die übliche ziemlich laute Begrüßung, wir und ja schließlich in Afrika. Ein Träger zerrt mir die schweren Bergschuhe von den Füßen, dann, lege ich mit nieder. Ich habe Fieber und leichten Schüttelfrost.
Die Vermeffungsarbetten sind bald erledigt und wir können in ein anderes Gebiet aufbrechen. Kiebitz und ick sind für einige Tage kampfunfähig und wollen zurück ins vauvt- lager und eine Trägerschar begleitet uns.
Die erste Nacht verbringen wir im .Zelt an einem kleinen Bergsee. Wenn es ausnahmsweise nicht regnet, ist die Landschaft wirklich varadieRsch schön.
Wieder am Buiukukee.
ist der Aufenthalt im Sauptlager eine Mastkur und er wird von Tag zu Tag runder. Er hat seine besondere Methode, stehlen tut er nicht oder wenigstens nur unbedeutende F119en\o6ci.“’cnn man ihm nicht scharf auf die Finger sieht.
er derart ungeheure Portionen, daß zur großen Frenoe Mundukis und seines Boys die Hälfte wieder zurück in die Äuct)e kommt..
Gegenwärtig sind sehr viele Träger krank und Theo ver- arztet sie gewissenhaft leben Abend. Anfänglich spielte ich manchmal dm Doktor. Nachdem ich jedem Kranken zum 7?r Behandlung eine Zigarette aushändigte, wurde ich jchnell berühmt und erfreute mich eines gewaltigen Zu- Daraufhin leitete Theo die Sprechstunde wieder. Wirklichen Kranken war er stets ein belfer, aber den Simulanten verabreichte er gerne Kolatabletten mit Pfeffer und Senf oder ein Stück Schokolade mit Sardellenpaste und Den Ruf als großer Medizinmann Rmeite sich Theo für ?ile Zeiten tp Uganda dadurch, baß er einem Schwarzen eine handtellergroße Wunde mit viel Geduld ausheilte. Während der ganzen, oft ziemlich schmerzhaften Behandlung, zuckte der Patient mit keiner Wimper, da jeder Neger die Ansicht ver- tritt, daß „schlecht „sehr schlecht vertreiben muß.
y/.ReicMantv. 27 51/,,/.Younganldhe Anl.-Ausl. (Altbes.) «•/.Schutzgebiet. 13 4'/,,/,Wiesb.St.v.28 4‘/,,/e PrJ..Hbr. 19
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119— 118.88
18. 7.89
104.25
Bei den Reichsautobahnen wurden im Mai 6 Kilometer Strecke in Betrieb genommen, so daß nunmehr insgesamt 3071 Kilometer in Betrieb sind.
Die allgemeine Verkehrs- und Betriebslage der Rhein- schifsahrt im Juni weist gegenüber dem Vormonat keine wesentlichen Änderungen auf. Der Rheinwasserstand hielt sich weiterhin auf günstiger Höhe, so daß selbst die größten Fahrzeuge voll ausgelastet werden konnten.
Die Leipziger Herb st messe, deren Angebot in Fertigwaren dem der Mustermesse der Frühjahrsmesse 1939 völlig gleich sein wird, findet vom 27. bis 31. August statt. Rach den schon jetzt vorliegenden Anmeldungen aus dem Auslande ist auch wieder mit einer starken internationalen Beteiligung zu rechnen.
Am nädnien Tag kommen wir. von Munduki lebhaft,, begrübt. im bauvtlager an. Ohne Aufenthalt gehen die Trager mit ihren Proviantlasten wieder zu den Vermessungsleuten ab Nur ein schwarzer Küchenboy bleibt bei uns. um Waller und bolz herbeizuschayen . . . .
Einige Tage blerbe ich tnt Zelt, mte ein Kind in zwei Schlafsäcke eingepackt. liegen. Der Körper braucht viel Warme. Kiebitz betreut mich wie eine Krankenschwester und unter seiner Pflege werde ick zunehmend irischer. ,
Vier Wochen weilen wir nun schon im Gebiet des Ruwenzori. haben einige grofoügige Bergfahrten ausgeführt und den größten Teil der Karte ausgenommen. Wir können zufrieden lein. Nun Rnb wir wieder alle versammelt. Weiße und Schwarze, denn auck die drei Vermesser Rnb mit ihrer ar zurllckgekehrt. Die Träger haben Rch. von wenigen Aus
sen abgesehen, recht brav gehalten.
Bisher erhielt jeder Schwarze un Tag zwei Zigaretten. Da nun Die Rauchwaren knapp werben, wollen wir. sie für uns aufsparen und den Trägern ift anscheinend ein Lonel Zucker, etwas Tee oder eine Erbswurst lieber. Sie zeigen Rch mit Der Änderung des Vertrages in diesem Sinne etnoentanben und erklären sogar, Rauch sei für bie 2uft. Suppe aber für ben Bauch. Der Bauch soielt bei den Negern überhaupt eine große Rolle. Wenn Re Rch von einer Arbeit drucken wollen, sieben sie einfach ihr Hemd ober ihre Wollweste tn die Höhe und sagen mit wehmütigem Gesicht: „so kann ich nicht arbeiten. Herr'"
Der Herr muß dann entweder auf den Dienst verzichten ober das Bäuchlein füllen ober — auf schwäbische Art grob
Der Motor in der Wirtschaft.
Der Ausbau der Wirtschaft verlangt auch einen vermehrten Einsatz von Motoren aller Art. Die Erzeugung der Gas-, Diesel- und Vergasermotoren wird damit su einem Maßstab für die Entwicklung der gesamten Wirtschaft. Im vergangenen Jahre hat fich die Zahl der Motoren und ihr Wert weiter erhöht. Insgesamt wurden rund 130 000 Motore aller Art in Auftrag gegeben. Eie sollten als ortsfeste Motoren arbeiten oder in Straßenfahrzeuge, Zugmaschinen, Lokomotiven, Triebwagen und Arbeitsmaschinen der verschiedensten Art eingebaut werden. Diese Austrage hatten einschließlich der Ersatzteile einen Wert von 212,8 Mill. RM. Gegenüber den voraufgegangenen Jahren hat flch der Auftragseingang nicht sonderlich erhöht. Wie nicht anders zu erwarten, stammt der größte Teil der Aufträge aus dem Inlands. Er belief sich auf rund 114 000 Motoren im Werte von 175 Mill. RM. Aus dem Auslande lagen Aufträge für zusammen 41,8 Mill. RM. vor. Richt alle Aufträge konnten in demselben Jahr auch aurgeführt werden, so daß sich der Gesamtumsatz nur auf 177,5 Mill. RM. belief, von denen 127,5 Mill. RM. auf den Umsatz im Inlands und 50 Mill. RM. auf den Auslandsumsatz entfielen. Während sich der Jnlandsumsatz gegenüber dem Vorjahre 1937 um rund 35 Mill. RM. gehoben hat, ist der Umsatz des Auslandsgeschäftes um rund 2,3 Mill. RM. zurllckgegangen.
Der größte Teil der eingegangenen Aufträge belief sich sowohl wert- als auch stückmäßig auf den Dieselmotor. Dem Werte nach entfielen 84,5 % aller bestellten Motoren auf den Diesel. Die Vergaser-Motoren hatten einen Anteil von 11,5 % und auf die Gasmotoren entfielen 4 %. Etwa 15 % der Diesel sollten als ortsfeste Motoren dienen, zur Erzeugung von elektrischem Strom, zum Antrieb von Pumpen, Kompresioren und Bohranlagen. Bevorzugt wurde dabei der Kleindiesel. Bei den Gasmotoren ist ein Zug zum schweren Motor sestzustellen. Die Gasmotoren, die im Handwerk und Industrie als ortsfeste Motoren verwandt werden, haben ihre Leistung wesentlich erhöht. Die Leistung je Motor ist auf 160 PS von 100 PS im Jahre 1937 gestiegen. Auch die Gasmotoren für Schiffsantrieb haben ihre Leistung ganz erheblich erhöht. Sie ist von 150 PS je Motor im Jahre 1937 auf 260 PS im Jahre 1938 gewachsen.
Auch für die Motorenindustrie gilt dasselbe wie für den ganzen Maschinenbau, die Normierung der Teile und die Typisierung des fertigen Stückes muß weiter durch- gesiihrt werden. Zwar wird beim Motorenbau eine ähnlich umfangreiche Streichung wie innerhalb der Fahrzeugindustrie nicht möglich sein. Voraussetzung für eine erfolgreiche Normungs- und Typisterungsarbcit ist eine entsprechende Vorarbeit bei den wichtigsten Kunden der Motorenindustrie. Das sind zum Beispiel innerhalb der Baumaschinenindustrie die Hersteller von Betonmischern, Löfselbaggern, Baulokomotiven, Bauaufzügen, die alle Motoren zum Antrieb ihrer Baumaschinen einbauen. Es sind dies weiter bie Industrie des Landmaschinenbaues, die Lokomotiv- und Schiffbauer. Sie müsien vor allem eine Vereinheitlichung der Einbaumaße vornehmen, damit der Motorenbau entsprechende Motoren Herstellen kann. Eine Austauschbarkeit der am stärksten unter Verschleiß leidenden Teile ist bei den heute bestehenden Typen schon weitgehend geregelt. Zur Zeit bestehen allein 234 verschiedene Typen für den Dieselmotor, von denen 186 Typen im Viertakt und 48 im Zweitakt arbeiten. Sie werden v-vn 38 Firmen hergestellt. Bei den Vergasermotoren gibt es 133 Typen, die von 34 verschiedenen Firmen gebaut werden und die Typenzahl der Gasmotoren liegt bei 132 von insgesamt 19 Herstellerfirmen. Ihre Zahl erhöht sich noch durch zahlreiche llntertypen, je nach der Ausführung mit Ein- und Mehrzylindern. Diese Zahlen zeigen, daß für «ine weitgehende Typisierung im Bereich der Motorenindustrie noch ein erheblicher Raum vorhanden ist. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, daß es sich um Motoren für alle möglichen Verwendungsgebiete handelt, von denen noch einmal Schiffshilfsmaschinen, Baulokomotiven, Außenbordmotoren, Bootsmotoren und dergleichen als Beispiel genannt werden sollen.
Wasserftaud des «Heins am 14. Juli 1939. Mainz: Pegel 3,66 gegen 3,69 m gestern: Bingen: 2,56 gegen 2,56 m gestern: Kaub: 2,91 gegen 2,94 w. gestern: Köln: 2,65 gegen 2,63 m gestern: Kehl: 3,72 gegen 3,79 m gestern.
Aschaffbg. Zellstoff Bemberg. . .
Brown, Boveri &Co. Buderus . .
Cerneut Heidelberg Chem. Albert . Daimler-Benz . . Dtsch.Gold u.Silber Deutsch Linoleum Elektr. Liefer. Ges. Elekt-Licht u.Kraft Elchweiler .
I. G. Farbenindust. Felten &Guilleaume Grün & Bilfinger Hapag
Hindr. Auffermann Hochtief . . Holzmann Phil. . Ilse Bergbau . . Knorr Heilbronn Lahmeyer & Co. Lindes Eismaschin. Lokom. Krauß . . Mainkraftwerke .. Mainzer Aktien-Br. Mannesmann . . .
Mansf elderBergb au Metallgesellschaft.
Motoren Darmstadt Nordlloyd ... Reichsbank . . . Rh.Braunk.u. Brik. Rhein. Metallwaren 8h«n. Stahlwerke
Ein Leopard geht um.
Seit dem ersten Tag unseres Aufenthalts am Bujukusee wissen wir. baß es hier Leovarben gibt, ihre Fährten beweisen bies untrüglich. Nachts wechseln bie gefährlichen Räuber auf dem von uns ausgetretenen Weg, schlagen sich 20 Meter vor bem Lager seitwärts ins Gehölz, um 20 Meter nachher ben Psab wieder zu betreten.
Auf Leoparden kamen mit immer wieder zu sprechen und manchmal schreckte einer von uns aus bem Schlaf, weil er ganz nahe Geräusche gehört hatte. Nach einem arbeitsreichen Tag hör ich gegen Mitternacht ein Scharren unb Kratzen vor bem Zelt. Ein Leopard! Hastig greif ich zur Pistole unb Laterne, schon blendet ber Lichtstrahl auf unb bie entsicherte Waffe in ber Faust schiebe ich bie Zeltleinwand beiseite. Nichts ist zu sehen, rein gor nichts! Unb am Ende fallen mir bie Mäuse ein, bie mit unserem Proviant aufräumen wollen: natürlich sind es die Mäuse! —
Doch die Leoparden geben weiter um. Könne und Stomva schlafen im gemeinsamen Zelt. Der eine war wie ein Igel zusammengerollt, während der andere seine Füße im Schlafsack meistens zum Zelteingang hinaushängen läßt.
Stomva liegt im tiefsten Schlaf, da fährt ihm Konnes Faust zwischen die Rippen und er hört kaum, was der Kamerad flüstert: „Leoparden!" Er kugelt sich noch mehr zusammen, macht eine wenig schmeichelhafte Bemerkung un' versucht weiterzuschlafen.
Aber wieder wird er gestört: ..Mensch — an meinem Fuß war ein Leopard! Ich habe ihn deutlich gespürt und es hat draußen gekracht, als hätte er etwas Freßbares gefunden."
(Schluß folgt.)
Abgekämpft unb krank.
Wir fühlen uns elend, nicht nur müde, find abgekämpft und krank. So stapfen wir teilnahmslos dahin unb Reigen mehr aus Pflichtgefühl als aus innerem Antrieb von ber Semver- zur Eduardspitzc. die ebenfalls höher ist als der Montblanc,, hinüber.
Nun aber ins Tal! Nach Süden Reigen wir ab. um mit unseren drei Kameraden zusammenzutreffen. Es geht über Grate und Gletscher und jeder Schritt macht uns Qual. Der Magen knurrt, aber es fehlt ber Appetit. Man möchte sich auf eine sonnige Wiese legen, schlafen und nichts mehr wissen von ben Bergen, von Afrika, von der ganzen Expedition.
Steile Stellen zwingen uns zur Vorsicht. Eben sichere ich Kiebitz zwischen einem Abbruch und einer Spalte abwärts: unten hat er guten Stand gefunden, sodaß ich nachkommen kann.
Das Eis ist leicht aufgeweicht uns sehr rutschig. Etwa vier Meter trennen mich noch von Kiebitz, da verlieren die Füße plötzlich den Halt und ich fliege mit ben Füßen voraus tn bie Gletscherspalte. Rasch endet meine unfreiwillige Luft- re.ise. Bis an die Knie staucht es mich in den Schnee und dann hange ich mit dem Kopf nach unten an der schrägen Spaltenwand. Selbst kann ich mich nicht befreien, denn meine Beine sind wie eingemauert, deshalb sucht Kiebitz einen Weg zu mir herunter und scharrt mich frei. Ich taste mich ab. es ist alles in Ordnung, nut ber Tropenhelm fehlt. Da ich mir nicht auch noch ben Sonnenstich holen will, suche ich. von Kiebitz am Seil gehalten, tiefer in ber Spalte unb finde hier den Helm wirklich wieder.
Der Soaltensiurz hat uns aufgerüttelt. Wir bieten alle restlichen Kräfte auf unb queren ben tückischen Gletscher mit verdoppelter Vorsicht. Uber rissige, glatt gescheuerte Matten Reigen wir hinunter zum ersten Leben, spärlichen Moosen und Gräsern.
Wir haben jetzt eine neue Sorge: werden wir die Kameraden finden? Schars halten wir nach dem Lager, das sich durch eine Rauchsäule verraten muß, Ausguck. Unsere Rucksacke, die immer noch 10 bis 15 Kilo wiegen, drücken schwer auf Schultern und Rücken. Rasten! Bei jedem Schritt kämpfen wir mit diesem immer dringlicher werdenden Begehren. Immer kürzer schrumpfen die Marschstrecken, immer länger dehnen sich bie häufigen Pausen. Und nirgends das erlöfenbe Rauchzeichen!
„Das Rnb sie. Kiebitz — dort!"
Eine bläuliche dünne Rauchsäule steigt senkrecht in bie Höhe. Wir beide stimmen ein Geheul an. wie ein ganzer Negerstamm auf dem Kriegsvfad. Vergebens — keine Antwort!
Enttäuscht steigen wir tiefer, und brüllen schließlich auf einem vorspringenden Bergrücken was unsere Lungen zu- lasien. Diesmal wirkt es. Unruhe kommt ins Lager und man
bat es geschafft.
. Der Wind heult sein unheimliches Lied. In uns erwacht mteber die alte Luft.am männlichen Kampf, unb wir haben bte Irtbmenbe Gleichgültigkeit ubermunben. Der Freund steht nun schon über bem zweiten Überhang unb ich folge.
teilt etsgefullter Kamin leitet weiter. Er Hebt bös aus und was oberhalb.kommt, ist uns verborgen. Wir hoffen sas v J?ta6I flirrt auf Stein, denn Kiebitz räumt mit
„ v rle- Eisglasur von den «elfen. Dann verklemmt
er sich und schiebt sich hoher. Er rutscht — mein Herz setzt eme Sekunde aus —. verklemmt sich glücklich unb steigt zurück.
'te6r?n am einem Felsvorsprung, ber wie ein Schwalbennest an ber Niesenwand klebt. Ohne Nebel könnten wir taft 1000 Meter «entrecht unter uns das Bujukutal sehen.
... Sin aweiten cerbtiienen Ansturm zwingt der Freund den geiahrlichen Kamm. Wir haben.gewonnen. Freie, nicht über« magtg stelle Hange ziehen gegen den Grat hinaus. Wir stapfen hoher,, stoßen auf einen Felsturm unb beschließen hier zu biwaneren. Hinter bem Felsen graben wir unser Rucksackzelt tn den Schnee. Wahrend draußen Schneeflocken durch die Luft wirbeln liegen wir im niederen Zelt und warten auf die Jiaajt (ss wird bestimmt eine böse, sehr kalte Nacht werden. Die Schneelast druckt das Leinendach immer mehr ein und zum Schutze vor der Bodenkalte legen wir Karte. Tagebuch. Photo- appargte und alles erdenkliche unter den Rücken.
frühmorgens brauchj uns die strahlende Sonne nicht zu wecken, das hat bie Kalte schon besorgt. Wir kriechen aus dem ^>ef verschneiten Zelt und sind geblendet. Schnell rücken wir die Schutzbrillen über die Augen und kosten die Bergesschönheit und die Lichtfülle aus. So wiegen am Berg glückhafte Minuten Stunden des härtesten Kampfes auf.
Auf dem Grat zur 4824 Meter Hohen Sempersvitze kommt keine rechte Freude auf. obwohl die Sonne lacht, ber Simmel tn fielet Blaue leuchtet unb die Sicht auf viele Gipfel frei ist.
108— 130.50
108—
101.63 131*63
98*25 100— 100— 100— 100— 100—
99.50 99.50
46.75
179.37
213—
114—
* Die Söhnlein-Rheingold ÄS., Wiesbaden-Schierstein, hatte auch im Geschäftsjahr 1938 einen befriedigenden Absatz zu verzeichnen, der mengen- unb wertmäßig höher als im Vorjahr war. Besonders die besseren Marken wurden stärker gefragt. Auch die ersten Monate des neuen Jahres zeigen steigerung. Der Rohertrag ist weiter erhöht RM. ausgewiesen. Personalauswendungen fi sonstige Aufwendungen aus 0,72 (0,57) 63 000 (30 000) RM., Zinsen aus 72 000 , (81 000) RM. Abschreibungen verbleiben einschließlich 10 733 (5262) RM. Vortrag 112 430 (90 733) RM. Reingewinn, der zur weiteren inneren Stärkung des Unternehmens den Rücklagen und Rückstellungen in Höhe von 100 000 RM. zugewiesen wird, 12 430 RM. werden neu vorgetragen. Die HV. nahm den Abschluß zur Kenntnis und wählte dem Aussichtsrat Friedrich Wilhelm Söhnlein, Wiesbaden und Generaldirektor Wilh. Avieny (Metallgesellschaft Frankfurt a. M.) zu.
Schwarze Menschen - Weiße Berge
Tatsachenbericht der Ruwenzori-Expedition • Von E. Eisenmann
Riebeek Montan - Schöflerhof-Blndg.
Schlickert 8t CO.
Siemens 8t Halske Süddeutsch. Zucker TeUus Bergbau .
Ver.Dtsch.Oelfabr.
Voigt 8t Haffner . Zellstoff waldhoff
Von den heutigen Börsen«
Berlin, 14. Juli. (Funkmeldung.) Tendenz: Eeschäftslos und wenig verändert. Die Bankenkundfchaft war mit Aufträgen so gut wie garnicht vertreten. Einbußen und Gewinne gleichen sich etwa aus. Rheinstahl und Harpener erzielten Befestigungen von % bzw. % %. Eintracht sind mit minus % und Niederlausitzer mit minus y. %, dagegen Jlfe-Eenuß mit plus Vi % zu erwähnen. Akkumulatoren und Siemens erzielten Steigerungen von y, bzw. 1 %. Andererseits gaben Lahmeyer 1 % her. Conti-Gummi wurden 2 % höher notiert. Farben glichen einen Änfangsverlust von % % nicht nur aus, sondern gewannen darüber hinaus noch % % (143). Sonst sind gegen den Vortag nur noch Junghans (minus 2), Deutscher Eisenhandel (minus 1) und Kali- Chemie (plus zu nennen. Reichsaltbesitz 7yt Pf. niedriger mit 131%, Eemeindeumschuldungsanleihe unverändert 93,60. Steuer« gutscheine I wurden zirka 99,10 bis 99,15 (99,20) taxiert. Bei den Abschnitten II nannte man für Juli einen Kurs von 94,20 (94,30). Tagesgeld 2% bis 2% %. Gulden 132,60.
Frankfurt a. M., 14. Juli. (Eig. Drahtmeldung.) Tendenz: üneinheitlich. Die Börse war am Aktienmarkt nicht weiter abgeschwächt, wenngleich bei dem geringen Geschästsumfang und der Zufälligkeit der Auftragserteilung die Entwicklung uneinheit- lich blieb. Die Veränderungen hielten sich jedoch in engen Grenzen und glichen sich ziemlich aus. In Steuergutscheinen verblieb dagegen Angebot, besonders in den Abschnitten der Serie H. Das Geschäft war gering. Ebenso hatten auch die übrigen festverzinslichen Werte nur wenig Umsatz bei größtenteils weiter behaupteten Kursen. Tagesgeld 2% %.
162.63 253— 107— 168—
134.50 85—
89.37 102.50
139.50 112—
n««llnax Riirsc*
Fddmnhle ....
Gesfurel . . .
12. 7. 39
13. 7. 3
12. 7. 39
1t 7. 39
99.50
99—,
AEG.-Stammaktien
110.63
109.75
Harburg Gummi .
Augsburg Nbg.-M.
137—
136.50
Harpener ....
129.13
129.—
Bayer. Motoren-W.
130.25
131—
Hoesch ....
105.50
105.13
J. Berger Tiefbau
141.50
Hotelbetr.-Ges.
71.—
__
Braunk. u Briketts
184—
184—
Klöckner-Werke
117.88
116.5
Charl. Wasserw. .
-
114.13
Niederlaus. Kohle
149.75
149.-
Chem. Hevden
137.50
Orenstein & Koppel
94.—
93.8.
Com. u. Priv.-Bank
105.25
105.75
Rh. Elektr. Mannh.
—.—
115.5
Conti-Gummi
21125
210.13
Rütgerawerke . .
135 50
135.6
Deutsche Bank .
111.50
111.50
Sachsenwqrk . .
342—
—--—
DL Cont. Gas . .
111.75
111.25
Salzdetfurt . .
143.25
142.5
Deutsche Erdöl .
117.63
117.50
Schubert u. Salzer
113.
Dt. Eisenhandel
134—
Schlickert 8t Co. .
173—
173 5
Dt. Reichsbahn Vx.
121.63
121.63
Siemens & Halske
186.13
186.56
Deutsche Waffen
139—
138.63
Stollberger Zink .
73—
73.-
Dortm. Union-Br.
209.75
209—
Ver. Stahlwerke
99.50
987
Dresdner Bank
105.50
105.50
Vogel Tel.-Drath
160.50
—— —
Eintracht Braun .
150.50
151 —
WawrGelaenkirch.
—.—
. 100 Belga
42.32
42.40
42.32
42.40
100 Kronen
52.07
52.15
52.67
52.15
1 £ Sterling
11.655
11.685
11.655
11.685
. . 100 Fr.
6.598
6.612
6.598
6.612
100 Gulden
132.22
132.48
132.22
132.48
. 100 Lire
13.09
13.11
13.09
13.11
. . 1 Yen
0.680
0.683
0.680
0.683
. 100 Dinar
5.694
5.706
5.694
5.706
. . 100 Fr.
10.58
10.60
10.58
10.60
10U Kronen
58.57
58.69
58.57
58.69
. 100 Zloty
47.00
47.10
47.00
47.10
100 Kronen
60.02
80.14
60 02
60.14
. . 100 Fr.
56.11
56.23
56.13
56.25
. 100 Fes.
.■ -
——
100 Kronen
8.511
8.535
8.511
8.535
. 1 Dollar
2.481
2.499
2.481
2.488
