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Seile 14. ~ Rk. 137,

WiesvaDener Tagblakk

Donnerstag, 15. Juni 1939.

TtieQ&ckidfteeme6 tixßdtaMteH

J Tatsachenbericht von Karl Friedrich Boree

58. Fortsetzung.

Wirischaßsieil

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Berliner Börse '

Kursbericht

Rhein-Main-Börse

99.37

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Berliner Devisenkurse (Telegraphische Auszahlungen:)

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D. Korn. Sam. Anl. I. G. Farben-Bonds

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Fddmühle ....

Gesfürel.....

Harburg Gummi . Harpener ....

Hoesch ...

Hotelbetr.-Ges.. . Klöckner-Werke . Niederlaus. Kohle Oren stein & Koppel Rh. Elektr. Mannh. Rütgerswerke . . Sachsenwyk . . . Salzdetfurt . . . Schubert t*. Salzer Schuckert & Co. . Siemens & Halske b »ollbeiger Zink .

Ver. Stahlwerke Vogel Tel.-Drath WasserGelsenkirch.

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14. Jum 1939 Geld Brief

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13. Juni 1939 Geld Briet

8.521

3.491

151.— 151.25 132.75 132 — 231— 233.25

49.50 49.50

137.- -.—

—.- 144- 155.75 —.—

—'— 254^— 108.50 109.— 170.50 171.75

—.— 136.50 85.75' 85.75 87.50 87.75 105.25 105.25

42-32 5207 11.66

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10.58

58.59

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8^521 2.491

Weinversteigerung.

Am Dienstag hielten die Vereinigten Weinguts­besitzer in Hallgarten eine Naturweinvcrsteigerung ab und brachten insgesamt 37 Halbstück 1937er Hallgartener Weine zum Ausgebot. Leider war der Erfolg des Mengeumsatzes wenig befriedigend. Bei schwachem Besuch und geringer Kauflust wurden nur 21 Halbstück umgesetzt; 16 Halbstück oder 43 % des Angebotes blieben unverkäuflich. Der Haupteinbruch zeigte sich bei den mittleren Qualitäten, während die 12 letzten Nummern — ins­besondere die 5 Spätlesen — zu recht günstigen Preisen geschloffene Abnahme fanden. Der Liebhaber eines 1937er Weines findet somit in dem Keller der Vereinigten Weingutsbefitzer noch genügende Vorräte zum Einkauf.

Man zahlte für 21 Halbstück 1937er Hallgartener Mehrhölzchen 710; Geckenberg 670, 700; Rosengarten 2mal 660; Deez 670; Würzgarten 770; Eeiersberg 680; Sandgrub 800; Deutelsberg 740; Hendelberg 760; Schönhell 720; Mehlhölzchen 770; Hendelberg 570; Deutelsberg 850; Schönhell 900; Jungfer Spätlese 1190; Mehrhölzchen Spätlese 1000; Jungfer Spätlese 1380; Schönhell Spätlese 1410; Deutelsberg Spätlese 1290 RM. Zurück gingen 16 Halbstück zu Letztgeboten von 650, 6mal 670, 650, 4mal 680, 660, 2mal 690, 700 RM. Durchschnittspreis der 1937er Hall­gartener Weine 860 RM. Gelamterlös der Versteigerung 18 070 RM. u.

Kurzberichte des Aufbaus.

Trotz der ungeheuren Schwierigkeiten, die den deutschen Erzeugnissen auf dem Weltmarkt entgegenstehen, ist es gelungen, die Ausfuhr von Thermometern 1938 und 1939 zu ver­größern. Es wurden im ersten Vierteljahr 1937 621 Doppelzentner ausgeführt, 1938 630 Doppelzentner und 1939 sogar 833 Doppel­

est. Er bat niemals viel gespart, seit jenem Mißgeschick überhaupt nichts wieder. Er wollte nicht an die Zukunft denken. Außerdem brachte Geld in Gefahr: es gab zu viel Verbrecher in dieser Armee; mancher, von dem man wußte, daß er Geld hatte, ist heimlich niedergestochen und beraubt worden. ., , ,,,

Sie plaudern eine ganze Weile, nut halblauter Stimme. Dann geht Runge los.

In drei Minute ist er drüben. Wahrend er sich,no6 bei den anderen Kameraden verweilt, fallen auf seinem Posten Schüffe. Er erschrickt und wartet noch etwas ab. Es vergeht eine furchtbare Minute. .

Es wird wieder still. Er entschließt sich, im Eilschritt läuft er los. Auf halbem Wege sieht er eine Leuchtrakete hoch­steigen. Er dückt sich, es wird taghell um ihn her er steht sich scharf um. den Revolver in der Hand. Dann lauft er weiter. Erregte Stimmen fliegen ihm entgegen. Er tritt in die Mauer, die Kameraden stehen auf einem Sausen. Jemand liegt an der Eerde. Runge drängt sich durch: der Wachposten, mit dem er eben noch gesprochen hat, liegt da. bewustlos Er hat einen Brustschuß bekommen. Es. 'st eine kleine, glatte Wunde, niemand hat einen Knall gehört. Die Kugel muß von den Bergen herübergeflogen sein, em Irrgänger.

Rach ein paar Minuten kommt der Verwundete zur Be­sinnung. 2m Schein der Taschenlampen betrachten sie ihn. • Er atmet schwach. Er blickt ne alle an ine um ihn stehen. Man sieht, daß er stirbt. Er blickt ste mit Augen an voll un­beschreiblicher Traurigkeit, zwei Tranen fließen ihm über die Wangen. Sie geben ihm ein paar Löffel Kaffee, er öffnet die Lippen.,..Run ist alles vorbei . seufzt er. „ich hab s ta immer 6eiD^Dann ist es so weit, daß ste ihm die Lider zudrücken. — Wie oft, wie viele Male bat Runge so gestanden und em Leben enden sehen ... Es steckt eine Erbarmungslosigkeit m dem Schicksal, die wahnfinnig machen mußte, wenn man an ein Es^regnete^stärker, er kroch in sein Zelt und packte seine

Es ist eine eigenartige Sache, die Geschichte eines Leben­den abzuschließen. Ein solches Leben reimt fich nicht so ge­fügig, wie ein von Natur abgeschlossenes Leben, das es stch gefallen lassen muß, wenn der Biograph seinen Anfang und fern Ende zusammenbiegt, so daß es einen hübschen Ring gibt. Von dem lebendigen Leben geht ein Zwang zur Wahr­haftigkeit aus, der vor die sprödesten Probleme stellt. —

Der erste und große Freiheitsrausch war schon vergangen. Er hatte sich zu einem wilderen Teile auf den reichlich wüsten Abschiedsfesten in einer algerischen Earnisonstadt ausgetobt, zu seinem edleren Teil auf dem Vorderdeck des Ubersahrt- dampfers allmählich niedergeschlagen. Aber eine gewiffe Feierlichkeit war doch übriggeblieben, eine etwas bängliche Feierlichkeit, die den Einsamen benahm, als er auf dem Kai im Getriebe der vielen stand, die zu ihrer Arbeit liefen.

Er stürzte nicht in das nächste Restaurant, um seine An­kunft zu begießen, — Alkohol hatte er an der anderen Küste

* 1939 40 reichlicheres Filmangcbot. Aus der Spielsaison 1938/39 sind zur Zeit 21 Filme noch in Arbeit oder gerade vor- sührungsbereit geworden. Sie werden in den nächsten Wochen, teilweise aber auch erst im Herbst herauskommen. Genau ein Drittel dieser Filme dev alten Spielzeit entfallen auf die Tobis, fünf auf die Bavaria, je drei auf die Märkische-Panorama und die Ufa. Daneben haben die Verleihfirmen bereits 33 Filme der neuen Saison in Arbeit - (int Vorjahre waren es 26 Filme), von denen ein Teil schon fertiggestellt und zensiert ist. An der Spitze stehen die Tobis mit 11, die Ufa mit 10 und die Terra mit 7 Filmen. Es ist nach diesem verheißungsvollem Anfang zu erwarten, daß in der neuen Spielzeit das Filmangebot reichlich?» fein wird als in der Saison 1938/39.

(Nachdruck verboten.)

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92.63

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Gegenwartsfragen des Handels.

Auf der im Rahmen des Eautagcs der Westmark in Trier abgchaltenen Sondcrtagung des Handels sprach im Auftrage des Fachamtsleiters Pg. Feit der Hauptabtcilungswalter im Fach­amt „Der Deutsche Handel" der DAF., Pg. Gerhard Schlesier, über Gegenwartsfragen des Handels. Wenn auch die Juden aus dem Handel entfernt worden find, führte der Redner aus, so muß doch darüber hinaus für ein restloses Verschwinden des jüdischen Geistes Sorge getragen werden. Drei Voraussetzungen für die Förderung und Vertiefung einer nationalsozialistischen Wirtschafts­gesinnung sind festzuhalten:

1. die Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft, •

2. die Wahrheit und Klarheit gegenüber dem Verbraucher,

3. den Anstand gegenüber bjetn Wettbewerber.

Der weitsichtige Kaufmann wird sich davor hüten, in der Zeit einer Warenverknappung seine Kunden schlecht oder unhöflich zu behandeln, um sie sich für die spätere Zeit der Entspannung zu erhalten.

Da die meisten der vom Fachamt zu betreuenden Volksgenoffen selbständige Gewerbetreibende sind, die keine weitere Gefolgschaft haben, kommt es gerade in diesen Kleinstbetrieben des Handels nicht so sehr daraus an, einen Ausgleich zwischen Gefolgschaft und Betriebsführer herbeizuführen, als vielmehr auf wirtschaftlichem Gebiete helfend einzugreifen.

Die Entwicklung unerwünschter Betriebsformen mutz im Handel so lange aufgehalten werden, bis ein neuer Kaufmanns­typ heraugcbildet ist. dessen wirtschaftliche Etartbediuguugen eine träfligc Abwehr ermöglichen. Dem Mangel an Arbeitskräften steht auf der anderen Seite eine Übersetzung mit Betrieben des Handwerks und des Handels gegenüber. Die angekündigte Berufsbereinigung — richtiger Betriebsbereinigung — im Einzel­handel soll Abhilfe schaffen. Es sollen alle Betriebe verschwinden, die tatsächlich nicht lebensfähig sind. Durch die Anordnung, die die Ausgabe des Wandergewerbescheines von der Zustimmung des Arbeitsamtes abhängig macht, wurde zum ersten Male mit dem Gedanken der sogenannten „Eewerbefreiheit" Schluß gemacht. Notwendig ist es, die Reiselcgitimationskarte in diese Anordnung einzubeziehen, wodurch auch die gesamten Handelsvertreter und Handlungsreisenden mit erfaßt würden.

Abschließend wies Pg. Schlesier darauf hin, daß es gelte, in der Zukunft noch eine große Anzahl von Aufgaben zu bewältigen und tat hier als Beispiel nur der notwendigen gesetz­lichen Regelung der Handelsvertreterfrage Erwähnung.

Mauer.

Der Kamerad bat noch seine Mutter. Sie lebt in Warschau, dorthin wird er geben. Er wird Arbeit bekommen in einer Großbäckerei. Seine Ersparnisse bat er schon voraus- geschickt. — Runge hat weder eine Mutter, noch Aussicht auf eine Stellung, noch hat er Geld zurückgelegt. Alles was er hatte, ist mit seinem Tornister in einem Nachtgefecht ver­lorengegangen. Auch alle die Photographien, die er im Laufe der Jahre gemacht hatte, die Münzen und Scherben, die er in Syrien gesammelt hatte. Er wird von der Ver­gangenheit ebenso abgeschnitten sein, wie es von der.Zukumt

Zukunft

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114.63 139.50 134.—

141.—

------------ 1

Von den Heutigen Börsen,

Berlin, 15. Juni. (Funkmeldung.) Tendenz: Aktien behauptet, Renten ruhig. Das Aktiengeschäft bewegte sich heute wieder in ziemlich ruhigen Bahnen. Die von der Vankenkimdschaft erteilten Aufträge, die weder der Anzahl noch d^em Umfange nach nennenswertes Ausmaß erreichten. Betrafen beide Seiten, so daß sich eine einheitliche Linie wieder nicht ab­zeichnete. Etwa die Hälfte der variabel gehandelten Papiere blieb ohne Anfangsnotiz. Montanwerte waren bis auf Buderus, die nach ihrem gestrigen leichten Anstieg 1% % verloren, kaum ver­ändert. Das gleiche gilt auch für Braunkohlenaktien; hier wurden Jlse-Eenußfcheine und Jlse-Vergbau ausschließlich Dividende gehandelt, wobei erstere geringfügig höher ankamen. Von Kali­aktien ermäßigten sich Salzdetfurth um 1 und Wintershall um % %. Bet den chemischen Werten hatten Farben einen Gewinn von % %. Etwas fester lagen Elektroaktien, insbesondere Schuckert und Lichtkraft. Dagegen waren Versorgungswerte eher angeboten und schwächer, so HEW. um 1 %. Die größte Steigerung hatten bei Börsenbeginn die ohne Dividende gehandelten Holz­mann mit zirka plus 21$. Höher lagen ferner noch Bremer Wolle um 1, Nordd. Lloyd um %, Berger um y3 und Orenstein um % %. Im variablen Rentenverkehr ermäßigten fich Reichsaltbesitz auf 131%, die Eemeindeumschuldungsanleihe auf 93,70 und Reichsbahnvorzüge auf 122%. Für Steuergutscheine II bzw. Juli hörte man einen Kurs von zirka 98,45, für I lauteten die Schätzungen auf unverändert 102%. Tagesgeld 2% bis 3%. Pfund 11,68, Dollar 2,493, Franken 6,60%.

Frankfurt a. M., 15. Juni. (Eig. Drahtmeldung.) Tendenz: Sehr still. Die Börse lag allgemein sehr ruhig. An den Aktienmärkten setzten sich noch kleine Abgaben fort, so daß über­wiegend Rückgänge um Bruchteile eines Prozentes eintraten. Am Rentenmarkt hat das Geschäft in Steuergutscheinen erheblich nachgelaffen. Im übrigen waren die Rentenkurse wenig verändert Bei äußerst kleinen Umsätzen. Tagesgeld 3 %.

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Infolgedessen stand Sergius Runge am 19. Dezember 1925 vormittags gegen neun Uhr auf dem Kai du Port in Marseille, wohin ibn ein Motorboot in der Morgens ruhe vom Außenbaien her gebracht hatte, drei und nffl Jelbit überlassen. In einem schlichten Zimlanzug und mit dem Rest feiner letzten Monatslöbnung in der Tasche. ,

Wie verhalt sich ein Mensch von achtundzwanzig, Jahren, der seit seinem siebzehnten Lebensjahr ein unfreiwilliges Abenteuererleben geführt hat und nun tn die dtetfieit gesetzt und in die europäische Ztvilisation entlassen wird? Wie ergeht es ihm weiter, — einem mittleren Memchen, energnch. setoett und gewandt ohne ausgesprochene Sonderbegabung xnb ohne Berufsausbildung?,

108.— * 108.—

130.50130.50

113*— 112 50

Zentner (Altreich). Abnehmer sind in erster Linie England mit 271, Holland mit 106, Schweden mit 80, die Schweiz mit 34 und USA. mit 14 Doppelzentner.

Die deutsche Lack- und Anstrichmittelindustrie erzeugte im Jahre 1933 für 115,8 Mill. RM. Waren. 1936 bereits für 226,6 Mill, und 1938 sogar für 290 Mill. RM. tAltreich). Die Jahreserzeugung ist wertmäßig also auf das Zweieinhalbfachs angewachsen.

Die internationale Statistik hat einen Index des Geschäfts- Bin den drei größten Wirtschaftsstaaten der Welt ausgestellt.

j ergibt sich folgende Entwicklung: Deutschland füllt« reich) verzeichnete 1936 einen Index von 160, Anfang Mai 1937 von 115,3, Anfang Mai 1938 von 116,1 und Anfang Mai 1939 von 128,5. In England ist der Index zu den entsprechenden Zeiten (The Financial Times) von 100 nur auf 100, auf 101,4 und auf 104,3 gestiegen. Und in den Vereinigten Staaten (New York Times) ergab sich eine Steigerung von 100 auf 109,3, sodann ein Abstieg auf 77,1 und eine langsame Wiedererhöhung auf 87,3.

Die mit jedem Jahr gestiegenen Produktions-Anforderungen an die Glas-Industrie haben die Zahl der Beschäftigten und damit auch die Summe der an sie gezahlten Löhne kräftig in die Höhe wachsen lasten. So zahlte die Glas-Industrie 1934 75,2 Mill. RM. an Löhnen, im folgenden Jahr 84,4 Mill. RM., sodann 91,2 Mill. RM., des weiteren 98,4 Mill. RM. und 1938 sogar 106 Mill. RM. (Altreich).

$a<$2lm Morgen noch einmal Meldung beim. Hauptmann. Der Hauptmann sagt: „Ich gebe Ihnen nicht die HaniL Sie kommen wieder!" — Tatsächlich reichte er ihm nicht die Hand. Aber als Runge aus dem Zelt war. kam er ihm nach und rief hinter ihm her: „Auf Wiedersehen! .

Nunge nahm sein Gepäck am. steckte zwei Handgranaten su sich und lief den Berghang hinunter. Gerade, knallten oben Schüffe gegen die Felsen. Die Kameraden lchwenkten die Tucker. Erst am Fuß des Berges sah er noch emmal zuruck. Hoch am Giat erkannte er den kleinen Vorsprung des Kastells vor den grauen Dezemberwolken.

Im Talgrund sammelten sich die Kameraden, die mit ihm zugleich zur Entlastung kamen, vundertlechzig Kilometer hatten lie zu Fuß zurückzulegen Sie machten am ersten Tage sechzig, um io irbnell als möglich aus der Zone der Gefahr herauszukommen. Auf ie ?wei Mann hatte, man ihnen nur ein Gewehr bewilligt, und auch das erst aui dringende Vor­stellungen. Am dritten Tage kamen sie aut dem Posten Bab Marudsch an. t ..

Aber der größere Teil von denen, die hier mar,chierten. kehrte vor der Entlastung wieder um: sie^fanden nicht den Weg in das bürgerliche Leben zuruck, als die Tur vor ihnen offen stand und sie hineinblickten! Runge hatte sich den Schwur geleistet, nicht zu bleiben!

Die Geschwister. ’N** '

1.

MansfelderBergbau ,

Metallgesellschaft. 112.75

Motoren Darmstadt |117.— | Nordlloyd ... 52.— :

Reichsbank . - . 179.— Rh.Braunk.u.Brik. 209.75:210.25 Rhein. Metallwaren 125.50 125.25 Rhein. Stahlwerk» 135.— 133.50

Chem. Albert . Daimler-Benz . . Dtsch.GoId u Silber Deutsch Linoleum Elektr. Liefer. Ges. Elekt.Licht u.Kraft Eschweiler .

I. G. Farbenindus t. Felten SGuiUeaume Grim Ä Bilfinger Hapag ■

Hindr. Auflennann Hochtief ... Holzmann PhU. . Ilse Bergbau . . . Knorr Heilbronn. Lahmeyer & Co. Lindes Eismaschin. Lokom. Kraufi . . Mainkraftwerke . Mainzer Aktien-Br. Mannesmann . . .

Süddeutsch. Zucker j Tellus Bergbau . Ver. Dtsch. Oelfabr. Voigt & Häffner . Zellstoff Waldhoff •

5e/0 Reichsanl. v. 27 5*/»*/oYounganleihe Anl.-Ausl. (Altbes.) 4°/.Schutzgebiet. 13 4,/i°/eWiesb.St.v.28 4l/,e/e PrX.Pfbr. 19

41/,*/. „ ,» 10

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41/?/« Korn. 20

4V/. „ „ 6

W/eN.Lb.Goid 1

AEG.-Stammaktien Augsburg Nbg.-M. Bayer. Motoren-W. J. Berger Tiefbau Braunk. u Briketts Charl. Wasserw. . Chem. Heyden . .

Com. u. Priv.-Bank Conti-Gummi Deutsche Bank . Dt. Cont. Gas . . Deutsche Erdöl . Dt. Eisenhandel Dt. Reichsbahn Vz. Deutsche Waffen Dortm. Union-Br. Dresdner Bank . Eintracht Braun .

13. 6. 39

103.—

133.25

179.50

8.539

2.495

135.— 105.— 214.—

111.50 110.37 120.75

146.75 122.25

209*— 105.50 156.—

dieser Stellung ruckte der 8. Dezember an Runge heran, der Tag, an dem er von der Truppe entlassen werden muß, um am 19. Dezember 1925 wieder in Europa sein zu können — nach seiner Wahl: in Konstantinopel oder Mar­seille. Jede Nacht tut er Seinen Dienst. Keiner von den Kameraden, in deren Gesellschaft er die ersten Jahre dieser Soldnerzeit verlebt hat, ist mehr um ihn. Die acht Kollegen, mit denen er im Avril bei Udschda den Becher Wein ge­leert hat, sind sämtlich gefallen bis auf einen, der irgendwo rm Lazarett sich quält, schwer verwundet. Er ist ganz einsam geworden. Er erfährt die Tragik des alten Frontsoldaten, daß die Menschen, die sein Leben ausmachten, fort und fort von ihm wegsinken, bis er fich selbst uralt vorkommt, so jung an Jahren er noch ist. Es find neue Kameraden in die Lucken getreten, nicht schlechtere: aber wie soll das Herz immer wieder anwachsen, das so oft aus einem Ritz geblutet hat. Er zittert, wenn er an die Entlastung denkt. Mit aller Willenskraft unterdrückt er die Gedanken daran. Kein ein­ziges Mal hat er bisher gewagt, sich mit dem zu beschäfti­gen. was nachher kommen soll. — mit diesem Nachher, das kaum unbekannter, undurchdringlicher hinter dem 19. Dezem­ber auf ihn wartet, als es der Tod ist.

Seine Papiere, meldet ihm einer am 7„ liegen schon beim Hauptmann in der Reservestellung bereit. Der Haupt­mann läßt ihn am Nachmittag zu fich rufen. Er schlägt ihm vor, noch auf ein Jahr zu kapitulieren. Hundertzwanzig Russen wollen am nächsten Morgen das Regiment verlaffcn; gerade jetzt kann man diese Schwächung schwer ertragen. Der Hauptmann hat ihn schon eingegeben zmn sergent-chei. — das ist soviel wie Feldwebel. Außerdem so» er die Medaille er­halten. Der Hauptmann wird sehr dringlich: „Sie sind zum Soldaten geboren. Runge! Ich habe Sie genügend beobach­tet. Was wollen Sie denn anfangen? Was steht Ihnen in diesem Europa bevor? Nichts. Arbeitslosigkeit. Hier gehören Sie her. Sie werden es bereuen. Bleiben Sie!" '

Cs ist Runge unangenehm, so nüchtern an die Zukunft erinnert zu werden. Weiß et denn, was er vornehmen wird? Hat er denn einen Platz für ihn, an den er gehört? — Hier ist ein Platz für ihn r „ „

Aber er lehnt ab. Kaum um des fremden Dienstes willen, den er verachtet, kaum um der ständigen Todesgefahr willen: aber der 19. Dezember 1925 wird ihn aus der Macht bes Schicksals entlasten, dessen Spielball er gewesen ist — nunmehr 10 Jahre. Seme Tour ist um, das sinnvolle Leben soll beginnen. .

Für seinen letzten Rondengang bewaffnet er sich bis an die Zähne. Es gehört viel Willenskraft dazu, um Herr der Nerven zu bleiben. , , „

Er ist fertig zum Gehen, aber er hat noch etwas Zelt. Die Nacht ist ruhig, nur sehr dunkel. Aus hochgelegenen Wol­ken fällt ein leiser Regen. Da ist ein Mann unter seinen Leuten, der mit ihm zusammen entlassen wird. Er tut ge­rade seinen letzten Wachdienst. Runge stellt sich zu ihm an die

„G.-Kom. 1

„ „ 5

„ 6, 7, 8

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„ „9,10

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13. 6.3t |U. 6.39

Riebeck Montan 103.— 103 — Schöfferhof-Bindg. 184.50 184.50 Schuckert & Co. 178.50 177.50

Siemens & Halske —•— —•—

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8, 9, 10

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„ 6,7 12, 13 „ 4-5 ,, lei.

noch genug genoßen —-, er fiel auch nicht dem ersten weib­lichen Wesen um den Hals, um es abzukiiffen, — obwohl ihm wlche Manifestation seiner. Wiedergeburt verschiedentlich vorgeschwebt hatte —: abgesehen von allem anderen, waren ihm die Mädchen, die er hier im Hafenviertel iah. zu stark bemalt. Er tat etwas viel Nüchterneres, — wahrscheinlich aus der Ratlosigkeit der feierlichen Minute heraus, der nichts zu Hilfe kam, was ihr hätte gerecht werden können: Er ging auf den nächsten Schutzmann zu und fragte ihn nach dem Weg zum Bahnhoi. Lief bann geradesweges und zu Fuß dorthin kaufte sich nur hier und da an offenen Ständen etwas Proviant ein und ließ fich am Schalter eine Fahrkarte bis Dünkirchen geben. Diese Karte kostete ihn nichts, da er für die erste Reise freie Fahrt besaß. Und er stieg in den nächsten Schnellzug, der über Reims nach Lille ging. — Bei der Wahl seines Zieles lenkte ihn die nur sehr ungefähre Vorstellung, daß er in Dünkirchen ein Schiff nach Riga finden wurde. Er war ohne klaren Plan. Nicht einmal auf der Überfahrt von Algier nach Marseille hatte er die Stimmung — ober den Mut — gehabt, sich mit seiner Zukunft zu be- Ichaftlgen.

Im Zuge faßte er einen der überraschendsten Entschlüsse, die uns auf seinem ganzen Wege durch diese zehn Jahre vor­gekommen find: er entschied fich dafür, in Lille auszusteigen und dort Arbeit zu suchen. (Fortsetzung folgt.)

Belg;« . ......100 Belga

Dänemark.....100 Kronen

England...... 1 £ Sterling

Frankreich....... 100 Fr. Holland ...... 100 Gulden

Italien........100 Lire

Japan......... 1 )ten

Jugoslawien ..... 100 Dinar Luxemburg ...... 100 Fr. Norwegen.....10U Kronen

Polen........100 Zloty

Schweden.....100 Kronen

Schweiz ........ lOu Fr. Spanien ....... 100 Fes. Slowakei......100 Kronen

Ver. St v. Amerika . 1 Dollar

134.50 105 —

214- 111.50

110.63

121.75

147.25

122.25

148.25 208 —

105.50

156.— I

;t3. 6. S9

Aschaffbg. Zellstoff 91.75

Bemberg.....| —.—

Brown, Boveri&Co. ; 112.50

Buderus • • 92.50

Cement Heidelberg 137.—

140.— 140