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WiesbaöMr Taablatt

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NltlethallUNlsHöeilage Berliner Büro: Berlin-Wilmersdorf

Nr. 134.

Montag, 12. Zuni 1939,

87. Jahrgang.

Niederlagen.

;ront der autoritären Staaten

Reichsjugendsührer Baldur v. Schirach stattete am Samstagvormittag dem rumänischen Ministerpräsidenten einen Besuch ab. Am Nachmittag wurde der Reichsjugend­sührer von König Carol empfangen, und am späten Nachmittag verließ er mit dem Flugzeug Bukarest. Zu einem kurzen privaten Aufenthalt traf der Reichsjugend­führer in den Abendstunden in B u d a p e st ein.

,_______ ____ _________ Gegenteil des Gewollten, einen

mit Blut zusammengeschweißten autoritären Blockim westlichen Mit'telmeer. Man gab aber auch und das ist nicht weniger unangenehm Deutschland und Italien Gelegenheit, vor den Augen der Welt die über­legene Leistungsfähigkeit ihrer militärischen Kräfte zu be­weisen. Die italienische Luftwaffe hat neuer-

Neue Formeln und alte Widerstände

Chamberlain gibt Mister Strang die letzten Instruktionen zur Moskaureise.

treten dabei freilich nicht zutage. Die Artikel lassen viel­mehr erkennen, daß man noch immer auf der Suche nach einerFormel" ist und daß man jetzt seine Hoffnungen auf Herrn Strang vom englischen Auswärtigen Amt setzt, an dessen Stelle allerdings die englische Opposition ihren Herrn Eden nach Moskau entsendet hätte. Heute wird das gleiche Thema wiederum das englische Par­lament beschäftigen, denn die Arbeiterpartei wünscht Auf­klärung über die letzten sogenannten Friedensreden der englischen Minister, Reden, die wir schon als ein tak­tisches Manöver kennzeichneten, die aber doch bei der englischen Opposition den Eindruck hervorgerufen haben man gibt das wenigstens vor daß die Regierung Chamberlain einem neuen München zu st euere. Herr Chamberlain wird dazu also wohl heute Stellung nehmen dürfen. Am Dienstag wird sich dann ein fran­zösischer Ministerrat mit den Paktverhandlungen und der gesamten internationalen Lage befassen und dabei vermut­lich nochmals den französisch-türkischen Vertrag behandeln, mit dem Frankreich durch die Abtretung des Sandschaks an die Türkei die Kosten für die Einkreisungspolitik bezahlt.

dings durch die Veröffentlichung von Zahlen über den Ein­satz italienischer Flieger in Spanien gezeigt, daß sie zu siegen verstehen. Ein Sieg Italiens aber ist ein Siegder Achse, und deshalb können wir diese eindrucks­vollen Zahlen nur mit größter Befriedigung verzeichnen. Die italienischen Legionärsflieger haben in Spanien 86 420 Flüge durchgeführt. Bei 5318 Bombardierungen wurden 11384 000 Kilogramm Bomben abgeworfen. Es gelang den

demokratischer Niederlagen. Durch ihre ahnungslose Politik, die ein schwaches, aktionsunfähiges Spanien zum Ziele hatte, zwangen die Demokratien Spanien geradezu in die Fi hinein und erreichten das El

ein Bündnis untereinander einzugehen und im Falle eines Angriffes sich gegenseitig zu Hilfe zu kommen. Die baltischen Staaten wären den Engländern dankbar, wenn sie sich weniger Kovfzerbrechen über die Sicherheit im Baltikum machen würden. Wie die drei Länder ihre'Existenz zu sichern gedenken, ist ihre eigene Sorge. Wenn man in London glaubte, mit der neuen Formel mehr Glück zu haben, so bat man sich getäuscht. Das halbamtliche estnische Blatt Uus Eesti" betont, daß das Baltikum das Gebiet der Lebensinteressen der baltischen Völker und Staaten, nicht aber dasjenige anderer Staaten sei und bezeichnet das Gerede von der Zugehörigkeit der baltischen Staaten zur Sphäre der Lebensinteressen anderer Länder als unberechtigt und unannehmbar. Diese Feststellung dürfte man in London als eine Ohrfeige empfinden. Die baltischen Länder sind fest entschlossen, nicht über sich, wie über Unmündige, verhandeln zu lassen. Durch dieses klare Festbalten an der unbedingten Neutralität werden die Chancen für Mr. Strang nicht gerade gebessert. Die demokratische Presse muß noch eine ordentliche Portion Optimismus auf Eis legen, damit der Vorrat bis zum endgültigen Abschluß des Russenpaktes ausreicht.

Peinliche Erinnerungen.

Kz. Die Empfangsfeierlichkeiten für die deutschen und italienischen S p ü n i e n f r e i w i l l i g e n lösten in London und Paris unangenehme Erinnerungen aus. Man mußte wieder daran Lenken, daß die Demokratien, wie Musso­lini sich einmal ausdrückte, drei Jahre auf das verkehrte Pferd gesetzt hatten. Die Wahrheit dieses Wortes, die man zur Zeit, da es ausgesprochen wurde, durch erhöhte Kriegsmaterialsendungen an Rotspanien auszu­tilgen hoffte, ist heute nicht mehr zu leugnen. Man ärgert sich in den Zentren der Demokratien Über die Fehl- i n v e st i e r u n g des Kapitals, das man in das spanische Geschäft gesteckt 'bat. Noch peinlicher empfindet man den Verlust an Prestige, denn schließlich sind die Siegesfeiern in Madrid, Berlin und Rom eine Dokumentierung

Dr. Todt über den Westwall.

äs. Berlin. 12. Juni. Auf dem politischen Eene- ralappell des Westmarkgaues hat sich am Sonn­tag in Trier Generalinspektor Dr. Todt eingehend mit den Lügen der demokratischen Presse und gewisser ausländischer Rundfunksender über den deutschen Westwall beschäftigt. Wie wir seinerzeit berichteten, war nämlich in der demokratischen Lügenpresse zu lesen, daß der deutsche Westwall durch das Hochwasser des Rheins zerstört worden sei, zumal der Zement, der zum Bau benutzt wurde, sehr schlecht gewesen sei. Dr. Todt aber sei als verantwortlicher Mann fortgejagt worden. Der Zweck einer solchen Lügen­kampagne war leicht zu erkennen. Die Kriegshetzer wollten sich durch solche Lügen gegenseitig Mut machen. Vor allem aber sollten die englischen und französischen Sol­daten, die im Falle des Gelingens der Pläne der Kriegs­hetzer gegen diesen Westwall anrennen sollen, während natürlich auch in diesem Falle die Kriegshetzer im Hinter­grund bleiben würden, über die Stärke des deutschen West­walles getäuscht werden. Unter dem Gelächter der an der gestrigen Veranstaltung teilnehmenden Westwall- Arbeiter hat der nach französischen Meldungen nach Spanien verbannte" Dr. Todt diese Lügen noch einmal vorgetragen und sie dann widerlegt. So angenehm es den Kriegshetzern auch wäre, wenn ihre Lügen den Tatsachen entsprechen würden, so haben sie nunmehr zur Kenntnis nehmen müssen, daß man in Deutschland doch nicht dumm genug ist, Be­festigungen derart anzulegen, daß sie bei Hochwasser un­brauchbar werden. Noch unangenehmer aber wird diesen Lügnern und Kriegshetzern die Mitteilung Dr. Todts ge­wesen sein, daß zu den zwei an sich schon sehr starken und tiefen Stellungen noch eine dritte besonders schwer armierte und besonders wider st andsfähige Stellung gekommen ist. Es ist also ganz zielbewußt und unter Einsatz aller Mittel und Kräfte weiter gearbeitet worden, um Deutschland gegen jeden Angriff zu schützen und um den deutschen Panzer so fest und so stahlhart zu schmie­den, daß jeder Versuch, diesen Panzer, diesen Wall von Eisen und Beton, zu durchbrechen, zu einer Katastrophe für den Angreifer werden muß. Das ist die Wahrheit über den deutschen Westwall, die die demokratischen Kriegs­hetzer, denen das Wort, das der. Führer am vorigen Sonn­tag in Kassel sprach, das Wort von der soldatischen Nation noch in den Ohren klingt, hoffentlich nicht über­hören werden. Auch die Rede Dr. Todts zeigte diesen Kriegs­hetzern, daß wir aus der Geschichte gelernt haben und er­innert sie hoffentlich erneut daran, daß wir' 1939 und nicht 1914 schreiben. Auch der Westwall mit seinen unüberwindlichen Werken ist somit ein Beitrag Deutsch­lands zur Friedenspolitik.

In der Preße des Auslands finden wir freilich wenig oder nichts über die Friedenspolitik. Die englischen und französischen' Blätter befaßen sich vielmehr wieder eingehen­der mit den Einkreisungsverhandlungen. Neue Momente

wt. Ministerpräsident Chamberlain, der in den letzten Tagen seine friedlichen Absichten gegenüber Deutsch­land mehrfach unterstrich, dokumentiert seine Verständigungs­bereitschaft leider nur in Worten, während er die Taten seiner Einkreisungspolitik widmet. Er empfing heute Vormittag den nach Moskau beorderten Mr. Strang, um ihm die letzten Instruktionen vor seiner Ab­reise zu geben. Im übrigen befindet sich die Presse der Ein­kreiser in einer etwas komplizierten Lage. Sie versucht einerseits die Ehrlichkeit der Friedensabsichten Chamberlains zu beweisen, muß aber andererseits der Gefahr vorbeugen, daß man diese, als taktische Manöver und in ihrer Wirkung auf Deutschland und Italien bezogenen Friedensbeteuerun­gen im eigenen Volk zuernst nimmt und bei der Opposition der Eindruck erwacht, als ob Chamberlain, wie das Organ der Arbeiterpartei sich ausdrückt, zurPolitik von München zurückkehren" wolle.

Bezüglich der E r f o l g s a u s s i ch t e n. die Mr. Strang in Moskau winken, gibt man sich betont o v t i m i st i s ck>. Neuerdings spricht man davon, daß man den baltischen Staaten Finnland, Estland, Lettland vorschlagen will.

Die dritte Panzerlinie

(Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Bilder vom 1. Kreistag der NSDAP. Wiesbaden.

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Links: Fahnen und Standarten bei der KundgebungUnter den Eichen-. Am Rednerpult Gauschulungsleiter Ruder. Rechts: Der stelloertretende Gauleiter Linder nimmt aus der Wilhelmftraße den Borbeimarsch der Partei und ihrer Gliederungen ab. Rechts von ihm Kreisleiter S t a w i a o g a, links Generalleutnant Lohmann "ls Bertreter des Kommandierenden Generals. In der vordere» Reihe der Ehrengäste (von links nach rechts); NSKK.-Oberführer Köster, der Führer der Motorftandarte 118, «reisleiter e. h. Römer, Regierungspräsident SA.-Obcrgruppenführer v. Pfeffer, Kreisorganisationsleiter Brück und SA.-Oberstuembannführer Feig, der Führer der SA.-Standarte 80 und Leiter des Aufmarsches. (Photos Efpert.)

Der 1. Kreistag der NSDAP. WiesbaLcn am Samstag und Sonntag nahm bei herrlichstem Wetter und unter stärkster BeteUMrng der Wiesbadener Bevölkerung einen in allen Teilen erfolgreichen Verlauf. Kreisleiter Stawinoga umreißt den Sinn dieses Festes der Ge­meinschaft wie folgt:So wie die politischen Feste Les Reiches Höhepunkte der gesamten Nation sind, so sollen auch die Kreistage Höhepunkte im Volksleben sein. An dem Kreistag soll nicht nur das Verhältnis der Partei zum

Volke aufgezeigt werden, sondern das Volk selbst soll per­sönlichen und lebhaften Anteil nehmen. Kreistage müssen, wenn sie im Volke als ständig wiederkehrende Feiertage gelten sollen, an bestimmte Zeiten im Jahre gebunden sein. In Wiesbaden wurde der Kreistag an das Ende der Mai- Wochen gelegt, die an sich schon erhöhte Bedeutung für das kulturelle Leben unserer Stadt besitzen und durch das Ee- meinschaftsfest des Kreises eine weitere Steige­

rung erfahren. Die der Partei innewohnende Dynamik wird immer wieder neue Sßege der Ausgestaltung des Festes mit sich bringen. Von Jahr zu Jahr wirb der Kreis­tag als wahres Fest der Gemeinschaft gefeiert werden und ein echtes Bekenntnis zur Volksgemeinschaft und zum Führer sein."

Über den Verlauf des 1. Kreistages -er NSDAP, be­richten wir im Innern Lieser Tagblatt-Ausgabe.