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Unterhaltungsbeilage.

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Rr. 101. Seite 3.

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Nr. 101.

Dienstag, 2. Mai 1939.

87. Jahrgang.

Das deutsche Volk feiert unter dem Maibaum den Tag der Gemeinschaft.

Stete Bereitschaft der Nation

Die innere Geschlossenheit und die Macht unserer Waffen sichern uns gegen die Friedenssabotage der Einkreisungspolitiker. — Kriegshetze und Panikmache gehen weiter. — Londoner Presse putscht den polnischen Chauvinismus auf. — Rote Armee bringt sich in „empfehlende" Erinnerung.

wie der

rieben liebt unb* ben

nötii

Polen zum Bewußtsein bringen so 1919 heute höchst unzeitgemäss sind.

wt. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, um

Reichsministers Dr. Goebbels betont worden, es ist aber auch in diesen Ansprachen unterstrichen worden, daß das Eroß- i die Kriegshetze

Es bedarf eigentlich wohl kaum einer Erwähnung, daß sich an der Kriegshetze auch Moskau wieder eifrig be­teiligt. Die große Militärparade in Moskau anläßlich des

Litwinow, Bonnet und Halifax

treffen sich in Genf.

(Von unserer Berliner Schriftleitung.)

as. Berlin, 2. Mai. Die amtlichen Stellen des Auslandes haben sich bisher noch nicht zur großen Reichstagsrebe des Führers mit ihrem konstruktivem Friedensprogramm geäußert. Sie sind offenbar noch mit der genauen Durchprüfung beschäftigt. Hatte sich doch beispiels­weise Chamberlain die Rede in sein Wochenende mit­genommen, um sie in Ruhe zu studieren. Die demokratische Presse allerdings ist schon wieder völlig im alten Fahrwasser. Die Kriegshetze und die Panikmache gehen weiter. Von den versöhnlichen Ausführungen des Führers,

Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribben­trop, feierte am Sonntag seinen 46. Geburtstag. Am Nach­mittag überbrachte der Reichsführer-^ Himmler die Glückwünsche der Schutzstaffel. Weiter suchten der italie­nische Botschafter und Frau A t t o l i c o den Reichsminister in seinem Heim auf, um ihre Glückwünsche auszusprechen. Telegraphisch haben ihre Glückwünsche übermittelt: General­feldmarschall Göring, der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß und zahlreiche Reichsminister, Gauleiter sowie weitere Persönlichkeiten aus Staat, Partei, Wehrmacht und Wirtschaft.

Nord Jrland wehrt sich gegen die Dienstpflicht

Sin Stur« der Entrüstung. — Ernste Unruhen zu befürchten. — Auch eine Antwort an Roosevelt!

ent An< werden.

Versuch ,

Der Führer der nordirischen Nationalisten hat d e Valera in einem Telegramm aufgefordert, der Ein­führung feer militärischen ' Dienstpflicht in Nord-Irland schärfftSn Protest entgegenzusetzeu. Er verlangt von

der irischen Regierung, „die Nation gegen das britische Wehrpflichtgesetz zu mobilisiere n“. Die norditischen Nationalisten sind entschlossen, der Ein­führung der Dienstpflicht mit aktiven M i t t e I-n Widerstand zu leisten. Der englische Kommisiar für Irland und der nordirische Ministerpräsident befinden sich in London, um mit Chamberlain zu verhandeln. Die britische Regierung, die den Ausbruch offener Un­ruhen befürchtete, hat nach dem Text des Wehr- pfiichtgesetzes. das am Montagabend veröffentlicht wurde, ihre Absicht, die Iren zum Heeresdienst heranzuziehen, praktisch aufgegeben. Bezüglich Nord-Irlands heißt es in dem Gesetz, daß der König durch Kabinettsorder das Gesetz auf Nordirland und die Insel Man ausdehnen kann. Man rechnet nicht damit, daß eine Ausdehnung des Gesetzes auf Nord-Irland vor Eintritt eines "Kriegsfalles vorgenommen werden wird. Dagegen besteht die Absicht, alle Süd- und Nordiren, die in England leben, zur Dienst­pflicht heranzuziehen. Die „Times", die darauf hinweist, daß es wegen der Wehrpflichtfrage nicht zu 'ernsten Schwierigkeiten zwischen England und Irland kommen dürfe, empfiehlt jedoch, es den in England lebenden Iren freizustellen, in die Heimat zurückzukehren, wenn sie der Militärdienstpflicht nicht genügen wollten.

Roosevelt zählte Irland unter den von Deutschland „be­drohten" Nationen aus. Die Militärdienstirage hat zu dieser infamen Dummheit eine eiudtucksvolle Illustration gegeben.

Ganz Kroßbeutichland hat den l.'Mai nicht nur als bas Fest der Arbeit, jonbern auch als bas Fest bes Lebens unb zugleich als einen Tag bet Sulbigung für ben Führer begangen. Es hat ihn begangen in Glück unb trieben ohnegleichen, unb zum ersten Male haben bieten 1. Mai als Nationalen Feiertag auch bie beutichen Volks­genossen im Sudetenlanb und an ber Memel mitgefeiert. Überall war diese Feier zugleich ein Rückblick auf die ungeheure Arbeit, die im Grondeutschen Reich geleistet worden ist und zu ber ber Führer bas beutsche Volk befähigte. Dan dieser 1. Mai in eine Zeit starker internationaler Spannung fiel, dos ist in ben Ansprachen bes Führers unb bes

von seinem Hinweis auf die Möglichkeit neuer Ver­handlungen ist nicht mehr die Rede. So glauben denn auch englische Blätter feststellen zu können, daß sich bie politische Situation durch die Führer-Rebe überhaupt nicht qeänbert habe. Das stimmt insofern, als bie Presse alle Ansätze und Hinweise auf eine mögliche Besserung sofort ab­würgt. Wir glauben allerbings auch nicht, daß es zur Er­leichterung der Lage beiträgt, daß die englische Regierung, ,Völkische Beobachter" heute berichtet, neun

1. Mai stand ganz im Zeichen der Kriegsdrohung. Kriegs­kommissar Woroschilow glaubte der Welt, in der ja in der letzten Zeit sehr kritische Stimmen über den Wert der Roten Armee laut geworden sind, versichern zu müssen, daß die Rote Armee das Kriegführen nicht nur kenne (wofür sie übrigens bisher den Beweis schuldig blieb), sondern auch ließe. Offenbar hofft Woroschilow mit solchen Groß­sprechereien bei ben neuen Freunden Moskaus Eindruck machen zu können. Die Verhandlungen Londons mit Mos­kau sind aber immer noch nicht zum Abschluß gelangt. Aus eine entsprechende Anfrage im Unterhaus hat Chamberlain am Montag wieder ausweichend geantwortet, was aber die englische Presse nicht abhält, sich in Erörterungen darüber zu ergehen, was nun alles von London und Moskau gemein­sam „garantiert" werden könnte, wobei die Liste dieser Länder'so ungefähr von der Schweiz bis zu ben baltischen Staaten reicht. „Daily Expreß" meldet aus Genf, daß am 15. Mai zwischen Litwinow. Bonnet und Halifax wichtige Besprechungen stattfinden würden, die sich haupt­sächlich um die Mitarbeit (!) Sowjetrußlands in der neuen Einkreisungsliga drehen werden. Daß wir diese ganze Entwicklung aufmerksam verfolgen, ist selbstverständ- "lich. Daß uns bie Hetze und Panikmacherei aber kalt läßt, hat bie Führer-Rede/auf dem Staatsakt ber Welt noch ein­mal klargemacht.

Ziele der deutschen Politik bezeichnet. Dazu muß man sich erinnern, daß schon unmittelbar vor der Führer-Rede einige polnische Blätter ein polnisches Protektorat über Danzig forderten. Wir können uns eigentlich schwer vor- ftellen, daß die amtliche polnische Politik sich zu solch un­geheuerlichen Forderungen verstehen wird. Daß Danzig eine deutsche Stadt ist, ist durch keine polnische Luge aus der Welt zu schaffen. Das ist in allen Wahlen in Danzig immer wieder zum Ausdruck gekommen. Der Führer hat das Deutschtum Danzigs in seiner großen Rede erneut der Welt vor Augen geführt und das deutsche Danzig hat ihm dafür ein Treuegelöbnis übermittelt. Das alles sind Dinge, bie man in Warschau nicht übersehen kann, unb die ben Bewußtsein bringen sollten, daß die Träume von

deutschland Adolf Hitlers immun ist gegen und daß dieses Großdeutschland den Friede.. .

Frieden wünscht und daß cs die Waffen besitzt, um sich, wenn

-•g. gegen alle Hetzer und Kriegstreiber zur Wehr zu setzen.

Wird auch der 1. Mai überall festlich begangen, so richten doch die Blicke naturgemäß auf Berit n. wo bie großen Veranstaltungen stattfinden. denen der Führer durch seine Anwesenheit bie Weihe gibt. Wie in allen Jahren, so begann auch biesmal ber 1. Mat in Berlin mit der großen

Die deutsch-ungarische Freundschaft.

Trinksprüche bes Reichsaußenministers und des ungarischen Ministerpräsidenten.

wt. Am Sonntagabend gab Reichsaußenministerv o n Ribbentrop zu Ehren des ungarischen Minister­präsidenten und des Außenministers im Hotel „Esplanade" ein Essen, an dem u. a. auch der Gouverneur von Rom. Fürst Colonna, teilnahm. In seinem Trink­spruch hieß er bie ungarischen Gäste willkommen und ver­wies barauf, daß die jüngsten Ereignisse bie altbewährte Freundschaft mit Ungarn noch fester begründet haben. Durch bie Rückglieberung geraubter ungarischer Gebiete unb durch ben Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt seien neue Bande zwischen den beiden Mächten geknüpft worden. „Die auf gegenseitigem, unerschütterlichem Vertrauen", so sagte von Ribbentrop, „beruhende Zusammenarbeit wird sich im Interesse unserer beiden Völker immer frucht­barer gestalten unb in ihrer engen Verbundenheit mit dem befreundeten Italien stets ein Unter- > pfänd des Friedens sein." Der ungarische Minister­präsident Gras Teleki sprach seine Bewunderung über die staunonLworten Leistungen bes nationalsozialistischen Reiches aus und betonte die ureingewurzelte Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn, „die stets ein bestimmendes Ele­ment unseres tausendjährigen staatlichen Bestandes gewesen ist." Durch die mit Unterstützung der Achse erreichte Rück­gliederung uralter ungarischer Provinzen sei die Freund­schaft und Dankbarkeit des ungarischen Volkes dem Reich gegenüber noch verstärkt worden. „Die ungarische Regierung", so schloß Teleki, „ist fest entschlossen, diese Politik ber" vertrauensvollen Perbundenheit mit ben Achsenmächten weiterhin fortzusetzen und ist gern be­reit, mit allen zusammenzuarbeiten, bie von demselben friedlichen und freundschaftlichen Geiste beseelt sind. Be­sonders danke ich für bas zum Ausdruck gebrachte uner­schütterliche Vertrauen, dem wir ebenso felsenfestes Vertrauen entgegenbringen.“

darzutun, Bie verlogen, unwissend unb un - sinnig die Rooseveltsche „Botschaft" tatsächlich ist. so wäre dieser jetzt von Irland erbracht worden. Die Absicht der englischen Regierung, die Wehrpflicht in Nord-Irland einzuführen, hat einen ungeheuren Protest sturm unter den Iren ausgelöst. Die nord­irischen, römisch-katholischen Bischöfe weisen in einer Prokla­mation, die sie in der Presse veröffentlichten, auf die kata­strophalen Folgen hin, die der Versuch, die Iren zur Wehrpflicht heraDuziehen, haben müsse. „Unser Volk", so heißt es ir der Proklamation, „hat schwerstes Unrecht er­dulden müsen, indem es von einer der ältesten Nationen Europas losgeriHen und seines fundamentalsten Rechtes Bürger im eigenen Land zu sein, beraubt worden ist Unter diesen Umständen würde jeder Versuch, es zum Kampf für den Unterdrücker zu zwingen, Entrüstung und Widerstand Hervorrufen. Ein solcher Ver­such roürbt von allen Iren und er ganzen Welt als ein Verbrehen am Nationalempfinden und als auf die einfachsten nationalen Rechte angesehen e britische Regierung würde bei einem solchen : der Verlierer als der Gewinner fein.

deutsche ffiäwier und Frauen, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, ausgewiesen habe. Die Londoner Regierung hat damit vor den Hetzern in ihrem eigenen Lande kapituliert.

Es ist aber nicht nur die englische Presse, die sich wieder scharfmacherisch betätigt unb die vor allem Polen aufzu­putschen versucht. Auch die Kommentare französi­scher Blätter sind auf den gleichen Ton gestimmt. Auch diese Blätter sind eifrig bemüht, jede vernünftige politische Lösung zwischen Berlin unb Warschau zu ver­hindern. Der Crfolg ist denn auch der, daß die polnischen Blätter, offenbar auf einen Wink von oben hin, den deut­schen Vorschlag nicht nur ablebnen, sondern weitergehende Forderungen Polens hin­sichtlich Danzig anmelden. Diese Forderungen werden dann als „unvermeidliche Folgen" der Methoden unb

Morgenkundgebung der Jugend.

132 000 Hitlerjungen. BDM.-Mädel und Angehörige des Jungvolks füllten an diesem 1. Mai. der in Berlin unter einem grauen Himmel unb mit leichtem Nebel begann, das große Rund unb ben Jnnenraum iMs Berliner Stabions. Wie immer war es ein farbenprächtiges Bild: die grüne Rasenfläche des Jnnenrunbes. auf ber bie Motor-HI. mit ihren Motorrädern, bie Marine-HI., beten weiße Mützen zu den Ringen herauileuchteten. baneben in ihren blaugrauen Uniformen bk 2egelflieger-HJ. Aufstellung genommen gatten, bie mit je brei Segelflugzeugen auf beiden Seiten diese Front abschloß. In ben Blöcken bes Unter- und Oberringes leuchtete bas Blütenweiß der Blusen ber BDM.-Mäbel, scharf kontrastiert von ben dunklen Uniformen der Pimpfe unb da­zwischen fügte sich bas Braun bei Hitlerjugenb ein. Getobe gegenüber ber Ehtenloge wat in dem Obetting ein Fanfaren- chot untetgebtachi. Das lebhafte Stimmengeniirr ver­stummte. als um 8.15 Uhr unter ben Klängen bes Siebes: „Nut bet Freiheit gehört unser Leben ber große Fahnenaufmatsch sich vollzog. Auf den Stufen bes Marathon-Tores formierten sich 700 Fahnen und 600 Wimpel zu einet farbigen leuchtenden Schau. Kaum war ber Fahnen­aufmarsch vollzogen, als Fanfatenklänge das Eintreffen bes Reichslugendfühtets Balbut von Schitach unb bes Gauleiters Reichsministet Dt. Goebbels verkünbeten. Mit begeisterten Heiltnfen empfangen sprach nun Baldur von Schirach su ber beutschen Jugenb, bet er vor Augen führte, baß es bas Werk eines einzigen Mannes, unseres Führers, lei. wenn heute die deutsche Jugend geeint und geschlossen und nicht zerrissen durch Klassenhaß und konfessionellen Streit hier stehe und auf das Eintreffen des Führers warte. Der Beifallssturm, der dieser Rebe folgte, sing über in einen begeisterten Gruß für Dt. Goebbels, der nun das Wort an die Jugend richtete. Et wies darauf hin. daß das Fest des Lebens, bas dielet 1. Mai bedeute, von jeher durch eine Jugenbkundgebung eingeleitet worden lei, und daß dieses Leben ja nicht bellet repräsentiert werben könne als durch bie Jugenb. Diejenigen Staaten aber, bie bie Jugenb Europa»

Groftdeuffchlands Frühlingsfeft

Rationaler Feiertag bes deutschen Volkes. — Die Berliner Veranstaltungen.

(Von unserer Berliner Schriftleitung.)