Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Tagblat,

Dienstag, 11. April 1939.

Hadlpottoetanjlalhmgen waren ftact befdjüft.

34:24 22:8

7

2

2

1

3

3

60:19 26:4 12

48:17 26:6 12

Stürmer vermochten sich nicht gegen das Dotzhermer Boll­werk durchzusetzen. Giebel tonnte Schmidt als Mittelläufer nicht ersetzen und der Jnnensturm Staudt/'Meier/Linn lieb sich oft schachtmatt setzen. Einzig die Hintermannichatt mit Steinhardt: Hoigt, Funk, die unerschutterltch den schweren Kampf durchstand, konnte befriedigen.

Nach Anstoh können die Dotzheimer einen Eästeangriff wirksam unterbinden und im Eegenzug reut bereits die erste Torgelegenheit, die aber in der Überhast vergeben wird. Hoigt verschuldet beinahe ein Selbsttor, doch der Ball nimmt feinen Weg knapp über die Latte. 2m Spon- freundetor fängt Knick zwei saubere Links- und eine Nechts- flanke ab. Groh setzt fi* vor der Auslinie erfolgreich gegen mehrere Waldsträber durch, seine kurze Flanke, erwischt Bettler aberbutterweich" landet sein Schutz in Stern- bardts Händen. Dann zieht Grob mit dem Rücken nach dem Tot stehend, den Ball über die Latte, anstatt den günstiger stehenden Sauer I köpfen zu lassen. Mit leichter Ilberlegen- heit der Sportfreunde endete die erste Spielhalfte, nachdem Stück vothet noch einen strammen Schub Staudt's unschäd­lich gemacht batte. Jetzt schon hätte Dotzheim führen muhen. Nack Halbzeit setzte der Gastgeber etwas stärkeren Druck hinter seine Aktionen. Trotzdem hätte Waldstrabe ums Haar in Führung geben können, doch Krück erwies sich als Meister der Situation. Auch ein wuchtig getretener 30-Meter-Strafstoh wurde gehalten. Hettler setzt auf der Gegenseite einige Weitschüsse knapp über die Latte, und dann leitete ein Eckball das einzige Tor des Tages ein. Vor­bildlich von Rossel vor das Waldsträber Tor gegeben, reckt sich blitzschnell der Kopf des langen Groh aus dem Svieler- knäuel und der Ball saust unhaltbar ins Toreck. Für einen Meisterschaftsbewerber konnte das Spiel der Waldsträber diesmal nicht befriedigen. Bester Mann auf dem Spielfeld war der Dotzheimer Bleidner. Reserven 4:4.

Kampfgeist gegen Technik.

Mit tapferem Einsatz kämpften die bedrohten E11 - v i l l e r an der Lessingstrahe und erzwangen mit Wieder­holung des Vorspielergebnisses eine durchaus verdiente Punkteteilung. Die SV. Nassau zeigte wohl mit Hoftin- gcr: Dillenherger. Weilnau: Hirschberg. Kaiser (2R. 87), O. Zindel: Michel. T. Zindel. Haas. Ottl. Rehwinkel die technisch gefeilteren Leistungen, doch die Durchschlagskraft ließ diesmal wieder zu wünschen übrig. Die Rheingauer mit Flöck: Alt, Wolf; Schöller. Baumgart. Berg: Fahbinder, Schwarz. Bibo. Eifler. Hellmer wirkten mit energischen Vor­stöben. bei denen die gegen die Sonne spielende blauweibe Deckung vor mitunter nicht ganz leichte Aufgaben gestellt war. Doch einmal verschätz der Gästelinksauben aus nächster Nähe, einmal rettete Hoffinger in kritischer Lage. Überlegen begann Blauweitz den zweiten Akt. doch gerade ietzt fiel überraschend ein Treffer für die Rothosen. Einen Strafstoh setzte der alte Kämpe Fabbinder wuchtig und genau berechnet ins Dreieck. Die Platzbesitzer stellten mehrfach um. ihre An­griffe gewannen an Wucht, als Kaiser und später auch Dillen- berger nach vorn gingen, während Michel verteidigte. Vor dem durchbrennenden Eltoiller Linksautzen hatte kurz zuvor die Latte gerettet, nun kam O. Zintels weich hereinge­gebener Strafstoh vors Tor der Rheingauer, und nicht ganz regelrecht, durch Abdrängen des fallenden Tormanns, erfolgte der Ausgleich: Kaiser drückte den Ball in die Maschen. Weitere Erfolge lieh die energisch aufräumende Eästever- teidigung nicht zu.

SBgg. Nassau Jgd. SV. Enzweiler Jgd. 1:1.

In schönem Kampf gab die Meisterjugend des Nahe­vereins Enzweiler eine recht gute Vorstellung, aber nicht weniger gefiel die technisch gute Leistung des Nachwuchses der Vlauweihen, die mit dieser Begegnung ihre Jubiläums- spiele einleiteten. Die körperlich kräftigeren Gäste waren an Wucht den Einheimischen überlegen, doch trotz zeitweiliger .Überlegenheit kamen sie über ein. den beiderseitigen Leistun­gen gerecht werdendes Unentschieden nicht hinaus. 2n erster Hälfte batte der Wiesbadener Mittelstürmer seine Mannschaft in Führung gebracht, nach der Pause verwandelte der Mittel­stürmer der Gäste direkt eine Flanke.

Wieder gut gehalten

hat sich gestern die Elf des FK. B i e r st a d t. die abermals ersatzgeschwächt zu der wichtigen Begegnung gegen FV. Sonnenberg-Rambach antreten muhte. Vot allem das Fehlen des (verletzten) Mittelstürmers Scheerer machte sich an allen Ecken bemerkbar. Es war vorauszuseben, dah sich in der Elf Baum: Wer, Lenker I; Keim n, Haupt I. Krautz; Schmidt. Haupt II, Meckes, Hildebrandt. Kissel die Umstellungen nachteilig bemerkbar machen muhten und doch hat diese Formation andererseits durch ihren verbildlichen Einsatz recht angenehm enttäuscht. Die Deckung arbeitete zu­verlässig und war auch sonst bester Mannschaftsteil. 2m stark zusammengewürfelten Angriff kam man allerdings über wohlgemeinte Versuche nicht hinaus. Auch bei den Gästen, die nichts mehr zu gewignen oder zu verlieren haben, war die Hintermannschaft am sichersten. Die Elf Petry: Sunder- meiet I, Lambrich: Sundermeier II, Schneider, Henh: Deuker, Eckhardt. Wildbardt I, Wildbardt H, Ruf hatte zweifellos gute Svielmomente, aber auch hier haperte es im Sturm. Die Spielleitung hatte für den ausgebliebenen Un­parteiischen Urban- Kickers in sehr energischer Weise übernommen, und das war gut so. denn der Kampf wurde zeitweilig recht hart. Vor 500 bis 600 Zuschauern lagen die BierNadter anfänglich, mit dem Wind im Rücken, leicht im Angriff, ohne jedoch einen entscheidenden Vorsprung er­zielen zu können. Als später die Gäste stärker vorne lagen, schien deren Sieg in nächste Nähe gerückt zu sein, doch Baum und seine Vordermänner liehen sich nicht schlagen.

Also doch Polizei-SB.

Kreisklasse H:

SvVgg. Frauenstein Polizei-SV. Wiesbaden 0:1.

Die Frauensteiner haben hch nach monatelanger Füh­rung int letzten, entscheidenden Treffen gegen den Polizei- SV nicht behaupten können und -muhten zu sause die knappste aller Niederlagen in Kauf nehmen. Die Ordnungs­leute haben nunmehr die Führung übernommen und benö­tigen aus dem letzten Spiel gegen Erbach ne. verfugen allerdings jetzt schon über das bessere Torverhältnis nur noch einen Punkt, um endgültig Meister zu fein. Die letzten Chancen der Frauensteiner würden sich aus einer Niederlage des Favoriten ergeben, wodurch evtl, dereben gen. Tor­quotient eine Verschlechterung erfahren mußte. Aber mit dieser Möglichkeit ift trotz des 5:5 im Vorspiel kaum zu rechnen. Es ist gewih Pech für die Frauensteiner. die diesmal so hart vor dem Endziel standen, in der Polizei nachträglich einen so scharfen Konkurrenten erhalten zu haben. Denn ohne diesen wäre ihnen diesmal der Aufstieg gegluckt. Aber so ist es nun einmal im Fuhball. Man siegt oft. noch öfters aber muß man sich vertrösten. Und den es angeht für den ist es bart. Denn groh ist der Leistungsunterschied zwischen den beiden Tabellenersten nicht. Andererseits aber bat die Sv.- Vgg. Frauenstein zweimal gegen die Polizeien verloren, wo­mit die Frage nach dem tatsächlich Besseren geklart erscheint.

1. Pol.-SV. Wiesbaden 15 12

2. SvVgg. Frauenstein 16 13

3. FK. Naurod 15 10

Der entscheidende Kampf wurde außerordentlich bart durchgeführt. Es gab eine Anzahl Verletzte, .so daß. nachdem der Unparteiische auch noch einen Platzverweis ausgesprochen

Baum/Bertram Sieger im Sonnenberger RadbaUturnier.

Das Turnier im Radball am ersten Osteriag war. für den Veranstalter. RK.Frohsinn" Sonnenberg, m teder Beziehung ein voller Erfolg. Eingeleitet wurden die Kampfe mit den Spielen der

Kreisklasse.

Die langjährige ^.-Klassen-Mannschaft Kehler/Mohr trat hier nach einjähriger Pause wieder erstmals out den Plan. Es durfte dann auch weiter nicht überraschen, als die beiden Leute aus dem Taunus ihre Vorspiele sehr sicher ge­wannen. Die Vertreter aus dem Kreis Main, muhten mit Ausnahme der Mannschaft aus Partenheim, die Waffen strecken, und nur noch die beiden Manmchatten Keil, Koridatz und Christ/Eckbardt vom RV,Wanderlust" Naurod sicherten sich noch mit der zweiten Garnitur von Kelkheim die Teilnahme an der Endrunde. Sier gab es dann das große Tressen Kelkheim I gegen Naurod.I. Die Kelk­heimer konnten nach hartem Kampte Keil/Koridah besiegen. Damit wurde Kelkheim Sieger und Keil/Koridaß rucken mit dem 2. Platz zurEauklasseauf. Wahrend Naurods 2. Vertretung noch gegen Partenheim 2:3 unterlag und von Kelkheims I. ebenfalls, eine 1:4-Niederlage hinnehmen muhte, war auch der 3. und 4. Platz vergeben. Kelkheims 2. Mann­schaft wurde schliehlich von Naurods II. sicher mit 4:1 ge­schlagen und auf den 5. Platz verwiesen. j '

Die Sauklasse

brachte spannende Kämpfe, aber auch grohe Enttäuschungen. Post-SV. (Gebrüder Poths) konnte sich in keinem Spiel durchsetzen und schied bereits in der Vorrunde aus. Bier­stadt n (Stein/Mai) war ebenfalls nicht auf der Hobe und verlor alle Vorspiele. Seulberger/Bierbrauer gaben sich red­liche Milbe, ehrenvoll abzuschneiden und kamen auch glulUich in die Zwischenrunde. Mit Hechtsheim muhte das Entschei­dungsspiel angetreten werden. Wurden die Hechtsheimer in der Vorrunde von den Bierstadtern geschlagen, so drehte st« hier das Blatt, und das Spiel, das Unentschieden stand (2'2). endete nach Verlängerung mit 5:4 zugunsten von Hechtsheim. Hechtsheim gelangte damit in die Endrunde und Bierstadts Erste schied aus zugleich aus der Gau- klasse. und wird sich demnächst wieder in der Äretstlaiie vor­stellen. Die Endrunde verlief auherordentlich fesselnd. Baum/ Bertram von der SG. Wald st rohe gingen bald klar tn Führung, sie schlugen Hechtsheim 6:2, Kostheim 5:3 und spielten mit Sonnenberg 4:4. Die beiden Sonnenberger (Wintermeyer/Eckbardt) waren ebenfalls in Hochform und schlugen Hechtsheim 2:0, während sie mit der Hingen Kost- beimer Mannschaft, die sich erstmals erfolgreich in der Gau-, klasse vorstellte. lange um den Sieg rangen. Erst nach drei­maliger Verlängerung setzten sich die Sonnenberger Mit 5:4 durch und sicherten sich den 2. Platz. Kostheim schlug dann auch noch Hechtsheim 4:3. Dienst-Wiesbaden leitete gut. Vor ausverkauftem Haus wurde das Abendsportfest der Sonnenberger ausgetragen. Die 2ugent> von Sonnenberg und die Kunstfabrer der SG. Waldstrahe bestritten den sport­lichen Teil. 2n der Siegerehrung wurden die Radballsvreler mit wertvollen Ehrenpreisen bedacht.

A. Traudes, der neue Strahenmeister.

Die Strahenmeisterschaft, die erstmals für Wiesbadens Strahenfahrer von Bierstadt ab durchgeführt wurde, batte ihre Anziehungskraft ebenfalls nicht verfehlt. Sehr zahl­reich fanden sich die Zuschauer am Start und Ziel ein und auch die Strecke war von Schaulustigen gut be eßt. Ein frischer Ostwind webte, als die Jugend die Reise antrat. 2n der Gruppe II kam erwartungsgemäh Eduard Schmidt zum überlegenen Siege. Schüller, der Neuling des RK. 1900, fuhr sein erstes offenes Rennen und kam zu einem woblver- bienten 2. Platz, Praeckel, Hecker. Dauer, bestimmt starke Jugendfabrer. konnten dem Neuling nichts anbaben Daher verdient dellen Leistung höchste Anerkennung. 2n der Gruppe I gab es einen Kampf zwischen Bauer und oen 1900ern Gebr. Müller und Fenzel. Bauer erfaßte den riw- tigen Augenblick und zog beim ersten Aufstieg zum Socken- berg davon und konnte feinen Verfolgern entgehen. Gebr. Müller brachten auch noch Fenzel zur Strecke und, stchertrni sich die beiden Plätze. Brühl und Mordt hielten kavier durch.

Der Meisterschaftslauf der 2unioien Begann gleich mit flottem Tempo. Das Feld blieb jedoch bis zur yockenberger Mühle dickt beisammen. Traudes, Götz. Fröhlich und Emil Schmidt griffen mit dem Bierstadter Schwade die steile. An­höhe an. Schwade fiel etwas zurück, kam aber bald wieder an das Hinterrad von Fröhlich, ohne jedoch noch die Spitzeln gruppe zu erreichen. Zwischen Breckenheim und Medenbach muhte Schwade wegen Bruchs der Schaltung die Waisen strecken. Mit gröherem Abstand folgten Schilling und »egele. beide hielten ihre Runden auch sehr gut durch, wahrend Lebmler und K. Schmidt bereits in der ersten Runde auf= gahen. Dah ein starkes Tempo gefahren wurde, bewies die

zur Pause je einmal noch erfolgreich sein konnten,, brachte ein Zwischenspurt nach dem Wechsel die Gäste bis aut 5:3 heran. Doch das schöne, flotte Kombinationsspiel der Vereinigten, bei denen aut dem linken Auhenposten fick der nach längerer Pause wieder eingesetzte Hildner vorteilhaft bemerkbar mächte, trug bald Früchte. Ohne sichrestlos auszugebml. dik­tierten die Einheimischen mit Mankel: Stolz, Schrerer. W Echterdieck, UM, Fromann (2R. 87): E. Echt«:dieck, Krause. Halbig. Glaser, Hildner (2R. 87) das Geschehen, durch Krause. Halbig und Echterdieck steigerte sich der Vor­sprung auf 8:3, bis kurz vor Ende des gefälligen, fcM lauen Spiels der Schwetzinger Rechtsauhen ein viertes Gegentor anbrachte.

FSB. 1908 Schierstein SV. Dettingen 3:3 (2:1)

Mit der Verpflichtung des Tabellenführers und vpraus- iichtlichen Meisters der Kreisklalle Unterfranken. Aschafien- burg hatten die Schiersteiner einen guten Erifi getan. Die Elf pflegt einen schönen Flachpah. was ihr unter Bevor­zugung der Flügel auch stets kleine. Vorteile embaachte, Die Schiersteiner hatten zu diesem Spiel eine stark verlangte Mannschaft aufgeboten, die int ganzen gesehen, getanen konnte. Mahl. Binger. Krug. Bachmann: Groß. Fries. Schneider: Henrich I. Heh. Stroh. Schroder, nach der Paule. Helm und Klerner für Bachmann sowie Henrich 1, bildeten eine gesunde Mischung zwischen lung und alt. Dabei muh festgestellt werden, dah die Aufstellung vor der Pause Beiler war. Schon nach knapp fünf Minuten gingen die Gaste durch ihren Mittelstürmer in Führung, die oder durch etn'töoncs Tor des jungen Swiersteiner'Mittelstürmers Bald ausge­glichen wurde. Schröder Brachte mit einem fabelhaften Schuh von Linksauheu den Platzverein erstmals.in »iront. Kurz nach der Pause war es abermals der Mittelstürmer Det­tingens. der den 2. Treffer für seinen Verein anbrachte. Bei diesem Stand blieb es bis vier Minuten vor Schluß, bann war es Fries, der aus dem Hinterhalt Nr. 3 besorgte. Schon glaubte man an einen knappen Sieg der Einheimischen als in letzter Minute die Gäste zum verdienten Ausgleich kamen. Ecken 8:8. Schiedsrichter Boppel. Waldstrahe.

Weitere Ergebnisse: SV. 1919 Biebrich 5$. Geisenheim 1:1: Germania Rüdesh. Mannheim 08 3:2.

gute Zeit des Siegers Adi Traudes und seiner sähen Verfolger.

Ergebnisse der Strahenmeisterschaft:

Kreismeister 1939 über 50 km: Adi Trau des (Reichsbahn-TSV. Wiesbaden) 1:17,3 Std.: 2. Paul Eotz dichtauf: 3. E. Schmidt halbe Länge zurück: 4. fröhlich (alle Rmchsbahn-TSV.): 5. Schilling: 6, Siegele (beide RK. 1906 Bierstadt): alle anderen Fahrer aufgegeben.

Jugend. Gruppe I, 50 km: 1. W. Bauer (Reichsb.- TSV) 1'27,40; 2. Eduard Müller: 3. 2os. Müller halbe Länge zurück 1:28,30 Min.; 4. H. Fenzel (alle RK. 1900); 5. Brühl (Reichsbahn-TSV.): 6. Mordt (RK. 1900).

2 ugend, Gruppe n, 25 km: 1. Eduard S ch m i d t 47,10 Min. (Reichsbahn-TSV.): 2. Paul Schüller 51,8 Min.: 3. Praeckel; 4. Hecker: 5. Dauer; 6. Roth; 7. Sommert; 8. Eapp (alle RK. 1900).

Das traditionelle Osterfvortfest des RK. 1900 am 1 Osteriag bescherte dem Veranstalter auch in diesem Jahre wieder ein ausverkauftes Haus. Der Saal war so stark besetzt, daß das Sechserreigenfobren fast in «trage gestellt schien, immerhin konnten sich die Relgenmannschaiten mit ihren Jugend-, Schul- und Mädchenmannschaften gerade noch zur Geltung bringen und absolvierten trotz der kleinen Fahr­fläche ihre Reigen fast fehlerfrei. Das Kunstfahren der Gebr. Evvle und der Mädchen Marga Muhlhaus und Erna Stem­berger fand viel Beifall. Die, flinken Dotzheimer Fabrer .vömlRK.-M.WUbelm und Klink, waren vorzüglich in Auf­machung und Leistung. Zwei Radballspiele beschlossen den sportlichen Teil. Fraund/Schüller. die Bannmeister der V2.. schlugen ihre Kameraden Eapp/Epvle sicher mit 8:1. Stein/ Mai wurden von Bierbrauer/Fraund in einem schonen Spiel 9:2 geschlagen.

Vot dem 'Wutfftefe.

Wiesbadener auswärts erfolgreich.

Während an den Feiertagen der Spielbetrieb in un­serer Stabt vollständig ruhte, haben die Spo r t f r e u nb e, erstmals als Abteilung des Reichsbahn-TSV., den Wiesbadener Hanbball in Vaden und Rheinhessen ehrenvoll vertreten. Mit der Mannschaft: Herrmann; Sadom, Eieche; Fraund, Pfeiffer, 2akob; Müller, Fritz, Kröck, Hennrich, Vogt besiegten sie am Sonntag die T gd. Dossenheim bei Heidelberg 10:7 (3:3) und gewannen am Montag gegen die TSG. Alsheim mit 13:10 (6:5). Beide Gefechte entwickelten sich fast in gleicher Weise und verliefen sehr spannend. Nach der ersten Hälfte war nach mehrmaligem Gleichstand noch nicht abzusehen, wer das bessere Ende für sich behalten würde. Sowohl in Dossenheim, wo der Gegner nach der Pause einmal 6:4 führte, als auch in Alsheim, wo sich die Einheimischen im zweiten Teil mit 8:7 in Front gebracht hatten, waren die Gastgeber dem Sieg schon nahe, aber im Endkampf behielten die Wiesbadener doch sicher die Oberhand, wie die zweimal drei Tore Vorsprung be­weisen. An dem Erfolg war der ganje Sturm beteiligt. Datz die Els aber auch auf allen anderen Posten einen guten Eindruck gemacht hat, geht daraus hervor, daß sie von der Tgd. Dossenheim, die an Pfingsten hier zum.Rück­spiel antreten will, eingeladen wurde, sie am 13. August zu bereu 50jährigem Vereinsjubiläum wieder zu besuchen.

'Hlaffenftutj in Rattefyoti.

»Le Rer" gewann den Osterpreis.

Als erste Berliner Erohbabn eröffnete Karlshorst tradi­tionsgemäß am Ostermontag mit dem Osterpreis. Prächtiges Früblingswettet hatte den Besuch außerordentlich begünstigt. Tausende hatten die Fahrt nach der Wublheide angetreten, die Totoumsätze erreichten eine ansehnliche Höhe, sodaß sich Karlshorst eigentlich keinen besseren Start in sein, neues Rennjahr wünschen konnte. Der über 3400 Meter rührende Osterpreis wurde leider durch Zwischenfälle stark beein­flußt. Melnitz verlor am Start unzählige Langen, und gleich am ersten Sprung fielen nicht weniger als. vier Bewerber des Elferieldes einem Massensturz sum Opfer Raubritter kam zu Fall, und Über ihn hinweg stürzten feldvost. Mogul und Rodrigo. Raubritter und Robrigo blieben habet leiber tot am Platze, während der fockey v. Michaels mit einer Gehirnerschütterung und SchliWelbeinbruL ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Der in schweizerischem Besitz bennd- liche Franzose L e R e x. der in diesem Jahr rrn Weiten schon zwei Rennen gewonnen hat. batte bann nickst mehr viel zu schlagen, zumal auch Norman noch durch Sturz ausschied.

Oster-Preis: 9000 RM 3400 Meter: 1. Oberstlt. Bührer's Le Rex (W. Wolff): 2. Mattiacum. 3. Famor. 4. Guano; feiner Melnitz. Ratsherr, Raubritter. Feldpost. Mogul, Norman, Rodrigo: Toto: 43. 18. 28. 17, 19:10; 2g. 610-4; EW.: 1828:10.

batte zum Schluß 9 Polizisten gegen 8 frauensteiner tm Felde standen. Man kann also kaum von einem, regulären Spielverlauf sprechen. Die Platzeli verlor die Spieler Martin, Pb. Haas, P. Schneider, die Grünen öofmann und Albus. Das Spiel stand bei der Paule 0:0 und schien bei ausgeglichenem Verlaus auch lorlos enden zu wollen, als Sterner eine Linksflanke abfassen und m das von Schetmuly vetlasiene Tor beben konnte. Das war die Enticheidnng.

Wiesbadener Privatspiele.

FB. 02 Biebrich - SV. 98 SÄmeMngen 8:2. Kickers/Reichsbahn SV. 98 Schwetzingen 8:4.

Der Vertreter der badischen Bezirksklasse war für die gut aufgelegten Biebricher kein ebenbürtiger Gegner. Flüssiges Zusammenspiel der Blauweißen beherrschte das Feld und bei der Stotzkraft der Funferreihe Litzmger. Krauh. Vetter. Marr. Wilhelm konnte ein reicher Torsegen nicht ausbleiben. Dazu wirkte bie Abwehr der Gaste nicht sehr sicher: nach einem Pfostenschutz von Marx fiel bald der erste Treffer durch den von Vetter exart bedienten Wilhelm. Dann erhöhte Kraub auf Zuspiel Vetters, und lefcterer selbst verwandelte einen Handelfmeter. Das erste Eegentor der Gäste lenkte der neben dem Kasten stehende Schriftführer des FV. 02 höchst persönlich und mit groher Eleganz an dem verdutzten Eemmer vorbei ins Ziel! (Das kostete bestimmt eine Runde. Die Säriffl.) Mitte der zweiten Halfte ergaben sich drei weitere Erfolge der Vrebricher. durch Kopfball Wilhelms, durch Alleingang von Krantz, unb Vetters pla­zierten Einschuh. Krautz reihte in den Schlußminuten noch zwei Treffer an, während die Schwetzinger wenigstens einen von Schulz verursachten Elfmeter verwandeln konnten.

Die gleiche Trefferzabl mutzten die Badenser, die einen ermüdeten Eindruck machten, dann am Montag gegen Kickers /Reichsbahn in Kauf nehmen. Grobe Abwehr- fehler ließen bie Wieshadener auch biesmal auf.3:0 bavon- ziehen. nachbem E. Echterdiecks schöner Schutz bte tirubrung eingebracht batte. Einen Gegentreffer des Halbrechten machte Glaser postwenbend wett, und nachdem beide Parteien Ms

Rr. 84. Seite 13.