Wöchentlich
des
Volks-
;n,
Volk jju Lande,
den
tnts
Der Führer und Oberste Befehlshaber ernannte den nach nahezu 50 Dienstjahren ausscheidenden Stabsmusikmeister B a u e r f e l d vom 3. R. 27 (Rostock) zum Musikinspizienten.
flenoi,,.. — und trat darauf brochenes, btd)U= - Menichenmasten zum
Der große Tatsachenbericht
,,c6w (^44^0* liMrtv&swwUtV*
von Karl Friedrich BorSe
In Gegenwart des Führers.
(Letzte Funkmeldung.) .
wt. Der heutige Samstag ist für die alte Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven ein großer Tag. Er brachte den Stapellauf des zweiten 35 000-Tonnen-Schlachtschiffes, des Schwesternschiffes der „Bismarck". Er brachte den Besuch des Führers! Wieder ist unsere Kriegsmarine um ein stolzes Schiff stärker geworden. Das Schlachtschiff bat eine Länge von 241 m, eine Breite von 36 m und einen Tiefgang von 7,9 m. Es ist bestückt mit acht 38-om-Eeschützen in Zwillingstürmen, zwölf 15-om-Eeichützen und einer entivrechend starken Flugzeugabwehr- arti'llerie. Das Schlachtschiff ist Ende des Jahres 1936 auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven auf Stapel gelegt worden. Eine wuchtige Waffe, die die deutschen Küsten schützen und die Weltgeltung der deutschen Flagge in alle Meere tragen wird. Das deutsche Volk weiß beute, daß jedes neue Geschütz, jedes neue Flugzeug und neue Schlachtschiff eine verstärkte Garantie seiner Existenz und seiner jungen, aufstrebenden Macht darstellt. Roch nie bat deshalb jeder einzelne mit so tiefgreifender Anteilnahme den Ausbau der deutschen Wehrmacht verfolgt, wie heute, wie gerade in diesen Tagen, wo ein böswilliges Ausland uns mit Drohungen einzuschüchtern versucht. Alle Deutschen von der Memel bis zum Rhein, von der Nordsee bis zu den Karawanken, nehmen an dem großen Ereignis des Stavellaufes freudigen Anteil. Besondere Begeisterung herrscht natürlich unter der Küstenbevölkerung, die sich mit unserer jungen Marine auf das Innigste verbunden fühlt. Schon in den Morgenstunden befand stch ganz Wilhelmshaven in einem Freudentaumel. Die gesamte Bevölkerung und mit ihr über hunderttausend Gäste rüsteten sich zu dem feierlichen Akt des Stapellaufes. Fahnen und Girlanden schmückten die Häuser. Die stählernen Kolosse der deutschen Kriegsmarine im Hafen sind von einer klaren, hellen Frühlingssonne übergosten. Auch das „KdF."-Schisf „Robert Ley" ist auf seiner Jungfernfahrt in Wilhelmshaven vor Anker gegangen. Als bekannt wurde, daß der Führer gegen 9 Uhr Bremen passiert batte, wo er von Tausenden von Volksgenossen mit Jubel begrüßt worden war. stieg die Spannung und Erwartung mit jeder Minute. Die lange zurück- gedrängte Begeisterung löste sich in jubelnden Kundgebungen aus, als der Sonderzug des Führers um 11 Uhr in Wilhelmschaven eintraf. Die Kriegsmarinestadt bereitete dem Obersten Befehlshaber, dem Schöpfer des Eroßdeutschen Reiches, einen überwältigend^ Empfang.
Ankunft des Führers in Wilhelmshaven.
Aw von Fritzi Ertler
Meiner Rede vor den alten Kämpfern in Rom ist herzlich wenig hinzuzufügen. Wir vergessen nichts! Wir bereiten uns vor! Wir denken an die Jahrzehnte und sind daher immer bereit, mit der Sicherheit eines Volkes zu warten, das starke Waffen und stahlharte Herzen hat.
Der Führer empfing am Freitag den in den Ruhestand tretenden bisherigen tschecho-slowakischen Gesandten Dr. M a st n y zur Verabschiedung. Bei der An- und Abfahrt erwies ihm eine Ehrenwache des Heeres mili- tärischeEhrenbezeigungen.
Während sich der Fü wurde er mit 21 Schuß El, — dem Bahnhossvorvlatz itand komvanie. Unter dem brau,...-... - -f-----------
Bahnhofsvorplatz umsäumenden Wilhelmshavener Volks- >ssen schritt der Führer die Front der Ehrenkompanie ab trat darauf di« Fahrt im Kraftwagen durch ein ununter- henes, dichtes Spalier ihm unauihorlim zuiubelnber ischenmasscn zum Werftgelände an.
sämtlicher Kirchen läuten. Ein mächtiger Begeiste- rungsakkord!
Am Tor der Kriegsmarinewerft -erwarten den Führer der Oberwerftdirektor Vizeadmiral von R o r d e ck. der Chef des allgemeinen Marineamtes, Vizeadmiral von F i s ch e l, der Kommandant der Befestigungen von Ostsriesland, Konteradmiral Fänger, und die Taufpatin des neuen Schlachtschiffes, Frau von H a i s e I l, die Tochter des Großadmirals von Tirvitz. und der Wehrkreisobmann Voß.
Ein unbeschreiblich farbenprächtiges Bild bietet sich auf der Marinewerft. Neben den Offizieren der ruhmreichen Flotte des Zweiten Reiches steht das Offizier- korvs, das heute diese stolze Tradition fortführt, und neben den Invaliden des Weltkrieges die Hitler-Jugend, die aus ihren Händen das Erbe übernimmt und es bewahren wird. Beherrscht wird das imposante Bild völlig von dem hochragenden, silbergrauen Leib des neuen Schlachtschiffes, ein stählerner Koloß, ein eherner Zeuge des deutschen Selbstbehauotungswillens zur See.
Der Taufakt.
Durch das Svalier der Mitglieder der Kriegsmarinewerst begibt sich der Führer zur Taufkanzel. Unendlich ist der Jubel der Massen, die seinen Weg mit ihren Blicken verfolgen. Mit seiner engsten Begleitung schreitet dann der Führer die hohen Trevven hinauf. Noch einmal toroeirt lern Blick über das weite menschenangefüllte Gelände der Werft.
Vizeadmiral z. V. Staatsrat von Trotha, der im Weltkrieg Chef der Hochseeflotte unter Admiral Scheer war. der als Leiter des Reichsbundes deutscher Seegeltung an dem Wiederaufbau der Flotte mitgearbeitet hat, ergriff nunmehr das Wort zur T a n f r e d e.
Klar ballen hierauf die Worte Frau von H a s s e l l s über den weiten Platz:
„Aus Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht taufe ich dich auf den Namen Tirvitz!"
Klirrend zerschellt die Flasche am Bug. Das Schild mit dem Namen „Tirvitz" wird sichtbar, und das Tuch, das bisher das Wavven der Kriegsmarincstadt Wilhelmshaven verhüllte, wird fortgenommen. Langsam gleitet der gewaltige Schiffskörper in sein Element. Ruhig und sicher tauchen Heck und Bug ins Wasser: Das Schlachtschiff „Tirvitz". stolzer Künder deutscher Seegeltung, ist glücklich vom Stapel gelaufen!
Nach einer Besichtigung des Hafenneubaugeländes begibt sich der Führer an Bord des an der Seydlitzbrücke fest- gemachten Schlachtschiffes „Scharnhorst".
Eine eindeutige Antwort Mussolinis.
.Stark find nur die fruchtbaren Völker, die unfruchtbare« dagegen schwach. Wenn diese Völker zu einem elenden Hausen alter Schrecklinge herabgesunken sind, werden sie kraftlos zusammenfinken."
Fahrt zur Kriegsmarinewerft.
Die Fahrt des Führers vom Bahnhof zur Kriegsmarinewerft war ein einziger T r i u m v b r u g. Dre Herlrufe rollten wie eine Brandungswelle vor seinem Auto, her. Der Dank, den die Menschen der Nordmark dem Schöpfer der neuen deutschen Flotte darbringen. In dreien Jubelsturm hinein dröhnt vom Hipper-Hafen herüber der Ehrcn- salut, den das Schlachtschiff „Scharnhorst" und das Flottenflaggschiff „Admiral Graf S vee“ feuert. Die Sirenen der im Hafen liegenden Schiffe beulen. Die Glocken
Heroisches Jahrhundert.
Von Heinrich Karl Kunz.
Große Worte wollen wir sparsam gebrauchen. Sie verlieren sonst an innerer Kraft. Und wer könnte bezweifeln, das „heroisch" zu den ganz großen gehört. Andererseits dürfen wir nicht in den umgekehrten Fehler verfallen und unsere Zeit und ihre Ereignisse verniedlichen. Wir müssen sie in ihrer noch kaum meßbaren Tragweite erkennen und in unserem Bewußtsein lebendig machen. Daraus wächst uns Kraft zum Opfer und zur Steigerung unserer Leistung zu. Früher konnte sich vielleicht der einzelne von dem politischen Geschehen distanzieren. Noch Friedrich der Große sah sein Ideal darin, den Bürger möglichst wenig vom Kriege spüren zu lassen. Heute hat das Volk seinen Ausdruck im Staat gesund en. dessen Entwicklung für den einzelnen schicksalhaft ist. Der Ehrliche und Einsichtige gönnt sich deshalb auch keinen Schlupfwinkel mehr, darin er sich absondern und den Verpflichtungen der Gemeinschaft entziehen könnte. Auch das einfachste Gemüt empfindet instinktiv die Spannung, von der die Atmosphäre angefüllt ist. Den Entscheidungskampf der Ideen, zu denen die Nationen, die ihre Träger wurden, angetreten sind. Tausend Ereignisse, in verwirrender Vielfalt und doch nur Reflexionen und Spiegelungen, dieses einen Ringens zwischen dem verkalkten politischen Priu- zip des vergangenen Jahrhunderts und dem jungen, dem besseren Europa. Bei aller Sachlichkeit der Betrachtung müssen wir feststellen: ein heroisches Zeitalter ist angebrochen. Der Tornister, um an ein Wort Mussolinis anzuknüpfen, ist unser Kopfkissen geworden.
Wir denken an Jahre zurück, in denen die meisten von uns in persönlichen Sorgen und Freuden aufgingen. Die einen verdienten, die anderen hungerten. Viele waren — eine fadenscheinige Entschuldigung ihres krassen Egoismus — geneigt, dies als natürlichen Zustand hinzunehmen. Die Geschichte war eingeschlummert, das staatliche, politische Leben stagnierte. Ein vegetatives Dasein, um das es sich, wie wir nach dem Erleben dieses letzten halben Jahrzehnts mit Beschämung eingestehen müssen, nicht zu leben lohnt.
Das Heute fordert von uns! Wir haben verzichten gelernt auf manchen Genuß, der uns Gewohnheit geworden war. Die Löhne erreichen noch nicht überall die Höhe, die wir, mit dem Blick auf die Zukunft, als Minimum für not-
Der Führer wurde auf dem Bahnsteig vom Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. 6. c. Roeder, dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generaloberst Keitel, dem Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst v. Brauchitfch. dem Staatsfekretär der L.mtrahrt Generaloberst Milch, dem Kommandierenden Admiral der Maiine- station der Nordsee Admiral S a a l w a ch t e r, Reichsminlüer Dr. Lammers, Reichsorganifationsleiter Dr. Ley. Rerchs- fiihrer-ff Himmler und dem Gauleiter von Weier-Ems Reichsstatthatter Roever begrüßt.
In der Begleitung des Führers befinden sich die Reichs- leiter Reichspresiechef Dr. Dietrich. Bau h l e r und Bohrmann, Staatssekretär Hanke, die Adiutanten des Führers Obergruppenführer Brückner, Gruppenführer Schaub. Oberstleutnant Schm und t. Korvettenkapitän Albrecht und Hauptmann v. Below.
Zur Begrüßung des Führers waren ferner auf dem Bahnsteig versammelt Flottenchef Admiral B o h m, der Kommandierende General des X. Armeekorps General der Kavallerie Knochenhauer. der Chef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Nord General der Flieger Felmy, SA.- Eruppenfiihrer B ö h m ck e r und ff-Gruppenführer Prutz - mann und der oldenburgifche Ministerpräsident o e i
' ‘ ~ "';ier zum Bahnhofsausganq begab,
renfalut feierlich begrüßt. Auf eine Marine-Ehrendem brausenden Jubel der zu taufenden
Stapellauf des Schlachtschiffes „Tirpitz".
Ein neuer 3S 000-Tonner. — Schwesterschiff der „Bismarck". — Taufe durch Tochter des Großadmirals. Vizeadmiral von Trotha hielt die Taufrede. — Ein stolzer Künder deutscher Wehrkraft und Weltgeltung
Rom, 31. März. Wie in C o s e n c a wurde Mussolini auf seiner Reise durch Calabrien auch in Reggio von Zehntausenden und aber Zehntausenden unter begeisterten Huldigungen empfangen. Nach Besichtigung des Parteihauses und des Ehrenmals, wo der Duce die Angehörigen der dort ruhenden gefallenen Faschisten begrüßte, richtete Mussolini das Wort an die Schwarzhemden. Er führte u. a. aus:
In diesen zwei Tagen habe ich Art und Wesen bides Volkes von neuem kennengelernt. Es ist aus jenem Metall, aus dem man Staaten und Wehr, Pflug und Gewehr anfertigt. Wer hierher kommt, erhält beim Anblick der Zehntausende und aber Zehntausende eurer Kinder die absolute Gewißheit, daß unser Vaterland in den Jahrhunderten fortbestehen wird. Das mögen sich, jene gesagt sein lassen, die unter dem verheerenden Einfluß exotischer Methoden und Theorien, die sich in der Praxis als absolut idiotsch erwiesen haben, das Vaterland zunächst blut- und kraftlos werden lassen, bis es schließlich erlischt. Stark sind nur die fruchtbaren Völker, die unfruchtbaren dagegen sind schwach. Wenn diese, Völker zu einem elenden Haufen alter Schrecklinge herabgesunken sind, werden sie kraftlos zusammensinken.
Ich bin hierher gekommen, um mit eigenen Augen festzustellen, was in dieser ersten Periode der faschistischen Ära geleistet wurde. Diese Leistungen sind beträchtlich, aber noch beträchtlicher ist das, was noch getan werden muß.
/< In \
' dieser \ Ausgabe)
V beginnt / 2?er neue Tagblatt-Roman:
Kaum sind vier Jahre ins Land gegangen, seit die in Sizilien stehende Division Poloritana mobilisiert wurde. Vier Jahre Kämpfe und schwere Opfer, die jedoch zur Eroberung des Imperiums geführt habe: Imperiums. Ein Volksimperium, das vom zu Wasser und in der Luft gegen jedermann verteidigt werden wird! Einige Schwach köpfe von jenseits der Alpen (langanhaltendes Zisch- und Pfeifkoiuert), die die Wirklichkeit mit ihrem Wunsch verwechseln, haben von einer Entfremdung des italienischen Volkes vom Regime gefaselt. Euer Pfeifkonzert beweist ihnen das Gegenteil. Volk und Regime ist ein einziges, geschlossenes Ganzes. Wehrmacht und Volk sind ein einiges Ganzes (laute Ja-Rufe) und dieses italienische Volk ist bereit den Tornister zu schultern, da es wie alle jungen Völker den Kampf nicht fürchtet und des Sieges sicher ist.
Diese Schlußworte des Duce wurden mit lang anhaltendem, stürmischem geradezu orkanartigem Beifall von den Zehntauscnden unterstrichen, die bereits zu Beginn der Rede und während derselben die Worte Mussolinis immer wieder in Sprechchören mit den Rufe« „Tunis, Tunis, Tunis!" unterstrichen hatte«.
Nr. 78.
Samstag/Sonntag, 1./2. April 1939.
87. Jahrgang.
Wiesbadener Tagblatt
Srfcheimmgszett:
Druck und Verlag:
mit einer täglichen
8. Schelleuberg'sche Buchdruck«»!, „Zaflblati<Kau»" Fernsprecher-Sommel-Nr. 59631. Drahtanschrift: Tagblatt Wiesbaden. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. 7405.
e Oftic Art fiott werktäglich nachmittag,.
U «UpyuueH Eeschäftszeit: 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends anher Sonn- u. Feiertag«
Unterhaltungsbeilage. 8n,inet ä8flro: «-rliElnwr-dorf
Sejnswtem: Für ein. B-zug-zeit von 2 Wochen 94 Rpf., für «inen Monat RM. 2.-, ein. schlretzlich Traglohn. Durch di« Post bezogen RM. Z.35, zuzüglich 36 Rpf. Bestellgeld äinzel- nummern 10 Rpf. — B-zugsb-stellungen nehmen an: der Verlag, ine Ausgabestellen, di« lr?^,un5, aIle Post-nstalten. — Di« Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises.
Airzeigenpreise: Lin Millimeter sähe der n Millimeter breiten Spalte im Anzeigend flirunb. preis 7 Rpf., der 85 Millimeter breiten Spalte im Tertteil 60 Rpf., sonst laut PreiÄkste Nr. 8, Nachlatzstaffel B. — Für die Aufnahme oon Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen wird keine Sewähr übernommen. — Schluh der Anzcigen-Annahm« 9 V» Uhr vormittag». Lrkihere Anzeigen müssen spätesten» einen Tag vor dem Erscheinungstage aufgegeben werden.
