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WiesbllömerTagbum

87. Jahrgang

Mittwoch, 29. März 1939

Nr. 75

Mvchentt

mit einer tägliche«

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Lnterhaltungsberlage.

Sieg über den Bolschewismus!

Elite der Nation.

Von Haus Scharr.

((Eigener Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.)

Der völlige Zusammenbruch Rotspaniens

ftampftraft und Aktionsradius der Sufhixiffe Sterne.

.Giornale b’3talia“ schrcihl. die Stärke der italienischen dürften.

Duce.

Die römische Presse widmet dem Tag der Luftwaffe be­geisterte Artikel, in denen der gewaltige Aufschwung der jüngsten italienischen Waffe als das große D erd t e n ft des Duce gefeiert wird, der Italien auch auf diesem Ge­biet in die erste Reihe der Großmächte gestellt habe.

b Rundfunk- ftsügung des

Eingesargte Hoffnungen.

Die Entwicklung geht nun einmal heute nicht mehr so, wie die Demokratien es wünschen. Man hat die Hoffnungen auf ein schwaches und zerrissenes Spanien abschreiben und hat den Sieg Francos zur Kenntnis nehmen müssen, und man wird noch manche andere Hoffnung einzusargen haben.

Tatsachen, die auf die hysterischen Gemüter in London und Paris ernüchternd wirken

mente übernahmen die Gewalt in der Stadt. Die freiwillige Übergabe der Städte ist der beste Beweis für das Ende der roten Terrorherrfchaft.

Die nationalen Truppen machen in allen Abschnitten gute Fortschritte. Allein bei Madrid fielen ihnen 40 000 Ge­fangene in die Hände. An der Andalusien-Front wurde Adamuz besetzt. Im Toledoabschnitt zogen die nationalen Truppen in Aranjuez ein. Südwestlich drängen sie bis nach Navahermosa vor. Nordöstlich von Madrid im Abschnitt Euadalajare begann gleichfalls der nationale Vormarsch.

In Italien wird der Fall Madrids mit größter Begeisterung gefeiert. Das italienische Volk siebe der spanischen Nation, so sagt „Povolo d'Jtalia" in dieser Stunde des Sieges der Zivilisation über die Barbarei besonders nahe. Es sei Wirklichkeit geworden, was der Duce für die Ehre und für den Wiederaufstieg der lateinischen Menschen gewollt habe.

Der Duce hat in Gegenwart von Präsident Gianetti den Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sowie die Mitglieder der anläßlich des 20. Jahrestages der Gründung der faschistischen Kampfbünde nach Rom gekommenen Abord­nung der NSDAP, empfangen. Dr. Ley verließ am Diens­tag um 19.10 Uhr Rom wieder, nachdem er vorher noch an einem ihm zu Ehren vom deutschen Botschafter und Frau von Mackensen am Nachmittag gegebenen Empfang teilge- nommen und anschließend das Gelände der Weltausstellung 1942 besichtigt hatte.

Jubel in Spanien.

as. Berlin, 29. März. Mit großem Jubel ist in Spanien die Nachricht von dem Einmarsch der Trup­pen des EeneralsFranco in Madrid ausgenommen worden. Deutschland teilt diesen Jubel Spaniens und die Freude Madrids, das nach säst dreijähriger roter Herrschaft endlich den Sieg der Befreiung erlebt hat. Die tiefere Be­deutung dieses Sieges ist in dem Telegramm aufgezeigt worden, das der Führer an General Franco sandte, in dem von dem Sniifiegbes nationalen Spanien über den völkerzerstörenden Bolschewismus gesprochen wird. In Madrid hatte der Bolschewismus sein stärkstes Bollwerk errichtet. Von hier, von Spanien aus sollte der Vormarsch gegen das übrige Europa angetreten werden. Diese Pläne sind mit dem Sieg Francos dahin.

London liebäugelt mit Moskau.

Um so seltsamer berührt es, daß man sich gerade in dieser Zeit, in der die bolschewistische Gefahr für Europa durch den Sieg Francos verringert, wenn nicht beseitigt wurde, an anderen Orten bemüht, Moskau eine Hintertür zu öffnen. Plötzlich hat nämlich London wieder sein Herz für Moskau entdeckt. Handelt es sich zunächst auch nur darum, den englisch-sowjetrussischen Handel zu.beleben, so sind doch die Kommentare, die sich in der englischen Presse zu dem inzwischen beendeten Besuch der englischen Abordnung in Moskau und zu den bevorstehenden englisch-sowjetrussischen Verhandlungen finden, ganz auf den Ton gestimmt, daß viele alte Mißverständnisse und falsche Auf-, fassungen" beseitigt seien. London und Moskau scheinen nach diesen Kommentaren plötzlich ein Herz und eine Seele zu fein.

Chamberlain mit leeren Händen.

Die Beweggründe Englands sind freilich leicht zu durch­schauen. Man möchte in England gar zu gern eine gegen Deutschland gerichtete Front zustande bringen und will in dieser Front die Sowjets nicht entbehren? obwohl gerade diese Einbeziehung der Sowjets die englischen Be­strebungen bei anderen Staaten, die den Bolschewismus

In Ciudad Real und C uen Falangisten und rissen die Gewalt an ienber teilten die Städte mit, ba6 Generals Franco stehen und mit Ifagebulb ben Einzug feiner SruDoen erwarten. Die bewen vrovinzhauvtstadte liegen 7V bis 8'0 Kilometer hinterher «tont, mitten in der roten (Etappe. Ähnliche SÄrgange werden, aus bem üben der Re emelbet. bet Runbiunkienber

Die Besetzung Madrids durch die nationalen Truppen vollzog sich reibungslos. Am „ Dienstagvormittag um 1L20 llhr wehte die nationalspanische «rlagge über dem Re- gterungsnolaft In den frühen Nachmittagsstunden verkehrten die Straßenbahnen bereits wieder normal. Gegen 4 Uhr nachmittags war die Besetzung vollkommen beendet. Gegen 6 Uhr abends war bereits ganz Madrid hem Saumel bet Freude über die Befreiung verfallen, überall bildeten sich große Umzüge, die unter dem Gesang nationaler Lieber ihren Weg durch die Hauptstraßen nahmen. Die Be­völkerung ist völlig ausgehungert. Bei den ersten Lebens- mittelverieilungen kam es zu erschütternden Szenen Mit Tränen der Freude nahm die Bevölkerung das Brot entgegen.

Die meisten roten Bonzen haben die Hauptstadt recht­zeitig verlassen. General Miaia hat sogar seine ganze Wohnungseinrichtung mitgenommen. Wre es beißt, befindet er sich auf dem Weg nach Cartagena von wo aus er Französisch-Marokko zu erreichen suche.

ben sich die

die 5000 Kilogramm Äampntof Kilometer Entfernung mit sich was der italienischen Luftwaffe die Mogl Aufgabe nicht nur in der Po-Ebene und im dem auch im Roten Meer und im Indischen Ozean zu erfüllen. Die italienische Luftwaffe sei vor allem auf Massenoperationen eingestellt und könne in Europa bis einschließlich London im Non»Stop-Flug jedes beliebige Ziel erreichen und zu ihrem Stützpunkt zu- rückkehren.

besser kennen als die Engländer, noch verdächtiger macht als es schon ohnehin der Fall war. So hat denn auch gestern Chamberlain im Unterhaus auf alle die lieblosen und neugierigen Fragen der Opposition nach seiner Ein- kreisunasaktion nur ausweichende Antworten erteilen kön­nen. Er hat zwar durchblicken lassen, daß er seine Be­strebungen fortführe und daß diese Pläne „bedeutend weiter- aehen als Konsultationen". Aus alle Anfragen nach dem Stande der Verhandlungen aber hat der englische Erst­minister jede Auskunft abgelehnt und sich dahinter verschanzt, daß diese Behandlungen vertraulich seien. So mußten sich denn gewisse Parlamentarier damit begnügen, daß Chamber­lain ihnen weitere Auskunft in Aussicht stellte. Er will sich zu diesem Thema noch einmal vor Ostern äußern.

Eine polnische Absage.

Fast zur gleichen Zeit, in der Chamberlain mit leeren Händen vor das Unterhaus treten mußte, hat in Polen der Chef des Lagers der nationalen Einigung, General Skwarczynski, eine Rundfunkansprache gehalten, die geeignet ist, die Hoffnungen Englands auf eine Einbeziehung »Polens in eine antideutsche Front vollends zu zerstören. Er betonte nämlich den Willen Polens, eine selbstän­dige Außenpolitik zu führen und sich durch keinerlei Druckmittel in irgend eine gegen den westlichen oder öst­lichen Nachbar Polens gerichtete Kombination hineinzwingen zu lassen. Das ist ein alter Grundsatz der polnischen Außen­politik, die von je jede Blockbildung abgelehnt hat. Wenn dieser Grundsatz gerade jetzt von maßgebender polnischer Stelle erneut betont wird, so geht man wohl nicht fehl in der Annahme, daß die außenpolitischen Ausführungen des pol­nischen Generals in erster Linie eine Absage an die englischen Pläne bedeuten, Polen in eine gegen Deutschland gerichtete Kombination einzubeziehen. Das dürfte wohl auch gewisse Hoffnungen dämpfen, die man in England auf den in der kommenden Woche ftattfinbenben Londoner Besuch des panischen Außenministers Oberst Beck setzt.

wt. Der 16. Jahrestag der Gründung der italie­nischen Luftwaffe durch den Duce wurde in ganz Italien am Dienstag gefeiert. 18 0 0 0 Flieger, darunter 3000 Spanienfreiwillige, waren vor dem Grabmal des Un­bekannten Soldaten angetreten, wo Mussolini nach einer Kranzniederlegung zwei hervorragende Mitglieder der Luftwaffe mit der goldenen Perdienstmedaille auszeichnete und 30 Angehörigen in Afrika und in Spanien gefallener Flieger Auszeichnungen überreichte. Den glanzvollen Ab­schluß des „Tages der Luftwaffe", an dem auch Rerchs- organisationsleiter Dr. Ley mit der deutschen Abordnung teilnahm, bildete die Parade der 18 000 Flieger vor dem

Am Dienstag sind die Eauentscheide im Reichs- berufswettkampf gefällt worden. Von insgesamt 42 000 Kreissiegern des Altreiches werden nunmehr einige Tausend zum Reichsentscheid antreten, der Ende April in Köln durchgeführt wird. Damit steht ein Werk vor dem Abschluß, das viele Wochen hindurch hunderttausende ehren­amtliche Mitarbeiter auf den Plan rief, um das berufliche Können und Wissen der Millionen zu bewerten. Einer be­häbigen, selbstzufriedenen Denkart mag .^Zielsetzung dieses Wettstreites auch heute noch fremd fern. Warum das alles, warum dieser gewaltige Apparat, wenn eine geord­nete Ausbildung ohnedies gewährleistet ist. wenn darüber hinaus die berufliche Weiterbildung in jeher Werse ge­fördert wird? .Diese Menschen haben immer noch Nicht be­griffen, daß bas Geheimnis nationalsozialistischer Iugend- kraft der Kampf ist, das immerwährende Ringen auf allen Lebensgebieten. Stillstand ist Rückschritt — bte uralte Erfah­rung findet in der Gegenwart neue Nutzanwendungen.

Wir haben es erlebt, wie sich der Sportgedanke in kurzer Zeit in Deutschland durchgesetzt, wie er von dem letzten Dorf in irgendeiner abgeschiedenen Kante Besitz er­griffen hat. Der Sportgedanke, der letztlich auf der Idee des Wettkampfes gründet. Warum sollte dieser Kampfgeist nicht auch auf dem elementarsten Gebiete des Lebens und der Gemeinschaft, im Bereich der Arbeit, Ein­gang finden! Gewiß, von den berühmten Wettkämpfen des Altertums, von der heiligen Flamme Olympias bts zum Berufswettkampf des großen Deutschen Reiches ist ein langer Weg. Mehr noch dem Inhalt als der Form des Kampfes nach. Daß nicht nur eine bestimmte Gruppe prade- ftinierter Menschen auf irgendwelchen Gebieten, daß Nicht einige Spezialisten antreten, sondern daß etn ganzes Volk seine Kräfte mißt — das ist das große Wunder Elfteres Dezenniums. Kräfte, die sich nicht auf den Geist oder Hand- merkliche Geschicklichkeit oder sportliche Gewandtheit und Ausdauer beschränken, sondern das Lerstungsbild des ge­samten Menschen umfassen.

theoretisch, nicht vom grünen Tisch aus beurteilen, »ran muß an vielen Dutzend Wettkampfstätten geweilt, muß die Wettkämpfer belauscht haben, wenn sie sich unbeobachtet fühlten: den Schlosser mit Hammer und Feile, den Tech­niker mit Zirkel und Lineal, den Maurer mit Kelle und Richtscheit. So arbeiten nicht Menschen, bte unter Zwang stehen, die gedrillt werden. Ihnen ist der Beruf etn Teil ihres Wesens. Sie handeln aus einem inneren. Drang, wenn sie sich mit Arbeitskameraden in edlem Wettstreit messen. Denn wo Leistung und Können regieren, kommt der Wettkampfgedanke von selbst. Und aus diesem Wettkampf­gedanken erwächst dann das Streben nach immer höheren Leistungen. Die Krönung aber ist die Maximallei­stung der Nation, die gleichbedeutend ist mit der pri­mären Zielsetzung des Vierjahresplanes. Alle tech­nische Rationalisierung muß, Stückwerk bleiben, wenn es nicht gelingt, dre optimale Leistungspotenz der Schaffenden zu finden. Diese optimale Leistungspotenz ist nicht die Summe einer Überbeanspruchung des einzelnen nach dem Beispiel des bolschewistischen Antreibersystems. Optimale Leistungs­potenz ist letztlich zweckmäßigster Einsatz, ein Grundsatz, den der Führer wieder und wieder als dringende Forderung her- ausgestellt hat. Ein Arbeiter, der sich als Backer betätigt, obwohl er als Bauschlosser weit höhere und vor allem dring­lichere Leistungen vollbringen würde, ist fehl am Platze. Gewiß können Sünden der Vergangenheit Nicht von heute auf morgen wiedergutgemacht werden. Zwar wirdkmrch Urnschulungsattionen der eine oder andere Fehler berichtigt. Der Kern des Problems aber liegt in der planvollen Be­rufslenkung des Nachwuchses sowie der beruflichen Weiter­bildung und Ertüchtigung der bereits im Wirtschaftsleben stehenden Kräfte. Dem letzteren Ziel dienen mhlreiche Einrichtungen, nicht zuletzt die sich vom 1. März bis 30. April erstreckende Fachbuchwerbung 1939, deren Sinngehalt wir bereits früher eingehend erläutert haben. Das modernste — um diesen Ausdruck ju gebrauchen — Mittel der Leistungssteigerung und zugleich die General­probe auf die Bewährung all der vielen Einzelmaßnahmen

Luftwaffe sei Militärgeheimnis. Mann kömie aber soviel sagen, daß Italien als erste Großmacht die Einheit der Luftdivision geschaffen habe und kürzlich sogar zur Luffflotte übergegangen sei. Die besondere Stärke der ita­lienischen Luftwaffe seien Kampfflugzeuge und Bomber, VI- --------- auf 2000

fuhren können, Skeit gebe, ihre ftttelmeer, son-

Gliickwunsch des Führers an General Franco

wt. Der Fall Madrids bedeutet mehr als einen militärischen Erfolg. Er ist der Anfang eines sich nunmehr schnell vollziehenden Endes. Der rote Widerstand bricht überall zufammen. In verschiedenen Städten haben bereits die nationalgesinnten Einwohner und die getarnten Falan­gisten, noch ehe die nationalen Truppen eintrafen, die Macht übernommen. Madrid ist zum Fanal des Zusammen­bruchs geworden. Madrid, das. wie Mussolini sagte, zum Grab des Faschismus werden sollte, ist umgekehrt zum Grab des Kommunismus geworden. Der rote Spuk im Süden Europas geht seinem Ende entgegen. Die Macht­position. die der Bolschewismus in Spanien gewinnen wollte, ist für Moskau endgültig verloren. In Anbetracht der Be­deutung. die der Übergabe Madrids zukommt, hat der Führer an General Franco nachstehendes Telegramm gerichtet:

„Zum Einmarsch Ihrer Truppen in Madrid und dem damit errungenen Endsieg des nationalen Spaniens über den völkerzerstörenden Bolschewismus spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Deutschland gedenkt heute mit mir in aufrichtiger Bewunderung der her­vorragenden Leistungen Ihrer tapferen Truppen und ist über­zeugt, datz nunmehr für Spanien eine Zeit des Auf baus aubricht, welche die großen Anstrengungen und Opfer der Jahre des Kampfes rechtfertigen wird."

lttwc